South Luangwa ab Sonntag

12 Antworten · 4'548 Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2012 von camelthorn
Bilder klein
Antworten
Themenstarter409 Beiträge · seit 200911. Okt. 2012 · #1
Hallo Sambiaauskenner!
Ich moechte amkommenden Sonntag zu einer Kurztour in den South Luangwa Park aufbrechen. Da wuerde ich mich freuen, noch ein paar gute Tipps von Euch mitnehmen zu koennen.
Ersteinmal generell: Mitte Oktober ist in hiesigen Breiten nicht unbedingt fuer arktische Temperaturen bekannt. Die Wettervorhersage geht streng gegen 40 Grad. Frage: Kann eine Safari unter diesen Bedingungen noch spassig werden - ohne aircon im Auto?
Wie ist um diese Zeit das Tsetseaufkommen?
War schon mal jemand im Crocvalley Camp und kann das Campen dort empfehlen? Oder wo sonst?
Gibt es im Park besonders landschaftlich reizvolle Strecken?
Ich komme aus Richtung Chipata (wie ist die Strecke, wie lange braucht man ungefaehr) und wuerde vielleicht weiter noerdlich wieder nach Malawi reinfahren. streckenempfehlungen?
Ist T4A in der Gegend genauso schlecht wie in Malawi?
Ich hab genau eine Woche Zeit.

Allen Tippgebern sei schon vorab herzlich gedankt.

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
1'667 Beiträge · seit 200911. Okt. 2012 · #2
Hi, Camelthorn

ist schon ein paar Jahre her, dass ich dort war....
im November war es schon recht warm, abends aber angenehm.
Tsetses hatten wir keine gehabt. Von daher seh ich keine Bedenken, mit offenem Fenster zu fahren.
Ich würde mich im Park eher südwestlich halten, dort war die Landschaft sehr schön, und sehr tierreich. Richtung Norden wird es sehr karg.
Das Crocvalley Camp kenne ich nicht. Wir waren im Flatdog und im Wildlife Camp. Wobei letzteres deutlich schöner war. Lage etwas erhöht, mit tollem Blick auf die Windungen des Luangwa, jeden Tag Elefantenbesuch im Camp und am Fluss.
Die Strecke von Chipata ist erst recht gut, wird dann immer ruppiger.
Ich weiss nicht mehr genau, denke aber, so 3-4 Stunden Fahrzeit.
Eine TA4 Karte hatte ich nicht.
Die Strecke nach Malawi kenne ich auch nicht.

LG
Birgitt

PS...suche noch nen Bild vom Wild Life Camp
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
761 Beiträge · seit 201012. Okt. 2012 · #4
Hallo, camelthorn,

wir waren Anfang Oktober 2010 im Crocvalley Camp und waren sehr angetan, wir blieben 3 Tage dort.
Individuelle Camper sind auf einem Areal getrennt von Overlanders untergebracht.
Elefanten und auch Nilpferde wandern im Camp umher, auch der Blick auf den Luangwa ist spektakulär!

Die Tsetses hielten sich in Grenzen, im Camp gab es gar keine. An der Strecke von Chipata aus wurde gebaut - k.A. wie weit die nun sind.

sambia1052.jpg


Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2012
1'250 Beiträge · seit 200912. Okt. 2012 · #5
Ich war voriges Jahr Anfang Oktober am Luangwa (Nkwali Lodge).

Voriges Jahr haben die Regenfälle sehr früh eingesetzt (ende September)
und die Bäume sind dadurch zu früh grün geworden.

TseTse: Kaum
Tagsüber bis 42°C, aber erträglich.
Luft flimmert seht stark ab etwa 09:30, 10:00

Bebilderter Reisebericht im Nikonforum.
Link ist in der Signatur

Viel Spaß und gute Reise
Bernd

PS Versteck Deine Fotoausrüstung gut beim Zoll.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
1'450 Beiträge · seit 200612. Okt. 2012 · #6
Hallo,

also uns hatte das Wildlife Camp am besten gefallen. Wir haben uns während unseres Aufenthaltes die anderen Camps angeschaut, sind aber gerne wieder zum Wildlife Campe zurückgefahren.

Wir waren auch im Oktober. In den Camps selbst hatten wir keine TseTes. Aber auf der Fahrt mussten wir teilweise durch richtig dicke Wolken dieser Biester. Und aussteigen war an diesen Stellen überhaupta nicht möglich. Wir waren richtig froh um unsere Klimaanlage.

