Enduroreisen im Nordwesten Namibia´s

17 Antworten · 3'400 Aufrufe · gestartet 24. Okt. 2012 von Rosifan
Antworten
Themenstarter19 Beiträge · seit 201224. Okt. 2012 · #1
Hallo,

wer hat Erfahrungen mit selbst organisierten anspruchsvollen Enduroreisen im Nordwesten von Namibia. Wir möchten im März 2013 dorthin fahren. Welche Strecken sind besonders geil?

Grüße Wolfgang
193 Beiträge · seit 200924. Okt. 2012 · #2
Hallo Rosifan,

herzlich Willkommen im Forum,

soll es Deine erste Tour in Namibia sein ?
hast Du schon andere Enduro Touren in Afrika gemacht ?
wo soll deine Grenze im Nordwesten von Namibia sein (Ziel)

Mit freundlichen Grüßen

Potje
7'296 Beiträge · seit 200624. Okt. 2012 · #3
Rosifan schrieb:wer hat Erfahrungen mit selbst organisierten anspruchsvollen Enduroreisen im Nordwesten von Namibia.
... anspruchsvolle Enduroreisen?
Mit dem Motorrad kanns ja jeder.

Anspruchsvoll wirds erst mit dem Fahrrad ... 😄

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter19 Beiträge · seit 201224. Okt. 2012 · #4
Hallo Potje,

ich war schon öfter mit der Enduro in Nordafrika unterwegs, Algerien, Libyen und Marokko. In Namibia und Botswana immer mit dem Pickup.

Wir möchten zur Etoshapfanne fahren,dann nach Ruacana, am Kunene entlang westlich bis zum Marienfluss und wieder zurück nach Windhoek. Am besten natürlich nicht auf Teerstraßen oder Gravelroads.

Mit dem Fahrrad klingt auch ganz gut, aber meine Herz schlägt eher für eine Enduro.

Warst du schon mit der Enduro dort unterwegs?

Ich bin gespannt auf deine Antwort

Viele Grüße und dankeschön

Wolfgang
412 Beiträge · seit 201125. Okt. 2012 · #5
Rosifan schrieb:Wir möchten zur Etoshapfanne fahren
Hi
M.W. sind Motorräder im Park nicht zugelassen.

Gruss Dieter
5'479 Beiträge · seit 200925. Okt. 2012 · #6
Ich war schon zwei Mal mit der Enduro im Damaraland & Kaokovelt unterwegs. Da die Sahara derzeit aus Sicherheitsgründen wegfällt, derzeit sicherlich eines der besten Endurogebiete der Welt.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich jeweils eine organisierte Tour mit Leih-Motorrädern von Gravel-Travel mitgemacht habe, d.h. selbstständiges Fahren nach Roadbook und GPS, aber Begleitfahrzeug und Camp-Ifrastruktur durch den Veranstalter. Leider bietet Gravel-Travel diese Tour derzeit nicht mehr an, da aufgrund des sehr schwierigen Geländes viele Fahrer überfordert waren und es immer wieder zu Unfällen kam. Das Gelände im Kaokovelt ist deutlich anspruchsvoller als in der Sahara.

Hauptproblem bei einer selbst organisierten Tour dürfte die begrente Kapazität eines Motorrades hinsichtlich Gepäck und Sprit sein. Wenn man wirklich ins Kaokovelt hinein will, braucht man eine Reichweite von mindestens 600km.

Ich sehe derzeit nur zwei Möglichkeiten. Entweder man besorgt/leit sich einen Geländewagen, den man dann mit Gepäck und Sprit beladen als Versorgungs- und Begleitfahrzeug nutzt oder man übernachtet in Lodges/Camps und organisiert mit denen im Vorfeld die Spritversorgung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
582 Beiträge · seit 201025. Okt. 2012 · #7
hallo,

soweit ich weiß, macht gravel travel die kaokoveld-tour noch, aber nur auf anfrage.

