21 Tage self drive Namibia August 2012

6 Antworten · 1'708 Aufrufe · gestartet 11. Jan. 2012 von lycaonpictus
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Themenstarter16 Beiträge · seit 201211. Jan. 2012 · #1
Hallo erstmal und Glückwunsch zu diesem großartigen Forum! Ich bin Neuling hier und würde mich sehr über Tipps und Ratschläge freuen. Fahre mit meiner Freundin im Juli/August 2012 für 3 Wochen nach NAM. Ich bin selbst kein Namibia-Neuling, da ich 2006 für 7 Wochen da war. Allerdings habe ich diese 7 Wochen campierend im Busch südlich von Etosha verbracht (und wiederangesiedlete Rhinos getrackt) und nicht wirklich viel vom Land gesehen (obwohl allein das 7-wöchige Buschleben fern jeder Zivilisation eine GROSSARTIGE Erfahrung war!). Jetzt habe ich mich mit meiner Freundin entschlossen, Namibia selbst zu bereisen. Dabei wollten wir vor allem den Norden (inkl. West-Caprivi) abdecken und verzichten bis auf Sossusvlei auf den Süden. Meine Freundin und ich (Biologin und Tierarzt, beide 30) sind insbesondere an Wildtieren interessiert, aber natürlich auch an den grandiosen Landschaften da unten. Hier unsere Route:

2 Tage Chameleon BP (WDH) - Wagen von Budget Car Rental am Flughafen in Empfang nehmen

2 Tage Sesriem – camping

2 Tage A La Mer Guesthouse, Swakopmund BB

1 Tag Brandberg White Lady – camping

2 Tage Grootberg Lodge (Damaraland) – BB und Abendessen

2 Tage Okaukuejo (Etosha) – camping

1 Tag Halali (Etosha) – BB

1 Tag Namutoni (Etosha) – camping

1 Tag N’Kwazi Lodge (Rundu) – BB

2 Tage Nunda Lodge (Wegst Caprivi) – Luxuszelt BB

1 Tag Roys Camp (Grootfontein) – Rustic room

1 Tag Okonjima camping

2 Tage Chameleon Guesthouse BB (WDH)– Auto abgeben

Flug zurück 🙁

Diese Route habe ich bei Chameleon safaris gebucht und habe mich bei der via Email laufenden Planung da sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich wollte bei der Route versuchen, einen gelungenen Mix aus Camping und abwechselnd immer wieder ein paar Nächte in Lodges zu arrangieren, um meiner nicht so campingerfahrenen Freundin entgegenzukommen. Den Wagen (Nissan Single Cab 4x4) haben wir über Budget Car gebucht. Nun zu meinen Fragen:

1. Haltet Ihr die Route insgesamt für gut und stressfrei machbar? Ich weiß, es sind ein paar längere Tagesetappen dabei, aber ich fahre ganz gerne 😎

2. Im Preis ist bereits einiges an Versicherungen für den Wagen mit drin, allerdings frage ich mich, ob ich zusätzlich eine Windschutzscheiben- und Reifenversicherung abschließen sollte. Was haltet ihr davon?

3. Würdet Ihr für die Tour ein zweites Reserverad empfehlen? Oder ist das eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme?

4. Ich bin mir nicht sicher, ob die Route problemlos ohne Navigation/GPS zu fahren ist?! Eine gute Karte habe ich, und die Route ist ja eigentlich nicht total alternativ.

Da wir im namibischen Winter fahren, habe ich ein bisschen Bedenken, da die Tage ja relativ kurz sind. Was denkt Ihr, wann man morgens so am besten starten sollte?
Würde mich sehr über Rückmeldungen zu unserer Route freuen und bin für jegliche Tipps und Ratschläge dankbar!

