SISimonThemenstarter25 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #1Hallo,
wir möchten zu zweit vom 6. bis 29. Dezember durch Namibia und Botswana reisen. Wir sind mit 4x4 und Dachzelt unterwegs und möchten auf Campsites und teilweise außerhalb der Parks wild campen. Bei den Planungen gehen wir erstmal optimistisch davon aus, dass es nicht schon zu stark regnet und Regionen völlig unpassierbar für uns werden.
Unsere Grobplanung sieht im Moment folgendes vor:
6.12. morgens Ankunft Windhoek
6.12. abends Ankunft Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
7.12. Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
8.12. Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
9.12. Weiterfahrt und Ankunft Swakopmund
11.12. Fahrt nach Etosha NP (Ankunft Anderson Gate)
12.12. Etosha NP
13.12. Etosha NP
14.12. Fahrt nach Shakawe (Botswana)
15.12. Shakawe
16.12. Shakawe
17.12. Fahrt nach Kasane
18.12 Chobe NP
19.12. Chobe NP
20.12. Ankunft Region Maun
21.12. Okavango-Delta / Moremi
22.12. Okavango-Delta / Moremi
23.12. Okavango-Delta / Moremi
24.12. Fahrt nach Ghanzi (evtl. von hier für circa zwei Tage noch Central Kalahari Game Reserve empfehlenswert?)
(Zeit für weitere Vorschläge oder Spontanes)
27.12. oder 28.12. über Mamuno Rückkehr nach Windhoek
29.12. Abends Rückflug Frankfurt
Vor allem muss man in der Zeit wohl die einsetzende Regenzeit und ab Mitte Dezember die Urlaubszeit bedenken. Daher wäre auch die Reiserichtung (also erst Botswana?) zu überdenken. Ist die grobe Zeitplanung realistisch? Lassen wir auf der Strecke etwas zu Wichtiges aus? Lohnt sich Kasane bzw. Chobe im Dezember? Ausser Central Kalahari denken wir auch noch an Kasane (und Victoria-Fälle) und Makgadikgadi (Nxai-Pan) als zusätzliche Ziele.<br><br>Post geändert von: Simon, am: 18/10/2006 20:19
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200616. Okt. 2006 · #2Hallo Simon
An Zielen dürfte es Dir auf dieser Tour wahrlich nicht mangeln. Sie ist sehr eng gesteckt und fährt von einem Highlight zum nächsten. Es gibt aber auch sehr viel schönes dazwischen an dem ihr keine Aufenthalte plant. Ab und zu habt Ihr dafür sehr lange Fahrstrecken.
In der Gegend von Shakawe können wir Euch Drotskys-Cabins empfehlen. Nutzt die Gelegenheit und macht ein paar Bootstouren um Vögel zu beobachten.
Von Da wollt Ihr direkt nach Kasane und lasst den wunderbaren Ostcaprivi einfach aus. Obschon ihr mitten durchfahrt. In den Parks in dieser Gegend könnt Ihr problemlos einige Tage verbringen.
In Kasane und an der Riverfront haben wir im Dezember vor einigen Jahren kaum Tiere gesehen. Da es kurz vorher geregnet hat waren die Tiere nicht auf den Fluss angewiesen. Je nach Regen kann es aber komplett anders sein.
Von Kasane wollt Ihr in zwei Tagen durch den Chobe. Da fahrt Ihr nur. In der Regenzeit über eine üble schlammige Pad. Als Belohnung könnt Ihr dann Savuti in Grün erleben mit vielen Elefanten und auch sonst viel Tieren. Aber dann dürft Ihr nicht gleich weiter. Geniesst es wenn Ihr schon mal zu dieser Jahreszeit da seit. Der schlimmere Teil des Weges kommt auch erst zwischen Savuti und Maun 🙂
Wenn Ihr vom Savuti her kommt, würde ich übrigens nicht nach Maun sondern an den Kwai und dann im Moremi ans North Gare fahren. Das ist eine sensationelle Strecke! 🤩
Von da könnt Ihr dann durch den Moremi nach Maun fahren.
