Fotografieren während einer Bus-Rundreise

27 Antworten · 9'451 Aufrufe · gestartet 02. Juli 2012 von Bassoony
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201202. Juli 2012 · #1
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und freue mich schon riesig auf meine erste Namibia-Reise in 3 Wochen (leider hat es aus organisatorischen Gründen "nur" zu einer Busrundreise mit Berge & Meer gereicht - ich weiß, dass die meisten hier das verteufeln - aber es ist für mich zumindest die Chance zum ersten Mal in dieses Land zu kommen).

Natürlich weiß ich, dass ich weniger Fotostopps einlegen kann als bei meiner Island-Selbstfahrerreise, aber dennoch möchte ich möglichst vielfältige Bilder machen und habe an folgende Ausrüstung gedacht:

Nikon D90,
Nikkor 70-300,
Nikkor 16-85 und/oder? (was meint ihr?)
Tamron 10-24
Polfilter

als Ersatzkamera habe ich noch die Nikon P300 dabei.

Außerdem habe ich noch einen grünen "The-Pod" - Bohnensack und überlege, ob ich zusätzlich noch ein Dreibein mitnehmen soll. Wie sind eure Erfahrungen/Meinungen? Wie sieht es mit dem Fotografieren "aus dem Bus" aus?

Liebe Grüße
1'394 Beiträge · seit 200902. Juli 2012 · #2
Hallo,

normalerweise bin ich zusammen mit meinem Mann als Selbstfahrerin unterwegs, aber ich habe auch schon ein paar "organisierte" Rundreisen alleine oder mit Freundin gemacht, nicht in Namibia (dort nur als Selbstfahrer), sondern in Nicaragua, Sri Lanka, Israel, Peru und Jordanien.

Ich kann dir aus persönlicher Erfahrung dazu nur sagen, es steht und fällt mit der Reiseleitung, ob diese immer gerne mal anhält für Fotostopps oder nicht.

Ich wünsche euch daher eine tolle Reiseleitung und Mitreisende, die auf eurer Wellenlänge liegen!

Viel Spaß in Namibia.

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2012
8'684 Beiträge · seit 201002. Juli 2012 · #3
Hallo Bassoony,

zu deiner Ausrüstung kann ich wenig sagen, da ich mit einer Bridge-Kamera unterwegs war. Einen Bohnensack hätte ich mir allerdings manchmal gewünscht....so musste eben ab und zu meine Schwester dafür herhalten 😉

Wir hatten das Glück, dass unser Driver-Guide (Bericht siehe unten) wegen allem angehalten - und vorallem Sachen entdeckt hat, die wir nie und nimmer bei dem Tempo erkannt hätten. Er hatte tatsächlich die oft zitierten Adleraugen....

Sicher gibt es in einer solchen Gruppe Leute, die gar nicht fotografieren (meine Schwester zum Beispiel), aber die hat die Zeit dann immer zum Rauchen 😈 genutzt...

Vermutlich waren manche meiner Mitreisenden genervt von mir (gesagt hat nie jemand etwas direkt zu mir), weil ich jede Sekunde genutzt habe und vielleicht manchmal den anderen im Weg rumstand 😊 . Darauf sollte man als euphorischer Knipser achten und die entsprechende Rücksicht nehmen (ich arbeite an mir 😗 ).

Fotografieren aus dem Bus raus ging meistens gut, da er große Schiebefenster hatte. Manchmal war aber das Wetter soooo schlecht, dass man lieber durch die dreckige Scheibe fotografiert hat. Zu 95% ist man aber immer raus - mal von Etosha abgesehen 😉 - war ja aber bei mir egal, weil es eh kaum was zu sehen gab 😠

Alles in allem fand ich, dass man immer ausreichend Zeit zum Fotografieren hatte - ich hab mich eigentlich nie gehetzt gefühlt!

Viel Spaß auf Deiner Tour - und ich kann sehr gut nachempfinden, dass man manchmal einfach keine andere Möglichkeit hat als so zu reisen!!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2012
719 Beiträge · seit 201102. Juli 2012 · #4
Hallo,

ich würde dir noch zu einem 3-Bein-Stativ raten.
Ich habe es bei unserer Reise heuer total vermisst.
Gerade am Abend kannst du tolle Aufnahmen machen.

