Wie kaufe ich ein Auto in SA oder Namibia ...

11 Antworten · 5'999 Aufrufe · gestartet 26. Juni 2011 von breggie
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Themenstarter38 Beiträge · seit 200826. Juni 2011 · #1
Hallo,

bei unseren letzten 3 Reisen nach Südafrika, Namibia und zuletzt Botswana haben wir für jeweils 3-4 Wochen ein Auto gemietet. Immer 4WD mit Dachzelt, 2 mal super Auto (Hilux) und einmal etwas Pech (Landrover) ...

Der nächste Trip soll (wenn alles klappt) länger sein. Wir wollen wenigstens 3 Monate unterwegs sein. Dabei wahrscheinlich von JHB durch Südafrika und dann nach Namibia, eventuell durch Botswana zurück, mal gucken.

Aber wie machen wir das am besten?

1. Auto leihen wäre ja sehr teuer, aber natürlich am leichtesten.

2. Auto kaufen (z.B. im 4x4 SA Forum) eine mögliche Alternative, entweder komplett ausgerüstet oder "nackt" und dann die erste Woche dazu nutzten, dass Auto auszurüsten (Dachzelt und Kühltruhe und soweiter). Nach meinen ersten Recherchen gibt es vor allem LR (selten mal einen Hilux und kaum Landcruiser) zu kaufen. So ab 100-150.000 ZAR wäre man wohl mit einem 10 Jahre alten (100- 200.000 km) gelaufenen Auto dabei. Kommt nochmal 75.-50.000 ZAR) für die Ausrüstung dazu. Vorteil wäre, dass man so ein Auto ja auch unten stehen lassen kann, da wir sicherlich öfter dahin wollen. Aber eher nicht mehr 3 Monate, sondern immer so 2-4 Wochen. Wie seid ihr sowas angegangen. Kanntet ihr jemanden, de rdie Autos angeguckt habt oder habt ihr es in den ersten Wochen alles selber gemacht? Was kostet ungefähr die Zulassung? Was kommen weiter an Kosten auf uns zu?

3. Auto mietkaufen, habe ich nur kurz bei z.B. Africa Drive gesehen. Kennt so etwas jemand?

Prinzipiell würden wir auch gerne ein Auto von jemandem privat mieten oder eben teilen ...

Danke für die Aufklärung, ist vielleict für einige Interesant.

Grüsse aus Berlin

Dirk
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2011
2'610 Beiträge · seit 200726. Juni 2011 · #2
Hi Dirk,

wir haben uns das mit dem eigenen Fahrzeug in Namibia auch schon durch den Kopf gehen lassen. Eine Entscheidung ist bei uns noch nicht gefallen - wir haben noch etwas Zeit;)

Unsere Überlegung: 1) für ein eigenes Auto sollte man pro Jahr mind. 3 Monate im Land unterwegs sein. 2)sollte es zu einem Defekt am eigenen Fahrzeug kommen, musst du sehen, dass du für diesen Fall Adressen von Abschleppfirmen hast, bei einem Leihwagen rufst du den Vermieter an, der dir entweder ein neues Fahrzeug zum Tausch schickt oder weinigstens einen Mechaniker. 3) bei einer Miete von sagen wir 90 Tg. bekommst du sicher einen guten Preis, nehmen wir an EUR 60,00 das macht incl. Versicherung sagen wir 5.700 bis 6.00,00 EUR. Für dieses Geld bekommst du kein eigenes Fahrzeug gekauft.

Da du schreibst, dass du nur 1x für längere Zeit reisen willst, würde ich persönlich dazu raten, einen Leihwagen zu mieten.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2011
2'048 Beiträge · seit 200726. Juni 2011 · #3
Hallo Dirk,

