Entscheidungshilfe Mapungubwe benötigt

16 Antworten · 3'925 Aufrufe · gestartet 28. Juli 2011 von honeybadger
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Themenstarter110 Beiträge · seit 200728. Juli 2011 · #1
Hallo Mapungubwe-Kenner,
wir brauchen mal eure Erfahrungen, um uns zu entscheiden, in welchem Camp (Leokwe Camp oder Limpopo Forest Camp) wir übernachten wollen.
Uns ist noch nicht ganz klar, ob man in beiden Parkteilen mit einem normalen Pkw unter Umständen auch ohne große Bodenfreiheit fahren kann?
Sind beide Parkteile untereinander verbunden, oder muss man rausfahren, um in den anderen Teil zu gelangen? Wie lange benötigt man zB vom Forest Camp zum Treetop Walk oder Confluence Lookout?
Welche Highlights gibt es im westlichen Teil, wo das Forest Camp ist?
Freue mich auf euren Input.
Gruß Honeybadger
218 Beiträge · seit 200729. Juli 2011 · #2
Hallo, am Dienstag sind wir erst aus dem Nordosten SA zurück gekommen und haben da auch den Mapungubwe besucht und in beiden Teilen des NPs übernachtet. Auf Google-Map sah der Park recht einheitlich aus, vor Ort ist es aber so, das Du vom östlichen Teil (Leokwe, Confluence, Treewalk) nur außenrum über die öffentliche Straße in den Westtteil kommst, was nicht nur viele km sind sondern auch bei Höchstgeschwindigkeit 30 Minuten dauert. Wir wollten eigentlich 2 Nächte auf der Campsite verbringen und mußten Leokwe nehmen weil die Campsite voll war.Da wir vom Marakele kamen und die Strecke sich schon ziemlich zieht waren wir ganz froh das wir Leokwe als erstes hatten. Du mußt beim Forrest Camp und auch Campsite am Hauptgate einchecken. Leokwe war ein Traum, landschaftlich sehr schön gelegen, mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten in der Küche ausgestattet. Die Terrasse geschützt gegen den kalten Wind (es war ja Winter). Landschaftlich sind die zwei Teile sowieso total unterschiedlich. Im Ostteil die tollen Felsformationen, sehr schöne Rundkurse zum fahren. Sicher auch für normale Autos, dann muß man eben vorsichtig fahren, aber wir waren über unseren 4x4 Bushcamper doch ganz froh. Die nächste Übernachtung hatten wir dann im Westteil, der ganz anders ist: Busch! Obwohl es so auf der karte aussieht hast Du weder vom Camp noch von der Campsite Ausblick. Wir sind dann auch nur früh eine Runde gefahren, fanden es landschaftlich nicht so spannend und waren sehr froh über die Nacht im Leokwe. Also wenn ich mich entscheiden müßte LEOKWE!
Wie sieht denn eure Route sonst noch aus?
Ciao Jutta
28 Beiträge · seit 201029. Juli 2011 · #3
Hallo Urlauber,

wir sind im September drei Nächte im Mapungubwe NP (zuerst 1x Limpopo Forest Camp + dann 2x Leokwe Restcamp), auch von Marakele NP kommend.
Wie lange braucht man von Marakele NP zum Mapungubwe NP - Hauptgate, um einzuchecken?
Wie habt ihr das mit Tanken und Lebensmittel einkaufen gemacht?


Danke für die Infos!

