Geländewagen in Namibia nötig?

23 Antworten · 9'899 Aufrufe · gestartet 25. Feb. 2012 von Ulusaba
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201225. Feb. 2012 · #1
Hallo alle zusammen,

ich bin ganz neu hier im Forum, daher stelle ich mich kurz vor.

Heisse Annette, war früher recht oft in Afrika, da ich Familie in Malawi habe, doch meine letzte Reise nach Namibia ist schon einige Zeit her.

Nun möchte ich mit meinem Freund im Sommer drei Wochen Namibias Norden bereisen und bin gerade am Überlegen, welche Mietwagenkategorie es braucht.

In einem Reisebüro wurde mir gesagt, wenn ich ins Damaraland möchte (evtl. Camp Kipwe), müsse ich in jedem Fall einen 4x4 nehmen.

Hm... Seht Ihr das auch so?

Also, letztes Mal war ich mit nem einfachen Golf unterwegs und bin von CPT hochgefahren. Das tu ich mir dieses Mal nicht an, aber ist es tatsächlich so, dass es nen Geländewagen braucht um den Westen zu bereisen, sprich Gravelroads zu fahren?

Dass ich Sossusvlei nur bis zu einem bestimmten Punkt komme, ist mir klar, nur.... Also wenn ich mal gucke, sind halt die eher geländetauglichen Autos sehr viel teurer als die Golfklasse, etc.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Annette
183 Beiträge · seit 200625. Feb. 2012 · #2
Hallo Annette,
Willkommen hier im Forum:)
Also ich selber würde nur mit einem hochgestellten Wagen in namibia fahren. die Straßen sind die letzten Jahre durch den Regen doch schlechter geworden. Sie fahren zwar immer wieder mir den Gredder, aber oft kommen dadurch bei manchen Revierdurchfahrten so mancher Felsen zum Vorschein, den man aber dann nicht sieht. Ich habe mir vor 2 Jahren deswegen die Hinterachse verbogen mit einen Polo Vivo.
Man muß schaun, ob man diese als 2x4 bekommt, aber du hast auf jeden Fall ein bequemeres und sicheres Fahren.

Liebe Grüße aus dem derzeit verregneten Windhoek

Elisabeth
Namibian-Life- Travel, ihr Partner im südlichen Afrika namibian-life-travel@iway.na Wir helfen gerne bei Anfragen und bearbeiten Routen nach Ihren Wünschen http://www.namibian-life-travel.com
1'927 Beiträge · seit 200825. Feb. 2012 · #3
Hallo Anette,

über den aktuellen Straßenzustand im Norden hatte ich schon geschrieben:


....für die Urlaubsplaner mit normalen PKW einige Strassenzustandsmeldungen:

Allgemein wurde und wird derzeit viel verbessert, insbesondere im Norden. Von Norden begonnen:

D 3701 von Swartbooisdrift bis Epembe Einmündung C 43, sehr guter Zustand.

C 43 von Epupa nach Süden bis zur Einmündung C 39 sehr guter Zustand, starkes Gefälle am Joubert Pass wurde entschärft, Baustelle gut passierbar. Ab Sesfontein dann ca. 50 km Richtung Palmwag komplett neuer Unterbau und bretteben

D.h. man kann mit einem normalen PKW sehr komfortabel von Swakop Richtung Torra Bay über das Springbok Gate zur C 43 bis hoch zu den Epupa Falls bzw. nach Swartbooisdrift zur Kunene River Lodge fahren

Nach der Einmündung C 43 / C 39 Richtung Twyfelfontein viele Baustellen und teilweise grobe Schotteranhäufungen.....

Im übrigen schließe ich mich Elisabeth an, kein 4x4 erforderlich aber was hochbeiniges macht das Fahren doch viel angenehmer.

Gruß
Peter
359 Beiträge · seit 201025. Feb. 2012 · #4
Hallo Anette,

also ich bin jetzt ca. 40.000 Kilometer quer durchs Land gefahren. Und die Kilometer bei denen 4x4 oder gar Low Range wirklich nötig waren gehen in den Promillebereich. Aber natürlich gibt es diese Strecken.

Am besten du machst dir einen genauen Plan, wo ihr langfahren wollt und dann solltest du entscheiden. Aber natürlich haben die Geländewagen auch auf Gravelroads Vorteile (wie z.B. Bodenfreiheit oder bessere Sicht) die einfach toll sind.

