Die Frage nach der Fotoausrüstung...

35 Antworten · 11,2k Aufrufe · gestartet 30. Apr. 2012 von Namibia_Planerin
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Themenstarter18 Beiträge · seit 201230. Apr. 2012 · #1
Hallo zusammen

Zum Thema Fotografie habe ich zwar schon einige bestehende Beiträge gelesen, möchte aber doch noch eure konkrete Meinung hören. Mein Mann und ich werden im Juli zum ersten Mal nach Afrika reisen - es geht für 5 Wochen nach Namibia. Mit genügend Zeit wird uns unsere Route mit 4x4 Dachzelt-Jeep sowohl in den Süden bis zur südafrikanischen Grenze, anschliessend bis zur Etosha Pfanne führen. Wir haben eine sehr entspannte Selbstfahrer-Tour zusammengeplant und ich werde deshalb auch Zeit haben, meinem Hobby Fotografie zu frönen. Ich erhoffe mir sowohl schöne Landschaftsbilder wie auch Tierfotos.

Der Einfachheit halber reiste ich bis jetzt mit einem Nikkor 18-200mm Objektiv (an einer Nikon D7000). Das ist zwar praktisch, man muss aber eben mit gewissen Qualitätseinbussen leben (Abbildung, Lichtstärke...). Reizen würde mich nun ein Weitwinkel-Objektiv (wegen der weiten Landschaften, Nikkor oder Tokina), aber auch ein 70-300mm (Nikkor) wäre wohl angebracht, wegen der Tiere.

Meine allerwichtigste Frage deshalb: wie nahe kommt man Tieren im Etosha NP? Ich kann mir die Distanzen so überhaupt nicht vorstellen. Bin ich mit 200mm (x1.5 wegen des Crop-Faktors) schon stark am Anschlag? Doch wie sieht es mit 70mm aus - bin ich da manchmal schon wieder zu nah?
Was ich im Etosha NP nicht möchte, wäre andauernd das Objektiv wechseln zu müssen, weil ich mal mit dem 70-300mm zu nahe dran bin, nachher aber mit dem 18-200mm zu wenig nah ran komme.

Was haltet ihr von Weitwinkel? Tolle Möglichkeiten in den weiten Landschaften, oder eher Gewicht einsparen zugunsten einem lichtstärkeren Mittelfeld-Objektiv (irgendwo im Bereich 18-70mm)?

Ich bin euch sehr dankbar, wenn ihr mir etwas von euren Erfahrungen erzählen könntet.
Vielen Dank und liebe Grüsse
303 Beiträge · seit 200830. Apr. 2012 · #2
Namibia_Planerin schrieb:Meine allerwichtigste Frage deshalb: wie nahe kommt man Tieren im Etosha NP? Ich kann mir die Distanzen so überhaupt nicht vorstellen. Bin ich mit 200mm (x1.5 wegen des Crop-Faktors) schon stark am Anschlag? Doch wie sieht es mit 70mm aus - bin ich da manchmal schon wieder zu nah?
Hallo,

Ich habe mir die Exif-Daten einiger meiner Etosha-Bilder angeschaut und gebe dir einige Hinweise zur Brennweite typischer Motive an. Meine Angaben beziehen sich auf das Vollformat, deine D7000 hat ja einen Crop-Faktor von 1.5, also musst du umrechnen.

Brennweiten von 90-150 mm für Übersichten von an der Strasse liegenden Wasserlöchern, zB. Newbroni. Für die Aufnahme einer ganzen Zebraherde, kleinere Elefantengruppen mit 6-8 Tieren, sucherfüllende Aufnahmen von Giraffe und Oryx.

Brennweite 400mm für Kleingruppen von Zebras und Kudus am Wasser, alle meine Löwenbilder 😉 , Schakal, Khori Bustard, Übersichten von etwas abseits der Strasse liegender Wasserlöcher wie Okondeka. Sucherfüllende Aufnahmen von Springböcken.

Das heisst dein 70-200 Zoom deckt einen interessanten Bereich ab, mehr aber nicht. Falls du auch sucherfüllende Motive oder Tierportraits aufnehmen möchtest brauchst du mehr Btrennweite. 400 mm ist da ideal. Falls du auch kleine Vögel fotografieren möchtest sind 500 mm eigentlich ein Muss.

