Kgalagadi Transfrontier Park

31 Antworten · 10,8k Aufrufe · gestartet 21. Okt. 2006 von Pascalinah
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Themenstarter2'772 Beiträge · seit 200621. Okt. 2006 · #1
Hallo zusammen,

entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber langsam bin ich aufgrund der vielschichtigen Infos total verwirrt😕 Ich bin noch ganz am Anfang der neuen Planung, deshalb meine Fragen:

Kann ich den Park wirklich nicht allein, auf eigene Faust, erkunden?

Muss wirklich jede Strecke mit einem Ranger als gebuchte Tour gemacht werden?

Wenn ja, reicht es nicht, dass man am Vortag seinen Routenwunsch im Camp abgibt? Muss ich das schon lange vorab buchen?

Wir stehen doch so gerne stundenlang an einem Wasserloch und beobachten die Szenerie. Das würde ja bedeuten, das man wie ein Herdentier mit der Meute mitziehen muss...

LG

Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
413 Beiträge · seit 200621. Okt. 2006 · #2
Hallo Pascalinah,

Wir waren 2003 im Park und damals konnte man sich genauso frei bewegen wie z.b. in Etosha. Ich habe auch nicht gehoert, dass sich dies veraendert haben soll. Wenn man das Camp verlaesst, muss man sich an der Rezeption mit Angabe der Route abmelden, alles wird aufgeschrieben. Und wenn Du zurueck kommst oder das naechste Camp erreicht hasst, musst Du Dich wieder anmelden. Wir waren allerdings nicht mit einem 4x4 und ich glaube diese Routen musst Du mindestens mit 2 Autos fahren. Das weiss ich allerdings nicht mehr sicher, aber es gibt ja viiiiele Forumsmitglieder und einer weiss es bestimmt.

Gruesse und ein schoenes Wochenende Toko
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7'272 Beiträge · seit 200621. Okt. 2006 · #3
Hallo Pascalinah

Es gibt Routen die Du nur gegen Voranmeldung und mit mehreren Fahrzeugen fahren darfst. Ein grosser Teil des Parks kannst Du aber nach Lust und Laue befahren.

Chrigu
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935 Beiträge · seit 200621. Okt. 2006 · #4
Hallo Pascalinah,
du kannst auf den Hauptrouten ohne Probleme alleine fahren.
[bild: 14521]
Also Twee Riveeren - Nossob - und weiter in den Norden oder vom Nossobtal rüber ins Auobtal nach Mata Mata hoch.<br><br>Post geändert von: rebecca, am: 21/10/2006 16:20
2'732 Beiträge · seit 200621. Okt. 2006 · #5
@Pascalinah

Du kannst bis auf die "eco trails" alles alleine Befahren. Die genauen Infos findest du unter http://www.sanparks.org/parks/kgalagadi/
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Themenstarter2'772 Beiträge · seit 200622. Okt. 2006 · #6
Danke Euch, nun bin ich beruhigter:)