Vergesst auf der Strecke Kasane-Maun nicht möglichst veil Sprit mitzunehmen. Ich glaube nicht dass Ihr nach Maun noch Zeit habt im CKGR rumzufahren. Dann eher Nxai-Pan das sich mit der Regenzeit auch mit Tieren füllen soll. Wahrscheinlicher ist aber dass Ihr direkt nach Windhoek zurückfahrt, weil Euch die Zeit ausgeht.
Viel Spass auf der Reise und macht ein paar tolle Fotos vom Verschlammten Auto!
Chrigu
P.S. Gönnt Euch doch am ersten Tag noch ein bisschen Ruhe. Mit Fahrzeugübernahme und Einkaufen habt Ihr schon einiges vor. Da noch weit fahren hat schon manchen Urlaub zerstört.<br><br>Post geändert von: chrigu, am: 16/10/2006 00:34
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SISimonThemenstarter25 Beiträge · seit 200618. Okt. 2006 · #3Das waren schonmal sehr wertvolle Tipps! Insgesamt schließe ich aber daraus, dass unsere Tour auch bei kleineren Anpassungen wohl zu hektisch werden könnte. Bleibt wohl nur die Möglichkeit, noch etwas auszulassen, um die wenigeren Ziele dafür intensiver auszukosten.
Wo sollten wir ggf. noch abkürzen? Sollten wir vielleicht doch besser von Shakawe den direkten Weg nach bzw. Richtung Maun und Umgebung wählen (die Nord-Süd-Strecke)? Oder sogar Etosha auslassen, weil es im Osten bzw. Botswana "genug" entsprechendes zu sehen gibt?
Falls wir nichts streichen, würden wir nach den Tipps von Chrigu jetzt folgenden Ablauf planen:
6.12. morgens Ankunft Windhoek und Abfahrt (noch Einkäufe)
6.12. abends Ankunft Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
7.12. Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
8.12. Region Solitaire / Naukluft / Sossusvlei
9.12. Weiterfahrt und Ankunft Swakopmund
10.12. Fahrt Richtung Etosha
11.12. Weiterfahrt nach Etosha (und evtl. noch eine Runde im Park)
12.12. Etosha
13.12. Fahrt nach Shakawe (Botswana)
14.12. Shakawe (evtl. Drotskys-Cabins, Bootstour und Vogelbeobachtung)
15.12. Shakawe (faulenzen …)
16.12. Fahrt Richtung Kasane (Übernachtung auf dem Weg (Tipps?))
17.12 Weiterfahrt nach Kasane
18.12. Chobe NP
19.12. Chobe NP / Richtung Maun
20.12. Chobe NP / Richtung Maun (über: Savuti – Kwai – Moremi North Gate)
21.12. Ankunft Maun
22.12. Okavango-Delta / Moremi (evtl. dreitägige Bootstour)
23.12. Okavango-Delta / Moremi
24.12. Okavango-Delta / Moremi
25.12. Fahrt zum Nxai Pan
26.12. Nxai Pan
27.12. Nxai Pan bis Ghanzi (Übernachtungs-Tipps?)
28.12. Ghanzi nach Windhoek
29.12. Abends Rückflug nach Frankfurt
impala181 Beiträge · seit 200618. Okt. 2006 · #4Hallo Simon,
ich persönlich würde auf Solitaire/Naukluft und Swakop verzichten und die Tour nur auf den Norden und Botswana beschränken.
Vielleicht fahrt ihr am ersten Tag nicht gleich so eine lange Strecke, wir haben die erste Nacht auf dem Okahandja 4x4-Trail verbracht - super Campground - totale Alleinlage! Außerdem kann man das Auto testen;)
Als Zwischenstopp zwischen Shakawe und Kasane ist Bum Hill zu empfehlen. Oder fahrt in den Mudumu Nationalpark, dort sind die Campgrounds direkt am Kwando River (im Eintrittspreis ist Camping inkl.)
Grüße
Impala
SISimonThemenstarter25 Beiträge · seit 200628. Okt. 2006 · #5So, hier noch mal eine Überarbeitung, was ist von dieser Tour nun zu halten? Sossusvlei/Naukluft haben wir noch rausgenommen, Swakopmund aber gelassen.