Ob ein Geländewagen "sicherer" ist vermag ich nicht zu sagen, aber ich habe so das Bauchgefühl, dass viele Leute glauben mit einem Geländewagen mehr wagen zu können und dann gibt es die bösen Unfälle.

Mit einem Corolla fahren die Namibier auch so ziemlich überall hin. Aber ist eben auch nicht so bequem.

Gruß aus Windhoek
Kowo
983 Beiträge · seit 201125. Feb. 2012 · #5
Hallo,

vorab: Warum nennst du dich Ulusaba? Warst du auch schon in Ulusaba (Bransons Ressort)?

Dann zu deiner Frage: War gerade 4 Wochen in Nam unterwegs, auch in Camp Kipwe. Die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt. Ich wollte billig, meine Frau bestand auf 4x4 - also wurde es ein Nissan X-Trail 4x4. Habe ich wirklich gebraucht, nicht auf den Straßen, aber auf den Zufahrten und in Parks. So manches Schlammloch, wäre mit einem normalen Pkw ein Alptraum geworden ...

Beim nächsten Mal nehme ich einen Hillux oder was noch Solideres ...
Beste Grüße rhh64
Themenstarter43 Beiträge · seit 201225. Feb. 2012 · #6
Guten Abend,

vielen Dank für Eure Antworten.

Zu der Frage bezüglich meines Namens, ja ich war schon in Ulusaba, ich habe dort vor Jahren gearbeitet, als es noch John Dyer gehörte.

Seither war ich nicht mehr dort.... Nicht finanzierbar.... War eine tolle Zeit in meinem Leben.

Hm... Gut, dann muss ich mal noch sehr genau anschauen, welche Routen wir fahren werden und ob dann ein höher gestelltes Auto ausreicht oder ob ich tatsächlich nen 4x4 brauche.

Da ich im August fahre, ist ja dann auch Trockenzeit und die Regenzeit ne Weile vorbei... Könnte auch dazu beitragen, dass es mit nem normalen PKW geht und ich habe nicht vor, wie eine Verrückte über die Schotterstrassen zu rasen.


Annette
1'182 Beiträge · seit 200626. Feb. 2012 · #7
Hallo Annette,

wir waren 2008 in Ulusaba - hat uns sehr gut gefallen, wenn auch sündhaft teuer.

Ein ideales Auto ist der Condor, erist höher gebaut, hat viel Platz und ihn gibt es als 2x4 öder 4x4. Allerdings wird er leider seit viele n Jahren nicht mehr gebaut. Aber wenn man noch einen erwischt, hat man ein sehr günstiges Auto.

Gruss,
Bernd
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911 Beiträge · seit 200726. Feb. 2012 · #8
Hallo Anette,

Hast du schon mal bei Hubert Heesters - Kalahari Car Hire - geschaut. Er vermietet Hiluxe, die schon älter aber gut gewartet sind zu sehr moderaten Preisen. Ich habe selbst noch nicht bei ihm gebucht, aber hier immer nur bestes gelesen. Nutze mal die Suchfunktion.

Und ich wurde immer einen 4x4 vorziehen, wenn ich Richtung Damaraland etwas die Landschaft erleben möchte.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2012
410 Beiträge · seit 200726. Feb. 2012 · #9
Hallo Ulusabu,

es kommt darauf an welche Unterkünfte Ihr gebucht habt und ob Ihr auch mal weiter abseits der üblichen Straßen fahren wollt....
Wir haben in Namibia einen 4x4 gehabt und waren sehr froh darüber. Oft waren die Anfahrten zu den Farmen sandig oder ruppig....Wir sind in den 3 Wochen viel auf abgelegenen Schotterpisten unterwegs gewesen und haben die Vorteile des 4x4 genossen. Wir sind nur noch mit 4x4 unterwegs weil man einfach viel mehr Möglichkeiten hat - und unterwegs viel flexibler ist und sich keine Gedanken machen muss ob man die Strecke fahren kann oder nicht.
Zudem sind teilweise die schönen Plätze nur mit 4x4 befahrbar (Brukkaros Berg-Campsite, Red Dune Campsite, Dead Vlei...).

