Offroad Fahrzeug für Botswana

24 Antworten · 9'875 Aufrufe · gestartet 06. Apr. 2012 von muelli
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Themenstarter14 Beiträge · seit 200906. Apr. 2012 · #1
Liebe Forum Mitglieder
Nachdem wir vor einem Jahr mit unseren 3 Kindern ( damals 2,4 und 6 Jahre alt ) 3 Monate in Namibia und Südafrika unterwegs waren und die beste Zeit unseres Lebens dort verbracht haben, zieht es uns wieder nach Afrika. Diesmal soll es von Namibia nach Botswana gehen. Das ganze wird erst im Juli 2013 für 5 Wochen stattfinden, aber mit 3 kleinen Kindern muss man halt schon früh genug anfangen zu planen. Die grobe Route wird von Windhoek ziemlich direkt nach Maun gehen und von dort über Moremi, Savute, Chobe zu den Victoria Falls dann über Nxai Pan und Makgadikgadi NP Richtung Central Kalahari und wieder zurück nach Windhoek. Das ganze natürlich als Selbstfahrer mit Dachzelten. Meine grosse Frage im Moment ist, ob wir das mit einem " normalen" Toyota Hillux double cab schaffen oder ob es einen speziellen Wagen, sprich mit Rüsselauspuff, Winde, Sandblechen etc. evt. ein Landrover braucht. Wir sind im Juli, August unterwegs, also sollte es nicht viel Wasser haben, also keine nervenaufreibenden Wasserdurchfahrten? oder liege ich da falsch? Die Preise für einen Landrover sind halt wirklich sehr hoch und ich frage mich ob das wirklich nötig ist. ( Mal abgesehen von dem Photo und Feeling Faktor mit einem Landi )
Ganz herzlichen Dank für Eure Meinungen
Gruss aus der Schweiz
Thomas
2'048 Beiträge · seit 200706. Apr. 2012 · #2
Hallo Thomas,
also der Hilux ist ein sehr geländegängiges Fahrzeug. Einen Snorgel würde ich immer empfehlen, da bei zu flotter Fahrweise eben doch Wasser über die Motorhaube und dann in den Motor kommen kann. Das hat aber mit Auspuff nichts zu tun sondern dient der Luftansaugung des Motors.
Im Wasser musst du nur genügend Drehzahl behalten, dann kommen die Abgase immer hinten raus. Solltes du im Wasser anhalten müssen, dann unbedingt weiter genügend Standgas geben und den Motor nicht ausmachen. Du riskierst sonst, dass Wasser in den Auspufftopf läuft und du den Motor nicht mehr starten kannst. Im Notfall musst du den Auspuff mit einem Propfen abdichten (Stoff in einer Plastiktüte ist gut geeignet). Der Motor nimmt aber dadurch noch keinen Schaden, es ist wie die Kartoffel die wir als böse Buben früher auch schon mal in Lehrerautos gesteckt haben.
Nicht so einverstanden bin ich mit deinen Wassererwartungen. Du musst dich kurzfrisitg informieren. Gerade im Moremi und Bereich Northgate kannst du immer wieder Wasserdurchfahrten haben.Die Höchststände sind meiner Erfahrung in den letzten Jahren nach hinten gewandert, d.h. Ende Juni bis Anfang Juli zu erwarten. Danach muss das Wasser aber erst wieder ablaufen / versickern, Die Höchststände im Norden sind viel früher, die wirst du nicht mehr haben.
Von einem Landrover halte ich persönlich nicht so viel. Aber das ist Geschmackssache.
Bedenken solltest du bei deinen Planungen aber das Malariarisiko in Botswana. Du kannst für die kleineren Kinder kaum eine Prophylaxe bekommen, das würde ich als ein Hauotproblem bei deiner Planung ansehen. Informiere dich rechtzeitig bei einem kompetenten Arzt. Ich bin mit meinen Kindern in diesem Alter nicht in Malariagebiete gefahren und kann es auch keinem raten.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
4'140 Beiträge · seit 200907. Apr. 2012 · #3
Hallo Thomas,
kann jaw nur in allen Punkten Recht geben, sowohl was das Fahrzeug betrifft, als auch die Gesundheitsprobleme bei den Kindern. Es wird hier sicher auch einige Forums-Mitglieder geben, die stolz berichten, das sie das alles schon gemacht haben und es ein Heidenspaß war. Aber mit drei Kindern in diesem Alter kann bei schwierigen Situationen (Steckenbleiben im Wasser) der Spaß sehr schnell zu Ende sein.
Trotz allem viel Spaß bei der Planung!
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'397 Beiträge · seit 201107. Apr. 2012 · #4
Hallo Thomas,

