Namibia im Uhrzeigersinn (September 2011)

40 Antworten · 12,9k Aufrufe · gestartet 24. Sept. 2011 von jkone
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Themenstarter38 Beiträge · seit 201124. Sept. 2011 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder,

nachdem wir wieder von unserem wunderschönen dreiwöchigen Namibia-Urlaub zurück sind, möchten wir uns mit einem kleinen Reisebericht für die tollen Infos aus dem Forum bedanken. Wir waren zwar meist nur stille Mitleser, aber die meisten Fragen, die man als Ersttäter hat, wurden halt vorher schon mal gestellt, so dass man aus den unzähligen Antworten aus dem Vollen schöpfen konnte.

Unsere kleine "Reisegruppe" bestand aus 4 Personen:
Mein Mann und ich (32 + 30) mit Toyota Hilux im Dachzelt
und
Meine Eltern (58 + 56) im Daihatsu Terios (4x4) + Übernachtung in festen Unterkünften

und ja, wir sprechen auch nach dem Urlaub noch miteinander und ja, die Kombination Urlaub mit den Schwiegereltern hat für meinen Mann ganz gut funktioniert 🙂

Da ich für meine Eltern alles vorgebucht habe, habe ich auch für uns die Campingplätze gleich mitgebucht. Wäre aber außer in Etosha (Okaukuejo) nie notwendig gewesen. Meistens waren die Plätze ziemlich leer.

Hier eine kurze Übersicht über unsere Route, bevor ich dann in den nächsten Tagen ein bisschen mehr schreibe und auch versuchen werde, ein paar Bilder hochzuladen:

29.08.11: Ankunft Windhoek (Flug mit Air Berlin von München) - Fahrzeugübernahme - Einkaufen - Stadtbesichtigung
Übernachtung: Hotel Pension Uhland
Mietauto: meine Eltern bei Europcar, wir bei Hubert Hester (Kalahari Car Hire)

30.08.11: Fahrt zur Kalahari Anib Lodge - Sundownerfahrt
wir: Campsite dort, meine Eltern: Übernachtung Kalahari Farmhouse

31.08.11: Fahrt zum Quivertree Forest Rest Camp - Sonnenuntergang im Köcherbaumwald

01.09.11: Fahrt zur Mesosaurus Fossil Site - über Aus und D 707 zur Farm Namtib (Tirasberge)

02.09.11: Wanderung auf Namtib - Weiterfahrt zur Farm Koiimasis (Tirasberge)
wir: Camping, meine Eltern: Übernachtung Fest in Fels Lodge

03.09.11: Wanderung auf Koiimasis, Besichtigung Straußenzucht + Erdmännchenfamilie
Übernachtung wie 02.09.

04.09.11: Weiterfahrt nach Sesriem - Übernachtung Sossus Dune Lodge

05.09.11: Sunrise-Tour ins Deadvlei - alleine zum Sonnenuntergang bis ca. Düne bei km 40 - Übernachtung Sossus Dune Lodge

06.09.11: alleine zum Hiddenvlei zum Sonnenaufgang - danach Weiterfahrt nach Swakopmund über Gaub und Kuiseb Pass - Übernachtung: Meikes Guesthouse
07.09.11: Marine Dune Day (Kombination aus Bootsfahrt in der Lagune mit Landroverfahrt nach Sandwich Harbour) - Übernachtung: Meikes Guesthouse
08.09.11: Living Desert Tour mit Chris - nachmittags: Stadtbummel Swakopmund, mein Mann: Rundflug bis Sossusvlei mit Bushbird - Übernachtung: Meikes Guesthouse

09.09.11: Weiterfahrt Richtung Twyfelfontein - Übernachtung: Aabadi Mountain Camp
meine Eltern sind früher als wir da gewesen und haben noch über die Twyfelfontein Country Lodge an einem Game Drive mit Suche nach Wüstenelefanten teilgenommen

10.09.11: Besichtigung Felsgravuren Twyfelfontein - Besuch von versteinerten Bäumen (nicht den offiziellen, sondern bei einer Damara-Familie auf deren Farmgelände) - Weiterfahrt nach Kamanjab - Übernachtung im Filmhaus + Besuch Otjikandero Himba Village

11.09.11: Fahrt zum Etosha NP - Übernachtung Okaukuejo
12.09.11: Etosha NP - Übernachtung Okaukuejo
13.09.11: Etosha NP - Übernachtung Halali
14.09.11: Etosha NP - Übernachtung Namutoni

15.09.11: Weiterfahrt nach Grootfontein und weiter - Übernachtung: Roy´s Camp

16.09.11: Besuch San Village bei Grashoek - Wieterfahrt bis hinter Otjiwarongo - Übernachtung Weaver´s Rock Guest Farm

17.09.11: Fahrt zum Waterberg NP - Wanderung "Mountain View Walk" - Fahrt nach Windhoek - Übernachtung Casa Piccolo

18.09.11: Namibia Craft Center Windhoek, Packen, Fahrzeugrückgabe bei Hubert Hester, Faulenzen - Übernachtung: Casa Piccolo

19.09.11: Rückflug nach München

So, das war´s erstmal für heute, werde heute Nacht mal wieder von Namibia träumen und morgen geht´s dann weiter.