Markus
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218 Beiträge · seit 200729. Juli 2011 · #4
Hallo markus, müßte nach schauen wie lange wir genau gefahren sind, aber ich weiß noch das wir 7 Uhr in Marakele los sind, es war so kalt das die Scheiben gefroren waren. Haben unterwegs in Lephalale gefrühstückt. Dort ist eine tolle Mall, auch zum Einkaufen und Tanken gut geeignet, und gegen 14 Uhr waren wir im Leokwe. Ungefähr soviel Zeit werdet Ihr auch brauchen bis zum Forest Camp. Sinnvoller wäre erst leokwe gewesen. Ihr fahrt am ganzen Park außen lang und müßt nach dem einchecken wieder ca. 35 km die gleiche Strecke zurück und dann noch Richtung Botswana, dann rechts rein, durch Obstplantagen bis zum Camp.Letzte Tankmöglichkeit vor Mapungubwe ist Allways, da konnte man am Straßenrand auch Obst und Gemüse kaufen. Wir sind in Joburg gelandet, haben das Auto übernommen und sind los.Joburg war so wenig einladend das wir dort nicht mal einkaufen wollten, das haben wir in Bela Bela gemacht, guter Spar mit sehr gutem Fleisch, heiße Theke, für die Erstausstattung gut. Die fehlenden Sachen dann in Lephalale.Auf alle Fälle müßt Ihr zum marakele und auch nach Mapungubwe alles mitnehmen, es gibt dort nix zu kaufen. Aber es war wunderschön.
Jutta
Themenstarter110 Beiträge · seit 200729. Juli 2011 · #5
Hallo Jutta,
danke für deine ausführliche Antwort.
Neben Mapungubwe steht noch der Krüger fest auf dem Programm. Marakele haben wir auch schon in Erwägung gezogen, aber ob das ohne 4x4 sinnvoll ist? Seid ihr nach der Ankunft in JHB gleich weiter zum Marakele? Wie sah denn eure weitere Route aus?

@ all
Ich habe schon vorher zu Leokwe tendiert, aber vielleicht kann noch jemand eine Lanze für das Forest Camp brechen 🙂
Gruß Honeybadger
2'462 Beiträge · seit 200629. Juli 2011 · #6
Ich komme dann mal mit der Lanze 😛 Wir haben Leokwe nur von außen angeschaut, aber im Limpopo Forest Camp übernachtet - wir fanden es wunderschön, extrem einsam und idyllisch. Geweckt wurden wir morgens immer von unseren Nachbarn, den Meerkatzen 😉

Ich hänge mal meinen Reisebericht vom letzten Jahr dran, weil ich keine Idee habe, wie ich dortige Fotos sonst hier reinbringe.
http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/161099-suedafrika-september-2010.html

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
4'528 Beiträge · seit 200729. Juli 2011 · #7
Hallo Markus,

leider kann ich nur etwas zu Leokwe sagen. Wir schwankten bei unserer >Planung im letzten Jahr genauso wie Ihr und sind dann in Leokwe gelandet. Es war wirklich wunderschön, aber leider fehlt mir der Vergleich zum Forest Camp.

Was wir an beiden Abenden genossen haben, war die relativ kurze Strecke zum Confluence Lookout, den wir in unsere Hall of Fame der besten Sundowner Plätze aufgenommen haben 😛

Wenn Du magst, in meinem Reisebericht vom letzten Jahr gibt es auch einige Bilder und einen Mapungubwe Teil.

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
218 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #8
Lieber Markus, hier mal grob unsere Reiseroute. Ich schreibe sicher noch einen reisebericht, vorallem weil ich gemerkt habe, dass es von dieser Ecke nicht viele Bericht gibt und doch Infobedarf gerade bei Campern besteht. Nochmal, wir waren mit einem Bushcamper unterwegs, nach 2 Reisen mit Dachzelt der pure Luxus, sind damit aber bei der Fahrzeiten vielleicht etwas langsamer. Auch Marakele kann mit normalen Auto gemacht werden wenn das Auto und die Mitfahrer nicht empfindlich sind. Tiefsand oder Matsch gab es in beiden Parks nicht und mein Mann hat vielleicht einmal den Allrad gebraucht.
Ankunft Jo, 7 Uhr, Fahrt zum Marakele, 2 Nächte Campsite
2 Nächte Mapungubwe Leokwe und Campsite
1 Nacht Shiluvari Lakeside Lodge
1 N Punta Maria
2 N Shingwedzi
1 N Tsendze
1 N Letaba
1 N vor Orpen Gate auf privater Farm gecampt (Andover)
1 N Blyde River Resort Campsite
1 N Pretoriuskop
1 N Crocodil Bridge, notgedrungen weil Lower Sabie voll
1 N Swasiland Hlane NP
1 N St.Lucia
1 N Cape Vidal - ein Traum
1 N Lodge Bonazini 8kurz vor Hluluwe)
über Hluhluwe für 2 N Itala
von Itala direkt nach Jo an Flieger
Es war eine wunderschöne Tour, wieder viele km, aber ich wüßte nicht was ich weglassen würde;)
Jutta
28 Beiträge · seit 201030. Juli 2011 · #9
Hallo Jutta, hallo Carsten,