LG

Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
728 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #7
Hier mal ein aktueller bericht aus dem Kgalagadi Transfrontier Park. Wir waren Anfang November 2006 dort. Zunächst die Anfahrt wenn man von Namibia kommt. Die strecke von Keetmanshoop bis zur Grenze ist sehr gut. Die Grenze ist von 8:00 bis 16:30 h geöffnet. Wenn man zu spät kommt (wie wir) fährt man 5 km zurück und fragt auf der Farm Schanzkolk nach, ob das Guesthouse noch frei ist (kostet nut 100 N$ pro Person ohne Verpflegung). In Rietfontein der Beschilderung folgen (Kalahari Gemsbok Park). An der T-Kreuzung ohne Wegweiser nach rechts. Die Qualität der Straße ändert sich nach Grenzübertritt schlagartig. Übles Waschbrett: der Unterbau der Straße, in den grobe Steine eingebacken sind liegt frei und rüttelt das Auto hart durch. Mit unserem hochbeinigen Toyota Hilux ging das so, aber wir haben einen Golf I, der sich rund 20 km/h dort längs quälte, überholt (mit 40-50 km/h). Ein Blick in das Wageninnere zeigt, dass Wagen wie Insassen ziemlich fertig waren. Die Stoßdämpfer hatten ihre Dienste eingestellt und die Radaufhängungen versuchten verzweifelt, die wild springenden Räder am Wagen zu halten. Ab und zu saust ein uralter kleiner Bakkie vorbei, dem man ansieht, dass er sich längst nach dem Autofriedhof sehnt. Dann überraschen Asphaltstraße für vielleicht 40 km. Entgegen den hier im Forum wie auch von südafrikanischen Parkverwaltung ausgesprochenen Warnungen bezüglich der Qualität der letzten 50-60 km vor dem Parkeingang bei Twee rivieren haben wir es dennoch versucht (wenn die Straße schon schlecht ist, dann ist sie vielleicht schon instandgesetzt?) Und was war? Beste neue Asphaltstraße! Allerdings nur die ersten 10 km, danach Baustraße für 20 km, entweder auf dem neuen glatten Straßenunterbau oder neben der Straße, etwas sandig aber gut befahrbar, auch für Pkw. Danach die letzten 30 km im alten furchtbaren Zustand wie östlich Rietfontein. Nach dem Parkeingang bei Twee Rivieren (dort sollte man den sehr empfehlenswerten und preiswerten „Official Information Guide“ kaufen) sind wir gleich weiter zum Nossob Camp im Flussbett des Nossob gefahren. Im Nossob Camp erwarteten uns abends beim Grillen wie angekündigt mehrere Schakale, die unbedingt etwas abhaben wollten. Sollte man aber verweigern, wegen des Lerneffekts. Auch keine Reste! Stattdessen: fotografieren mit Blitz. Selten kommen Schakale so dicht heran. Das Trinkwasser sollte man sich von draußen mitnehmen, da das Leitungswasser sehr seifig ist, wohl stark alkalisch. Man merkt es sofort an den Händen. Auf das Trinken haben ich lieber verzichtet, obwohl es wohl nicht in die Kategorie gesundheitsschädlich fällt, wohl eher gewöhnungsbedürftig. Am nächsten Morgen Rückfahrt Richtung Twee Rivieren mit der Querung zum Auob Rivier. Unterwegs haben wir gesehen Oryx, Gnus, Kuhantilopen, Springböcke, Löwen, Geparden, Schakale, Erdhörnchen, Sekretäre, Weißrückengeier, Bienenfresser, Grundagamen u.a.
Insgesamt möchte ich den Park empfehlen. Etwas weniger Tiere als in Etosha aber viel weniger Menschen. Für das Nossob Camp sollte man sich nicht nur eine Nacht reservieren. Ausbauen kann man den Aufenthalt natürlich ganz erheblich.
Gruß
Reinhard
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Themenstarter2'772 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #8
Hallo Reinhard,

danke Dir für Deinen Bericht. Kann ich gut für die Planung gebrauchen.

LG

Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
3'766 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #9
Hallo Reinhard,

mit genuss habe ich deinen unterhaltsamen Etappenbericht gelesen, ich hoffe da kommen noch mehr von dieser Art, Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
545 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #10
Nur zehn Kilometer Teerbelag auf der Zufahrt!
Die Strecke bin ich in August 2005 gefahren und da waren die schwehr am Bauen, allerdings hatten die da schon 4-5 Kilometer fertig und jetzt über ein Jahr später sind die immer noch nicht viel weiter.
Wenn die so weiter machen, können die wenn sie in Twee Revieren angekommen sind wieder von vorne anfangen. Die Strecke ist aber wirklich super schlecht, wenn man bedenkt wie gut die Straßen sonst in SA sind.
Einträchtliche Grüße
1'182 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #11
Hallo Pascalinah,

der Bericht von Reinhard ist sehr eindrucksvoll. Wir waren vor ein paar Monaten da und haben das alles ganz ähnlich empfunden. Dazu nur noch einen ergänzenden Hinweis, der Euch vielleicht interessieren könnte: Die rd. 60 km vor Twee Rivieren scheinen ja noch immer fürchterlich zu sein. Wir sind deshalb zurück auf der BOT-Seite gefahren. Das war wesentlich besser. Den Tipp hatte uns jemand im Park gegeben.

Der Grenzübertritt in Tree Rivieren ist problemlos (abmelden im Camp und anmelden in der Lodge auf der BOT-Seite). Nur in Bokspits muss man etwas aufpassen, weil man sich rd. 2 km vor (!) der Grenze in der Polizeistation abmelden muss, bevor man wieder nach ZA einreisen darf. Aber auch das war alles kein Problem und ging schnell.

