Liebe Fomis,
zur Zeit erlebe ich unseren Urlaub von November 2010 zum 4. Mal.
1- Vorbereitung/Planung
2- Reise live erleben
3- Fotobuch und Film erstellen
und jetzt 4- Reisebericht schreiben.
Sorry, dass es so lange gedauert hat.:(
30.10.2010
Am Vorabend mit Air Namibia in Frankfurt abgeflogen, landen wir am Samstagmorgen pünktlich am Flughafen Hosea Kutako. Während mein Mann Heinrich noch auf unsere zwei Reisetaschen wartet, tausche ich schon mal beim Bankschalter Geld. So schnell wie wir mit den Einreiseformalitäten fertig sind, so lange müssen wir noch auf den Autovermieter warten. Als wir uns gerade ein Taxi in die Stadt nehmen wollen, erscheint er doch noch. Wir sind halt noch nicht „entschleunigt“.
Auf der Fahrt zur Mietstation entladen wir schon mal unser Gepäck auf der Ondekaremba Farm. Trotzdem die Autoübergabe sich hingezogen hat (wir haben noch viele Tipps mit auf den Weg bekommen) ist es erst 10 Uhr als wir zum Einkaufen fahren. Nachdem wir unseren Hilux mit Getränken und Lebensmitteln bepackt haben, geht’s zurück zur Farm.
Die Buschhütte Nr.1 ist bezugsfertig und wir vereinnahmen den winzigen Raum. Es ist 12 Uhr und unser erster Gang ist der zum Pool. Das Wasser ist eiskalt und entsprechend kurz verläuft das Badevergnügen. Na gut, es gibt sowieso noch einiges zu tun. Bei einem kalten Bier wird der Hilux für die Reise bepackt und die warme Kleidung die wir auf dem Flug trugen verschwindet ganz unten in der Reisetasche. Zum Abendessen gibt es dann gegrillte Lammkoteletts mit Mais und vor dem Lagerfeuer beenden wir den ersten Tag unter einem tollen Sternenhimmel.
31.10.2010
Als es eben hell wird stehen wir auf. Während des Frühstücks hoppelt ein Hase vorbei. Von den Warzenschweinen, Kudus und Oryx, die gestern noch an der entfernten Wasserstelle waren, ist nix zu sehen.
Um 7:30 Uhr befinden wir uns bereits auf der Pad Richtung Botswana. Unterwegs sehen wir jede Menge Warzenschweine rechts und links der Straße, was erhöhte Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert. Die Grenzformalitäten sind recht zügig erledigt und nachdem wir noch für Maut und Versicherung 160 NAD abgedrückt haben, dürfen wir passieren. Nach knapp 200km recht langweiliger Piste erreichen wir unser heutiges Etappenziel, die Motswiri Lodge. Nach einem freundlichen Empfang und einem kühlen Welcomedrink werden wir mit einem Safariwagen bis zum 25 km entfernt liegenden 7. Himmel gebracht. Unterwegs entdecken wir sehr scheue Kudus, Oryx und andere Antilopen. Dann endlich entdecken wir am Horizont das 9 Meter hohe Holzgestell mit Canvaswänden, unsere einsame Unterkunft in der Wildnis.

