Routeninfos Kaokofeld

12 Antworten · 5'039 Aufrufe · gestartet 18. Mai 2012 von Matondu
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201218. Mai 2012 · #1
Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

seit ich letztes Jahr meinen ersten Trip durch Namibia und Botswana gemacht habe bin ich stiller Mitleser. Jetzt muss ich aber doch mal Piep machen und um Hilfe bitten.

Meine Freundin arbeitet in der Individualreisebranche mit Spezialisierung aufs südliche Afrika. Daher haben wir einen sehr spontanen Trip ab nächster Woche auf die Beine stellen können. Halb Lodging, halb Campen.
Nachdem wir letztes Jahr durch den Khaudom, Caprivi, Moremi, Salzpfannen gefahren sind, möchten wir dieses mal einen offroad Abstecher ins Kaokofeld machen.
Wir haben schon viel im Forum über mögliche Routen gelesen, aber ich muss zugeben dass ich noch recht verwirrt bin und hin und hergerissen darüber was mit nur einem Auto machbar/sinnvoll ist.
Wir starten am 30. Mai ab der Grootberglodge unseren Dachzelt-Trip mit einem Hilux.
Dann haben wir 6 Tage bis wir am 5.Juni im Dolomite Bush Chalet aufschlagen sollten.

Wir wären zwar beide ganz heiß darauf den Van Zyls zu fahren und trauen uns das auch zu, sind aber auch vernünftig genug einzusehen dass das alleine nicht allzu schlau wäre.

Deshalb auch noch ein kleiner Zwischenruf: Ist zur selben Zeit evtl. jemand in der Gegend unterwegs der den Pass fährt und dem wir uns evtl. anschließen dürften? Bringen Allraderfahrung, Bergegurt, innere Gelassenheit und gute Laune mit.


Was ist in den 6 Tagen im Kaokofeld machbar? Wir haben kein Problem damit auch mal lange Strecken jenseits der 8 Stunden runterzureissen wenn es sich lohnt oder notwendig ist. Natürlch wollen wir trotzdem Urlaub, aber wir haben davor und danach noch einige chill Nächte in gemütlichen Lodges.

In der Annahme dass wir alleine bleiben haben wir mal grob folgende Strecke in Erwägung gezogen. Ich würde mich freuen wenn Leute mit Erfahrung in der Ecke was dazu sagen könnten.
Noch recht rudimentär ich weiß, aber ich hoffe dass ich dieses Wochenende noch eine Strecke herauskristalisiert bekommen, bevor wir am Mittwoch losfliegen 🙂
Ist es realistisch in dieser Zeit noch ein Stück Marienflußtal mitzunehmen?

Grootberg Lodge >
Sesfontain
Hoanib
Amspoort
Purros
Hoarusib
Khumib
Marble
Kunene
Opuwo (ohne Van Zyls)
Galton Gate (dolomite chalet)

Würde mich über tips und Hinweise zu aktuellen Routenbedingungen freuen.
Vor allem wie es momentan mit der befahrbarkeit des Hoanib aussieht.

Danke im Voraus

Mark
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2012
Gast18. Mai 2012 · #2
Hallo,
Matondu schrieb:Wir wären zwar beide ganz heiß darauf den Van Zyls zu fahren
Warum? Das werde ich nie verstehen. Das ist sicher nicht der allerschönste Platz von Namibia und spektakuläre Tiersichtungen machst Du da auch nicht. Bloß um nachher sagen zu können, dass Du den van-Zyls gefahren bist? Naja, ist natürlich Eure Entscheidung. Fall Ihr mit Mietwagen unterwegs seid, würde ich die Route auch mit dem Vermieter abklären.
Matondu schrieb:
Grootberg Lodge
Sesfontain
Hoanib
Amspoort
Purros
Hoarusib
Khumib
Marble
Kunene
Ich bin genau das vor knapp 2 Wochen gefahren. Wenn man hinter Sesfontein direkt zum Hoanib fährt, muss man aktuell durch eine ca. 50 Meter lange Matschstelle. Geht aber.

Hoanib ist in der Regenzeit nicht gelaufen. Steckt der Verkehr von einem Jahr drin. Nerviges Wellblech, aber ansonsten einfach zu fahren.

Im Hoarusib südwestlich von Purros musst Du ca. 10-20 mal durchs Wasser fahren. Ist aber alles problemlos möglich. Seitdem die Löwen dort letztes Jahr vergiftet worden, ist die grüne Oase nun Weidefläche für hunderte Rinder und Ziegen. Wildtiere findet man da kaum noch. Schade.

