Im Sand steckengeblieben - was dann?

45 Antworten · 32,0k Aufrufe · gestartet 05. Okt. 2011 von miropolos
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Gast06. Okt. 2011 · #21
Hi,

aus meiner Sicht: Die Bleche niemals am Auto anbinden... Es sein denn, dass Seil ist mind. 30 Meter lang....

Ich habe mir mal meine Bleche so tief eingebuddelt, dass ich sie mit dem Spaten wieder ausgraben musste - wenn die angebunden gewesen wären, hätte ich sie vielleicht in der Scheibe hinten gehabt.

Noch schlimmer kann es werden, wenn ich diese Vorgehensweise anwende und die Bleche im Schlamm verwendet habe.

Viel zu gefährlich, dann doch lieber aussteigen und zurück laufen und die Bleche holen....

Gruß
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2011
7'272 Beiträge · seit 200606. Okt. 2011 · #22
rhh64 schrieb:
Vielleicht kennt einer von euch noch bessere/mehr Videotutorials zum Thema Offroad-Fahren ... Würde mich interessieren.
Sehr viele gute Infos erhältst Du unter www.4xforum.com

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Themenstarter20 Beiträge · seit 201106. Okt. 2011 · #23
vielen Dank für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte. Jetzt gilt es eigene Erfahrungen zu machen - wir werden berichten.
6 Beiträge · seit 201007. Okt. 2011 · #24
achja.. noch was... auf Gravel Roads, gerade bei langen Strecken, nicht heizen !
Auf dem Schotter fährt es sich wie auf Schnee... geradeaus kein großes Problem
nur in Kurven oder beim Ausweichen trägt es einem dann aus der Kurve was eine
recht schmerzhafte Erfahrung werden kann.

Teilt euch im Gelände die Zeit gut ein und nehmt euch nicht zu viele
Kilometer an einem Tag vor. Zur Zeit ist es da ja länger hell aber von
Wasserdurchfahrten oder Sandpiste im dunkeln ist abzuraten und ihr wollt ja
sicherlich auch mal ein paar Tiere beobachten und nicht nur Kilometer schrubben.
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2011
2'048 Beiträge · seit 200707. Okt. 2011 · #25
Hallo Sambezi,

das mit dem Anbinden habe ich noch nie gesehen. Allerdings hat er eine Paketschnur verwendet, die bei Widerstand auch schnell reißen würde.

Was mich mehr irritiert hat ist das Unterlegen an der Hinterachse. Ich habe Sperren vorne und Hinten, lege aber meine Sandmatten (ich hatte noch nie Sandbleche) bisher vor die Vorderräder und schaufle eine Fahrspur für die Hinterräder. Wenn ich dann Vorne wieder im SAnd / Matsch bin, dann sind die Hinterräder auf der Matte.Ansonsten wären meine Hinterräder nach dem Blech genau in der Vertiefung, in der vorher meine Vorderreifen steckten. Da hätte ich sorge, gleich wieder zu hängen. Außerdem habe ich schon oft gesehen, dass sich Bleche aufrichten, sobald die Räder auf das Blech rollen. Das würde dann gegen die Karosserie schlagen. Nach Querung mit den Vorderrädern sind sie bereits plattgedrückt und heben sich kaum noch an.

Wie macht ihr das?

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
3'175 Beiträge · seit 200607. Okt. 2011 · #26
Das A & O beim Sandfahren , wurde hier nur 2x kurz erwaehnt,
ist dass man beim in den Sand fahren, sofort den Reifendruck ablaest und zwar bis 0,9, dann wird man sich kaum fest fahren.
Habe das vorallem in Soossusvlei des oefteren erlebt, die Italiener sind da die absoluten Spezialisten. Mit bis zu 3,0 aufgepumpten Reifen kann man sich natuerlich super festfahren.
Das Gezeter war immmer riesig , wenn man ihnen geholfen hat und einfach die Luft ablies und dann locker rausfuhr.
Oft hatten sie auch vergessen den 4x4 einzuschalten....
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Gast07. Okt. 2011 · #27
jaw schrieb:Hallo Sambezi,

das mit dem Anbinden habe ich noch nie gesehen. Allerdings hat er eine Paketschnur verwendet, die bei Widerstand auch schnell reißen würde.

