Vorstellung und erste Namibias-Fragen

7 Antworten · 2'386 Aufrufe · gestartet 22. Sept. 2011 von horst_w
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Themenstarter37 Beiträge · seit 201122. Sept. 2011 · #1
Hallo Leute,
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.
Meine Frau und ich (in der 40ern) haben unser Leben so eingerichtet, dass wir alle zwei Jahre eine 5 bis 8 – wöchige Urlaubsreise machen.
Bisher besuchten wir 3x Nordamerika, 1x Südamerika, 1x Australien und 1x Südostasien.
In der Regel fahren wir selbst mit Fahrzeugen in denen man schlafen kann. Ist halt je nach Region etwas anderes. Vorgebucht haben wir immer nur die ersten und letzten Tage der Reise.
Thailand/Laos war ein bisschen anders, aber das ist jetzt nicht von Belang.
Jetzt wollen wir endlich mal ins südliche Afrika. Fix ist nur, dass es Namibia werden soll und die Victoria Fälle dabei sein müssen.
Zeitraum nächstes Jahr im Herbst für ca. 5-6 Wochen.

Bevor ich mich nun an die Reiseziele wende, möchte ich mir klar werden WIE wir reisen sollen. Am liebsten wäre mir wenn wir mit einem 4x4, in dem wir gelegentlich auch übernachten werden, unterwegs sein könnten. Übernachtungen in festen Unterkünften sollen einen ca. 50%-tigen Anteil haben.
Wir wollen natürlich nicht unser Geld zum Fenster raus werfen aber eine Low-Cost-Reise muss es auch nicht werden. Etwas Luxus darf ruhig sein.
Obwohl wir gerne ganz ohne vorbuchen unterwegs sein wollen, bin ich mir sicher, dass dies nicht so einfach möglich sein wird.
Aber wie läuft das so ab?
Kennt von Euch jemand die Situation in USA oder Australien und kann mir die Unterschiede zu Namibia erklären?
Wenn ich in USA keinen (freien) Campingplatz finde, stelle ich mich mit dem Wohnmobil auf den nächsten Walmart-Parkplatz. Dort ist die Übernachtung normalerweise geduldet. Wenn es öffentliches Land gibt, kann man sowieso stehen wo man will.
Im australischen Outback stört man auch niemanden wenn der Bushcamper über Nacht irgendwo im Gelände steht. Und Stellplätze am Friedhofsparkplatz in kleinen Orten sind auch recht ruhig.
Wie muss ich mir das in Namibia vorstellen? Bitte helft mir ein bisschen weiter.

Liebe Grüße
Horst
http://www.horstwillingshofer.at
911 Beiträge · seit 200722. Sept. 2011 · #2
Hallo Horst,

In Namibia kannst du etwa in den südlichen zwei Dritteln praktisch nur auf Campgrounds übernachten. Alles andere ist mit Farmzäunen von der Strasse abgesperrt. Aber da gibt es sehr viel campgrounds, an Lodges, an Farmen oder sonstwo. Oft hat man die auch fast allein und meistens sind sie ziemlich weitläufig, wenn es nicht gerade an Touri-Zentren ist.

Im nördlichen Drittel, also Kaokeveld oder Brandberg oder Damaraland kann man auch wild campen und da gibt es wunderschöne einsame Plätze.

Sowas wie auf dem Parkplatz eines Supermarkts gibt es definitiv nicht bzw. ich würde das keinesfalls probieren.

Ansonsten ist für uns die Reiseart 4x4 mit Dachzelt (das machender viele) mit 3 bis 4 Übernachtungen im Zelt und dann mal wieder 2 Tage in einer komfortablen Lodge (zum duschen und bequem schlafen und entspannen) das maximale, sowohl vom Erlebnis her als auch hinsichtlich der Kosten.

Bei den Lodges findest du alle Preisklassen von bezahlbar bis absoluter Luxus. Eine preiswertere und oft sehr angenehme Alternative sind Gästefarmen. Meist nicht ganz so luxuriös, aber mit "Familienanschluss".

Lies einfach mal hier im Forum Reiseberichte, dann gibt's genug Anregungen.

Viel Spass bei der Planung.

Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
7'272 Beiträge · seit 200622. Sept. 2011 · #3
Hallo Horst

Herzlich Willkommen im Forum. Auf jeden Fall habt Ihr genug Zeit für die Planung und Eure Überlegungen. Das Reisen in Namibia ist grundsätzlich recht einfach. Ich finde Namibia eines der besten Camping Länder. An den meisten Orten hast Du mehr als genug Platz.

September-Oktober sind für Europäer sehr beliebte Reisemonate. Das hat den Nachteil, dass die beliebtesten festen Unterkünfte oft schon sehr lange im Voraus ausgebucht sind. Bei Campingplätzen ist es weniger dramatisch. Im Etosha speziell Okaukuejo solltet Ihr aber auch Camping vorbuchen.