Hoarusib nördlich von Purros und Khumib sind einfach zu fahren. Man wird halt hier und da gerüttelt und geschüttelt.

Bei der Marble Campsite gibt es das neue Etambura Camp. Von der Marble Campsite bis Red Drum war es recht übel. Siehe Fotos - wobei das auf den Fotos wahrscheinlich nicht so rüber kommt. Van-Zyls sieht auf Fotos meist auch recht harmlos aus... Ich bin zurück lieber außen rum an der Skelettküste lang gefahren.

01842_m.jpg


01844_m.jpg



Explizit abraten möchte ich von 2 Strecken in der Region:

Das eine ist die D3707 westlich von Purros. Da ist kein Wellblech. Das sind Treppen. In T4A findet sich dazu der nette POI "Here you will brake your shocks and springs." Mehr muss man dazu nicht sagen.

Das andere ist der Hoarusib nördlich des Abzweiges zum Khumib bis an die D3707. Wir hatten das ursprünglich nicht geplant. Man findet auch kaum Infos über die Strecke, weil das offenbar kaum jemand fährt. Aus gutem Grund. Wir haben 12 Stunden für 48 km gebraucht. Abwechselnd grobes Geröll, fieser Tiefsand und saftiger Matsch. x-mal festgefahren. Wenn man das fahren will, sollte man in Fließrichtung also von Nord nach Süd fahren. Dann fährt man an diversen Absätzen abwärts, statt wie wir aufwärts.

Beste Grüße

Guido

PS: An die Basics, d.h. ausreichend Getränke und Lebensmittel sowie ggf. ein Satfon wirst Du sicher denken. Es hat in der Gegend dieses Jahr nicht geregnet. Entsprechend gibt es kein frisches Gras und nicht ganz so viele Tiere.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2012
Themenstarter11 Beiträge · seit 201218. Mai 2012 · #3
Guido:
Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Infos. Ich liebe dieses Forum und die Mitglieder! Echt bewundernswert. Ich werde versuchen mich zu revanchieren und Euch nach unserem Trip auch an unserern Erfahrungen teilhaben lassen.

Nachdem ich mich jetzt noch ein bisschen schlauer gemacht habe unter Berücksichtigung Deiner Hinweise hab ich einige neue Unklarheiten und Fragen.

Du hast natürlich recht das man den Pass auch einfach meiden kann. Hat sicher auch was mit Ego und Herausforderung zu tun. Geb ich zu. Die Route wäre kein Problem. Wir haben den Hilux von Britz und die bieten selbst eine geführte Fahrt da durch an. Aber rein Zeitmäßig passt es eigentlich eh kaum in unseren Trip.

Also zurück zur realistischen Route.

Ich bin mir ernsthaft am überlegen ob es nicht Sinn macht die Strecke andersherum zu fahren und ein wenig anders.

Also
Grootberg
Camp Aussiche zu Markus Steiner
Opuwo
das Stück wieder runter und Richtung Westen nach Orupembe mit Stop in Marble
Ein Stück nach Norden für eine Nacht ins Marienflußtal (wie ist die Strecke? Wie lange braucht man? Camp Empfehlung?)
Dann wieder nach Süden über Orupembe in Richtung Puros.
Hier sagst Du dass die D3707 Verbindung so schlecht sei.
Hier also den Khumbib und dann den Haarusbib Flußabwärts bis Puros!? Laut T4A sind das aber auch gut 7- 8 Stunden. Aber die Treppen werden wahrscheinlich nicht schneller sein ?
Ich nehme an dass du die Info über die 3707 auch von Anderen hast und nicht beide Routen selbst gefahren bist?

In dem Fall und unter Berücksichtigung der traurigen Nachricht mit den vergifteten Löwen würden wir den Abstecher Richtung Amspoort auslassen.
Von Puros dann über Sesfontain mit einem Bad in den heissen Quellen zurück Richtung Dolomite.
Macht es hier Sinn nicht oben herum über Omuramba zum Galton Gate zu fahren sondern durch die Khowareb Schlucht? Kommt man da durch?

Leider hab ich noch keine genaue Angabe gefunden wo die RedDrum genau steht. Daher kann ich Deine Aussage dass zwischen Marble und RedDrum die Strecke schlecht sein nicht einschätzen. Was heisst "recht übel"? Wie lange ist diese Strecke?
(Sorry für die blöden Fragen)

Und Ja, die Basics sind fundamental. Extra Wasser, Extra Diesel, Extra Ausrüstung. Ausser das SAT Phone. Daruaf werden wir dieses mal allerdings verzichten. Zu kurzfristig und zu viel Kaution. Wird ersetzt durch eine extra Portion gesunden Menschenverstands.