wir sind schon voller Vorfreude.
Hoffentlich vergehen die noch anstehenden 5 Wochen bis es endlich los geht 😎

@Jutta: ich freue mich schon jetzt auf deinen Bericht
@Carsten: Danke für den tollen und interessanten Reisebericht von dir.


Vielen Dank für die Infos und den tollen Reisebericht !
Markus
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Themenstarter110 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #10
@ Carsten
Vielen Dank für deinen Reisebericht.

@ Sanne
Auch dir danke für deinen Reisebericht, auch wenn du es nicht geschafft hast, uns für das Forest Camp zu überzeugen, denn die Nähe zum TreeTopWalk und zum Confluence Lookout sind nicht zu unterschätzen, da wir vermutlich nur zwei Nächte im Park bleiben.

@ Jutta
Ist das Crocodile Camp wirklich so mies, wie meistens berichtet wird? Wir sind mal vor Jahren daran vorbeigefahren, und es hat auf uns nicht sehr einladend gewirkt. Wie hat euch Pretoriuskop gefallen?
Lohnt sich Hlane NP für eine Nacht?
Auch ich würde mich über einen Reisebericht von dir freuen.
VG honeybadger
Gruß Honeybadger
218 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #11
s-afrika201163.JPG

Hallo Honeybadger, wir fanden Crocodil Bridge furchtbar und haben uns geärgert nicht raus gefahren zu sein. Es gab keine freie Campsite und wir mussten in ein feststehendes Zelt, wo es wirklich nur 2 Betten hat, ohne irgendwelches Zubehör wie geschirr oder ähnliches zur Selbstversorgung, was ja an sich nicht schlimm wäre, wenn wir mit dem Auto dort parken können. Gibt aber keine Möglichkeit ran zu fahren. Die Campsite ist recht klein, jedenfalls viel kleiner als in den anderen Restcamps und war auch nicht einladend. Am schlimmsten empfand ich den Lärm, wie von einem generator, die ganze Nacht durch. Gleich am anderen Flußufer ist ja auch eine Siedlung. Von den Tieren her war es ganz gut, aber wir sind von Punda Maria gen Süden und waren wahrscheinlich auch schon übersättigt. Die Campsite in Pretoriusk. ist nicht schlecht, auch das ganze Camp, aber in der Umgebung ist das Gras so hoch, dass wir außer einer Giraffe und den allgegenwärtigen Affen nix gesichtet haben.
Vom Hlane waren wir enttäuscht, der ganze Park war nur ein graues Dornengestrüpp, und das eingezäunte Wasserloch wirkte wie ein Zoo. Es gibt dort aber einen sehr schöenen Campsite der voll sonnig war (es war ja tiefster Winter) und wir haben den Tag dort genossen zur Erholung von den Menschenmassen auf den Krügerplätzen. Jeden Abend war dort Party und das hat genervt. Übrigens war das einzige was wir an Tieren im Hlane gesehen haben (außer den eingezäunten Rhinos) Hyänenhunde, das hat uns entschädigt und war toll.
Ich muss mich wirklich an den Reisebericht machen, aber Carsten hat stilistisch so vorgelegt, dass ich mich nicht richtig traue;) Aber es kommt!!!
Jutta
@Markus: die Entscheidung war richtig, Busch hat es öfters aber das Camp zwischen Sandstein und Baobabs sicher nicht so oft!