Für leichten Weitwinkel hättest du ja bereits 18 mm (27mm am Vollformat) zur Verfügung. 14-16 mm Brennweite wäre schön. Das kannst du aber umgehen indem du ein zwei- oder dreiteiliges Panorama machst. Das geht mit etwas Übung noch Freihand und der Nodalpunkt spielt bei Landschaftsaufnahmen eine untergeordnete Rolle.

Lg Walter
87 Beiträge · seit 201130. Apr. 2012 · #3
Hallo,
recht hat er! Brennweite ist meist wichtiger. Sicherlich interessant auch der Weitwinkel, der wiegt doch nichts! Ich würde, um das Wechseln zu ersparen und als zusätzliche Sicherheit auch noch ein zweites Gehäuse mitnehmen. Ich war letztes Jahr mit 2 Gehäusen, einem 10-22, einem 24 - 70 und einem 70-200 plus 2x Telekonverter. Diese Jahr kommt noch ein 100-400 dazu. Klar wäre auch noch eine lichtstarke 500 er Optik interessant.
Bildanteil Nahaufnahmen zu Landschaften und Übersichten ca. 60/40. Der Superweitwinkel ist manchmal Klasse (DeadVlei z.B.) aber den braucht man am wenigsten. Ich würde mich aber totärgern, wenn ich in einer Situation merken würde, das ich genau das Objektiv, welches ich gerade brauchen würde, zu Hause gelassen hätte.
Gruss
Horst
[
222 Beiträge · seit 200630. Apr. 2012 · #4
Hallo,

für mich ist Namibia eindeutig "Landschaftsland" und ich kommentiere jetzt auch hier aus dieser Perspektive, vielleicht hilft es ja.

Auf Weitwinkel (zwischen 17 und 24 mm; bei mir ab 14mm an Vollformat) würde ich in Namibia auf gar keinen Fall verzichten wollen, da es gerade im Süden einfach unglaubliche Motive gibt mit tollem Vordergrund, den man mit einbeziehen kann.

Ich nehme an, dass bei Euren fünf Wochen Reisezeit, Etosha einen kürzeren Teil einnimmt, als der Rest und gerade deshalb plädiere ich ganz klar auch dafür, auf keinen Fall auf eine Weitwinkelalternative zu verzichten.

Wir waren nur einmal auf der ersten Reise in Etosha und damals hatten wir unser 500mm noch nicht; also hatten wir das (mittlerweile verkaufte) 70-200mm und eine 300mm Festbrennweite dabei. Ich fand es ausreichend - DAMALS!

Aus heutiger Sicht würde ich ohne das 500mm nicht mehr fahren, wenn der Schwerpunkt auf Tierfotografie liegt, so wie es bei uns in Tansania und Kenia der Fall war. Vor allem bei den gefiederten Freunden stösst man sonst schnell an die Grenzen. Also schliesse ich mich da meinen Vorschreibern bezüglich mehr Brennweite Richtung 400mm an 😉

Ob Dir mein kleiner Erfahrungsbericht nun so weiterhilft? Ich hoffe doch ein wenig. Es wäre aus meiner Sicht Sünde, die Dünen der Namib fotografisch ohne Weitwinkel zu erleben 😎

Viel Spass schon mal auf Deiner Reise und
LG
Sandra
Naturfotografie Fotoblog Reisebericht Namibia 2011 Reisebericht Namibia 2012
110 Beiträge · seit 201030. Apr. 2012 · #5
Servus,

schau mal in den Fotothread, da die Frage so oder ähnlich immer wieder kommt.

Meine Meinung dazu:
- zweites Gehäuse ist ein Muss
- in diesem Fall das 18-200 auf einem Gehäuse
- ein Telezoom > 300/400mm auf dem anderen Gehäuse
- ein Weitwinkel bei Bedarf für reine Landschaftsaufnahmen

Ohne das Telezoom sind Einzelaufnahmen von den interessanten Tieren schwierig, da diese dann meistens doch weit weg sind. Der eine Löwe der mal 10m entfernt war, der war wirklich Glück.

