picco6'369 Beiträge · seit 201131. Juli 2012 · #21
Hoi zämä
Hab mal gesucht und folgendes gefunden und zusammenkopiert:
OHNE GEWÄHR!!!
Zuoberst ist die Karte der Nationalparks in Uganda, in der Mitte die Landesübersicht mit dem hervorgehobenen betroffenen Destrict und zuunterst die Destrict-Übersicht mit der wahrscheinlichen Ursprungtsregion der momentanen Ebola-Erkrankungen.
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201231. Juli 2012 · #22
Also der District ist ungefähr 20km östlich von Kagadi (Kagadi liegt auf der Verbindungsstrasse Hoima - Fort Portal; übrigens kann man dort gut übernachten wenn man mit dem Rad unterwegs ist und weil Strom vorhanden, gibt es auch kaltes Bier 🙂 ). Im Normalfall wird sich kein Tourist dorthin verirren. Der Ort Nyanswiga selber ist auch nicht auf meinen Karten eingezeichnet. Aber ich habe einen Freund in Kagadi, mal sehen, ob der etwas in seinem nächsten Brief erwähnt. Hier noch die Lage von dem Subdistrict:
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200931. Juli 2012 · #23
@ Axel ich kenne die Voraussetzungen im Kibale Forest nicht, da wir das Schimpansentracking im Budongo Forest gemacht haben. Wie willst du denn verhindern, dass du in Schimpansenkot trittst ??
Im Budongo war der Wald sehr dicht, das Unterholz ebenso, da siehst du die Tretminen gar nicht. Ich hatte jedenfalls die Affensche.... unter einem Schuh kleben. Wenn Tracking, dann würde ich es zur Zeit nur im Budongo machen, der liegt deutlich nördlicher, und ist auch noch deutlich billiger.
PS: ich habe eben jemanden vor Ort in Uganda angemailt. Mal hören , ob es irgendwelche Einschränkungen bei Rundreisen gibt, oder was für Verhaltensregeln sie für wichtig halten. Wenn er sich meldet, gebe ich euch Bescheid.
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200931. Juli 2012 · #24
Ich würde das Schimpansentrecking nicht so riskant sehen. Es werden imme wieder die gleichen Schimpansengruppen, teilweise mehrmals täglich, von Touristen besucht. Dabei pinkeln die Schimpansen mit Freude auf die Touristen. Somit trifft es täglich Touristen. Meine Gorillahantel und ich haben auch schon unfreiwillig geduscht.
Wenn also ein Schimpanse Ebola hätte und das Virus über Affen-Pipi übertragen wird, dann wären sicherlich schon mehr Touris betroffen.
Viel riskanter ist der Besuch in Höhlen mit Fledermäusen / Flughunden. Da besteht eine hohes Infektionsrisiko.
Solange das Virus nur lokal bei einer kleinen Gruppe Menschen grassiert, sehe ich das Risiko einer Infetkion bei einer Reise geringer ein, als das Risiko einen Verkehrusunfall zu erleiden. Im Falle einer größeren Epedemie sieht es schnell ganz anders aus.
Absolute Sicherheit gibt es nicht. Jeder muss selbst entscheiden, welche Risiken er eingehen mag.
UGuganda80200 Beiträge · seit 201131. Juli 2012 · #25
Hi Birgitt,
Du hast schon recht, verhindern kann man das nicht, dass man in Affenkacke tritt oder man eine warme Dusche abbekommt. Im Budongo haben die auch runtergepieselt und die Golden Monkey haben meinen Rucksack durchweicht 😣 ABER: der Kibale Wald war wesentlich heller als der Budongo, da war das Unterholz enorm. Und Ebola können die Affen überall haben ... auch Abseits von Urwäldern ... LG Axel
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200901. Aug. 2012 · #27
Habe nun eine Antwort aus Uganda erhalten.
Demnach hört es sich in den Medien wesentlich dramatischer an, als es für uns Touristen wahrscheinlich ist. Rundreisen werden weiterhin durchgeführt. Hier ein kleiner Auszug aus der Mail...
Ansonsten finde ich es aeusserst amuesant, welcher hochgradige Bloedsinn Mal wieder im Internet bzgl. Uganda und Ebola rum eiert. Diese ach so intellegenten Internet Experten und Sensations lustigen Journalisten koennen ja nicht einmal einen Distrikt (KIBAALE) von einem National Park (KIBALE) unterscheiden. Aber ist ja nur 1 Buchstabe und macht den ganzen Artikel dann gleich doppelt so aufregend. Aber generell warne ich natuerlich auch davon, keine kongolesischen Schimpansen waehrend einer Uganda Resie zu essen, da diese ja den Ebola Virus haben koennten.