Grüße Sternschnuppe
2'048 Beiträge · seit 200726. Feb. 2012 · #10
Hallo Bernd,
Savanna hatte noch Condor dastehen, ich kann aber nicht sagen, ob die vermietet werden. 2010 haben sie in der Werkstatt auf jeden Fall noch Betten ( Schubladensysteme eingebaut.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
143 Beiträge · seit 200927. Feb. 2012 · #11
Hallo zusammen,:)

ein Kalahari-Ferrari (Donkeykarre) 🙂 hat auch viel Bodenfreiheit, ist nur nicht so schnell... 😉 wir haben u.a. in Namibia den Citi-Golf und halt auch Mercedes-Benz getestet; in Mali, Mauretanien, Senegal usw. Peugeot 405 Diesel (alle keine 4x4). Irgendwann reißt es halt die Fahrzeuge ohne starren Rahmen auseinander, dann die mit Rahmen schlußendlich auch (kommt immer auf die Fahrer/Innen an 😉 aber die Fahrzeuge "zerlegen" sich dann irgendwann doch).

Für die PKW empfehlen wir dringend einen stabilen Motorschutz aus 4 mm Stahlblech (falls keiner montiert ist und einen Tankschutz ggf. dito), für den Sand reicht ein unten angeschraubtes Verkehrsschild (z.B. "Sackgasse") auch.

Wie auch die Vorredner schon sagten: Bodenfreiheit ist ansich das "A und O" und eben auch ein guter Reifen - und ein/zwei gute Schaufeln.

Mit einem Diesel-Benz (für die Fans: 220D/8 - W 115)haben wir die besten Touren in Namibia unternommen (bis ins Kaokoveld etc.) und sind auch immer von dort zurückgekommen, auch wo "4x4-recommanded" stand; im Sand mit 0,7 bar Reifendruck funktioniert es auch noch, aber irgendwann ist halt "Schluß mit lustig" (an den Steigungen im Sand)und da wir heute nicht mehr so aktiv buddeln wollen, finden wir einen Allrad einfach praktisch.

Ein Allrad bietet allerdings auch eine "trügerische" Sicherheit, denn selbst einen 4x4 kann man "gnadenlos" im Sand versenken und nur beschwerlich alleine freischaufeln und - durch den höheren Schwerpunkt in Verbindung mit "guter Geschwindigkeit" - ist bei manchen auch schon die erste Kurvenfahrt auf Schotter neben der Straße vorzeitig beendet, oder aber zumindest verzögert worden.;)

Man sollte als Fahrzeugführer sowohl die eigenen Fähigkeiten als auch die des Fahrzeuges mit Bedacht einschätzen und ggf. mal ein paar Meter zu Fuß gehen (können) 😄 . Und es ist immer gut zu wissen, dass das Auto noch etwas mehr kann als man selbst 😁
Dann ist man schon einmal auf der sicheren Seite. Wir fuhren 2009 einen 1628 Benz 4x4 LKW mit Seilwinde und hatten tolle Tage ohne Schaufeln und Luft aufpumpen in Namibia. Nur der Tankwart war noch besserer Laune als wir 😉 😉 😉

Also, gute Pad und allen viel Erfolg "on" and "off" the road, track or what else, ggf. im Kalahari-Ferrari - und das dann ohne Tankstelle wünscht, steenbok
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2012
Themenstarter43 Beiträge · seit 201229. Feb. 2012 · #12
Guten Abend alle miteinander,

also, wie ich inzwischen gelesen habe, geht es wohl doch auch ohne 4x4. Wie schön.

Das letzte Mal war ich mit meinem Golf ja auch rundherum glücklich.

Habe jetzt mal noch bei der Garage Wucher nen Bus angefragt, bin gespannt, was er mir sagt. 🙂

Ich glaube, ein paar von Euch haben dort schon gemietet und waren mit den Bussen zufrieden, auch wenn die älter sind.

HG
Annette
1'419 Beiträge · seit 200929. Feb. 2012 · #13
Servusla,

nur meine Meinung: kommt auf euer Budget drauf an. Ein 4x4 macht einfach Spass zu fahren (man muss ja deswegen nicht rasen, das kann man auch im Golf), macht sich super auf den Urlaubspics und zumindest für mich gehörte es einfach zum Urlaubsfeeling dazu! 😛

Aber wir haben ja manchmal auch gecampt (was auch ein Grossteil des wunderbaren Urlaubsfeelings war^^)

Grüssla
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Themenstarter43 Beiträge · seit 201229. Feb. 2012 · #14
Hallo Janet,

ja, da hast Du Recht, Geländewagen ist toll..... Wir haben einen eigenen, aber der ist halt in Malawi stationiert, da komm ich nicht dran.

