MAmalvadoThemenstarter2 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 · #1Hallo zusammen,
ich plane gerade eine Reise nach Namibia. Zum Abschluss wollen wir noch zu den Victoria Falls fliegen. Nun stellt sich mir die Frage ob nach Livingstone oder nach Victoria Falls, Sambia oder Simbabwe.
Wir möchten natürlich nicht unbedingt Einreisegebühren in beide Länder zahlen und müssen uns wohl deshalb für eine Seite entscheiden (oder liege ich da schon falsch und es gibt sowas wie einen generellen "Victoria Falls Eintritt"?).
Gibt es sowas wie eine bessere Seite? Oder sieht man die Fälle von beiden Seiten gleich gut.
Und ist eine Seite zu bevorzugen wenn man evtl. noch einen kleinen Ausflug z.B. in einen Nationalpark machen möchte? Wir werden 2 halbe und 2 ganze Tage vor Ort sein und vermutlich nicht die ganze Zeit die Fälle bewundern.
Wäre toll wenn ihr den ein oder anderen Tip für mich habt.
Danke schonmal,
Oli
Sabine261'394 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 · #2Hallo Oli,
ich würde nach Victoria Falls gehen, da man dort mehr von den Fällen sieht.
Außerdem wäre es interessant zu wissen, in welchem Monat du dorthin möchtest, denn im Oktober/November kann es sein, dass du - insbesondere in Sambia - vor einer (fast) ausgetrockneten Wand stehst.
Viele Grüße
Sabine
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Nov. 2012 · #3... und in der Regenzeit in Zimbabwe wie unter einer Dusche ...
Von Zambia aus gab es damals die Möglichkeit, an den Fällen so eine Art Ein-Tages-Visum zum Besuch der Fälle auf der anderen Seite zu bekommen. Dann konnte man für kurze Zeit nach Zimbabwe rüber und die Sache von drüben ansehen. Umgekehrt gab es das nicht.
Vielleicht hat hierzu noch jemand aktuelle Infos ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Burschi4'140 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 · #4Hallo Oli,
die Seite von Simbabwe ist natürlich die längere und es gibt mehr Aussichtspunkte zu den Fällen. Die Ecke von Sambia ist aber besonders am Nachmittag schön, da sieht man nachmal 3 Regenbogen übereinander. Der ideale Kopmpromiss wäre wohl: Übernachtung in Victoria Falls, dort Besuch der Fälle und dann einen Spaziergang über die Brücke nach Sambia (Muss hier Wolfgang widersprechen, das geht von Simbabwe auch!) mit einem dortigen Besuch der Fälle und wieder zurück. Natürlich musst du zweimal Eintritt zu den Fällen zahlen. Ein "Universalticket" gibt es nicht.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Flori761 Beiträge · seit 201020. Nov. 2012 · #5Hallo, Oli,
die Fälle von Zimbaweseite aus sind wesentlich eindrucksvoller. Wir haben sie einmal mit wenig Wssser ( August) und einmal voller Wasser (und Gischt! ) gesehen ( Mai) - beides ist unvergesslich.
Die Tour ging von Kasane aus. An einem Tag.
Freunde von uns sahen die Fälle auch von Sambia aus, ist auch eindrucksvoll, aber nicht soo wie von VicFalls aus.
Und ja - über die Brücke nach Sambia rüber kann man gehen, ohne Probleme. Auch an dem einen Tag.
Die Kosten sind ein anderes Ding.:(
LG Doro
MAmalvadoThemenstarter2 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 · #6Danke schonmal für die Antworten,
Sabine26 schrieb:
Außerdem wäre es interessant zu wissen, in welchem Monat du dorthin möchtest,
Es wird wohl Ende Februar/Anfang März sein.
Das mit der Brücke und einem Ein-Tages-Visum klingt nicht schlecht.
Flori schrieb:
Die Kosten sind ein anderes Ding.:(
Mit welcher Summe darf man denn da in etwa rechnen?
Nach den bisherigen Posts bestätigt sich mein Favorit Victoria Falls. Habt ihr noch 1 2 Tips parat was es dort außer den Fällen zu tun gibt. Werden wie gesagt 2 ganze und 2 halbe Tage dort sein.
Gute Nacht,
Oli
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200820. Nov. 2012 · #7Hallo Oli,
was man sonst noch machen kann in Vic Falls? Elefantenreiten, White Water Rafting, einen Löwenspaziergang, den Hubschrauberflug, einen Dinner-Cruise (nicht den Sundowner Cruise!) auf dem Sambesi. Buchen kann man das alles entweder in Deinem Hotel oder in einem der gefühlten 1.000 Buchungsbüros in der Stadt. Kosten für jede der Aktivitäten so um die US $ 130 (war in 2012 so) bis 150.
Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 · #8Hallo Oli,
was Wolfgang gesagt hat ist nicht korrekt, es ist genau anders herum. Von Zimbabwe kannst du Sambia mit einem Eintagesvisa besuchen. Kostet 20US$. Andersherum bekommst du von Sambia nach Zimbabwe kein Eintagesvisa - geht also nur Richtung Sambia. Was noch anzumerken ist, von Zimbabwe aus brauchst du auch kein multiple Entry visa für Zimbabwe. Du hast das normal Visa für Zimbabwe, sagst auf Zimbabwe Seite, Du gehst zur Brücke und kannst Dir auf Sambiaseite ein ein-Tages-Visa austellen lassen und dann nach Zimbabwe ohne Probleme rückkehren.
So war es jedenfalls im Juni diesen Jahres.
Was kann man noch machen. Also wenn bei dir richtig Wasser ist (und das sollte im Februar sein), würde ich auf jeden Fall einen Helikopterflug machen. Da kann man die Wucht der Fälle bei high water level (wie es dort genannt wird) erst einmal richtig erfassen.
toumtoum
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200621. Nov. 2012 · #9... gut, dass ihr mich korrigiert, aber dazu hatte ich bzgl. des Tagesvisums auch aufgefordert. Ich kam damals aus Zambia und hatte ein Double-Entry-Visum. Für mich war es somit egal, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es vor ca. 5-6 Jahren das Eintagesvisum auch von Zambia in Richtung Zimbabwe gab. Wenns das heute nicht mehr gibt, ist es gut, dass ihr es hier erwähnt.
Was das White-Water-Rafting angeht, ist das je nach Jahreszeit neben dem Colorado (auch jahreszeitlich bedingt) und dem Weißen Nil ab Jinja (gibts da jetzt den Staudamm?) eine der drei heftigtsten Strecken weltweit, die man als Ahnungsloser mitfahren kann. Man unterschreibt einen Haftungsverzicht (anderswo auch) und im Jahresmittel kommt auf dem Zambezi etwa ein Tourist pro Monat ums Leben.
Gruß
Wolfgang
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TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201221. Nov. 2012 · #10BikeAfrica schrieb:
Was das White-Water-Rafting angeht, ist das je nach Jahreszeit neben dem Colorado (auch jahreszeitlich bedingt) und dem Weißen Nil ab Jinja (gibts da jetzt den Staudamm?) eine der drei heftigtsten Strecken weltweit, die man als Ahnungsloser mitfahren kann.
Gruß
Wolfgang
Mist Wolfgang, heute muß ich Dir doch mehrmals widersprechen. Also das Rafting in Uganda auf dem weißen Nil habe ich schon 3 Mal gemacht - wirklich toll. Aber es ist auch die Mischung aus Ambiente (Natur, Menschen am Fluß, und natürlich Schwierigkeit). Dort wurde mir gesagt, daß eigentlich nur der Zambesi vergleichbar ist. OK, dieses Jahr mal den Zambesi gemacht - kein Vergleich zum Nil. Dazu noch ein paar Erläuterungen. Wassertechnisch wird es nur anspruchsvoll dort , wenn man bei low water level raftet - das ist Mitte Juli bis Mitte Februar. Danach wird erst weiter unten gestartet. Ich war bei high water level unterwegs, also weiter unten eingesetzt und das war für mich dann etwas fade - ok, vielleicht bin ich durch den Nil auch verwöhnt (was anders habe ich noch nie gerafftet). Auch das Ambiente war nicht so toll (jedenfalls für mich).
Ok, wer natürlich nur Rafting auf dem Inn kennt etc. der ist wahrscheinlich begeistert.
toumtoum
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200621. Nov. 2012 · #11... ich kenne selbst nur den Nil vom Rafting und fand das schon wirklich ziemlich gut. Ohne Schwimmweste wäre ich im Total Gunga wohl möglicherweise auch ersoffen, fürchte ich. Jedenfalls wäre es wohl 'ne enge Sache geworden.
Die Wildwasserkategorien werden von 1-6 gekennzeichnet. 6 gilt als potentiell tödlich und wird nicht gefahren. WW5 wird auf einigen Strecken gefahren und diese werden nochmal unterteilt in Stufen bis 10. Diese gibts auf den genannten Flüssen. Anderswo gibts die natürlich auch, werden aber nicht kommerziell für "Ahnungslose" angeboten.
Der Nil hat über das Jahr gleichermaßen heftige Bedingungen. Das ist heftig, aber wegen der gleichmäßigen Bedingungen kalkulierbar. Am Zambezi ändern sich die Bedingungen ständig. Da ist bei Hochwasser die eine Ecke gefährlicher und bei Niedrigwasser eine andere. Und da die Strecke mehr verblockt ist, gibt es mehr Gefahren. Es gibt mehr Strudel, die mal an dem einen Tag hier und mal an dem anderen Tag dort extrem gefährlich sind und Leute unter Wasser drücken, die unter ausgespülten Felsen nicht mehr hoch kommen. Deshalb mag der Nil an manchen Stellen heftiger erscheinen, aber tatsächlich gefährlicher ist wohl der Zambezi. Dort gibt es mehr Todesfälle. Vielleicht hängt es auch mit der Zahl der Touristen zusammen, die dort fahren ...
