DEderfranzThemenstarter3 Beiträge · seit 201221. Juni 2012 · #1Großes Lob erstmal an dieses Forum.Habe hier schon zahlreiche Tips bekommen für unsere Namibia-Planungen!
Wir (beide um die 60) beginnen gerade mit den Planungen unserer zweiten Namibia-Reise im Oktober 2013,diesmal ganz mutig alleine mit normalem PKW als Lodgehopper unterwegs.Die 1. Reise unternahmen wir vor 2 Jahren mit einer Kleingruppe.
Nach Lektüre der einschlägigen Reiseführer und ausgiebigem Mitlesen im Forum könnten wir uns folgende Route vorstellen:
1 Ü im Süden Windhoeks Rtg. Kalahari
1 Ü Keetmanshoop,wo wir gern im Abendlicht den Köcherbaumwald besuchen möchten
2 Ü auf einer Gästefarm an der D 707
2 Ü in Sesriem
3 Ü Swakopmund
2 Ü Twyfelfontain Lodge oder vergleichbares
2 Ü Camp Dolomite Etosha
1 Ü Okaukuejo
1 Ü Halali
1 Ü außerhalb Etosha Ost
3 Ü Erongogebiet(z.B. Aiaiba, Hohenstein…)
Und schon sind 3 Wochen Urlaub rum
Was meint ihr,macht diese Runde Sinn?Sind die Tagesetappen machbar?Gibt es Verbesserungsvorschläge?Unterkunftsempfehlungen?
Kann man die D707 von Keetmanshoop als Tagesetappe gut schaffen?
Interessant hört sich auch „Alte Kalkofen" an,aber sind die 90 km dorthin von Keetmanshoop nach Sonnenuntergang zu schaffen?Bisher haben wir uns wenn wir alleine unterwegs waren immer daran gehalten,nicht nach Dunkelheit zu fahren (z.B.in Südafrika).
Ein weiteres Fragezeichen schwebt für uns über den letzten 3 Nächten.Hier möchten wir gern in toller Landschaft gemütlich den Urlaub ausklingen lassen,aber macht der Bogen ins Erongogebiet nach Etosha Sinn?Und ist es von dort zu schaffen,den Abendflug ab Windhoek zu erreichen?
Danke für alle Empfehlungen und Einschätzungen!
Der Franz
Hanne6'152 Beiträge · seit 200622. Juni 2012 · #2Hallo Franz,
erstmals herzlich willkommen hier im Forum.
Zu Deiner Route - ist eine stressfreie Tour - die Streckenabschnitte sind nicht
zu lang. Ich würde nach Sonnenuntergang nicht noch fahren- also bleib bei den
Köcherbäumen. Kürze die 3 Nächte am Abschluss - Erongo -Windhuk kein Problem-
ich würde trotzdem näher an Windhuk mir was suchen - es kann gerade dann
einen Platten geben - Autoübergabe muss mit eingerechnet werden - man wird
dann schon leicht nervös. .Finde der Abflugtag sollte stressfrei sein.
Bisher wurde die Tweifelfontein nicht so gelobt, sie ist halt auch in die
Jahre gekommen - ich würde in diesem Falle die Damara Mopane Lodge -gehört
zu Gondwana - vorziehen.
Am Anfang in der Kalahari plane 2 Übernachtungen ein- denn am Ankunftstag
kommt man nicht immer wie geplant zeitlich weg. Kann grad eine Verspätung
beim Flug sein, so hast Du ein Luftpolster.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Info-Namibia497 Beiträge · seit 201222. Juni 2012 · #3Hallo Franz.
Die Tour klingt sehr entschleunigt und gut durchführbar, auch wenn man mit ein paar Ausnahmen erst gegen 11Uhr am Morgen losfährt. Hier meine Vorschläge für Übernachtungen:
1 Ü im Süden Windhoeks Rtg. Kalahari - Kalahri Anib Lodge oder Farmhouse
1 Ü Keetmanshoop,wo wir gern im Abendlicht den Köcherbaumwald besuchen möchten - Mesosaurus Fossilien Camp
2 Ü auf einer Gästefarm an der D 707 - Farm Namtib
2 Ü in Sesriem - Sossus Dune Lodge oder Hoodia Desert Lodge
3 Ü Swakopmund - A La Mer, Secret Garden (da aber im Luxuszimmer) oder Cornerstone Guesthouse
2 Ü Twyfelfontain Lodge oder vergleichbares - Je nach Preislage. Mowani Camp, wyfelfontein Lodge oder Mopane Lodge
2 Ü Camp Dolomite Etosha - Super, aber da reicht eigentlich 1 Nacht.