ich habe mir 2009 ein Auto in Namibia gekauft und 2010 für 5 Monate noch ein zweites, weil ich hier beruflich in Namibia war und für 5 Monate auch Frau und 4 Kinder dabei hatte. Autokauf in Namibia ist zunächst einmal ein Problem, weil es kein großes Angebot gibt. Da würde ich dir raten, lieber in Südafrika zu suchen.
Dringend abraten würde ich von Fahrzeugen ohne afrikanische Zulassung. Mit dem Carnet musst du alle 12 Monate die Zollunion verlassen - das ist umständlich und für mich mit meinen beruflichen Verpflichtungen nicht vereinbar.
Für die Namibische Zulassung brauchte ich eine Anschrift, an die die Steuerunterlagen geschickt werden und dort muss auch die Bezahlung termingerecht erledigt werden. Das ist die Farm, auf der mein Auto in Abwesenheit steht. Ich brauchte eine Registriernummer bei der Verkehrsbehörde, diesen Nachweis brauche ich bei jeder Zulassung etc. wieder.
Nach meiner ERfahrung kommst du mit einer Woche für die Ausrüstung nicht hin. Werkstätten haben nicht unbedingt gleich einen Termin, Teilweise sind Teile nicht verfügbar. Damit wäre ein ausgerüstetes Fahrzeug für dich interessant. Da du schon 2 x mit Mietfahrzeugen zufrieden warst, frag doch dort an. In Namibia dürfen im obersten Qualitätssektor der Autovermieter die Autos nicht älter als 3 Jahre sein / nicht mehr als 100.000 km haben. Diese Fahrzeuge kommen entweder in mindergeratete Tochterfirmen oder in den freien Verkauf. Hier kannst du mit dem Verkäufer (Asco oder Savannah z.B. in Windhoek) verhandeln, ob du das Auto mit Ausrüstung übernehmen kannst. Du wirst aber nicht die neuesten Exemplare bekommen können.
Sowohl in SA als auch in Namibia gibt es im Internet brauchbare Portale für used cars. Ohne verläßlichen Fachmann vor Ort geht es damit aber nicht, du solltest jemanden haben, der die angebotenen Autos fachmännisch anschaut oder gleich für dich sucht.

Mietkauf etc: Mit den Verträgen, die ich gefunden habe, habe ich entschieden die Finger komplett davon zu lassen. Faktisch gibst du dem Besitzer nur dein Geld. Das Auto bleibt sein Eigentum und auf ihn zugelassen. Du kannst es nicht frei verkaufen, am Ende entscheidet er alleine, wieviel von dem Geld er dir wieder gibt. Du kannst nicht mal das Auto behalten, da es dir ja gar nicht gehört. Das war nichts für mein pessimistischen Verstand im Umgang mit geschäftstüchtigen Menschen in fremden Ländern und mit mir unbekannten Rechtssystemen. Ich habe das volle Risiko aber faktisch keine Rechte. Deswegen habe ich real gekauft, das zweite dann nach 5 Monaten an den ursprünglichen Händler auch wieder verkauft - ich hätte es aber überall anbieten können, wenn der gebotene Preis zu niedrig gewesen wäre.

Auto mieten: Ich habe mit einigen Vermietern in Windhoek darüber gesprochen - es ging aber um 5 Monate - keiner wollte einen solchen Nachlaß bieten, dass es interessant geworden wäre. So viel kann ich kaum bei Kauf und Wiederverkauf verlieren - das Risiko habe ich ohnehin bzw. ich kann es als Eigentümer genauso versichern.

Viele Grüße


jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
190 Beiträge · seit 201026. Juni 2011 · #4
Hallo Dirk
Glück muß der Mensch haben. Durch Zufall habe ich über das Forum einen Menschen gefunden den ich absolut vertrauen konnte. Von ihm kaufte ich voriges Jahr einen Landrover Defender 110 ,voll ausgerüstet.Näheres unter :derspediteur@a1.net

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1'287 Beiträge · seit 200827. Juni 2011 · #5
Hallo,

zusätzlich empfehle ich auch die üblichen "Autounterstellfarmen" (Airportfarm, Trans Kalahari Inn usw. usf.) anzuschreiben und zu erfragen, ob ggf. gerade eines der dort untergestellten Autos verkauft werden soll.

Diese sind dann in der Regel ganz gut gepflegt und für Reisen ausgerüstet. Auch wir hatten Glück und vor drei Jahren dort einen sehr gut ausgerüsteten Landcruiser mit namibischer Zulassung (obwohl LHD) bekommen. Den konnten wir dann auch noch auf uns ummelden, trotz der Probleme bei Neuzulassungen von LHDs in Namibia. Der Wagen wurde regelmässig vor jeder Fahrt in einer Werkstatt in Windhoek gewartet. Ein Telefonat mit dieser Werkstatt und ein sehr kurzer Vorortcheck im Dunkeln in der Nacht vor unserem Rückflug, haben mich überzeugt.

