Pause zwischen Flug und Mietwagen ?

27 Antworten · 8'450 Aufrufe · gestartet 20. Nov. 2011 von toemi
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Themenstarter100 Beiträge · seit 200620. Nov. 2011 · #1
Hallo,
habe gestern in einem Reisebüro gehört, man dürfe nicht mehr am selben Tag, an dem man mit dem Flieger landet, das Mietfahrzeug ausleihen, da es zu viele Unfälle aufgrund Übermüdung gegeben hätte??? Ist da was dran???
Beim letzten mal vor vier Jahren, kamen wir morgens in Windhoek an, und sind bereits Mittags nach der Fahrzeugübergabe losgefahren. War überhaupt kein Problem, zumal es ja auch keine Zeitumstellung gibt. So wllten wir es auch diesmal machen ...
Kann jemand dazu was sagen?
Viele Grüße ins Forum,
Toemi
1'287 Beiträge · seit 200620. Nov. 2011 · #2
Diese Regelung wäre sehr wünschenswert.
Das Unfallrisiko am ersten Tag ist extrem hoch.
Wir haben allein in diesem Jahr für 6 andere Reiseveranstalter das troubleshooting hier vor Ort gemacht bei Unfällen am ersten Tag. Es waren auch 3 x Wiederholergäste dabei. Diese Unvernunft stirbt leider nicht aus.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
1'287 Beiträge · seit 200621. Nov. 2011 · #3
Sehr geehrter A-Wolf,
stimmt, Österreicher sollten nicht bevormundet werden. Hier sollte man empfehlen, am Ankunfttag bereits 700 km zurückzulegen, das erspart uns Wiederholer aus Österreich.

Ich weiß jetzt aber nicht, ob das der Ironie Modus ist, in dem ich hier geschrieben habe. Deshalb gestatten Sie mir ein wenig - natürlich ungerechtfertigter - Polemik.
Sicher nehmen Sie die Bevormundung auch nicht ernst, Sicherheitsgurte zu tragen oder maximal 80 km/h auf Schotterstrassen zu fahren. Unsere Friedhöfe sind voll von Leuten, die der Bevormundung nicht bei Gegenverkehr zu überholen oder unter dem Einfluß von Alkohol sich nicht mehr ans Steuer zu setzten tapfer widerstanden haben. Freier Tod für freie Bürger!
Erinnere ich mich an Ihren ureigensten Herr Haider und dessen Selbstverantwortung, der konnte auch Allrad Fahren! Der Haider, Jörg. Er war im Radio. Und auf der Windschutzscheibe und auf dem Aschenbecher... . Zeigen wir den Negern doch einmal, dass wir 1000e Kilometer im Jahr auf Autobahnen fahren können. Und dann gibt es wieder Österreicherwochen bei AVBOB in Namibia.

Aber nein, Wien stirbt anders. Beispiele gäbe es genug. Mozart gehörte dazu, schon wegen seines Requiems. Schnitzler, dessen Leben gequälte Verwirrung war, das Herz voll dunkler Kammern.Der Wiener und der Tod. Ein weites Land, um mit Schnitzler zu sprechen. Man könnte Beethoven nennen, den Bildhauer Alfred Hrdlicka, den Maler Arnulf Rainer, berühmt wegen seiner übermalten Totenmasken. Oder den Lyriker H. C. Artmann, der dichtend mit der Tramway zum Zentralfriedhof Wien holperte: "... dua r an lawendl mitdrong/a bischal a bischal gremadorium... – Tu einen Lavendel mittragen/ein bisschen, ein bisschen Krematorium".

