Namibia in 2 Wochen ?

31 Antworten · 9'091 Aufrufe · gestartet 25. Nov. 2006 von Voyager
Antworten
496 Beiträge · seit 200628. Nov. 2006 · #21
Ich muss Joli zustimmen. Swakopmund hat eine ganz eigene Aura - für mich jedenfalls. Gerade, weil es so geschichtsträchtig ist. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Ich habe oft den Eindruck, dass mit zunehmender Zeit, sich kaum noch einer für die Geschichte des Landes interessiert. Es lebe die Etoscha und die Natur. Sicher! Aber das andere Namibia, dass in weiten Teilen immer noch deutsch geprägt ist, sollte man bei den Reisen mit einbeziehen. Ich höre so oft, dass man die deutsche Prägung als sonderlich oder sogar peinlich empfindet. Kein Engländer, Franzose oder Portugiese hat da in den ehemaligen Kolonien Probleme mit, dass die Sprache der ehemaligen Kolonialherren gesprochen, französisch gekocht oder englische Sitten gepflegt werden. Da sind wir eben ganz schön verkniffen. Joli, Du hast in Deiner Aufzählung noch den Martin Luther vergessen, den man nun leider eingemauert hat, wie seinerzeit auf der Wartburg---. Alles Gute von Matatu
0
159 Beiträge · seit 200628. Nov. 2006 · #22
Hallo Harald,

Da kann ich Dich überhaupt nicht verstehen. Swakobmund hat mich unheimlich Faziniert 8000 Km von zu Hause weg und doch irgend wie mitten in Deutschland und wenn ich aus der Stadt rausgehe bin ich wieder in Afrika und 8000 Km von zuhause weg!!! Einfach nur schön!!!

Wie Joli schon gesagt hat es muss mehr als eine Meinung geben.

schöne Grüße
Reinhardt
413 Beiträge · seit 200629. Nov. 2006 · #23
Hallo Harald,

auch ich kann mich den letzten Vorrednern nur anschliessen. Erstens ist es nach Tagelangem unterwegs sein in der "Pampa" auch wieder mal schoen ein bisschen Zivilisation zu erleben, wie Chrigu schon schrieb, bummeln, schoen essen gehen... Man hat Glegenheid Waesche waschen zu lassen und neben der Stadtbesichtigung, gibt es viele Moeglichkeiten fuer Tagesausfluege, wie z.b. Welwitschadrive, Mondlandschaft, Bootstour, Cape Cross und Skellettkueste. Und wer einen 4x4 hat, kann eine schoene Tour durch den Swakop machen.
Aber die Meinungen sind eben verschieden, (kuschel, kuschel 🤩 )

herzliche Gruesse Kitty
0
1'457 Beiträge · seit 200629. Nov. 2006 · #24
ich kann Swakop auch nicht so brauchen. Wenn ich nicht Bekannte dort hätte würden mich als Tourist keine 10 Pferde länger als 2 Tage/eine Nacht dort halten (also inklusive Abfahrt nach sonst wohin)

Das es Deutsche in Nam gibt hat man dort nach einer Stunde realisiert, einmal Kuchen essen, einmal zu abend. Dann vielleicht noch ins Aquarium, oder sonst was in der Richtung (was ich alles nicht so bahnbrechend finde). Auch der Welwitschia Drive hat sich in einem halben Tag erledigt. Mondesa interessiert eh die wenigsten.

Ich mag weder das Wetter, noch die Atmosphäre, noch das Stadtbild. Bummeln kann man auch in Stuttgart oder Bonn.
Gast29. Nov. 2006 · #25
Liebe Swakopmund-Fans,

ich will euch eure deutsche Lieblingsstadt außerhalb Deutschlands nicht madig schreiben. Ich war einmal dort und fahre seither daran vorbei, wenn ich in Namibia bin. Zum Beispiel, lieber Joli, zur Cape Cross Lodge, wo es sich hervorragend ausspannen lässt. Die Lodge ist herrlich am Meer gelegen, hat recht schöne und liebevoll eingerichtete Zimmer, die Küche und vor allem der Weinkeller sind richtig gut. Wenn morgens zur Frühstückszeit der Schakal zum Trinken an die Wasserstelle kommt, hat das seinen besonderen Charme. Aber vielleicht braucht es das ganz individuelle Erlebnis, das jeden von uns mit Orten verbindet.
In jedem Fall würde ich für Swakopmund nicht den Fish River Canyon von meiner Route streichen. Übrigens, die ursprünglich geplante Tour von Petra und Michael halte ich durchaus für machbar. In zwei Wochen dürfte das kein Problem sein, notfalls kann ja auf Swakopmund verzichtet werden . . .
496 Beiträge · seit 200630. Nov. 2006 · #26
Ne, macht das nicht, sonst habt Ihr Namibia nicht kennengelernt. Geschichte ist Geschichte. Matatu
0
527 Beiträge · seit 200630. Nov. 2006 · #27
Ne, macht das nicht, sonst habt Ihr Namibia nicht kennengelernt. Geschichte ist Geschichte. Matatu
Sehe ich genauso. Namibia ist nuneinmal von der deutschen Kolonialzeit geprägt - ob nun im positiven Sinne oder im negativen. Ich denke beides kann festgestellt werden. Die Geschichte Namibias als Staat in den heutigen Grenzen beginnt mit der deutschen Zeit.
Es ist ein in der Welt einmaliges Curiosum eine so typisch deutsche Stadt in so typisch undeutscher Umgebung zu sehen. Dazu muß erwähnt sein, dass die Stadt eben nicht vergleichbar mit jeder X-beliebigen deutschen Kleinstadt ist. Denn dort kann man eine Kleinstadt sehen, die weitgehend von der Architektur so erhalten ist, wie sie auch vor etwa 100 Jahren schon stand. Und dazu muß man eben immer im Hintergrund behalten, dass diese Stadt nicht in Deutschland steht!
Was unsere Vorfahren dort geleistet haben, nämlich eine wunderschöne und moderne Stadt mitten in die Wüste, ins Nichts, zu bauen, ist auch aus heutiger Perspektive bemerkenswert.
Eben aus demselben Grunde sollte man, falls genug Zeit vorhanden, auch in Lüderitz einmal vorbeischauen.