Als Camper findet man eigentlich immer einen Platz. Einfach auf dem Walmart-Parkplatz wirst Du Dich aber nicht stellen. Da fehlt schon der Walmart dafür 😉 aber auch sonst wäre es mir da nicht wohl. Dann lieber irgendwo im Busch. 🤩

In Namibia hast Du sehr viel Farmland, Komunaland oder Nationalparks. Da brauchst Du eigentlich eine Genehmigung vom Eigentümer. In der Praxis funktioniert das aber nur schlecht. Ausnahmen sind Trockenflüsse und einige Gebiete im Nordwesten.
Somit fährst Du meistens doch auf die Campsite.

Bei den Fahrzeugen hat sich entweder der 4x4 mit Dachzelt oder mit einer Kabine bewährt.

Kauf Dir mal einen guten Reiseführer und eine Karte. Das hilft bei der Vorbereitung.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter37 Beiträge · seit 201124. Sept. 2011 · #4
Hallo, danke für die Antworten. Das hilft schon weiter.

Highlights vorbuchen ist schon klar.
Wenn man aber ohne vorbuchen unterwegs ist, reicht es dann am späten Nachmittag nach einer Unterkunft/Campingplatz ausschau zu halten, oder muss man doch etwas weitsichtiger unterwegs sein?

LG
Horst
http://www.horstwillingshofer.at
413 Beiträge · seit 200624. Sept. 2011 · #5
Hallo Horst,

wir reisen auch immer spontan mit einer ungefaehren Route im Kopf. Aber wir denken auch immer ein paar Tage im voraus. Das Land ist sehr weitlaeufig und wenn Du bei einer Unterkunft/Camping ankommst und nichts frei ist, kann es schon mal sein das Du sehr weit bis zum naechsten Camp fahren musst.
Ich wuerde Dir raten, beschaff Dir Trummis Liste, ein Verzeichnis mit allen Camps in Namibia und plane ein/zwei Tage im voraus.Ein Anruf und Du weisst ob sich der Weg lohnt. Denke aber auch daran das mobielfunk nicht ueberall zu empfangen ist.

viel Spass bei der weitern Vorbereitung
Kitty
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86 Beiträge · seit 201024. Sept. 2011 · #6
horst_w schrieb:
Wenn man aber ohne vorbuchen unterwegs ist, reicht es dann am späten Nachmittag nach einer Unterkunft/Campingplatz ausschau zu halten, oder muss man doch etwas weitsichtiger unterwegs sein?
Auch von mir: Hallo und willkommen hier 🙂

Nur auf diesen Punkt eingehend:

Für Eure Planungen solltet Ihr Euch darauf einrichten, daß der "späte Nachmittag" kurz ist und es (zumindest in der Planung) besser ist auf Dunkelfahrten zu verzichten.

Ich halte es oft so, daß ich in den Gegenden, in denen ich weiß oder erwarte, daß ich spontan etwas finde, so ca. ab 15 Uhr anfange, an den Straßenrändern nach Schildern zu sehen (viele Farmen und Lodges werden zig Kilometer vorher "Beschildert") und schaue halt im Garmin nach Übernachtungsmöglichkeiten.

Dazu gibt es auch noch eine PDF-Liste mit Campingplätzen und Feedback von Menschen, die dort waren... Schlagt mich, aber ich finde den Link gerade nicht. Eventuell kann hier jemand anderes....? 😗

Es gibt die "Tracks4Africa" Karten für einige Garmin-Navigationsgeräte. Dort sind u.a. seeeehr viele Camps und Lodges, Gästefarmen und Hotels gelistet. Chrigu hier hat eine hervorragende Einführung dazu geschrieben:

Hier geht's zum GPS Navi Planungsthreat

Ich persönlich liebe es meine Trips per Google Earth und T4Africa vorzubereiten 🙂
Viel Spaß Euch!
11 Beiträge · seit 201225. März 2012 · #7
Hallo Horst - Hi, Monika!

Das glaub ich jetzt aber nicht...
Das ich Euch HIER treffe! (eine erste Vermutung aufgrund des Benutzernamens - und Abgleich der Flugstatistik auf Eurer HP haben Euch verraten!) 😉

War aber reiner Zufall, denn wir sind auch "Betroffene" der AB-Verschiebung nach Berlin, bzw. der Vorverlegung der Flüge nach WDH!!!

Und das eine Woche VOR Euch (Abflug: 02.09.2012) -- WITZIG, oder???

Ich würd vorschlagen, da steht ein Bierchen an (oder 2...?) - oder besser noch, ihr kommt gleich zu uns rüber - vielleicht haben wir ja noch den einen oder anderen Tipp für Euch...

Ein wenig Namibia-Erfahrung können wir ja schon anbieten (haben ja auch in Namibia geheiratet...)


Liebe Grüße an Monika!

die Bergers (von vis á vis) 🙂
348 Beiträge · seit 200828. März 2012 · #8
Wir haben unser Unterkünfte, soweit es nötig war schon vorgebucht.
Alles Campingplätze
Allerdings werden wir mit 2Autos (nur eiens 4x4), 2 Bodenzelten und 7Personen (4Erwachsene und 3Kinder) unterwegs sein
werden diesesmal allerdings nur ca eine Woche auf Tour sein, den Rest sind wir fest in einem Haus
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zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2012