Gruß Uli
Big 5 Africa Tours Reiseberichte: Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
1'250 Beiträge · seit 200903. Juli 2012 · #5
Bassoony schrieb:
Busrundreise mit Berge & Meer gereicht - ich weiß, dass die meisten hier das verteufeln - aber es ist für mich zumindest die Chance zum ersten Mal in dieses Land zu kommen).
Ich war im März in Ghana/Togo/Benin.
Gruppenreise im Bus mit
2 Portugiesen 😄 😄
2 Russen 🙂 😕 und
11 Italienern 🙂 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢
und einer leckeren Reiseleiterin. 🤩

Das Fotografieren war entsprechend schwierig.
Ganz wichtig: Am ersten Tag den besten Platz sichern,
oder jeden Morgen den für Dich am besten Platz sichern!
Das ist so, wie in Malle mit dem Handtuch auf dem Liegestuhl. 😈

Fotografieren während der Fahrt aus dem Bus heraus erfordert eine
sehr kurze Belichtungszeit mindestens 1/1600s bisser 1/3000s.
Setz deich weit nach hinten, denn dann kannst Du das Fenster auflassen
und es stört keinen. (OK, die feuchte eindringende Luft kondensiert
an den Strömungsrohren der Kaltluft aus der Klimaanlage und tropft den
Leuten auf den Kopf).
Ein Schiebefenster wählen, das sich nach hinten schiebt.
Die linke Seite ist besser zum Fotografieren, da Du die Kamera
mit rechts hälst. Damit kannst Du leicht mit dem Motiv mitziehen.
Auf der rechten Seite musst Du immer um die Haltehand drehen.
Rechte Seite hat aber in Namibia den Vorteil, dass Du über die
Gegenfahrbahn mehr Abstand zu den Motiven hast.
Sehr sinnvoll ist es den Sonnenstand im Auge zu behalten und je nach
Etappe morgens/abends die Seite wählen.
Allerdings mache ich Dir für das "Drive-by-Shooting" in Namibia
wenig Hoffnung. Durch die geringe Bevölkerungsdichte gibt es für
Afrika wenig zu sehen - es sei denn Du interessierst Dich für Zäune. 😈
Bassoony schrieb:
Nikon D90,
Nikkor 70-300,
Nikkor 16-85 und/oder? (was meint ihr?)
Tamron 10-24
Polfilter

als Ersatzkamera habe ich noch die Nikon P300 dabei.
Damit bist Du schon sehr gut aufgestellt.
Mit einer ähnlichen Ausrüstung bin ich unterwegs,
wenn es klein und leicht sein soll.
Das 16-85 ist ein nettes allraound Objektiv.
Das 24-70/2.8 ist von der Bildqulität her noch einen Tick besser,
hat einen deutlich schnelleren AF und hat mehr Freistllungspotential (Himbas),
andererseits ist es am DX unten oft zu lang,
während es am FX oben zu kurz ist.
Ich würde beim 16-85 bleiben.

Stativ macht im Bus keinen Sinn.
In den Nationalparks (Etoscha) darfst Du nicht aussteigen.
Wenn Du mit einer Horde von Otto-Normal-Touristen im Bus unterwegs bist,
wirst Du keine Zeit haben mit einen Stativ herumzuhantieren.
Die anderen Mitreisenden sind bereits vorher da und stehen Dir im Motiv herum.
Du must also besonders beweglich und schnell sein.
Ein Stativ würde nur Sinn machen, wenn Du ein paar Filmsequenzen
(z.B. Sonnenuntergang) machst.
Aber auf einer Gruppenreise wirst Du nur wenig Zeit haben,
weil andere Deinen Zeitplan bestimmen.
Eventuell verzichte mal auf eine Mahlzeit (Frühstück / Mittag) und
nutze die Zeit zum Fotografieren.
Einen Bohnensack wirst Du für Deine kleinen Objektive wohl
auch eher selten benötigen. Ich bin bisher auch immer
ohne ausgekommen.

Viel Spaß in Namibia!

