Reiseapotheke und Malariaprophylaxe

12 Antworten · 18,0k Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2006 von Irmi
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Themenstarter12 Beiträge · seit 200611. Okt. 2006 · #1
Hallo liebe Namibiafans

Mein Mann und ich wollen im Dez/ Januar für 14 Tage nach Namibia und dort eine kleine Rundreise machen. Nördlichster Punkt ist der Etosha NP.
Was würdet Ihr an Malariaprohylaxe empfehlen und ansonsten grundsätzlich in der Reiseapotheke mitnehmen ?
Gruß Irmi
23 Beiträge · seit 200611. Okt. 2006 · #2
malarone.
und zwar wegen der geringen nebenwirkungen - alle anderen alternativen sind vergleichsweise schwer verträglich.
7'272 Beiträge · seit 200611. Okt. 2006 · #3
Hallo Irmi

Malarone ist sicher zu empfehlen. Was ich auch empfehlen kann ist die Suche oben rechts.Wenn Du da Malariaprophylaxe eingibst findest Du schon einige Beiträge zu diesem Begriff. Du wirst auch sehen, dass es ein sehr kontrovers diskutiertes Thema ist.

Chrigu
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23 Beiträge · seit 200611. Okt. 2006 · #4
ganz ehrlich, ich würde nicht ohne prophylaxe fahren.
das käme nur in frage bei wirklich längerem aufenthalt.

resochin+paludrin: nicht sehr sicher. macht oft kopfweh etc. sehstörungen usw.

lariam: nicht sehr sicher. macht oft schlimmste nw bis hin zu (echter) depression und psychose. von unwohlsein ganz zu schweigen,

doxycyclin: nicht sehr sicher. macht oft übel. ausserdem oft ziemlich lichtempfindlich - super für afrika.

malarone ist recht teuer, aber sicher und hat praktisch nie erwähnenswerte nw.
1'455 Beiträge · seit 200611. Okt. 2006 · #5
Hallo Irmi,
da Du nur in den Trockengebieten unterwegs bist, kannst Du meiner Ansicht auf die Prophylaxe verzichten. Meine Frau ist in Namibia aufgewachsen, die Verwandschaft lebt da, ich war das 5te Mal unten, immer in der Pampa unterwegs (schlafen unter freiem Himmel) und hatte nie Probleme (vielleicht hatte ich auch nur Glück). Wenn ich es richtig weiss, gibt es verschiedene Malariaarten, die Prophylaxe schützt nur vor einem Teil. Bei Prophylaxe ist die Suche nach Malariaerregern schwieriger.
Wärst Du in der Regenzeit gefahren oder ganz ober in den Norden (Epupa, Kunene, Caprivi) hätte ich sofort ja gesagt.
Wenn Du sicher sein sein willst, frag einen Tropenmediziner, Infos aus erster Hand und nicht vom "Hörensagen" wie bei mir oder vielen anderen.
LG Jens
3'766 Beiträge · seit 200612. Okt. 2006 · #6
Hallo,

hier ein kleiner Link, etwas älter aber das ist Malaria ja auch 😎

http://resafrica.net/namibia.de/malaria.htm

sonnst wie "Chrigu" Suchbegriff eingeben und unter zig Diskussionen auswählen was interessiert.

Gruss KurtB
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7'296 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #7
Hallo Irmi,

Malariaprophylaxe ist verschreibungspflichtig und es können zum Teil ernste Neben- und Wechselwirkungen im Zusammenhang mit anderen Medikamenten auftreten. Da niemand hier weiß, welche Medikamente Du ansonsten so nimmst und welche Vorerkrankungen evtl. vorliegen, ist jeder Rat zu einem konkreten Medikament eigentlich fahrlässig und sollte einem fachkundigen Arzt überlassen bleiben, der etwas mehr über Dich weiß.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
6 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #8
hallo jens

ich habe freunde welche viele jahre schon in tanzania wohnen. die schütteln nur den kopf über malaria-prophylaxe, denn erstens wie du sagst gibts kein allgemeingültiges mittel (man hat also u.U. nebenwirkungen für gar nichts wenns das falsche war ...) und zweitens müssten die leute die dort wohnen, auf dauer-medikation stehen !! und immun sind die auch nicht. man muss das risiko wohl einfach tragen und behandlungsmittel dabei haben. das wäre ja, wie wenn wir ritterrüstungen mit airbags tragen würden um den verkehr in den städten möglichst sicher zu überleben...:P

was empfiehlst du als abschreckung gegen die biester (zb autan) ?

gruss
1'455 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #9
Hallo Yuma,
da ich immer nur in den trockenen Landesteilen unterwegs war, hatte ich nur selten Kontakt zu den Quälgeistern. Wenn es doch mal zur Konfrontation kam, entweder das Schlafsackinlet beim Schlafen bis über den Kopf ziehen (wenn man nix dabei hat aufm Brandberg), ansonsten, Autan, Djungel Olja (aus Schweden, Kontaktgift) oder die Moisi-Guard-Produkte (gibt's z.B. bei globetrotter.de).
Trockenen Elefantendung im Feuer (Kuhscheiße tut's auch) hält die Plagegeister auch fern, selbst ausprobiert.
LG Jens
3'766 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #10
Yuma schrieb:
hallo jens

ich habe freunde welche viele jahre schon in tanzania wohnen. die schütteln nur den kopf über malaria-prophylaxe, denn erstens wie du sagst gibts kein allgemeingültiges mittel (man hat also u.U. nebenwirkungen für gar nichts wenns das falsche war ...) und zweitens müssten die leute die dort wohnen, auf dauer-medikation stehen !! und immun sind die auch nicht. man muss das risiko wohl einfach tragen und behandlungsmittel dabei haben. das wäre ja, wie wenn wir ritterrüstungen mit airbags tragen würden um den verkehr in den städten möglichst sicher zu überleben...:P

was empfiehlst du als abschreckung gegen die biester (zb autan) ?

gruss
Hallo Yuma

schön für deine "Feunde" aber wie erklärst du dir das Weltweit 100'000ende an dieser Krankheit sterben, wohl alles nur probaganda der Pharmaindustrie um ihre Medikamente zu verkaufen?