ABER: das Telezoom ist etwas für früh am Morgen oder spät am Abend, da sonst das Hitzeflimmern Dir die Schärfe in den Aufnahmen versaut. D.h. nichts mit in Ruhe frühstücken usw. Bei Sonnenaufgang los und dann hast Du 2 Stunden Zeit für das schöne Licht ohne Hitzeflimmern. Netter Nebeneffekt: in der Frühe sieht man mehr Löwen. Bei letzten Mal waren wir 7 Tage in Etosha, 27 Löwen gesehen, davon 25 in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang. Muss aber nicht so sein....

So, dann viel Spaß

Mischa
Tier- und Landschaftsbilder Namibia 2010/ 2011 - Südafrika 2013
3'080 Beiträge · seit 200901. Mai 2012 · #6
Moin auch,

auch von mir der Tipp, zweites Gehäuse, ich hab etliche Situationen nicht nutzen können weil ich mit dem Objektivwechsel beschäftig war. Hab dann auch ein zweites Gehäuse angeschafft und kann dir auch den Tipp geben, leg die Kamera nicht aus der Hand, sobald ich einen Nationalpark betrete liegt die Kamera auf dem Schoss damit ich keine Situation verpasse. Letztes Jahr lag sie im KTP "nur" auf dem Tisch in einem der Camps, das war schon zu weit weg um noch ein Bild des Leoparden zu machen der plötzlich auftauchte und sofort wieder in den Büschen verschwand.

Brennweite: ich bin die letzten Jahre mit einem 170-500mm Objetkiv unterwegs gewesen und war im KTP machmal "untermotorisiert". Bin jetzt auf 100-400mm umgestiegen und hatte zwei Situationen wo es dann doch die 100mm mehr hätten sein können. Brennweite kann man nicht genug haben.

Zum Weitwinkel, ich hab "nur" 18mm und meine Meinung ist das du egal mit welcher Brennweite die Weite Afrikas nicht annähernd rüberbringst, das wirkt auf keinem Foto.

Frühes Aufstehen ist wie Mischa schreibt Pflicht, die besten meiner Aufnahmen entstanden eine Stunde vor bzw. nach Sonnenuntergang/-aufgang. Frühstücken kannst du nach der Pirsch, zur Öffnung der Gates solltest du davor stehen und losfahren...

Viel Spass auch von mir

sasowewi
1'309 Beiträge · seit 200901. Mai 2012 · #7
Hallole,
jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu 😉 !
Ich war vor zwei Jahren mit zwei D70(s) in Botswana. Eine hatte ein 24-105mm und die andere das 70-300mm drauf.
Das hat für mich von der Brennweite einigermaßen gepasst, ab und zu hätte ich mir etwas mehr Brennweite gewünscht. Mehr noch hat mir aber die Lichtstärke am frühen Morgen und bei Sonnenuntergang gefehlt.
Seit einem Jahr habe ich eine D7000 und ich bin mit dem Kombination D7000 und 70-300mm nicht zufrieden. Wegen der höheren Pixelzahl werden Fehler (vor und hinter der Kamera) ersichtlich, die die D70s gnädig verziehen hat. Die Unschärfe des Objektivs bei 300mm ist klar zu sehen und die D7000 erzeugt trotz VR unter 1/200Sek. bei längeren Brennweiten keine scharfen Bilder. Das hat die D70s mit 1/60 geschafft.
Ich habe mir für den nächsten Urlaub ein gebrauchtes 80-400mm gekauft, das bei 300mm knackscharfe Bilder macht. Wenn da nur nicht dieser grottenlangsame Autofokus wäre 🙁 .
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
303 Beiträge · seit 200801. Mai 2012 · #8
BuboBubo schrieb:
Auf Weitwinkel (zwischen 17 und 24 mm; bei mir ab 14mm an Vollformat) würde ich in Namibia auf gar keinen Fall verzichten wollen, da es gerade im Süden einfach unglaubliche Motive gibt mit tollem Vordergrund, den man mit einbeziehen kann.
Ich teile diese Meinung nur bedingt. Wie schon erwähnt ist es schwierig die Weiten Namibias fotografisch zu erfassen. Deshalb verzichte ich persönlich auf die Mitnahme von UWW-Objektiven und plädiere statt dessen für Panoramaaufnahmen falls erforderlich.

