Der „Desert Lion Conservation Trust“ hat letzten Monat die Satellitenhalsbänder der wüstenangepassten Löwen teils erneuert und getestet. Es wurden unter anderem detaillierte Proben aus den Pfoten, dem Schwanz und den Schnurrhaaren der Löwen entnommen. ...
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201215. März 2022 · #462
Die „Lionrangers“ in der Kunene-Region im Nordwesten Namibias haben, „um Schwierigkeiten zu vermeiden“ zusammen mit dem Veterinärpersonal des Umweltministeriums und IRDNC (Integrated Rural Development and Nature Conservation) den männlichen Löwen XPL-131 umgesiedelt. „Die jüngsten Regenfälle in Kunene führen zu dramatischen Bewegungen der Beutetieren. Wenn Löwen ihnen folgen, können sie mit Farmern und ihrem Vieh in Kontakt kommen. ...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Logi16,9k Beiträge · seit 201204. Apr. 2022 · #464
XPL-131 sollte doch umgesiedelt werden. Warum ist das nicht geschehen?
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201205. Apr. 2022 · #465
Östlich von Sesfontein in der Hoanib-Region wurde ein an die Wüste angepasster Löwe erlegt. Er wurde als Trophäe mutmaßlich von Touristen bejagt. Der unter der Kennung „XPL131“ oder „Romeo" bzw. ,,Muja“ bekannte Löwe war ein fortpflanzungsfähiges Rudelmännchen. Er wurde erst vor einem Monat intensiv von Rangern verfolgt, da er untypischerweise mehr Kilometer zurückgelegt hat als andere Tiere. Die Ranger sollten dabei sicherstellen, dass er keine ,,schlechten Gewohnheiten" entwickelt. ...
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Champagner8'684 Beiträge · seit 201005. Apr. 2022 · #467
Logi schrieb:XPL-131 sollte doch umgesiedelt werden. Warum ist das nicht geschehen? LG Logi
Wenn es denn immer so einfach wäre..... 😵
Hier noch die Stellungnahme vom Desert Lion Conservation Trust (angenehm sachlich im Vergleich zu dieser reißerischen Nachricht von Inki Mandt):
>>>The management of XPL131 has been an ongoing effort since 22 Feb 2022 when XPL131 first caused problems in the Puros area and was pursued there by a community intent on his demise. The lion rangers of Integrated Rural Development and Nature Conservation (IRDNC), Puros and Sesfontein Conservancies, TOSCO and Ministry of Environment, Forestry and Tourism Namibia, supported by DLCT, have since that time been on 24 hour alert in an attempt to dissuade XPL131 from venturing into settlement areas. These rangers will concur with the sentiments expressed in the report as to the behavior of XPL131, in no longer showing fear of humans, fireworks nor vehicle. The lion translocation to KaiAs was unfortunately not successful, every means has been put in place to avoid this tragic ending. 131 has passed on genes in the last months to females in the area, cubs survival chances are high due to the quick game recovery in their area. XPL131's movement were as a direct result of prolonged drought causing low number of prey species. Further, this time of year is always problematic with an increase in the number of Human Lion Conflict incidents as prey species (those remaining) move with the first rains. This happened and there are areas where there are significant numbers of prey species, for example, Anabeb, Kai Ais area. DLCT is obviously saddened by the untimely loss of XPL131, who was a key lion in this area. We see the loss of any lion as a ‘failure’. We however support MEFT in that a decisive action had to be taken to protect human lifes and concur with the contents of the statement as put out by MEFT.<<<
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200905. Apr. 2022 · #468
Naja, egal wie nett man Dinge formuliert oder wie verständlich Erklärungen sind. Die Faktenlage sagt, dass die Populationen der wüstenadaptierten Löwen immer dann, wenn es „gute Gene“ gibt, zerstört werden. Die tragischste Entwicklung war wohl unwidersprochen die Ermordung der 5. Musketiere. Dieser neuerliche Vorfall wird den Verfall dieser einzigartigen Populationen beschleunigen. Ich persönlich würde nichts auf Worte geben. Wer diese Tiere live erleben will, sollte sich bald aufmachen um sie mit Glück lebend zu sehen. Allzu lange wird es diese Gelegenheit imho nicht mehr geben.