zum Malariarisiko bei Kindern kann ich nichts sagen, fragt am besten einen kompetenten Arzt Eures Vertrauens.
Aber vor den Wasserdurchfahrten musst Du keine Angst haben, denn es zwingt Dich ja niemand dazu. Erkundigt Euch bei der Einfahrt in den Park bei den Rangern. Die werden Euch aktuelle Infos geben können, welche Strecken machbar sind und welche nicht. Und wenn dann Wasserdurchfahrten anstehen: Wenn man an den Spuren sieht, dass andere vor kurzem durchgefahren sind - 4x4 einschalten und mit Schwung hindurch. Wenn keine Spuren da sind und man optisch nicht abschätzen kann, wie tief die Furt ist - tja, da gehen die Meinungen auseinander, Furt ablaufen oder nicht (Stichwort: Croc).

LG aus dem sonnigen, aber saukalten Hamburg,

Karsten

Ach ja: Linyanti bei der Planung nicht auslassen!
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412 Beiträge · seit 201107. Apr. 2012 · #5
KarstenB schrieb: 4x4 einschalten und mit Schwung hindurch.
Naja, das kann aber auch deutlich in die Hosen gehn, ist mir letzten Oktober im Moremi passiert. Zum Glück erreichte ich noch das andere Ufer bevor der Motor den Geist aufgab. Anschliessend war 1 1/2 Stunden basteln angesagt, bis ich im wieder Leben eingehaucht hatte. Nochmal Glück gehabt, denn noch ein Schluck mehr und das Ding wäre wohl für ewig in den unendlichen Jagdgründen gelandet. Und auf 2x Glück haben würde ich mich nicht verlassen.

Gruss Dieter
728 Beiträge · seit 200607. Apr. 2012 · #6
Hallo Thomas,
zunächst: es gilt das, was jaw sagte. Moremi gehört zum Okavango-Delta. Dort steigen die Wasserstände in aller Regel im Juli auch lange nach Ende der Regenzeit noch an. Das wird auf dem Weg zur 3rd Bridge und Xakanaxa und von dort zum North Gate und von dort nach Norden Richtung Savuti zu Problemen führen, denen man nicht ausweichen kann, wenn man nach Savuti will.

Von "mit Schwung durch" würde ich dringend abraten. Grundsatz: Ein Auto ist kein Schiff (und hat keinen richtigen Bug). Stattdessen reißt sich das Auto die Bugschürze ab, die dem Wasserdruck nicht im geringsten standhalten kann. Auch wenn man in You Tube laufend solche Filme sehen kann, wo Leute mit Gekreische und meterhohen Fontänen durch Wasserdurchfahrten brettern: so was Hirnloses muss man nicht nachmachen. Also: langsam, ohne anzuhalten durchfahren.
Gruß
Reinhard
0
2'779 Beiträge · seit 200708. Apr. 2012 · #7
hallo Thomas
hoher Wasserstand und Mückenvorkommen (Malariagefahr) müssen nicht einen Zusammenhang haben. Mücken sind dort wo es regnet und sich kleine Frischwasserpools zB in Blättern am Boden etc. bilden und wo die Anopheles ihre Eier reinlegen. Im August kann die Vegetation schon sehr trocken sein, und trotzdem noch ein hoher Wasserstand herrschen. Abgeregnet hat sich dieses Wasser viele Wochen oder sogar Monate vorher anderswo. Ob man dann genau auf diesen überfluteten Strecken fahren will und kann sind ebenfalls zwei paar Schuhe.