Stellvertretend stelle ich hier eines aus Lüderitz ein. Es besteht aus 3 Bildern, horizontal im Vollformat mit 35 mm Festbrennweite und freihand fotografiert. Die Originalgröse beträgt 510 x 200 mm bei 300 dpi.

Lese--Turnhalle-Lderitz.jpg


Lg Walter
Themenstarter18 Beiträge · seit 201201. Mai 2012 · #9
Herzlichen Dank euch allen!!
Ich finde es echt grossartig, dass ihr mich an euren Erfahrungen teilhaben lässt. Auch wenn mir eure Antworten die Entscheidung wohl nicht viel einfacher gemacht haben...😄 Meine Entscheidung wird also nicht entweder oder, sondern sowohl als auch heissen. Das bedeutet, dass ich meine Fotoausrüstung unbedingt noch etwas aufrüsten werde - früher oder später hätte ich mir sowieso weiteres Zubehör zugelegt. Bei der Brennweite muss ich mich noch etwas schlau machen; eigentlich dachte ich, dass ich mit dem 70-300mm Nikkor weit komme, nun werde ich mir das 80-400mm doch nochmals überlegen. Der Preisunterschied schmerzt zwar schon etwas😊 . Weitwinkel werde ich mir auch zulegen, schwanke da zwischen Nikkor 10-24mm, Sigma 10-20mm und Tokina 12-24mm. Für den Mittelbereich, hm, da muss entweder dann doch noch das 18-200mm mit, oder ich beschränke mich auf meine Festbrennweite mit 35mm. So heisst es für mich erst mal Testresultate lesen und herausfinden, was am besten mit meinem Knipser funktioniert.
Nochmals herzlichen Dank!
1'309 Beiträge · seit 200901. Mai 2012 · #10
Hallo Namibia-Planerin,

wenn ich mir noch einen Tipp erlauben darf:
von Sigma gibt es noch 150-500mm und 50-500mm. Das wäre vielleicht auch eine Option, wenn dich das Gewicht(knapp 2kg) nicht stört.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2012
303 Beiträge · seit 200801. Mai 2012 · #11
Namibia_Planerin schrieb:Weitwinkel werde ich mir auch zulegen, schwanke da zwischen Nikkor 10-24mm, Sigma 10-20mm und Tokina 12-24mm. Für den Mittelbereich, hm, da muss entweder dann doch noch das 18-200mm mit, oder ich beschränke mich auf meine Festbrennweite mit 35mm. So heisst es für mich erst mal Testresultate lesen und herausfinden, was am besten mit meinem Knipser funktioniert.
Es gäbe auch noch das Tamron 10-24 F3.5-4.5 🙂 🙂 🙂

Vielleicht hilft dir dieser Vergleich von Ken Rockwell

Persönlich bevorzuge ich immer Objektive des Kameraherstellers. Sie sind von Haptik und farblicher Bilddarstellung aufeinander abgestimmt. Bei Sigma gibt es offenbar immer wieder Serienstreuungen; man kann beim Kauf ein gutes oder eben weniger gutes Exemplar erwischen.

Mit dem 35mm = 50 mm am Vollformat und damit die Brennweite die dem menschlichen Sehwinkel am besten entspricht hättest du noch eine lichtstarke Alternative für Dämmerung und ungenügende Lichtverhältnisse. Auf das 18-200 mm könntest du dann verzichten, im normalen Brennweitenbereich können ja auch die Füsse zwecks Ausgleich zum Einsatz kommen 😄.

Lg Walter
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2012
414 Beiträge · seit 200901. Mai 2012 · #12
Mit dem 18-200mm Objektiv haben wir nur schlechte Erfahrungen gemacht - zwar war man flexibel, aber die Bildqualität ließ oft zu wünschen übrig und nach 3 Jahren hat es den Geist aufgegeben, weil die billigen, zerbrechlichen Lager in dem Zweifachtubus gebrochen sind. Der Nikon-Service behauptet Fallschaden, passiert war so etwas aber nie und wenn man in andere Foren schaut, scheint das eine beliebte Ausrede zu sein. Die Reparatur kostet halb so viel wie der Neupreis. Wir haben das Ding daher in den Ruhestand versetzt.

