Karibu Kenya- unsere Selbstfahrer Tour 2011/2012

15 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 23. Jan. 2012 von muzungu
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Themenstarter365 Beiträge · seit 200623. Jan. 2012 · #1
Jambo Fomis!

Frisch zurück von unserer Kenya-Tour, hier einige Erfahrungen und Impressionen. Vielleicht findet der/die ein oder andere ja einige Anregungen. Kenia ist ein tolles Land- es gibt sehr viel zu sehen, die Landschaften sind sehr abwechslungsreich und die Leute nett, freundlich undhilfsbereit. Die Eintrittspreise für die Nationalparke sind allerdings für non residents sehr sehr hoch, zudem haben die Preise 2012 noch einmalkräftig aufgeschlagen! Die Parkgebühren konnten überall in KES oder in US-Dollar bezahlt werden, Visa Karte wird ebenfalls akzeptiert.

Die groben Eckdaten unserer Tour:
Nairobi- Amsoseli National Park- Tsavo West- Tsavo East- Massai Mara- Lake Nakuru National Park- Lake Naivasha-Mount Longonot National Park- Hells Gate National Park- Mount Kenya National Reserve- Oldonyo Sabuk National Park-Nairobi
4,5 Wochen, knapp 4000 km
Kenia ist als Selbstfahrer problemlos zu bereisen. Vorgebucht hatten wir nichts- nur die erste Nacht am Ankunftstag in Nairobi (Wildebbest Camp) war vorgebucht. Wir waren wie immer mit unserem eigenen Bodenzelt unterwegs. Bargeldversorung erfolgte mittel Post Spar Card.

Auto:
Unser Auto- eine Land Rover Defender 110- hatten wir bei Roving Rovers gebucht. Das Auto war technisch absolut ok, wir hatten während der Tour überhaupt keine Probleme mit dem Wagen. Lediglich einen Reifen mussten wir wechseln, da sich die Karkasse ablöste. Die Campingausstattung war ebenfalls ok. Es war alles was wir haben wollten an Bord. Gute und praktische Ausrüstung. Wir hatten keinen cooler dabei, den hätten wir aber bekommen können. Das Auto war alt, hatte so eine Tücken, aber es war bezahlbar und hat uns nie im Stich gelassen. Die Beifahrertüre hatte ihr Eigenleben und musste immer von innen verriegelt werden, bei Regen und Wasserdurchfahrten kam ein klein wenig Wasser in den Fußraum an der Fahrerseite, ebenso sickerte bei Regen ein wenig Wasser durch die große Dachklappe. Alles in allem aber nur Kleinigkeiten! Der Wagen ansonsten top- vor allem im Gelände! Das wirklich einzige was es zu bemängeln gibt, war der Zustand der Reifen. Die montierten Reifen waren stark abgefahren, die beiden Reservereifen hatten deutlich besseres Profil. Wir haben unterwegs noch weitere Autos von Roving Rovers gesehen und deren Reifen waren deutlich besser ….
Fazit: gutes und bezahlbares Auto, technisch einwandfrei, zuverlässig, manchmal sehr eigen, im Gelände top, auf der Straße etwas lahm und der Fahrkomfort- ……naja ein Land Rover eben.



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Verkehr/Straßen:
Wir hatten im Vorfeld schon einiges über die schlechten Straßenverhältnisse gehört und waren entsprechend vorgewarnt. Ganz sooo schlimm war es dann aber doch nicht. Vielleicht haben wir die ganz schlechten Strecken aber auch ausgelassen 😉
Nach Uganda dachte ich das es eigentlich nicht vielschlimmer kommen könne, aber ich wurde eines besseren belehrt. Auf Kenias Straßen ist jede Menge los. Neben schwerbeladenen LKW und PKW tummeln sich noch jede Menge anderer „Verkehrsteilnehmer“ herum. Dazu auch immer wieder Vierbeiner der verschiedensten Couleur. Die Leute fahren wie bescheuert- es wird überholt obwohl man genau sehen kann das man nichts sieht. Wird schon irgendwie gehen- meist geht es dann auch irgendwie nur bei dem wie ist mir oftmals das Herz stehen geblieben. Vier Autos inkl. LKW und Bus nebeneinander auf einer 2 spurigen Straße die überholen…..sagenhaft! Wenn es dann halt mal eng wird, na dann wird halt querfeldein gefahren. Mit einem Wort-WAHNSINN- einfach WAHNSINN. Man muss ständig hoch konzentriert fahren um zu schauen wer wann wen wie überholt. Ein Taxifahrer in Nairobi den wir auf das Fahrverhalten angesprochen haben meinte einfach: „well you know it´s simple-Africans just get crazy when they are driving-that´s it“. Für Kenia gilt das mit Sicherheit! Ich bin nur heil froh dass wir in keinen Unfall verwickelt waren, bzw. keinen unmittelbar passierten Unfall gesehen/passiert haben.



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Die Fahrtstrecken bzw. Fahrtzeiten sind nicht zu unterschätzen! So haben wir zum Beispiel für die knapp 250 km vom Tsavo National Park bis Nairobi 5 Stunden gebraucht! Die Strecke ist durchgehend super asphaltiert.

Den Rekord haben wir aber auf einem „shortcut“ aufgestellt. Vom Lake Naivasha aus sind wir die vermeidlich kürzere Nebenstrecke über Kongoni-Sakutiek- Ildamei in Richtung Narok gefahren…. Sieht auf der Karte recht harmlos aus und auch die Auskünfte der örtlichen Experten war auch recht vielversprechend: „the road is quiet ok“. Jau- ist natürlich immer alles relativ- wir haben für die knapp 50 km 5 Stunden gebraucht. Es war eine landschaftlich wunderschöne Route über das Mau Escarpment mit viel Schlamm, herrlichem black cotton soil, fehlenden Wegstücken und einem festgefahrenem LKW an dem wir zunächst gar nicht vorbei kamen….
OK wir hätten das Ganze auch in 4 Stunden schaffen können, aber wir hatten unseren Spaten an die Crew des festgefahren LKW ausgeliehen. Der Truck hing derbe fest und die Jungs haben mit Händen und Pangas versucht ihn mühevoll irgendwie wieder frei zu bekommen. Da kann man doch nicht einfach so vorbeifahren oder?

