Neue Kamerageneration DLRL-Kameras - pro + kontra

12 Antworten · 4'055 Aufrufe · gestartet 15. Sept. 2011 von Tigermamba
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Themenstarter463 Beiträge · seit 200715. Sept. 2011 · #1
Guten Abend,

mir wurde im Frühjahr d.J. unter anderem meine Sony-Spiegelreflex mit Tamron-Objektiv in Namibia gestohlen. ... nach langem Hin- und Her hat die Versicherung nun zum Glück einen Grossteil der Anschaffungskosten erstattet.

Nun stehe ich vor der Frage: was soll nun gekauft werden?

Habe gelesen, dass mittlerweile fortgeschrittene Kompaktkameras mit Wechselobjektiven
den herkömlichen Spiegelreflexkameras den Rang versuchen abzulaufen, dazu wesentllich leichter sind.

Hat damit jemand bereits Erfahrungen sammeln können..??

Bin dankbar für jeden Hinweis,
freundliche Grüsse
Heke
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2'721 Beiträge · seit 200615. Sept. 2011 · #2
Hallo Heike
Da hast Du vollkommen recht.
Aber ich denke, das Dir noch nicht viel Anwender ihre Erfahrungen mitteilen können. Der grösste Nachteil für mich bei diesen Kameras ist, dass sie keinen Sucher haben. Viele werden mich belächeln, aber dieser ist für mich sehr wichtig. Einzig Panasonic hat einen aufsteckbaren elektr. Sucher als Zubehör.
Diese Kameras haben sicher auch ihre Vorteile, aber es gibt noch zu wenig Auswahl an Objektiven. Da ich auch mit einer neuen Kamera liebäugle, werde ich die Entwicklung wie Du sehr gut im Auge behalten.
Bazi
250 Beiträge · seit 201016. Sept. 2011 · #3
Hallo Heike... kommt immer darauf an wie gross die Ansprüche sind.

Das A und O einer Kamera ist der Sensor. Kompaktkameras kommen locker auch auf 12MP ... nur werden dort die Pixel einfach kopiert. Spiegelreflexkameras mit Halbformatsensor oder dem Vollformatsensor liefern um Welten bessere Bilder. Gerade wenn wenig Licht vorhanden ist und man die ISO hochschrauben muss. Mit dem Vollformat Sensor kann man praktische bei Nacht mit ISO 3200 fotografieren ohne dass die Bilder grobkörnig werden.

… und ein Display Sucher ins in der Sonne völlig unbrauchbar…


Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
303 Beiträge · seit 200816. Sept. 2011 · #4
Hallo Heke,

Tom hat recht: Für beste Qualität und grösstmögliche Flexibilität kommt man an einer DLRS-Kamera nicht vorbei. Da du bisher eine Sony mit einem Tamron-Objektiv hattest gehe ich aber davon aus, dass deine Ansprüche nicht ganz so hoch sind.

Dennoch glaube ich aber, dass eine herkömmliche Kompaktkameras für dich in einer Enttäuschung enden könnte. Ich denke hier neben limitierten Gestaltungsmöglichkeiten und höherem Bildrauschen auch an die langen Auslösungszeiten für eine Bildaufnahme. Diese dürften dir bei dynamischen Motiven nur selten Freude bereiten.

Hingegen könnte für dich eine der spiegellosen Systemkameras mit mFT-Sensor interessant sein. Diese sind deutlich kleiner und leichter als Spiegelreflexkameras, verfügen aber ebenfalls über Wechselobjektive. Da der Verlängerungsfaktor gegenüber Vollformat doppelt so hoch (also 2) ist ist dieser Typ auch für die Tierfotografie interessant. Zu dieser Klasse zählen zB. Panasonics Lumix G-Reihe, die Olympus PENs oder die Sony NEX. Von Panasonic und Olympus gibt es dazu eine sehr beachtliche Auswahl von Objektiven von Weitwinkel bis Telezoom die untereinander austauschbar sind. Ich selbst verwende, wenn das Gepäck leicht sein muss eine Olympus E-PL2.

Lg Walter
17 Beiträge · seit 201116. Sept. 2011 · #5
Hallo Heike,
ich habe zwar auch keine Erfahrungen mit der neuen Kompakt-Generation, erzähle aber gerne von meinen bisherigen Erfahrungen und Überlegungen, vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.