Änderung unseres Tourenvorschlags (4WD mit Dachzelt)
6.12. morgens Ankunft Windhoek und Abfahrt (noch Einkäufe)
6.12. Übernachtung unterwegs auf dem Weg nach Swakop (Tipps?)
7.12. Ankunft Swakopmund / Walvis Bay
8.12. Swakopmund / Walvis Bay
9.12. Fahrt Richtung Etosha (Tipp für Route und Übernachtungsplatz?)
10.12. Weiterfahrt nach Etosha (und evtl. noch eine Runde im Park)
11.12. Etosha
12.12. Fahrt nach Shakawe (Botswana)
13.12. Shakawe (evtl. Drotskys-Cabins, Bootstour und Vogelbeobachtung)
14.12. Shakawe (faulenzen …)
15.12. Fahrt Richtung Kasane (Übernachtung z.B. Bum Hill oder Mudumu Nationalpark)
16.12 Weiterfahrt nach Kasane
17.12. Chobe NP
18.12. Chobe NP / Richtung Maun
19.12. Chobe NP / Richtung Maun (über: Savuti – Kwai – Moremi North Gate)
20.12. Ankunft Maun
21.12. Okavango-Delta / Moremi (evtl. dreitägige Bootstour)
22.12. Okavango-Delta / Moremi
23.12. Okavango-Delta / Moremi
24.12. Fahrt zum Nxai Pan
25.12. Nxai Pan
26.12. Nxai Pan bis Ghanzi (Übernachtungs-Tipps?)
27.12. Ghanzi nach Windhoek
1 Tag als Puffer
29.12. Abends Rückflug nach Frankfurt
Weitere Verbesserungsvorschläge oder andere Tipps zur Tour? Wir möchten auf jeden Fall in Namibia mal einen Eindruck von den Dünenlandschaften bekommen, daher würden wir uns gerne den „kleinen“ Umweg gönnen, bevor es nach Botswana geht.
Worauf sollten wir noch achten, was auf keinen Fall vergessen? Finden wir unsere Routen ohne GPS? Und noch etwas ganz Praktisches: was für Schuhe würdet Ihr für Botswana empfehlen?
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200628. Okt. 2006 · #6Wie wollt ihr denn von Shakawe nach Kasane kommen? Wieder zurück nach Namibia und durch den Caprivi?
Solltet ihr die Bootstour im Moremi nicht machen würde ich gleich weiter in den Moremi fahren und dann erst nach Maun.
In Ghanzi gibt es jede Menge Lodges mit Campingplätzen. Uns hatte die Tautona Lodge getaugt.
Wenn ihr von Walfis Bay kommt könnt ihr zurück nach Swakopmund und über Cape Cross (Seehunde) und den Skeleton Coast N.P. nach Twyfelfontein. Dort die Felszeichnungen ansehen. Am nächsten Tag am Petriefied Forest vorbei in den Etosha Park.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
impala181 Beiträge · seit 200629. Okt. 2006 · #7Hallo Simon,
die Auswahl des Schuhzeugs wurde schon in einem anderen Thread erörtert, die meisten haben halbhohe Trekking-Stiefel dabei.
Wenn ihr über Twyfelfontain fahrt, dann ist Xaragu Camp super. Wir sind damals die Strcke an der Küste entlang gefahren - hat uns sehr gut gefallen!
Eure Tour durch den Chobe habe ich nocht nicht ganz nachvollziehen können: wollt ihr in Savuti, Kwai, North Gate jeweils übernachten oder nur eines der Camps zum Übernachten nehmen und die Strecke in 2 Tagen fahren? Letzteres finde ich etwas stressig, denn dann habt ihr wirklich nur 2 Tage Fahrerei! Dann fahrt besser Maun-Kasane auf der Hauptstrecke und hängt die andere Übernachtung noch woanders dran (z.B. Etosha)
Ich persönlich würde in Shakawe nicht 1 Tag zum Ausspannen einlegen, sondern würde das eher in Kasane einplanen.
