Anmerkungen v. Ersttäter

3 Antworten · 1'355 Aufrufe · gestartet 07. Nov. 2011 von Peter70
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201107. Nov. 2011 · #1
Hallo

Ich bin vor wenigen Tagen von meiner ersten, einmonatigen Namibiareise zurückgekehrt. Im Vorfeld habe ich von den Beiträgen in diesem Forum sehr profitiert und möchte deshalb dem Forum gerne auch etwas zurückgeben. Als Ersttäter beschränke ich mir hier auf einige Punkte, über die ich mir im Vorfeld besonders Sorgen gemacht habe, in der Hoffnung, dass meine Schilderungen für andere Erstbesucher womöglich hilfreich sind.

Ich möchte betonen, dass die folgenden Zeilen meine persönlichen Erfahrungen wiederspiegeln. Ich bezweifle nicht, dass andere Forenmitglieder anderes erlebt und genau gegenteilige Erfahrungen gemacht haben.

1. Kriminalität

Nachdem ich noch kurz vor der Abreise einen ellenlangen Thread über die Kriminalität gelesen habe, wurde mir doch etwas Bange. Völlig unbegründet. Alles absolut unproblematisch. In den Städten wimmelt es dermassen von privaten Sicherheitsbeamten, dass ich mich stets gut behütet gefühlt habe. Natürlich lässt man im Auto keine Wertgegenstände liegen und ist vor Taschendieben auf der Hut. Wie in jeder anderen (auch europäischen) Stadt auch.

Vorsicht ist allenfalls etwas beim Tanken nötig. Bei der Ersten Betankung in Rehoboth habe ich zuviel bezahlt, ohne es zunächst zu bemerken. Vermutlich war der Zähler vom vorigen Kunden nicht auf Null gestellt. Ich weiss jetzt auch nicht, ob das böse Absicht war oder ein Versehen. Jedenfalls habe ich dann in Zukunft besser aufgepasst.

2. Unterkünfte

Zweifel hatte ich, ob ich überhaupt immer einen Stellplatz oder ein Bett kriegen würde. Meine Sorge war auch in diesem Punkt völlig unbegründet. Die Campsites waren zum grössten Teil noch nicht einmal zu einem Viertel voll. Selbst an Orten, an denen man bekanntlich (Achtung Ironie) mindestens 3 Jahre im Voraus buchen muss, um einen Platz zu erhalten (Ettosha, Klein Aus Vista, Sesriem NWR), war es problemlos möglich auch noch am späteren Nachmittag einen Stellplatz zu kriegen. Auch in den meisten Lodges herrschte weitgehend Leere. Ich war generell positiv überrascht, wie wenig los war.

Eagels Nest, Klein Aus Vista war zwar ausgebucht, da war ich hinterher aber ganz froh drum. Ich habe es mir (von aussen) angesehen und ich finde es gibt Vergleichbares zu einem Bruchteil des Preises. Klein Aus Vista ist aus meiner Sicht ohnehin das überbewertetste Camp und das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht allzu gut, sowohl was die Bungalows und die Campsite betrifft, aber auch das Essen, das ich gelinde ausgedrückt als bestenfalls mittelmässig bezeichnen würde.

Noch übler ist das Preis-Leistungsverhältnis im Etosha (alle 3 Camps). Hier kommt dann noch das vorwiegend überaus demotivierte, inkompetente und unfreundliche Personal dazu. Wer die Nacht nicht unbedingt am Wasserloch verbringen will, ist mit Unterkünften ausserhalb des Parks zu deutlich günstigeren Preisen sehr viel besser bedient.

Besonders positiv aufgefallen sind mir die Unterkünfte Etosha Safari Camp (wenn auch viele Overlander), die Bambatsi Guestfarm (bei Outjo) und das Rostock Ritz, etwa auf halber Strecke zwischen Sesriem und Swakopmund (tolle Gegend mit Bungalows die mir erheblich prickelnder erscheinen als z.B. Eagles Nest, bestes Essen und freundlichstes Personal der ganzen Reise).

3. Auto

Ich hatte "nur" einen Wagen mit Zweiradantrieb und war mir plötzlich dann nicht mehr sicher, ob dies auch ausreichend ist. Obschon ich einmal auf dem Weg zu einer Farm in tiefem Sand stecken geblieben bin, war ich hinterher froh, habe ich mir die Kosten für einen 4x4 gespart und dafür mit dem gesparten Geld meinen Aufenthalt verlängert.

Für die typische Erstfahrer-Tour ist ein 4x4 völlig übertrieben. Lediglich zwei Punkte sprechen allenfalls dafür: die erhöhte Sitzposition (wobei ich hier mit einem Toyota Avanza eine Art Zwischending hatte) und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h auf Schotterpisten (80 km/h mit 4x4), was ich für übertrieben hielt. Da weiss ich aber nicht, ob das generell bei allen Vermietern so ist.

4. Tipp
Kurz vor Twyfelfontein gibt es seit ca. 2 Jahren das "Damara Living Museum". Sowohl von der Idee als auch der Ausführung her sehr überzeugend und unbedinht empfehlenswert.

HTH
Peter70
705 Beiträge · seit 201007. Nov. 2011 · #2
Hallo Peter,
Danke für deinen Kurzbericht, hört sich doch alles sehr gut an 😉

Vieleicht kommen ja noch ein paar Fotos 🙂

Willkommen in der Alten (kalten) Heimat.

SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
1'182 Beiträge · seit 200607. Nov. 2011 · #3
Hallo Peter,

vielen Dank für den Kurzbericht.

Aber da kann man ´mal wieder sehen, wie unterschiedlich Geschmack ist. Rostock Ritz hat einen tollen Pool und die Küche ist hervorragend, aber die dunklen, olivgrünen Bunker mit einer kleinen Balkontür gefallen mir überhaupt nicht. Eagles Nest gefällt mir weitaus besser. Aber, wie gesagt, Geschmacksache ... !

Gruß,
Bernd
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zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2011
126 Beiträge · seit 200914. Nov. 2011 · #4
Hallo Peter,

prima kurzer Bericht, teile viele deiner angeführten Punkte (war letztes Jahr erstmalig da im Dezember). Etosha Safari Camp fand ich überwältigend, insb. wegen der *Ausstellung*, war ziemlich leer, schöner Campingplatz (den nehme ich diesmal mit kleinem Bodenzelt)

Viele Grüße
ürgen