Malariaprophylaxe gibt es als Pediatric Version zB von Malarone. Unseren Gross-NEffen gaben wir diese Kautabletten voriges Jahr -natürlich vom Tropenarzt verschrieben- auch der Kleinste, 3-jährig hat diese tapfer geschluckt. Mücken sahen wir im Moremi nur zwei oder drei, aber eben, ein Stich von einer Malaria übertragenden Mücke genügt. Nordbotswana ist Malariagebiet, je nach Jahreszeit akuter oder weniger.

Zum Fahrzeug: unser Neffe mit den 3 Kindern war gut bedient, wie auch wir auf dieser wie auch auf vielen früheren Reisen, mit einem Land Rover Defender von Bushlore und zwei Dachzelten. Eines davon war sogar noch um 10cm breiter als normal, in diesem schlief ein Erwachsener und die beiden grösseren Kinder (6 + 8). Der Land Rover Defender - wenn wirklich gut augsgerüstet einerseits für die täglichen Gegenstände und Nahrungsmittel mit Schubladensystem und doppeltem Boden, Kühlschrank, Tisch unter dem Dachträger, etc etc. sowie von der Ausrüstung her: Kompressor, hi-lift, Spaten, Axt, etc etc. Ich finde der Defender ist fúr eine Familie vom Platz und dem guten Zugriff kaum zu überbieten. Ich stell ein paar Bilder ein:

DSC05859.JPG


DSC05823.JPG


gruss Leona
Gruss Leona
2'397 Beiträge · seit 201108. Apr. 2012 · #8
Hallo Thomas, hallo Dieter, hallo Reinhard,

da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. "Mit Schwung durch" sollte heißen: so schnell, dass das Auto nicht stehenbleibt. Wie schnell muss man denn sein, um bei einer Wasserdurchfahrt die Frontschürze zu verlieren (war wohl ein Trabi? 😄 )????
Und zum Auto: ich bin Toyota Hilux-Fan.

LG aus dem immer noch sonnigen und kalten Hamburg,

Karsten
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17 Beiträge · seit 201108. Apr. 2012 · #9
Hallo Thomas,
ein Hi-Lux sollte ausreichend sein. Wenn Geld ausreichend da, dann nimm einen Defender oder Buschtaxi.
Ich fahre selber Defender 110. Das ist aber ein Hobby und keine Vernunft.
Mit einem Land Rover Fahrer zu diskutieren ist weitgehend Sinnlos.😈

Auch mit einem Hi-Lux kommst Du sehr weit.
Schau dir die Reifen an. Gute All-Terrain (AT´s) sollten auf jeden Fall drauf sein.
"Rüsselauspuff" gibt es höchstens in der Trail Szene. Ich unterstelle jetzt mal (ohne das ich es böse meine) dass Du nicht allzu viel Offroad Erfahrung hast. Du meinst die erhöhte Luftansaugung oder Schnorchel (engl. Snorkel). Der ist bei Wasserdurchfahrten die Lebensversicherung für den Motor wenns tief wird. Vorrausgesetzt der Ansaugtrakt ist aber auch wirklich durchgehend dicht!
Bei längerem verweilen im tiefen Wasser wird es auch bei einem Defender die Steuergeräte und Batterie langsam fluten. Die sind unter den Vordersitzen. Hi-Lux kenne ich nicht so gut.

Aber, solche schwierige oder unklaren Passagen würde ich nicht mit drei Zwergen im Auto fahren.
Dann eher warten, ob ein zweites Fahrzeug vorbeikommt, oder sich mit anderen bzgl. der Route vorher absprechen und aktuelle Erfahrungen austauschen.