1 Ü Okaukuejo - Okay
1 Ü Halali - Okay
1 Ü außerhalb Etosha Ost - Onguma oder Mokuti
3 Ü Erongogebiet(z.B. Aiaiba, Hohenstein…) - Erongo Wilderness Lodge oder AiAiba.
Letzte Nacht vielleicht eher Okomitundu.
Liebe Grüße,
Sebastian
joli3'491 Beiträge · seit 200622. Juni 2012 · #4Hallo Franz,
für eine wirklich entspannte Reise habt Ihr Euch mM nach zu viel vorgenommen - auch, wenn alle anderen anderer Meinung sind. Es geht zwar durchaus so, wie geplant, aber Ihr seid zu hektisch unterwegs.
- Kalahari: meine Empfehlung wäre die Bagatelle Lodge.Aber: gleich am Ankunftstag 200 km zu fahren, ist vielleicht etwas viel. Außerdem ist Bagatelle für nur eine Nacht zu schade. Alternative: Oanob Dam - ist dichter dran ( nur 100 km )und ist von Lage und Umgebung her hervorragend geeignet, sich einzugewöhnen.Aber auch für Oanob solltet Ihr Euch 2 Nächte Zeit nehmen.
- Keetmanshoop: Ihr könntet am frühen Nachmittag dort ankommen und hättet genug Zeit für Giants Playground und Köcherbaumwald. Auch im richtigen Licht. Aber Ihr solltet dann nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit weiter als bis Keetmanshoop fahren. Vorschlag: Pension Gessert.1 Nacht sollte reichen, da Keetmanshoop nicht so der Renner ist.
- Keetmanshoop - Tirasberge / D707 ist zwar an einem Tag machbar, aber eigentlich nicht zu empfehlen, weil Ihr zumindest 2 schöne Ziele auslassen müsstet - Naute Dam/ Fish-River-Canyon und Klein Aus Vista. Am Fish-River ist das Canyon Roadhouse eine gut gelegene und sehr originelle Unterkunft ( 1 Nacht) und in Klein Aus Vista das Eagles Nest ( unbedingt 2 Nächte), zumal Ihr von dort aus einen Tagesausflug nach Lüderitz/ Kolmanskuppe machen könntet.
- Aus - Tirasberge/D707:mein Favorit in den Tirasbergen ist Koiimasis Fest In Fels. Wunderschöne Lage, Gutes Essen, freundlicher Service und originelle Unterkünfte. Was will man mehr.Aber unbedingt 2 Nächte bleiben.
- Tirasberge - Sossusvlei: meine Empfehlung dort ist die Sossusvlei Lodge, weil dort Preis und Leistung stimmen. Die Sossus Dune Lodge halte ich dagegen für hemmungslos überteuert und auch wegen der sehr langen Wege für weniger empfehlenswert. Sie hat allerdings den Vorteil, dass man sich nicht an der allmorgendlichen Wettfahrt zum Vlei beteiligen muss - man kann von der Dune Lodge aus früher aufbrechen, um den Sonnenaufgang im Vlei zu erleben.Ob Euch das die sonstigen Lage- und Service-Mängel der Dune Lodge wert ist, müsst Ihr entscheiden.
- Sossusvlei-Swakopmund: meine besondere Unterkunftsempfehlung für Swakopmund ist " The Stiltz" - eine Pfahlbau-Anlage über der Swakopmündung. Das hat schon etwas Besonderes.