Jutta
218 Beiträge · seit 200730. Juli 2011 · #12
ach ich bin so stolz, hab ein Foto eingefügt, Leokwe!
112 Beiträge · seit 200831. Juli 2011 · #13
Hallo,
wie heißt es so schön, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich kenne beide Camps, 2008 war ich im Leokwe Camp, dieses Jahr im Tendet Camp. Von der Ausstattung gesehen sind beide Camps, Zelte und Häuser gleich. Im Zelt Camp ist die Dusche im Zelt, in den Häusern ist es eine Aussen-Dusche. Ist morgens bei 2 Grad im Winter in einer Innen-Dusche angenehmer. Wie schon angeklungen ist, beim Zelt-Camp musst du aussen rum fahren um in den Ostteil zu kommen. Ca. 5 Km vom Tendet Camp gibt es einen wunderschönen Hide an einem Wasserloch, wo wir Nachmittags sehr viele Tiere gesehen haben. Wir hatten 2 Nächte. Wir sind an dem Anreise Tag im West-Teil am Hide geblieben. Den nächsten morgen sind wir in den Ost- Teil gefahren. Nachmittags sind wir wieder zurück und waren nochmals am Hide. Es war für mich die optimale Aufteilung. Fahrmäßig hast du vom Ost-Teil mehr Möglichkeiten, das Tendet Camp ist das Urigere. Ich wüsste monemtan nicht wie ich mich entscheiden würde.
Gruss Hans-Jürgen
Themenstarter110 Beiträge · seit 200731. Juli 2011 · #14
Hallo Jutta,
danke dir für das Bild vom Leokwe Camp und der Beantwortung meiner Fragen. Da hat das Crocodile Camp seinen schlechten Ruf nicht ganz zu Unrecht.

Hallo Hans-Jürgen,
schön, dass sich jemand äußert, der sowohl Leokwe als auch das Forest Camp kennt. Eine Außendusche finde ich herrlich, aber im Winter ist das wirklich nicht so prickelnd. Na mal sehen, wenn wir Nägel mit Köpfen machen, welches Camp wir dann bekommen.

VG honeybadger
Gruß Honeybadger
Themenstarter110 Beiträge · seit 200731. Juli 2011 · #15
... und noch eine Frage:
Ist jemand schon mal von JHB (Airport) nach Mapungubwe gefahren? Laut meinem Routenplaner benötigt man gute 6,5 h (hinzu käme noch der Großeinkauf). Ist das realistisch? Streckenführung wäre über die R 521, ist diese gut ausgebaut oder sollten wir lieben die N 1 über Musina bevorzugen?
VG
Gruß Honeybadger
zuletzt bearbeitet 31. Juli 2011
2'462 Beiträge · seit 200631. Juli 2011 · #16
Wir sind die Strecke mit einer Zwischenetappe gefahren und waren froh darum. Die Straßen sind zwar gut, aber die N1 und auch die 521 sind trotz guter Fahrbahn relativ "eintönig", das würden wir nach Ankunft in Jo'burg am frühen Morgen nicht in einem Rutsch machen. Das zieht sich halt ganz schön...
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
112 Beiträge · seit 200803. Aug. 2011 · #17
Hallo,
ich kann Sanne beipflichten, die Strecke mit einem Zwischenstop zu fahren. Ich binn über die N gefahren und habe meinen Zwischenstop in makhado eingelegt.
Dann hat man en nächsten morgen Zeit seinen Einkauf zu tätigen und ist in 2,5 Stunden am Gate.
Gruss
Hans-Jürgen