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Wir haben unterwegs immer wieder mal nach dem Weg fragen müssen und man hat uns immer sofort weitergeholfen. Bei fehlenden Englischkenntnissen wurde dann kurzerhand jemand gesucht der einem weiterhelfen konnte. Unterwegs immer wieder Polizeikontrollen- wir wurden aber nur einmal angehalten um die Versicherungspolice vom Auto zu prüfen. Wenn wir in Nairobi gar nicht mehr weiterwussten, dann haben wir die Polizisten gefragt die nahezu an jedem Kreisverkehr das Chaos regeln. Rote Ampeln galt es immer streng zu irgnorieren.


1.Nairobi
Unterkunft Wildebeest Camp- absolut zu empfehlen. Das Wildebeest liegt nicht weit vom Flughafen entfernt, sehr ruhig gelegen mit schöner Gartenanlage. Man kann in kleinen festen Gartenzelten übernachten, mit dem eigenen Zelt campen oder in kleinen Zimmern bzw. im Schlafsaal übernachten. In der Nähe gibt es einen riesigen Nakumatt Supermarkt bei dem man sich super mit wirklich allem eindecken kann (Öffnungszeiten 6-24 Uhr)!


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2. Amboseli National Park
Eintritt: 60$/Person pro Tag
Sehr sehr viele Elefanten, die Tiere sind alle sehr relaxt und ruhig. Sie kommen morgens immer aus den Bergwäldern und ziehen dann in die Sümpfe. Hatten viele tolle Erlebnisse dort, die Elefanten ziehen recht nahe an den Fahrzeugen vorbei, man muss einfach nur stehen bleiben und warten. Wir waren 2 Tage im Amboseli und leider war es an beiden Tagen nicht möglich den Kilimanjaro zu sehen. Er war leider immer dicht von Wolken umhüllt, die Spitze des Berges konnte man nur erahnen. War also leider nichts mit einem schönen Killi-Foto 🙁


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Übernachtung im Kimana Camp außerhalb vom Park in unmittelbarer Nähe vom Kimana Gate.



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Wir hatten eigentlich geplant im Massai Community Camp innerhalb des Parks zu übernachten, aber das Camp ist geschlossen! Uns wurde gesagt dass dieses Camp nicht mehr existiert. Es wurde angeblich verkauft und nun soll an dieser Stelle eine Lodge entstehen.





2. Tsavo West National Park
50 US $/Person und Tag
Landschaft sehr schön und abwechslungsreich allerdings nur wenig Tiere zu sehen. Die wenigen Tiere die wir im Tsavo West gesehen haben waren alle recht scheu! Die Elefanten haben gleich gedroht! Das Verhalten der Tiere ist wohl auf die nach wie vor bestehende Wildereiproblematik zurückzuführen. Unter der Hand wurde uns bestätigt, dass nach wie vor in dem riesigen Park gewildert wird.




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Ausblick von den roaring rocks


Wir haben im Park eine geführte Wanderung auf den Shetani Crater gemacht und die Shetani Caves besucht.

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Shetani Crater



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Mzima Spring
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Es gibt im Park mehrere Lavafelder die aussehen als wenn sie gerade erst erstarrt wären.

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Übernachtet haben wir in einem KWS-Camp nahe des Chyulu Gate (15 $/Person).


3. Tsavo East
50 US $/Person und Tag
Im Tsavo East gibt es deutlich (sichtbares) mehr wildlife und die Tiere sind hier deutlich entspannter als im westlichen Teil. Wir haben sehr viele Elefanten, Büffel, Giraffen Zebras etc. gesehen. Die Besonderheit im Tsavo sind die roten Elefanten. Die Elefanten haben wirklich eine zum Teil leuchtend rote Farbe. Die "roten Elefanten vom Tsavo" verdanken ihrer Farbe der roten Erde im Nationalpark. Mit dieser pudern sie sich bei Staubbädern oder Schlammbädern ein.


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Fringe Eared Oryx


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Gerenuk



Übernachtung Camping innerhalb des Parks in der Nähe des Voi Gate. (15 $/pro Person).




4. Lake Nakuru National Park
60 US $/Person und Tag (ab dem 1.1.2012 80 US$!!!!)
Unmittelbar direkt auf dem Parkplatz am Gate wurden wir von einer Heerschar Meerkatzen begrüßt, wobei einige Tiere teilweise recht aggressiv waren. Einige Autos die mit offenen Fenstern dort geparkt waren wurden natürlich sofort ausgiebig nach Fressbarem durchsucht! Kein Wunder das die Tiere wissen wo sie fündig werden. Einige Leute haben sich sogar nicht in ihre Autos zurück getraut, weil mehrere Affen im Inneren des Wagens zugange waren…..Eine Rangerin die für den Parkplatz „zuständig“ war hat nichts unternommen- sie hat die Affen in Ruhe gewähren lassen. Ähnliche Situation an den Baboon Cliffs. Die Menschen sitzen dort und machen Picknick, die fetten Baboons sitzen neben den Tischen und warten. Natürlich herrscht große Freude wenn sich das „Äffchen“ dann über die hingehaltenen Futtergaben hermacht. Die Tiere wurden regelrecht gefüttert und der hier anwesende Ranger hat grinsend zugeschaut. Anzumerken sei, das wir am Gate einen Zettel bekommen haben auf dem die „rules“ vermerkt waren.



