PEpernilleThemenstarter95 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #1Hi,
ich muß als Kontroll-Freak mal was fragen, obwohl ich die Planung meines südafrikanischen Freundes ja eigentlich gar nicht in Frage stellen will. Naja, ich tu´s halt trotzdem 😉 Diese Strecke ist er nämlich auch noch nie zuvor gefahren. Die Planung ist folgende: Ich lande an einem Sonntag morgen im November um 06.00 Uhr in Kapstadt und mein Freund steht mit fix und fertig gepacktem Auto am Flughafen parat. Nur noch meine Tasche in den Kofferraum schmeißen und dann ab auf die N7, um dann an diesem e i n e n Tag die komplette südafrikanische Westcoast bis hinein nach Namibia und zum Fish River Canyon zu fahren. Dort dann auf irgendeinem Campingplatz die 1. Nacht. Ich habe so meine leisen Zweifel, ob das an 1 Tag überhaupt schaffbar ist. Was meint Ihr ? Ich jedenfalls befürchte, daß wir es nicht schaffen...Aber vielleicht hat´s ja jemand von Euch schon gemacht und kann meine Bedenken zerstreuen ???
Danke und Gruß, Pernille
TOToko413 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #2Hallo Pernille,
wenn Du um 6.00 Uhr landest, ist es mindestens(!) 8.00Uhr bevor Du im Auto sitzt und dann wird's schon knapp um noch bei Tageslicht anzukommen. Ich habe Zweifel ob es sowieso machbar ist. Neben den zu fahrenden Kilometern, hast Du auch noch fuer die Grenzformalitaeten Zeit noetig. Das muss zwar nicht wahnsinnig lange dauern, aber das weiss man nie vorher. Wir sind die Strecke schon gefahren und haben allerdings einen Zwischenstop gemacht. Mir erscheint es der helle Wahnsinn um diesen Trip an einem Tag unternehmen zu wollen. Aber einem erfahrenen Suedafrikaner zu wiedersprechen erscheint mir doch etwas anmassent 😉
Ich selber wuerde allerdings die Fahrt so nicht machen wollen.
Gruesse Toko
Bernd1'182 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #3Hallo Pernille,
ich bin die Strecke - allerdings am ersten Tag nur bis Springbok - vor ein paar Monaten gefahren, nachdem ich auch um ca. 6h in CPT gelandet bin.
Mir hat das gereicht, ich mache das nicht wieder, denn die Wärme und die Eintönigkeit der Strecke haben mich ganz schön geschlaucht. Ich mußte mich von meiner Frau ablösen lassen, die das auch nicht sehr lustig fand.
Aber Dein Freund ist vermutlich frisch und munter - das mag ja geh`n ...!?
Gruß,
Bernd
TCtc_seb275 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #4Habt ihr es denn sooo eilig? Irgendwo im Namaqualand stoppen und einen lekka Abend geniessen ist doch sicherlich angenehmer, als direkt ordentlich km zu fressen und viel zu "erschöpft" zu sein...
Sebn
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joli3'491 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #5Hallo Pernille,
ich vermute mal, dass Du von mir bestimmt keine Zustimmung so einem solchen Unterfangen erwartest - und ich möchte Dich darin auch nicht enttäuschen. Aber mal Fakten: das sind alles in allem ca. 1.200 km !! Zuzügliche Grenzformalitäten und Tankstops. Auch wenn alles frei ist - wovon man auf dieser Strecke nie ausgehen kann, zumal die Südafrikaner m.W. kein Sonntagsfahrverbot für LKW´s haben - dann könnte man idealerweise einen Schnitt von 100 km/h erreichen. Das sind 12 Std. reine Fahrzeit ohne Grenze und Tanken. Bei einer geschätzen Abfahrt um 8.00 Uhr seid Ihr also allerfrühestens gegen 22.00 Uhr am Fish-River-Canyon / Canyon Road House, denn ab Seeheim könnt Ihr vielleicht - mit viel Glück und noch mehr Gottvertrauen noch 40 km/h erreichen. Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass Ihr vorher in irgendeinem Krankenhaus landet, ist größer !! Bei aller gebotenen Zurückhaltung - ich halte diesen Plan für ausgemachten Blödsinn, obwohl er von einem Südafrikaner stammt und obwohl ich weiß, dass ein bestimmtes Forumsmitglied schon mehrfach die Strecke Kapstadt - Windhoek (!!!) in einem Rutsch gefahren ist.