Und: Mein Freund HASST campen. Das geht gar nicht. Er ist einfach keine 20 mehr und ich kriege ihn definitiv in kein Zelt ohne richtiges Bett... Egal ob auf dem Dach eines Autos oder auf dem Boden. 😉

Wenn ich nun in Lodges gehe und wir bleiben meist 2-3 Nächte an einem Ort, dann geht einfach nicht auch noch der Geländewagen... Sonst kriege ich Budgetprobleme... Es sei denn, Du weisst nen Anbieter, der echt günstig ist.

HG
Annette
1'419 Beiträge · seit 200929. Feb. 2012 · #15
Hi Annette,

da bin ich leider überfragt, aber andere Fomis können sicher helfen! Ich würde so auch nie campen, aber im südlichen Afrika war das einfach nur toll (bin auch schon lange keine 20 mehr 😉 ) Männer! Der soll sich net so anstellen! Der weiss gar net was er verpasst 😄

Aus Berichten weiss ich dass Hubert Hester wohl recht günstig sein soll ... wobei ich nicht weiss ob er die Teile auch ohne Campingausrüstung vermietet? Vielleicht einfach mal nachfragen oder hier weiter auf Hilfe hoffen^^

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Themenstarter43 Beiträge · seit 201229. Feb. 2012 · #16
Hi Janet,

Hester ist leider schon komplett ausgebucht, den habe ich schon angefragt.

Na ja, mit nem kaputten Rücken ist Campen vielleicht echt nicht so gut und Du weißt ja wie das ist... ein paar Kompromisse braucht es.... Ich schleppe ihn nach Namibia und dafür haben wir uns darauf geeinigt, dass eben nicht campen... 🙂

Das ist schon ok so, ich freu mich, dass er mitkommt....

HG
Annette
5'538 Beiträge · seit 200829. Feb. 2012 · #17
Hallo Annette,

Ihr braucht den 4 x 4 wirklich nicht. Nehme einen hochbeinigen 2 x 4 und der ist für Eure Tour prima und wesentlich billiger.

Liebe Grüße
Gerd
131 Beiträge · seit 201105. März 2012 · #18
Hallo Annette!

Mein Mann hat zuhause auch oft Rückenprobleme, hatte aber nach 3 1/2 Wochen Namibia im Dachzelt glücklich festgestellt dort kein einziges Mal Rückenschmerzen gehabt zu haben 🙂 Vielleicht überzeugt das deinen Freund...

Zum 4x4: Wir waren froh einen gehabt zu haben. Tiefer Schlamm und das eine oder andere Flüsschen wären in einem PKW nicht fahrbar gewesen, ist aber auch normal jetzt in der REGENZEIT 🙂 In einem PKW hätte man die Route sicher anders anlegen können/müssen. Ich persönlich würde aber auch in der trockenen Saison die Mehrkosten hinnehmen, ist einfach bequemer und die "Aussicht" aus dem höheren Fahrzeug ist natürlich auch besser! Muss aber zugeben, dass wir auch in Europa einen Defender fahren und ich daher wohl kein Maßstab bin 😛

LG, Kerstin
76 Beiträge · seit 200911. März 2012 · #19
Die Frage ob 4 x 4 ja oder nein hängt von den geplanten Routen ab. Auf den normalen Straßen ("Hauptstraßen") reicht sicher auch ein normaler PKW. Auf Abwegen oder auch in abgelegenen Regionen (z.B. Kaokoveld) geht ohne Allrad nichts mehr.
49 Beiträge · seit 201212. März 2012 · #20
Seppl schrieb:Die Frage ob 4 x 4 ja oder nein hängt von den geplanten Routen ab. Auf den normalen Straßen ("Hauptstraßen") reicht sicher auch ein normaler PKW. Auf Abwegen oder auch in abgelegenen Regionen (z.B. Kaokoveld) geht ohne Allrad nichts mehr.
So wurde uns das auch von einem renommierten Afrika-Reise-Veranstalter gesagt.

Wir haben uns dann den Luxus eines 4x4-Fahrzeugs gegönnt und werden damit im August durch Namibia fahren.
Wir erhoffen uns in diesem Auto mehr Komfort (höhere Sitze, mehr Bein- und Bodenfreiheit, nicht jedes Schlagloch soooo sehr merken, etc.).

LG Frieda