Bis hierher hätten wir schon 14 Tage "verbraten", ohne irgendwo gebummelt zu haben.Wenn Ihr jetzt noch Etosha mit hinein nehmen wollt ( was ich im Oktober gut verstehen könnte ), dann habt Ihr aber nicht mehr viel Zeit, d.h. Swakopmund-Okaukuejo mit einer Zwischenübernachtung im Erongogebirge, 2 Nächte Okaukuejo, 2 Nächte Halali und zurück nach Windhoek mit einer Zwischenübernachtung in der Nähe von Windhoek.Aber ich gebe zu, dass der Schluss der Reise irgendwie "überhastet" ist. 2 Nächte mehr wären von großem Vorteil, weil Ihr auf dem Wege nach Windhoek durch Stops auf Onguma (Tree Top Camp) oder Okonjima nochmal krönende Höhepunkte setzen könntet.
Gruß Joli
DEderfranzThemenstarter3 Beiträge · seit 201222. Juni 2012 · #5Ganz großen Dank an Euch für diese Empfehlungen.Da lagen wir ja mit unserer Einschätzung nicht im dunkeln zu fahren wohl ganz richtig.Wir werden also nach dem Besuch des Köcherbaumwaldes in Keetmanshoop bleiben und uns dort einmal die empfohlenen Unterkünfte anschauen.
Am ersten Tag wollen wir eigentlich nicht direkt bis in die Kalahari,sondern gerne näher bei Windhoek bleiben.Hier im Forum wurde gelegentlich schon die Auas Game Lodge empfohlen?Oder gibt es empfehlenswerte Alternativen?
Da wir den Fish River und auch Lüderitz bereits kennengelernt haben,wollen wir dies diesmal aussparen damit wir eben nicht hektisch unterwegs sein müssen,lieber Joli.Aber die D707 sollte unbedingt auf der Route liegen.Koiimasis Fest habe ich bereits in die engere Auswahl genommen – danke für den Tip.
Außerdem werden wir eventuell deiner Empfehlung,liebe Hanne folgen und die letzte Nacht doch näher an Windhoek planen um keinen Stress zu bekommen.Obwohl wir eigentlich gerne mit dem letzten Eindruck des Erongogebirges in die Heimat zurückkehren würden.Es scheint zwar schwierig,nach Etosha nochmals einen letzten Höhepunkt ans Ende der Route zu setzen,aber vielleicht habt ihr ja noch Empfehlungen für eine tolle letzte Nacht/Tag nahe Windhoek?Ganz schrecklich finde ichnämlich den Gedanken,mit einer letzten „Zwischenübernachtung“ zu enden,nur weil dies praktisch ist aber leider nicht schön,wenn ihr versteht was ich meine.So nach dem Motto:der letzte Eindruck bleibt.Und gerade deshalb hatten wir eigentlich AiAiba o.ä.als letzte Station eingeplant.
Vielleicht gibt es diesbezüglich ja von Euch noch Vorschläge?
Ich bedanke mich sehr bei Euch!
Der Franz
Travelboy705 Beiträge · seit 201022. Juni 2012 · #6Hallo Franz,
ich finde den Tourvorschlag von Sebastian super, hier noch einige Überlegungen dazu.
1 Ü im Süden Windhoeks Rtg. Kalahari - Kalahri Anib Lodge oder Farmhouse
Anib Lodge ist ein toller Einstieg, man kann auf dem Farmgelände einige Wanderwege gehen und der Sundowner auf den roten Dünen ist ein super Fotoerlebnis.
1 Ü Keetmanshoop,wo wir gern im Abendlicht den Köcherbaumwald besuchen möchten - Mesosaurus Fossilien Camp
Mesosaurus ist sehr URIG tolle Köcherbäume und Wandermöglichkeiten auf dem Gelände.
2 Ü auf einer Gästefarm an der D 707 - Farm Namtib
Tja da würde ich zur Tiras Farm, C13, nördl. der Abzweigung 707
bei Klaus-Peter und Anita Koch übernachten.
2 Ü in Sesriem - Sossus Dune Lodge oder Hoodia Desert Lodge
3 Ü Swakopmund - A La Mer, Secret Garden (da aber im Luxuszimmer) oder Cornerstone Guesthouse
oder zur alten Brücke, liegt direkt am Meer, hat schöne Gästehäuser und ihr seid in 5 Minuten zu Fuß in der Innenstadt.
der Rest ist ok.
SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.