Gruß
Wolfgang
* habe übrigens kein Problem mit unterschiedlichen Meinungen/Erfahrungen/Ansichten. Dafür ist das Forum ja da ... *
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Burschi4'140 Beiträge · seit 200921. Nov. 2012 · #12Hallo Oli,
was ich dir auf jeden Fall empfehlen kann, ist ein Elefantenritt durch den Busch (kostst ca. 130 US$), lohnt sich auf jeden Fall. In Botswana musst du dafür wesentlich mehr zahlen. Du soltest auch nicht versäumen den Holzmarkt in Vicfalls zu besuchen. Dort gibt es ein riesiges Angebot mit zum Teil sehr guten Schnitzereien. Vor allem kannst du dort original bei den Schnitzern kaufen und nicht wie in Swakop nur Importware.
Was den "Löwenspaziergang" betrifft, so beurteile ich den inzwischen mit recht gemischten Gefühlen, seit ich Berichte darüber gelesen habe, was mit den Löwen im Erwachsenenstadium passiert. Ich habe ihn vor etlichen Jahren mal mitgemacht und es war schon interessant. Inzwischen würde ich ihn aus den genannten Gründen nicht mehr machen. Der Heliflug kostet für 10 Minuten 120 US$. Kannst aber auch 20 Min. buchen. Wenn du mal die "alte Kolonialatmoshäre" schmecken möchtest, dann gehe ins Victoria Falls Hotel. Die haben übrigens auch einen Zugang zu den Falls.
Zum Abendessen lohnt sich auch ein Ausflug ins "Boma". Dort gibt es ein derart spektakuläres Menü mit Unterhaltung, dass es schon fast peinlich ist, was dort "gefressen" wird. Aber auch ein Erlebnis.
Viele Grüße:
Burschi
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200921. Nov. 2012 · #13Kenne beide Seiten.
Bei Niedrigwasser kann man in Zimbabwe sehr schön die Fälle beobachten, während es in Zambia nur noch die Felswand zu sehen gibt. Allerdings kann man zu dieser Zeit von zu den Devils-Pools laufen, was auch ein beeindruckendes Erlebnis ist.
Bei Hochwasser sieht man in Zimbabwe aufgrund der Gischt nichts mehr von den Fällen. In Zambia reicht die Gischt zwar auch, dass man vollkommen durchnässt ist, man kann die Fälle aber trotzdem noch gut sehen und fotografieren.
Rafting auf dem Sambezi würde ich eher bei "low water" empfehlen. Allein schon der Start direkt unter der gigantischen Felswand der Fälle ist ein Erlebnis. Auch ansonsten fand ich die Schlucht spektakulärer als den Nil bei Jinja. Auch das Raften selbst ist bei Niedrigwasser erheblich anspruchsvoller, das bei Hochwasser viele schwierige Stellen einfach glatt gebügelt werden.
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200921. Nov. 2012 · #14hallo ...
also wir fahren dieses jahr nach victoria falls, (zim .. ), hatten wir noch nicht. daher im vergleich kann ich da nicht viel helfen.
Was es zu bemerken gibt : es ist leichter mit mittlerem budget was nettes zum wohnen auf Sambia Seite zu finden.. das ist ein eindeutiger vorteil in meinen augen..
Nun hab ich aber auch eine Frage :
Wir haben in Livingstone einen Microlight flug ueber die Faelle gemacht. Das war fantastisch, kann ich jedem nur empfehlen.. Wesentlich authentischer als ein Hubschrauber ..wirklich irre..
Sooo .. nun fahren wir dieses jahr mti freunden auf die andere seite :
Gibts auch Microlight auf Zim Seite
Kannn man nur fuer den Microlightflug nach Zambia rueber ??
Viele Gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Bärb13 Beiträge · seit 201221. Nov. 2012 · #15Hallo,
wir waren im Oktober in Victoria Falls, haben 2 Nächte auf dem Zeltplatz in der Stadt übernachtet und fanden es gut, von dort aus alles zu Fuß zu erreichen. Fürs Abendessen hatten wir einmal einen Tisch im "Mama africa" gebucht, ein kleines,feines Restaurant mit live Musik. Am 2. Abend haben wir eine Bootsfahrt auf dem Zambezi gebucht. Das war teuer, aber Abendessen und Getränke bis zum Abwinken waren mit dabei. Sonnenuntergang, Hippos, kühler Weißwein - ich fand das ein sehr schönes Erlebnis.
Liebe Grüße
Bärbel