Mittlerweile waren wir mit dem Wagen 1x 4 Wochen in Namibia und RSA und 1x drei Monate in ZAM, MAL, MOZ, RSA und NAM unterwegs. Ausserdem haben im letzten Jahr Freunde von uns eine drei Wochen Tour durch BOT und NAM gemacht. Alles ohne größere Probleme (nur Reifenpannen!).



Wie schon geschrieben eine Zulassung in Namibia oder RSA ist zu empfehlen, da Du auch bei Fahrten im südlichen Afrika einfach eine Temporary Import License (TIP) an der Grenze kaufst und Dich nicht mit einem Carnet beschäftigen musst.

Ein leeres Auto innerhalb einer Woche reisefertig zu bekommen, halte ich auch für unrealistisch. Selbst die Umbauten an unserem eigentlich schon komplett ausgerüsteten Wagen haben insgesamt drei bis vier Tage in Anspruch genommen.

Fazit: Es ist nicht billiger ein Auto in NAM oder RSA zu haben, aber deutlich bequemer und entspannter.

Viel Spaß und Erfolg bei der Suche
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
843 Beiträge · seit 200827. Juni 2011 · #6
Hallo Dirk,

für Umbauten kannst Du Dich terminlich schon vorab von zu Hause aus verabreden.
Auch dann wird idR. eine Woche nicht reichen - da musst Du Luft einplanen.

Bei der Wahl des Fahrzeuges solltest Du eine verbreitete Marke wählen, eben v.a. Toyota (die aber recht teuer sind). Landrover ist halt Ansichtssache, aber auch die werden ja quasi überall gewartet.
Mitsubishi geht v.a. in Südafrika gut. In Namibia wird's da schon schwieriger, wenn es mal um eine Druckplatte für die Kupplung oder ein Lager fürs getriebe geht. Schlimmstenfalls wird dann direkt in Japan bestellt, was auch schlappe vier Wochen dauern kann.

Es gibt Leute, die im Auftrag Fahrzeuge besichtigen - v.a. die Besitzer der Farmen, wo man sein Auto unterstellen kann, machen so etwas gegen Gebühr.
Da die oft viel selber an ihrem Fuhrpark warten, sind die da ganz versiert.

Bei der Zulassung solltet ihr Euch anjemanden wenden, der Euch da durchschleust. Ich war in 20 min mit allem durch, obwohl ich mind. 100 Leute vor mir in der Schlange hatte. Der ganze Kram hat - inkl. Geld für den "Schleuser" keine 150€ gekostet. Allein blickst Du da nicht durch, v.a. wenn man das erste Mal bei der Strassenverkehrsbehörde NATIS ist.

Grundsätzlich würde ich mich an die Firmen halten, wo u.a. auch Deutsch gesprochen wird. Macht die Verständigung nicht nur einfacher, sondern die kennen sich auch alle untereinander und helfen sich wiederum alle.

Bei den Ausrüstern "Bushwakkers" und "Cymot" sprechen z. B. Grumpy bzw. Mario Deutsch und sind ziemlich gefragt, weil Sie kompetent und sehr engagiert weiterhelfen (und meist die einzigen sind, die da arbeiten...).

Wenn es bei Dir konkreter wird mit dem Autokauf, kannst Du Dich ja mal per PM melden. Oder, wir tel. und ich kann Dir ein paar brauchbare Firmen nennen, wo Du nicht nur "Lehrgeld" bezahlst.

Viel Erfolg noch bei der Suche!

Dirk aus Köln
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Themenstarter38 Beiträge · seit 200827. Juni 2011 · #7
Hallo,

vielen Dank für die jetzt schon sehr hilfreichen Antworten. Bei uns ist es wahrscheinlich erst im Frühjahr nächsten Jahres soweit ... Also noch ein bischen verfrüht. Aber es freut mich prinzipiell dass man so etwas wohl doch gut machen kann.

Wieviel kostet denn das Unterstellen so etwa (in SA habe ich von 30-50 Euro pro Monat gehört)?