Bei Nikon ist die einzige bezahlbare Option, ein mechanisch und optisch hochwertiges Teleobjektiv zu kriegen, das gute alte 180mm f2.8 AF-D (gibt's gebraucht für die Hälfte, weil alle den tollen neuen AFS-VR-Zoom-etc. Schnickschnack haben wollen). Da Deine Kamera einen AF-Motor hat, funktioniert der Autofokus tadellos, man hört ihn eben nur ein bißchen. Aus gutem Grund aber wird das Ding seit 1988 unverändert gebaut, es hat sich eben bewährt. Am Crop-Sensor sind das 270mm Brennweite, das reicht für die meisten Tieraufnahmen völlig, sofern man Landschaft einbeziehen will. Ein formatfüllendes Löwengesicht wird schwierig, aber ein Bekannter von mir, der das 70-300 hat, meint, dass es auch nur bis 200mm wirklich gut ist. Jenseits von 200 bzw. 180mm muss man für echte Qualität dann tief in die Tasche greifen. Evtl. kannst Du das 180er noch mit einem Kenko-Telekonverter verlängern (die Nikon-Telekonverter funktionieren nur mit AF-S Objektiven).

Mit 300mm am Crop-Sensor habe ich die Erfahrung gemacht, dass es weder Fisch noch Fleisch ist, die Brennweite war mir entweder zu lang oder zu kurz. 300mm am Vollformat nutze ich aber gerne.

Am Weitwinkel-Ende würde ich ein Tokina 11-16 oder 12-24mm empfehlen, letzeres haben wir auch getestet, liefert hervorragende Ergebnisse. Für Landschaftsaufnahmen - speziell in der Wüste - würde ich auf keinen Fall auf eine hochwertige Weitwinkel-Option verzichten wollen. Die Tokinas sind bezahlbar und auch mechanisch sehr gut gebaut.

Bei dem 18-200er wirst Du damit rechnen müssen, dass sich auch bei noch so guter Polsterung das Geschüttel auf der Pad bemerkbar macht und Du dann auch irgendwann eine 300 Euro-Rechnung für den Austausch der "Group Tube Unit" präsentiert bekommen wirst.

Für Schnappschüsse sehr schön sind das 35mm 1.8 oder 40mm f2.8 (beide DX) geeignet, beide sind - für die Preiskategorie "Portokasse" - unschlagbar.
Fotobericht Madagaskar 2012 Fotobericht Südafrika 2013 Fotobericht Madagaskar 2014 Auch auf: Google+, Instagram, Soundcloud
1'366 Beiträge · seit 201102. Mai 2012 · #13
Hallo,

auch ich will Dir mal schnell Rückmeldung über meine häufig genutzen Brennweiten geben.

bei Tierfotos sind ca. 70-80% der bilder bei 400mm und mehr entsanden. Gerade wenn Du auch mal ein Portrait machen möchtest, ist jeder mm Brennweite nützlich.
Am wenisgten nutze ich das 10-22 Objektiv.

Auf Safari habe ich immer 2 Bodies dabei und einen mit dem 100-400er ausgestatte (ggf. kommt noch ein 1.4er Konverter dran. Nur bei gutem Licht zu empfehlen), den anderen statte ich dann mit dem 24-105er aus um damit Übsichts- und Landschaftsaufnahmen zu machen. So vermeide/reduziere ich auch einen Objektivwechsel unterwegs.

Edit:
Vielleicht als Tipp. Ich kaufe mir kurz vor der Safari meist erst den Zweitbody (gebraucht) und verkaufe ihn nach dem Urlaub meist wieder verlustfrei. Ggf. kommt das für dich auch für die Objektive in Frage!