Seit 2007 bin ich mit meiner Lumix FZ50 (das Modell gibt es heute nicht mehr) unterwegs, Kompaktkamera mit recht gutem Zeiss-Objektiv Zoom bis 420mm und schwenkbarem Display (klasse zum Fotografieren bodennaher Kleintiere. War begeistert, habe aber seit den letzten Südafrika- und Australienurlauben zunehmende gehadert - vor allem mit der Geschwindigkeit, die einfach nicht ausreicht, um schnelle (Tier-)bewegungen einzufangen. Da ist es oft eher Zufall, wenn das Tier vollständig im Foto zu sehen ist und nicht nur ein Teil davon. Auch von der Fokussierung kommt man hier schnell an die Grenzen, es braucht einfach oft zu lang, bis das Bild scharf gestellt ist - oder es ist eben unscharf.Die Lumix FZ50 ist eine tolle Kamera, die ich auch für den Alltag nicht missen möchte.
Dennoch werde ich mir nun eine SR-Kamera zulegen, die hier mehr bietet. Ich finde die Serie Sony-alpha mit feststehendem Spiegel recht interessant, weil sie eine sehr kurze Reaktionszeit haben. Mitte Oktober kommen 2 weitere Modelle auf den Markt, die Sony SLT 65 und die Sony SLT 77. Die werde ich mir mal genau anschauen, weil hier (bei der 77er) das Gehäuse deutlich stabiler/größer ist als bei der SLT35 oder 55.
Soweit meine Überlegungen, wünsche dir weiter Erfolg bei der Wahl der geeigneten Kamera für dich, weiss, wie schwierig das ist 😉
Viele Grüße,
Astrid
1'247 Beiträge · seit 200916. Sept. 2011 · #6
Hallo Heike

Wenn du im Forum oder in Fotoforen suchst, findest du jede Menge zu diesem Thema.

Aber schau dir doch mal die neue Sony Alpha-Reihe an: 55, 65, 75. Wohl nicht ganz billig, aber ein Zwischending zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera. Sie haben einen teildurchlässigen Spiegel, der für die Aufnahme nicht hochgezogen wird - damit schneller und leiser. Und da es Sony ist, solltest du den Rest deines Equipments (Blitz?) noch verwenden können. Genaueres dazu z.B. hier: http://www.photographie.de/page.php?modul=Article&op=read&nid=5679&rub=1

Gruss
Thomas (Sony Alpha 200)
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
1'309 Beiträge · seit 200916. Sept. 2011 · #7
Hallole,
mein Gefühl ist, dass hier zum Teil die Systemkameras mit Wechselobjektiven und Kompaktkameras verwechselt werden.
EIn Arbeitskollege von mir, der seit Jahrzehnten überzeugter und erfolgreicher Halbprofi-Fotograf (mit Ausstellungen und Bildern in Fachzeitschriften) ist, arbeitet seit längerem mit Systemkameras (Panasonic Lumix G). Er findet sie gut, weil sie klein, praktisch und von sehr guter Bildqualität sind.
Inzwischen gibt es dafür sogar Objektive, die den Bereich 100-300 mm (KB 200-600mm) abdecken.
Das könnte also wirklich eine leichte (aber nicht billige) Alternative zur DSLR sein.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
5 Beiträge · seit 200916. Sept. 2011 · #8
Hallo Heike,
ich habe mir die Panasonic GH 1 gekauft (02/2010) das Objektiv ist 14-140mm. Ich kann die Kamera empfehlen sie klein, leicht hat einen Sucher und ein drehbaren Monitor. Du kannst aus allen denkbaren Situationen ein Foto machen. Die Bildqualität ist super.

Gruß
G.P.
Themenstarter463 Beiträge · seit 200717. Sept. 2011 · #9
Guten Abend,

lieben Dank für Eure informativen Beiträge - nun muss ich mich demnächst entscheiden.

Übrigens habe ich gestern eine falsche Angabe gemacht: zuvor hatte ich eine Canon-Spiegelreflex!

(Das kommt mal vor, wenn frau blond ist... 😉

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend
Heike
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2011
Themenstarter463 Beiträge · seit 200717. Sept. 2011 · #10
🙄 Guten Abend,

nun habe ich mich durch zahlreiche Fotoforen und Beurteilungsportals gelesen
und mehr mehr denn ja ratlos😳

Tendenziell würde ich wieder eine Canon wählen,
vielleicht die EOS 600 D, mit Objektiv 18 - 135,
dazu ein weiteres 70 - 300?
(Oder 100 - 400)??