Gruß,
Bernd
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2'732 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #12
@Reinhard

du hast nur geschrieben, dass es Wellblechpiste nach Nossob gab. Sollten die die Piste nach Nossob verbessert haben? Waren im Mai da und die Strecke Nossob - Twee Reveeren war komplett Wellblechpiste aehnlich der letzten beschriebenen Kilometer in den Park.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
728 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #13
Hallo Andreas,
Übles Wellblech ist nach Grenzübertritt bei Rietfontein und wiederum letzten 30 km vor dem Parkeingang bei Twee Rivieren. Im Park war die Pad sandig (aber auch für Pkw problemlos) und gelegentlich Waschbrett. Da die Rippeln aber aus Sand bestehen und nicht aus betonhart eingebackenen Steinen sind sie bei den zugelassenen 50 km/h gut befahrbar. Hängt vielleicht auch etwas an den Reifen. Kleinvolumige Pkw-Reifen sind da empfindlicher als die dicken von z.B. einem Hilux. Ganz allgemein: da ich jetzt den Vergleich habe zwischen Pkw (letzte Reise vor zwei Jahren) und einem Bakkie (Toyota Hilux) rate ich allen, wenn das Geld es irgendwie zulässt, immer zu so einem groben Einfachauto, das was Reifen, Radaufhängungen und Rahmen angeht einfach viel robuster ist.
Gruß
Reinhard
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594 Beiträge · seit 200612. Dez. 2006 · #14
News aus dem Sunpark/Kgalagadi Forum:

Die ersten ca. 30 km der Zufahrt von Monopo nach Twee Rivieren sind jetzt geteert und für den Verkehr freigegeben. Es wird jetzt mit Nachdruck weiter daran gearbeitet. Ziel sei die Strecke bis Ende März - zeitgleich mit der Öffnung des Mata Mata Grenzübergangs fertiggestellt zu haben.

LG
AfricanDreams
Reisebericht April 2008
136 Beiträge · seit 200612. Dez. 2006 · #15
Die bessere Route von Two Rivers/Twee Rivieren nach Süden ist definitv jene auf der Botswanischen Seite. Sie ist mindestens so gut beinander wie die derzeit gut abgezogenene Strecke nach Nossob. Geht aber nur, wenn man in Botswana schon eingereist ist.
Wenn man also nach SA weitermöchte, dann kann man sich den Ausreisestenmpel auch beim Two-Riviers gate holen, und braucht so nicht den kleinen Abstecher bei Bokspits zur Bot-Polizeistation machen.Aber auch kein Problem.

Urs
730 Beiträge · seit 200612. Dez. 2006 · #16
Hier noch der Link zum Straßen-Thema im
SANParks-Forum
Bin mal gespannt, für welche Fahrzeug-Arten der Grenzübergang Mata-Mata dann letztendlich offensteht und wie der Park sich entwickelt??

Gruß Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
96 Beiträge · seit 200601. Jan. 2007 · #17
Ist es eigentlich schon möglich, von Mata Mata in den Kgalagadi Transfrontier Park zu gelangen? Oder erst in naher Zukunft? Besten Dank für Eure Infos!
2'732 Beiträge · seit 200601. Jan. 2007 · #18
Öffnung der Grenzen soll März 2007 sein - man darf gespannt sein
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
291 Beiträge · seit 200614. Feb. 2007 · #19
Hallo zusammen,

ich hole das Thema mal wieder aus der Versenkung, da ich keinen eigenen Thread eröffnen will und so vielleicht alle Infos in einem zu finden sein werden.

Wie ist es denn grundsätzlich mit den Grenzübertritten im Transfrontier NP? Habe gelesen das ich den Park auch wieder in Südafrika verlassen muss, wenn ich aus Südafrika eingereist bin, oder ist ein "dauerhafter" Grenzübertritt nach Botswana möglich?

Zum Hintergrund: Wir wollen über Keetmanshoop und Tweerivieren in den Transfrontier NP einreisen und ihn dann in Richtung CKGR nach Botswana verlassen. Die Frage ist: Geht das? Wenn nein, was sind die Alternativen?

Danke und viele Grüsse.
Christian
Unsere neue Webseite ist jetzt online, mit Wildlife Fotos aus Europa, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika: WildlifeMoments.de AfricaAdventure.de
7'272 Beiträge · seit 200614. Feb. 2007 · #20
Hallo Christian

eine Einreise in einem und die Ausreise im anderen Land ist kein Problem. Du musst aber einen Ausreisestempel haben, den Ihr z.B. in Tweerivieren im Camp machen könnt.
Am Grenzposten Namibia/Südafrika wurde uns aber empfohlen auf der Botswana-Seite in den Park zu fahren, weil da die Strasse deutlich besser ist. Somit hast Du dann den Einresisestempel von Botswana schon. Auch wenn Ihr Botswanaseitig einreist könnt Ihr die Südafrikanischen Camps nutzen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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