Selbstschutz beim Campen

40 Antworten · 17,3k Aufrufe · gestartet 29. Sept. 2011 von mosmax
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Themenstarter148 Beiträge · seit 201129. Sept. 2011 · #1
Hallo,

ich wollt mal so allgemein fragen was Ihr so als Sicherheitsvorkehrung betreibt wenn Ihr durch Afrika reist?
Es ist ja nicht auszuschließen dass man nachts auf einsamen Stellplätzen ausgeraubt werden kann oder möglicherweise von wilden Tieren heimgesucht wird.
Nimmt man da Pfefferspray mit (darf man das eigendlich im Flieger transportieren oder wird das bei Einreise als Waffe gesehen??)
Was macht Ihr so und habt Ihr Eure Wunderwaffe schon mal einsetzten müssen?
www.moessthaler.de
Gast29. Sept. 2011 · #2
Hallo,

manche sollen wohl ihre Frau vors Zelt stellen.....: 🤩 🤩

und niemals in der Wildnis auf einem Tierpfad "parken" campen, allen Krempel vorm Schlafengehen ins Auto räumen, keine Essensreste rumliegen lassen - Auto immer abschließen....

Und dann gibt es noch die schweizer Armeetaschenmesser und wenn die schweizer Armee mit denen in den Krieg zieht, dann sind sie für Afrika allemal gut genug und Du hast noch den Vorteil, dass ein Flaschenöffner und ein Korkenzieher dran ist.....

Gruß
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2011
2'610 Beiträge · seit 200729. Sept. 2011 · #4
Hi mosmax,

wir haben Pfefferspray im Gepäck (nicht Handgepäck), da hat bisher noch keiner gemotzt. Ausserdem noch eine Panga- mit der wir aber eher Kleinholz fürs Feuer machen 🙂.Gebraucht haben wir unser Pfefferspray bisher - Gott sei Dank - nicht. Ob unser Finnenmesser auch noch als Waffe zu gebrauchen ist, dann wäre der Angreifer schon ziemlich na.

Aber gehen wir davon aus, dass wir alles nie brauchen werden!!!!!!!!

Grüße
Jambhotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2011
1'287 Beiträge · seit 200829. Sept. 2011 · #5
Hallo,

auch auf die Gefahr hin, dass dies schon einmal ausführlich diskutiert wurde möchte ich darauf hinweisen, dass in der Regel eigene Waffen in "Selbstverteidigungdsituationen" die Sache eher verschlimmern. Insbesondere wenn man keinerlei Erfahrung in Selbstverteidigung hat.
DIe sicherste Variante ist meiner Meinung nach ein defensives Verhalten und das freiwillige Aushändigen von Wertgegenständen und Geld. Ich jedenfalls will mich nicht um ein paar Euro oder meiner Kamera wegen in zusätzliche Gefahr bringen.

Allerdings ist auch meine Erfahrung, dass es zum Glück nicht sehr wahrscheinlich ist in eine solche Situation zu geraten.
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Themenstarter148 Beiträge · seit 201129. Sept. 2011 · #6
Ich denke auch, das es eher unwarscheindlich ist in so eine Situation zu kommen. Es gibt auch ein besseres Sicherheitsgefühl, wenn bei Überfällen sich wehren kann, als nichts dabei zu haben. Auch gegen aggressive Tiere find ichs nützlich. Allerdings glaube ich nicht, das eine Mitnahme im Flugzeug eraubt ist. Auch bei Grenzkontrollen könnte es ein Problem werden.
Evtl. gibts ja noch bessere Mittel und Vorschläge.
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521 Beiträge · seit 201129. Sept. 2011 · #7
Hallo Mosmax,

was hast Du denn geplant? Wo willst Du hin und wo wirst Du campen? Willst Du Dich primär vor Tieren oder vor Menschen schützen?

Wir haben keine Selbstverteidigungswaffen dabei, ich könnte damit auch gar nicht richtig umgehen, zum Glück waren wir aber auch noch nie ien einer unangenehmen Situation. Beim Campen in der Natur habe ich mich meist sicherer gefühlt als etwa in manchen Orten.

Gruß,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
11 Beiträge · seit 201129. Sept. 2011 · #8
Hallo Mosmax,

an Pfefferspray hatte ich vor meinem ersten Namibia-Urlaub auch gedacht (eher zur Abwehr gegen Tiere), allerdings führt South African Airways dies explizit unter Dingen auf, die weder aufgegeben werden noch ins Handgepack dürfen.
Ich hatte daher nix dabei und habe es in 3 Wochen nicht einmal vermisst. Das ist allerdings nur der Erfahrungswert aus einem einzigen Urlaub.