Die Frage ist eben, was nach dem jahr mit den 3 Monaten kommt. Vermietet ihr dann an Freunde, um die kosten in grenzen zu halten?

Gruss
Dirk
76 Beiträge · seit 201127. Juni 2011 · #8
Hallo Dirk,
hast Du unsere PM bekommen??

Gruß,

Wildhund
74 Beiträge · seit 201027. Juni 2011 · #9
Hallo Dirk,
ich habe mit vor zweieinhalb Jahren ein 4x4 in ZA gekauft, da ich länger dort beruflich unterwegs war. Das Auto steht jetzt in der Nähe von Pretoria in einem selfstorage für R400 pro Monat. Ungefähr den gleichen Betrag zahle ich pro Monat an die Versicherung (third-party, fire and theft).
Ich würde Dir empfehlen das Auto in ZA zu kaufen, da das Angebot deutlich größer als in NAM ist.
Meine Erfahrungen mit Autokauf in Südafrika:
Sei Dir darüber im Klaren, dass die Kilometerangaben zu 99% nicht stimmen. Bei Kauf von Privat musst Du damit rechnen, dass das Auto bei der Bank finanziert ist. Der "Fahrzeugbrief" liegt dann dort und das Auto ist auch auf die Bank zugelassen. Bis Du die Unterlagen von der Bank hast, kann einige Zeit vergehen (ich habe fünf Wochen darauf gewartet).
Der Verkäufer sollte auch ein "roadworthy" (so'ne Art TÜV) machen lassen, da nur dann das Fahrzeug umgemeldet werden kann. Parallel dazu musst Du als Ausländer eine Traffic ID beantragen. Dazu sucht man eines der NATIS Büros und hat vorher Beruhigungstabletten eingeworfen. Rechne damit, dass der Prozess etwa eine Woche dauert und Du mindestens einmal fehlende Unterlagen nachreichen musst. Mit dem Kaufvertrag, dem Fahrzeugbrief und der Traffic Id kannst Du dann das Fahrzeug ummelden. Für meinen Landy liegt die Steuer bei ca. 50EUR im Jahr.
Alles in allem ist man besser dran, wenn man das Fahrzeug von einem Händler erwirbt, der dann auch noch die Formalitäten erledigt. Es gibt in Centurion (zwischen Jo'burg und Pretoria) einen sehr guten Händler, der sich auf jüngere gebrauchte Defender 300TDI spezialisiert hat (der Name ist mir leider entfallen, aber man kann nach googeln). Auch British4x4 in Pretoria verkauft gebrauchte Defender. Eine andere sichere Quelle ist www.aaautobay.co.za - die Handelsplattform vom AA. Autos die dort angeboten werden, haben ein roadworthy und der Prozess der Geldübergabe wird vom AA abgewickelt. Ansonsten kann ich noch die Webseiten des Land Rover Clubs South Africa (www.lroc.org.za) empfehlen.
Für meinen TD5 MY2001 habe ich ca. 9000EUR gezahlt und noch ca. 2900EUR in Reparaturen gesteckt. Austattung wie Winch, Roofrack, Longrange Tank, Wassertank waren bereits vorhanden. Einen nachträglichen Einbau innerhalb einer Woche halte ich für ausgeschlossen; vor allem wenn Du den Einbau vor den südafrikanischen Ferien (vor allem Weihnachten und Ostern planst). Dann sind die Werkstätten über Wochen vorher ausgebucht.
Zu Deiner letzten Frage: ich habe auch überlegt, ob ich den Wagen verleihe und mich dagegen entschieden. Bedenke, dass schlimmstenfalls Deine besten Freunde ein Jahr auf ihren Urlaub gespart haben und dann von den zwei Wochen drei Tage in einer Werkstatt zugebracht haben.
273 Beiträge · seit 200928. Juni 2011 · #10
Für Reisen nach Uganda und Kenia benötigt man auch mit SA Zulassung ein Carnet, welches über de AA Südafrika erworben werden kann. Ohne permanent residence im Land muss man den gesamten Wert des Wagens hinterlegen, mit permanent residence nur 500 Rand. Gruß, Hans
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
273 Beiträge · seit 200928. Juni 2011 · #11
"Sei Dir darüber im Klaren, dass die Kilometerangaben zu 99% nicht stimmen. Bei Kauf von Privat musst Du damit rechnen, dass das Auto bei der Bank finanziert ist. Der "Fahrzeugbrief" liegt dann dort und das Auto ist auch auf die Bank zugelassen. Bis Du die Unterlagen von der Bank hast, kann einige Zeit vergehen (ich habe fünf Wochen darauf gewartet).
Der Verkäufer sollte auch ein "roadworthy" (so'ne Art TÜV) machen lassen, da nur dann das Fahrzeug umgemeldet werden kann. Parallel dazu musst Du als Ausländer eine Traffic ID beantragen. Dazu sucht man eines der NATIS Büros und hat vorher Beruhigungstabletten eingeworfen. Rechne damit, dass der Prozess etwa eine Woche dauert und Du mindestens einmal fehlende Unterlagen nachreichen musst. Mit dem Kaufvertrag, dem Fahrzeugbrief und der Traffic Id kannst Du dann das Fahrzeug ummelden."