Viel Spaß in jedem Fall.
Themenstarter14 Beiträge · seit 200908. Apr. 2012 · #10
Hallo Ihr Alle
Zuerst mal besten Dank für Eure Antworten und Meinungen. Das Thema Malariaprophylaxe bei Kindern will ich hier nicht weiter abhandeln, davon gibt es schon genügend im Forum. Meine Frau und ich sind beides Aerzte und haben bereits bei unserer letzten Reise in Namibia für Etosha eine Malariaprohylaxe gemacht, übrigens auch für unsere Kleinste, die damals erst 22 Monate war, und das hat auch bestens geklappt.
Eure Bemerkungen zum Auto haben mir aber sehr geholfen. Und so wie Defender110 richtig bemerkt hat ist es wirklich so, dass ich nicht über sehr viel Off-Road Erfahrung verfüge. Wir waren halt 3 Monate in Namibia und Südafrika unterwegs, inklusive Kgalagadi NP, aber richtig Off Road Erfahrung hat es da ja nicht gebraucht. Der " Rüsselauspuff" hat mich also verraten und jetzt habe ich ja mal wieder was dazugelernt.:P
Aber so wie Ihr mir das beschrieben habt, hat es wohl doch ziemlich viel Wasser insbesondere im Moremi NP und so ein Snorkel wäre sicherlich gut. Leider haben viele Hillux, die man in Windhoek mieten kann keinen Schnorchel. Hat da jemand einen Tip? Letztes Mal haben wir mit Afrika Tracks gemietet und waren sehr zufrieden, aber die haben keine Snorkel. Der Defender von Leona sieht natürlich klasse aus aber die Preise sind halt fast das Doppelte zum Hillux. Ich werde mal Kassensturz machen!!!!
Nochmals zum Wasser: Von Maun nach Moremi ist es ja kein Problem, und wie die Verhältnisse im Park selber sind kann man ja bei den Rangern fragen oder? Wenn ich aber jetzt nach Kasane will muss ich ja über Savuti fahren. Ist denn die Strecke ausserhalb von Moremi, sprich Maun über Mababe Gate nach Savuti weniger wasseranfällig? Es ist ja sicherlich schöner über Third Bridge Xakanaxa und North Gate nach Savuti, aber ist der Weg über Mababe Gate einfacher? Und wie sieht es aus von Mababe Gate nach Savuti und dann weiter nach Kasane? hat es da auch noch so viel Wasser? Denn ansonsten müsste man ja alles aussenrum über Nata nach Kasane, das ist dann ganz schön Strecke.
Auf jeden Fall hat uns wieder richtig das Reisefieber gepackt und es macht Spass wieder eine grosse Reise zu planen auch wenn es noch eine wirklich lange Zeit ist bis wir starten können.
Gruss
Thomas
2'779 Beiträge · seit 200708. Apr. 2012 · #11
hallo Thomas
schön dass du so offen antwortest! Wie schon erwähnt wurde ist ein Schnorchel nicht unbedingt das A und O weil seit seiner Erfindung die Technik ebenfalls weiterging und die Elektronik im Auto weit unter der Luftansaugehöhe Platz gefunden hat im Fahrzeug. Darum ist ein Schnorchel bei einem modernen mit ECU ausgerüsteten Fahrzeug eigentlich nur eine Dekoration. Alle modernen Fahrzeuge sind mit mehr oder weniger Elektronik ausgerüstet! Doppelkabiner, Defender, alle. Du solltest darum nicht tiefer als die gesammte Radhöhe durch Wasser fahren.

Im Moremi schränken sich die Pirschfahrten drastig ein wenn die Xakanaxa- North Gate Strecke und die Fahrt zum Hippo Pool gesperrt ist, so wars zB vorigen September als wir dort waren. Die vier Brücken im Moremi sind unterschiedlich solide gebaut, bzw. repariert. Wenn du aber die Anweisungen von der Parkverwaltung befolgst sowie alle beschilderten Umfahrungen benutzt dann ist der Moremi bei hohem Wasserstand eben auch sehr schön und machbar! mach dir darüber heute noch nicht zuviele Gedanken. Was du aber unbedingt einplanen solltest ist genügend Zeit um von zB Xakanaka/Third Bridge nach Savuti zu gelangen mit der Umfahrung über South Gate (Mababe) falls North Gate nicht offen ist. Wir haben es so gemacht: Xakanaxa bis Mankwe via Bodumatu road innerhalb des Moremi mit viel Tiersichtungen und dann Gate bis Mankwe Bush Camp. Am 2. Tag von dort nach Savuti auf der Marshroad (hatte kein Wasser mehr). Unterwegs die aktuelle Lage über den Wasserstand und die Befahrbarkeit von anderen Reisenden einholen. Es lohnt sich kurz mit Fahrern in entgegenkommenden Fahrzeugen zu reden und Erfahrungen auszutauschen, nicht nur betr. Tiersichtungen sondern auch betr. Fahrbarkeit. Viele Leute speichern heutzutage ihre Katzensichtungen im gps, man kann also auch genaue Koordinaten austauschen!

