Preiserhöhungen für Botswana Campsites

16 Antworten · 4'580 Aufrufe · gestartet 09. März 2012 von ALM
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Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201109. März 2012 · #1
Mir wurde bekannt, daß Preiserhöhungen für die botswanesischen Campsites geplant sind. Preis wären dann zwischen 45 und 85 Euro pro Person und Tag.
Hat jemand hierzu verlässliche Informationen?
LG
Alm
2'610 Beiträge · seit 200709. März 2012 · #2
Hallo ALM,

woher hast du diese Auskunft? Als wir im Frühjahr 2011 in Botswana waren, klagten die Ranger an den Gates schon da über rückläufige Besucherzahlen auf den Campsites (Ausnahme Chobe Riverfront).

Bei den Preisen kann ich für uns nur sagen "Adieu Botswana, es war sehr schön, aber jetzt bis du viel zu teuer für uns".

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
7'272 Beiträge · seit 200609. März 2012 · #3
Hallo Alm

Ich habe schon öfters von einer solchen Preiserhöhung gehört. Allerdings bezieht sich diese auf den Parkeintritt und nicht die Campsite. Ausserdem ist mir kein Datum bekannt, wann das eingeführt werden soll.

Mal schauen ob und was kommt. Es wird sicher nicht zu einem erneuten Besucheransturm führen 😈

Herzliche Grüsse
Chrigu
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439 Beiträge · seit 200909. März 2012 · #4
Nahziel ist wohl zwischen 100 und 150 US$ pro Person und Nacht zu nehmen. Fernziel ist, Camping und vor allem Selbstfahren in den Parks komplett aufzugeben. Auf lange Sicht sollen nur noch (hochpreisige) Lodges angeboten werden. Bringt bei weniger Menschen viel mehr Geld. Zweiter Hintergrund ist, dass die Beschwerden der "Hochpreistouris", die schon mal 500 Euro pro Person und Nacht hinlegen, über die "arme Verwandtschaft" zugenommen haben. Wer exklusiv wohnt und dafür auch richtig löhnt, will nicht den Billigtouristen neben sich am Wasserloch stehen haben - mit dem gleichen Ausblick und den selben Tieren. Hinzu kommt, dass unkontrolliertes und schlechtes Benehmen einzelner - wildes Fahren, Alkohol, Lautstärke - den Ruf des Selbstfahrers mit eigenem Zelt sehr hat leiden lassen.
Themenstarter2'319 Beiträge · seit 201109. März 2012 · #5
Die Preiserhöhung bezieht sich auf den Parkeintritt und ist deshalb um so gravierender als solch ein Preis für eine Campsite, würde denn diese zu solch einem Preis an mind. 6 Personen vergeben.
Derzeit versuche ich verzweifelt drei Campsites im KTP für August zu reservieren, doch von DWNP meldet sich kein Mensch. Weder auf Faxe noch auf Emails.
Es ist auf der einen Seite deprimierend auf der anderen veranlasst es aber auch lieber die Sanpark Campsites zu buchen. Das geht easily und kommt am Ende sogar noch günstiger, weil Preisgarantie.
Botswana tut sich damit keinen Gefallen.
33,1k Beiträge · seit 200609. März 2012 · #6
Hallo ALM,

das letzte was ich dazu gehört habe ist aus der Ngami Times von September letzten Jahres. Da wurde eine Erhöhung für 2013 angtekündigt:

"Self-drive tourists into the Moremi and Chobe game reserves will have to fork out P350 per person as against the current P120 if the proposals are implemented.

Camping fees in the northern parks are set to jump from P30 to P200 per person and in the southern parks to P100. Wilderness camping will now cost P600 per person per day as against the existing P200. In the south, the fee will be P400."

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
21 Beiträge · seit 201209. März 2012 · #7
Hallo Christian,

Was verstehen Sie unter Wilderness camping.
Busch Camping ist doch erlaubt außerhalb der Parks?
Z.b. in die Pans?