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Ausblick vom Baboon Cliff


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Makalia Falls



Im Park haben wir jede Unmengen an Büffel gesehen, dazu Rhinos, Giraffen, Antilopen, Zebras und jede Menge Vögel- vor allem Pelikane. Es waren so gut wie keine Flamingos zu sehen. Der See hatte aber einen sehr hohen Wasserstand und das hat die Flamingos wohl dazu veranlasst sich an anderen Gewässern niederzulassen. Wir haben dann später jede Menge Flamingos am Lake Naivasha angetroffen. Bedingt durch den hohen Wasserstand waren die shoreline tracks gar nicht befahrbar. Mit fortschreitender Tageszeit wurde es im Park immer voller. Teilweise kam uns ein Auto nach dem anderen entgegen. Wir sind dann später regelrecht aus dem Park geflüchtet. Fairer weise muss jedoch dazugesagt werden, dass wir den Park an einem der Weihnachtstage besucht haben…..schlechte Planung. Wir wollten eigentlich im Park übernachten, aber die 25 $ /Person war uns schlichtweg zu teuer. Wir haben darauf außerhalb des Parks in der Mbweha Lodge übernachtet. Dort gibt es einen schönen Campground, mit tadellos sauberen sanitären Einrichtungen. Camping kostet 1500 KES/Person. Wer es ein wenig nobler mag kann dort auch in Luxus Cottages für 490 US$ übernachten. Der Campground der Logde wird nur noch so nebenher betrieben. Es wird nicht groß mit dem Campground geworben, aber wer mit seinem eigenen Zelt kommt der wird auch nicht weggeschickt. Ein super schöner und ruhiger Platz- uns hat es richtig gut dort gefallen. Das Mbweha Camp befindet sich im Congreve Conservancy. Entfernung bis zum Nderit Gate ca. 4 km.


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Fortsetzung folgt!
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2012
3'700 Beiträge · seit 200923. Jan. 2012 · #2
Hallo Muzungu,

gaaaaanz herzlichen Dank für Deinen amüsanten und sehr informativen Bericht. Folgen wir doch in einigen Destinationen im Juli Deinen Spuren. Werde mir vorsorglich Beruhigungs-Pillen für die langen Fahrten besorgen.
OK wir hätten das Ganze auch in 4 Stunden schaffen können, aber wir hatten unseren Spaten an die Crew des festgefahren LKW ausgeliehen. Der Truck hing derbe fest und die Jungs haben mit Händen und Pangas versucht ihn mühevoll irgendwie wieder frei zu bekommen. Da kann man doch nicht einfach so vorbeifahren oder?
Nein, dass habt Ihr genau richtig gemacht! 5 Stunden für 50 km hört sich im Reisebericht auch einfach viel harmonischer an. 😄

Bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht.

Lieben Dank und Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
5'479 Beiträge · seit 200924. Jan. 2012 · #3
Super! Endlich mal wieder ein Reisebericht aus Ostafrika.

Zum Straßenverkehr kann ich nur sagen, dass auch ich Uganda im Gegensatz zu Kenia sehr entspannt zu befahren fand. Aber auch Kenia geht recht gut, wenn man erst einmal seine deutsche Autofahrer-Mentalität über Bord geworfen hat.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
8'054 Beiträge · seit 200824. Jan. 2012 · #4
Hallo Musungu,

Ich finde es auch super endlich einen ausführlichen Bericht über Kenia lesen zu können.B)
Die Natur scheint ein echtes Vergnügen für die Augen zu sein! Ich freue mich umso mehr dieses Land auch bald kennen zu lernen.
Ich freue mich ebenfalls auf die Fortsetzung!:)

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1'250 Beiträge · seit 200924. Jan. 2012 · #5
Danke für den Interessanten Reisebericht.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
287 Beiträge · seit 200924. Jan. 2012 · #6
Hallo Jörg,

erst einmal vielen vielen Dank für deinen schönen Bericht. Ich musste reichlich schmunzeln und lachen. Du bringst Kenia echt klasse rüber!
Man muss ständig hoch konzentriert fahren um zu schauen wer wann wen wie überholt.

... und ich würde sagen, man muss echt Spaß am Auto fahren in Kenia haben.
Für Kenia gilt das mit Sicherheit! Ich bin nur heil froh dass wir in keinen Unfall verwickelt waren
Da kann ich nur zustimmen. Wir hatten 2010 einen kleinen Unfall (nur Blechschaden), waren der Unfallverursacher und es war ganz und gar nicht lustig. Es hat uns eine Menge Zeit und Nerven gekostet und wir haben tatsächlich in kenia vor Gericht gestanden. Alles ist glücklich und glimpfich ausgegangen, aber wenn ich manchmal darüber nachdenke, was passiert wäre, wenn es einen Personenschaden gegeben hätte, dann gruselt's mich.
Den Rekord haben wir aber auf einem „shortcut“ aufgestellt
Den "shortcut" sind wir letztes Jahr auch gefahren. Sieht ja noch genauso aus 😉 . Und da haben wir so was von festgesteckt. Als wir endlich raus waren, war das Trittbrett rechts ab und wir mussten ganz langsam im nächsten Dorf eine Werkstatt suchen, die uns das Ding wieder angeschweißt haben.
Ich glaube der Mopedfahrer (der in dem orangen Pullover) fährt da immer.Ist ein einträgliches Geschäft, Hilfe herbei zu holen. 😄

Wie war denn das Kimana Camp? Gibt es dort sanitäre Anlagen, Wasser ? Und was habt ihr an Campinggebühren bezahlt? Und wie sind die Anfahrtswege in den Amboseli Park? Gut zu bewältigen oder ist man erst ma lange unterwegs bis zu den guten Tiersichtungen?

