Fragen zum Gorilla-Trekking in Uganda

10 Antworten · 6'335 Aufrufe · gestartet 08. Jan. 2012 von Atomic Betty
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Themenstarter80 Beiträge · seit 201208. Jan. 2012 · #1
Hallo zusammen,

ich hoffe, es gibt auch einige unter euch, die schon Erfahrungen mit Gorilla-Trekking in Uganda gemacht haben und mir einige Fragen beantworten können:

Wie fit muss ich körperlich sein um das durchzuhalten? Brauche ich Bergsteigererfahrung?
Was ist, wenn ich unterwegs schlapp mache (mein Albtraum: ich blockiere die ganze Gruppe)
Kann man bei der Anmeldung auswählen, welche Gorilla-Gruppe man besuchen möchte? Schließlich gibt es ja solche, die oft nicht ganz hoch eben auf dem Berg leben...

Wie lange im Voraus habt ihr gebucht?
Wo hattet ihr die letzte Übernachtung vor dem Trekkung, sprich: was ist am nächsten zum Startpunkt?

Ich hoffe, die Fragen sind nicht allzu blöd. Danke schon mal für eure Antworten!

Petra
4'451 Beiträge · seit 200808. Jan. 2012 · #2
Hallo Petra,
herzlich willkommen hier im Forum. 🙂

http://namibia-forum.ch/forum/31-diverses/215615-ugandaim-land-der-kochbananen.html
hast Du den Reisebericht von Birgitt schon gelesen ? Da findest Du bestimmt viele brauchbare Antworte. 🙂

Wenn nicht dann einfach nochmals gezielt fragen.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2012
5'479 Beiträge · seit 200909. Jan. 2012 · #3
In Bwindi sieht es wie folgt aus:

Es gibt drei Standorte (Buhoma, Ruhija und Nkuringo) von denen aus das Gorilla-Trekking gestartet wird. Jeder Standort hat seine eigenen Gruppen. Das Gorilla-Trekking von Nkuringo aus gilt als am anstrengendsten. Solange noch Plätze frei sind, kannst Du Dir den Startort aussuchen, nicht aber die Gruppe.

Bergsteigererfahrung ist nicht notwendig, wohl aber eine gute Kondition und Trittsicherheit im weglosen Gelände. Du solltest in der Lage sein, mehrere Stunden bei schwülwarmen Wetter im bergigen Gelände unterwegs zu sein. Wir hatten fast ein Jahr im voraus gebucht, da die Plätze streng limitiert sind und viele Plätze schon von Reiseveranstaltern geblockt sind, die gleich ganze Kontingente buchen.

Übernachtungsmöglichkeiten findest Du in allen drei Startorten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
40 Beiträge · seit 201009. Jan. 2012 · #4
Hallo Atomic Betty

Wir haben letzten Oktober ein Gorilla Tracking im Bwindi gemacht und zwar von Ruhija aus zur neu habituierten Gruppe "Oruzogo". In Ruhija haben wir im Gorilla & Friend Resort übernachtet (Camping). Dort hat es auch fixe Zelte, zusätzlich überdacht. Nichts spezielles, sahen aber ordentlich aus, konnten schnell einen Blick reinwerfen.

Gebucht hatte ich 3 Monate im Voraus. Den Standort und die Gruppe wurde uns zugeteilt, bzw. erst mitgeteilt, als wir die Permits im UWA Office in Kampala abholen gingen.

Persönlich empfanden wir das Tracking als sehr anstrengend obwohl wir uns doch als recht fit (regelmässiger Sport) bezeichnen würden. Muss aber das ganze wieder relativieren, da wir wohl selber schuld waren. Für unser Tracking waren wir alleine, also nur 2 Personen. Total dann 7 Leute mit Spurenleser, Führer usw.

Unsere Gruppe Oruzogo befand sich in einem tiefen Tal. Der Abstieg und der Vorstoss zur Gruppe war OK von der Anstrengung her. Aber was man runter läuft, muss man in der Regel auch wieder hoch. Der Aufstieg war doch sehr anstrengend bei uns, da wir einfach das Tempo der Guides mitgegangen sind. Die machen das jeden Tag und die rennen praktisch durch den Dschungel. 😉 Wir machten nur einen kurzen Halt um was zu trinken, dann auch schon wieder weiter. Man hätte aber auch einfach länger Pause machen können, das entscheidet der Gast/Kunde. Wenn man nichts sagt, laufen die Guides einfach weiter.

Wie Topobär schon geschrieben hat, braucht es aber keine Bergsteigererfahrung. 😉 Gutes Schuhwerk ist aber zwingend erforderlich (Wanderschuhe), meiner Ansicht nach. Der Boden ist feucht/nass, man krackselt über umgestürzte Bäume usw.

Eventuell wichtig zu wissen. Bei uns standen diverse Gepäckträger breit, die gegen ein entsprechendes Entgeld natürlich gerne Deine/Eure Rücksäcke durch den Wald tragen. Wir hatten uns einen Träger genommen und einen Rucksack selber getragen. Würde wieder einen Träger nehmen, auch wenn man sich dabei vielleicht ein wenig blöde vorkommt.

Mein Einschätzung hört sich nun vielleicht etwas hart an, aber wie gesagt, wir waren nur zu zweit. Ich denke mal, wenn mehrere Gäste in der Gruppe sind, wird man weniger schnell unterwegs sein (Gruppendynamik). Wir waren total ca. 2.5 Std. im Regenwald unterwegs. Ich weiss von anderen Leuten, bei denen war es deutlich mehr.

So, wenn Du die Chance hast, Berg-Gorillas zu besuchen, würde ich mich nicht wegen einem allfälligen Muskelkater am nächsten Tag abhalten lassen! 😉 Ich weiss nicht, wie lange es die Gorilla noch geben wird... leider...

Noch ein kleiner Tipp: Handschuhe (z.b. Gartenhandschuhe) sind noch praktisch. So kann man sich besser festhalten und ist besser gegen Dornen usw. von den Büschen geschützt.

Auf meiner pers. Homepage (siehe Profil) ist auf der Startseite ein Foto. Willst Du Dir das entgehen lassen? 😉

OK, hoffe, konnte Dir etwas weiterhelfen.

LG moonwalker
1'667 Beiträge · seit 200909. Jan. 2012 · #5
Hallo, Petra
im Grunde genommen ist ja schon alles gesagt worden.

Wir waren im November in Uganda, haben das Gorillatracking haben wir im Bwindi N.P. gemacht. Die Habinyanja Gruppe.
Übernachtet haben wir im Buhoma Comunity Camp. ( sehr empfehlenswert )
Die Gorillagruppe wurde uns zugeteilt. Gebucht hatten wir 10 Monate im voraus.

Wir sind erst eine Stunde mit dem Auto in die Berge gefahren, dann 1 1/2 Stunden gelaufen, bis wir die Gorillas gefunden haben.
Es war zugegeben anstrengend,und wir dachten auch, hoffentlich halten wir das durch, denn als durchtrainiert würde ich uns nicht bezeichnen, aber Bergsteigererfahrung brauchst du nicht.
Die Giudes sagten von Anfang an, das man sich dem schwächsten Mitglied der Gruppe anpasst, und jeder der Gruppe die Gorillas erreichen wird.
Von daher brauchst du dir keine Sorge machen.


Und , wenn du erst einmal dort bist, ist eh alle Anstrengung vergessen.

Lieben Gruß
Birgitt
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Themenstarter80 Beiträge · seit 201211. Jan. 2012 · #6
Liebe Cécile und Birgitt,
lieber Topobär und Moonwalker,

vielen vielen Dank, dass Ihr mich so gut mit Infos versorgt und mich an Euren Erfahrungen habt teilhaben lassen.
Das macht mir die Entscheidung, ob ich mir das Trekking nun zutraue, nicht unbedingt einfacher, aber immerhin weiß ich jetzt besser wo und wie.

Also: Nochmals DANKE! und viele Grüße

Petra
1'920 Beiträge · seit 200811. Jan. 2012 · #7
Atomic Betty schrieb:Liebe Cécile und Birgitt,
lieber Topobär und Moonwalker,

vielen vielen Dank, dass Ihr mich so gut mit Infos versorgt und mich an Euren Erfahrungen habt teilhaben lassen.
Das macht mir die Entscheidung, ob ich mir das Trekking nun zutraue, nicht unbedingt einfacher, aber immerhin weiß ich jetzt besser wo und wie.

Also: Nochmals DANKE! und viele Grüße

Petra
Hi Petra

worin siehst du das Problem ??

Fühlst du dich körperlich nicht fit für solch ein Trekking,
oder biste einfach viiiiiiel zu klein für dein Gewicht..

Frag mal Muzungo, (wenn er wieder aus Kenia zurück ist )
die hatten ne richtig **FETTE**(sorry für die harte Wortwahl) Amerikanerin in der Gruppe, da mussten zu schluss 1 oder 2 guides nachhelfen mit schieben und ziehen,dass die Lady den berg hoch kam zu den Gorillas , aber letztendlich war sie da und hat sich einen lebenstraum erfüllt

LG Bloke
10 Beiträge · seit 201112. Jan. 2012 · #8
Hallo,

Du kannst Dich auch tragen lassen (ist kein Witz)
365 Beiträge · seit 200615. Jan. 2012 · #10
@ Bloke: muzungu ist wieder im Lande 🙁
nur kurze Antwort denn ich muss mich erst mal wieder hier zurechtfinden....

-Kenia war genial, Infos kommen, dauert aber noch ein wenig

@ Petra

Hi Petra

Mach dich mal nicht verrückt- du bzw. ihr werdet es schaffen und dafür reichlich belohnt.[b]Das Gorillatecking ist ein absolut einmaliges Erlebnis und einige Anstrengungen wert!!!!
Ja es stimmt wir hatten eine sehr sehr schwergewichtige Amerikanerin in unserer Gruppe und ich hätte nicht gedacht das die Gute es schafft. Aber sie hat tapfer durchgehalten und hatte am Ende Glückstränen in den Augen! Sie hat es mit Hilfe der Gruppe geschafft, wir haben sie teilweise den Berg hinaufschieben müssen und hinunter haben wir sie gestützt! Man muss aber auch fairerweise dazu sagen, das dieses trecking nicht allzu anspruchsvoll war. Sind zunächste über Pfade durch Bananenplantagen leicht bergauf gestiegen und hatten dann nur noch ein kleines Stück durch dichte Vegetation bis zu den Gorillas.

Wir hatten noch ein weiteres trecking im Mgahinga Natinal Park gemacht und das war GANZ anders. Wir waren viel länger unterwegs, steil bergauf und bergab, müssten zum Teil auf allen Vieren durch dichtes Unterholz kriechen.... das hätte die schwergewichtige Dame definitiv nicht geschafft.
Wir waren nur zu dritt in der Gruppe.

Die treckings waren also total unterschiedlich und ich bereue keines! Das trecking im Mgahinga fand ich spannender und genauso hatte ich es mir auch vorgestellt. Das trecking im Bwindi war eher ein Spaziergang. Wir haben aber mit Leuten gesprochen die eine andere Gruppe im Bwindi getreckt haben und die waren erst abends um 22 Uhr wieder zurück (dazu Regen). Es ist also alles möglich.

Mein Rat lautet- stellt Eure Bedenken hinten an und macht es!!!!

-Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2012
44 Beiträge · seit 200722. Jan. 2012 · #11
Hallo, wenn Uganda zu schwierig, warum nicht von Ruanda. Ist ja ganz in der Nähe. Ich habe es vor 16 Monaten gemacht. Nur eine Woche vorher in Kigali beim Wildlife Department gebucht.
Es gibt immer Stornierungen und da kann man kurzfristig einspringen. Da ich auch angst vor dem Aufstieg hat (64 Jahre)
wurde ich der leichtesten Gruppe zugeteilt. Da die Licence sehr
teuer und alles bis in letzte organisiert ( schon fast wie im Tierpark) würde ich es nicht noch mal machen. Grüße aus Unna Gerd
Erst 14 Jahre beruflich im südlichen Afrika, jetzt Reisen nach Namibia,Botswana, Mocambique, Tanzania, und SES Experte