Wäre Dir unheimlich Dankbar wenn Du noch ein Feedback zu meinen Überlegungen geben könntest!

Vielen Dank und beste Grüße aus dem Schwarzwald.
Mark
1'667 Beiträge · seit 200918. Mai 2012 · #4
Hallo, Mark

wir hatten das Glück, die Löwen im Hoarusib noch gesehen zu haben.
Aber auch ohne Löwen lohnt sich die Gegend.
Ich würde von Purros nach Amspoort fahren, eine Nacht im Hoanib schlafen, und dann nach Sesfontein fahren.
Du fährst durch völlige Einsamkeit....wunderschön.

LG
Birgitt
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51 Beiträge · seit 201118. Mai 2012 · #5
Hi , da will ich doch auch mal kurz mitmischen

🙂

Ich möchte Guido zustimmen, wir waren im April dort und es war super trocken, weil die Regenzeit ohne regen dieses Jahr stattgefunden hat.

Ich möchte dir/euch aber eine ganz wunderbare Übernachtungsmöglichkeit ans Herz legen, wenn ihr in der Sesfontein Gegend seid. Fahrt nach Warmquelle und sucht das ONGONGO camp! das ist so unfassbar schön, mit Wasserfall und natürlichem Pool! Nehmt die Mühe auf euch und fahrt direkt runter in den Fluss, quert in kurz, dann könnt ihr direkt am Pool campen!

Wenn ihr das nicht möchtet, gibt es oben am Hang einen der schönsten Sonnenuntergänge, den wir in Namibia gesehen haben. Einfach Magisch!

Definitiv ein großer Ort!

Ach ja, es gibt auch Dusche/Klo!
🙂

Ich wünsche euch eine tolle Zeit
Nic
Namibia vom 30. März -15.April 2012 ich möchte zurück!
51 Beiträge · seit 201118. Mai 2012 · #6
Bild2.jpg


man kann durchfahren, wenn man denn unbedingt muss ...
Namibia vom 30. März -15.April 2012 ich möchte zurück!
Gast19. Mai 2012 · #7
Hallo,
Matondu schrieb:Hier sagst Du dass die D3707 Verbindung so schlecht sei.
Hier also den Khumbib und dann den Haarusbib Flußabwärts bis Puros!? Laut T4A sind das aber auch gut 7- 8 Stunden. Aber die Treppen werden wahrscheinlich nicht schneller sein ?
Ich nehme an dass du die Info über die 3707 auch von Anderen hast und nicht beide Routen selbst gefahren bist?
Ich bin das selbst gefahren. Der Hoarusib zwischen Purros und der Querverbindung zum Khumib ist in beide Richtungen einfach zu fahren. Dieses Jahr haben wir dort auch Wüstenelefanten gesehen und der Teil der Strecke lohnt schon deshalb, weil es dort fantastische Viewpoints gibt. Fotos von dem Abschnitt aus dem letzten Jahr: http://namibia2011.11-300mm.de/namibia/purros_hoarusib Erst nördlich davon wird der Hoarusib fahrtechnisch häßlich.
Matondu schrieb:In dem Fall und unter Berücksichtigung der traurigen Nachricht mit den vergifteten Löwen würden wir den Abstecher Richtung Amspoort auslassen.
Von Puros dann über Sesfontain mit einem Bad in den heissen Quellen zurück Richtung Dolomite.
Macht es hier Sinn nicht oben herum über Omuramba zum Galton Gate zu fahren sondern durch die Khowareb Schlucht? Kommt man da durch?
Den Hoanib halte ich in der Gegend für das absolute Pflichtprogramm. Landschaftlich wunderschön und wahrscheinlich die höchste Chance Wüstenelefanten zu sehen. Wenn Du den Hoanib fährst, dann kommst Du sowieso nach Amspoort. Dann kannst Du hoch bis an den Hoarusib und weiter nach Purros fahren auch wenn Du in dem Teil des Hoarusib dann vor allem Rinder siehst.
Matondu schrieb:Leider hab ich noch keine genaue Angabe gefunden wo die RedDrum genau steht. Daher kann ich Deine Aussage dass zwischen Marble und RedDrum die Strecke schlecht sein nicht einschätzen. Was heisst "recht übel"?
Felsig, teilweise ausgewaschen und etwas eng. Bietet auch einige Chancen, das Auto zu beschädigen. Sind ca. 25 km. RedDrum findest Du in diversen Karten als Rooidrom.