Habt ihr im Tsavo East auf der Ndololo Campsite genächtigt? Die liegt recht nah am Voi Gate, ist ziemlich groß und wird vom benachbarten Ndololo Zeltcamp mit betreut. Täglicher Elefantenbesuch garantiert. Dort waren wir im August 2011 und die Campsite hat uns sehr gut gefallen.

Besten Dank auch für den Campingtipp außerhalb des Nakuru NP. Scheint ja ein Geheimtipp zu sein.

Und nun bin ich sehr gespannt auf deine Fortsetzung!

Viele Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter365 Beiträge · seit 200625. Jan. 2012 · #7
Hallo Birgitt !

Das Kimana Camp war super. Dort hat es gute sanitäre Anlagen und Wasser (Duschen). Wir waren ganz alleine auf dem Campground.
Vom Camp bis zum Gate sind es vielleicht 15 Minuten Fahrzeit. Es war teilweise eine elende Holperpiste, aber sie waren gerade dabei die übelsten Löcher „fachmännisch“ zu beseitigen. Wenn die Piste dann ganz repariert ist sind es vielleicht noch 10 Minuten bis zum Gate.

Fürs Campen haben wir so um die 500 KES/Person bezahlt.

Wir sind über das Iremito Gate eingefahren und die Anfahrt von Emali aus war ok. Insgesamt haben wir im westlichen Teil nur sehr wenig Tiere gesehen. Die Gegend war auch deutlich trockener und staubig. Die meisten Tiere haben wir im östlichen Teil gesehen. Neben Elefanten noch Giraffen, diverse Antilopen, Zebras, Löwen und Hyänen.

Unmittelbar nach dem Kimana Gate kamen morgens immer die Elefantenherden aus Richtung der Bergwälder gezogen. Sie ziehen dann in Richtung der swamps. Einfach nur stehen bleiben und warten das sie an dir vorbeiziehen- das haben wir immer wieder gemacht und es war genial. Elefanten ohne Ende! Die Tiere waren-bis auf eine Ausnahme- immer total relaxt und ziehen friedlich an dir vorbei.


Im Tsavo East waren wir auf der Ndololo Campsite. Dort ist es echt schön- nur Elefantenbesuch hatten wir leider nicht. Dafür sind im Kimana Camp Elefanten auf dem Nachbargrundstück zum Campsite vorbeigezogen.


Außerhalb vom Nakuru National Park waren wir auch im Kembu Camp. Dort ist es ebenfalls sehr schön. Es ist eine große Farm mit angeschlossenem Campsite, Cottages und Restaurant. Sehr gepflegt und sehr sauber. Camping kostete um die 400 KES/Person- Preise sollten 2012 aber leicht angehoben werden. Man kann dort auch versch. Aktivitäten unternehmen (haben wir aber nicht). Morgens wirst du von dem Muhen der Kühe geweckt- fast wie zu Hause 😉

VG
-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
Themenstarter365 Beiträge · seit 200602. Feb. 2012 · #8
Teil II

5. Massai Mara Game Reserve
Auf die Massai Mara hatten wir uns im Vorfeld ganz besonders gefreut und wir wurden auch nicht enttäuscht. Es gab hier das ein oder andere negative Schlüsselerlebnis aber alles in allem hatten wir eine tolle Zeit mit tollen Tiersichtungen.
Im Vorfeld hatten wir einige Irrungen und Verwirrungen über die Mara zu verdauen. Bei unserer Ankunft in Nairobi wurde uns von mehreren Seiten aus berichtet, dass die Mara aufgrund von Problemen mit den örtlichen Massai geschlossen wäre…. (!!!) Die Massai hatten sich wohl über die „undurchsichtige Verwaltung der enormen Eintrittsgelder“ der Massai Mara beschwert und wollten/wollen eine bessere und angemessenen Beteiligung an den Eintrittsgeldern. Um ihren Förderungen mehr Nachdruck zu verleihen wurden daraufhin kurzerhand wohl größere Viehherden in den Park getrieben. Die Meldung lautete somit: vorerst keine Einfahrt in den Park möglich, weil die Massai protestieren und niemanden in den Park lassen.
Die Meldung hat uns natürlich geschockt aber gut, wir hatten ja noch ein wenig Zeit bevor wir in die Mara fahren wollten- also erst einmal abwarten.

Nachdem wir dann wieder in Nairobi waren und uns nach der Situation bezüglich Einlass Mara erkundigt haben hieß es dann die Situation hat sich entspannt, aber nun müsse man VORAB den Eintritt per Banküberweisungmachen….. Barzahlung an den Gates sei nicht mehr möglich. (Bezahlung nur über die Equity Bank). Nun gut immerhin kann man wieder in die Mara und noch haben wir ja auch noch etwas anderes auf unserer Programmliste. Über die Weihnachtstage war dummerweise auch niemand vom KWS telefonisch zu erreichen- also wieder abwarten.
In Nakuru haben wir dann mit einem einheimischen tour operator über die Problematik Mara gesprochen und Entwarnung bekommen. Der gute Mann hatte gerade zufällig einen seiner Wagen in der Mara und sein Fahrer hat dann extra am Gate nachgefragt wie es mit Barzahlung aussieht. Alles kein Problem.

Das die Massai mehr von diesem großen Kuchen „Massai Mara“ abhaben wollen ist nur zu verständlich. Da gehen jeden Tag zentimeterweise Dollarscheine über den Tresen…..Sie beklagen dass das viele Geld irgendwohin versickert und sie nichts davon haben. Ja wohin geht nur all das Geld????? Die Pisten innerhalb der Mara sind jedenfalls nicht gerade vorbildlich ausgeschildert (ok- ist bei der Menge an Pisten auch nur sehr schlecht möglich), aber zumindest die Zuwege zu den Gates könnte man ein wenig instandsetzen. Die Anfahrt von Narok zum Sekenani Gate ist schlichtweg eine Zumutung.
Wir waren insgesamt 5 Tage in der Massai Mara.