die tour ist wirklich empfehlenswert und hat uns immer viel spass gemacht! 🙂

volker
Planungshilfe und Buchungen von Mietwagen, Unterkünften und Aktivitäten ohne zusätzliche Kosten. www.magic-vibes.de
193 Beiträge · seit 200925. Okt. 2012 · #8
Hallo Rosifan,

etwas beruhigend zu hören, dass Du schon einschlägige Erfahrung hast. Wir mussten bei unserer letzten Tour auf der Pad von Swakop nach Solitär mit ansehen wie sich ein offensichtlich südafrikanischer Enduro Fahrer mir seiner Begleiterin im Gravel liegend nach einem gefährlichen Sturz schwer Verletzt, einige Stunden (!!!!) auf den Krankenwagen aus Walvis Bay kommend ausharren mußte. Kein Arzt vor Ort ! Eine polnische Reisegruppe hatte erste Hilfe geleistet. Nun kann man davon ausgehen dass der Pad wohl - relativ - gut bereist wird. Im Kaokoveld slbst waren wir mehrmals dort - immer mit einem 4x4 - können aber trotz zunehmender Touristenzahl bestätigen, dass man dort sehr einsam unterwegs ist. Die Infrastruktur geht gegen Null, Der Vorschlag mit dem Fahrrad ist wohl nicht zu ernst gemeint - das bringt dort wirklich nicht viel. Dagegen ein Begleitfahrzeug - das wär`s.

Ich wünsch Dir jedenfalls alles Gute

Potje

PS Für die Route von Ruakana bis in Marienfluss (Camp Syncro) ist bestimmt sehr schön - mit dem 4x4 ist das wohl nicht durchgehend zu machen.
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2012
Themenstarter19 Beiträge · seit 201225. Okt. 2012 · #9
Hallo Topobär,

vielen Dank für deine Ausführungen. Hast du vielleicht auch Routen zu deinen Touren?

Wir werden wahrscheinlich ziemlich sicher auch, wie du es beschreibst, einen Pickup mit Fahrer bei Werner von Afrika Motion Tours mieten. Das hat den Vorteil, dass wir ohne Gepäck auf dem Bike fahren können.

Das die Sahara nicht zu bereisen ist, ist sehr schade. Ursprünglich wollten wir mit Zitzewitz-events nach Libyen, wo ich schon einmal war. 2 Wochen fast nur Dünen und Sand. Es war traumhaft. Das Einzige was zur Zeit gut geht ist Marokko. Dort ist es ja auch immer wieder schön.

Viele Grüße


Wolfgang
5'479 Beiträge · seit 200925. Okt. 2012 · #10
Hallo Wolfgang,

war auch schon in Marokko, Algerien und Tunesien unterwegs. Namibia kann da locker mithalten, ist aber wie gesagt anspruchsvoller zu fahren, da Du viel in Canyons fährst. Dort erwartet einen eine wilde Mischung aus verspurtem Tiefsand, gespickt mit großen Steinen und Felsbrocken. Hinzu kommt noch, dass Du in einigen Bereichen immer damit rechnen mußt, plötzlich vor einem Elefanten zu stehen. Die siehst Du in den dichter bewachsenen Trockenflüssen oftmals erst sehr spät. Bei solch einer Begegnung ist eine 100%-ige Motorradbeherrschung eventuell lebensrettend.

In meiner Signatur findest Du den Link zu einem Reisebericht über meine letzte Motorrad-Tour. Aus dem Bericht kannst Du auch unsere Strecke entnehmen. Wenn Du noch weitere Fragen hast, helfe ich gerne weiter.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
7'296 Beiträge · seit 200625. Okt. 2012 · #11
Potje schrieb:Der Vorschlag mit dem Fahrrad ist wohl nicht zu ernst gemeint - das bringt dort wirklich nicht viel.
... das war ja auch kein ernstgemeinter Vorschlag, da es ja gezielt um eine Tour mit 'ner Enduro ging.
Nichtsdestotrotz ist es sehr wohl möglich, mit dem Rad durchs Kaokoveld zu fahren. Ich war dort 2002 alleine mit dem Rad unterwegs. Leider konnte ich damals die Kunene River Road nicht fahren, da sie teilweise überschwemmt war.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter19 Beiträge · seit 201225. Okt. 2012 · #12
Hallo Namensvetter,

so abwegig ist das mit dem Fahrrad gar nicht. Ich habe vor ein paar Jahren in der Nähe von Epupa einen glücklichen Radfahrer unter einem Baum liegen sehen, und das bei glühender Hitze. Auf meine Frage: ob ich ihn ein Stück mit dem Pickup mitnehmen sollte meinte er , dass er glücklich sei (er fuhr vorher stundenlang durch Tiefsand).

Naja, soll mal jeder auf seine Art glücklich werden.