Jennifer
137 Beiträge · seit 201024. Sept. 2011 · #2
Hi Jennifer,

klingt nacht sehr entspannten und trotzdem erlebnisreichen 3 Wochen. Gratuliere Euch dazu, in den Zeitraum nicht zu viel hineinzupacken und Namibia so auch wirklich geniessen zu können.

Wir waren zuletzt (war meine 5. Reise, aber die 1. Reise meines Mannes, und auch unsere Hochzeitsreise - wir haben in Namibia geheiratet) nur 14 Tage unterwegs, aber auch nur zu sehr ausgewählten Zielen.

LG
Gitta
Themenstarter38 Beiträge · seit 201125. Sept. 2011 · #3
@Gitta: Mein Mann und ich fanden´s sehr entspannt, meine Eltern haben sich , glaub ich öfter mal ein anderes Auto gewünscht, denn so waren sie beide immer mit auf die Straße schauen beschäftigt, siehe auch meinen nächsten Beitrag.

lg Jennifer
Themenstarter38 Beiträge · seit 201125. Sept. 2011 · #4
So, jetzt folgt der erste Versuch, ein Foto hochzuladen.

Zum Thema Mietwagen: Meine Eltern würden jedem widersprechen, der das klassische Namibia als problemlos mit einem normalen PKW zu bereisen beschreibt 😉
Sie hatten ja zwar nicht gerade das kleinste Auto, aber wie auf dem Foto zu sehen, ist der Daihatsu nur ein Spielzeug im Vergleich zum Toyota Hilux:



Wir hatten die ganzen drei Wochen keine Probleme mit einem der beiden Autos, keine Pannen oder sonstigen Probleme. Aber während wir ganz bequem gefedert über alle C- und D-Straßen fahren konnten, fanden´s meine Eltern ziemlich anstrengend. Nächstes Mal (es soll wohl auch für sie ein nächstes Mal geben) wollen sie auf jeden Fall ein größeres Auto.

So, die Spannung steigt, ob´s mit dem Foto klappt....
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2011
Themenstarter38 Beiträge · seit 201126. Sept. 2011 · #5
29.08.2011: Windhoek
Flug und Einreise verliefen problemlos und auch alle Koffer kamen an. Zusammen mit einem Schweizer Pärchen wurden wir zu Hubert Hester gebracht und übernahmen unser Auto. So schnell hab ich noch nie ein Mietauto übernommen. Ich habe immer nur gehofft, dass Carsten (mein Mann) die Erläuterungen zum Zeltaufbau und Allrad genau verstanden hat, denn mir ging´s zu schnell, aber da den ganzen Urlaub alles perfekt geklappt hat, war die Erklärung von Mann zu Mann wohl ausreichend 😉

Nachmittags haben wir vollgetankt (bei HH bekommt man das Auto scheinbar immer mehr oder weniger leer), eingekauft (vom Spülmittel über Grillfleisch bis zum Spannbetttuch war alles dabei), kurz die Stadt ein bisschen angeschaut, den Camper eingeräumt und abends in Joe´s Beerhouse gegessen. Da hatte ich mir mehr erwartet, die Portionen kamen mir weder besonders groß vor, noch hat der Game Filet Teller besonders gut geschmeckt. Jedes selbst gegrillte Fleisch hat im Lauf des Urlaubs besser geschmeckt. Naja, vielleicht hatte der Koch einen schlechten Tag.

Übernachtung: Hotel Pension Uhland: netter Empfang, schöne geräumige Zimmer und gutes Frühstück

30.08.2011: Fahrt nach Mariental
Endlich ging´s los! Zum Eingewöhnen sind wir auf der B1 bis Mariental gefahren und dann zur Kalahari Anib Lodge abgebogen. Dort sind wir bereits am frühen Nachmittag eingetroffen, haben unsere Campsite in Besitz genommen und gleich mal das Zelt im Hellen aufgebaut. Geht wirklich ruck zuck, nach fünf Minuten ist alles erledigt.
Die Zeit bis zur Sundownerfahrt um 15:30 Uhr haben wir auf der Terrasse der Kalahari Anib Lodge verbracht und den Pferden beim Grasen auf dem Pool-Rasen zugeschaut und beobachtet, wie es das Hausschwein wohl anstellen wird, die Mülltonne zu plündern.