Sicherlich gibt es verschiedene Interessenschwerpunkte. Wer nach Namibia fährt, um Elefanten und Zebras zu sehen, der ist in der Etosha-Pfanne besser aufgehoben. Ich fahre über das Naturerlebnis hinaus auch nach Namibia, weil es sehr viel an deutscher Geschichte bietet und mein dahingehendes großes Interesse stillen kann!
496 Beiträge · seit 200630. Nov. 2006 · #28
Schon allein die Leistung der deutschen Eisenbahnpioniere mit dem Bau der Jetty. Wenn man davorsteht und bedenkt, das, was man heute noch von ihr sehen kann, nur ein Drittel der einstigen Länge ausmacht - Hut ab. An dieser Stelle ist der Altlantik nie ruhig. Matatu
0
Gast30. Nov. 2006 · #29
Nichtsdestotrotz - und das ist meine ganz persönliche Meinung - ist Swakopmund nicht mehr und nicht weniger als eine piefige deutsche Kleinstadt, in der ich nicht mehr als einen halben Nachmittag verbringen würde - und das auch nur einmal im Leben. Der Fish River Canyon dagegen zählt zu den beeindruckensten Naturschönheiten, die dieses wundervolle Land zu bieten hat. Und dann vielleicht noch Hinweis zur Unterkunft: Wer unbedingt in Swakopmund übernachten möchte, sollte einen weiten Bogen um das Strand-Hotel machen.
291 Beiträge · seit 200630. Nov. 2006 · #30
Hallo Harald,
da will ich Dir doch mal zustimmen. Für mich gibt Swakopmund ebenfalls nichts her was ich hier in Deutschland nicht auch haben kann, was aber für mich für alle Städte in Namibia gilt.
Das mag aber an den persönlichen Interessen liegen. Mich interessiert die Geschichte einfach nicht. Swakopmund ist dafür toll um Vorräte aufzufüllen und dann wieder raus in die Natur. Dafür fahren wir nach Afrika.
Aber auch hier gilt natürlich wieder: Jedem das Seine! Jeder hat eben seine Interessen und Schwerpunkte.
Viele Grüsse.
Christian
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika: WildlifeMoments.de AfricaAdventure.de
527 Beiträge · seit 200630. Nov. 2006 · #31
Hallo Harald,
erlaube mir die Bemerkung, daß Du ziemlich frustriert klingst, wenn Du auf Swakopmund zu sprechen kommst...
Was bedeutet genau "piefig"? Kenne ich nicht...

Man sollte sich jedoch um ein wenig Objektivität bemühen und, z.B. wie Christian, auch einmal anerkennen, dass die eigenen Interessen nicht diejenigen anderer sein müssen.
Ich interessiere mich durchaus auch für die Natur und habe ebenfalls viel davon erlebt, aber ein "Nur-Natur"-Urlaub wäre mir persönlich zu flach.

Aber letztendlich ist es doch unser beider Glück: Du stehst nicht im Museum und versperrst mir dort den Platz und Du kannst die Ruhe der Natur länger allein bzw. mit Deiner Familie genießen! 😄

Also: I love you all! 😈
Gast30. Nov. 2006 · #32
Hallo Hiluchs,
"piefig" heißt sinngemäß "spießig", ist aber durchaus netter gemeint.
Frustriert bin ich nicht und schon gar nicht, wenn es um Dinge geht, die ich vermeiden, beziehungsweise umfahren kann. Übrigens habe ich stets betont, dass das meine ganz persönliche Meinung ist. Die möchte ich niemandem aufdrängen, die werde ich aber auch nicht ablegen. Wer Swakopmund innig liebt oder auch nur gern mag, dem sei das selbstverständlich gegönnt. Dagegen ist nicht ansatzweise etwas einzuwenden. Für mich persönlich ist Swakopmund aber Zeitverschwendung. Das liegt auch daran, dass wir mit Kind reisen und somit im deutschen Winter nach Abzug der Flüge leider nur zweieinhalb Wochen Zeit (Schulferien) haben. Und in dieser knappen Zeit wollen wir so viel wie möglich von der sagenhaften afrikanischen Natur erleben, denn - und da kann ich christian1060 nur zustimmen - deswegen fahren wir nach Afrika.