Vorbuchen von Unterkünften

15 Antworten · 4'948 Aufrufe · gestartet 05. Juli 2006 von Hopper
Antworten
Themenstarter6 Beiträge · seit 200605. Juli 2006 · #1
Hi!

Ich hätte bezüglich der Unterkünfte in Namibia noch einige Fragen und wäre über Tipps und Infos sehr dankbar.

Wir werden ab Ende September bis Mitte Oktober in Namibia sein und haben uns über unsere genaue Route noch keine großen Gedanken gemacht. Da wir zum ersten Mal in Namibia sind, wird es eher das "Standardprogramm" (Etosha, Swakopmund, Sossusvlei usw.) sein, das wir mit dem Mietwagen bereisen.

Generell bevorzugen wir es einfach drauf loszufahren, ohne große Vorbuchungen und dort, wo es uns gefällt bleiben wir dann.

Ist das für unseren Zeitraum überhaupt so durchführbar? Wenn ich mir hier die Berichte so durchlese, werden ja allgemein alle Übernachtungen bereits schon Wochen, teilweise Monate vor der Reise vorgebucht.

Wir stellen keine großen Ansprüche, was die Unterkunft betrifft. Es sollte sauber sein, muss aber jetzt nicht unbedingt luxuriös und dergleichen sein.

Kommen wir mit unserem "einfach drauflosfahren" auch in Namibia zurecht, oder könnten wir da (beispielsweise bei Etosha und Sessriem) böse Überraschungen erleben?

Wir haben zwar ein Zelt dabei, aber generell bevorzugen wir schon feste Unterkünfte. Die Camps im Etosha dürften ja zum jetzigen Zeitpunkt bereits für September/Oktober ausgebucht sein. Bekommt man außerhalb des Parks noch Unterkünfte für diesen Zeitraum am Tage der Ankunft, oder ist eine Vorausbuchung in diesem Falle mehr als ratsam?

Vielen Dank schon mal vorab!

Gruß

Hopper

P.S. Habe noch eine gesonderte Übernachtungsfrage, die ist allerdings etwas "speziell" und wird deshalb in einem separaten Thread erstellt.
1'009 Beiträge · seit 200705. Juli 2006 · #2
Hallo,
ich gebe heute sozusagen meinen Einstand in diesem Forum um dir auf deine Fragen zu antworten. wir waren vor 3 Jahren zum ersten Mal in Namibia und wollten auch möglichst unabhängig sein. Also haben wir vorab nur die ersten zwei Übernachtungen in Windhoek gebucht und natürlich das Auto. Wir haben dann von Windhoek aus Etosha vorgebucht, weil man uns das dann empfohlen hat und auch Wolwedans, damit haben wir unsere Rundreise dann begonnen. Alle anderen Übernachtungen haben wir entweder dem Zufall überlassen oder wir haben vorab angerufen.
Dieses Jahr fahren wir wieder im September, haben diesemal allerdings einen Buschcamper gemietet um noch unabhängiger zu sein.
Ich wünsche Dir viel Spaß beim planen Deiner Route, weil die schönste Freude ist die Vorfreude.

jürgenund petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
835 Beiträge · seit 200606. Juli 2006 · #3
Hallo Hopper,

zunächst einmal herzlich Willkommen in unserem Forum.
Du wirst relativ schnell merken, dass es zu Deiner Frage hier zwei Fraktionen gibt. Wir gehören zu den Vorbuchern und haben das auch schon Anfang Januar für September/Oktober gemacht. Teilweise hattten wir schon da Probleme mit unseren Wunschunterkünften.
Für das Vorbuchen spricht aus unserer Sicht zum Einen, dass es in Namibia ein paar echte Unterkunftshighlights gibt, die wir unbedingt haben und nicht dem Zufall überlassen wollten. Zum anderen ist es nicht gerade ganz einfach, am Abend eine andere Unterkunft zu finden, wenn das Wunsch-Ziel ausgebucht ist. Die Anfahrtsstrecken zu den Lodges/Gästefarmen sind oft längere Farmpads und meistens liegt die Alternativunterkunft auch nicht gerade ums Eck. Uns ist die abendliche Sucherei daher zu stressig.
Außerdem ist September/Oktober nicht gerade Nebensaison, was das Ganze nicht einfacher macht.
Ist aber wirklich Geschmacksache. Wir freuen uns eben auf bestimmte Unterkünfte und wissen morgends gerne, wo wir abends schlafen.

