INIngrid56Themenstarter88 Beiträge · seit 201218. März 2012 · #1Liebe Forumsmitglieder,
ich möchte euch um Euren praktischen Rat für Temperaturen im Mai/Juni und erforderliche Ausrüstung bitten. Ich weiss es wird nachts kalt, aber man liest sehr unterschiedliche Angaben in Klimatabellen und Foren (bis hin zu gefrorener Zahnpasta im Juni). Wir fliegen Mitte Mai für 4 Wochen gehen dann u.a. in die Kalahari Camelthorn Lodge, Sossusvlei Loge, Erongo Wilderness Lodge, Onguma Tree Top und Ongava tented Camp.
Ist es empfehlenswert hier zusätzliche Decken/Schlafsäcke mitzunehmen? Mit welchen Temperaturen muss man nachts rechnen? Wird es sofort kalt nachdem es dunkel wird, oder sind die tiefen Temperaturen mehr in den frühen Morgenstunden zu erwarten? Die Restaurants dieser Lodges sind ja alle offen soweit ich gesehen habe und nach den Klimatabellen bräuchte man dann eigentlich Daunenjacken zum Essen.
Wir können zwar pro Person 40 kg mitnehmen aber ich möchte keinen Gepäck-overkill betreiben, wäre also für Eure Ratschläge sehr dankbar.
Vielen Dank im voraus
Ingrid
Lumela562 Beiträge · seit 200918. März 2012 · #2Hallo Ingrid
Wir waren voriges Jahr ab 1.Juni in Namibia und sind von dort Richtung Süden gefahren.
In der Windhoeker Gegend war es tagsüber angenehm warm aber sobald sich die Sonne dem Horizont nähert wird es schnell kalt, bis um die 0° Grad. Natürlich ist es in den frühen Morgenstunden am kältesten, aber ungemütlich ist es bereits in der Dämmerung. Im KTP hatten wir sogar -4°. In Klein Aus hatten wir im August 2010 Schneeschauer und gefrorene Autoscheiben in der Früh.
Wenn Du im Restaurant nicht einen Tisch direkt neben dem offenen Kamin ergatterst frierst Du. Den Südafrikanern und Namibiern scheint das aber nicht allzuzviel auszumachen, sie sitzen im Restaurant mit den Wintermänteln am Tisch 🙂
Ein warmer Pulli, Hose + Jacke wiegen ja nicht so viel. Die Lodges haben in der Regel genügend warme Decken in den Zimmern, das sollte kein Problem sein.
LG Lumela
TOToko413 Beiträge · seit 200618. März 2012 · #3Hallo Ingrid,
soweit ich weiss, ist Aus der kaelteste Ort Namibias. Aber da Du in Lodges schlaefst, wuerde ich mir fuer die Nacht nicht so viel Sorgen machen. Meistens sind extra Decken oder richtig warme Deckbetten vorhanden. Am Tag immer schoen im Zwiebelprinziep anziehen und dicke Fliesjacken sind sicher kein ueberfluessiger Luxus.
LG
Toko
piscator1'483 Beiträge · seit 200918. März 2012 · #4bei manchen Lodges liegt nach dem Dinner, wenn du ins Bett willst, auch eine Wärmflasche darin!
Piscator
Beate21'117 Beiträge · seit 201018. März 2012 · #5Hallo Ingrid,
unter den Bettdecken hatten wir es im Juni idR warm genug. Aber außerhalb... brrrr!
Wir waren froh, eigene Wärmflaschen dabei gehabt zu haben und Stirnband, Mütze, Halstuch waren von Sonnenuntergang bis teilweise inkl. Frühstück wichtige Begleiter.
Skiunterwäsche ist auch nicht verkehrt.
Aus der Dusche am Morgen wurde oft eine Katzenwäsche und nach wenigen Tagen war es mir ziemlich egal, wie zerzauselt ich beim Frühstück aussah.
Unsere kalten Erfahrungen kannst du
hier nachlesen, u.a. Klein Aus Vista, Sossusvlei und Erongo WIlderness.
Keep warm 😎
Beate
INIngrid56Themenstarter88 Beiträge · seit 201218. März 2012 · #6Hallo Beate,
ich habe gerade Deinen super Reisebericht gelesen. Ihr hattet ja wirklich viel Pech mit Krankheiten Aber zumindest tagsüber scheint es ja ab und zu warm gewesen zu sein. Ich habe den Reisezeitraum gewählt anhand einer Klimatabelle mit den TAGES temperaturen und hatte da Namaibia Neuling (leider bin ich auf das Forum erst nach Beendigung der Reiseplanung aufmerksam geworden) nicht ganz realisiert wieviel kälter es nachts wird und dass die Lodges sehr oft offene Duschen und Restaurants haben....Naja man kann ja hoffen, dass wir dieses Jahr nicht ganz die Rekordkälte bekommen wie ihr sie erleben musstet.