Was mich mehr irritiert hat ist das Unterlegen an der Hinterachse. Ich habe Sperren vorne und Hinten, lege aber meine Sandmatten (ich hatte noch nie Sandbleche) bisher vor die Vorderräder und schaufle eine Fahrspur für die Hinterräder. Wenn ich dann Vorne wieder im SAnd / Matsch bin, dann sind die Hinterräder auf der Matte.Ansonsten wären meine Hinterräder nach dem Blech genau in der Vertiefung, in der vorher meine Vorderreifen steckten. Da hätte ich sorge, gleich wieder zu hängen. Außerdem habe ich schon oft gesehen, dass sich Bleche aufrichten, sobald die Räder auf das Blech rollen. Das würde dann gegen die Karosserie schlagen. Nach Querung mit den Vorderrädern sind sie bereits plattgedrückt und heben sich kaum noch an.

Wie macht ihr das?


Viele Grüße
jaw
Hallo,

das Anbinden wird oft von sogenannten Experten gegeben aus dem Grund, dass ich bei langen Sandpassagen nicht anhalten muss um die Bleche zu holen.
Leider kann man nicht davon ausgehen, dass die Leute auch nur ihre Schnürsenkel zum Festbinden benutzen.... Man stelle sich vor, ich bin mit Familie unterwegs, handhabe die im Video gezeigte Praxis, alle schieben hinten, das Auto kommt in Gang, die Gruppe bleibt stehen oder läuft dem Auto hinterher und dann "fahren" die angebundenen Sandbleche mit optimistischen 10 km/h den Leuten in die Hacken.... oder ein Blech verhakt sich in einer Wurzel und säbelt meiner Tochter die Rübe runter....

Wo ist die Sorge größer - eine Verletzung fernab oder ein paar Schweißtropfen beim Schleppen der Bleche.

Zu dem Bergen eines stecken gebliebenem Fahrzeugs:

Sofern es die Gegebenheiten zulassen erfolgt die Bergung immer in entgegengesetzter Richtung wie ich in das Hindernis hineingefahren bin.
Dies erleichtert die Bergung und schont die Kupplung bzw. das Getriebe ungemein. Man überlege, ich bin stecken geblieben, weil das fahrende Fahrzeug das Hindernis "nicht geschafft" hat - nun soll das Fahrzeug aus dem Stand das Hindernis schaffen. Meist sitzt der Rahmen und Karosserieunterboden auf und die Räder haben in der Spur keine Traktion mehr.
Wenn ich vorwärts in ein Sandloch gefahren bin und rückwärts berge, dann muss ich über die Stelle, die vorher mein Unterboden schon "platt" geschoben hat und somit weniger Widerstand erfährt.
Aus keinen Fall in der Spur graben - das fahrzeug sitzt ja schon zu tief und ich muss versuchen, dass die Räder wieder "höher" kommen, damit der Unterboden vom Sandhügel in der Mitte sich heben kann. Grabe ich vor oder hinter den Rädern und ich habe Schlupf, dann gräbt sich das Fahrzeug wieder tief ein und der Unterboden sitzt nach 5 m wieder auf - also immer zwischen den Rädern das Material wegnehmen und nur dort - nicht eine Spur graben. Zum Ansetzen der Bleche bzw. Matten nur soviel wegnehmen, dass die Bleche waagerecht liegen. Setze ich die Bleche als schräge Auffahrramoe an, dann wird unweigerlich das Blech gegen den Unterboden schlagen bzw. seitlich aus der Spur nach oben weggedrückt.