Das mit den Airbags ist ein guter Vergleich, den schalten wir dann wohl besser aus, nütz ja eh nix!

Nimm es bitte nicht presönlich,
aber was deine "Freunde" angeht die das ganze Jahr dort unten wohnen und wirklich das Risiko haben Malaria auf dauer nicht zu verhindern, und einem Touristen der während einer begrenzten in Afrika ist, und sehr wohl die Möglichkeit hat sich effizient zu schützen besteht mE schon ein grosser unterschied?!

Es gibt nur eine Möglichkeit - den Facharzt aufzusuchen - ein Forum wie dieses ist nicht geeignet um eine zuverlässige Auskunft und objektiven Ratschlag zu erhalten, Freunde in Tansania hin oder her, darauf kann man doch nich ernsthaft bauen, und wer weiss vieleicht haben deine Freunde (was wir nicht hoffen) mittlerweilen bereit Malaria, ist ja nicht auszuschliessen, oder?

Gruss Kurt
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6 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #11
hallo kurt

das war gar nicht sarkastisch gemeint, sondern einfach realistisch ! meine freunde leben seit 17 jahren im busch von tanzania und du glaubst es kaum - sie hatten natürlich schon (teilweise bis zu 3 x) malaria - das lässt sich über so lange zeit fast nicht verhindern. aber viele leute dort leben damit so wie wir mit dem risko von scharlach oder lungenentzündung (die übrigens auch tödlich ausgehen können). die nebenwirkungen sind je nach typ derart drastisch, dass eine medikation tatsächlich im verhältnis zum erkrankungsrisiko abgewogen werden sollte.

dass viele leute nach wie vor an malaria sterben hat damit zu tun, dass ihnen der zugang zu effektiven heilmitteln verwehrt ist, resp. sie nicht genügend geld dazu haben. das wiederum hat auch damit zu tun, dass wir europäer häufig nicht bereit sind, einen fairen preis für ihre produkte zu bezahlen, sondern es uns auf ihre kosten wohl ergehen lassen...

und auch interessant zu wissen: gewisse kreise arbeiten heftig an einer impfung für malaria. was glaubst du wieso ? nicht etwa weil die nebenwirkungen dann entfallen, sondern weil dann via impfausweis an den grenzen vieler länder ein impfzwang eingeführt werden könnte. und wer würde wohl in erster linie davon profitieren ?

übrigens: ich bin (und war im ersten beitrag auch) weder für noch gegen malariaprophylaxe, denn das muss jeder für sich entscheiden, zb in absprache mit einem tropenarzt, ich habe nur einen sozusagen philosophischen gedankenansatz zum thema beitragen wollen. eine andere sicht der dinge quasi.

gruss yuma
1'455 Beiträge · seit 200615. Okt. 2006 · #12
Hallo Yuma,

bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. kannst Du Dich mal informieren, wo, wie usw. das Risiko in NAM ist. Dort gibt es auch ein Verzeichnis mit Tropenmedizienern:
http://dtg.org/empfehlungen.html
Das bestätigt aber auch nur mein bereits gesagtes: Im Norden hohes Risiko, vor allem in der Regenzeit, im Süden sehr niedriges Risiko.
LG Jens
3'766 Beiträge · seit 200616. Okt. 2006 · #13
Hallo Yuma,

ich habe deine Anmerkung nicht als sarkastisch empfunden!

Ich wollte nur festhalten das es einen Unterschied macht zwischen Menschen die in diesen Ländern leben (müssen oder dürfen).

Auch ich bin mir bewusst das es für diese Menschen ein auch finanziell hoffnungsloses Unterfangen wäre sich permanent schützen zu wollen, und vorbeugen auf Jahre nicth möglich ist. Für die Bewohner von solchen Ländern hilft dann nur Akutbehandlung (leider)

Wie du, und auch andere, sicher schon bemerkt hast wurde dieses Thema schon des öfteren dikutiert, mit zum Teil gegensätzlichen Ansichten.

Was ich sagen wollte und will ist einfach.

Wer sich nicht mit Malaria anstecken will, soll in angesicht was eine solche Reise nach Afrika, Asien oder Südamerika kostet, den kleinen zeitlichen Aufwand durch einen Tropenmediziner beraten zu werden auf sich nehmen.

Meines Erachtens kann dieser Besuch beim Facharzt nicht durch das Forum abgedekt werden, obwohl die meisten Ratschläge 100% in die richtige Richtung gehen.

Also liebe Forumsmitglieder, ab zum Tropenarzt und dessen Ratschläge beherzigen, er wird euch auch über die möglichen Nebenwirkungen aufklären die verschiedenste Ursachen haben können die wie ich glaube nicht jeder im Forum bekannt gibt.

Gesunde Reise wünsch ich jetzt und in Zukunft allen FoMi.
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