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Grüße

Thorsten
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2012
649 Beiträge · seit 200702. Mai 2012 · #14
Schwierig.... Mit ist es bisher noch nie gelungen, auch nur ein Objektiv zuhause zu lassen und diese Entscheidung nih bereut zu haben. Allerdings gehöre ich auch zu den Verrückten, deren "Kameratasche" die Gröse einer Truhe hat und deutlich über 10kg wiegt...

Weitwinkel: Wenn Du es irgendwo einsetzten kannst, dann hier!

70 - 200mm: Ziemlich gut als "immer drauf" Objektiv

Tele: ich kenne keinen Tierforograf, dr nicht von einem noch stärkeren Tele träumt, um das ultimativ Tierfoto zu erhalten... mich eingeschlossen!Als Minimum sehe ich mittlerweile ein 400mm, wenn die Auflösung der Kamera auch großzügige Auschnittsvergrösserungen zulässt...

Der Knackpunkt ist: Objektivwechsel ist immer doof... Bei Tierfotos fehlt meistens die Zeit für den Wechsel und: Bei jedem Objektivwechsel besteht die Gefahr, dass Staub seinen Weg in die Kamera findet...

Auch wenn es wenig hilfreich für die Rduzierung des Gepäckgewichtes ist: Ich nehme ALLE Objekitive mit und habe 3 Kameras damit bestückt, damit ich die Objektivwechselei auf ein Minimum reduzieren kann.
412 Beiträge · seit 201102. Mai 2012 · #15
Ich schleppe dauernd mein Sigma 50-500 mit, damit ist schon der grösste Teil abgedeckt. Auf dem zweiten Body sitzt standardmässig das UWW, das bei Bedarf gegen ein 18-55 oder ein 105er-Makro getauscht wird. Für "Notfälle" liegt eine Lumix TZ31 bereit. So bleiben praktisch kaum Wünsche offen und die Objektivwechsel halten sich in Grenzen. Allerdings sprengt die Fototasche so auch locker die 10kg-Grenze.

Gruss Dieter
361 Beiträge · seit 201102. Mai 2012 · #16
Also auch mal hier mein Senf zu diesem Thema 😁

Bei Tierfotographie sollte schon der Bereich bis zumindest 500 mm abgedeckt sein. Ich habe mit TC den Bereich bis 560mm abgedeckt (hätte ich diesen Bereich nicht abgedeckt, wären mir viele meiner wunderbaren Löwenfotos auf unserer letzten Reise nicht geglückt).
Als Olympus-Fotograph habe ich mit Sigma sehr schlechte Erfahrung gemacht und das 500mm Teil sofort wieder umgetauscht. Die Qualität der Zuiko Objektive ist einfach unschlagbar, so wird es Dir womöglich auch bei Nikon gehen.

Weitwinkel ist natürlich auch gerade für Namibia ein Muss (14mm), auch wenn es immer noch die Möglichkeit von Panoramas gibt.

Einen zweiten Body ist für Etosha ebenfalls absolut zu empfehlen.