Hallo Das größte Problem ist doch dies, dass man keinem mehr richtig glauben kann. Die einen spielen alles runter, weil sie Angst um ihre Touristen haben, die anderen spielen es hoch, weil sie dann eine Schlagzeile mehr haben.
La Leona2'779 Beiträge · seit 200701. Aug. 2012 · #29
Diese ach so intellegenten Internet Experten und Sensations lustigen Journalisten koennen ja nicht einmal einen Distrikt (KIBAALE) von einem National Park (KIBALE) unterscheiden. Aber ist ja nur 1 Buchstabe und macht den ganzen Artikel dann gleich doppelt so aufregend.
In der Reise Know How Karte Uganda 1:600'000 sind alle Districts eingezeichnet. Der Kibaale District wird auf der Karte mit nur einem "a" geschrieben. Genauso wie der gleichnamige Nationalpark. Der Kibale Forest Nationalpark ist Luftlinie 33km von der Grenze des Kibale Districts enfernt (gemessen nördlichste Grenze des Parks bis an die südliche Grenze des Kibale Districts).
Leider konnte ich das Nyanswiga village nicht auf der Karte finden. Kagadi, also dort wo angeblich das Spital ist wo die meisten Ebola Fälle behandelt wurden, liegt 55km vom Kibale Nationalpark enfernt.
VG leona
Gruss Leona
La Leona2'779 Beiträge · seit 200702. Aug. 2012 · #30
Ich würde gern auch noch mal versuchen alle baldigen Ugandareisenden mit einigen Infos bzgl. Ebola ein wenig zu beruhigen:
Die Gefahr sich beim „Schimpansen-Trekking“ mit Ebola zu infizieren ist extrem gering wenn man sich an die gängigen Empfehlungen hält, d.h., keine Tierkadaver (Schimpansen, Gorillas und Ducker (Waldantilopen)), bei denen das Virus definitiv nachgewiesen wurde, zu berühren und auf den Verzehr dieses Fleisches strikt zu verzichten. Das gilt insbesondere auch für Flughunde („Fruit-Bats“) und Fledermäuse, welche sehr wahrscheinlich den natürlichen Wirt darstellen, in dem sich die Ebola-Viren dauerhaft replizieren können.
Auch vom Verzehr von Waldfrüchten – wie von Axel (Uganda80) bereits beschrieben, würde ich dringend abraten, da diese sowohl bei den Affen, als auch bei den Flughunden sehr begehrt sind und von Flughunden frisch angeknabberte Früchte durchaus Infektionspotential haben können.
Gorillas und Schimpansen weisen auch eine sehr hohe Mortalitätsrate nach Infektionen mit dem Ebolavirus auf, so dass lebende, gesunde Tiere sehr wahrscheinlich nicht infiziert oder zumindest noch nicht erkrankt sind und das Virus somit nicht übertragen. Waldarbeiter und Park-Ranger waren nach einer Studie nach dem Ausbruch in Kikwit 1995 (DR Kongo) keinesfalls häufiger Opfer einer Ebola-Infektion als solche, die nur im Ort selbst tätig waren.
Während der Inkubationszeit, wenn noch keine Symptome wahrnehmbar sind, scheinen Ebola-Infizierte nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht ansteckend zu sein, was die Überwachung von Kontaktpersonen vereinfacht und wesentlich zur Eindämmung einer Epidemie beiträgt, da sofort beim Auftreten der ersten Symptome die Patienten isoliert und so effizient weitere Fälle vermieden werden können. Im späteren Krankheitsstadium ist durch die dann verstärkte Virämie das Infektionsrisiko am höchsten.
Eine aerogene Verbreitung, das heißt Verbreitung über infektiöse Partikel in Tröpfchen oder Aerosolen, spielt sehr wahrscheinlich keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle, ist jedoch im Tierexperiment mit Rhesus-Affen nachgewiesen worden.
Bislang hat sich noch kein Tourist mit dem Ebola-Virus infiziert, im Gegensatz zum Marburg-Virus, welches, was die Letalitätsrate angeht sogar noch einen Hauch gefährlicher ist und mit dem Ebola-Virus verwandt ist.
2008 hatte sich eine holländische Touristin mit dem Marburg-Virus infiziert, nachdem Sie eine Höhle in Fort Portal sowie die „Python“-Cave im Maramagambo-Wald (im südlichen Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks gelegen) besichtigt hatte. In letzterer sei Sie von einer Fledermaus attackiert worden. Diese Dame hatte es leider nicht überlebt, eine amerikanische Touristin hatte sich 6 Monate vorher in der Python-Cave infiziert und die Infektion überlebt. Ähnliche Fälle haben sich in den 80iger Jahren auch in der "Kitum Cave" im kenianischen Teil des Mount Elgon Nationalparks ereignet.