Gruß,
Christian
1'287 Beiträge · seit 200829. Sept. 2011 · #9
Hallo,

ich bin jetzt aber neugierig, welche Tiere bekämpft man denn bitte mit Pfefferspray?
Die einzigen Tiere die ich (bisher) verjagt habe waren Paviane und Meerkatzen, die in einigen Campsites etwas forsch auftraten. Dazu genügt allerdings die Geste "Stein vom Boden aufnehmen".

IMHO sollte man bei Tieren ebenfalls defensives Verhalten als einzig sinnvollen Schutz anwenden.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2011
Gast29. Sept. 2011 · #10
Hallo, das Wichtigste zu nicht nötigen und nicht angebrachten „Abwehrmaßnahmen“ gegen Mensch und Tier wurde schon gesagt. Ich will hier nur noch etwas loswerden, weil mir das in Gesprächen und im Forum schon öfters untergekommen ist, nämlich
Kampfeuer zur „Sicherheit“.
Dieses ist zum Grillen und Kochen, ist romantisch und wärmt, aber nächtliche (tierische) Besucher werden dadurch nicht ferngehalten, zumindest hätte ich dann viele Ausnahmen erlebt. Übrigens fahren wir ja genau für solche Erlebnisse nach Afrika. Eigentlich sind Feuer und starke Lichtquellen der „Sicherheit“ eher abträglich, weil man geblendet wird und darüber hinaus nichts sieht.
Grüße Werner
297 Beiträge · seit 200729. Sept. 2011 · #11
wir haben immer Steinschleudern dabei - wegen aufdringlicher Paviane (übrigens noch nie gebraucht, sie lassen uns inzwischen in Ruhe!)

LG heike
709 Beiträge · seit 201129. Sept. 2011 · #12
Hi,

Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Man darf nicht als leichte Beute erscheinen. Man muß bereit sein zu kämpfen. Sonst hat man schon vorher verloren. Und gut ist, wenn man kämpfen kann.

Hilft meist... aber auch nicht überall, Elefant und Co. ist da nicht beeindruckt.

Eine 3 od. 4D-Maglite LED ist sehr gut geeignet. Machete, Stock, Feuerhaken sind auch nicht schlecht. usw...

Man darf nicht als Huschelchen auftreten, aber auch nicht wie Arni oder Kongo Möller. Selbstsicher, aber nicht arrogant. Tiere riechen Angst. Kampferprobte können an Körperspannung, Blick, Sprache des Gegenüber erkennen, ob ein Gegner oder Opfer vor ihm steht.

Aber es geht um die innere Einstellung.

Ansonsten Reisegruppe, Hotel, Näggermoan, Hummeldumm...

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2011
100 Beiträge · seit 201029. Sept. 2011 · #13
Hallo Mosmax
ich denke, Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Ich empfehle, diesbezüglich mal folgenden Begriff zu googeln: Self-fulfilling prophecy

Und das benutzen eines Pfeffersprays ohne entsprechende Schulung und Erfahrung ist wohl eher kontraproduktiv, oder kann es zumindest sein.
Ich empfehle vor Nutzung zu püfen, woher der Wind weht. Leider wird euch in einer sochen Extremsituation die Zeit dafür fehlen 🤢 .
Liebe Grüsse tolyviva
2'048 Beiträge · seit 200729. Sept. 2011 · #14
Hallo Mosmax,
ich habe ein Pfefferspray (klein) am Schlüsselbund immer dabei und ein etwas größes griffbereit in der Fahrertür meines Autos deponiert. Letzteres habe ich schon mal mit ins Zelt genommen, nachdem ich Mühe hatte betrunkene einheimische Gäste loszuwerden. Die hatten sich dann in Sichtweite schlafen gelegt, aber nur ihren Rausch ausschliefen. Benutzt habe ich es ein einziges mal, als ich an einem ATM gleichzeitig von 2 "Helfern" bedrängt wurde, die nicht freiwillig auf Abstand gehen wollten.
Mein Schweizer Taschenmesser ist halt ohnehin in der Hosentasche, aber eher nicht zur Selbstverteidigung sondern als Werkzeug. Eine stabile größere Taschenlampe mit Metallgehäuse (Maglit 3D) habe ich nachts immer mit im Zelt, mehr zum Leuchten aber damit könnte ich auch schon mal zuschlagen.