Wenn ihr lieber drauf los fahren wollt, würde ich euch auf alle Fälle empfehlen, wenigstens die erste und die letzte Nacht in Windhoek vorzubuchen.

Noch viel Spaß bei euren Vorbereitungen wünscht
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
2'462 Beiträge · seit 200606. Juli 2006 · #4
Hallo Hopper,

wir haben unsere Unterkünfte alle vorgebucht; was zum einen an meinem Bedürfnis nach Planungssicherheit liegt, zum anderen aber auch an den Lodges, die wir gern wollten. Keine von diesen hatte mehr als 10-12 Bungalows und wir fürchten, vielleicht dann dort keinen Platz zu erhalten. Wir waren jetzt im Juni in Namibia, da war Nebensaison und ein spontanes Anfragen wäre kein Problem gewesen.
Wir haben andere Touristen getroffen, die von Namibia aus immer vorher die nächste Wunschlodge angerufen haben - und Probleme gabs da auch nicht.
Wenn Du also unabhängig bleiben willst, versuch doch das. Kaufst Du Dir für wenig Geld eine Prepaidkarte (Tango) und fertig. Bei Anreise würde ich die Unterkunft vorher buchen. Dann fährst Du nicht nach dem Flug noch ewig rum.
Du siehst, Du hast die Qual der Wahl.
😉
Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
3'491 Beiträge · seit 200606. Juli 2006 · #5
Hallo Hopper,
wir gehören auch zu der Fraktion der "Frühbucher", weil wir sehr konkrete Vorstellungen und Wünsche über den Reiseverlauf haben. Es wäre daher schon eine kleine Enttäuschung, wenn wir nicht genau die Unterkunft bekommen, die wir uns ausgesucht haben. Wie genau wir dabei sind, sieht man vielleicht auch daran, dass es uns z.B. durchaus auch auf die jeweilige Mondphase ankommt - lacht nicht: das Baumhaus der Hobatere Lodge ist so ein Platz, wo man unbedingt Vollmond braucht. Sossusvlei oder die Skelettküste dagegen sind am schönsten bei Neumond - wegen des Sternenhimmels. Und in Etosha kommt es uns nicht nur darauf an, überhaupt eine Hütte zu bekommen, sondern sehr konkret eine bestimmte Hütte. Wenn man sich selbst so einengt, dann ist es sicherlich verständlich, dass man schon 1 Jahr vorher mit der Bucherei anfangen muss. - Ihr seid da ja offensichtlich ganz anders gestrickt - wer keine Erwartungen hat, kann auch nicht enttäuscht werden. Und für einen Erstbesucher ist alles im Lande neu und aufregend - vielleicht sogar die Unterkunftssuche. Aber ich bitte, auch eines zu bedenken: so eine Reise kostet eine ganze Menge Geld - mE zuviel, um diese teure Zeit mit Unterkunftssuche zu verplempern. Dazu kommt, das die dann u.U. erforderliche Unterkunftsalternative deutlich teurer sein kann als die zuerst angedachte - von 50 Euro bis 500 Euro pro Tag und Person ist alles möglich. Da kann ein Urlaub dann vergleichsweise früh zu Ende sein - aus finanziellen Gründen. Deshalb halte ich eine gewisse Vorfestlegung - auch und gerade zu Eurer angedachten Reisezeit - schon für gut. Für Sossusvlei und Etosha ist das sogar zwingend, weil Ihr sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit vor " verschlossener Tür" steht.
Gruß Joli
413 Beiträge · seit 200606. Juli 2006 · #6
Hallo Hopper,

wir haben beide Varianten schon probiert und ich muss Dir sagen, die Vorbuchvariante gefaellt uns beiden deutlich besser obwohl wir eher sehr spontane Menschen sind. Es hat doch eine Menge Zeit gekostet vor Ort alles zu regeln und auch wir haben inzwischen ein paar Wuensche, was die Lodges betrifft, was nicht unbedingt mit Luxus, sondern z.b. mit Standort zu tun hat. Mit dem Zelt mag das anders sein, aber damit habe ich keine Erfahrung.
Gruss Toko
0
413 Beiträge · seit 200606. Juli 2006 · #7
ach so, habe ich noch vergessen. Die Planung der Tour und das Aussuchen der Unterkuenfte macht so viel Vorfreude auf das was einen vielleicht erwartet, das ist schon der halbe Urlaub und verkuerzt die Wartezeit betraechtlich.
nochmals Gruss Toko
0
Themenstarter6 Beiträge · seit 200609. Juli 2006 · #8
Vielen Dank für die so zahlreichen Tipps von Euch!