Herzliche Grüsse

Ineke
1'933 Beiträge · seit 200709. März 2012 · #8
ALM schrieb:Mir wurde bekannt, daß Preiserhöhungen für die botswanesischen Campsites geplant sind. Preis wären dann zwischen 45 und 85 Euro pro Person und Tag.
Hat jemand hierzu verlässliche Informationen?
LG
Alm
Mir wurde bekannt... 😵

Wo haben Sie diese information bekommen? Bitte geben Sie uns deine Quelle weil ich denke das es Unsinn ist.
Ich habe fast jedem Tag kontakt mit die betrieber von dem Campsites und weiss noch von gar nichts...

Mit freundlichen Grüßen,
Hans Schoelink
zuletzt bearbeitet 09. März 2012
439 Beiträge · seit 200910. März 2012 · #9
schoelink schrieb:
ALM schrieb:Mir wurde bekannt, daß Preiserhöhungen für die botswanesischen Campsites geplant sind. Preis wären dann zwischen 45 und 85 Euro pro Person und Tag.
Hat jemand hierzu verlässliche Informationen?
LG
Alm
Mir wurde bekannt... 😵

Wo haben Sie diese information bekommen? Bitte geben Sie uns deine Quelle weil ich denke das es Unsinn ist.
Ich habe fast jedem Tag kontakt mit die betrieber von dem Campsites und weiss noch von gar nichts...

Mit freundlichen Grüßen,
Hans Schoelink
Kein Unsinn sondern erst der Anfang eines Prozesses, der zum Ziel hat, Billigtouristen wie Selbstfahrer und Camper aus den botswanischen Parks zu verdrängen. Es werden neue Lodges entstehen und über kurz oder lang nur noch Lodgegäste in den Parks unterwegs sein. Einzige Ausnahme ist nach aktueller Planung noch der KTP wegen der Verbindung mit RSA. Wird sich auf längere Sicht aber auch ändern.
Gast10. März 2012 · #10
Hallo Fritzmann,

vom grundsätzlichen Trend her hast Du sicher recht. Es wird im gesamten südlichen Afrika tendenziell nicht billiger sondern nur noch teurer werden. Die Zahl der Einschränkungen in Form exklusiver Konzessionsgebiete oder wie jetzt an der Chobe Riverfront dürfte zukünftig massiv zunehmen. Und selbstfahrende Campingtouristen haben bei den Veränderungsprozessen keine Lobby.

Bei der Gestaltung der Eintrittspreise ist das DWNP aber nicht ganz so frei. Moremi, Chobe NP, Makgadikgadi NP, Nxai Pan NP usw. gehören alle zu KAZA dazu. Und KAZA kommt so langsam auf die Beine. Man wird für diesen grenzüberschreitenden Park die Eintrittsgebühren in den 5 beteiligten Ländern halbwegs harmonisieren müssen (wie auch im KTP). Falls Namibia die dort üblichen 8 EUR Eintritt für KAZA verlangt und Botswana 85 EUR, dann ist völlig klar was passiert. Alle zahlen in Namibia und fahren von da aus auf die Botswana-Seite.

Beste Grüße

Guido
1'933 Beiträge · seit 200710. März 2012 · #11
Fritzmann schrieb:Kein Unsinn sondern erst der Anfang eines Prozesses, der zum Ziel hat, Billigtouristen wie Selbstfahrer und Camper aus den botswanischen Parks zu verdrängen. Es werden neue Lodges entstehen und über kurz oder lang nur noch Lodgegäste in den Parks unterwegs sein. Einzige Ausnahme ist nach aktueller Planung noch der KTP wegen der Verbindung mit RSA. Wird sich auf längere Sicht aber auch ändern.
Das einzige 'Prozess' das uns alle klar ist ist das die Preise in 2013 erhöht werden. Die neue Preise dem genannt sind = 350 Pula p.p.Tag. Das ist jetzt € 38. Das ist ein grosses unterschied mit "zwischen 45 und 85 Euro pro Person und Tag"... 😉

