Essen - selber kochen oder essen gehen?

11 Antworten · 7'783 Aufrufe · gestartet 31. Mai 2012 von TinaO
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201231. Mai 2012 · #1
Hallo,
wir starten im August mit unserem 5 jährigem Sohn für 3 Wochen nach Namibia.
Die meiste Zeit werden wir auf Campingplätzen verbringen.
Jetzt stellt sich aber für uns die Frage: Selber kochen oder in den Lodges essen gehen?
Wir haben zwar schon viel Campingerfahrung - allerdings nicht in Namibia und sind und jetzt nicht so sicher, wie das mit Frühstück/Abendessen klappt, bzgl. Kälte, frühe Dunkelheit....
Tina
3'175 Beiträge · seit 200601. Juni 2012 · #2
Hallo Tina!

Da spielen verschieden Faktoren eine Rolle.
Wenn man immer rechtzeitig ankommt ist e meist ganz lustig selber was zu kochen. Bei spaeter Ankunft ist es natuerlich einfacher im Resaturant zu essen. Also die Mittagsbrotzeit wuerde ich in der Regel selber machen. Fruehstueck eher auch, kommt alles auch auf den Zeitplan an. Vergiss nicht dass nicht alle Lodges ein ala Carte Restaurant haben und man bei vielen das Esssen vorher anmelden muss
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
359 Beiträge · seit 201001. Juni 2012 · #3
Hallo Tina,

also wir mit unseren beiden (2 und 6) kochen bzw. braaien meist selber. Das Essen in den meisten Lodges fängt einfach viel zu spät (ab 19.00 Uhr)an. Außerdem ist Namibia nun wirklich kein kulinarisches Paradies (kommt aber auch auf die Unterkunft an).

Im August wird es zwar schon langsam wärmer, aber morgens kann es empfindlich kalt sein. Bei uns gibt es dann meist Hot Oats (Aufkochhaferflocken gibt es hier in verschiedenen Variationen). Tagsüber Obst, Gemüse, Brot und viel Wasser. Abends braaien (für die Kinder Würstchen, nichts eingelegtes denn hier ist fast alles scharf gewürzt und Kartoffeln und Gemüse in Alufolie; am besten früh das Holz anmachen, anfangen zu braaien und warmhalten im Potje), gut geht hier auch Kartoffelbrei, Nudeln sowieso (Nudelsoßen sind sehr teuer). Reis dauert beim Campen einfach zu lange.

Gruß aus Windhoek
Kowo
Gast01. Juni 2012 · #4
Hallo,

ich kenne Eure Tour nicht, aber es gibt auch Lodges, in denen Camper im Restaurant nicht gern gesehen sind. 2-Klassen-Gesellschalt eben 😉 Es wird abends nicht schlagartig kalt und man kann sich auch ein nettes, wärmendes Feuer machen. Ob dunkel oder nicht, spielt für uns keine große Rolle.

Wenn es uns morgens zu kalt ist, bekommt Sohnemann nur eine Banane o.ä. Wir fahren dann erst einmal los und suchen uns unterwegs ein schönes Plätzchen zum Frühstücken.

Beste Grüße

Guido
180 Beiträge · seit 201001. Juni 2012 · #5
Hallo Tina
Wir haben letztes Jahr im Juli mit unseren Kids vier Wochen campiert und immer selber gekocht. Wir haben aber auch das eine oder andere Mal in einer günstigen Lodge oder auf einer Guestfarm übernachtet und uns dort kulinarisch verwöhnen lassen.
Abends haben wir schon um 17/18 Uhr das Feuer angezündet (es hat auf jeder Campsite einen Grill, manchmal kann man Holz vor Ort kaufen, aber wir hatten immer unseren eigenen Vorrat dabei), dann einen Salat (Eisberg/Gurke/Tomate/Büchsenmais) gemacht, Wasser auf dem Gaskocher heiss gemacht für Nudeln oder Reis und eine Dose gehackte Tomaten für eine Sauce mit Kräutern. Dann das Game auf den Grill und für die Kids auch mal eine Wurst, die auch uns Erwachsenen geschmeckt hat. Zum Kochen nützlich war eine Stirnlampe.
Das Frühstück war dann eher eine etwas kühle Angelegenheit, zum Teil noch bei Minusgraden, aber das macht ja auch das Abenteuer und Besondere aus bei einer solchen Reise.
Nur im Etosha haben wir einmal im Restaurant gefrühstückt, da wir schnell aufbrechen wollten.
Geniesst es, draussen zu sein mit eurem Sohn, auch wenn es nicht immer ganz so angenehm ist wie zu Hause.
Jacqueline
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785 Beiträge · seit 200801. Juni 2012 · #6
Hi,


ich finde, dass ist garnicht so leicht zu beantworten, da gehen halt die Geschmäcker auseinander, der eine kocht gerne beim Campen und das Kochen ist ein großer Bestandteil der ganzen Sache, der Andere mag es halt nunmal garnicht und geht halb lieber essen!

Wir selbst kochen gerne auf der Tour, ist auch für die Kinder immer wieder nett was am Feuer zu brutzeln, wenn allerdings ein nettes Restorant vor Ort ist, dann sind wir auch nicht abgeneigt dort auch mal zu essen.

Vielleicht währe für euch ein Kompromiss das beste, seid mal für selber kochen ausgerüstet, somit seid ihr auch unabhängiger und entscheidet einfach spontan vor Ort was ihr dann an jedem einzelnen Tag macht.