Khowarib-Schlucht ist befahrbar, aber da kann ich keine eigenen Erfahrungen beisteuern. Das Marienflusstal finde ich landschaftlich sehr schön. Aber alle Anfahrten dahin sind bescheiden. Bei nur 6 Tagen ab Grootberg würde ich mir das klemmen. Der Hoanib hat auch viele interessante Seitentäler (Mudorib nach Süden; Sawurogab, Ganamub, Tsuxub, Obias nach Norden). Außer dem Obias bin ich schon alle gefahren. Für den Mudorib brauchst ein Permit der Palmwag Lodge. Durch die Palmwag Area an den Hoanib zu fahren, wäre dann auch noch eine Option.

Beste Grüße

Guido
51 Beiträge · seit 201119. Mai 2012 · #8
Ihr habt sie gesehen? TOLL! Mann, dann haben wir einfach zu früh abgebrochen!
Naja, nächstes Mal!!!!
Namibia vom 30. März -15.April 2012 ich möchte zurück!
911 Beiträge · seit 200721. Mai 2012 · #9
Guido. schrieb:
Explizit abraten möchte ich von 2 Strecken in der Region:
Das andere ist der Hoarusib nördlich des Abzweiges zum Khumib bis an die D3707. Wir hatten das ursprünglich nicht geplant. Man findet auch kaum Infos über die Strecke, weil das offenbar kaum jemand fährt. Aus gutem Grund. Wir haben 12 Stunden für 48 km gebraucht. Abwechselnd grobes Geröll, fieser Tiefsand und saftiger Matsch. x-mal festgefahren. Wenn man das fahren will, sollte man in Fließrichtung also von Nord nach Süd fahren. Dann fährt man an diversen Absätzen abwärts, statt wie wir aufwärts.
Hallo,
ich schließe mich dem in etwa an. Wir sind im August 2011 diese Strecke von Nord nach Süd gefahren, also abwärts. Es waren keine 12 Stunden, aber 7 Stunden brauchten wir auch.
Viel Geröll, teiwleise sehr enge Passagen um große Felsen herum.
142Namibia2011_07_20.jpg

137Namibia2011_07_20.jpg

139Namibia2011_07_20.jpg

Einmal war die linke Radnabenabdeckung (Plastik) eine Handbreit neben dem linken Felsen, während die rechte Abdeckung am rechten Felsen schrammte und zerbrach.

Wüstenelefanten waren dort auch.
150Namibia2011_07_20.jpg

Ich bin den van Zyls nie gefahren und werde es auch nicht tun, ansonsten aber schon so manche als schwieriger geltende Route. Dies hier war die größte Herausforderung darunter.

Die Route Hoarusib - Amsport - Hoanib sind wir schon mehrfach gefahren und werden das immer wieder tun, wenn wir in der Gegend sind. Traumhafte Landschaften! Bei den Wasserdurchfahrten muss man aufpassen.
188Namibia2011_07_21.jpg



Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
497 Beiträge · seit 201221. Mai 2012 · #10
Hi Helgi,

Äußerst nasser Sand für den August. Das muss wohl am Riesenregenjahr 2011 gelegen haben. Wir sind hochzu die Strecke im Hoarusib von Purros zur D3707 2005 gefahren, da sah es so wie auf deinem Foto Ende Mai aus. War jedenfalls ein tolles Erlebnis und wir haben uns nur zweimal festgefahren.

Ich kann mich an keine allzu engen Passagen erinnern, aber besonders nach einigen starken Regenjahren verändert der Fluss ja auch seinen Charakter. Wir haben ca. 8 Stunden benötigt.

Ich kann die Strecke abenteuerlustigen Menschen empfehlen. Ab Ende August / Anfang September sollte der FLuss normalerweise recht trocken sein.