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
841 Beiträge · seit 200803. Juli 2012 · #6
Kiboko schrieb:

Das Fotografieren war entsprechend schwierig.
Ganz wichtig: Am ersten Tag den besten Platz sichern,
oder jeden Morgen den für Dich am besten Platz sichern!
Das ist so, wie in Malle mit dem Handtuch auf dem Liegestuhl. 😈

DAS
kenne ich nun in Namibia gar nicht.

Die Reiseleiter, die ich kenne und meiner einer, halten am sogenannten Rotationsprinzip.
Sprich, jeder Gast sitzt jeden Tag auf einem anderen Platz und anderen Seite.
Dies hat bis jetzt immer sehr gut funktioniert. Man weiß ja am Anfang des Tages nie auf welcher Seite man das bessere Motiv bekommt.

Gruß
Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
649 Beiträge · seit 200703. Juli 2012 · #7
Kiboko schrieb:

Ääähh... wir reden hier von Namibia, oder? Feuchte Luft ist hier nicht so häufig. Wir haben auf unserem Barometer schon häufiger eine Luftfeuchte gehabt, die unter 1% lag....

Da Du die ganzen 3 Wochen in dem Bus mit immer den selben Leuten im Bus sitzt, würde ich es mir auch dringend überlegen, ob Du wirklich diese Malle-Mentalität an den Tag legen möchtest. Zum einen bist Du dann am ersten Tag schon als typisch unverschämt und deutsch abgestempelt und die Stimmung Deiner Mitreisenden Dir gegenüber dürfte entsprechend sein. Da Du die Reise in der Gruppe genießen möchtest, würde ich eher mal auf das eine oder andere Foto verzichten aber dafür nette Reisebekantschaften schliessen.

Es ist auch nicht so, dass Du nur aus dem fahrenden Bus heraus fotografieren musst - die Busse fahren z.B. in Etosha die Wasserlöcher an und halten dort.

Es stimmt: Ein Stativ im Bus macht wenig Sinn. Die Motoren sind wegen der Klimaanlage auch im Stand an - und die Vibration überträgt sich vom Boden auf das Stativ und von dort auf die Kamera. Von dem Platz mal ganz zu schweigen....
Nützlich ist das Ding trotzdem: Wenn Ihr innerhalb von Etosha übernahctet, solltest Du es abends mit an die beleuchteten Wasserlöcher nehmen.
Und: Ich kenne Deine Route nicht, aber Ihr werdet sicher auch bei einigen Landschaftlich schön gelegenen Lodgen übernachten - und dort kannst Du es sicher auch gebrauchen. Hier hat jemand vor einiger Zeit Nachtbilder mit den überwältigenden Sternenhimmel Namibias eingestellt - und sowas geht nicht ohne Stativ!
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2012
109 Beiträge · seit 201003. Juli 2012 · #8
Hallo Bassoony,

Kiboko hat ja schon ausführlich geantwortet.
Dazu nur folgendes:

Ich kann Namib Tom bestätigen. Bei meinen Busreisen wurde bisher immer ein Rotationsprinzip angewand. Notfalls kannst Du Dir ja eine Reihe suchen und abzählen an welchem Tag Du dann ganz vorne sitzt, und Dir Dein erster Platz so wählen, dass dies an Landschaftlich besonders schönen Strecken oder im Etosha der Fall ist. Dazu musst Du aber wissen ob Ihr nach hinten oder vorne rutsch, da hat jeder Guide sein eigenes System.

Zur Ausrüstung :
Sieht auch meiner Meinung ganz gut aus. Leider schreibst Du nichts genaues über die Route (nur Berge/Meer) - kommt ihr auch in den Etosha ?

Stativ: Ich würde nicht sagen, dass Du es nie benutzen kannst. Aber wohl aus von Koboko genannten Grüneden ehr selten.
Objektive: Soweit OK. Wenn ihr in den Etosha kommt, könnte mehr Brennweite von Nutzen sein.
Allerdings sind Brennweiten über 300mm (also die gängigen 400/500mm)dann recht gross und schwer um damit im Bus zu handieren. Aber es geht (ich hatte ein Sigma 150-500mm dabei und auch im Bus benutzt).
Hast Du ein so schweres Obejektiv kann dann allerdings ein Stativ an den Wasserlöcher in den Restcamps dann wieder von Nutzen sein.
Weitwinkel kann von Nutzen sein - kommt ihr nach Kolmanskoop? - muss aber nicht.
Fazit : Wenn Du Ausrüstung minimieren willst ehr auf Stative und Weitwinkel verzichetn.
Bei Besuch im Etosha über mehr Brennweite nachdenken.
Aber bei allem kommt es darauf an welche Fotographischen Vorlieben Du hast, und wieviel Ausrüstung/Gewicht Du bereit bist mitzuschleppen.