Eintritt:
80 US Dollar/Person und Tag (Sekenani Gate und Talek Gate)
70 US Dollar/Person und 24 h im Mara Triangle (Oloololo Gate)
An den Gates konnte in KES oder in Dollar bezahlt werden.

Übernachtung:

Sekenani Area
Oldabaai Eco Campsite, Camping 700/KES/Person
Ein einfaches aber schön in den Hügeln gelegenes Massai Community Camp. Auch einige feste Zelte vorhanden. Saubere Duschen und Toiletten, wir hatten aber kein fließendes Wasser, zum Duschen wurde braunes Wasser aus dem Fluss geholt, auf Wunsch gibt’s auch warmes Flusswasser. Bis zum Sekenani Gate sind es ca. 15-20 Minuten auf einer Holperpiste!


1.Oldabaai.JPG




Talek Area
Cocodile Camp, 500 KES/Person
Ein sehr schön gelegenes Camp mit direktem Blick auf den Talek River. Saubere Toiletten und Duschen, fließendes Wasser. Wir haben uns auch das gegenüberliegende Aruba Mara Camp angeschaut (ebenfalls sehr zu empfehlen) uns dann aber für das Crokodile Camp entschieden. Uns hat die Lage einfach besser gefallen. Der Blick auf den Talek ist einfach genial, zudem hat man ja auch nicht jeden Tag ein solches Tierchen direkt vorm Zelt……



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Oloololo Gate (Mara Triangle)
Campground direkt am Gate, 30 US Dollar/Person
Ein einfacher Platz mit genialer Aussicht in die Weite. Es gibt nicht viel außer dem Klo/Duschhaus, ein paar wenigen Bäumen, einem Wasserrad und jeder Menge Landschaft bzw. Aussicht. Einfach aber toll!
Es hatte wohl in der Gegend um das Oloololo sehr viel geregnet und so waren wir in Punkto Game Drives recht eingeschränkt. Teilweise war schon nach wenigen Metern auf einem Nebenweg Schluss mit lustig- alles voller Wasser bzw. Schlamm. Nach einem kurzen Abstecher in eine solche feuchte Passage sind wir dann schön auf den Hauptwegen geblieben!


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Das wildlife innerhalb der Mara ist fantastisch! Wir haben gleich am ersten Tag in der Mara die Big Five gesehen, darunter 4 Leoparden! An jedem Tag in dem wir in der Mara unterwegs waren haben wir Löwen gesehen, zudem Geparden und jede Menge Hyänen. Soll noch mal einer sagen das Hyänen hässlich sind….. 😉


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Es gab auch ohne Migration jede Menge Tiere zu sehen. Was muss das jedoch ein Spektakel zur Migration sein?! Diese weiten Flächen, voll mit Gnus und Zebras, das stelle ich mir einfach gigantisch vor. Gigantisch wird dann aber wohl auch die Fahrzeugdichte im Park sein….

A propos – Fahrzeugdichte. Wir waren natürlich nicht alleine in der Mara unterwegs. Da gab es noch jede Menge anderer Fahrzeuge- vornehmlich waren die groß mit „Pollmann“ beschriftet. Somit hatten wir gleich auch einen Namen für diese Touri-Tour-Busse. Ein deutliches Anzeichen für eine gute Tiersichtung sind immer 2 oder x Pollmänner die länger als 2 Minuten auf einem Flecken stehen. Da gibt es dann meistens Löwen zu sehen….. Diese Pollmannansammlungen findet man immer wieder!



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Unsere erste Löwensichtung in der Mara werde ich wohl nie mehr vergessen! Wir hatten kurz nach dem Gate einen Löwen im Gras entdeckt, also Rückwärtsgang rein und nix wie hin. Es waren dann noch 4 weitere Löwen dort, die im Gebüsch lagen. Es standen nun 2 Wagen dort um die Löwen zu beobachten. Binnen wenigster Sekunden war dann plötzlich alles voller Pollmänner und die Löwen waren nicht mehr zu sehen. Das ging schneller als wenn dungbeetle einen frischen Elefantenhaufen in der Wüste anfliegen. Ich hätte dann fast noch einen anderen Wagen beim Fluchtrangieren beschädigt…..



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Die Krönung waren allerdings 30 Autos die schön in einer Reihe stehend einen Leoparden im Baum beobachtet haben…..



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Oder aber 8 Polmänner fahren hinter einem Löwen her, der ganz gemütlich mitten auf dem Hauptweg herumspaziert. Der Löwe bestimmt das Tempo und auch das sonstige Geschehen. Ab und an geriet das Wildlife richtig zur Nebensache…..
Wie herrlich ist (war) es dann wenn man einmal eine weniger gut besuchte Tiersichtung hat!

Aber nicht abschrecken lassen- es gibt Platz genug in der Mara und auch sehr schöne ruhige Fleckchen. Die Mara ist ein Traum!


Fortsetzung folgt!
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2012
5'479 Beiträge · seit 200903. Feb. 2012 · #9
Hallo Jörg,

da kommen Erinnerungen an unsere Reise vor einem Jahr hoch, als wir auch 4 volle Tage in der Mara verbrachten. ICH WILL DA WIEDER HIN!!!!

Das mit der hohen Fahrzeugdichte lag sicher auch daran, dass nur die Hauptwege zu befahren waren. Wenn auch die vielen Nebenwege zu befahren sind, verteilen sich die Fahrzeuge recht gut. Wir haben oft für Stunden kein anderes Auto getroffen.