Würdest Du nach Deinen Erfahrungen Daunensachen mitnehmen?
Die Erongo lodge haben wir auch gebucht, glücklicherweise auch nur für 2 Nächte, ursprünglich wollten wir dort 5 Nächte bleiben weil die Bilder so gut aussahen.
Viele Grüsse
Ingrid
Beate21'117 Beiträge · seit 201018. März 2012 · #7Hallo Ingrid,
ich wünsche euch wirklich wärmere Nächte als in unserem Ausnahmewinter.
Tagsüber war es bis auf Windhoek und Kolmanskuppe sehr angenehm - T-Shirt & kurze Hose kamen dann zum Einsatz.
Daunensachen würde ich trotz allem auch rückblickend nicht mitnehmen. Da hätte ich auch eine Daunenhose und Stiefel gebraucht, denn oft fand ich es um die Beine und am Po am kältesten.
Ein gutes Zwiebelprinzip mit Skiunterwäsche und Wollsocken sollte reichen.
Besorgt euch doch in Windhoek gleich zu Beginn einige billige Fleecedecken, in die ihr euch bei Bedarf noch zusätzlich einwickeln könnt. Vor eurer Rückreise findet ihr dafür sicher dankbare Abnehmer.
Viel Spass wünscht
Beate
Stefan.67115 Beiträge · seit 201218. März 2012 · #8Liebe Ingrid
Ich kann nur sagen: Kauf Dir Decken! Selbst teure Lodges sind offen gebaut und die nächtliche, windige Kälte in Südnamibia ist nicht ganz ohne...
Wie alle anderen Ferienartikel, die Du nicht mit dem Flugzeug runterfliegen willst, kaufst Du am besten gleich bei der Ankunft in Windhoek. Sonst geht es Dir wir mir im letzten Winter: Ich suchte ganz Lüderitz und Keetmannshoop nach Decken ab - fast alles ausverkauft. Für mich blieb eine herzlich dünne Nylondecke mit monströsen Riesenrosen drauf...
Bei den Kleidern würde ich dagegen mehr investieren. Mit guten (windundruchlässigen) Kleidern im Zwiebelprinzip kannst Du die stark schwankenden Tages- und Nachttemperaturen prima ausgleichen und kühlen Abende viel länger und besser draussen geniessen.
Viele Grüsse
Stefan
Swakop-Moni387 Beiträge · seit 200919. März 2012 · #9Hallo Ingrid!
Also es wird teilweise saukalt!!!!!!!!! Teilweise Katzenwäsche kann ich nur bestätigen.
Wir hatten folgendes vorbeugend dabei:
Von IKEA jeder ein Microfaserbett das mit Reißverschluss auf Kopfkissengröße gebracht werden kann. Am Ende der Reise haben wir die beiden Betten verschenkt (die beiden Mädels haben heute noch große Freude daran). Die Qualität und der Preis sind in Deutschland einfach besser und du kannst die beiden Decken vorher schon mal in der Waschmaschine waschen (so hast du die Pestizide draußen) und du hast im Flieger ein bequemes Kopfkissen. Gewicht gleich null.
Zum Schlafen hatten wir uns jeder 2 Fließanzüge besorgt (schmale lange Hose, Langarm-Shirt von Trigema). Diese hatten wir teilweise auch als Unterzug am Tage an. Fließmütze und Handschuhe sind auch praktisch (bevor einem Nachts die Ohren abfrieren). Daunenjacke dünn, Fließjacken, Kapuzen-Jacken, Regenjacke wegen der Windundurchlässigkeit noch oben drüber, dann passt es.
So seit ihr bestens gegen die Kälte gerüstet und die Sachen wiegen ja auch kaum etwas.
Viel Spaß - wird ein super Tripp!
Wünscht Swakop-Moni
Es wird viel gefragt um es dann doch selbst wieder mal besser zu wissen...
NONobus12 Beiträge · seit 200620. März 2012 · #10Bin oft in der Winterzeit in NAM unterwegs. Neben ensprechender Kleidung zählt ein Synthetikschlafsack mit gutem Kälteschutz für mich zum absoluten Muss im Gepäck! So ein Teil ist nicht gerade billig, dafür braucht man wenig Platz und mit einem Gewicht von unter einem Kilogramm ist er auch keine Belastung für das Fluggepäck. Falls das Bett von unten her gut isoliert ist, mach ich den Schlafsack ganz auf und benutze ihn lediglich als Decke.