Wie ich sehe, sind wir mit unserem "drauflosfahren" eher die Ausnahme.

Natürlich habe ich mir schon diverse Unterkünfte näher angesehen und die Meinungen hier im Forum durchgelesen. Eine Vorauswahl besteht bei uns also schon. Und die Vorfreude steigt beim Durchstöbern der ganzen Infos auch bei uns durchaus.

Wir wollen uns aber eben einfach nicht vorher auf den Tag genau festlegen und die ganze Route schon fest buchen.

Aber ich denke der Tipp, von Namibia aus die nächste Wunschlodge anzurufen und dann einen Tag im Voraus zu reservieren/buchen, ist wirklich nicht schlecht. So ersparen wir uns abends eine lange Sucherei und vor evt. verschlossenen Toren zu stehen, sind aber immer noch unabhängig.

Ausnahme natürlich Etosha und Sossusvlei. Was Etosha betrifft, werden wir für ein Reservieren der Bungalows für Sept/Okt. schon "etwas" zu spät sein. Entweder werden wir kurzfristig unser Glück vor Ort versuchen, oder dann eben doch aufs Zelt umsteigen.

Hätte noch eine Frage zu Sossusvlei. Wo übernachtet man dort am Besten, wenn man nicht unbedingt auf den Sesriem Campingplatz will? Ist die Sossusvlei Lodge, oder das neueröffnete Desert Camp aufgrund der Nähe zum Parkeinagng die einzige gute Alternative? Die meisten anderen Möglichkeiten sind doch relativ weit weg vom Parkeingang. Oder ist es nicht unbedingt ein "Muss" zum Sonnenauf-, oder Sonnenuntergang dort zu sein?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Gruß

Hopper
413 Beiträge · seit 200609. Juli 2006 · #9
Hallo Hopper,

so in etwa haben wir es bei unserem ersten NamAufenthalt auch gemacht. Meistens haben wir schon ein paar Tage "vorgedacht" und gebucht, denn nicht ueberall gibt's Handyempfang. Die Lodges, welche wir bevorzugen, sind meistens nicht so gross und da ist es uns regelmaessig passiert das in der "Wunschlodge " nichts mehr frei war und in der naechsten Alternative auch nicht und in der naechsten auch nicht. Wir haben zwar immer noch was passendes gefunden, da wir flexibel sind. Aber so richtig gefallen hat es uns nicht und es hat ab und zu ganz schoen Zeit gekostet.
Aber das ist halt eine ganz persoenliche Meinung und das Vorbuchen hat sicher auch Nachteile.
Auf jeden Fall wuensche ich Dir/Euch viel Spass und einen tollen Urlaub
Gruss Toko
0
3'491 Beiträge · seit 200609. Juli 2006 · #10
Hallo Hopper,
ist wirklich so, dass man nach den Beiträgen hier ( meine eingeschlossen) meinen könnte, dass Sossusvlei wirklich NUR zum Sonnenaufgang sehenswert wäre. Nein - dem ist nicht so. Die ersten Stunden nach Sonnenaufgang und die letzten vor Sonnenuntergang sind nur vom Licht her so unbeschreiblich, dass man Tränen in die Augen bekommen könnte. Mittags dagegen mach das direkt von oben kommende Sonnnenlicht alles schattenlos und damit flach. Und es ist dann auch eine echte Tortour, in der Hitze die Dünen heraufzukrabbeln. Deshalb diese "Morgeneile" - wobei wohl die allerwenigstens von uns wirklich noch vor Sonnenaufgang hintem im Vlei waren. Also reiß Dir deshalb kein Bein aus:) .
Gruß Joli
349 Beiträge · seit 200610. Juli 2006 · #11
Hopper schrieb:
Ausnahme natürlich Etosha und Sossusvlei. Was Etosha betrifft, werden wir für ein Reservieren der Bungalows für Sept/Okt. schon "etwas" zu spät sein. Entweder werden wir kurzfristig unser Glück vor Ort versuchen, oder dann eben doch aufs Zelt umsteigen.
Hallo Hopper,

noch ein Tipp bezüglich Etosha (den Du vielleicht schon gelesen hast und andere zum x-ten Mal hier lesen): Versuch doch mal, schlicht und einfach im Reisebüro die Unterkunft zu bekommen. Bei uns hats geklappt, über Thomas Cook hatten wir innert zwei Tagen die Bestätigung und wir waren auch "etwas" spät dran. Wäre doch schön, zumindest Etosha sicher zu haben, da kann man ja "drumrum" noch viel planerische Freiheit haben.