Wir dachten von Mankwe auf der höheren, weniger interessanten Transit Road nach Savuti zu fahren, doch der Besitzer von Mankwe hat uns empfohlen den ersten Teil entlang der östlicheren Marshroad zu machen und erst weiter oben südlich von Savuti den Marsh zu vermeiden. Hat sich gelohnt!

Zum Thema Ausrüstung: ich kann dir nur wärmstens empfehlen in eine gute Camping Ausrüstung zu investieren! Gerade in Botswana hast du nicht dieselbe Infrastruktur wie auf den campsites in namibia und Südafrika. Nur ein kleines Beispiel: der 40 Liter Frischwassertank mit kleinem Wasserhahn ist sehr nützlich wenn du im uneingezäunten Camp nicht mehr im Dunkeln zum Waschhaus kannst!

Aber: bei voller Ladung und zwei Dachzelten kannst du keinen 2. Ersatzreifen mehr mitnehmen, also ein weiterer Grund die Route nicht unnütz abenteuerlich zu gestalten!
LG Leona
Gruss Leona
449 Beiträge · seit 201008. Apr. 2012 · #12
Hi Thomas,
wir waren letztes Jahr im Juli/August auch als Erstfahrer unterwegs und haben es ohne Schnorchel gut bewältigt. Das Wasser im Moremi war ordentlich hoch, Savuti- North Gate hatte einiges zu durchfahren, aber wie die anderen schon schreiben, ist es wichtig, alle zu befragen, die man unterwegs trifft. So haben wir nach gründlicher Beschreibung eines erfahrenen Guides, den wir in Linyanti getroffen haben, die recht große Wasserdurchquerung zum North Gate gut gemacht ( ich so 🤩 , mein Mann so 😉 , die Kinder so 😄 ) Im Reisebericht von Sasowewi findest du Infos und Fotos, denen ich zu 100% zustimmen kann, er war rd. 4 Wochen nach uns unterwegs. Die Strecke Third Bridge- Xakanaxa war wegen Wasser gesperrt, alles andere ging. Mehr Probleme als mit Wasser hatten wir mit heftigem Tiefsand Richtung Linyanti und von hier nach Savuti, da war ein paar mal kurz vor Ende! Wir hatten übrigens einen Hilux von Hubert Hester, Kalahari Car Hire.
Denkt unbedingt ans rechtzeitige Reservieren von Chobe/ Moremi (rd. 1 Jahr vorher), weil ihr zur Hauptsaison fahrt. Für diese NPs müsst ihr auch mit euren Kindern ein ernstes Gespräch führen: die Camps sind frei, d.h. tags und nachts laufen Tiere dort rum und die Kinder dürfen sich nicht zu weit von euch entfernen. Dunkel wird es gegen 18 Uhr, auch dann heißt es erhöhte Vorsicht.
Wir haben ein paar Mal nach dem Abwaschen oder Duschen etc. unsere Campsite nicht mehr betreten können wegen Besuch von Elis! Denkt auch an die Kälte, ihr müsst evtl. mit Nachtfrost rechnen.
Solltest du bzw. ihr Tipps für Camps brauchen, die auch was für eure Kinder sind, dann sagt bescheid!
Fröhliches Planen wünscht
Sille
120 Beiträge · seit 200608. Apr. 2012 · #13
Hallo Thomas,

ich glaube wir sind uns 2010 im Kgalagadi begegnet. Jedenfalls passt deine Beschreibung mit drei Kindern inkl. Alter. Wenn es so war sind wir die Land Rover Fahrer, die mit deiner Frau auf Night Drive waren.

