Welches Fahrzeug?

14 Antworten · 3'203 Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2011 von wegg
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201131. Dez. 2011 · #1
Hallo, ihr Namibiaerfahrenen!
Ich bitte um euer Urteil, ob und wie ich eine Namibiatour durchführen kann, die meine Frau und mich recht interessiert. Zuerst meine Voraussetzungen: ich bin 78, meine Frau etwas jünger. Wir sind begeisterte Wohnmobilfahrer, heuer waren wir damit kreuz und quer in den Rocky Mountains unterwegs, imerhin 5000 km. Leider sind wir beide etwas gehbehindert, also können wir keine großen Wanderungen machen, sondern müssen versuchen, so nahe wie möglich an die Sehenswürdigkeiten heranzufahren. Nun werden von verschiedenen Veranstaltern Wohnmobile normaler Ausführung angeboten. Ist so was empfehlenswert, oder sollte man vielleicht einen Allradler mieten,in Lodges übernachten und dann von dort aus versuchen, mit den angebotenen Touren was zu erleben?
Sie sehen, das sind erst einmal grundsätzliche Überlegungen, Tourenstrecken will ich mir anschließend aus den Anfragen im Forum zusammenstellen.
Jetzt wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und bin neugierig auf Ihre Vorschläge,
Ihr Wegg
1'667 Beiträge · seit 200931. Dez. 2011 · #2
Hallo, wegg

erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich finde es toll, dass ihr in euerem Alter noch solche Touren unternehmt...
HUT AB vor euch....
Zu den Wohnmobilen in Namibia kann ich leider nicht viel sagen, da wir immer im Bodenzelt unterwegs sind.
Ich kenne sie nur vom Anschauen. Aber mir kommen sie immer sehr klein und beengt vor. Mit denen in den USA sicher nicht zu vergleichen.

Die meisten Strassen und Gravelroads könntet ihr mit einem normalen PKW fahren.
Ich würde aber immer einen Allrad ( Toyota Hilux ) vorziehen. Es reist sich damit deutlich komfortabler als im PKW.
Zudem kommt es auf die Jahreszeit an, wann ihr fahren wollt. Es kann sein, dass es auf einigen Strassen zu Wasserquerungen kommen kann.
Ich würde vielleicht das erste Mal in Namibia eine Lodge und Gästefarmtour für euch empfehlen.
Es gibt davon sehr viele und sehr schöne.
Ist aber auch eine Frage des Geldbeutels....😕

LG
Birgitt
und einen Guten Rutsch
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zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2011
75 Beiträge · seit 201131. Dez. 2011 · #3
Hallo,

wie schon gesagt, es ist auch eine Frage wann Ihr fahrt und was Ihr Euch zumuten wollt. War einmal in der Regenzeit dort, Bekannte hat uns zum Waterberg gefahren, war abenteuerlich, weil die Straße eine Schlammbahn war.

Ein Geländewagen ist halt auch vom Einstieg her besser (für mich), da höher und man sieht in den Nationalparks mehr.

Ich würde die Regenzeit meiden, Ihr seht deutlich weniger Wild in der Pfanne und ich fand es kam kein Afrikagefühl auf, es war alles grün.

Mit den Wohnmobilen und den Campingplätzen kenne ich mich nicht aus, da ich bei der Bundeswehr genug gecampt habe, wäre mir aber auch zu eng und der Staub kommt durch jede Dichtung (auch wenn es dauert).

Lodges sind mir in Nam und ZA zu teuer, ich war die letzten Male in ZA nur in Bed and Breakfast (in ZA billiger und schöner als ein Hotel) bzw. Nationalparkcamps.

in namibia habe ich mich auch nur selten zu fuss bewegt, waterberg plateau dürfte dann für euch nich machbar sein, m. e. lohnt es sich trotzdem. in der etoscha pfanne bewegst du dich eh nur im auto, außer gamewalk, was m. e. schon toll ist. twyfelfontein und die weiße dame dürften auch schwierig werden.

gesundheit und ein gutes neues jahr 2012
tsumeb
140 Beiträge · seit 201131. Dez. 2011 · #4
Hallo Wegg,

Wir haben letzes Mai 3 Wochen mit ein Discoverer 4 von Bobo durch Namibia gefahren. Es war sehr toll und der Wohnmobil hat uns sehr gut gefallen. Wir haben keine Probleme unterwegs gehat. Es ist aber nicht sehr komfortabel wehrend der Fahrt. Die Reisezeit ist langer weil man viel langsamer fahren muss dann mit ein Allrad. Aber Nachts waren wir sehr froh in unsere Wohnmobil mit gutes Bett und Toilette!
Ich bin Holländisch und mein Deutsch ist nicht perfect, entschuldigung!

Wir haben schon viele Reisen gemacht, aber diese Ferien waren die Hohepunkt. In Mai 2012 haben wir ein Discover X von Bobo gemietet. Dies ist ein Allrad Camper und auch sehr komfortabel. Vielleicht gefällt es Ihnen auch.

Liebe Grüsse,
Amanda
1'182 Beiträge · seit 200601. Jan. 2012 · #5
Hallo Wegg,

ich finde es auch toll, dass Ihr in Eurem Alter noch diese Reise plant - zumal wir Eurem Alter schon ziemlich nahe sind. Aber in Namibia ist das kein Problem. Wenn Ihr das vernünftig plant, ist das überhaupt kein Problem - im Gegenteil, Ihr werdet es genießen.

Bei der für Euch wohl wichtigen Frage, ob normales WoMo oder 4x4 und Lodges, kommt es darauf an, wann und wohin Ihr fahren wollt. Das solltet Ihr zunächst einmal festlegen. Fahrt Ihr außerhalb der Regenzeit und auf ´normalen´ pads, dann geht das auch mit einem normalen WoMo. Ansonsten ist ein 4x4 und Lodges besser.

Aber lasst Euch den Mut nicht nehmen - Ihr werdet eine herrliche Reise haben!

Gruß,
Bernd
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Gast03. Jan. 2012 · #6
Oh wie schön, dass ihr euch Namibia anschauen wollt. Es so wunderbar dort. Bei einer Rundreise durch Namibia ist aus meiner Sicht der Weg das Ziel. Wir sind 2008 mit einem normalen PKW gefahren und haben auf Gästefarmen übernachtet. Von Windhoek erst in den Süden, dann in den Westen, dann nach Etosha und zurück nach Windhoek. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut aber es sind Schüttel- und Rüttelpisten über hunderte von Kilometern. Es staubt wie Hölle und mit dem normalen PKW hatten wir mitten auf den Pisten 3 Reifenpannen. Ehrlich gesagt, wir würden diese Tour nur noch mal mit einem 4x4 machen, es ist einfach bequemer. Auf den südlichen Routen fahren kaum Fahrzeuge und man fährt hunderte von Kilometern und sieht keine Menschen, dafür aber ein unglaublich schönes Land und jede Menge Tiere. Je nördlicher in Nambia umso besser die Straßen, haben wir damals festgestellt, da gehts wohl auch mit einfachem Fahrzeug.
Zu den Unterkünften kann ich nur sagen, wir haben so unglaublich tolle Gästefarmen und Farmer kennengelernt, es war jedes Mal ein Wohlfühlen wie zu Hause. In diesem Jahr fahren wir wieder nach Namibia, diesmal Caprivi und wir fahren mit Camper (das erste Mal für uns). Nach meinen Recherchen sind die Campsites in Namibia sehr gut ausgestattet.
Ich schließe mich aber den Vorschreibern an, am besten überlegt ihr euch vorher die Reisezeit und eine grobe Route, dann können die Foris dazu besser etwas sagen.

Ach übrigens, wir sind auf den Gästefarmen öfter mit den Rangern zu Touren aufgebrochen. Das kostet natürlich extra, ist aber ja auch bequem und durch die Erzählungen der Ranger sehr informativ. In der Sossusvlei sind wir so mit einer Gruppe durch den Tiefsand gefahren, das hätten wir alleine nicht machen können. In Etosha kann kann man auf jeden Fall ohne Probleme alleine fahren.
zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2012
841 Beiträge · seit 200803. Jan. 2012 · #7
Hallo Wegg,

auch von meiner Seite her, " Hut ab ".

Es wurde ja schon mehrfach auf einige Dinge hingewiesen.

Ein 4X4 oder nach Jahreszeit ein SUV ist vollkommen ausreichend.
Das Geld für einen großen Camper würde ich sparen und für die angebotenen Ausfahrten / Aktivitäten bei der jeweiligen Unterkunft zu verwenden.

Viel Spass bei der weiteren Planung
Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
27 Beiträge · seit 200603. Jan. 2012 · #8
Hallo Wegg

WILLKOMMEN IM CLUB!

Ich würde auf jeden Fall mit einem 4 x4 (Hilux von Toyota ist meine erste Wahl) von Lodge zu Lodge fahren und dort game drives und andere Ausflüge buchen!
Die 4 x 4 sind robust und bequem zu fahren. Es gibt auch welche mit automatischem Getriebe (rund 20% teurer) zum Beispiel bei Savanna Autovermietung in Windhoek, eine kleine aber feine Firma!

Es ist sicher besser, wenn ihr so die Schönheiten Namibias erleben könnt. Es sind übrigens nicht (nur) die POIs. Das ganze Land, vor allem der Süden, begeistert und gehört zum schönsten, was es überhaupt gibt: die reine Natur! Da genügt es, an der Strasse zu halten und einfach nur zu schauen, zu hören und zu staunen.

Das wünschen wir euch!

herzlich
brus
96 Beiträge · seit 201204. Jan. 2012 · #9
Hallo WEGG,
wir sind in Namibia schon vier Mal mit einem Camper von Maui gefahren - mit 5 erwachsenen Personen einer Familie. Auch wenn es nicht luxeriös ist, so lieben wir es sehr, immer ein "Haus" dabei zu haben. Immer gut schlafen, sitzen, kochen, essen können und bei Sturm und Kälte gemütlich drinnen sitzen zu können. Bei Tierbeobachtungen waren wir oft Stunden am Wasserloch, während alle anderen Autos schnell wieder weiter fuhren und nichts erleben konnten. In Ruhe konnten wir beim Warten Tee trinken, sogar kochen und Malzeiten einnehmen. Beine vertreten da, wo andere nicht aus dem Wagen dürfen.
Klar, die Pisten sind holprig und staubig... Und die Campingplätze sind sooo schön.
Themenstarter6 Beiträge · seit 201110. Jan. 2012 · #10
Hallo Almut,
schönen Dank für die ermunternde Antwort. Wir haben uns aufgerafft und gebucht - vom 20.5. bis 18.6., da können wir wohl gemütlich einiges ansehen. Habt ihr Erfahrung mit Ausflugsfahrten von Lodges aus, die man mit dem Womo nicht machen könnte? Ich habe gelesen, daß angeblich die Camper dort nicht so gerne gesehen sind. Habt ihr diese Erfahrung auch gemacht? Ist das Lob der Campingplätze mit "sooo schön" ironisch oder ehrlich?
Wir haben über DERtours gebucht und den mittleren der 3 angebotenen Wagen gewählt. Er scheint uns der bequemste für uns 2 Alte zu sein. Vor allem braucht man nicht in den Alkoven krabbeln.
Nun bin ich gespannt, ob ich eine Antwort bekommen werde.
Mit besten Grüßen und Wünschen für 2012
wegg = Wolfgang und Elke
140 Beiträge · seit 201110. Jan. 2012 · #11
Hallo Wegg,

Wir könnten mit dem Camper fast überall kommen. In Sossusvlei gibt es ein 2x4 Parkplatz und könnt Ihr ein Jeeptaxi nehmen für NAD 100 pro Person hin und rück zusammen. In Etosha haben wir (auch in Mai /Juni) alles selbst einfach fahren können und hatten viel Spass bei ie Waterholen. Ruhig sitzen, Kaffee trinken, lesen, etwas essen, zum WC gehen. Alle andere Fahrzeugen waren nach 10 Min weg.
Wir haben mit dem Bobo Discoverer 4 die folgende Route gefahren:
Windhoek - Lake Oanob - Sesriem campsite - Agama camp - Swakopmund Alte Brücke camp resort - Uis - Palmwag - Kamanjab otjitotongwe Cheetah Farm - Okaukuejo - Halali - Namutoni - Waterberg - Windhoek.