Liebe Grüsse Guido
Champagner8'684 Beiträge · seit 201005. Apr. 2022 · #469
Seyko schrieb:Naja, egal wie nett man Dinge formuliert oder wie verständlich Erklärungen sind. Die Faktenlage sagt, dass die Populationen der wüstenadaptierten Löwen immer dann, wenn es „gute Gene“ gibt, zerstört werden. Die tragischste Entwicklung war wohl unwidersprochen die Ermordung der 5. Musketiere. Dieser neuerliche Vorfall wird den Verfall dieser einzigartigen Populationen beschleunigen. Ich persönlich würde nichts auf Worte geben. Wer diese Tiere live erleben will, sollte sich bald aufmachen um sie mit Glück lebend zu sehen. Allzu lange wird es diese Gelegenheit imho nicht mehr geben.
Liebe Grüsse Guido
Dass die Entwicklung tragisch bzw. dramatisch ist, steht wohl außer Frage und wird hier auch niemand anders sehen, ich selbst gehöre zu denen, die vor langer Zeit - als der Thread noch anders hieß - mitgespendet haben bei den Halsbändern. Die Ermordung der 5. Musketiere und der oben erwähnte Fall sind für mich aber zwei verschiedene Hausnummern. Offensichtlich wurde bei XPL-131 ja alles versucht, irgendwann stößt man an Grenzen.
Durch die reißerische Schlagzeile sowohl in dem Beitrag von Inki Mandt als auch in dem Artikel in der AZ werden aber m.E. falsche Emotionen geschürt und Tatsachen nicht korrekt/vollständig dargestellt. Das hilft bei der Arbeit in dieser Sache sicher nicht weiter, wie ja auch die Vergangenheit gezeigt hat, wo sich die Beteiligten immer wieder in Kämpfe auf Nebenschauplätzen verwickelt haben.
Mir wäre es lieber, alle Kräfte würden sich auf das Hauptproblem fokusieren, statt solchen "Journalismus" zu produzieren.
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200905. Apr. 2022 · #470
Statement von Delhra auf Facebook
It needs to be ascertained whether the NGOs permitted and charged with the prevention of Lions killed in conflict with Humans have actually diligently executed their mandate and delivered on the expectations of those sponsoring them with huge funding. This will be done objectively in the coming days. Information surfacing ( from the Horse’s mouth) like a certain prominent Lion Ranger earning a quick N$5000 bucks for assisting the Hunters to shoot the very Lion he swore to protect and keep from harms way as well as an ambiguous decision by a certain chairperson without following proper protocol to request the Destruction/Trophy Hunting of the Lion? I was at a meeting in November 2021 in Palmwag where he insisted Lion Trophies be made available to the Conservancy for revenue despite being alerted to the non-sustainability of doing so?! It is not all as clear cut maybe, but let us investigate and see what surfaces. We have so many question and are busy formulating it based on surfacing facts.
Gefolgt von der Stellungnahme, die du zuvor gepostet hast, weshalb ich mir eine Wiederholung spare.
Es wurden durch die Trophäenjagd jetzt jeweils rund 4.000 Euro an die beiden Conservancies ausgeschüttet. Den einzigen reproduzierenden Löwen der Region abzuschießen, dieses Geschäft kann man aber nur alle 2-3 Jahre machen. Der Schaden für den Foto-Tourismus dort ist aber weit größer als 2.000 Euro pro Jahr. Und wenn man es schaffen sollte, die wohl arg dezimierte Löwenpopulation dort noch ganz auszurotten, dann wird man danach feststellen, dass dann hunderttausende Namibia-Dollars pro Jahr von NGOs und Sponsoren auch nicht mehr in die Region fließen. Zugunsten kurzfristiger Gewinne Einzelner gräbt man sich da eventuell selbst die Basis für eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung ab.
Zum Statement des Ministeriums: Auch der jahrzehntelang friedliche und unproblematische Vortrekker wurde plötzlich zum Problemtier erklärt und dann durch Trophäenjäger abgeschossen. Er war - natürlich purer Zufall - die attraktivste Jagdtrophäe der Region. Und auch purer Zufall: Der Löwe jetzt war der attraktivste Löwe, den man in der Region erlegen konnte. Alternativlos war der Abschuss wohl auch nicht. Der Löwe hätte wie andere Wüstenlöwen zuvor auf eines der Naankuse-Gebiete umgesiedelt werden können. Dann hätte man die Gene noch länger nutzen können und möglicherweise in einigen Jahren Nachkommen zurück ins Kaokoland umsiedeln können - auch wenn das sicher kein triviales Unterfangen ist.