Der Wiener Alleskünstler André Heller schrieb einmal, dem Tod käme "in der Geisterbahn des Lebens, wie in jener des Wurstelpraters, die Rolle des Ausrufers schöner Schrecken zu". Wo sonst würde man lachen über das Bonmot: Sagt einer: "Weißt, wer g'storben is‘?" Antwortet der andere: "Mir is‘ jeder recht." Wo sonst verteilen sie Visitenkarten, auf denen die Adresse der letzten Ruhestätte verzeichnet ist? Karl Kraus, Wiener Schriftsteller, bezeichnete sein Land sinnigerweise als "Experimentieranstalt für Weltuntergänge".... dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich hoffe, dass Ihre Ansicht nicht repräsentativ ist für die anderen Gäste aus Österreich,die wir sehr schätzen, ja zuweilen sogar lieben. Nicht nur die Sachertorte, Kaiserschmarrn, Nockerln und Mozartkugeln. Vielleicht wollten Sie mit Ihrem Beitrag ja auch nur necken. Ein wenig Wiener Schmäh. So gelungen. Als erstzunehmender Debattenbeitrag leider nicht.

Exkurs: Oder liegt es daran: 1918 zerbrach die sogenannte "Donaumonarchie" und Wien wurde zur Hauptstadt eines Zwergenstaates, der nicht viel größer ist als das Damaraland + Khaudom. Da kann man ja mal eben schnell 120 km fahren. Vienna Calling. Ach, der Herr Falko. Ja, auch der konnte selbstverantwortlich in fremden Ländern unter der Sonne fahren.


Wir haben selbstverständlich als Reiseveranstalter- Piefkes die Pflicht unseren Wissensvorsprung zur Steigerung der Überlebensfähigkeit der Namibia-Reisenden einzusetzen.
Forumsmitglieder wie Joli und mittlerweilie viele andere sind wahre Lebensretter mit ihren Entschleunigungstipps.

Auch die von mir angesprochenen Wiederholer haben nicht geglaubt, in der Statistik zu landen. Diese Dradiwaberl! Hinterher ist man immer schlauer. Manche. Hofft man.


Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
2'721 Beiträge · seit 200621. Nov. 2011 · #4
Mal wieder ein echter CM. Danke Carsten.
Bazi
40 Beiträge · seit 201021. Nov. 2011 · #5
Respekt Herr Möhle,

Sie versüßen mir den Wochenanfang! Bei allem Witz und Ironie (und Belesenheit) ihrerseits fühle ich mich wieder einmal wachgerüttelt und ermahnt, meinen Urlaub auch als solchen zu beginnen und nicht als EX-Teilnehmer eines "rat-race" von der Straße ge-gradert zu werden.

VG
Christian
1'130 Beiträge · seit 200621. Nov. 2011 · #6
Da muss ich CM leider widersprechen,
nur durch erlebte Beispiele können wir aus erster, naja zweiter Hand wahrscheinlich, erfahren, ob dann die N
Mietwagenversicherungen einspringen oder nicht und was die Nachversicherer in D machen. Zum anderen bin ich ein Freund der Einsamkeit und je weniger ein zweites mal kommen oder nicht weit kommen.......
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
655 Beiträge · seit 200621. Nov. 2011 · #7
Danke Herr Möhle,
das tat mal Not in diesem Forum, das sich leider immer wieder und zunehmend vom Reise- zum Raserforum entwickelt.
Für Ersttäter und andere: Wenn ich mir einen Überblick über ein Land von der Größenordnung Namibias verschaffen will, dann rase ich nicht übermüdet und überwältigt von der Grandiosität des Landes in max. drei Wochen in alle Ecken des Landes, dann kaufe ich mir ein gutes Reisevideo über Land und Leute, nehme Platz auf dem Sofa, und genieße (am besten mehrfach, auch ein guter Roter schadet nicht dabei) diese ungefährliche Sicht. Ein paar Bücher über Land und Leute schaden auch nicht. Dann kann ich entscheiden, wohin meine erste Fahrt mich führt, in der ich nicht alles "mitnehmen" kann.
Das juckte mich schon lange, in diesem Forum das mal zu sagen.
Mit freundlichem Gruß von Helga
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298 Beiträge · seit 201021. Nov. 2011 · #8
Hallo an alle Reisenden!