Zum Thema Land Rover Defender: Bushlore stellt die Flotte auf Toyota Land Cruiser HZJ 76 um. Wir durften in 2010 selbst erfahren, was für einen technischen Abstieg Land Rover seit der Übernahme durch Tata gemacht hat.

Der neue Common Rail Turbo-Dieselmotor von Ford wurde z.B. mehr schlecht als recht integriert und machte uns massive Probleme mit Überhitzung. Der Zylinderkopf war undicht, sprich komprimierte Luft gelangte ins Kühlwasser. Beim ständigen nachfüllen des abgekochten Kühlwasser war immer auch ein Ventil zu öffnen, da der Ausgleichsbehälter nicht der höchte Punkt des Systems ist. Bei 100°C und Druck im System ist das kein Vergnügen.

Mark von Bushlore berichtete mir 6 Monate später, dass von 25 neuen Defendern 11 immer noch ungelöste Probleme hatten. Daraufhin haben sie sich entschieden den Defender aufzugeben.

So leid es mir um den perfekten Vordergrund für die Afrika Bilder tut, wir sind inzwischen auch bei Toyota Hilux gelandet. Der HZJ 76 kann im Gelände deutlich mehr, aber das wird nur sehr selten abgefordert. Meist kommt der Hilux auch durch, im Notfall mit abgelassenem Reifendruck.

Schnorchel braucht man m.E. in Botswana nicht zwingend, es sei denn man hat ausgiebige Geländeerfahrung und traut sich auch "unter Wasser".

Gruß
Arne
Themenstarter14 Beiträge · seit 200908. Apr. 2012 · #14
Tschau Arne
Dass wir uns hier im Forum wieder treffen ist ja Wahnsinn!! Ja das waren wir damals im Kgalagadi ( viele Familien mit drei kleinen Kindern gab es damals im Kgalagadi NP nicht gerade 😄 ) und wir haben jetzt wieder einen Trip nach Afrika vor. Ganz liebe Grüsse von meiner Frau, der Night Drive war der einzige während unserer Reise und sie erzählt heute noch davon! Ich hoffe Ihr hattet damals trotz technischer Probleme eine gute Zeit. Wir hatten während dem ganzen Trip das Glück auf unserer Seite, der Toyota hat uns bestens nach Kapstadt gebracht und es war für uns alle fünf das grösste Abendteuer unseres Lebens. Unsere Kinder spielen heute noch "Reisen in Afrika"!!!
Ganz herzlichen Dank für Deine Einschätzung bzgl. Landi, wir wollen unseren Trip nämlich mit Freunden machen ( die haben auch 3 kleine Kinder ) und der Papa ist ein ausgesprochener Landi Freund. Da hilft mir Deine Einschätzung sehr, ihn auf einen Toyota umzulenken.
By the way, seid Ihr damals nicht vom Kgalagadi Richtung Botswana unterwegs gewesen? Ich bin nämlich gerade am überlegen unsere Route zu ändern und von Windhoek über Mata Mata in den Kgalagadi und dann über Kaa Gate nach Botswana zu reisen und dann weiter nach Kasane und von dort durch den Caprivi Strip und Etosha wieder zurück. Ich bin mir nicht ganz sicher wie gut man von Nossob nach Kaa und dann weiter nach Kang kommt. Seid Ihr nicht damals diese Strecke gefahren oder seid Ihr via Mabuasehube Gate nach Botswana eingereist?
Es freut mich wirklich sehr von Euch zu hören ich war damals sehr neidisch auf Euren Landi! Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz und schöne Ostern
Thomas
327 Beiträge · seit 200809. Apr. 2012 · #15
Nossob Kaa Kang: Bis zur Abzweigung nach Kaa , also zur BOTS Grenze, feste gravel road. Dann Sand, immer wieder mal etwas tiefer, aber ohne größere Probleme gut zu fahren, Dauer von Polentswa nach Kaa so gut 3 Stunden. Dnacah wird es interessant. Die ersten 1/2 bis 2/3 des weges nach Zutswe teilweise tiefster Sand. Es gibt einen direkten weg der sehr einsam ist und durch teilwiese hunting areas führt. Auch mit tiefen Sand. Die ranger am Gate in KAA sagten letztes jahr wir sollten der fier break folgen und dann mal links abbiegen (mußt auf der T4 afrika Karte schaun, da sieht man es, die weiße Route ist die direkte nach Zutswe, die braunen sind die fire brakes) das war aber soviel tief Sand und so mühsam vorwärts zu kommen, daß wir dann doch den direkten Weg nach Zutswe gefahren sind. je näher man Zutswe kommt, desto besser wird es und das letzte Stück führt dann durch schöne Savanne. Von Zutswe nach Hukuntsi ist es dann Gravel road, und ab Hukuntis dann Teer (sofern die srasse schon fertig ist, vor 2 Jahren Sept 2009 wurde fleissig von den Chinesen gebaut). Man kann auch von Hunkuntsi nach Norden fahren, ist aber sehr oft tiefster Sand und man muß trotz Navi genau navigieren, um richtig zu fahren.
Ich weiß icht, wie lange ihr in KTP bleiben wollt. Kang bietet wenig. Man kann recht gut in einem Tag von Kaa nach Ghanzi fahren. Würde ich perönlich machen. Noch einen halben Tag in der Nossob gegend verbringen, dann mittags nach Kaa aufbrechen, In Kaa übernachten (Gibts nur BOTS Camps, also fat nix, und dann weiter über Hukuntsi kang nach Ghanzi fahren. Und mich dort gegebenfalls 2 tage erhohlen z.B. walk with Bushman.
Stefan
119 Beiträge · seit 201009. Apr. 2012 · #16
muelli schrieb:Tschau Arne
wir wollen unseren Trip nämlich mit Freunden machen ( die haben auch 3 kleine Kinder )
Hallo Thomas