Grüße Wolfgang
166 Beiträge · seit 200825. Okt. 2012 · #13
Hallo Wolfgang,
hier findest Du eine Liste von Pässen in
NAM.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gebirgsp%C3%A4sse_in_Namibia

Zm Einstieg evtl. der Robbies-Pass!! Kaokoregion bei Sesfont.
Sie auch
http://www.youtube.com/watch?v=eUCKGNRsB5w

und noch was:
wenn Du wie ein blöder durch die Himbadörfer knallst, dann solls Dich anständig zerlegen, wenn nicht, dann sollst eine tolle Tour und viel Freude haben.
Fahr nicht schneller als Dein Schutzengel fiegen kann.
Grüße
Julia
7'296 Beiträge · seit 200625. Okt. 2012 · #14
Hallo Wolfgang,
Rosifan schrieb:Ich habe vor ein paar Jahren in der Nähe von Epupa einen glücklichen Radfahrer unter einem Baum liegen sehen, und das bei glühender Hitze. Auf meine Frage: ob ich ihn ein Stück mit dem Pickup mitnehmen sollte meinte er , dass er glücklich sei (er fuhr vorher stundenlang durch Tiefsand).
da erkenne ich mich ja praktisch wieder. Ich habe auch den Ehrgeiz, ein anvisiertes Ziel aus eigener Kraft mit dem Rad zu erreichen. Da lehne ich dann Mitfahrgelegenheiten auch ab, selbst wenn ich körperlich ziemlich erschöpft bin. Muss ich die gleiche üble oder lange Strecke zurück und jemand bietet mir eine Mitfahrgelegenheit an, dann nehme ich die auch mal an. Aber auf Hin- wie Rückweg freue ich mich aber über ein kaltes Bier. 😄

Aber ich denke, mit dem Motorrad hast Du ja einen ähnlichen Anspruch. Du willst es auf zwei Rädern schaffen und eine größere Nähe zur Natur spüren. Du kannst auch im Sand fahren (das geht mit dem Rad ja gar nicht, also schieben) und hast 'nen größeren Aktionsradius pro Tag, der aber wieder durch Treibstoff insgesamt eingeschränkt wird. Aber wenn es sich ergibt, dann sieh zu, dass Du die Kunene River Road mit auf die Route bekommst. Die soll sehr schön sein. Ich habe die auch noch mal irgendwann im Visier ...

Gruß
Wolfgang

... und gute Fahrt ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
297 Beiträge · seit 200725. Okt. 2012 · #15
... ich bin zwar kein Motorradfahrer, habe aber unterwegs mal Dirk Trümer kennengelernt, der solche Touren anbietet und durfte die Gruppe mal begleiten...

http://www.namibia-enduro-tours.com/

LG Heike
2'664 Beiträge · seit 201225. Okt. 2012 · #16
Topobär schrieb:Hallo Wolfgang,

war auch schon in Marokko, Algerien und Tunesien unterwegs. Namibia kann da locker mithalten, ist aber wie gesagt anspruchsvoller zu fahren, da Du viel in Canyons fährst. Dort erwartet einen eine wilde Mischung aus verspurtem Tiefsand, gespickt mit großen Steinen und Felsbrocken. Hinzu kommt noch, dass Du in einigen Bereichen immer damit rechnen mußt, plötzlich vor einem Elefanten zu stehen. Die siehst Du in den dichter bewachsenen Trockenflüssen oftmals erst sehr spät. Bei solch einer Begegnung ist eine 100%-ige Motorradbeherrschung eventuell lebensrettend.

In meiner Signatur findest Du den Link zu einem Reisebericht über meine letzte Motorrad-Tour. Aus dem Bericht kannst Du auch unsere Strecke entnehmen. Wenn Du noch weitere Fragen hast, helfe ich gerne weiter.
Ein klasse Bericht, der jedem Gelände-Fahrer ein Leckerbissen ist, und als Vorlage gelten kann. Das hier sind natürlich Extremtouren, die ohne Begleitfahrzeug nicht zu realisieren sind.

Das übliche Tourieprogramm kannst Du auch mit einer Straßenmaschine abspulen. Hierfür haben wir unsere Maschinen mit der Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek, und von Kapstadt nach Frankfurt geflogen. Das haben wir lieber mit der eigenen Maschine gefahren (war halt Luxus). Zu dem Zeitpunkt haben wir 870 Euronen pro Strecke und Maschine bezahlt.
Themenstarter19 Beiträge · seit 201226. Okt. 2012 · #17
Hallo Julia,

wie lange habt ihr denn für den Robbies Paß gebraucht?
166 Beiträge · seit 200826. Okt. 2012 · #18
Hallo Rosifan,

sorry, ich bin 4x4.
Mir ist nur der Bericht in youtube noch in Erinnerung gewesen und dachte das wär was für Dich.
Grüße
Julia