IMGP0516.JPG
Info-Namibia www.info-namibia.com
Gast21. Mai 2012 · #11
Hallo,

wir sind die Strecke allein angegangen. Als wir uns das erste Mal festgefahren hatten, kam nach 5 Minuten Knud um die Ecke gebogen. Ein deutscher Pensionär, den wir 2 Tage zuvor im Marienflusstal kennen gelernt hatten. Was für ein unfassbares Glück für uns. Knud war mit eigenem Fahrzeug und deutlich besserer Ausrüstung (inkl. Sandbleche etc.) unterwegs, sonst hätten wir die Strecke aktuell nicht geschafft. Wir haben uns gegenseitig öfters rausziehen müssen. Er mich etwas öfters als ich ihn 😉


02189_m.jpg



Ein serienmäßiger Hilux hat beim aktuellen Zustand der Strecke eigentlich zu wenig Bodenfreiheit. Die höher gelegten Safari-Versionen von Asco oder Savanna wären hilfreich. Die Länge des Hilux ist beim Navigieren durch die Geröllfelder auch ein Nachteil und die serienmäßige Federung ist bei 2.5 bis 3 Tonnen Gesamtgewicht viel zu weich. Das Hauptproblem war, das häufig ein grobes Geröllfeld, ein matschiger Abschnitt und ein tiefsandiger Abschnitt direkt hinter einander lagen. Um durch den matschigen Abschnitt zu kommen und den Anstieg im Sand zu schaffen, braucht man etwas Schwung. Den konnte man auf dem Geröllfeld davor aber nicht holen, ohne sich den halben Boden wegzureißen. Die meisten 4x4-Mietwagen haben in Namibia auch Reifen mit Straßenprofil, was es im Schlamm nicht gerade einfacher macht.


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Knud, der mit seinem Auto schon zigtausend Kilometer gefahren ist und es in- und auswendig kennt, hätte das Auto bei einem Anstieg um ein Haar auf die Seite gelegt. Ich hatte schon die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Deshalb würde ich selbst Abenteuerlustigen aktuell weiter von der Strecke abraten. Ich bin kein großer Fan der "nur mit mindestens 2 Autos"-Regel, aber wenn man die Strecke unbedingt fahren will, dann am besten mit 2 Autos und besser von Nord nach Süd.


02193_m.jpg



Nur zur Einordnung: ich bin nicht der große Offroad-Held. Will ich auch nicht sein und ich werde auch nie vorsätzlich den van-Zyls-Pass fahren. Offroad fahren ist für mich nur Mittel zum Zweck und nicht der eigentliche Sinn einer Reise. Wir sind aber auf dieser Tour auch wieder den Ugab, den Huab (vom Desolation Valley/Peters Pool bis Aba Huab), den Hoarusib an anderen Stellen, den Hoanib, den Khumib usw. gefahren. Da raten einige auch von diversen Abschnitten ab, aber das war alles easy im Vergleich zu dem Abschnitt des Hoarusib. Ich hatte gedacht, dass das nicht viel schwieriger als der Rest des Hoarusib sein wird - war aber eine Fehleinschätzung.


02195_m.jpg


Wie man sieht, haben wir teilweise aus Steinen etwas Strecke gebaut, bauen müssen. Für nachfolgende könnte es ein bisschen einfacher sein. Zumindest bis der Hoarusib in dem Bereich das nächste Mal läuft.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2012
Themenstarter11 Beiträge · seit 201222. Mai 2012 · #12
Vielen lieben Dank für alle Hinweise und Ratschläge.
Wir haben unsere Route jetzt einigermaßen fixiert. Nachdem ich folgenden wunderschönen aber auch beängstigenden Blog gelesen habe, haben wir auch noch alle Hebel in Gang gesetzt und kurzfristig doch noch ein Satfon organisiert.

http://djonafricatour.blogspot.de/2011/07/namibia-ii-autopanne-im-kaokoveld.html

Morgen gehts los.
Die ersten drei Tage Trans-Kalahari Walk. Wozu hab ich mich da nur überreden lassen 🙁
20 km gleich am ersten Tag. Laufen war noch nie mein Ding. Wird aber sicherlich wunderschön.

Dann holen wir unseren Rooftent Hilux bei Britz
Hohenstein Lodge.
Campen an der Spitzkoppe
Mowani Mountain Lodge
Grootberg Lodge
Dann die 6 angesprochenen Tage Kontrastprogramm im Kaokofeld
Dolomite Bush Chalet
Vingerclip Lodge
Eine Nacht irgendwo
Zwei Nächte Duestenbrok
Ab nach Hause 🙁

Wenn wir zurück sind werd ich einen kleinen Reisebericht verfassen.
Allen doch daheimbleibenden: durchhalten

Beste Grüße aus dem Schwarzwald
Mark
649 Beiträge · seit 200723. Mai 2012 · #13
Habe interessiert mitglesen - und setzte jetzt mal einen Merker 🙂