Liebe Grüße,

lycaonpictus
2'610 Beiträge · seit 200711. Jan. 2012 · #2
Hi,

ein herzliches Willkommen im Forum 🙂

Ich finde, dass deine Tour stressfrei zu machen ist - klar, es gibt ein paar längere Fahrstrecken, aber das finde ich auch o.k. Ob du die Zusatzversicherungen abschließen willst, kann ich nicht sagen- wir machen es nicht (soll keine Empfehlung sein). Das 2. Reserverad dagegen würde ich dringend empfehlen, dagegen ist GPS oder Navi wirklich nicht notwendig;eine gute Straßenkarte es absolut genug.

Ich war noch nie im Jul/Aug. in Namibia kann dir deshalb hiezu keine Tipps geben - ausser vielleicht, dass du unbedingt warme Schlafsäcke und dicke Fkeecejacken/Hosen mitnehmen slltest.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
8'054 Beiträge · seit 200811. Jan. 2012 · #3
Hallo Lycaonpictus,

Recht herzlich Willkommen hier im Forum!B)

Ich finde auch deine Tour in Ganzen OK.

GPS brauchst Du nicht. Eine gute Namibia Karte reicht. Auf ein zweites Reserverat würde ich nicht verzichten.

Ich nehme auch nie eine Zusatzversicherung...:)

Im Juli/August wird es morgens schon kalt. Ich würde um 8 Uhr immer losfahren und warme Sachen mitnehmen.

Ich finde es nur schade dass Du 4 Tage im Chameleon Guest house verbringst. 2 hätten überaus gereicht. So hättest Du noch 2 Stops einlegen können und auf längere Etappen verzichtet.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
5'538 Beiträge · seit 200811. Jan. 2012 · #4
Hallo Lycaonpictus,

die Tour passt schon oder so ähnlich würden die Bayern sagen. Da Du die Tour bei Chameleon gebucht hast, haben die Dir natürlich am Anfang und am Ende je zwei Nächte in ihrem Guest House reingebucht. Ich würde mindestens einen Tag davon streichen und ihn beim Brandberg anhängen. Eine Nacht ist absolut zu wenig, wenn Du von Swakop kommst. Dann hast Du den späten Nachmittag und sonst nichts. Und dieser Nachmittag ist weg für die Wanderung zur White Lady-Felszeichnung.

Es fehlt Dir die Zeit für die Suche auf Wüstenelefanten.

Liebe Grüße
Gerd
3'491 Beiträge · seit 200612. Jan. 2012 · #5
Hallo "Wildhund" (😄 ist einfacher als der lateinische Name),
Deine Reise ist schon so machbar, aber m.E. nicht optimal:der "lange" Anfang und das "lange" Ende wurden ja schon angesprochen. Bei nur 3 Wochen würde auch ich beides um einen Tag kürzen.Weiter frage ich mich, ob die 2 Nächte Sesriem sein MÜSSEN. Natürlich ist Sossusvlei ein "Pflichtziel",aber davon gibt es noch mehr in Namibia und auch die könnt Ihr nicht in 3 Wochen abhaken. Daher meine Empfehlung: Mut zur Lücke !! Mit den so eingesparten Tagen könnt Ihr an anderer Stelle mehr erreichen, z.B. überall dort, wo Ihr sonst nur 1 Nacht vorgesehen habt.
- im August kann es noch ganz hübsch kühl sein. Das macht sich recht unangenehm bemerkbar vor allem deshalb, weil es tagsüber dann doch wieder schön warm ist.Also Warmes mitnehmen.Die im Winter kürzere Sonnenscheindauer dagegen macht sich nicht so deutlich bemerkbar, weil der Unterschied zw. längstem und kürzestem Tag wegen der relativen Nähe zum Äquator max. 1 1/2 Std. ausmacht.
- GPS ist nicht erforderlich, eine gute Karte reicht. Die N´Kwazi Lodge ist ein bisschen schwer zu finden, aber solche Ziele schaut Ihr Euch am besten vorher auf Google Earth an. Dann seht Ihr gut, wo es lang geht.
- ein zweites Ersatzrad sollte man in Namibia stets dabei haben. Der Dorn, der den vorderen Reifen durchsticht, kann auch den hinteren löchern - und schon habt Ihr ein Problem.
- Man kann sich auch dumm und arm versichern. Glasschäden sind vergleichsweise häufig, aber eine neue Scheibe kostet in Namibia auch nicht die Welt.
Gruß Joli
Themenstarter16 Beiträge · seit 201212. Jan. 2012 · #6
Vielen Dank für Eure hilfreichen Anmerkungen!

Zur Route:
Es stimmt, die 2 Tage Windhoek jeweils am Anfang und am Ende sind suboptimal. Habe darüber bei der Buchung gar nicht so intensiv nachgedacht, aber werde es jetzt wohl nicht mehr umschmeißen, zumal fast alle Lodges/Camping-Sites für die jeweiligen Daten bei Chameleon bestätigt haben. Ich finde es gar nicht sooo schlimm, ein paar Tage mehr in Windhoek zu verbringen. Ich kenne da ein paar Deutsch-Namibier, mit denen man dann mal stressfrei auf ein Braai zusammensitzen kann. Außerdem wird, finde ich, Windhoek manchmal unterschätzt (daraus könnte man glatt ein eigenes Forumsthema aufmachen 😉 ) und von den meisten Namibia-Reisenden nur als Ausgangs- und Endpunkt betrachtet. Klar, Windhoek ist keine spektakuläre Weltstadt, aber man kann sich trotzdem ganz gut die Zeit vertreiben. Na ja, ich denke, wir machen die Route so wie sie ist, und wenn ich euch alle richtig verstehe, haltet ihr sie ja nicht für total schwachsinnig, sondern halt für nicht optimal. Leider kann man in nur drei Wochen nicht alle Highlights abdecken, und wenn wir z.B. keine Wüstenelefanten sehen, dann ist das wenigstens ein guter Grund, wiederzukommen! Trotzdem vielen lieben Dank für die Hinweise.

Auch wenn manche Etappen relativ lang sind, und wir nur eine Nacht in einigen Orten verbringen, in Namibia ist ja oft auch der Weg das Ziel und ich glaube, das gilt für alle: Man freut sich über ein seltenes Tier, das man ganz allein auf der Pad entdeckt viel mehr als über eins im Etosha, um das dreißig Touristen-Pick-ups stehen....

Danke für die Anmerkungen zum Reserverad. Ich werde definitiv eins nehmen, wenn Budget es auf die Reihe bekommt (da liest man ja so einige gegenteilige Meldungen..., na ja, wir hoffen das beste 🙂

Mit der Versicherung habt ihr mir sehr geholfen. Es stimmt, man sollte sich nicht überversichern und man kann sowieso nicht für jeden eventuellen Fall gerüstet sein. Werd also wahrscheinlich auf diese Zusatzversicherungen verzichten.

Noch eine weitere Frage. Wie haltet Ihr das mit der -manchmal vielleicht etwas überinterpretierten- Kriminalität? Konkret: Wenn Ihr z.B. im Supermarkt einkaufen geht, sollte dann eurer Meinung nach immer einer am Wagen bleiben (was natürlich bei drei oder mehr Leuten kein Problem ist, aber bei zwei Leuten ein bisschen schwierig)?

Vielen Dank und ich freue mich weiterhin über Anmerkungen etc.!
444 Beiträge · seit 201112. Jan. 2012 · #7
Hallo!

Deine ersten Fragen wurden ja schon beantwortet.

Beim Einkaufen einfach keine teuren Sachen sichtbar im Auto lassen. Wir gehen immer gemeinsam Éinkaufen - oft steht auch ein "Parkplatzwächter" plötzlich da. Trinkgeld immer nach dem Einkauf - so machen wir es.

Gruß Jochen66