... ich hätte da so meine Bedenken mit so vielen kleinen Kindern zu reisen, wenn ich richtig verstehe 6 ?

Das Fahren ist weniger das Problem, eher die Camps. Die sind meist sehr exponiert. Paviane hat es oft, Elefanten auch, abends sind Hyänen unterwegs, generell musst du immer mit allem rechnen.

Wie wollt ihr da 6 kleine Kinder unter Kontrolle halten?

Gruss Carmen
Gast09. Apr. 2012 · #17
Hallo Thomas und Stefan, wie macht ihr das bei Mata Mata-Nossob-Kaa mit der Einreise nach Botswana? Kaa ist ja nur ein KTP-Gate und keine Grenzstation. Oder gibt es da was Neues?
Werner
709 Beiträge · seit 201109. Apr. 2012 · #18
KarstenB schrieb:...Wie schnell muss man denn sein, um bei einer Wasserdurchfahrt die Frontschürze zu verlieren (war wohl ein Trabi? 😄 )????...
😄 😄 😄
Offensichtlich hat hier jemand keine Ahnung vom Trabant!
Denn dessen Frontschürze war aus Metall und angeschraubt! Konnte man sich verbeulen aber nicht abreißen.


Wasserdurchfahrten sind grundsätzlich vom Beifahrer zu durchwaten. Wenn Gefahr vom Krokofanten, dann halt auch nicht befahren! Es nützt ja Nichts, wenn keiner das Gewässer geprüft hat wegen Krokofantengefahr, dann das KFZ im Gewässer verbleibt und Alle der Krokofantengefahr und dem kompletten Verlust der Ausrüstung ausgesetzt sind.

"Rüsselauspuffe" gibts auch in der Trail-Szene nicht. Braucht man auch nicht. Im Standgas kann ein Verbrennungsmotor genügend Abgasdruck aufbauen, um das Abgas unter Wasser aus dem Abgastrackt zu befördert, haben ja Veranstaltungen wie Transylvania-Trophy bewiesen.

Wasserdurchfahrten sind Laien nur bis Radmitte empfohlen, Erfahrene Offroader auf Fernreise lassens bei Oberkante Reifen. Oberhalb wirds spannend. Geht nur bei stark verbesserten 4x4, bei hohem Risiko bei Rückzugsgefechten u.ä.