Ansonsten habe ich eine Steinschleuder gegen Paviane und auch eine Panka, die ich aber eher als Werkzeug als als Waffe ansehe. Ich habe sie auch noch nie extra mit ins Zelt genommen.

Ich denke auch, dass gegen Tiere Lärm und Licht ohnehin am effektivsten sind. Verteidigen könnte ich mich nur gegen aufdringliche Menschen - bei einem Überfall würde ich wegen ein paar Euro /NAD sicher nicht mein Leben riskieren wollen. Allerdings habe ich auch schon einen Überfall auf eine Farm erlebt, auf der ich zu Besuch war. Hier hatte ich aber ein Gewehr zur Verfügung, das ausreichte die 5 mit Messern bewaffneten Angreifer zu vertreiben.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
7'296 Beiträge · seit 200630. Sept. 2011 · #15
mosmax schrieb:Nimmt man da Pfefferspray mit (darf man das eigendlich im Flieger transportieren oder wird das bei Einreise als Waffe gesehen??)
... nachdem ich als Radler in Namibia mal von sieben Hunden attackiert wurde, hatte ich später auf einigen Reisen immer Pfefferspray dabei. Bei einer Verkehrskontrolle in Gambia hat mich das fast in den Knast gebracht. Es wurde eingezogen und es folgte ein 90-minütiges Verhör bei der Polizei. Seither lasse ich solchen Krempel zuhause.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast30. Sept. 2011 · #16
Hallo,

wenn man das so liest müsste man ja eigentlich empfehlen-íns Reisegepäck gehören Helm, Schutzweste und Gasmaske.... Denn es könnte passieren, dass ihr beim Pinkeln gehen nach Sonnenuntergang von den deutschen Touristen "abgeschossen" werdet oder bei Verwechslung und falschen Vermutungen in einer Gaswolke steht, auf die dann ein paar Pangaschläge folgen......

Nee,Nee,Nee.....
3'175 Beiträge · seit 200630. Sept. 2011 · #17
wernerbauer schrieb:
Dieses ist zum Grillen und Kochen, ist romantisch und wärmt, aber nächtliche (tierische) Besucher werden dadurch nicht ferngehalten, zumindest hätte ich dann viele Ausnahmen erlebt. Übrigens fahren wir ja genau für solche Erlebnisse nach Afrika. Eigentlich sind Feuer und starke Lichtquellen der „Sicherheit“ eher abträglich, weil man geblendet wird und darüber hinaus nichts sieht.
Grüße Werner
Hallo Werner!

koenntest du viellecht deine "vielen Ausnahmen" bitte etwas naeher beschreiben
Vielen Dank
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Themenstarter148 Beiträge · seit 201130. Sept. 2011 · #18
Ich stell mir gerade einen mit Pfefferspray gewürzten Elefanten vor 😄 aber ich weiß nicht ob das den nicht aggresiver macht. Ich will nich zum Elefantenwürzen nach Namibia und Botswana (soviel zur Frage wo ich hin will). Bisher war ich schon allein in Neuseeland und Australien unterwegs und hätte bis auf eine kleine Ausnahme in Neuseeland bisher nicht das Bedürfnis gehabt mich wehren zu müssen (was ich auch in Neuseeland nicht musste) aber es war beruhigender dort meinen Letehrman dabei zu haben... Der kommt mir auch nach Nam/Bot mit aber eher als Werkzeug. Pfeffespray scheidet für den Flug/Grenzübergänge schon mal aus und eine Steinschleuder - den Tipp hab ich auch schon gehört - ist nur für aufdringliche Tiere gedacht - die lass ich dann auch weg.
Vorsichtig und unauffällig sein ist sicher das beste Mittel aber hilft auch nicht immer.
www.moessthaler.de
86 Beiträge · seit 201030. Sept. 2011 · #19
Moin 🙂

Das hier möchte ich bitte gerne in meinem nächsten Mietpanzer verbaut haben, dann bin ich sicher:

Selbstschutz beim Campen

🤪 🤩
1'247 Beiträge · seit 200930. Sept. 2011 · #20
Ich weiss nicht was es da zu diskutieren gibt: Auf meine nächste Reise kommen zwei Dutzend Bodyguards mit, die mir 24 Stunden am Tag nicht von der Seite weichen. Abends stellen sie ihre gepanzerten Hummer (jeder hat seinen eigenen) wagenburgförmig um meinen RR Phantom (4x4 Spezialedition mit gepanzertem Dachzelt) herum auf 😄

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)