Das Ansetzen an der Hinterachse hat den Grund, dass meistens die Fahrzeuge hinten schwerer beladen sind und somit die Tracktion der Hinteräder besser ist und auch der Vorderwagen weniger einsinkt als das Heck. Bei einem leeren Pick Up ist es sinnvoller, die Bleche/Matten an der Vorderrädern anzusetzen.

Verbesserungen sind gern willkommen, denn man lernt nie aus.

Sandblecherne Grüße

Afrika294.jpg
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2011
26 Beiträge · seit 201107. Okt. 2011 · #28
zum Thema 4x4 Training:
es gibt auch die Möglichkeit in Namibia. Die ABABIS Gästefarm ( C 14, nicht weit von Solitaire) bietet sowas an.

Gucks du: http://www.ababis-gaestefarm.de/

billiger als bei ADAC, inkl. sundowner nach getaner arbeit. so wurd's mir angekündigt. sind im dezember da. hab mit denen telefoniert. sind offenbar supernett und sind sofort auf meinen wunsch eingegangen, den kurs individuell zu gestalten (ich habe off-road erfahrung, meine freundin nicht).
709 Beiträge · seit 201107. Okt. 2011 · #29
Hi,

Im Sand ist weniger Profil sinnvoller. Max. ATs. Keine MT-Reifen. MTs graben sich ein, Slicks nicht…
Luftdruck 0,8…1,2bar.

Das mit dem Nicht-Starten bei lediglich Abgasaustritt unter Wasser ist ein hartnäckiges Gerücht.

Ein Differential kann man nicht zuschalten…
Maximal sperren.

Bei H2O-Durchfahrten für den 4x4-Laien max Wasserstand bis Radmitte, sonst meist bis Rad-Oberkante iO bei entsprechender Prüfung.

H2O- Durchfahrten sind vom Beifahrer (!!!) zuvor abzulaufen und dieser hat den Fahrer im H2O einzuweisen. Gilt auch in jedem anderen schwerem Gelände.

Immer in der Spur des Vorausfahrenden ist im Sand nicht immer sinnvoll.

Differentiale kann man nicht einschalten, max sperren.

Sandbleche nicht anbinden; diese muß der Beifahrer dem 4x4 bis zu dessen Halt auf festem Grund nachschleppen!

4x4-Fahrschulen bieten 4x4-Clubs, Geländewagenvereine, Firmen, Hersteller usw an! Mal in den Zeitschriften Off-Road, Alles Allrad, 4x4 Action, Allradler usw nachlesen.

http://www.4x4club-leipzig.de/

http://www.sandbleche.de/dokumentation.html

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
156 Beiträge · seit 200808. Okt. 2011 · #30
Bucanero schrieb:zum Thema 4x4 Training:
es gibt auch die Möglichkeit in Namibia. Die ABABIS Gästefarm ( C 14, nicht weit von Solitaire) bietet sowas an.

Gucks du: http://www.ababis-gaestefarm.de/

.
Das Training haben wir 2008 gemacht - macht wirklich Spaß und der Aufenthalt auf Ababis ist auch ein Erlebnis. Wir sind da heuer Mitte November wieder.
983 Beiträge · seit 201109. Okt. 2011 · #31
Rocky1964 schrieb:Mal in den Zeitschriften Off-Road, Alles Allrad, 4x4 Action, Allradler usw nachlesen.
Guter Tipp! Hatte noch nie in derartige Zeitschriften reingeschaut. Jetzt an der Tankstelle lag die neue Off-Road Nr. 10/11, und in dieser ist ein mehrseitiger Bericht über Offroad-Fahren in Südafrika und Namibia.
Gruß
Ralf
Beste Grüße rhh64
237 Beiträge · seit 201010. Okt. 2011 · #32
Von Rocky
Im Sand ist weniger Profil sinnvoller. Max. ATs. Keine MT-Reifen. MTs graben sich ein, Slicks nicht…
Luftdruck 0,8…1,2bar.