Seid froh, als Selbstfahrer unterwegs zu sein. Da hat man viel häufiger Tiersichtungen und -erlebnisse für sich allein. Die häufig vertretene Meinung, eine Tour mit Guide wäre besser für die Tiersichtungen ist eine Milchmädchenrechnung. Sicher sieht man mehr Tiere, allerdings immer im Pulk mit anderen Fahrzeugen, da die vielen Tiersichtungen auf dem Funkverkehr zwischen den Guides beruhen. Als Selbstfahrer standen wir allein neben Geparden und Löwen-Babys.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2012
956 Beiträge · seit 200903. Feb. 2012 · #10
Hallo Jörg!

DANKE für deinen tollen Bericht! Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, zumal wir mittlerweile ernsthaft überlegen, das "Experiment" Kenia als Selbstfahrer zu wagen 🙂

LG, Tanja

PS: Ich finde Hyänen einfach toll 🙂
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2012
7 Beiträge · seit 201213. Feb. 2012 · #11
Hallo Muzungu

Bin z.Zt. geschäftlich in Nairobi und genisse die Wärme 🙂. Habe mir eben mit Genuss Deinen Reisebericht rein gezogen und mich in diesem Forum angemeldet. Danke für den sehr interessanten und amüsanten Reisebericht. Ist sehr informativ und eine super Grundlage für unsere Planung.
War letzte Woche 3 Tage im Amboseli und konnte mir ein Bild von der Fahrweise hier in Kenya machen. Hatten zum Glück einen vorsichtigen Fahrer 😐
Wir sind aktuell am Planen unserer Sommerferien. 4 Wochen als Selbstfahrer mit einem Roof Tent quer durch Kenia. Haben uns einige Offerten machen lassen. Hat jemand im Forum Erfahrungen mit 4x4-kenya.com, Kenya Budget Car Hire, RealAdventures oder anderen Anbietern mit entsprechenden Fahrzeugen gemacht?

Liebe Grüsse
Manfred & Maya
Manfred & Maya
Themenstarter365 Beiträge · seit 200613. Feb. 2012 · #12
Teil III

6. Lake Naivasha
Wir haben mehrere Tage am Lake Naivasha verbracht und von dort aus den Mount Longonot und den Hell’s Gate National Park besucht. Übernachtet haben wir im Fishermanns.
Fishermanns Campsite:
Camping 700 KES/Person, Anlage mit zahlreichen großen Bäumen. Direkt am Lake Naivasha gelegen, Bootstouren möglich. Es gab dort na klar jede Menge Moskitos! Es waren aber auch wohl außergewöhnlich viele Moskitos- so zumindest die Aussage der Angestellten des Camps. Es gibt eine schöne Bar wo man u.a. leckere afrikanische Speisen bestellen kann. Duschen und Toiletten waren ok. Unter der Dusche wurde man jedoch auch übel von den Mossis zugerichtet.
Es gibt einige Meerkatzen und Marabus auf der Anlage.


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Am Lake Naivasha gibt es jede Menge Foliengewächshäuser in denen meist billige Schnittblumen (vor allem Rosen) auch für Europa produziert werden. Die Bewässerung der Gewächshäuser erfolgt z.T. direkt aus dem See.
Eher zufällig hatten wir erfahren, dass sich ganz in der Nähe vom Lake Naivasha an einem kleineren See Flamingos versammelt hatten. Ob das die Flamingos waren die wir am Lake Nakuru ja leider nicht angetroffen hatten? Natürlich haben wir uns die Flamingos angeschaut und es war klasse!


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3.Flamingos.JPG





7. Mount Longonot National Park
Eintritt: 20 Dollar/Person
Der National Park liegt ca. 25 km von der Stadt Naivasha entfernt. Im Park kann man sehr schön den Mount Longonot (2776) erwandern. Man kann dies allein oder in Begleitung eines Guide machen. Wir waren alleine unterwegs. Im Park gibt es Büffel, wir haben aber nur Giraffen und Elanantilopen gesehen. Vom Gate bis zum Kraterrand sind es knapp 5 km, es geht recht steil bergauf. Lohn der Schwitzerei ist jedoch ein fantastischer Ausblick in den Krater des Berges. Man kann den Crater dann auch noch auf einer weiteren schönen Wanderung umrunden (noch einmal 11 km), wobei einige Passagen sehr eng und steil sind! Auch hier wieder jede Menge toller Ausblicke-leider war es an diesem Tag wieder einmal recht dunstig…. Wer will kann auch noch in den Krater hinabsteigen. Ist aber nur etwas für wirkliche Bergziegen. Im Krater soll es aber nur Baboons und Dik-Diks geben. Erfrischen kann man sich in einem heißen steam.


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8. Hell’s Gate National Park
Vom Fishermanns Camp aus nur einen Steinwurf entfernt. Wer mag kann sich im Camp Fahrräder ausleihen und dann zum Park radeln. Im Park selber ist Radfahren und Wandern erlaubt! Randverleih auch direkt am Gate. Es ist ein sehr kleiner Park, mit schönen Aussichtspunkten und einer Schlucht durch die man mit einem Guide hindurch wandern kann. Auf der Wanderung kommt man dann an heißen und kalten Wasserfällen vorbei. Wer sich auf die Wanderung in der Gorge einlässt, sollte schon ein wenig trittsicher und beweglich sein, denn zum Teil müssen 3-4 m hohe Felshindernisse überwunden werden. Man läuft dabei zum Teil über Steine die im Wasser liegen. Am „point of no return“ muss man dann die Schuhe ausziehen und hinab in das Bachbett klettern. Es kostet etwas an Überwindung, macht aber riesig Spaß! Es können verschieden lange Wanderungen gemacht werden.
Im Park gibt es verschiedene Campgrounds, wir haben aber außerhalb im Fishermanns Camp übernachtet. Es ist ziemlich staubig im Park!




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9. Forest Castle Lodge

Die Forest Castle Lodge liegt auf einer Lichtung mitten im Regenwald an der Südflanke des Mount Kenya unweit der kleinen Stadt Sagana. Es ist ein herrliches Fleckchen um richtig auszuspannen. Es gibt einen schönen Campground mit sauberen Toiletten und Duschen. Man kann auch in sehr netten Cottages übernachten. Es gibt einen kleinen Wasserfall in der Nähe-nur knapp 5 Gehminuten entfernt. Wenn man Glück hat, kann man von der Terrasse der Lodge aus Waldelefanten beobachten. Es werden verschiedene Aktivitäten wie horse riding und nature walks angeboten. Wir haben dort einen nature walk für 1500 KES gebucht, aber der walk war enttäuschend! Man läuft nur einen alten Grasweg entlang, gesehen haben wir nichts außer hohem Gras/Farn und zwei Kühen. Einziges Highlight der Wanderung war ein im Regenwald versteckter Wasserfall.



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Blick auf den Mount Kenya

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11. Ol Donyo Sabuk National Park
Der Ol Donyo Sabuk Nationalpark liegt ca. 85 km nord-östlich von Nairobi. Der Park wirbt vollmundig mit „scenic views of mount Kenya from the summit“ und „ ultimate panoramic experience”. Klingt gut, Bewegung und schöne Aussichten nicht ja immer gut. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt….
Wir hatten uns schon abends angemeldet um dann am nächsten den Gipfel zu erwandern. Aufgrund der zu erwartenden Hitze des Tages wollten wir natürlich gleich früh morgens los, was auch kein Problem war. Am besagten Morgen war es recht kühl, dunstig und es hat auch ein wenig geregnet. Alles kein Problem, entsprechend anziehen, am Gate unseren Guide Alice abholen und los. Der Weg ist recht unspektakulär und folgt größtenteils einem Fahrweg. Unterwegs wurde es immer dunstiger und kälter. Alice die nette Rangerin bemerkte dann immer wieder, das es heute Morgen ungewöhnlich kalt und ungemütlich wäre…… Nun gut gegen schlechtes Wetter ist man halt machtlos. Entsprechend haben wir auch nichts- rein gar nichts gesehen- vom Nebel einmal abgesehen. Oben angekommen hat man fast die Hand vor Augen nicht gesehen und es hat gezogen wie Hechtsuppe. Also nix wie schnell wieder runter. Alice beklagte derweil wieder das schlechte Wetter. Je näher wir dann wieder in Richtung Gate kamen, desto besser wurde es dann.
Am Gate angekommen wurden wir dann gefragt wie es uns dann gefallen habe. Es stellte sich dann während des Gespräches heraus, das der morgendliche Dunst hier eigentlich an der Tagesordnung ist, und sich dann so gegen 11 Uhr wieder verflüchtigt….. Wäre nett gewesen wenn man uns dies schon am Vorabend bei der Buchung gesagt hätte! Auf die Frage hin warum man denn überhaupt früh am Morgen diesen scenic walk anbietet und nicht erst dann wenn sich der Nebel verzogen hat, lautete die antwort: „ Well early in the morning it is more comfortable for hiking. If we start later it’s so hot. So it’s better to start early!”
So viel zum Thema ultimate panoramic experience.



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Eintritt: 20 Dollar/ Person für 24 Stunden
Camping: 15 Dollar/Person
Es gibt einen schönen Campground direkt am Gate (Turacco Public Campsite)mit Gras und Bäumen. Einfache Toilette und Dusche (fließend kaltes Wasser).



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Wir wollten eigentlich 2 x dort übernachten (ankommen, relaxen, übernachten, dann aufsteigen, noch einmal übernachten und weiter), dafür hätten wir dann aber auch für 2 Tage den Parkeintritt bezahlen müssen….. Wir sind dann nur eine Nacht geblieben! Stattdessen haben wir dann noch einmal auf der 14 Falls Lodge gecampt. Ein einfacher aber netter Campground unweit von Thika. Es gibt auch einiges Bandas. In dem angeschlossenen Restaurant kann man einfache afrikanische Speisen bestellen.



An den gleichnamigen 14 Falls die sich in der Nähe befinden waren wir nicht. Um sich die Wasserfälle anzuschauen, sind 4 Dollar/Person fällig, dazu noch einmal eine Gebühr fürs Auto und für Kameras….!




12. Nairobi
David Sheldrick Wildlife Trust’s (Elefantenwaisenhaus)
Übernachtung-wie gehabt im Wildebeest (einfaches Doppelzimmer für 3500 KES). Am letzten Tag haben wir dann noch das Elefantenwaisenhaus besucht. Im Elefantenhaus befanden sich insgesamt 15 Waisen- das Jüngste Tier war gerade einmal 2 Monate alt! Man kann zuschauen wie die Tiere gefüttert werden, bzw. ihre Milchflaschen bekommen. Es war richtig toll die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, wie sie an den Milchflaschen nuckeln und dann untereinander herumtoben und sich im Schlammloch ahlen. Die Tiere werden aufgepäppelt und später dann wieder ausgewildert sobald sie selbstständig(er) sind. Die Pfleger haben viel erklärt und es war ein richtig schönes Erlebnis.




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Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2012
6'369 Beiträge · seit 201114. Feb. 2012 · #13
Hoi muzungu
muzungu schrieb:Eher zufällig hatten wir erfahren, dass sich ganz in der Nähe vom Lake Naivasha an einem kleineren See Flamingos versammelt hatten. Ob das die Flamingos waren die wir am Lake Nakuru ja leider nicht angetroffen hatten? Natürlich haben wir uns die Flamingos angeschaut und es war klasse!
War das der Green Crater Lake?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 14. Feb. 2012
9 Beiträge · seit 201217. Apr. 2012 · #14
Hallo, Deine Tour begeistert uns. Wir waren vor 25 Jahren auf eigene Faust in Kenia und wollen es nun wiederholen, sind aber nicht mehr ganz so mutig wie damals. Daher wollen wir einige Dinge im Vorfeld abklären. Vielleicht kannst Du uns bei einer unserer ersten Fragen helfen. Wir haben auf einigen Seiten gelesen, dass heute nicht nur die Parks Eintritt verlangen, sondern wohl auch einige Ranch Groups und Kooperationen außerhalb der Parks. Ist das richtig? Wenn ja, wie hoch sind diese Gebühren?
Bei den Parks; sind die Gebühren immer pro Tag pro Person oder wenn man den Park mehrere Tage nicht verlässt, bleibt es dann bei einem "Eintritt"?
Vielen Dank schon mal Petra
Themenstarter365 Beiträge · seit 200617. Apr. 2012 · #15
petra59 schrieb:....Wir waren vor 25 Jahren auf eigene Faust in Kenia und wollen es nun wiederholen.....
vor 25 jahren war wohl noch alles etwas anders und besser....;)

Was den Eintritt bei Ranch Groups und Kooperationen ausserhalb von Nationalparken angeht, so kann ich dir dazu nichts sagen. Ich weiss nur das du bei den 14 Falls auch zahlen musst wenn du dir die Fälle ansehen willst (Eintritt pro Person, Gebühr für das Auto und sogar Gebühren für die Kamera....). Wir haben uns die Fälle aber nicht angeschaut!

Grundsätzlich hat man den Eindruck das man für "alles" bezahlen muss was sich irgendwie vermarkten lässt. So zahlst du z.B. für den Ol Donyo Sabuk National Eintritt nur damit du auf den Hügel laufen bzw. fahren darfst..... Sonst ist da eigentlich nix zu machen. Wäre ungefähr so als wenn du bezahlen musst damit du auf den Feldberg darfst 😊

Bei den meisten Parks zahlst du den Eintritt für einen Tag, wenn du länger im Park bleibst dann musst du für die entsprechende Anzahl der Tage auch bezahlen.

Es gibt aber auch Parks (Ol Donyo Sabuk und Mara Triangle) da gilt das Permit für 24 Stunden!

Im Nakuru National Park wollten wir nur mal kurz Mitags aus dem Park fahren um auf der Campsite ausserhalb vom Park die Mittagspause zu verbringen, aber da hiess es dann out=out!

VG Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
287 Beiträge · seit 200917. Apr. 2012 · #16
Hallo Petra und hallo Jörg.

sicher war vor 25 Jahren vieles anders, ob das auch alles besser war, bezweifle ich. Mit Sicherheit waren die Eintrittspreise in die Parks günstiger.
Kenya ist mittlerweile ein teures Reiseland, aber immer noch wunderschön und auch gut als Selbstfahrer zu bewältigen. Daher kann ich euch nur ermutigen, es noch mal zu tun!

Wir kennen diese Ranch-Groups bisher nur aus der Massai Mara. Diese liegen ja außerhalb des Mara Nationalreserves und verlangen tatsächlich Gebühren, wenn du dort auf gamedrive bist. Zum Transfer, um z.B. ins Nationalreserve zu kommen, musst du keine Gebühr zahlen. Gelegentlich versuchen die Einheimischen dort aber Gebühren zu kassieren. Ist uns auch passiert, aber wir haben uns geweigert zu zahlen, weil wir tatsächlich nur auf dem Weg zum Gate waren. Gamedrive ist immer dann, wenn du Dach und Fenster auf hast und dann auch noch den Kopf raussteckst um Tiere zu sehen und/oder zu fotografieren. Also beim Transfer nur mit geschlossenem Dach und Fenster fahren, keine Fotos machen, die für die jeweiligen Straßenverhältnisse normale Geschwindigkeit fahren und nicht auch noch nach links oder rechts in Seitenwege abweichen.

Solltet ihr außerhalb des Nationalreserves nächtigen und dann auch außerhalb auf gamedrive fahren, dann verlangen die Ranch Groups die gleichen Gebühren wie innerhalb der Mara, also 80 US$.

Nächtigt ihr außerhalb des Mara NR und macht gamedrives innerhalb, zahlt ih am Gate auch euren Eintritt von 80 US$ zzgl. die Gebühren für das Auto.

Nächtigt ihr innerhalb des Mara NR und fahrt auch nur innerhalb (was ja Sinn macht), zahlt ihr nur 70US$ Parkfees zzgl. die Gebühren für das Auto.

Dann gibt es in Kenya einige private Gamereserves wie z.B. Solio Ranch, Lake Baringo und Lake Bogoia. Dort sind die Eintrittspreise wesentlich günstiger und in der Umgebung ist mir von Ranch Groups nichts bekannt. Ebenfalls nicht in der Gegend um die Parks, die uner KWS Verwaltung stehen.

Einzig Buffalo Springs und Samburu NR stehen auch unter irgendeiner privaten Verwaltung und verlangen die gleichen Parkfees wie die KWS Parks.

Weiterhin sollte man sich mit dem relativ neuen Safaricard-System vertraut machen.

Die Gebühren in den Parks und Reserves sind immer pro Person und Tag. Im Nakuru NP und auch im Amboseli NP ist es tatsächlich so, wie Jörg beschrieben hat. Hier gelten die Single Entry Fees, d.h. dort zahlst du sogar pro Eintritt. Wenn du morgens in den Park fährst und mittags zum Lunch raus und dann wieder zur Nachmittagspirsch reinfährst, dann musst du noch einmal den Eintritt zahlen. Daher bieten sich in diesen beiden Parks auf jeden Fall ganztägige Pirschfahrten an.

Das Bezahlsystem aber auch das System der Verwaltung der einzelnen Parks und Reserves ist etwas verwirrend, aber nach einiger Beschäftigung damit durchaus zu durchschauen.

Viele Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/