Cooles Statement Herr Möhle!

Wir waren letztes Jahr "Ersttäter" und sehr froh darüber, nach dem Nachtflug nicht noch eine stressige Autoübernahme und ... Kilometer vor uns zu haben!
Selbst als Wiederholer würden wir immer eine Nacht in Windhoek bleiben. Erstmal ankommen,sich akklimatisieren und freuen, dass man wieder da ist! 😁
Da wir noch eine zusätzliche Nacht durch Air Namibia hatten, waren wir doppelt beglückt und es hat sehr gut getan, nicht am ersten Tag schon das volle Programm zu haben, außerdem ist Windhoek eine schöne Stadt!
Lasst euch Zeit, ihr seid im Urlaub und nicht auf der Flucht! Je langsamer man fährt, umso mehr entdeckt man!!! 🤩
Allzeit gute Pad...
Liebe Grüße Kiwi
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
119 Beiträge · seit 200921. Nov. 2011 · #9
Nun gibt es wohl einen Unterschied zwischen "man dürfe nicht mehr am selben Tag, an dem man mit dem Flieger landet, das Mitfahrzeug ausleihen" und am Landetag bereits hunderte von Kilometern abzufahren... Wie oft wird doch hier empfohlen - auch von "Langsamreisenden" - die erste Nacht durchaus 1-2 Fahrstunden ausserhalb von Windhoek zu verbringen.

Selber geniesse ich jeweils die erste Nacht in Windhoek, gemütlich die nötigen Einkäufe zu erledigen (wozu ich das Mietauto brauche...), früh ins Bett zu können und am nächsten Tag frisch zu starten. Aber je nach Reiseart (z.B. bei einer reinen Lodgereise) ist es doch durchaus denkbar, ein kleines (!) Stück bereits gemütlich zu fahren.

Es wäre doch völlig unsinnig, am Landetag das Mitfahrzeug noch nicht ausleihen zu können. Was man an diesem ersten Tag aber damit macht - da kann ich die erwähnten Warnungen nur unterstreichen!

LG sha
361 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #10
Wir sind dieses Jahr am ersten Tag zum Kalahari Anib Farmhouse gefahren und es war kein Problem gewesen.

Wir hatten das Glück im Flugzeug ein wenig zu schlafen und kamen relativ gut erholt an (wir hatten aber auch extra aus diesem Grund Plätze vorne gebucht, da wir wussten, dass wir erholt ankommen müssen, damit die Fahrt möglich ist). Für uns wäre aber auch klar gewesen, wenn wir völlig unausgeschlafen und fertig angekommen wären, dass wir unsere erste Nacht dann nicht im Farmhouse, sondern in Flughafennähe verbracht hätten, da uns dann auch das Risiko zu hoch gewesen wäre. Wir hätten dann zwar 100 EUR mehr für Unterkünfte gezahlt, aber Sicherheit geht vor. Am zweiten Tag hätten wir dann auch noch unsere zweite Unterkunft in Sesriem bequem erreichen können, und die Reise hätte unverändert fortgeführt werden können.

Das alles entscheidende ist wie immer, ob man sich selber richtig einschätzen kann und sich das Risiko bewusst ist. Vor allem muss man auch in der Lage sein, seinen ursprünglichen Plan auch ändern zu wollen. Völlig übermüdet würde ich hier in Deutschland auch nicht 400km fahren wollen und schon gar nicht in einem fremden Land mit Linksverkehr.

Mit dieser Optionsmöglichkeit würden wir auch wieder in den nächsten Urlaub gehen.

LG Sven
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
956 Beiträge · seit 200921. Nov. 2011 · #11
Huiuiui....