H2O- Durchfahrten sind vom Beifahrer (!!!) zuvor abzulaufen und dieser hat den Fahrer im H2O einzuweisen. Gilt auch in jedem anderen schwerem Gelände.

Hallo an Alle, das mit den MT stimmt nicht. Wichtig ist der Luftdruck, der muß runter. Wir waren 3 Wochen in Libyen mit MT´s unterwegs, Sand und Fesch Fesch bis zu den Waden und sind nur einmal steckengeblieben. Mit Sandblechen rückwärts wieder raus und fertig.

Und das mit H2O
Ich würde es mir im südl. Afrika 2-4 mal überlegen, ob ich in ein Gewässer reinlaufe, wo ich nicht weiß was drin ist. Wenn man mit 2 Autos unterwegs ist würde ich den vorausfahrenden mit langem Bergegurt schon mal anhängen um ihn im Notfall wieder rausziehen zu können.
Und immer rechtzeitig in die Untersetztung schalten, lieber einmal zu viel die Sperren rein ( wenn vorhanden) und das steckenbleiben vermeiden.


Gruß Cruiserland
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)
348 Beiträge · seit 201110. Okt. 2011 · #33
"Im Sand ist weniger Profil sinnvoller. Max. ATs. Keine MT-Reifen. MTs graben sich ein, Slicks nicht…"

Stimmt so nicht, ist eine Frage des Gasfusses und der Leistung.
Die MT's haben zwar mehr "Schaufeleffekt", den braucht es auch um Gripp aufzubauen.
Das Problem ist, wenn man zuviel Leistung hat und diese auch einsetzt grabt man sich mit MT's im Sand schneller ein, genauso wie im Schlamm.
Nur verliert man im Schlamm mit wenig Profil schneller den Gripp, im Sand braucht es mehr bis der Gripp verloren geht.
Für Fahrten ausschliesslich im Sand sind fein profilierte Gummis vorteilhafter, man muss nicht so feinfühlig mit dem Gaspedal umgehen wenn genug Leistung vorhanden ist.
Nur, wer hat auf seinen Touren nur Sand??
Man hat Wasserfurten, Schlammpassagen, sumpfige Gegenden und Pisten, ausser man fährt nur in der Wüste, doch auch dort kann es möglich sein, zB. in einem Chott, dass der Untergrund nicht hält.
Alles in allem ist ein guter MT, auch wegen der Seitenprofilierung, vorzuziehen.
Mit den MT's ist Sandfahren möglich und man hat im Schlamm weniger Probleme, mit den AT's ist im Schlamm etc. ziemlich schnell Ende.
Wir fahren seit Jahren MT's im Sand und die graben, vorausgesetzt man hat einen feinen Gassfuss nicht mehr als AT's, rechtzeitig vom Gas, dann muss man für die Bleche auch weniger schaufeln, sobald er gräbt weg vom Gas und versuchen zurück um Schwung zu holen, das aber auch nur wenn er nicht gräbt, ansonsten Bleche oder Winde, Äste, Bretter, Fussmatten etc.wenn nichts anderes zur Verfügung steht).
Im Sand ist jeder Gummi brauchbar,sogar alte Winterreifen, nur nicht jeder Fahrer, was im Schlamm schon eher differenzierter angeschaut werden muss.
Hier unser Toyota mit AT's

libyen0506kpl034.jpg


Hier unser Iveco mit MT's
Würde nur noch solche montieren für Pisten, Sand und Schlamm, auf der Strasse sind sie eher besch....eiden.

Timimoun09010300.jpg



Timimoun09010371.jpg






sandige Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
709 Beiträge · seit 201110. Okt. 2011 · #34
Hi Cruiserland + Turi,

ich habe geschrieben:
"Im Sand ist weniger Profil sinnvoller. Max. ATs. Keine MT-Reifen. MTs graben sich ein, Slicks nicht…"

Das heißt ja nicht, daß es mit MTs nicht geht.

Die Mehrzahl der User hier sind wahrscheinlich Offroad-technisch Laien. Und da wären MTs nicht so geeignet.