Mag jedoch nicht allzu schwer schleppen...

Vielleicht habt Ihr noch gute Hinweise für mich?

.. Und ist für gute Landschaftsaufnahmen
ein Objektiv 12 - 35 mm ebenfalls nötig??

😕
Heike
dankt für jede Meinung
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2011
1'680 Beiträge · seit 200718. Sept. 2011 · #11
Hallo Heike,

wenn du vom System nicht festgelegt bist, dann geh' am besten in ein Fotofachgeschäft und lass dir die in Frage kommenden Kandidaten zeigen, nehm' sie in die Hand, probiere sie aus - ggf auch mit den Objektiven - die Kamera, die dir am besten in den Händen liegt, mit der du (auch mit Objektiven) am besten zurechtkommst gibst du ein neues zu Hause 😉

Technisch nehmen sie die DSLRs in dem Bereich nicht viel (bis gar nichts), aber das Handling ist wichtig
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
1'309 Beiträge · seit 200918. Sept. 2011 · #12
Hallo Heike,

ich bin grad auf dieses Forum und darin diesen Beitrag gestoßen:

http://www.systemkamera-forum.de/micro-four-thirds-fourthirds-objektive/21935-relativ-kleinstes-pana-tele-zoom.html

Wenn das Panasonic 100-300mm Objektiv erst ab F8 am langen Ende verlässlich scharfe Bilder macht, dann gilt das z.B. genauso für mein 70-300mm Nikkor Objektiv.
Der Cropping-Faktor macht ja außerdem bei der Lumix ein 200-600mm KB draus und bei meiner D70s bspw. "nur" bis 450 mm. Das finde ich bei dem geringen Gewicht der Lumix und des Objektivs eine echte Alternative zur Spiegelreflexausrüstung.

Ausführliche Vergleiche (auch mit DSLR) findest du hier:
http://www.dpreview.com/reviews/panasonicdmcgf3/page13.asp .

Aber wie Marie schreibt, man muss die Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren.

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
303 Beiträge · seit 200818. Sept. 2011 · #13
Hallo Heike,

wenn du bei Canon bleiben möchtest und eine 600D wählst sehe ich folgende Objektive als geeignet:

1. EFS 17-55/2.8 USM als Standardobjektiv mit durchgängig höherer Lichtstärke 2.8. Auf Vollformat umgerechnet ergibt dies am APS-Sensor der 600D einen moderaten Weitwinkel von 28 mm bzw. ein leichtes Tele von 88 mm.

2a. Dazu wie von dir vorgeschlagen das preiswerte EF 70-300/4.5-5.6 IS USM, entsprechend 112 mm bis 480 mm am Vollformat. Damit hast du den Bereich 17-300 mm gut abgedeckt.

2b. Oder du kaufst dir für den Telebereich das teuere EF 100-400/4.5-5.6 L IS USM dazu. Dieses ist altbewährt und gilt als das Canon-Zoom für Afrikareisen schlecht hin. Die fehlende Abdeckung im Bereich von 55-100 mm ist in der Praxis meistens ohne Belang.

Mit beiden Varianten bist du gut und preislich interessant ausgerüstet. Im Bereich von 70-300 gäbe es je nach Geldbeutel noch zwei deutlich teurere L-Objektive zur Wahl. Das 18-135 übrigens ist mE. von der Qualität her suboptimal. Weiter gibt es ab 70 mm bzw. 100 mm Brennweite Überschneidungen mit den genannten Teleobjektiven.

Falls du bei Canon bleiben möchtest käme dann für mehr Weitwinkel bei Landschaftaufnahmen noch das EF-S 10-22 als sehr gutes Objektiv in Frage.

Eine anerkannt gute Bezugsquelle findest du hier; ich kann dir, wie viele andere auch, diese Quelle wärmstens empfehlen. Und ja: Ich wohne in der Schweiz und bin an diesem Unternehmen in keiner Weise beteiligt.

Lg Walter

korrekter Link
http://www.ac-foto.com/ac/shop/shop.php
zuletzt bearbeitet 18. Sept. 2011