Schwachstellen sind bei Wasserdurchfahrten -neben Luftansaugung- Lima, Anlasser, E-Technik und ATL.

Die Qualität von jap. 4x4 ist höher als bei brit.

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2012
36 Beiträge · seit 201209. Apr. 2012 · #19
Hallo wernerbauer,

wenn man vorher weiß, das man den KTP an einer anderen Stelle als bei der Einreise verlassen will, muß man die Einreise in Twee Rivieren durchführen. Also von Mata Mata erst nach Twee Rivieren und dann weiter.

Wir haben das 2010/11 auch so gemacht.

Gruß oml
http://www.TickerFactory.com/
120 Beiträge · seit 200609. Apr. 2012 · #20
Hallo Thomas,

das ist echt witzig, euch hier wiederzutreffen, inzwischen kommt das aber ja erfreulich häufig vor dass man so in Kontakt kommt oder bleibt. Schön das ihr noch eine schöne Reise hattet, wir ließen uns nicht wirklich stressen von der Technik, war ja schließlich unsere Hochzeitsreise. Aber ärgerlich ist das schon, wenn man in der Mitte zwischen Nossob und Mabuasehube an einer Düne stehen bleibt, weil der Kochschutz ein Weiterkommen unmöglich macht.

Wir sind also in 2010 über Mabua rausgefahren und dann über Hukuntsi-Kang-Gobabis nach Windhoek (mit einem Stopp in Chobokwane, nicht mehr zu empfehlen!). Die Teerstraße von Hukuntsi nach Kang war schon so gut wie fertig. Auch die Strecke von Mabua nach Hukuntsi ist zum Teil inzwischen geteert (siehe T4A).
Im Mai 2009 waren wir ebenfalls in Botswana und sind nach dem CKGR über Kang-Zutswa in die Kaa Sektion und weiter nach Nossob gefahren. Die Beschreibung von Stefan passt.
Wir sind durch die Jagdgebiete gefahren, der Sand war zu der Zeit kein großes Problem, aber schon recht tief. Diese Strecke und der Bereich der Western Woodlands waren landschaftlich eine der Hightlights in diesem Urlaub. Wir haben in den Woodlands eine große Elandherde gesehen, sonst eher wenig Tiere. Die Kaa Sektion selbst fanden wir landschaftlich auch schön, aber nicht so reizvoll wie die wilden Gebiete (wir sind den Kaa Loop gefahren) und die Tiere waren recht scheu (hauptsächlich Böcke und Schakale). Dafür ist es schön einsam.

Wir ziehen die Mabua vor (waren dort inzwischenschon 3 Mal), dort ist es auch sehr einsam (außerhalb der Ferienzeit) und es ist mehr Großwild zu sehen. Kann mit Kleinkindern natürlich auch kritisch sein wenn schon abends um 7 ein Rudel Löwen durch das Camp streunt... wir sind kurzerhand aufs Dach geflüchtet.
Bis zum 14.07. sind in 2013 in Südafrika vorraussichtlich Ferien. Das bedeutet, dass insbesondere Nossob bereits ab ca. November an ausgebucht sein kann. Wenn du eine Route stehen hast, würde ich die südafrikanischen KTP Camps bereits buchen, ändern kann man das immer noch (auch per Mail).

Ich finde die Kalahari immer eine schöne Abwechslung zu den "großen" Parks. auch das CKGR könnte für euch interessant sein.
Um im KTP nach Botswana einzureisen müsstet ihr in Two Rivers vorbeifahren, nur dort gibt es eine Grenzstation. Nach Südafrika müsst ihr nicht einreisen.

Bezüglich Afrikareisen mit Kindern holen wir uns dann von euch mal ein paar Tipps - das erste ist inzwischen unterwegs 🙂

In zwei Wochen geht es für uns in den Krüger, das CKGR und die Mabua 🙂

Liebe Grüße
Arne

PS: Für weitere Routenfragen machst du am besten einen neuen Thread auf.