MTs haben Vorteile bei Schlamm, Geröll, Fels usw. Aber Nachteile auf der Straße und im Sand.

ATs sind ein guter Kompromiß zwischen Straßenreifen und MTs.

Aber dies muß jeder für sich selbst abwägen.

Ihr schreibt beide über Libyen, also Nordafrika.
Die Mehrzahl der 4x4er aus D od. EU an der Fähre in LaGoulette haben wohl ATs montiert und dies aus bekannten guten Gründen.

Was wir so machen:
http://www.4x4club-leipzig.de/wir.html
http://www.4x4club-leipzig.de/berichte_reisen.html

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2011
Themenstarter20 Beiträge · seit 201110. Okt. 2011 · #35
Liebe Forum-Mitglieder, ich habe sehr viele Tipps bekommen und habe Kontroversen bzgl. 4x4 Einzelheiten zur Kenntnis genommen. Fazit für mich: Allrad frühzeitig einschalten, Luft raus, nicht anhalten, nicht schalten, rückwärts "rauswühlen",und vor allem: eigene Grenzen der Fahrkompetenz frühzeitig realisieren (wenn's nicht zu spät ist... aber da ist halt ein bischen Abenteuer dabei). Damit kann ich gut los fahren, werde hinterher schlauer sein und danke Euch; welch großartige Idee, dieses Forum einzurichten und es nutzen zu können, Michael (noch 20 Tage);)
348 Beiträge · seit 201111. Okt. 2011 · #36
Hallo Rocky
"
"Im Sand ist weniger Profil sinnvoller. Max. ATs. Keine MT-Reifen. MTs graben sich ein, Slicks nicht…"
Da hast Du durchaus Recht, aber wie ich bemerkt habe, wo fährt man ausschliesslich im Sand?


"Die Mehrzahl der 4x4er aus D od. EU an der Fähre in LaGoulette haben wohl ATs montiert und dies aus bekannten guten Gründen."

Diese hier schon:

Bild002.jpg

Sind ja auch die Mehrzahl.

Unter denen, die in den Sand gehen keine 10%.
Mit den MT's kann man auch auf der Piste noch mit 1 bar fahren, ohne dass die Seitenwände zerlöchert werden, da die Profilblöcke sehr weit nach unten gezogen sind.
Und gerade für den südlichen Teil von Afrika wo, wie gesagt, auch Schlammlöcher, Wasserfurten usw. durchfahren werden müssen sind mM nach die MT's eindeutig im Vorteil.
Langzeitreisende fahren praktisch alle mit MT's.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
sandige Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
709 Beiträge · seit 201112. Okt. 2011 · #37
Hi Turi,

vieleicht hat ja jeder andere Erfahrungen.

Ich halte es trotzdem für nicht angebracht, Offroadneulingen zu MTs im in im Sand zu raten.

Bei uns werden MTs eigentlich nur bei Offroadwettbewerben oder beim Spielen im Braunkohletagebau gefahren. Von unserem Verein fahren jährlich ca. 2..4 Gruppen in die Sahara, keiner eigentlich mehr mit MTs.

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
16 Beiträge · seit 200912. Okt. 2011 · #38
Hallo,

ich habe jetzt nicht den kompletten Thraed gelesen, aber hat schonmal jemand darauf hingewiesen, dass Du bei vielen Autovermietungen in Namibia unterschreibst, dass Du NICHT in extremes Gelände darfst und dass Du definitv KEINE Tiefwasserdurchfahrten machen darfst - und die meinen damit alles, was höher ist als Radnabe. Manche Strecken sind auch im Mietvertrag namentlich ausgeschlossen, z. B. der van Zyls Pass.
Tust Du es dennoch und es geht was kaputt - zahlst Du!
Wenn Du glaubst, Du kannst es heimlich machen - denkste: Viele Autovermietungen haben GPS-gestütztes Datarecording, d. h. die könne problemlos Deine Rout auslesen und Dir genau zeigen, wo Du gefahren bist.