Die Python-Cave im QENP war daraufhin seinerzeit gesperrt worden. Mit Geldern vom CDC wurde dort ein „Viewing-room“ gebaut, wo Besucher durch ein großes Fenster die Flughunde/Fledermäuse und Pythonschlangen beobachten können.
Generell wird vom Besuch von Höhlen und Mienen in Uganda, in der DR Kongo und in Kenia abgeraten.
Ich hoffe, es hilft ein wenig!
Uwe
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201202. Aug. 2012 · #32
Danke Uwe, habe ich gleich Lena in Fort Portal weiter geleitet! Achim
La Leona2'779 Beiträge · seit 200703. Aug. 2012 · #34
Würde ich nicht in einer guten Woche nach Uganda reisen würde ich mich nicht oder nur wenig mit dieser Ebola Epidemie auseinandersetzen. Doch wie interessant das Alles ist! Epidemologen sind nicht nur Seuchenkundler sondern echte Abenteurer! Hier auch mein Dank an Daktari für die allgemein verständlichen Erklärungen!
Jemand in Uganda sagte: da gibt es Leute die im Internet "herumeiern", da fühle ich mich total angesprochen! und habe tatsächlich eine höchstinteressante Quelle gefunden. Für diejenigen die immer noch mitlesen: http://www.phac-aspc.gc.ca/lab-bio/res/psds-ftss/ebola-eng.php gruss leona
Gruss Leona
RIricardo505 Beiträge · seit 201103. Aug. 2012 · #35
Danke Uwe für deinen Bericht. Hat uns beruhigt, da wir nächste Woche nach Uganda abfliegen und eine gewisse Verunsicherung doch da war. Hast du bzw. jemand anderer im Forum Infos bezüglich Kampala? Da herrscht zur Zeit auch ein journalistischer Wildwuchs. Dank an alle für etwaige Infos.
RIricardo505 Beiträge · seit 201103. Aug. 2012 · #36
Hallo Achim! Wie ich aus dem Forum ersehen konnte befindet sich deine Tochter in Fort Portal. Kannst du mir Infos geben, wie die Situation vor Ort ist. Habe versucht mit einer Lodge Kontakt aufzunehmen, aber die Antwort war nicht sehr aufschlussreich. Danke!
picco6'369 Beiträge · seit 201103. Aug. 2012 · #37
Hoi zämä
'Dutzende Menschen in Quarantäne Uganda kämpft gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus
16 Menschen sind bisher am Ebola-Fieber in Uganda gestorben, Dutzende werden in Quarantäne behandelt. In der besonders betroffenen Region im Westen des Landes sind die Kliniken nur schlecht vorbereitet. Auch in Ugandas Nachbarländern wächst die Angst vor dem Virus.'
ochim1103Themenstarter105 Beiträge · seit 201203. Aug. 2012 · #38
Laut Lena (02.08.) geht das Leben weiter wie gewohnt, bis auf: es werden nicht mehr die Hände geschüttelt, sie will nicht matatu fahren, geht in FP auf den Markt letzte Souvenirs kaufen (wie diese wunderschönen Umhängetaschen) - nicht in Kampala). Nochmals: Kibale-Forest (neben F.Portal) ist nicht der Kibaale-Distrikt!
@ Picco kannst Du nicht lesen 😉 Das ist doch alles nur von den Medien hochgespielt.😃 Notfalls kannst Du auch noch Dr.Daktari fragen, der kennt sich aus. Er schreibt auch: Bislang hat sich noch kein Tourist mit dem Ebola-Virus infiziert. Also keine Angst Touristen sind anscheinend immun. Ja und die Autovermieter schreiben doch auch, dass alles nicht so schlimm ist.😗
Außerdem ist alles ganz einfach, Du darst niemanden anfassen und lässt Dich von niemandem anfassen. Dann ist alles gut 😎
picco6'369 Beiträge · seit 201103. Aug. 2012 · #40
traumtester schrieb:kannst Du nicht lesen 😉
😎 Doch, doch, sogar ganz gut...B) Und noch mehr, zum Beispiel dort Spässchen machen wo es nicht stört... Hier, wo es um Ängste der Menschen geht finde ich solche Komentare wie Deinen nicht nur nicht witzig, sondern unangebracht.😳 In den meisten anderen Themen würde ich es als witzig taxieren.;)