An einem Abend hatten wir Hippos im Camp, bzw. zwei Männchen haben sich quer durch die Zelte gescheucht. Da wurden sogar die Guides ser Overlander etwas blass!!

Die kleinen Affen, ich glaube es sind Meerkatzem, sind sehr frech. Da sollte man aufpassen. Sie haben uns eine Butternut, fast so gross wie der Affe, vom Tisch weg geklaut. Damit hatte die ganze Familie dann drei Tage Dinner.

Auf den Game-Drives, die man ja im South Luangwa zum Glück alleine machen darf, haben wir wirklich jede Menge Tiere gesehen, sehr sehr viele Elefanten, Hippes zum Abwinken, Krokodile en mass, und natürlich all die anderen.

Wir hatten von T4A nicht nur die Karten, sondern ein programmiertes GPS. Und damit waren wir gerade in Malawi sehr zufrieden. Da waren Strassen drin, die wir nicht als Strasse erkannt hätten und dadurch dann auch nicht gefahren wären.

Gruss Beate
34 Beiträge · seit 201012. Okt. 2012 · #7
Hallo camelthorn,

wir sind seit 4 Wochen wieder aus Sambia und Malawi zurück
Waren dieses Jahr und schon mal vor 2 Jahren im South Luangwa.
Die Strecke von Chipata nach Mfuwe ist immer noch größtenteils Baustelle - Fahrzeit 4 Stunden.
In Mfuwe ist immer wieder mal der Sprit aus - wir bekamen auf dem Schwarmarkt 40 Liter.
Alle genannten Camps eignen sich gut zum Campen - wir waren 2 mal im Croc valley. Vor 2 Jahen 3 mal täglich Elefantenbesuch - diesmal leider tote Hose.
Wir empfanden den South Luangwa dieses Jahr nicht so tierreich - kein Vergleich zu 2010. Die großen Raubkatzen sollen sich zu unserer Zeit überwiegend im Nord-Westen des Parkes aufgehalten haben. Vieleicht habt ihr ja mehr Glück.
Viele Tiererlebnisse hatten wir im Nsefu-Sektor. Bei normalen Transit - der übrigens kostenfrei war - sieht man aber so gut wie gar nichts.
Unsere Strecke ging weiter durch den Luambe NP bis zum Chifunda Bushcamp beim Luelo Ponton.
Von Chifunda gibt es eine Querverbindung direkt nach Lundazi (sehr ruppig - 6 Stunden) - problemlos zu finden - einfach nur die Jungs im Dorf fragen - die weisen sofort den richtigen Weg. Wir hatten zwar unserer GPS mit Tracks und Wegpunkten von Ilona Hupe - war aber eigentlich nicht wirklich erforderlich.
Alternativ könnte man auch weiter nach Chama und bei Katumbi im Norden Malawis über die Grenze. Sind wir nicht gefahren - muss aber problemlos machbar sein.
Keinerlei Probleme beim Zoll - ich bin noch nie nach meiner Fotoausrüstung gefragt worden.

Gruß

Hans-Peter
211 Beiträge · seit 201112. Okt. 2012 · #8
Ich kann auch sowohl den Nsefu Sektor
als auch das Wildlife Camp empfehlen.

Im Nsefu Sektor kannst du gut zwei Tage verbringen
wir haben einen ganzen tag lang nur zwei andere Autos gesehen
und das waren welche von der BBC, die einen Film drehten.

Auf der karte siehst du die Wege entlang des River, spektakulär!



Das nächste Mal werd ich das CrocValley Camp ausprobieren.
2'664 Beiträge · seit 201213. Okt. 2012 · #9
Das Wildlife Camp hat uns am meisten zugesagt. Für 70$ pro Tag haben wir uns einen Bungalow gegönnt statt Dachzelt, obwohl die Aussicht über den Fluß vom Campingplatz besser, d.h. schöner ist. Es gibt auch gutes Essen. Keine Tsetse.

Für die Strecke Mfuwe-Chipata brauchst Du keinen Navi, es gibt nur eine Strecke. Und eine einzige große Baustelle.

Wenn man in den Park tiefer in den Busch hineinfährt, da haben wir eine Tstse-Pest miterlebt. Vor allem war der ganze (schwarze) Schnorchel grau-braun von Tsetse. Ohne Klimaanlage wollte ich da nicht fahren. Selbst beim Öffnen nur eines Spaltes zum fotografieren hatte man immer gleich mehrere dieser Viecher im Auto, aber durch gutes Management mit den elektrischen Fensterhebern wurde man sie meistens wieder los.