Zum anderen sind bei sehr vielen 4x4 Mietwägen, aus gutem Grund, die Differenialsperren deaktiviert - was gerade im Sand oder Schlamm echt doof sein kann.

Im übrigen halte ich es für unverantwortlich Tiefsand- oder Extremgeländestrecken mit nur einem Fahrzeug zu fahren. Besonders, wenn sie etwas "ab vom Schuß" sind. Es muß ja nicht nur das festsanden sein, Du kannst einen Geländewagen recht leicht umwerfen (u. A. wegen des hohen Schwerpunktes). Solltest Du dich bei solch einem Unfall verletzen, dann hast Du vielleicht garnicht die Zeit um auf ein zufällig vorbei kommendes Fahrzeug zu warten

Aber mach Dir nix daraus, Du kannst auch ohne so extreme Geländefahrten super viel 4x4-Spaß haben. Gerade, wenn Du Anfänger bist. Zu letzteren zähle ich mich übrigens auch noch, obwohl ich schon einig 1000 Pistenkm in Sahara und südlichem Afrika hinter mir habe.

Also viel Spaß .... und Du wirst ihn haben!!!!

Gruß,
Martin
348 Beiträge · seit 201112. Okt. 2011 · #39
Hallo Rocky
"Ich halte es trotzdem für nicht angebracht, Offroadneulingen zu MTs im in im Sand zu raten."
Ich bin der Meinung, dass Off Road Neulinge, die einmal im Jahr für wenige Wochen, zB. nach Namibia fliegen und unten mit dem Mietwagen unterwegs sind, alleine, und in dem Fall mit einem Mietwagen auch sicher nicht optimal ausgerüstet, das Fahrzeug selten kennen,
mit oder ohne MT's eh keine extreme Touren veranstalten sollten.
Wie man liesst, hat von tausend Fahrern einer einen schweren Unfall, das kommt nicht von ungefähr.
Jedem, der noch nie Porsche gefahren ist und dann gleich auf die Rennstrecke geht, wenn er nicht für verrückt erklärt wird, zumindest davon abgeraten wird.
Ich sehe da keinen grossen Unterschied.
Und in einer Kiesgrube herumzubaggern wo innnerhalb der nächsten 20 Meter Hilfe steht und vielleicht mehrere Dutzend, wenn nicht hunderte Km Schlamm, Piste oder Sandfahrten anstehen, sind nicht zu vergleichen, egal mit welchen Gummis.
Jeder Alleinfahrer ohne Erfahrung sollte mit mindestens einem Begleitfahrzeug unterwegs sein, ansonsten auf Stassen und guten Pisten bleiben, im Zweifelsfall lieber einmal zuviel umkehren.
Das sage ich nicht weil ich ein ängstlicher Mensch bin sondern weil ich selber aus schlechten Erfahrungen lernen müssen hab, Gott sei Dank immer Überlebt.
Hier nur eines meiner Malheurs vor Jahren in Libyen und das mit AT's.
JeepaufDach.jpg

Wäre ich damals alleine gewesen, wäre im Sand erstickt.


sandige Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
348 Beiträge · seit 201112. Okt. 2011 · #40
Und noch was!
Tips, egal welche in Bezug auf's fahren werde ich eh nie welche geben, ausser vielleicht vor Ort.
Was ich hier beitragen kann, ist meine Erfahrung was das Material sprich Reifen, Fahrzeug etc. betrifft.
Schlussendlich muss es jeder selber "erfahren", die einen mit mehr, die anderen mit weniger Talent.
Aber wie heisst es so schön "ohne Fleiss kein Preis" und einmal im Jahr 3 Wochen im Gelände, da sollte man sich schon gut überlegen, vor allen Dingen mit einem Mietwagen, wie weit man gehen kann und will.
Einmal falsch eingeschätzt und der sauer verdiente Urlaub ist dahin.

sandige Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.