Also ich finde diesen CM-Anfall aus mehreren Gründen völlig unpassend. Und dabei gehöre ich zu denjenigen, die ständig predigen, am ersten Tag bloß nicht weit zu fahren und auch mit einem Beispiel begründe warum. Ich halte weite Fahrten am ersten Tag für völlig riskant und unverantwortlich. Und TROTZDEM:

NATÜRLICH möchte ich mein Auto am ersten Tag übernehmen, damit ich meinen Urlaub in Ruhe anfangen kann. Dann hab ich mein Auto, mach mich auf dem - kurzen - Weg in die Unterkunft damit vertraut, erledige Einkäufe, gehe früh schlafen, ruh mich aus und kann am nächsten Morgen fit starten. Ohne erst dann mein Auto zu übernehmen, Zeit zu verlieren und vielleicht erst recht zu hetzen...

Übrigens, wenn man sich die Selbstfahrer-Routen für Namibia und Südafrika in den großen deutschen Katalogen anschaut, werden die meisten Menschen am ersten Tag mehrere hundert Kilometer zu ihrer ersten Unterkunft "gescheucht". Viele holen sich ihre Routen-Inspiration dort (was hier auch oft empfohlen wird). Kein Wunder, dass die Leute glauben, dass sich das alles ausgeht, wenn es in den Katalogen so beschrieben ist.

LG aus Österreich,

Tanja
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
4'451 Beiträge · seit 200821. Nov. 2011 · #12
also das das Anmieten vom Mietfahrzeug am ersten Tag verboten wird , finde ich absolut daneben.:( Es gibt überal auf der Welt Raser, übermüdete Fahrer und die die sich überschätzen.;)

Ich denke auch wie schon Einigen geschrieben haben, es kommt auf den Einzelnen darauf an, wie er den Flug überstanden hat usw. Ich bin auch der Meinung, ohne Fahrzeug ist schon lästig in Windhoek. 😉

Wenn man hier die "Neue" sieht , was die zum Teil an Strecken posten, die sind absolut abgekupfert aus den Reisekatalogen von den hießigen Reiseveranstalter. 🙁 Nachdem die Meisten diese Route dann hier im Forum posten, mit der Frage, "was haltet Ihr davon ", kann ich dann nicht nachvollziehen, wenn dann aber hier zu dieser Tour mit brachiale Gewalt von den erfahrenen Fomies abgeraten wird, bin ich dann durchaus erstaunt, wenn dann die "entgültige Route" dann nochmals zur Begutachtung hier reingestellt wird, die nicht viel abweicht von der Ursprüngliche Anfrage . 😉

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
709 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #13
Hi,

ich persönlich halte es für unverantwortlich nach einem Flug von Europa ins südliche Afrika nach der Landung noch mehrere Stunden mit dem KFZ zu fahren.
Die Wenigsten sind auch geübt genug, um Fahrzeuge auf Pisten sicher zu beherrschen. Oder im Umgang mit 4x4.
Unsere Planungen bei derartigen Reisen sehen am Ankunftstag lediglich die Fahrzeugübernahme, Einkaufen und das Hotelzimmer beziehen vor.
Auch Touren von mehr als 5000km/3 Wochen halte ich nicht für sinnvoll. Für nächstes Jahr NAM haben wir lediglich 2600km/3 Wochen geplant, längste Tagesetappe ist 370km lang (Osttor Etosha zum Waterberg), sonst nur ca. 150..200km/d. Das reicht für die Runde Windhuk-Swapok-Brandberg-Twyfelfontein-Vingerklip-Etosha-Waterberg-Windhuk. Und anschl. als Abschluß 3d auf einer Farm östlich von Windhuk zum Ausspannen vor dem Rückflug.
Es ist doch kein Urlaub, jeden Morgen zwischen 05:00-06:00 aufzustehen, den ganzen Tag zu fahren und knapp zum Sundowner auf der nächsten Lodge bzw CP zu sein. Ist ja sonst wie bei Asiaten, die in 2 Wochen kpl. Europa bereisen wollen.
Und Versicherungen könnten bei einem Unfall durchaus argumentiern, daß man nach einem langen Flug und noch Stunden langer Fahrt nicht mehr fit genug ist um ein KFZ zu führen und daher die Kasko nicht greift.
Entschleunigung heißt das neue Zauberwort.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2011
835 Beiträge · seit 200621. Nov. 2011 · #14
Hallo,

ich denke man muss unterscheiden zwischen einen grundsätzlichen Mietwagenübernahmeverbot am Tag der Ankunft und der vernünftigen Regel, am Ankunftstag keine große Strecke mehr zu fahren.