Ich möchte nur bitten um nicht einfach etwas herum zu Trompeten aber abzuwarten was wirklich passiert. Und bitte die Quelle zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans Schoelink
zuletzt bearbeitet 10. März 2012
439 Beiträge · seit 200910. März 2012 · #12
Der Preis ist sicherlich ein Regulativ, um die unschöne Situation zu verbessern. Beschränkungen, die das Angebot unattraktiver machen, ein anderes. Wer die Entwicklung in den vergangenen drei oder vier Jahren betrachtet, dem wird die Richtung klar. Die Preise steigen kontinuierlich an, und hier sind wir erst am Anfang der Spirale nach oben. Den Campsites wurde der Exklusivitätscharakter genommen. An der Chobe Riverfront gibt es massive Einschnitte in die Bewegungsfreiheit.
Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass diese Maßnahmen aber auch unbedingt notwendig geworden sind. Zuletzt waren vor allem die leicht erreichbaren und mit relativ guter Infrastruktur ausgestatteten Parks (Chobe, Moremi) oft doch nichts anderes als ein südafrikanischer Ballermann.
Vor allem aus Südafrika fallen ganze Horden ein, die sich benehmen wie der letzte Dreck. Die missbrauchen die Natur als billige Campingplätze und richten sich ein wie die Holländer und die Deutschen auf dem Strandcamping an der Costa Brava: Generatoren, Zäune, Wagenburgen usw. usw. usw.). Nachts wird gesoffen und herumkrakelt, am Tag steht das Off-Road-Erlebnis mit dem aufgerüsteten 4WD im Vordergrund. Was hat das denn noch mit Naturerlebnis zu tun? Die wären am Rande eines Truppenübungsplatzes besser aufgehoben.
Deswegen ist es nur konsequent und richtig, den Individualtourismus Stück für Stück aus den Parks zu entfernen.
Nicht dass ich hier falsch verstanden werde: Ich bin seit vielen Jahren begeisterter Selbstfahrer und schlafe nach wie vor gern im Dachzelt. Aber nicht mit solchen Nachbarn. Dann zahle ich lieber ein paar hundert Euro pro Nacht für eine Lodge und habe wieder das ursprüngliche Afrika-Feeling.
Chobe und Moremi und selbst das CKGR sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Wildlifeerlebnis gibt es doch nur noch im Okavango-Delta. Und was gibt es dort nicht? Richtig: Low-Budget-Individualtourismus.
Ich bin gern bereit dafür zu zahlen, dass die Partymeile aus den Parks verschwindet.
2'610 Beiträge · seit 200710. März 2012 · #13
Hallo Fritzmann,

z.T. gbe ich dir Recht - sicher benehmen sich manche - viele davon in der Tat Südafrikaner - Camper daneben. Da wären aber auch einmal die Ranger gefragt, die diese Rowdies des Parks verweisen und - wir sind im Comuterzeitalter - auf eine schwarze Liste setzen und sie nicht mehr einlassen. Ich hätte nichts dagegen, wenn bei dem Einchecken mein Name und der der Mitreisenden dahingehend geprüft würde.

Ich bin nicht in der Lage Hunderte von Euros für eine Übernachtung in einer Lodge zu zahlen und wenn ich könnte - ich wollte es gar nicht. Hast du einmal gesehen, wie desinteressiert sehr viele (o.k. nicht alle!) dieser Lodgeleute auf den Fahrzeugen sitzen und sich von den Lodgefahrern das Wild zeigen lassen? Für eine Impala wird gar nicht erst angehalten, da will man die BIG 5 sehen, mindestens!

Als "Lodger", da kannst du nicht mehr abends an deinem Lagerfeuer sitzen und den Stimmen der Nacht zuhören, den Sternenhimmel durchs Moskitonetz deines Dachzelts beobachten, Herzklopfen bekommen, wenn der Löwe ganz nah hinter deinem Zelt brüllt und wenn er dann nicht mehr brüllt, da nimmt das Herzklopfen noch zu....... Es gibt noch so vieles, dass man als "Lodger" nicht mehr erleben kann.

Ich werde die Wildheit Botswanas sehr vermissen - gut, das ich schon so oft dort gewesen bin; aber schade, sehr schade, dass ich es nicht noch viel öfter erleben darf.