www.amandaenmarcel@waarbenjij.nu
Www.fotogroen.nl

Grüsse,
Tigerlily


,
96 Beiträge · seit 201223. Jan. 2012 · #12
Hallo Wegg,
leider habe ich erst heute Eure Frage gelesen. Schön, dass Ihr Euch entschieden habt.
Ich kann nur noch mal bestätigen: wir haben "trotz" Camper so viel gesehen, dass wir nie eine weitere Tour buchen mussten/wollten. Wir waren im Erongogebirge, in der Kalahari, im Naukluftpark, an der Skelettküste ganz hoch, in der Kalahari und unten bis Ai-Ais. Insgesamt verteilt auf vier Touren á 24 Tage. Ich meine es ehrlich mit den Campingplätzen, es gibt so unglaublich viele und schöne, wir haben uns immer sehr wohl gefühlt. Namibia ist so ein grandioses Land! Ich wünsche Euch eine sehr beeindruckende Zeit!
Almut
Themenstarter6 Beiträge · seit 201123. Jan. 2012 · #13
Hallo Namib Tom
vielen Dank für Deinen Rat. In einer Sache habe ich ihn nicht befolgt, ich habe ein normales Wohnmobil vom 21.5. bis 17. 6. gemietet. Der Grund: Siehe unser Alter. Da will man doch bequem reisen und nicht alle Nase lang die Koffer aus- und wieder einräumen. Außerdem sind wir in dieser Art des Reisens schon etwas erfahren.
Allerdings habe ich doch noch eine Frage, nämlich nach der Befahrbarkeit der Straßen. Ich habe die Route so festgelegt, daß ich außer den geteerten Straßen nur solche mit dem Kennbuchstaben C eingeplant habe. Auf der Strecke von Lüderitz bis Swakopmund gibt es die auch durchgehend. Was mir allerdings Bauchweh macht, ist das Stück von Swakop bis zur Etoscha. Von dort aus scheint die Qualität wieder gut zu sein. Kann man da von Dir einen Tipp bekommen?
Wenn man alleine unterwegs ist, ist es wohl erforderlich, ein Handy mitzunehmen. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist das System das gleiche wie bei uns, es müßte reichen, eine örtliche SIM-Karte einzusetzen. Auf einer Landkarte habe ich gesehen, daß ich nirgendwo auf dem Weg in ein totes Loch kommen werde.
Schließlich überlege ich noch, ob es sich lohnt, ein Navi mitzunehmen. Angeblich ist alles bestens ausgeschildert.
Im Verlauf meiner Planung werde ich sicherlich noch über etwas stolpern und ich würde mich freuen, wenn ich mich dann noch einmal an Dich wenden dürfte.
Mit besten Grüßen,
Wegg = Wolfgang Eugen Gertrud Georg Sturm
361 Beiträge · seit 201123. Jan. 2012 · #14
Hallo Wolfgang,

ein Navi brauchst Du eigentlich nicht. Es ist alles bestens ausgeschildert und die Gefahr des Verfahrens ist relativ gering.
Wir haben uns am Flughafen eine MTC Shop eine Handykarte gekauft. War alles problemlos. Dies machen wir im November auch wieder. Die Karten kosten nicht viel (mit einer N$ 180 Karte kann man ca. 3 Stunden telefonieren).

Wir sind im Oktober letzten Jahres auch viele D Straßen gefahren und die waren teilweise besser, als die C Straßen. Grds. muss man also keinen großen Bogen um diese D Straßen machen. Wie das nun aber direkt nach der Regenzeit sein wird kann man natürlich nicht vorhersagen. Aber ich denke, die richtig Namibia-Erfahrenen können Dir hierzu noch was schreiben.

Viel Spaß euch in Namibia 🙂

LG Sven
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
7'272 Beiträge · seit 200623. Jan. 2012 · #15
wegg schrieb:Auf der Strecke von Lüderitz bis Swakopmund gibt es die auch durchgehend. Was mir allerdings Bauchweh macht, ist das Stück von Swakop bis zur Etoscha. Von dort aus scheint die Qualität wieder gut zu sein. Kann man da von Dir einen Tipp bekommen?
Hallo Wolfgang und Gertrud

Um die Strecke Swakop nach Etoscha braucht Ihr Euch keine Sorgen zu machen. Die könnt Ihr je nach Wunsch komplett Asphaltiert (ein kleiner Umweg) oder mit einer Abkürzung über Schotter fahren.

Da ist der Weg Lüderitz bis Swakop schon anspruchsvoller. Dies Strecke ist zeitenweise in schlechtem Zustand. Nicht dass das mit Womo nicht geht. Ihr braucht halt einfach Zeit.

Zum Thema Navis: Man braucht keines. Aber praktisch ist es schon 😉 Ich nutze eigentlich immer eines. Es hat für mich den Vorteil, dass ich so recht gut abschätzen kann wie lange ich noch brauche und wie viel Zeit ich mit Fotos, Pausen etc. verbringen kann.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2012