Ersteres finde ich wenig sinnvoll, da dadruch viel in den zweiten Reisetag gepackt wird, der ja eigentlich der Fahrt zur nächsten Unterkunft diesen soll. Wenn man hier noch Autoübernahme, Einkaufen etc. zeitlich unterbringen muss, kann das unter Umständen ziemlich eng werden. Also ein klares ja zur Übernahme am Ankunftstag.

Aber auch ein genauso klares Nein zu großen Strecken am Ankunfstag. Ich persönlich finde schon die Anib Lodge relativ weit, über die Fahrt bis in den Etosha (in letzer Zeit offensichtlich eine beliebte Idee) mal gar nicht zu reden.

Das Problem lässt sich aber nicht durch irgendwelche Verbote regeln, sondern nur über gute Aufklärung und eine sinnvolle Reiseplanung. Solange es weiter in den Katalogen Reisen gibt, in denen man in 14 Tagen durchs gesamte Land gescheucht wird, braucht man sich nicht wundern, warum gerade Erstäter solche Strecken planen.

Vielleicht sollten sich also gerade mal erst die Reiseveranstalter an die Nase fassen und bei der Planung ihrer Reisen, die eben doch oft als Vorbild dienen, Vernunft walten lassen.
Wobei man die Unbelehrbaren auch damit nicht einfangen wird. Die müssen wohl ihre Erfahrungen machen.

Gruß
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
444 Beiträge · seit 201121. Nov. 2011 · #15
Hallo!

Ich nutze den ersten Tag immer zum Einkaufen und dann ab in die Lodge. Ich fühlte mich bei allen Flügen danach fit - aber schon in der Lodge war ich reif für das Bett.

Und die langen "Geraden", die man zu fahren hat, tragen nicht dazu bei besonders aufzupassen - wenn man mit aller Kraft und 3 Kaffee versucht die Augen offen zu lassen.

Dass die Reiseanbieter ihre Kunden teilweise hunderte Kilimeter in die "Wüste" schicken kann man nicht verstehen. Aber das ist normal! Bekannte haben sich eine Reise zusammenstellen lassen (im Reisebüro): 1. Tag Fahrt nach Mariental!

Zusammengestellt von einem Azubi, der noch nie in Namniba war. Man kann nur hoffen, dass "Ersttäter" sich nicht zuviel zumuten. Weil sie vielleicht den Unterschied 250 km in Europa und 250 km auf namibischen Pisten nicht kennen.

Bei "Wiederholungstäter" sollte man nur hoffen, dass sie einfach Vernünftig sind und sich selber nicht überschätzen.

Gruß Jochen
2'048 Beiträge · seit 200722. Nov. 2011 · #16
Hallo Fomis,
nein verboten ist es noch nicht, aber ich denke, dass immer mehr Vermieter es so wünschen werden.

Du kommst übermüdet an (wer kann in der Holzklasse schon wirklich schlafen?),
überschätzt deine Fähigkeiten ohnehin maßlos (was haben zigtausend km Autobahn hier mit dem Fahren auf Gravelroads in Namibia schon gemeinsam?)
hast richtiges Bremsen, Triften und Gegenlenken dank elektronischen Helferlein vollständig verlernt (sofern du dich überhaupt mal auf eine ungeräumte Schneepiste verirrst)
und musst dich zudem mit dem ungewohnten Linksverkehr
in einem ungewohnten Auto auseinandersetzen.
Dass der Blinkerhebel und der Scheibenwischer meistens die Seite tauschen ist ja nur einer der netten kleinen Unterschiede....