Zur Sundownerfahrt standen ca. 8 Autos bereit, wir haben aber während der Fahrt kein anderes Auto mehr gesehen. Zunächst ging´s auf Gamedrive und wir haben die ersten Tiere (Zebra, Oryx, Springbock, Strauß usw.) gesehen. Von den riesigen Webervögelnestern war ich auch am Ende des Urlaubs immer noch begeistert. Zum Sundowner gab´s Gin Tonic oder was das Herz sonst begehrt.
Nach unserem ersten tollen Sonnenuntergang, einem schnellen Abendessen und zwei Sternschnuppen später, hatten wir es auf einmal ganz eilig ins Bett zu kommen, es war ja schon stockfinster und wir wollten ja morgen früh raus. Und schwups, lagen wir um zehn vor acht im Bett 😄 , da haben wir uns von der Dunkelheit etwas in die Irre führen lassen. Das ist uns aber auch nur einmal passiert. Dafür waren wir am nächsten Morgen ohne Wecker noch vor Sonnenaufgang wach.




So, dann bis zum nächsten Mal, ihr müsst unbedingt kucken wie´s weitergeht...

lg Jennifer
2 Beiträge · seit 201127. Sept. 2011 · #6
Hallo Jennifer,

wir planen gerade einen ähnlichen Tourenverlauf im Septemebr 2012. Wir sind natürlich wahnsinnig gespannt hinsichtlich eurer weiteren Berichte, insbesondere auch über eure Erlebnisse in der Etosha, da wir dort einen kleinen Schwerpunkt setzen wollen.
Schön wäre es, wenn du auch ein paar Infos zum Wetter mit einbauen würdest,

lg, Guido
Themenstarter38 Beiträge · seit 201127. Sept. 2011 · #7
@Guido,

da ich während dem Bericht sicher nicht immer an die Wetterbeschreibung denken werde, hier mal kurz eine Zusammenfassung:

Wir hatten immer strahlend blauen Himmel, also nix mit fotogenen Schäfchenwolken.
Einzige Ausnahme war Swakopmund, da war es morgens und abends meist neblig, gegen Mittag ist aber immer die Sonne rausgekommen. In Swakopmund war es durch den Nebel recht feucht und kühl, da haben wir auf´s Zelten verzichtet. Wir hatten da morgens und abends eigentlich immer was langärmliges und ne Wind-/Regenjacke an und haben dann mittags nach und nach die Schichten abgelegt.

Ansonsten war es morgens im Südteil (bis Sesriem) immer recht frisch und abends haben wir manchmal im Schlafsack noch ein langes T-Shirt angezogen. Sobald die Sonne rauskam, ist es aber sehr schnell sehr heiß geworden. Tagsüber hatten wir eigentlich immer über 30 °C, nur in Swakopmund war´s auch durch den Wind etwas frischer.

Sehr heiß war´s in Sesriem, da waren es bestimmt 35°C und mehr, da ist es auch abends relativ warm geblieben.

Etosha war auch sehr heiß tagsüber (35°C plus). Nur vor Sonnenaufgang und nachts an den Wasserlöchern haben wir doch nen Fleecepulli oder ne Jacke gebraucht.

Ich bin nach Sonnenuntergang auch immer mit langer Hose rumgelaufen, aber ich bin da auch etwas empfindlicher als andere.

Wegen Mücken (nicht speziell wegen Malaria) war langärmlige Kleidung nur in Sesriem und Namutoni hilfreich, da sind ein paar Mücken rumgeschwirrt, ansonsten haben wir kaum Insekten zu Gesicht bekommen, nicht einmal die Sattelschrecken, von denen sonst in jedem Reisebericht zu lesen ist.

lg Jennifer
Themenstarter38 Beiträge · seit 201127. Sept. 2011 · #8
31.08.2011: Fahrt zum Köcherbaumwald
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir auf meine Eltern gewartet, die ja nach der Sundowner-Fahrt noch zum Kalahari Farmhouse zum Übernachten fahren mussten. Die beiden kamen dann auch ganz begeistert so gegen neun an. Der Farmer hatte sie noch durch den ganzen Betrieb mit Molkerei, Obstplantage usw. geführt und auch die Zimmer waren schön und das Abendessen am Abend wohl fantastisch.

Wir sind dann ganz gemütlich bis zum Quivertree Restcamp gefahren, haben uns einen schönen Campingplatz rausgesucht, Zelt aufgebaut und schon mal alles für´s Grillen zu viert am Abend vorbereitet. Es war halt eigentlich immer dunkel, wenn wir gekocht und gegessen haben, denn wir haben die Tage ja immer voll bis zum Sonnenuntergang ausgenutzt. Wir haben deshalb öfter´s schon mal über Mittag was vorbereitet, damit´s dann abends schneller ging.

Gegen Nachmittag sind wir dann in den Köcherbaumwald, der ja direkt an den Campingplatz angrenzt, marschiert. Diese Aloegewächse sind schon faszinierend, wie nach und nach aus einem einzigen unverzweigten Stämmchen so ein riesiger Baum wird. Die ersten Klippschliefer haben wir auch gesehen. Haben die wirklich feste Plätze, wo dann immer alle zum Sch... (auf die Toilette) gehen?

Je weiter es auf Sonnenuntergang zuging, umso mehr Leute kamen dann auch, aber es gibt ja zum Glück für jeden einen Baum, den er sich zum Fotografieren aussuchen kann. Die Reisegruppe, die ebenfalls da war, haben wir auch noch mehrmals auf unserer Reise getroffen. Aber es waren keine Hummeldumm-Erlebnisse dabei.
Der Sonnenuntergang und der Sternenhimmel danach waren einfach wieder wunderschön.

Danach haben wir das erste Mal gegrillt. Die in Windhoek eingekauften Game Spieße (ich glaub es war Oryx) waren super. Wir brauchen auch nicht viel zum glücklich sein, noch Salat und Folienkartoffeln dazu, fertig. Nur zu wenig darf´s nicht sein, dann haben meine Eltern und mein Mann schlechte Laune 😉

Diese Nacht war dann ziemlich frisch und was vor allem gegen Morgen gestört hat, waren die LKW, denn die Straße läuft ziemlich nah am Campingplatz vorbei. Beim Frühstück hat es manchmal ganz schön gestaubt.

Übernachtung: Quivertree Rest Camp Campingplatz: viel Abstand zum Nachbarn, ordentliche Sanitäreinrichtungen, nahe Straße stört ein bisschen
Zimmer: ganz normale Zimmer, Frühstück war auch okay

In die Iglus haben wir mal kurz reingeschaut: eigentlich ganz lustig gemacht, mit eigenem Bad und Küche, aber von der Optik halt etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Fütterung der Geparden haben wir uns geschenkt, das kann ich auch im Zoo haben. Wir haben die Geparden sonst auch gar nicht gesehen, da kann ich also nix dazu sagen.

So, zum Abschluss unsere Bilder des Tages:





Bis mogen, Jennifer
8'678 Beiträge · seit 201027. Sept. 2011 · #9
Hallo Jennifer,

super, dass es mal wieder einen Reisebericht gibt - die Kombi mit Eltern find ich auch mal ganz interessant (vielleicht nehmen mich meine Söhne später auch mal mit???? 😐 )!

Das Klippschliefer-Foto ist süß, ich mag diese Viecher so gerne (vermutlich wegen des Dauergrinsens 😄 ) - aber wie kamst du auf die Frage nach den Gemeinschaftstoiletten 😉 ? Ich hatte tatsächlich damals den Eindruck, dass sie die benutzen, allerdings war mein Fotomodell mit der Sauberkeit offensichtlich nicht zufrieden und ist einen Stock höher gegangen....

Morgen gehts weiter, hab ich gelesen - na da freu ich mich doch schon!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2011
154 Beiträge · seit 201027. Sept. 2011 · #10
Hallo jkone

Ich lese gespannt deinen Reisebericht. Wir haben uns ja einige Male getroffen (wir sind das Schweizer Paar, welches mit euch zu HH abgeholt wurde).

Gruss
spoony
Themenstarter38 Beiträge · seit 201128. Sept. 2011 · #11
@ Bele: wegen der Toilettenplätze der Klippschliefer ist mir nur aufgefallen, dass es immer Stellen mit wahnsinnig vielen Kütteln gab, während woanders gar nicht hingemacht wurde. Erinnerte irgendwie an Toiletten.
Weiß da ein Biologe im Forum genaueres?

@Spoony: das ist ja witzig. Hoffe, ihr seid auch wieder gut zurück!? Wie sieht´s denn bei Euch mit einem Reisebericht aus?

lg Jennifer
154 Beiträge · seit 201028. Sept. 2011 · #12
jkone schrieb:
@Spoony: das ist ja witzig. Hoffe, ihr seid auch wieder gut zurück!? Wie sieht´s denn bei Euch mit einem Reisebericht aus?

lg Jennifer
ja hat alles gut geklappt, wir waren ja im selben Flieger. mussten dann einfach noch von München 4 Stunden mit dem Auto nach Hause fahren.
schreibe auch einen kleinen Reisebericht, mehr so die Kurzform. Deiner liest sich da schon besser 🙂 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/206549-1-rundreise-namibia-mit-600000km-hilux.html
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2011
Themenstarter38 Beiträge · seit 201128. Sept. 2011 · #13
01.09.2011: Fahrt in die Tirasberge
Wir haben uns entschlossen, morgens nicht gleich Richtung Aus zu fahren, sondern erstmal in die entgegengesetzte Richtung zur Mesosaurus Fossil Site. Nicht, weil wir noch nicht genug Köcherbäume gesehen haben, aber die Fossilien wollte ich auf jeden Fall noch sehen. Herr Steenkamp (ich glaube so hieß er und es war der Vater, nicht der Sohn, andere eifrige Berichteleser werden die Anspielung verstehen) war schon vor Ort und hat uns dann herumgeführt und alles erklärt. Lustigerweise auf Deutsch, denn die vier Spanier, die noch mit dabei waren, leben in Deutschland und wollten die Führung daher lieber auf Deutsch als auf Englisch. Sollte uns nur recht sein. Sehr faszinierend, dass bei den Fossilien auch jedes noch so kleine Detail (Fingerknöchel) zu erkennen ist. Und auch die musikalischen Fähigkeiten von Herrn Steenkamp auf seiner Steinorgel können sich hören lassen. Die Köcherbäume auf dem Farmgelände sind auch sehr schön.

Wenn ich nochmal zu den Köcherbäumen fahren würde, würde ich gleich bis zum Mesosaurus Camp fahren und dort zelten. Diesmal haben wir nur dort nicht übernachtet, weil meine Eltern ja eine feste Unterkunft gebraucht haben und wir zusammen grillen wollten.

Gegen Mittag (wir mussten erst noch die Nadel im Heuhaufen suchen, da Carsten beim Fotografieren der Fossilien irgendwo seine Sonnenbrille verloren hatte - aber wir haben sie wiedergefunden) sind wir dann über Keetmanshoop (wir haben das kleine Museum in der ehemaligen Kirche besichtigt,ist ganz nett) bis Aus gefahren. Dort mussten wir das erste Mal tanken. Der Tankwart konnte gar nicht glauben, wie viel in unseren Tank reingeht, bei 100 Litern hat er nur noch ungläubig auf die Anzeige auf der Zapfsäule geschaut. Er hat wahrscheinlich nicht gewusst, dass wir zwei Tanks mit insgesamt 140 Litern besitzen.
Danach haben wir eine kurze Kaffepause mit Schwarzwälderkirschtorte im Bahnhofshotel eingelegt, bevor wir uns auf unsere erste richtige Pad Richtung Tirasberge begeben haben. Die D707 war sehr schön und angenehm zu fahren und wir haben immer mehr Springböcke, Oryxe und Strauße gesehen. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir auf der Farm Namtib angekommen und wurden sehr nett von dem jungen Farmer und seinem Sohn, der gerade Schulferien hatte, empfangen. Er hatte schon auf den anderen Farmen nachgefragt, wo wir denn bleiben oder ob er sich im Datum vertan hat, weil wir so spät noch nicht da waren. Offensichtlich tauschen sich die Farmen gegenseitig über die Gäste aus, wenn man also mal von einer zur anderen Farm liegenbleibt, besteht durchaus die Chance, dass einen jemand sucht 😉 .

Sowohl von den Campingplätzen als auch vom Haupthaus hat man einen tollen Sonnenuntergang. Die Campingplätze haben eine Grillstelle und zum Duschen muss man im Badehaus den Donkey einheizen. Meine Eltern fanden das Essen mit den Gastgebern und die Gespräche sehr nett. Diese Übernachtungsmöglichkeit können wir wirklich nur jedem empfehlen, egal ob Camping oder feste Unterkunft.

Ursprünglich wollte ich die drei Nächte in den Tirasbergen auf die Farm Tiras und Koiimasis aufteilen, aber Tiras war schon voll und so habe ich Namtib gewählt, es aber überhaupt nicht bereut, hier würde ich mal gerne im April, wenn noch mehr Pflanzen blühen, nochmal herkommen.



So, das soll´s für heute gewesen sein, lg Jennifer.
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2011
Themenstarter38 Beiträge · seit 201105. Okt. 2011 · #14
So, es geht weiter:

02.09.2011: Tirasberge - Farm Namtib
Nach einem kurzen Frühstück auf unserer Campsite mit tollem Blick in die Landschaft wollten wir duschen. Doch vor das Vergnügen hat der Herr die Arbeit gestellt, also erstmal den Donkey einheizen. Mein Mann war zu ungeduldig und hat dann doch kalt geduscht. Umso mehr haben sich unserer Platznachbarn gefreut, denn die konnten dann später nochgut warm duschen.
Danach haben wir uns auf den Botanical Walk begeben, der direkt beim Farmhaus beginnt. Man bekommt nummerierte Kärtchen als Wegführer mit, auf denen die verschiedenen Pflanzen erklärt sind. Manchmal ist es gar nicht so einfach,die Pflanzen zu erkennen, vor allem wenn auf dem Foto die Blüten abgebildet sind und gerade aber nicht alles blüht 😉 . Der Walk ist eigentlich mit einer Stunde angegeben, aber beim Rumklettern auf den Felsenund Beobachten der Eidechsen geht schnell viel mehr Zeit vorbei.

Gegen Mittag sind wir dann Richtung Farm Koiimasis aufgebrochen, heute also mal eine sehr kurze Strecke. Die Zufahrt nach Koiimasis war grottenschlecht, da wurden meine Eltern mal wieder ordentlich durchgeschüttelt. Aber der schöne Campingplatz und das Zimmer in der Fest in FelsLodge hat meine Eltern dann wieder entschädigt. Nachmittags haben wir gefaulenzt, wir wussten ja, dass wir zwei Nächte dableiben. Abends haben wir super Oryx- und Straußen-Steaks von der Farm gegrillt. Das war unser bestes Grillfleisch im gesamten Urlaub, sehr zu empfehlen. Wenn wir nicht die nächsten Tage in Sesriem und Swakopmund in festen Unterkünften übernachtet hätten, hätten wir uns hier sicherlich für die nächsten Tage mit Fleisch eingedeckt.
Eine freche Maus wollte auch was von unserem Essen und hat sich überhaupt nicht vom Tisch vertreiben lassen. Da musste sie mit Hilfe der Grillzange fliegen lernen 😄 Hat sie aber nicht wirklich beeindruckt, kurz drauf saß sie wieder am Tisch.

So, morgen dann mehr zu Koiimasis.

Fazit zu Namtib: Sowohl die Campsite als auch die Zimmer sind toll. Wird von uns vieren uneingeschränkt empfohlen.




Jennifer
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2011
842 Beiträge · seit 201005. Okt. 2011 · #15
Hallo Jennifer,

schön, dass Du einen Reisebericht schreibst bzw. Dich im Forum tummelst! Mein "Schild" im AUto war wohl zu klein, denn unterwegs hat mich niemand auf's Forum angesprochen ! (Außer Gerd - den haben wir persönlich getroffen, aber das wusste ich vorher 🙂!)

Und Dank der Fots bin ich mir ganz sicher, dass Ihr es gewesen seid, denen wir im 2x4 Parkplatz Sossusvlei unsere 2. Kanne Kaffee angeboten haben 🙂 Ihr hattet anschließend also auch noch einen schönen Urlaub !

Dass wir Euch bei den Köcherbäumen auch schn gesehen hatten, hatten wir ja schon bei den Dünen festgesteellt. In der Anib müssten wir uns eigentlich auch getroffen haben - wir haben jedenfalls am gleichen Abend den Game Drive mitgemacht, der mit ca. 8 PKW's begann ... Aber auch wir haben später nur nur einen zweiten Wagen gesehen, der quasi mit uns fuhr, weil die Leute aus den Wagen (Australier) zusammengehörten !

Jetzt muss ch mich wohl allmählich auch mal sputen, um meinen Reisebericht mit Fotos hier einzustellen 🙂 Bin aber mit dem Sortieren der Bilder noch nicht so weit 🙂

Freue mich auf die Fortsetzung Deines Berichts !!!

Liebe Grüße aus dem Schwabenland,
Antje im Namibiafieber
Themenstarter38 Beiträge · seit 201106. Okt. 2011 · #16
@Antje: Das ist ja witzig. Ich wette, Du hast mich am Cowboyhut erkannt 😉
Bin mit meinem Reisebericht ja noch nicht in Soosusvlei, aber bald.
Der Forumsaufkleber ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Aber euer Kaffee war goldwert, denn wir hatten dann an dem Tag ja noch die Strecke bis Swakopmund vor uns.
Bin schon gespannt auf euren Bericht.
lg Jennifer
Themenstarter38 Beiträge · seit 201106. Okt. 2011 · #17
03.09.2011: Tirasberge - Farm Koiimasis
Heute hatten wir einen ganz gemütlichen Tag vor uns, ohne Zeltabbauen und Fahrerei. Vormittags haben wir eine kleine Wanderung gemacht. Von der Fest in Fels Lodge aus gehen ein paarWanderwege los, die mit farbigen Punkten markiert sind. Meine Eltern sind einelängere Runde bis ganz nach oben auf die Berge hinter der Lodge gegangen, von dort kann man bis zu den Dünen der Namib sehen. Wir haben uns für die kleine Runde auf halber Höhe entschieden und sind ein bisschen durch die Granitkugeln geklettert. Von oben hatte man eine tolle Aussicht auf die Ebene und den Campingplatz. An einer Stelle ging der Weg um einen Felsen rum, wo man überhaupt nicht sehen konnte, wie es weitergeht oder ob es überhaupt weitergeht. Da schaut wohl jeder unwillkürlich zur anderen Seite und sucht einen anderen Weg und was sieht er dann.... einen Smiley an der Felswand und drunter steht "Nur Mut". Die Stelle ist dann auch gar nicht so schlimm.

Nachmittags sind wir zur Farm spaziert und haben uns die jungen Strauße angeschaut, die auf der Farm gezüchtet werden. Alle Jungen kommen zu einem Leihelternpaar, dass dann über den gesamten Nachwuchs sehr aufmerksam wacht.

Auf dem Farmgelände haben die Akzienbäume geblüht und überall sind Bienen rumgeschwirrt. Ich hab erst gar nicht geschalten, aber bei uns kann man ja auch überall Akazienhonig kaufen. Wir als Deutsche haben uns immer gewundert, wenn die Farmer uns darauf aufmerksam gemacht haben, wie grün es zur Zeit ist. Für uns sah das alles immer noch ziemlich karg und trocken aus, aber für dortige Verhältnisse war es wohl ein sehr üppiges Jahr mit viel Regen und dementsprechend viel Grün und Gras für die Tiere.

Abends haben wir mit meinen Eltern in der Fest in Fels Lodge gegessen. Das Essen wird von den jungen Frauen dort selbst gekocht, serviert und jeder Gang wird genau erklärt. Vorher darf man auch nicht anfangen zu essen! Das Ganze wirkt zwar noch sehr einstudiert, die Frauen machen das aber sehr sympathisch und das Essen war wirklich gut.

Die Lodge wurde von einem Deutschen in die Felsen gebaut und wirkt recht urig, die Zimmer sind witzig gemacht. Der Besitzer hat früher auf dem Bau gearbeitet und die Lodge selbst entworfen. Er hat abends ein bisschen vom Bau und den Schwierigkeiten beim Antransport des Materials erzählt.

Zur Unterkunft: Sowohl die Lodge als auch der Campingplatz haben uns sehr gut gefallen, man kann einige schöne Wanderungen machen. Das Grillfleisch von der Farm ist fantastisch. Der einzige "Nachteil" ist, dass man den Sonnenuntergang nicht sehen kann, da die Berge die Sicht nach Westen versperren.


zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2011
88 Beiträge · seit 201107. Okt. 2011 · #18
Hallo Jennifer,
habe mit Interesse deinen tollen Bericht gelesen. Wir haben auch einen Daihatsu Terios 4x4 (mit Übernachtungen in "festen" Behausungen) gemietet. Ist der wirklich so schlecht gefedert???
Na, mal sehen, Anfang November geht es bei uns los.
Freue mich schon 🙂
Liebe Grüße
Ingrid
Themenstarter38 Beiträge · seit 201109. Okt. 2011 · #19
@Ingrid: Das mit der schlechten Federung und dem Gerüttele im Daihatsu ist natürlich eine subjektive Empfindung meiner Eltern, aber die größeren Toyota Hilux sind natürlich auch schon wegen des Achsabstandes und der anderen Federung angenehmer. Aber lasst euch davon nicht die Vorfreude verderben, meine Eltern und auch wir fanden´s phantastisch, da nimmt man ein bisschen durchgeschüttelt werden gerne in Kauf. Ich wünsch euch einen tollen Urlaub!
lg Jennifer
Themenstarter38 Beiträge · seit 201109. Okt. 2011 · #20
Und weiter geht´s:

04.09. - 06.09.2011: Fahrt bis Sesriem - Dünen - Fahrt nach Swakopmund
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir noch unsere Rechnung am Farmhaus bezahlt und dann ging es wieder auf der Zufahrtsstraße mit vielen Gattern zur D707 zurück. Da insgesamt drei Autos gleichzeitig losgefahren sind, haben wir uns ganz schlau als zweite eingeordnet, der erste musste immer das Tor aufmachen und der dritte dann wieder zu 😗 . Die Landschaft Richtung Sesriem fanden wir toll - links die Dünen, rechts schwarz marmorierte Berge und immer wieder Springböcke, Oryx, Strauße und Steinböckchen. (Solange man noch nicht Etosha war, freut man sich noch über alle Antilopen, in Etosha heißt es dann: Ach, schon wieder Springböcke).



In Sesriem haben wir an der Tankstelle kurz Pause gemacht und ein Eis gegessen, es war seeehr heiß. Dann sind wir durch´s erste Tor in den Park reingefahren. Ich habe ja damit gerechnet, dass man hier schon nach seinem Permit gefragt wird, aber dem ist wohl nicht so. Als Übernachtung hatten wir zwei Nächte in der Sossus Dune Lodge gebucht. Die Zufahrt dorthin geht gleich hinter dem 1. Tor links ab. Von der Lodge gibt es dann eine eigene Zufahrt auf die Teerstraße zu den Dünen, die kanpp hinter dem zweiten Tor auf die Straße trifft. Dadurch wurden wir in der ganzen Zeit nie nach einem Permit gefragt, bei uns war es aber auch noch im Übernachtungspreis mit drin. Das scheint sich jetzt im Herbst geändert zu haben. Wie das dann mit der Permit-Kontrolle funktioniert, weiß ich nicht, denn das zweite Tor muss man ja nie passieren. Vielleicht richten sie dann eine Kontrolle auf der Zufahrt zur Lodge ein!?
Die Lodge hat 25 Holz/Stroh-Bungalows und die ganze Anlage ist auf Stelzen gesetzt, von den Bungalows zum Pool oder Restaurant läuft man über Plankenwege. Uns hat es super gefallen, der Pool ist sehr erfrischend (finden die Schwalben auch, die im Tiefflug Mücken fangen oder mit geöffnetem Schnabel anfliegen und dann Wasser einsammeln) und das Essen lecker. Im Übernachtungspreis ist die Verpflegung auch mittags mit drin und jeden Tag eine große Flasche Wasser pro Person. Bier und Wein sind auch nicht teurer als in anderen Restaurants. Mittags wird es in den Bungalows allerdings ziemlich warm (es gibt keine Klimaanlage). Wir sind dann meistens an den Pool geflüchtet, dort gibt es auch mittags Schatten und das Wasser ist eiskalt.
Am Ankunftsnachmittag haben wir nichts mehr unternommen. Für den nächsten Morgen haben wir uns für die Sunrise-Tour ins Deadvlei entschieden. Von der Lodge aus kann man im Prinzip zu jeder Tages- und Nachtzeit in die Dünen losfahren, was wohl gegenüber allen anderen Unterkünften in der Nähe der große Vorteil ist. Dementsprechend ist aber auch der Preis (Übernachtung + Essen: 180 Euro pro Person und Nacht).

Die Sunrise-Tour startet so gegen fünf Uhr, wir waren insgesamt zu neunt + unser Guide Paulus, der sehr gesprächig war und sich auch sehr gut ausgekannt hat. Am 4x4-Parkplatz hat er uns dann rausgelassen und wir haben die Big-Daddy-Düne erklommen, was wir genau bis zum Sonnenaufgang auch geschafft haben. Ein fantastischer Ausblick, kann ich gar nicht richtig beschreiben, muss man selber erleben. Über die steile Flanke geht´s dann auf direktem Weg runter ins Deadvlei. Dort hatten wir dann solange wir wollten Zeit herumzulaufen und zu fotografieren. Andere Besucher kamen erst, als wir das Vlei schon wieder Richtung Picknick-Platz verlassen haben. Dort gab es dann ein spätes Frühstück (zwar nicht aus so einem schönen Picknickkorb wie von der Sossusvlei Lodge, aber es hat nichts gefehlt). Anschließend hatten wir noch Zeit Sossusvlei und Narravlei zu erkunden. Ich war erstaunt, dass im Sossusvlei noch immer ein See stand. Gegen ein Uhr mittags waren wir dann wieder an der Lodge zurück.

Nachmittags sind Carsten und ich nochmal bis zu einer der ersten Dünen bei ca. km 40 gefahren und haben den Sonnenuntergang dort ganz allein genießen können.

Am nächsten Morgen sind Carsten und ich wieder gegen fünf aufgebrochen und haben uns ein Frühstücks-Paket mitgeben lassen. Diesmal sind wir bis zum 2x4-Parkplatz gefahren, wir wollten zum Hiddenvlei laufen. Am Anfang war es noch ziemlich dunkel und wir haben die Stirnlampen angemacht, aber es wird dann sehr schnell hell. Am Anfang kann man gut den Fußspuren der Vorgänger nachlaufen und dann kommen auch die ersten Holzpflöcke in Sicht, die den Weg ins Vlei markieren. Wir haben für Hinweg so eine knappe halbe Stunde gebraucht und waren ganz alleine. Phantastisch!
Um halb neun waren wir wieder am Parkplatz zurück und haben gefrühstückt. Netterweise wurde uns von zwei Deutschen noch Kaffee angeboten (Antje alias Namibiafieber hier aus dem Forum), da die beiden dem riesigen Picknickkorb der Sossusvlei-Lodge nicht Herr wurden. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön!

Danach sind wir zurück zur Lodge, haben uns nochmal kurz frischgemacht und uns anschließend auf den Weg nach Swakopmund gemacht. Meine Eltern hatten netterweise schon die Getränke-Rechnung für beide Zimmer bezahlt, da sie morgens direkt nach Swakopmund aufgebrochen sind. Da wir keinerlei Formalitäten mehr erledigen mussten, hat der zuständige Manager auch völlig vergessen nach dem Schlüssel zu fragen. Deshalb sind wir immer noch stolze Besitzer eines Schlüssels 😗 .






Fazit: Die Dünen und Vleis waren auf jeden Fall ein landschaftliches Highlight und wir waren meistens ganz alleine, das Gefühl von Massentourismus hatten wir nie. Die Lodge ist teuer, keine Frage, aber uns war es das für zwei Tage mal wert und die Zimmer sind toll und am Essen gab es auch nix zu meckern.

Die Strecke nach Swakopmund über Solitaire (der Apfelkuchen ist überbewertet) - an der Tankstelle wollten sie unbedingt unseren einen reifen wechseln, der etwas platter aussah als die anderen, aber Hubert Hester hatte uns schon gesagt, dass er extra nicht so viel Druck auf die Reifen gegeben hat, also haben wir den netten Mechaniker ein bisschen Luft nachfüllen lassen, an ein Loch, wie er meinte haben wir nicht geglaubt und Recht behalten - den Gaub und den Kuiseb-Pass war stellenweise sehr schlecht und nach Solitaire gab es eine große Baustelle mit vielen Kieshaufen. Für mich als Bauingenieur war der Straßenbau in Namibia sowieso ein ganz besonderes Highlight 😉 . Aber genau wie zu Hause sieht es von außen auf Baustellen immer so aus, als ob nur einer arbeiten würde und alle anderen nur zuschauen.



Nach ca. 5-6 Stunden sind wir dann in Swakopmund angekommen, was für ein Temperaturunterschied! Bestimmt gleich 20 Grad weniger und durch die Feuchtigkeit auch deutlich ungemütlicher. Wir haben gleich mal die Pullis ausgepackt.

Das soll´s für heute gewesen sein,
lg Jennifer
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2011