Ach ja-fast vergessen : Denk auch an etwas zum Reinigen. Blasebalk oder/und Pinsel usw.

Und nun viel Spass bei Deiner Reise wüncht
Bernd

PS: Ups. ZumThema Stativ war giraffenmog schneller. Aber hat wohl die ähnlichen Gedanken.
Foto-Alben : Namibia-VicFalls-Botswana Namibia Süd & Nord Reisebericht: Etosha-Caprivi-VicFalls-Botswana 2010
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2012
841 Beiträge · seit 200803. Juli 2012 · #9
giraffenmog schrieb:
Da Du die ganzen 3 Wochen in dem Bus mit immer den selben Leuten im Bus sitzt, würde ich es mir auch dringend überlegen, ob Du wirklich diese Malle-Mentalität an den Tag legen möchtest. Zum einen bist Du dann am ersten Tag schon als typisch unverschämt und deutsch abgestempelt und die Stimmung Deiner Mitreisenden Dir gegenüber dürfte entsprechend sein. Da Du die Reise in der Gruppe genießen möchtest, würde ich eher mal auf das eine oder andere Foto verzichten aber dafür nette Reisebekantschaften schliessen.
dem kann ich mich nur anschließen
Es ist auch nicht so, dass Du nur aus dem fahrenden Bus heraus fotografieren musst - die Busse fahren z.B. in Etosha die Wasserlöcher an und halten dort.

Die Motoren sind wegen der Klimaanlage auch im Stand an - und die Vibration überträgt sich vom Boden auf das Stativ und von dort auf die Kamera.
Sollte an einem Wasserloch oder abseits eines Wasserloches etwas zu sehen sein und man kann absehen, daß man etwas länger steht,
werden die Motoren ausgeschaltet.

Gruß
Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
649 Beiträge · seit 200703. Juli 2012 · #10
Echt? Dann entschuldige die Fehlinformation. Ich sehe diese Busse immer nur mit laufendem Motor... aber Du weißt das sicher besser, da Du drin sitzt. 😎
2'845 Beiträge · seit 201103. Juli 2012 · #11
Hallo,
bei meinen zwei geführten Reisen kenne ich auch nur das Rotationsprinzip.
Gerade eine Zurückhaltung zu Beginn wird vermutlich zu einem entspannteren Miteinander führen....
(man muss ja vl. auch mal die Seite wechseln)

Eine Frage noch zum Stativ am beleuchteten Wasserloch: sehen die Tiere da eigentlich anders aus als am Tage? 😕
Ich habe die Leute gehasst, die stundenlang an ihrer Ausrüstung gefummelt haben - statt den Zauber des Augenblicks zu genießen! Manche Bilder hat man auch ohne Foto jahrelang im Kopf! 😁

Ansonsten ist es vl. hilfreich, den Guide oder Fahrer zu Beginn nett darüber zu informieren, dass man gern fotografiert - man muss dann ja nicht erst nach dem Stopp beginnen, das gesamte Equipment zu sortieren und aufzustellen.

Viel Vergnügen und nur nette Mitreisende,
Strelitzie
1'250 Beiträge · seit 200903. Juli 2012 · #12
Strelitzie schrieb:Eine Frage noch zum Stativ am beleuchteten Wasserloch: sehen die Tiere da eigentlich anders aus als am Tage? 😕
Oh jaa, nachts sind die Tiere alle gelb. 😄 🤪 😄
Es ist nicht ganz einfach den Farbstich in Okaukuejo wieder rauszubekommen.

Wenn man den ganzen Tag im Etoscha unterwegs ist,
sieht man das Wasserloch nur im dunkeln.
Somit würde ein Stativ dort Sinn machen (Sorry habe ich vorher nicht daran gedacht)
Zwar ist das Wasserloch in Okaukuejo sehr gut ausgeleuchtet,
trotzdem sind die Belichtungszeiten mit einem 1/5.6 Objektiv sehr lang.
Mit Stativ wird wenigstens die Hintergrund scharf.
Bewegungsunschärfe der Tiere läßt sich dann nicht immer vermeiden.
Da wäre ein 70-200/2.8, oder gar das 200/2.0 Objektiv besser geeignet.
Aber das sind dann schon "dicke Brummer" die leicht die Portokasse sprengen.
Eventuell wäre ein bezahlbares 85/1.8 eine sinnvolle Ergänzung für
Nachtaufnahmen am Wasserloch (Übersichtsbild) und Portraits (z.B. bei den Himbas).

Die Rotation finde ich sehr gut.
Auf der Gruppenreise in Namibia haben wir auch rotiert.
Bei anderen Reisen in Kenia, Uganda gab es "feste Plätze" für die ganze Reise.
In Westafrika musste jeden Morgen der Platz erneut "erobert" werden.
Aber auch bei der Rotation kann es sein, dass sich einzelne Mitreisende
an einen Platz "festkrallen".
Es hängt alles sehr stark vom Guide ab.
Die Ich-muss-in-der-ersten-Reihe-sitzen-sonst-wird-mir-schlecht-Dame
gibt es auch fast auf jeder Reise.
Aber es gibt auch verständnisvolle Mitreisende, die dem ambitionierten
Fotografen einen fotografisch besser geeigneten Platz überlassen.
Ich wünsche Dir jedenfalls einen tollen Guide - keinen Willi -
und nette Mitreisende - keine Italiener.

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2012
Themenstarter6 Beiträge · seit 201203. Juli 2012 · #13
Super! Vielen Dank schon mal euch allen!
Ich freue mich schon sehr auf die Reise und bin gespannt auf meine Mitreisenden.
Jegliche Malle-Mentalität liegt mir fern (deshalb fahre ich ja auch nach Namibia 😎 ) und ich setze immer auf ein gutes Miteinander.

Vielen Dank für eure Tipps. Leider haben wir noch keine genaueren Angaben über die Lodges, in denen wir untergebracht werden. Ich hoffe, dass wir darüber in den nächsten Tagen informiert werden (am 21.7. geht's ja schon los!!! 😄 ). Unsere Reiseroute sieht eben "die Klassiker" vor:

Windhoek
Windhoek - Okahandja - Etosha Nationalpark (Übernachtung jedoch außerhalb)
Etosha Nationalpark
Etosha Nationalpark (vormittags) - Khorixas
Khorixas - Twyfelfontein - Swakopmund
Swakopmund
Swakopmund - Solitaire
Solitaire - Sossusvlei
Solitaire - Fish River Canyon
Fish River Canyon - Kalahari
Kalahari - Windhoek

Das Ganze im Schnelldurchgang (13 Tage). Wahrscheinlich sitzen wir ziemlich lange im Bus, aber aus organisatorischen Gründen war das in diesem Jahr nicht anders machbar - und ich freue mich, alles wenigstens mal zu sehen. Und dann komme ich irgendwann sicher als Selbstfahrer wieder...

Ich habe noch ein kleines "Gorilla-Stativ". Wäre das eine Alternative für die "Sternenaufnahmen" (den Pod-Bohnensack habe ich ja auch noch)?

Auf jeden Fall schon einmal vielen Dank für eure vielen Antworten - und die Info mit dem Rotationsprinzip ist ja schon mal sehr nützlich.

LG
649 Beiträge · seit 200704. Juli 2012 · #14
Hallo,

ich weiss zwar nicht, was ein Gorilla-Stativ ist - aber wenn Du keinen Wind hast, müsstest Du auch mit einem nicht ganz so stbilen Stativ für den Nachthimmel klar kommen. (Schade, dass der andere Fotograf, der hier die Nachtbilder eingestellt hat, einen Rappel bekommen und seine Bilder gelöscht hat 🙁 Geh mal im Netz nach Wolfgang Steiner suchen. Vielleicht hat er sie noch irgendwo anders eingestellt.)

Für ein bisschen Sterne funkeln im Himmel, musst Du mit über 10 Minuten Belichtungszeit (je nach Lichtempfindlichekeit des Genutzten Objektivs und eingestellter ISO) rechnen - da macht ein büschen Wackeln am Anfang der Aufnahme nichts aus. Um Sternspuren zu vermeiden, solltest Du nach Möglihckeit in Richtung Süden fotografieren - hier ist die Bewegung der Sterne geringer. Wenn Du geren Sternspuren hättest, dann laaaaaange Belichtung einstellen und das Objektiv nach Norden ausrichten.
Wenn Du noch Landschaft mit auf dem Bild hast, dann ist es besser, wenn Du ein Bild mit einer kürzeren Belichtungszeit machst, bei dem sich gerade so erste Details Landschaft in den Tiefen abzeichnet. Den Sternenhimmel der zweiten Aufnahme am besten in der Nachbearbeitung dahinter legen. Bei den sehr langen belichtungszeiten kann es Dir sonst passieren, dass Du die Landschaft so stark überbelichtest und es aussieht, als hättest Du das Bild in grellem Licht gemacht.

Hier mal mein erster und bisher letzter Versuch der Fotografie bei Nacht. Motiv war hierbei nicht der Sternenhimmel, sondern mein Mann. Deswegen ist da nur ein bissschen Geglitzer im Hintergrund. Das Bild besteht aus 8 Bildern mit unterschiedlicher langer Belichtungszeit, die entsprechend ihrere Helligkeitswerte ineinander kopiert wurden. Die küzreste Belichtung von 1/60s ist bei der Lampe zu sehen - und die längste von 20 min zeigt den Himmel.


231.jpg





LG elli

PS: Habe gerade einen Link mit den anderen Bildern gefunden:

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/foto-reportagen/195563-namibia-bei-nacht.html

Thread ist identisch mit dem, der in diesem Forum gelöscht wurde...
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2012
Themenstarter6 Beiträge · seit 201204. Juli 2012 · #15
Super! Vielen Dank! Und: tolles Bild - da kommt so richtiges Safari-Feeling rüber!
649 Beiträge · seit 200704. Juli 2012 · #16
Danke Dir! Lass Deine Bilder mal sehen, wenn Du wieder da bist 🙂
7'296 Beiträge · seit 200604. Juli 2012 · #17
Champagner schrieb:Einen Bohnensack hätte ich mir allerdings manchmal gewünscht....so musste eben ab und zu meine Schwester dafür herhalten 😉
... kann ich mir Deine Schwester auch mal für 'ne Reise ausborgen. Ich finde das mit dem Bohnensack auch sehr umständlich, zumal der keinen Kaffee kochen kann. 😉

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
345 Beiträge · seit 201105. Juli 2012 · #18
Das meiste wurde ja schon gesagt.

Stativ im Bus halte ich für überflüssig, auch wenn der Motor abgestellt ist, hast du noch genügend Bewegung durch Mitreisende die sich ja nicht immer stillhalten! An den Wasserlöchern hat es seine Berechtigung, wobei ich auch nicht sehr glücklich war. Die Belichtungszeit ist einfach zu lange, weil die Beleuchtung zu mikrig ist, und mit den ISO ins unermessliche zu fahren, erzeugt nur mehr ein unbrauchbares Rauschen.
Die Ausrüstung ist ok das 70-300 an der D90 bringt ja dann effektiv 105-450 wenn ich nicht irre, das sollte reichen. Ev. könntest du noch einen Telekonverter verwenden, falls das Objektiv das verträgt (Achte aber auf die Qualtiätseinbuße und dass du locker 3-4 Blenden verlierst). Weitwinkel hab ich sher selten verwendet, meistens hab ich das 24-70/2.8 und bei den Tieren das 70-200/2.8 mit 1,7 TC verwendet.
Ich verwende gerne einen Polfilter, da die Farben sehr schön zur Geltung kommen, speziell in der Wüste mit dem Kontrast Sand/Himmel.
Mach dir auch noch Gedanken wo du die Bilder sicherst. Hast du genug Speicherkarten oder nimmst du dir einen Imagetank oder ein Netbook mit. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit meinem Netbook gemacht. 1. kannst du die Bilder gleich mal vorsichten, 2. und gleich auf die Festplatte bannen (ich hab zusätzlich noch immer eine externe Festplatte dabei, als Backup, falls mal was schief geht...)
Noch ein Tip: Wenn du Kamera nach dem Fotografieren nicht sofort wieder in die Fototasche gibst, schlage sie zumindest in ein Handtuch oder ähnliches ein, zum ersten wird sie vor Sonneneinstrahlung geschützt und zum zweiten vor Staub und Sand. Sieh mal gegen die Sonne im Auto oder Bus wieviel Staub da in der Luft liegt, der soll nicht im Objektiv oder auf dem Sensor landen...