Naja - da lobe ich mir Reiseveranstalter, die zum Wohle ihrer Kunden vernunft einfordern. Und wer mit Air-Berlin fliegt, der kann eh kaum erwarten am Ankunftstag wirklich anzukommen ....

Viele Grüße

jaw


p.s.
Danke Carsten - das war wieder ein echter Möhle - habe mich gut amüsiert beim Lesen.
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
1'927 Beiträge · seit 200822. Nov. 2011 · #17
Na ja,

wie jemand mit der Zeit nach einem Flug umgeht, sollte man schon dem Einzelnen überlassen. Dies ist kein speziell namibisches Problem, so richtig auch die mahnenden Beiträge sein mögen.

Tatsache bleibt - jedenfalls für die meisten Mitteleuropäer hier - es gibt keinen Jetlag und in der Regel auch keine größeren, unberechenbaren Einreiseprobleme, die dem Zeitplan entgegenstehen. Für uns bedeutet das, wir sitzen gegen 10.00 Uhr vormittags frischgemacht, mit gut verstauten Gepäck im Mietwagen und es kann losgehen.

Nun bleibt es jedem völlig unbenommen, den restliche Tag zu gestalten. Ob er nun die Zeit verschläft oder sich in WHK-City latent von lokalen Randgruppen dumm anquatschen lässt, bei einer Nabelschau durch soziale Brennpunkte mitfährt und den Abend bei Bier, Schweinshaxen und Kraut verbringt, jeder wie er mag.....

Wir ziehen es vor, WHK sofort zu verlassen und in einen nahegelegenen Camp oder Lodge das zu genießen, wofür wir nach Namibia geflogen sind 😉

Gruß
Peter

NB: @jaw, unsere 8 MUC-WHK Flüge mit AirBerlin liefen bisher in einem Zeitfenster von +-20 Min. zum Flugplan 😉
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2011
956 Beiträge · seit 200922. Nov. 2011 · #18
Du sprichst mir aus der Seele Peter 🙂

LG, Tanja
25 Beiträge · seit 201122. Nov. 2011 · #19
Hi Toemi,
auch ich würde dir empfehlen in Windhoek zu übernachten.
Bis du das Mietauto hast und alles kontrolliert ist vergeht noch einige Zeit.
Da würde ich vielleicht wirklich bei ein paar anderen Anbietern anfragen. Bei uns hat bei der WAgenübergabe niemand wissen wollen wie weit wir an diesem Tag noch fahren...
Wir hatten die Nacht im Flugzeug zwar ein bisschen geschlafen, trotzdem waren wir froh als wir dann in unserer Pension in Windhoek angekommen sind.
Da kansnt du dich ausruhen und mittags noch in die Stadt einkaufen, was anschauen, ect.

Grüße Melanie

@CM: SUPER !!!
5'538 Beiträge · seit 200822. Nov. 2011 · #20
Hallo Zusammen,

erst mal auch von mir ein Danke an Carsten. Ich habe mich mal wieder herrlich amüsiert. Aber trotzdem teile ich das erste Statement von Herrn Wolf - "Reidebüro wechseln."

Eine solche Beratung im Reisebüro ist genau so falsch, wie die, dass man am ersten Tag ruhig mal eben bis Keetmanshoop oder bis zur Etoscha durchschrubben könnte. Es gibt nun einmal Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht in Windhoek bleiben wollen. Nicht jeder liebt die Stadt. Deshalb muss jeder für sich die Entscheidung treffen zu bleiben oder noch ein paar Kilometer zu fahren. Es gibt, wenn man aus Windhoek rausfährt, in allen Himmelsrichtungen nahe gelegene Unterkünft für jeden Geldbeutel. Und deshalb stimme ich Peter zu

Wir ziehen es vor, WHK sofort zu verlassen und in einen nahegelegenen Camp oder Lodge das zu genießen

Aber es sollten halt wirklich nur ein paar Km sein.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd