Fahrzeiten Kaokeveld

14 Antworten · 3'873 Aufrufe · gestartet 28. Juli 2011 von Riedfrosch
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Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200628. Juli 2011 · #1
Hallo zusammen,

in einem anderen Thread wurde gesagt, dass die Fahrt von Puros nach Orupembe über den Hoarusib und Khumib ca. 4 h Fahrzeit beansprucht, im Gegensatz zu der Zeit, die T4A dort ansetzt. (Ich weiß ja um die Genese der Karten, daher ist das verständlich.)

Mich interessiert die Strecke von Orupembe über die D3707 nach Opuwo. Das sind nach T4A 184 km und es werden 7,5 h Stunden dafür angegeben.
Ist das realistisch?


Die Jan Joubert-Karten geben eine 1 als Schwierigkeitsstufe dafür an.
Eine nördliche Strecke von Orupembe nach Opuwo über Otjihaa und Etanga (später D3703) wird teils mit Schwierigkeitsstufe 3 angegeben und benötigt gleich viel Zeit.

Es grüßt Cora
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5'479 Beiträge · seit 200928. Juli 2011 · #2
Die Zeitangaben für diese Strecke ist vollkommen falsch.

Wir sind im Mai 2010 von Purros über Orupembe nach Opuwo gefahren und sind trotz vieler Fotostops und Picknick um 16:00Uhr in Opuwo gewesen. D.h. wir waren incl. Pausen ca. 8h unterwegs. Die D3707 war frisch geschoben und es sah auch so aus, als sollte die Strecke in Zukunft weiterhin gepflegt werden. Man war gerade dabei, überall Verkehrsschilder aufzustellen.
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45 Beiträge · seit 200728. Juli 2011 · #3
Hallo Cora

Die Strecke haben wir dieses Jahr Ende Mai gemacht und haben von Opuwo bis zur Marple-Campsite gute sechs einhalb Stunden, mit regelmässigen kurzen Pausen, gebraucht. Aufgrund der starken Regenfälle in dieser Saison war der Weg teilweise stark ausgewaschen und eine vorsichtige Fahrweise war angebracht.

Grüsse
Tsumela
7'267 Beiträge · seit 200628. Juli 2011 · #4
Hallo Cora

Um diese Zeiten bei T4A beurteilen zu können, muss man wissen wie sie zustande kommen. Ich versuche es mal etwas zu erklären.

1) Die Strecke wird von diversen Leuten gefahren. Dabei wird der Track aufgezeichnet. Das passiert natürlich zu ganz unterschiedlichen Jahreszeiten, mit unterschiedlichen Fahrzeugen und auch mit einem ganz unterschiedlichen Reiseverhalten.
Da kann übrigens jeder mitmachen und die Daten an Tracks4Africa einreichen. Als Dankeschön geibt es dann die T4A-Karten kostenlos.
http://tracks4africa.co.za/community/submit_data/

2) Diese Daten laufen in einer Datenbank zusammen. Aus dieser Datenbank wird dann die Karte erstellt. Dabei werden die Zeiten auf der gleichen Strecke verglichen. Grobe ausreisser nach oben oder unten werden entfernt.

3) Das gibt einen Mittelwert für diese Strecke. Sagen wir einfach mal 6 Stunden. Nun könnte einfach 6 Stunden ins Navi eingegeben werden und gut ist. So funktionieren die Navis aber nicht. Im Navi gibt es eine bestimmte Anzahl Kategorien (soviel ich weis 8). Jeder Kategorie wird eine Geschwindigkeit zugeordnet. Das fängt mit 3km/h bei Kategorie 1 und geht bis zu 120km/h. In gewissen Navis und Programmen können diese Werte angepasst werden.

4) Nun wird die ganze Strecke aufgeteilt und versucht diese in passende Kategorien einzuordnen. Speziell im langsamen Bereich, geht das aber ganz schlecht. Die Stufen liegen zwar in absoluten Geschwindigkeiten nicht weit auseinander, in % kann das aber ganz schnell 100% ausmachen. Z.B. von 3km/h auf 6km/h.

Wenn man nun die Zeitangaben von T4A anschaut, fällt auf, dass sie auf viel befahrenen Strecken recht genau sind. Je einsamer es wird und je schwieriger der Untergrund ist so kann es zu beträchtlichen Unterschieden gegenüber den eigenen Erfahrungen kommen.
Ich kenne das z.B. aud einem Teil der Central Kalahri. Die Route wurde bei uns mit über 10 Stunden berechnet hat aber nur rund 3.5 Stunden gedauert. Aber auch da wieder: Wenig aufgezeichnete Tracks, sehr sandiger Untergrund. Das gibt eine enorme Streuung der Resultate.

Am besten ist es wirklich bei ausgesuchten Strecken Leute im Forum oder besser noch vor Ort zu fragen. Immer mit dem Gedanken, dass auch das Erfahrungen sind, die sich nicht mit Deinen decken müssen.