Grüße
Daniel
www.daniel-gutmann.de
19 Beiträge · seit 200610. Juli 2006 · #12
@Hopper

Wir haben vor ein paar Tagen nach Unterkünften für Etosha im Oktober nachgefragt und es war z.t. noch was frei, also könnt ihr es auf jeden Fall mal versuchen..

Gruß

Topeg
1'036 Beiträge · seit 200610. Juli 2006 · #13
Hopper schrieb:
Oder ist es nicht unbedingt ein "Muss" zum Sonnenauf-, oder Sonnenuntergang dort zu sein?
Ein Muss ist es nicht, aber für Fotografen ist nun mal das frühe Licht und späte Licht besser, man macht eben bessere Bilder.

Ich würde alles dransetzten so früh wie möglich durchs "Gate" zu fahren

Doch auch am Tag ist die Landschaft sehr schön.........

Grüsse
Georg
HOME mit Afrika Links http://www.dersofaladen.de/home/ www.dersofaladen.de
Themenstarter6 Beiträge · seit 200610. Juli 2006 · #14
Danke für den Tipp! Ich habe im Internet mal bei Thomas Cook wegen der Übernachtungen im Etosha nachgesehen. Zum fragigen Zeitraum wäre nur eine einzige Übernachtung in Okaukuejo frei gewesen. Kostenpunkt 96,- Euro für einen Luxusbungalow. Erscheint mir bei eigentlichen 690,- NAD bei Direktbuchung über das NWR auch etwas überteuert, oder liege ich da falsch? (Inzwischen ist wohl auch diese eine Übernachtung nicht mehr buchbar - zumindest übers Internet).

Und was Sossusvlei betrifft, werden wir zusehen, dass wir eine Unterkunft ganz in der Nähe des Eingangs bekommen, damit wir frühstmöglich drinnen sind. Bin zwar kein Profi-Fotograf aber gute Lichtverhältnisse sind wirklich das A und O, wenn man schöne Urlaubsfotos haben möchte. Was habe ich mich schon in zurückliegenden Urlauben geärgert, wenn z.B. Wolken die Sonne verdeckt haben, oder andere Faktoren kein "perfektes" Bild zuließen.

Vielleicht versuchen wir es mal beim neueröffneten Desert Camp. Ich werde gleich mal eine Anfrage losschicken.

Danke für Eure Hilfe!

Viele Grüße

Hopper
349 Beiträge · seit 200611. Juli 2006 · #15
@Hopper
Naja, mir waren 10,- € (pro Person: 3,- €!) mehr lieber für eine sichere Unterkunft, als dann ganz ohne dazustehen oder außerhalb des Parks übernachten zu müssen. Auf meine Anfrage beim NWR habe ich nach jetzt ca. 8 Wochen noch immer keine Antwort erhalten... Wenn es Dein Ziel ist, möglichst innerhalb des Parks zu übernachten, würde ich doch mal ins Reisebüro gehen, vielleicht holen die Profis da mehr raus, als im Internet möglich ist.
Grüße

Daniel
www.daniel-gutmann.de
6 Beiträge · seit 200618. Juli 2006 · #16
Ich habe erst letzte Woche meine Unterkünfte für unsere dreiwöchige Reise Ende August/Anfang September buchen können (Beruflich bedingt).

Nachdem ich meine Idealroute zusammengestellt hatte, war meine Hoffnung nicht sehr groß, alle gewünschten Lodges/Hotels zu bekommen, aber zu meinem großen Erstaunen hat es mit allen geklappt, nur die Vingerklip Lodge ist noch "on request".

Knapp die Hälfte ließ sich dabei über die großen Veranstalter wie Dertour einbuchen. Einen kleinen Teil hab ich direkt angefragt, und um den großen Rest kümmerte sich Namibia Reservations, die sogar noch einen Bungalow in Etosha auftreiben konnten. Kann ich nur sehr empfehlen, auch was weitere Fragen (z.B. Tourvorschläge) angeht!

Viele Grüße

Sanvean