LG Peter
1'250 Beiträge · seit 200905. Juli 2012 · #19
Das 70-300/5.6 ist nicht unbedingt für Teleconverter geeignet.
Die Nikon Telekonverter passen mechanisch nicht, da sie
eine Nase "Marketing-Nase" am Bajonet haben, die die Montage verhindert.

Man kann aber einen Teleconverter für Sigma (natürlich mit Nikon Bajonet)
verwenden. Mit dem 1,4 fach Teleconverter habe ich es ausprobiert.
Da das 70-300 am langen Ende eine geringere Schärfeleistung hat,
wird das durch den Teleconverter noch verstärkt.
Man kann damit fotografieren, aber Schärfewunder sollte man nicht erwarten.

Durch den Teleconverter landet aber auch weniger Licht auf dem
Sensor. Bei einem 1,4 fach Teleconverter ist man dann bei Blende 8
bei einen 2-fach bei Blende 11. Der Autofokus ist bei der D90 nur bis
Blende 5,6 spezifiziert. Andere Nikon-Kameras (D200, D300, D700) sind
da tolerant und der AF geht auch noch bei Blende 8, jedoch langsamer
und mit geringerer Treffsicherheit.

Wenn es unbedingt ein Teleconverter sein soll, dann maximal ein
1,4 fach von Sigma (oder Kenko) aber nicht von Nikon als Notbehelf.
Bitte bedenke dabei auch, dass durch atmosphärische Einflüsse (Luftflimmern),
die Bildschärfe über größere Distanzen stark abnimmt.
Mehr Brennweite vergrößert nur die Unschärfe durch das Luftflimmern.
Daher verwende ich die langen Tüten in erster Linie um kleine
Tiere (Vögel, Agamen, Mangusten) groß rauszubringen bzw.
für Tierportraits und Detailaufnahmen (z.B. das Auge des Löwen).
Für große Tiere sind 70-300 am Crop schon sehr gut geeignet.
Ich würde auch versuchen beim 70-300 die 300mm nicht immer voll auszunutzen.
Die Schärfe ist bei 250mm deutlich höher als bei 300!

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
649 Beiträge · seit 200705. Juli 2012 · #20
Hallo,

meine Meinung zu Telekonvertern oder s..teueren, starken Zooms ist: lieber in die Auflösung der Kamera investieren und die Bilder später beschneiden.
Ich habe einmal mit Konverter rumprobiert und es dann ganz schnell gelassen. Schärfe war miserabel und die Farben flau. Per Hand scharf zu stellen hat genauso wenig funktioniert, da ich dafür zu langsam und/oder sich die Tiere zu schnell bewegt haben.

Ich kenne die Auflösung Deiner Kamera nicht (ich nutzte Canon) - aber meist schadet es nicht, wenn noch ein wenig Platz um das Motiv drum herum ist, da der Ausschnitt eh nicht auf den Punkt sitzt. Plus: Bei der Nachbearbeitung hat man für den Schnitt so noch ein paar Variationsmöglichkeiten mehr. Bei den 18 Megapixel bei meiner Canon 7d kann ich den Bildausschnitt noch deutlich verkleinern. Um diesen Ausschnitt mit meinem Zoom zu erreichen, würde ich dafür tauschende von Euoronen investieren müssen.....

Vorraussetzung ist: Bild muss scharf sein und Fokus muss auf den Punkt sitzten. Wenn ich den Schärfeverlauf bzw. den kleinen Schärfebereich eines richtig dicken Zooms auf meinem Bild haben möchte, dann mache ich einfach die Blende weiter auf. Gleicher Effekt und auch deutlich billiger...

LG elli