Viel Spass mit der Tourvorbereitung und liebe Grüsse
Chrigu
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Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200628. Juli 2011 · #5
Danke, dass Du das erklärt hast.

Wie oben beschrieben, weiß (wusste) ich um die Genese (aus dem Griechischen γένεσις, genesis ‚Geburt‘, ‚Ursprung‘ ‚ ‚Entstehung‘).

Aber noch mal ist ja auch nicht schlecht!
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2 Beiträge · seit 201128. Juli 2011 · #6
Hallo Topobär,

wir planen gerade auch an dieser Strecke herum. Sind deine 8 Stunden Fahrzeit auf die komplette Strecke über die D 3707 (auch Orupembe-Puros) bezogen oder zwischen Puros und Orupembe über Khumib/Huarusib?


Lieber Gruß
Alicia
5'479 Beiträge · seit 200929. Juli 2011 · #7
Die 8h beziehen sich auf die Fahrzeit von Purros durch die Reviere von Hoarusib und Khumib bis kurz vor Orupembe und von dort aus weiter über die D3707 nach Opuwo.
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19 Beiträge · seit 200929. Juli 2011 · #8
Hallo Cora,
wir sind vom Marienflusstal die obere Strecke nach Opuwo gefahren, aber sicherlich nicht die 7 1/2 Stunden. Teilweise war die strecke recht rumpelig, siehe Bild.
Grüße
Oliver
2006-Namibia-391.jpg
65 Beiträge · seit 200830. Juli 2011 · #9
Hallo Cora,
wir sind am 15.5.2008 von Puros bis fast nach Orupembe über den Hoarusib und Khumib gefahren (Toyota SRX 2,5D) und waren dafür ca. 6 Stunden unterwegs (ca.95 km). Dabei sind wir kaum im Flußbett sondern meist parallel dazu (langsamer)gefahren.
Ab der Einmündung in die D3707 ca. 13km vor Orupembe sind wir Richtung Opuwo noch weitere 5 Stunden nur mehr bis Onganga gekommen (ca 85 km), und haben dort auf einem verfallenen sogenannten Campingplatz übernachtet.
Die Strecke und D3707 war damals teilweise sehr (spitz-)steinig und wir haben die Reifen geschont.
Die restlichen 80 km nach Opuwo am nächsten Tag waren dann noch ca.2,5 Stunden
Damit war damals Orupembe bis Opuwo ca. 7,5 Stunden.
lg Hans
277 Beiträge · seit 201319. Juli 2013 · #10
Hat jemand zufällig aktuelle Angaben zu der Strecke Orupembe bis nach Opuwo?
Tracks4Africa zeigt mir vom Ende des Khumib bis nach Opuwo ca. 9h Fahrzeit an.
5'479 Beiträge · seit 200919. Juli 2013 · #11
Wir sind im Mai 2010 in 4h vom Orupembe nach Opuwo gefahren. Im Herbst 2011 sind Freunde die Strecke ebenfalls in 4h gefahren.
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1'523 Beiträge · seit 201119. Juli 2013 · #12
Strecke Opuwo-Orupembe....

wir snd vergangenen November 2012 diese Strecke mit ca.sechs Stunden gefahren, da die

einzelnen Abschnitte sehr unterschiedlich waren , an einzelnen Stellen einige "Abbrüche",

wo wir zurückgesetzt sind und eine Umfahrung benutzten......

mit Grüssen,

BMW
277 Beiträge · seit 201320. Juli 2013 · #13
Ich danke euch, mit 4-6h kann ich was anfangen!
2'779 Beiträge · seit 200720. Juli 2013 · #14
In drei Wochen fahren wir von Orupembe (Etambura) nach Opuwo, ich werde dann berichten welche der beiden Strecken wir fuhren und die reine Fahrdauer. So wie ich das hier verstanden habe wird die nördliche Strecke (über Etanga) als ruppiger und langsamer beschrieben und die südliche Verbindung über Onganga als tiefsandiger. Ist das richtig?
Klicke mich nun noch mit dieser zusätzlichen Frage ein: wenn die Wahl, welche der beiden Routen ist landschaftlich vielseitiger/interessanter?

Vielen Dank
Leona
Gruss Leona
1'523 Beiträge · seit 201120. Juli 2013 · #15
An Leona,

Tiefsand gab es eigentlich nie auf der "Südstrecke" aber es gab eine Teilstrecke mit vielen

Spuren, wo man sich instinktiv entscheiden musste und wo auch das GPS keine klare Hilfe war,

die war sandig, aber nicht eigentlich Tiefsand .......dafür war die Strecke Orupembe nach Etambura

mit vielen spitzen Steinen gespickt und "reifenmordend"........

mit Grüssen,

BMW