Liebe Fomis,
vor ein paar Tagen waren wir noch im Khaudom.
Da wir vor 2 Jahren uns dort schon mal rumgetrieben hatten, kennen wir den Park ein bisschen.
Jetzt aber war er nicht mehr wieder zu erkennen:
Meine Assoziation war:
Khaudom = Deutschland um 1945
Verheerende Brände (nach dem Khaudomcampwächter im Juli 2011) haben weite Teile des Parks zerstört. Vor allem die Büsche sind dem Brand zum Opfer gefallen, so dass für Tiere kein Sichtschutz mehr da ist. Auch größere Bäume sind abgestorben, einzelne schlagen aus oder konnten überleben.
Es ist zwar ein faszinierendes Wunder, dass aus der verbrannnten Erde das grüne Gras sprießt, aber das wächst nur millimeterweise und bietet größeren Herbivoren einfach nicht genug Nahrung.
Fakt ist, dass sehr sehr viele Tiere abgewandert sind!!!
Wir haben noch 3 Pferdeantilopen in großer Entfernung gesehen, zwei Kudus, 5 Steinböckchen und zwei Elefantenherden (einmal mit 15 Tieren, einmal mit über 30 Tieren).
Die Elefanten halten sich dort auf, wo noch halbwegs intakte Bäume anzutreffen sind, man kann sie lediglich aus großer Entfernung innerhalb der Vegetation beobachten. An den Wasserlöchern waren nur Warzenschweine.
Gert und ich haben beschlossen, den Khaudom erst mal in Ruhe wieder aufwachsen zu lassen. Vielleicht schauen wir in drei bis fünf Jahren noch einmal rein.
Im Moment muss man gegenüber verbrannten Savannenlandschaften visuell tolerant sein. Ich finde, dass es schrecklich aussieht.
Anbei ein Bild, das den Ausblick vom Camp Khaudom über die Ebene zeigt. Wer den Vergleich kennt, wird schockiert sein!
Vor zwei Jahren noch war das Gebüsch um die Campsite rum so dicht, dass sich dort allerhand Getier (auch Hyäne) verstecken konnte. Jetzt hätte man jede Maus gesehen!
Vogelgezwitscher am Morgen war unseres Erachtens auch sehr reduziert.
Die Hyänen, die wir dort im Familienverband angetroffen haben, sind verschwunden, es sei wohl schon im letzten Jahr eine Hyäne im Erdloch verbrannt (hat uns Matto Barfuss erzählt, der auf der Suche nach den Löwen dort war. Die Suche hat er wohl aufgegeben, weil die auch abgewandert sind! Klar, war ja auch nix zu fressen da!)
Woher ist das böse Feuer wohl gekommen?? Klar, aus Botswana!
Ich frage mich, warum so wenig eingedämmt wurde oder warum es keine Feuer-Prävention gibt.
Da der Khaudom ja zunehmend erschlossen werden soll, wäre es wichtig, ihn auch attraktiv zu halten. So verbrannt und tierarm ist er das nicht!
Es grüßt
Cora
vor ein paar Tagen waren wir noch im Khaudom.
Da wir vor 2 Jahren uns dort schon mal rumgetrieben hatten, kennen wir den Park ein bisschen.
Jetzt aber war er nicht mehr wieder zu erkennen:
Meine Assoziation war:
Khaudom = Deutschland um 1945
Verheerende Brände (nach dem Khaudomcampwächter im Juli 2011) haben weite Teile des Parks zerstört. Vor allem die Büsche sind dem Brand zum Opfer gefallen, so dass für Tiere kein Sichtschutz mehr da ist. Auch größere Bäume sind abgestorben, einzelne schlagen aus oder konnten überleben.
Es ist zwar ein faszinierendes Wunder, dass aus der verbrannnten Erde das grüne Gras sprießt, aber das wächst nur millimeterweise und bietet größeren Herbivoren einfach nicht genug Nahrung.
Fakt ist, dass sehr sehr viele Tiere abgewandert sind!!!
Wir haben noch 3 Pferdeantilopen in großer Entfernung gesehen, zwei Kudus, 5 Steinböckchen und zwei Elefantenherden (einmal mit 15 Tieren, einmal mit über 30 Tieren).
Die Elefanten halten sich dort auf, wo noch halbwegs intakte Bäume anzutreffen sind, man kann sie lediglich aus großer Entfernung innerhalb der Vegetation beobachten. An den Wasserlöchern waren nur Warzenschweine.
Gert und ich haben beschlossen, den Khaudom erst mal in Ruhe wieder aufwachsen zu lassen. Vielleicht schauen wir in drei bis fünf Jahren noch einmal rein.
Im Moment muss man gegenüber verbrannten Savannenlandschaften visuell tolerant sein. Ich finde, dass es schrecklich aussieht.
Anbei ein Bild, das den Ausblick vom Camp Khaudom über die Ebene zeigt. Wer den Vergleich kennt, wird schockiert sein!
Vor zwei Jahren noch war das Gebüsch um die Campsite rum so dicht, dass sich dort allerhand Getier (auch Hyäne) verstecken konnte. Jetzt hätte man jede Maus gesehen!
Vogelgezwitscher am Morgen war unseres Erachtens auch sehr reduziert.
Die Hyänen, die wir dort im Familienverband angetroffen haben, sind verschwunden, es sei wohl schon im letzten Jahr eine Hyäne im Erdloch verbrannt (hat uns Matto Barfuss erzählt, der auf der Suche nach den Löwen dort war. Die Suche hat er wohl aufgegeben, weil die auch abgewandert sind! Klar, war ja auch nix zu fressen da!)

Ich frage mich, warum so wenig eingedämmt wurde oder warum es keine Feuer-Prävention gibt.
Da der Khaudom ja zunehmend erschlossen werden soll, wäre es wichtig, ihn auch attraktiv zu halten. So verbrannt und tierarm ist er das nicht!
Es grüßt
Cora
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