Gruß Joli<br><br>Post geändert von: joli, am: 29/08/2006 20:34
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #6fahrt doch so weit wie ihr könnt ! Nichts leichter als das, oder ? Um die Tageszeit dann noch eine Unterkunft zu finden (ich denke mal ihr habt kein Zelt) ist sicher nicht das Problem !
Spätestens in Grünau gibts ne tolle Tanke, die hat nette Campingplätze und ich meine da gibts auch Zimmer.:)<br><br>Post geändert von: konno, am: 29/08/2006 21:03
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #7HALLO Pernille
Ich hoffe da ihr das überlebt, wenn ja behaltet es für Euch 🤩
Spass bei Seite, wieso in Gottes Namen wollt ihr einen solchen Mörderritt durch ziehen, selbst wenn es ginge seit ihr am anderen Tag so kaputt das ihr einen Tag Ruhepause braucht, also wie so nicht gleich 2 Etappen wie bereits vorgeschlagen und in der Hälfte ein schönes Bierchen mit BBQ und ner Portion Schlaf?
Ich hoffe im tiefsten meines Herzen du kannst deinemn Freund davon abhalten, und wir hören wieder von Dir wenn du aus NAM zurückkommt!
Auf jeden Fall wünsche ich gute Reise und kommt gesund wieder nach Hause, Gruss VA
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kalachee1'059 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #8Hallo
Rein theoretisch müsste es machbar sein, ich würds aber auch nicht machen wollen. Wir sind vor etwas mehr als drei Jahren mal von (etwas ausserhalb) Kapstadt bis Vioolsdrif, also direkt vor der Grenze, an den Orange River gefahren, wo es ein kleines, einfaches Camp gibt.Das waren, wenn ich mich recht entsinne, etwas über 750 km. Wir waren noch vor Einbruch der Dunkelheit dort, inkl. Frühstück Unterwegs in einem Restaurant und etwa zweistündigem Aufenthalt bei Klawer (am Olifants gelegen). Das, wenn auch der Tag wirklich lang war, geht schon, wenn man wirklich "ums verrecken" erstmal Kilometer fressen will. Aber noch über die Grenze und bis zum Canyon? Nein, also das ist in meinen Augen doch etwas zuviel des Guten und ich würde wie alle anderen hier ebenso davon abraten.
Liebe Grüsse,
Samuel.
GEGeorg1'036 Beiträge · seit 200629. Aug. 2006 · #9Hallo
Südafrikaner haben da eine andere Denkensweise als wir.
Ich bin die Strecke schon oft gefahren. Wir hatten etwa 900 km nach Kapstadt an einem Rutsch gemacht, Einkäufe, Übernachten und am nächsten Tag zurück. Wohlgemerkt ein Paar Jahre jünger als jetzt und bescheuert.........
Bis zum Canyon das grenzt an Selbstmord. Denn hier muss man noch ein schönes Stück über Pads fahren. Maximum was ich sagen würde ist bis Springbok eventuell noch Nordover. Ende oder es endet automatisch im Himmel.........
Tu dir das nicht an, wo bleibt da das Vergnügen der Reise.
Selbst wenn die Strecke Zwischen Bitterfontein und Sprinbok langweilig erscheint, gefallen hat sie mir doch, ist aber sehr ermüdend.
Übrigens , dein Freund wird über unsere Kommentare lachen. So sind sie die SAs. Dir fahren 20 Stunden am Stück und überlebn es oft.
Grüsse Georg
Armin2'346 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #10Hallo,
du hast Recht, Georg. Das, was du sagst, ist die Realität, nämlich die völlig unterschiedliche Denkweise zwischen uns und den Südafrikanern - den Namibiern übrigens ebenso. Während wir im Zweifel auf Nummer sicher gehen, ist für die Südafrikaner eine solche Strecke nichts Außergewöhnliches. Und Fahren in der Dunkelheit gehört halt auch dazu.
Habe in Camp Aussicht (zwischen Sesfontein und Opuwo) vor wenigen Wochen ein älteres, sehr seriöses Ehepaar getroffen, das mit drei Kindern in einem Kombi mit Schlafeinrichtung auf der "Ladefläche" von Pretoria aus "in einem Rutsch" mal eben bis ins Kaokoveld gefahren ist. Beim Fahren haben sie sich abgewechselt, während die Kinder im hinteren Bereich des Wagens schlafen konnten. Das war für die beiden das Selbstverständlichste der Welt.
Und unsere namibische Freundin ist die Strecke von Windhoek zu ihrer Tochter nach Kapstadt noch mit 60 Jahren an einem Stück gefahren. Und vor ein paar Wochen erzählte sie uns, dass sie vor kurzem (mittlerweile ist sie Ende 60) noch die ganze Strecke von Katima Mulilo bis Windhoek in einem durch gefahren ist. Das sei ihr aber auch eindeutig zu viel gewesen. Kann ich wohl verstehen.
Keinesfalls will ich mit diesen Schilderungen das Vorhaben von Pernilles Freund gut heißen, ich kann mir nur vorstellen, dass es für dich, Pernille, nicht ganz einfach sein wird, deinem Freund deine und unsere Bedenken nahe zu bringen, schließlich will man die Freundschaft ja nicht gerade schon am ersten Tag auf die Probe stellen. Trotzdem ein gutes Gelingen, viel Spaß im südlichen Afrika und eine gesunde Rückkehr.
Gruß
Armin
Post geändert von: Armin, am: 29/08/2006 23:33<br><br>Post geändert von: Armin, am: 29/08/2006 23:34
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #11Hallo,
ich lese öfters in einem südafrikanischen Allrad-Forum und habe dort die Ansicht gewonnen, die Südafrikaner müssen wahnsinnig oder immer auf der Flucht sein. Die diskutieren Entfernungen für einen Tag, für die hier in diesem Forum leicht 3 Tage vorgeschlagen würden.
Also, meiner Meinung nach ist diese Strecke an einem Tag vielleicht möglich, dann darf aber nichts dazwischenkommen und die Unfallgefahrt wäre mir zu hoch.
Gruss Beate
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #12beate schrieb:Hallo,
ich lese öfters in einem südafrikanischen Allrad-Forum und habe dort die Ansicht gewonnen, die Südafrikaner müssen wahnsinnig oder immer auf der Flucht sein. Die diskutieren Entfernungen für einen Tag, für die hier in diesem Forum leicht 3 Tage vorgeschlagen würden.
Also, meiner Meinung nach ist diese Strecke an einem Tag vielleicht möglich, dann darf aber nichts dazwischenkommen und die Unfallgefahrt wäre mir zu hoch.
Gruss Beate
Hallo Beate,
und was lernen wir daraus - das die Südafrikaner von uns noch das Reisen mit Genuss lernen können 😎
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BEbeate1'450 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #13Hoffentlich
Beate
URUrsula126 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #14ich lese schon lange in diesem Forum und melde mich erstmals zu Wort: nichts gegen unseren lieben Freund aus Südafrika - aber das habe ich bald gemerkt, Südafrikaner sind wahre Kilometerfresser. 1000 km in einem Rutsch sind für sie gar nichts und wenn man zu bedenken gibt, dass dies oder das Problem auftreten könnte , bekommt man wahrscheinlich von vielen jene Antwort, die uns vor Jahren unser Freund gegeben hat:" ach ihr Europäer seid immer so auf Sicherheit bedacht. Probleme löst man dann, wenn sie da sind,wozu sich also vorher Gedanken machen.
Ich brauchte lange um ihm klar zu machen, dass ich auf URLAUB da bin, das Land sehen und genießen will und nicht nur vom Auto ins Zelt und wieder ins Auto........So ist das!
OAoakie7 Beiträge · seit 200630. Aug. 2006 · #15Wir sind die Strecke schon mal so gefahren, anders war es einfach nicht machbar. Wir sind morgens gegen 6 Uhr vom Bloubergstrand aus gestartet und waren um 16 Uhr am Fish River Canyon/Roadhouse - pünktlich zu einem Bad im Pool und einem Sundowner auf dem Berg.
Mit zwei Fahrern war das ok und wir haben auch keine 3 Wochen Erholungszeit danach gebraucht. Natürlich ist es schöner, gemütlich durch die Landschaft zu kutschieren, aber ein unmögliches Unternehmen ist es meiner Ansicht nach definitiv nicht.