Schönen Sonntag
Impala
anddor459 Beiträge · seit 200629. Okt. 2006 · #8Hallo Simon,
jetzt wo Du Deine Tour etwas zusammen gestrichen hast, sieht alles gut machbar aus, es ist der ein oder andere reiner Fahrtag dabei aber das ist ja normal !
Was ich aber machen würde ist Deine Tour umdrehen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten, weil Ihr vielleicht an einen Ort noch einen Tag dranhängt oder weil es in Botswana zuviel regnet. Von Namibia aus könnt Ihr ab Etosha jederzeit direkt nach Windhuk fahren, wenn es sich von der Zeit nicht aus geht .....
Wir sind im Dezember auch in Botswana unterwegs vielleicht sieht man sich, falls nicht schönen Urlaub !
Gruß
anddor
😁
Armin2'346 Beiträge · seit 200629. Okt. 2006 · #9Hallo Simon,
kann zu dem gesamten Bereich Botswana nichts sagen. Ich weiß allerdings nicht, was du unter einem "Eindruck von den Dünenlandschaften" verstehst. Auf eurer Strecke werdet ihr "nur" die paar Dünen an der Straße zwischen Walvis Bay und Swakopmund sehen. Ist zwar auch schon ganz eindrucksvoll, jedoch mit den "richtigen" Namib-Dünen in der Region Sesriem/Sossusvlei nicht zu vergleichen. Möchte nur vermeiden, dass ihr enttäuscht werdet, wenn ihr den "Umweg" in erster Linie wegen der Dünen macht.
Viel Spaß
Armin
SISimonThemenstarter25 Beiträge · seit 200621. Nov. 2006 · #10Armin schrieb:Hallo Simon,
kann zu dem gesamten Bereich Botswana nichts sagen. Ich weiß allerdings nicht, was du unter einem "Eindruck von den Dünenlandschaften" verstehst. Auf eurer Strecke werdet ihr "nur" die paar Dünen an der Straße zwischen Walvis Bay und Swakopmund sehen. Ist zwar auch schon ganz eindrucksvoll, jedoch mit den "richtigen" Namib-Dünen in der Region Sesriem/Sossusvlei nicht zu vergleichen. Möchte nur vermeiden, dass ihr enttäuscht werdet, wenn ihr den "Umweg" in erster Linie wegen der Dünen macht.
Viel Spaß
Armin
Hallo Armin,
was macht denn den Unterschied zwischen diesen Dünengegenden aus? Ich kenne die Gegend ja noch nicht. Meine Eltern waren bei Walvis Bay an den Dünen und sind davon heute noch beeindruckt. Ein Farmer hatte ihnen gesagt, als sie gerade aus Richtung Windhoek kamen, der Extraweg nach Sossusvlei würde sich gar nicht lohnen, weil die Dünen sich nicht grossartig unterscheiden würden. Daher dachte ich, direkter Weg nach Swakopmund wäre für uns das beste. Lag der Farmer falsch ? (das darf ich dann aber nicht meinen Eltern erzählen 😠 )
Armin2'346 Beiträge · seit 200622. Nov. 2006 · #11Hallo Simon,
der wichtigste Unterschied ist der, dass zwischen Walvis Bay und Swakopmund nur ein ganz schmaler Dünengürtel liegt (ist eigentlich nur eine "Reihe"), während die Namib weiter südlich bis zu 80 km breit sein kann. Den Unterschied merkst du von unten weniger. Da sind die Dünen zwischen Walvis Bay und Swakopmund auch schon ganz schön beeindruckend. Wenn du aber raufkraxelst, dann siehtst du weiter südlich natürlich ein riesiges Dünenmeer in den unterschiedlichsten Ausprägungen vor dir. Und allein auf dem Weg ins Sossusvlei kannst du rechts und links von der Piste die verschiedenen Dünenformen und -farben betrachten. Aber wenn es dir nur darum geht, einmal das Zusammenspiel von Namibdünen und dem Meer zu erleben und du Zeit sparen willst (musst), dann sind die Dünen zwischen Walvis Bay und Swakopmund durchaus ein Erlebnis. Und auf dem Weg liegen sie meist ohnehin.
Viel Spaß
Armin