So wiegt zwar die Fotoausrüstung 15kg oder mehr.....aber wer schöne Fotos machen möchte, muss halt leiden 😄
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
Themenstarter18 Beiträge · seit 201204. Mai 2012 · #17
Danke, danke, danke 🙂
Da sind wirklich viele Foto-Freaks dabei, schön etwas mit euch zu fachsimpeln! Ich habe mich inzwischen entschieden, nachdem ich mit euren Erfahrungen im Hinterkopf in zwei verschiedenen Fotofachgeschäften war. Der eine Berater war lustigerweise auch in Namibia und konnte ebenfalls direkt aus dem Nähkästchen plaudern 😄 . Er befand das 70-300mm für sehr gut, allerdings sind 300mm eben schon das Minimum. Deshalb zeigte er mir noch das Sigma 50-500mm, das zwar qualitativ von der Bildleistung her nicht mit dem 70-300er Nikon mithalten kann, aber deutlich mehr Nähe verschafft. Allerdings muss ich gestehen: das Objektiv ist mir absolut zu gross, zu schwer und zu teuer. Für 5 Tage Etosha während einer 5wöchigen Namibiareise ist mir diese Investition zu gross. Ich habe mich also für das 70-300er Nikon entschieden, das ich für viele Fotoprojekte verwenden kann, qualitativ sehr gut ist und im Gepäck deutlich weniger ausmacht. Da ich immer in höchster Auflösung fotografiere und die Nikon D7000 doch einiges an Bildinformation aufnimmt, werde ich dann halt die Fotos zuschneiden. Ich weiss, das ist ein Kompromiss und viele von euch hätten sich evt. anders entschieden, aber ich bin damit happy. Die 35mm-Linse, lichtstark und mit menschlichem Zoom 😉 , werde ich auch einpacken, das 18-200mm muss ich mir noch überlegen. Als Weitwinkel habe ich mich für Tokina 11-16mm entschieden. Es ist bedeutend lichtstärker als das Nikon, preiswerter, und auch Ken Rockwell ist davon überzeugt. Einen zweiten Body werde ich mir wohl nicht zulegen, vielleicht später mal. Dafür habt ihr mich überzeugt, meine Panasonic Lumix DMC-FZ50 mitzunehmen. Diese Systemkamera soll als Backup-Plan fungieren, deckt ja auch eine Reichweite von 35-420mm ab. Ich glaube so bin ich ziemlich gut gerüstet. Die letzte Frage, die ich jetzt noch für mich beantworten muss, ist die Frage nach Fotorucksack, oder neutraler Rucksack mit allen Teilen darin einzeln verpackt. Ich habe im Forum öfters mal gelesen, dass gewisse Gebiete nicht ganz soooo sicher sein sollen, wenn man dauernd die grosse Kamera umhängen hat, Diskretion also wichtig sei.
Ich danke euch nochmals herzlich und freue mich umso mehr auf unsere Namibia-Reise, wo ich voll meinem Foto-Hobby frönen kann 😄 .
Liebe Grüsse
649 Beiträge · seit 200704. Mai 2012 · #18
Klingt gut! Bei dem Sigma hast Du Dich sicher richtig entschieden, wenn Du es nur für diesen Urlaub nutzten willst. Der Preis für die grossen Brennweiten steigen leider exponential zu der erreichten Ausschnittsvergrösserung 🙁

Zu Sicherheit: Je mehr Menschen, desto grösser ist die Gefahr, dass ein paar "faule Äpfel" dabei sind. In den Fussgängerzonen, wo jede Menge Menschen rumlaufen, solltest Du einfach mitten in der Masse bleiben und Dich nicht in einer Nebengasse rumdrücken. Ein Spaziergang durch Katutura mit Kamera um den Hals nach Sonnenuntergang wirst Du vermutlich eh nicht planen. Ansonsten: NICHT an den Rastplätzen an den gut ausgebauten Transit-Strassen halten.... und dann hast Du die Gefahr eines Überfalls schon ziemich minimiert.

Viel Spass bei der weiteren Plaung und einen tollen Urlaub!
2'845 Beiträge · seit 201104. Mai 2012 · #19
Hallo Namibia-Planerin,

bzgl. Sicherheit finde ich als Kamera-Rucksack den Lowepro-Slingshot sehr sinnvoll.
Man kann sich das Teil als "Bauchladen" nach vorn ziehen, alles liegt griffbereit, gut und sicher einzeln verpackt.
Ich bin noch nie mit der Kamera vor dem Bauch herum gelaufen, es geht sooo fix mit dem Teil, dass die Kamera immer gleich wieder eingesteckt wird.

Viel Vorfreude,
Strelitzie
303 Beiträge · seit 200804. Mai 2012 · #20
Namibia_Planerin schrieb:... Die letzte Frage, die ich jetzt noch für mich beantworten muss, ist die Frage nach Fotorucksack, oder neutraler Rucksack mit allen Teilen darin einzeln verpackt.
Hallo,

Das UWW von Tokina ist eine gute Wahl und erschliesst an der Nikon D7000 einen interessanten Bereich. Hoffe du hast Spass damit.

Für die Frage zum richtigen Rucksack hilft dir vielleicht der Taschenfreak. Vorallem die befüllten Rucksäcke helfen bei der Entscheidung. Ich selber benutze einen Think Tank, der neutral wirkt.

Lg Walter