Viele Grüße und viel spaß beim Reisen


Markus
655 Beiträge · seit 200601. Juni 2012 · #7
Liebe Tina,
falls Euer Sohn das mag: abends Milchreis 1x aufkochen, Topf in eine Decke o.ä. fest einwickeln, morgens ist der Reis fertig und auch noch warm.
Für unterwegs haben wir eine "Tagesbox", die steht greifbar in der Mitte. Da hatten wir für die Enkel Tee in der Thermoskanne, für uns Kaffee, und Kekse, Obst, manchmal Brote, usw.
Ich liebe es, unterwegs zu kochen (auch Brot selbst zu backen) und ortstypische Produkte auszuprobieren. Aber das ist bei straffem Zeitplan eher nicht möglich.
Für nachts packt dem Sohnemann eine Wollmütze ein.
Lb Gruß und gute Fahrt von Helga
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201201. Juni 2012 · #8
Hi,
danke für die Antworten. Wir werden auf jeden Fall auch selber kochen (da wir Vegetarier sind - ja ja ich weiß Namibia und Vegetarier lustige Sache - ist es oft einfacher). Ich hatte nur die Befürchtung, dass es schon ab 18 Uhr zu dunkel und kalt zum Kochen ist.
Frühstücken werden wir dann wahrscheinlich auch meist selber machen.
Wir fahren erst südlich Richtung Kalahari, dann Sossuvlei, Swakoopmund, Etosha, Waterberg, alles mit genug Zeit und Übernachtungen um zeitig anzukommen.
Meistens auf Campingplätzen. Alle paar Tage in einer Lodge, dann werden wir auch das Essen dazu buchen.
1'723 Beiträge · seit 200901. Juni 2012 · #9
hallo

ich geb dazu auch mal meinen senf ab .. kaelte und dunkelheit sind nicht so sehr das problem, sondern eher, wie ich finde ein plus.. das macht einfach auch das caming gefuehl aus ..
ihr macht ein tolles feuer .. und selbst wenn einem frisch ist .. ein pulli und schoen nah ran ans feuer .; das ist dann abenteuer.. und die dunkelheit.. : auf den meisten camping plaetzen habt ihr strom fuer die lampen, die autos sind mit batterie lampen ausgestattet .. und naja ist halt auch lustig im dunklen zu kochen.

wir gehen dennoch ab und an ins resto, vor allem wenn wir stadt nah sind (swakop, walvis bay oder windhoek .. ).

viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
2'048 Beiträge · seit 200701. Juni 2012 · #10
Hallo Tina,
einen Punkt möchte ich noch zusätzlich ansprechen:
Ich campiere viel, bin aber oft auch alleine unterwegs. Hierdurch ist der Aufwand für selber kochen unverhältnismäßig hoch, weshalb ich auch immer wieder nach einem Dinner in der Lodge frage. Das ist für mich kein Problem, da ich im Bodenzelt schlafe. Aber meist muss ich einige km mit dem Auto zur Lodge fahren, da Campinggäste oft mit räumlicher Distanz untergebracht sind. Wenn ihr aber mit Dachzelt unterwegs seid, dann wird das so oft gar nicht möglich sein, ihr müßtet dann ja nach dem Dinner erst aufbauen bevor ihr die Kinder zum schlafen bringen könntet.
Und das mit den Gästen 2. Klasse wurde schon gesagt. Naja, die Besitzer schauen eben schon, mit wem sie wieviel Geld einnehmen können. In vielen Gegenden muss es auch vorbereitet sein, d.h. die Farmen müssen mit ihren Vorräten langfristiger planen als wir es gewohnt sind. Da sind zusätzliche, ungeplante Gäste eben ein Problem
In manchen Fällen (z.B. Kooimasis /Fest-im-Fels) sind Campingplatz und Lodge sogar von verschiedenen Betreibern, haben also direkt gar nichts miteinander zu tun.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Gast13. Juli 2012 · #11
An deiner Stelle würde ich gar nicht so viel planen denn in namibia gibt es ein Sprichwort der sehr gut zutrifft meiner Meinung nach: "In Deutschland brauchst du einen Plan A wenn der nicht funktioniert einen Plan B, In Namibia brauchst du einen Plan A sowie B,C,D,E,F... "

In anderen Worten, wenn ihr die Möglichkeit geht essen. Wenn ihr Lodges oder Gästefarmen gebucht haben solltet, meldet das bitte an, dass ihr mitessen wollt und das ihr Vegetraier seid. Im Normalfall wird euch dann ein Alternativgericht ohne Aufpreis zur Verfügung gestellt. Dennoch würde ich immer so viele Lebensmittel im Auto haben, so das ihr im Notfall Selbstversorger sein könnt. Was ihr daraus macht ist eure Entscheidung. Wenn ihr selber kochen woll, so seh ich das aus deinem letzten Post, versucht doch mal Milipap. Das ist Maismehl und schmeckt mit einer selbsgemachten Sosse vorzüglich. Und es ist Landestypisch.

MFG
410 Beiträge · seit 200714. Juli 2012 · #12
Hallo Tina,

An Eurer Stelle würden wir uns meistens selbst verpflegen.
Wir finden gerade abends das Lagerfeuer ( kann man ja auch ohne Fleisch machen 🙂 als schönen Tagesabschluss. Auch das kochen mit Stirnlampe gehört für uns in Afrika zu den besonderen Erlebnissen ...wir gehen nie essen weil wir die Einsamkeit am Lagerfeuer genießen. Aber das mag eben jeder anders....
Planen muss man die Selbstverpflegung allerdings schon ein bisschen, da die Einkaufsmöglichkeiten in Namibia unterwegs aus unserer Sicht nicht immer optimal sind; so muss man meist für mehrere Tage planen und einkaufen.

Viel Spaß noch bei der Planung
Gruß Schnuppe