Zum Statement von Desert Lion Conservation: Die inneren Befindlichkeiten kenne ich da nicht, aber man sollte solche Statements mit etwas Vorsicht lesen. Soweit ich weiß, ist Desert Lion Conservation darauf angewiesen, alle paar Jahre ein neues Permit vom Umweltministerium zu bekommen. Sonst dürfen die da gar nicht tätig sein, nicht quer durch Nationalparks fahren, nicht Löwen untersuchen. Es besteht also ein Abhängigkeitsverhältnis. Ich bin da nicht sicher und lasse mich gern korrigieren, aber soweit ich weiß, besteht keine Möglichkeit, so ein Forschungspermit auf dem Rechtsweg einzuklagen, sondern man ist davon abhängig, dass das Umweltministerium einem gewogen ist. Wenn man dann das Umweltministerium angreift, muss man vielleicht damit rechnen, zukünftig kein Permit mehr zu bekommen und selbst am Ende zu sein. Dann ist klar, in welcher Form man sich öffentlich äußern kann.
Der in der AZ abgedruckte offene Brief des Leiters der Löwenschutz-Organisation DeLHRA, bleibt weiterhin unbeantwortet – die AZ erhielt erst in letzter Minute eine Stellungnahme seitens des Umweltministeriums. DeLHRA verurteilt die Art, wie ein Kommunalchef eine Trophäe beantragt hatte und die Behörden gezielt dieser Bitte nachkamen. ...
Ein Foto des wüstenangepassten Löwen XPL131, das Inki Mandt von der Löwenschutzorganisation DeLHRA (Desert Lion Human Relations Aid), aufgenommen hatte. Die umstrittene Freigabe des Löwen als Jagdtrophäe beruht scheinbar auf unlauteren Annahmen und Ansätzen, denn bereits im November 2021 hatte das Kommunalführungspersonal eine Trophäe „gefordert“. Damit war das Urteil gefällt ...
"Das Ministerium hat seit 2021 insgesamt 29 wüstenangepasste Löwen mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Das erklärte Ministeriumssprecher Romeo Muyunda gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua. Demnach hätte man vor allem Tiere in den stark von Mensch-Tier-Konflikten betroffenen Regionen Kunene und Erongo gewählt. Die Halsbänder sollen einerseits als Frühwarnsystem für die Farmer der Region dienen. Andererseits sollen sie wissenschaftliche Daten liefern, um die Bewegungsmuster der Löwen besser zu verstehen." (Hitradio Namibia, 8.7.2022, www.hitradio.com.na)
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Logi16,9k Beiträge · seit 201229. Juli 2022 · #476
Laut dem „Desert Lion Conservation Trust“ wurde die junge Löwin Xpl-114 „Charly“ entlang des Hoanib-Flusses nahe der Grenze zum Skelettküsten-Nationalpark gesichtet. „Sie war in guter Verfassung und wurde beim Jagen einer Giraffe im Wilderness Skeleton Coast Camp beobachtet. Später am selben Nachmittag erwischte sie einen Springbock im Flussbett und schleppte ihn in ein Dickicht.“ ...
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201211. Aug. 2022 · #477
Gestern war der Internationale Weltlöwentag. Das Reiseunter-nehmen „Ultimate Safaris" spendete dem „Desert Lion Conservation Trust" durch seine „Conservation Travel Foundation" ein hochmodernes Fahrzeug und das Umwelt-ministerium beurteilt den Körperzustand der Löwen im Nordwesten Namibias. ...
LG Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201212. Aug. 2022 · #478
... that the ministry also oversaw the collaring of more than 35 lions across the north-western parts of the country. These collars, he said, are intended to assist with the studying of lion behaviour via movement patterns, while providing farmers, ministry staff and rangers with notifications to prevent and mitigate human-lion conflict in the shared landscape. ...
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Nun heißt es, dass das Video aus Südafrika stammen könnte... 🤩
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