Man überlässt uns erst einmal uns selbst und wir genießen die open air Dusche auf der unteren Plattform. Im „Zelt“ steht ein Bett mit Blick auf das Wasserloch. Es ist alles sehr liebevoll hergerichtet und wir freuen uns schon auf einen romantischen Aufenthalt. Kurz vorm dunkelwerden bringen uns zwei Angestellte das Dinner. Auf der oberen Plattform wird ein Tisch für uns gedeckt. Es fehlt an nichts, kalte Getränke, verschiedene Gerichte und Kerzen werden bereitgestellt. Wir werden noch mit Lampen und einem Funkgerät (für den Notfall) ausgestattet. Dann sind wir allein. Wir lassen uns gefangen nehmen von der Stille und der Weite. Tiere bekommen wir leider nicht zu sehen. In der Ferne zucken immer wieder grelle Blitze, während über uns die Sterne zu sehen sind. Das einzige was stört sind jede Menge Käfer die scheinbar aus dem Himmel erst auf uns fallen um dann die Lichtkegel der Lampen zu bevölkern. Plötzlich dreht der Wind und es frischt heftig auf. Wir sind froh dass wir schon gegessen haben und lassen eilig das Geschirr und die Tischdecke im Korb verschwinden, bevor der Wind alles verweht. Dann wird es schwarz um uns und ein heftiger Regen setzt ein. Das wars dann wohl für heute uns wir gehen ins Bett. Leider währt die Nachtruhe nicht lang. Der Sturm der jetzt draußen tobt schlägt immer wieder die nur mit Klettverschlüssen gehaltenen Fensterluken zurück und der Regen weht bis ins Bett. Also verbringen wir einige Stunden damit die Fenster zuzuhalten, bis der Wind und der Regen endlich nachlassen. Erschöpft fallen wir sehr unromantisch ins Bett.
01.11.2010
Die Sonne scheint wieder als ob nichts gewesen wäre. Nur unsere hastig zusammengeschobenen Habseligkeiten mitten im Raum und die überall herumliegenden toten Käfer erinnern an den Sturm der letzten Nacht. Vorsichtig nähert sich ein Auto und hält nach uns Ausschau. Erleichtert, dass es uns gutgeht, bringt uns Rob zurück zur Lodge und erklärt, dass das massenhafte Auftreten der Sumsemänner die Vorhut eines solchen Unwetters ist. Leckere Spiegeleier mit Speck wecken unsere Lebensgeister und wir freuen uns auf unsere Weiterfahrt.
Wir erreichen Ghanzi, wo wir uns erst mal am Bankautomaten Pulas besorgen. Im Supermarkt füllen wir unsere Einkaufstüten mit allem was wir für die nächsten Tage im CKGR benötigen. Die Straße nach Maun bringt uns schnell voran und kurz vor dem Kuke Fence biegen wir rechts ab auf die Sandpiste zum Tsau Gate. Schon bald lassen wir Luft aus den Reifen um besseren Gripp im Sand zu haben.
In unserer Fahrrichtung verändert sich der Himmel dramatisch. Es wird richtig diesig und wir sehen uns schon wieder vor einem Unwetter. Aber nix passiert bis zum Gate und die freundliche Rangerin am Parkeingang erklärt uns, dass das nur aufgewirbelter Sand ist. Wir zeigen unsere Permits und können weiterfahren. Doch was wir nun zu sehen bekommen macht uns sehr traurig. Auf den nächsten ca 90 km ist alles verbrannt. Wir erinnern uns an einen Fomibericht über die Brände hier vor zwei Wochen. Natürlich sind wir sehr enttäuscht.
Endlich gibt es wieder gelbes Gras und grüne Büsche zu sehen. Die Stimmung hebt sich langsam wieder und wir erreichen unseren ersten Campingplatz. Es gibt eine (Trocken-)Dusche und eine Toilettenstelle, die von kleinen Hundertfüssern belagert wird. Mit dem Besen werden sie kurzzeitig vertrieben. Wir richten uns häuslich ein und dann ist auch schon Zeit zum Essen. Gegrilltes Roastbeef mit Tomatensalat und dazu Rotwein, hübsche Vögel um uns herum, so langsam lässt die Sorge vor hungrigen Löwen nach. Es ist viel zu friedlich hier.
zur Zeit erlebe ich unseren Urlaub von November 2010 zum 4. Mal.
1- Vorbereitung/Planung
2- Reise live erleben
3- Fotobuch und Film erstellen
und jetzt 4- Reisebericht schreiben.
Sorry, dass es so lange gedauert hat.:(
30.10.2010
Am Vorabend mit Air Namibia in Frankfurt abgeflogen, landen wir am Samstagmorgen pünktlich am Flughafen Hosea Kutako. Während mein Mann Heinrich noch auf unsere zwei Reisetaschen wartet, tausche ich schon mal beim Bankschalter Geld. So schnell wie wir mit den Einreiseformalitäten fertig sind, so lange müssen wir noch auf den Autovermieter warten. Als wir uns gerade ein Taxi in die Stadt nehmen wollen, erscheint er doch noch. Wir sind halt noch nicht „entschleunigt“.
Auf der Fahrt zur Mietstation entladen wir schon mal unser Gepäck auf der Ondekaremba Farm. Trotzdem die Autoübergabe sich hingezogen hat (wir haben noch viele Tipps mit auf den Weg bekommen) ist es erst 10 Uhr als wir zum Einkaufen fahren. Nachdem wir unseren Hilux mit Getränken und Lebensmitteln bepackt haben, geht’s zurück zur Farm.


31.10.2010
Als es eben hell wird stehen wir auf. Während des Frühstücks hoppelt ein Hase vorbei. Von den Warzenschweinen, Kudus und Oryx, die gestern noch an der entfernten Wasserstelle waren, ist nix zu sehen.
Um 7:30 Uhr befinden wir uns bereits auf der Pad Richtung Botswana. Unterwegs sehen wir jede Menge Warzenschweine rechts und links der Straße, was erhöhte Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert. Die Grenzformalitäten sind recht zügig erledigt und nachdem wir noch für Maut und Versicherung 160 NAD abgedrückt haben, dürfen wir passieren. Nach knapp 200km recht langweiliger Piste erreichen wir unser heutiges Etappenziel, die Motswiri Lodge. Nach einem freundlichen Empfang und einem kühlen Welcomedrink werden wir mit einem Safariwagen bis zum 25 km entfernt liegenden 7. Himmel gebracht. Unterwegs entdecken wir sehr scheue Kudus, Oryx und andere Antilopen. Dann endlich entdecken wir am Horizont das 9 Meter hohe Holzgestell mit Canvaswänden, unsere einsame Unterkunft in der Wildnis.



01.11.2010
Die Sonne scheint wieder als ob nichts gewesen wäre. Nur unsere hastig zusammengeschobenen Habseligkeiten mitten im Raum und die überall herumliegenden toten Käfer erinnern an den Sturm der letzten Nacht. Vorsichtig nähert sich ein Auto und hält nach uns Ausschau. Erleichtert, dass es uns gutgeht, bringt uns Rob zurück zur Lodge und erklärt, dass das massenhafte Auftreten der Sumsemänner die Vorhut eines solchen Unwetters ist. Leckere Spiegeleier mit Speck wecken unsere Lebensgeister und wir freuen uns auf unsere Weiterfahrt.
Wir erreichen Ghanzi, wo wir uns erst mal am Bankautomaten Pulas besorgen. Im Supermarkt füllen wir unsere Einkaufstüten mit allem was wir für die nächsten Tage im CKGR benötigen. Die Straße nach Maun bringt uns schnell voran und kurz vor dem Kuke Fence biegen wir rechts ab auf die Sandpiste zum Tsau Gate. Schon bald lassen wir Luft aus den Reifen um besseren Gripp im Sand zu haben.











































































