Ich schätze, dass in Europa 50 % der verkauften Autos getürkte Tachos hat, während das in SA so gut wie unbekannt ist.
Keiner unserer Verkäufer hat bisher eine Roadworthy gemacht, die ist Sache des Käufers. Eine Roadworthy sagt NICHTS über den Zustand des Wagens aus. Viel Wichtiger, da aussagekräftig, sind Rechnungen vorangegangener reparaturen und Services.

Unsere bisherigen Autos waren von privaten Verkäufern und keines war über eine Bank finanziert. Die Traffic ID benötigt jeder, nicht nur der Ausländer, diese zu bekommen dauerte in CT 5 Minuten. Die Zulassung des Wagens dauert bei uns ca. 30 Minuten. Aber wir haben natürlich auch keinen Landrover!

Ich hab jetzt nicht mitbekommen, wo du kaufen willst, falls du Cape Town erwägst, kann ich dir beim 4x4 Händler unseres Vertrauens einen Termin organisieren, hier werden Toyota und Mitsubishi fachgerecht mit Roofrack, Suspension usw, ausgestattet. Long Range Tank, Wassertank, Bullbar und Winch benötigst du im Normalfall nicht, wenn du nicht längere Expeditionen im Östlichen oder westlichen Afrika unternehmen willst.
Viel wichtiger sind Stossdämpfer, gute Reifen, ein Kühlschrank und Dual Battery System.
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2011
74 Beiträge · seit 201028. Juni 2011 · #12
Hallo Dirk,
aus gegebenem Anlass habe ich gerade noch mal nachgeschaut: eine Traffic Id (Traffic Register Number) kann man wohl umgehen, wenn man mit einem Personalausweis sein Auto registrieren will (foreign id document <> Reisepass). Siehe hier http://www.services.gov.za/services/content/Home/ServicesforForeignNationals/drivingforforeigners/trafficregisternumber/en_ZA . Ein Versuch ist es in jedem Fall Wert, da in dem verlinkten Dokument eine Laufzeit von bis zu sechs Wochen angegeben wird. In Eastern Cape gehts anscheinend schneller, da dort der Vorgang R540 kostet. In Gauteng ist er kostenfrei.....dafür mit Wartezeit verbunden.

Zum Thema Laufleistung kann ich nur sagen, dass diese Aussage auf einem deutschen Werkstattbesitzer in Pretoria beruht, der seit 30 Jahren dort Autos repariert. Bei der von Dir gesuchten Preislage und dem Alter solltest Du auf jeden Fall vorsichtig sein. Hier ein Beispiel dafür, wie sich die Balken manchmal biegen: http://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php?t=84469 . Schau bei Bild 5 mal ganz genau hin.

Ob Land Rover oder nicht ist Geschmackssache - da kann man sich auch an Canon vs. Nikon, PC vs. Mac und ähnlichen Diskussionen beteiligen. Ich kann Dir nur mit Land Rover Adressen aushelfen:)

Ach ja: wenn Du noch nicht von Deinem Vorhaben abgekommen bist, dann empfehle ich Dir noch folgendes Kultbuch von Tom Sheppard: "Vehicle dependent expedition guide". Zu bestellen nur hier: http://www.desertwinds.co.uk/

Viele Grüße und viel Erfolg
Henning