Da auf den offiziellen Wegen kein Wild war, sind wir vorhandenen Spuren in den Busch nachgefahren (vermutlich von den Safariguides) und haben sehr große Elefantenherden angetroffen. Da viele Kleintiere dabei waren, waren die Tiere nicht besonders friedlich und man mußte Abstand halten.
Und man muß aber höllisch vor Verspülungen im hohen Gras aufpassen. Einmal landeten wir in einer Spalte (Ausspülung), und es war nicht so ganz ohne, denn man konnte nur unter Einsatz schwerer körperlicher Arbeit mit einem Spaten eine Schräge in den steinharten Lehm hauen, um da mit fahrerischem Geschick heraus kommen zu können.

Alles in allem ist der Aha-Effekt doch ausgeblieben. Trotz einiger schöner Gegenden entlang des Flusses konnte mich der Park nicht besonders begeistern.

Auf der Strecke Petauke-Mfuwe , vor allem die letzten 50-60 km vor Mfuwe außerhalb des Parks, haben wir am späteren Nachmittag und frühen Abend ein Vielfaches an Wild gesehen als was im Park vorhanden war. Die Elefanten waren in der einsetzenden und später vollen Dunkelheit recht aggressiv. Übrigens ist auf dieser Strecke das T4A Material problematisch. Manche Strecken gibt es mehrfach, und zum Teil muß man aufgrund nicht mehr vorhandener Befahrbarkeit angezeigte Alternativstrecken versuchen.

Verwende die Karte von Diana in Cape Town, das ist m.E. die beste Karte, die es für den Park gibt. Die gibt es aber nicht mehr zu kaufen. Ich kann Dir davon ein Foto zum Ausdrucken schicken (eMail Addi per PM schicken).
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2012
103 Beiträge · seit 200815. Okt. 2012 · #10
I have been getting reports from the new Zikomo Safari Camp. They have been having great sightings. Wild dog, lion, eles, hyena, giraffe, etc. The campsite is a bit busy. If you are not an experienced camper, afraid of too much traffic from the wildlife, may not be the best place for you. Doesn't help that the wildlife are quite vocal.
Themenstarter409 Beiträge · seit 200920. Okt. 2012 · #11
Danke, Leute, das war alles sehr hilfreich.
Ich komme gerade aus Sambia (nach Malawi) zurueck und werde vielleicht bald mal von der Kurzsafari berichten wenn ich mich abgekuehlt habe. Es war nicht heiss, es war nicht sehr heiss, es war moerderisch heiss. Vor Jahren habe ich so was schon mal im Richtersveld NP erlebt, aber das hier war nicht mehr nett. Ich war kurz davor, meinen eisernen Vorsatz, mich in Afrika nie ueber Hitze zu beklagen, ueber Bord zu werfen. Der Luangwa - ja, schoen anzuschauen vom Wildlife Campsite aus, aber viel reizvoller war das kleine, ovale Chlorwasserloch fuer die transpirierende Spezies Homo Sapiens...
41,5 Grad sind kein Spass mehr. Schon erst Recht nicht ohne Aircon im Auto. Wenigstens naechtens kuehlte es auf frostige 31 Grad ab...
Aber sonst war's schoen.

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
1'667 Beiträge · seit 200920. Okt. 2012 · #12
Kann ich total nach vollziehen.
War im November dort,es war noch heisser, hab das Homo Sapiens Wasserloch auch lieben gelernt.....
Aber Landschaft und Tiere waren doch trotzdem toll, oder...

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2012
3 Beiträge · seit 201219. Nov. 2012 · #13
Hallo Camelthorn,

ich bin am Planen meines Tripps nach Malawi Mitte Dezember und am überlegen, ob wir den "Abstecher" zum Luangwa machen sollen. Wie war es denn nu, außer heiß zu sein?
Bist du mit eigenen Pkw gefahren? Wir werden uns ein malawisches Fahrzeug von Freunden leihen und mich würde interessieren, wie die Staßenverhältnisse derzeit sind und mit wie vielen Stunden ab Lilongwe zu rechnen ist. Was kostet die Ein- und Ausfuhr eines Pkws? Für welches Camp hast du dich entschieden? Fragen über Fragen, deren Beantwortung mir das Planen aber sehr erleichtern würde. Danke schon mal, Gruß Katharina