Nachdenkliche Grüße

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
439 Beiträge · seit 200910. März 2012 · #14
Liebe Jambotessy,
gebe dir natürlich Recht, was das Wilderness-Erlebnis am eigenen Lagerfeuer und im eigenen Dachzelt angeht. Aber das gibt es faktisch ja nicht mehr - im Moremi nicht, im Chobe nicht. Möglicherweise und mit viel Glück im CKGR, wenn du alleine auf Piper Pan stehst oder am ehesten vielleicht noch an Xaxa-Waterhole. In einer guten Lodge im Delta ist das schon eher so. Da brennt abends auch ein Lagerfeuer. Die Zeltplanen klappe ich hoch, und habe dann auch nur noch das Moskitonetz zwischen der Natur und mir. Und es ist niemand in der Nähe, der Party macht.
Ein Wort zu den Rangern: Ich habe selbst miterlebt, wie eine Horde Südafrikaner - mehrere Großfamilien vom Greis bis zum Kleinkind - im Moremi mit deutlich über zwanzig Personen und mindestens acht Autos rund um die sanitären Anlagen ihre Wagenburg aufgebaut hatte. Du machst dir keine Vorstellung davon, was da abging. Die hatten eine Reservierung für einen einzigen Stellplatz. Keine Ahnung, wie die überhaupt in den Park gekommen sind. Nach dem Protest mehrerer anderer Reisender hat sich der Ranger vom nahen Flugfeld die Ehre gegeben, um besseres Benehmen zu „bitten“. Der Mann musste schnell den Rückzug antreten. Die weißen „Herrenmenschen“ machten dem armen Schwarzen schnell deutlich, wer das Sagen hat. Da fielen Worte, die ich nicht wiederholen werde. Das war schlimmster Rassismus. Und wir anderen, die wir drum herum standen, konnten nichts tun, außer uns bei dem Ranger zu entschuldigen. Und der konnte nichts tun, als sich für seine Machtlosigkeit zu entschuldigen.
Auch ein Grund dafür, dass solche „Menschen“ aus den Parks ferngehalten werden müssen.
2'610 Beiträge · seit 200710. März 2012 · #16
Halo Fritzmann,

sag ich doch, da sind die Ranger entweder nicht clever genug oder auch noch nicht befugt. Er hätte sich die Wagennummern notieren sollen und den Vorgang zum Gate/Gates funken. Bei der Ausfahrt hätte mann diesen nichtsnutzigen Südafrikanern einen netten Empfang bereiten können.(Es gibt doch sonst genug Möglichkeiten der Polizei, Touristen zu ärgern, sogar bei ganz kleinen Überschreitungen).

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
439 Beiträge · seit 200910. März 2012 · #17
Jambotessy schrieb:Halo Fritzmann,

sag ich doch, da sind die Ranger entweder nicht clever genug oder auch noch nicht befugt. Er hätte sich die Wagennummern notieren sollen und den Vorgang zum Gate/Gates funken. Bei der Ausfahrt hätte mann diesen nichtsnutzigen Südafrikanern einen netten Empfang bereiten können.(Es gibt doch sonst genug Möglichkeiten der Polizei, Touristen zu ärgern, sogar bei ganz kleinen Überschreitungen).

Grüße
Jambotessy
Die nachträgliche Bestrafung passt so gar nicht in die botswanische Mentalität. Und wie stellst du dir die Szenerie am Gate vor? Sollen dann auf Verdacht mal eben jeweils zwanzig Sicherheitskräfte an den verschiedenen Ausfahrmöglichkeiten zusammengezogen und für mehrere Tage stationiert werden, damit die Schurken bestraft werden können?
Der andere Weg ist viel viel einfacher und vor allem lukrativer. Was geben die Camper aus RSA im Land aus? Richtig: Parkeintritt und Campgebühr, vielleicht noch eine Tankfüllung Benzin. Lebensmittel und Alkohol werden aus RSA mitgebracht. Wenn du nachrechnest, stellst du fest, dass ein einziger Lodge-Gast mehr Geld im Land lässt, als eine dreißigköpfige Großsippe auf dem Campesite.