Sambia- und Malawi-Kenner gefragt

41 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 18. Juni 2011 von girwal
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931 Beiträge · seit 200621. Juni 2011 · #21
Das Nyika Plateau würde ich weglassen - Ich nicht! Das ist ein Highlight und man kann auch mal eine Hütte buchen, wenn es zu kalt sein Sollte.
Das sehe ich auch so, allerdings nur wenn man sich auch die Zeit nimmt. Einen Tag hoch fahren, schauen und übernachten, wieder einen Tag runter fahren, lohnt meines Erachtens nicht. In der bisherigen Planung von Girwal wäre aber kaum mehr drin...

Gruß

Ulli
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Themenstarter88 Beiträge · seit 200722. Juni 2011 · #22
Liebe Sambia- und Malawi-Experten

Jetzt, wo eure Kommentare so zahlreich eintrudeln zu meinem Reiseentwurf, fühle ich mich im Namibia-Forum noch viel wohler und als früherer Viel-Leser und Wenig-Schreiber auch ernst genommen.
Euch allen somit ein herzliches Dankeschön für eure Bedenken und alternativen Vorschläge; speziell denen, welche nochmals mit wertvoller Info nachgedoppelt haben.

@Ulli und Bloke:
Das mit der Wassertiefe bei Flussquerungen werde ich mir zu Herzen nehmen (so quasi als Bestätigung der eigenen mutigen-aber-nicht-übermütigen Einschätzung:
Ich bin im Moremi auch schon mal umgekehrt und habe später erfahren wie der noch mutigere Österreicher seinen Motor im zu tiefen Wasser kaputt gefahren hat).

@Erika und DummiYummi und Ulli:
Wisst ihr was ich aus eurem Disput über "Nyika Plateau: ja oder nein" folgere? Wir werden wahrscheinlich trotzdem hinfahren,aber uns dabei mehr Verweilzeit nehmen. (wie brutal Wind und Kälte auch in Afrika wirken können, haben wir letztes Jahr auf dem Kilimandscharo erlebt und auch überlebt).

@Crazy Zebra:
Lieber Kurt, deinen Reisebericht habe ich natürlich - mit Hochgenuss - schon mindestens zwei Mal ganz gelesen... und dabei wacker mit gelacht. Deine Ratschläge (es dürfen auch noch weitere sein) sind mir hoch willkommen.

@ fast alle Kommentatoren:
Seid beruhigt; ich habe nirgendwo gebucht und somit mir alle spontanen Programmänderungen offen gelassen.
Nur eines habe ich soeben versucht: das Lufupa River Camp zu einer schriftlichen Aussage zu bringen, ob sie noch Camper auf der Campsite und als Teilnehmer an boat tours oder walking safaris akzeptieren. Sollte ich eine Antwort erhalten, teile ich dies euch natürlich gern mit.

Bleibt mir diesbezüglich nur eine wichtige Frage zum Kafue NP:
Wo sonst (als beim Lufupa River Camp) kann man in der Nähe der Busanga Floodplain campieren?

Gruss von Girwal
164 Beiträge · seit 200622. Juni 2011 · #23
Hi!

Leider gibt es keine Camping-Alternative zum Lufupa im Nord Kafue.

Uns hat übrigens der Südteil viel besser gefallen. Weniger Touris, weniger TseTse, schönere Camps (Nanzhila, Hippo Bay direkt am See). Tiere haben wir auch dort reichlich gesehen. Die Anfahrt ist allerdings nervig. http://www.kaingu-lodge.com/ fanden wir auch gut.

Für Nyika braucht ihr mindestens zwei Nächte. Uns hat es gefallen. War allerdings Januar und große Blütenzeit.

Kasanka lohnt sich nur für die Flughunde. Pontoon ist ok, z.T. auch viele TseTse.

Im Mutinondo gibt es auch eine Wildernesscampsite mit eigenem Caretaker. Sehr empfehlenswert.

Bei LimoHire bitte auf anständigen Campingstühlen und Tisch bestehen!

Gruß,

Stefan
461 Beiträge · seit 200822. Juni 2011 · #24
Hallo Girwal

Meiner Meinung nach ist Lufupa für Camping mindest für dieses Jahr out.
Uns wurde emfpohlen die Busanga im Norden keinesfalls zu verpassen. Als einzige Möglichkeit haben wir das Busanga Camp über Mukambi für drei Nächte gebucht. Preis 750$ für 3 Nächte. Anfragen kannst du Linda über Mukambi Lodge; Stichwort "Selfdriver special 4x4 community".

Im selben Forum hat man uns dringend geraten gegen die Tse Tse Fliegen den AVON Skin so soft replenishing dry oil body spray zu benutzen - es sei das einzige das helfen würde. Haben uns das mal besorgt - wenn's nicht hilft habe ich wenigstens eine zarte Haut 😛 .

Gruss
Tom
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2011
164 Beiträge · seit 200622. Juni 2011 · #25
Ich bin´s nochmal.

Die Busanga Plains sind sehr schön. Nanzhila aber auch, Liuwa erst recht (ab November).

Achtung bei dem 750USD Special: Dieses ist EXCLUSIVE Parkgebühren. Es kommen also nochmal 165USD drauf.

Ich würde für das Geld was anderes machen...

Gruß,

Stefan
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2011
1'667 Beiträge · seit 200922. Juni 2011 · #26
Hallo, Girwal
noch als kleiner Tipp....
sehr schön ist es auch an den Ngonje Falls, Maziba Bay....
...schneeweisser Sandstrand direkt am Sambezi.....

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
1'223 Beiträge · seit 201022. Juni 2011 · #27
girwal schrieb:Hallo Sambia- und Malawi-Kenner

Am 16.09.2011 landen wir (meine Frau und ich)in Lusaka und starten (mit einem Landcruiser mit Dachzelt von Limo Hire)unseren 33-Tage Trip durch Sambia und Malawi.
Aufgrund von intensiven "Erfahrungen" aus Namibia und Botswana haben wir folgenden Reiseplan erdacht:
Tag 1: Ankunft Lusaka / Fahrzeugübernahme / Einkauf / ---> Camping
(Pioneer Campsite oder Fringilla-Farm Camping)
Tag 2: ---> Kafue NP
(Mc Brides Camp)
Tag 3: Walking Safari / Pirschfahrt
(Mc Brides Camp)
Tag 4: Pirschfahrt / ---> Lufupa
(Lufupa River Camp)
Tag 5: Bootsfahrt / Pirschfahrt
(Lufupa River Camp)
Tag 6: ---> Puku / Pirschfahrt
(Puku Pan Lodge Camping)
Tag 7: Walking Safari / Bootsfahrt
(Puku Pan Lodge Camping)
Tag 8: ---> Nanzhila Plains / Pirschfahrt
(Nanzhila Plains Safari Camp)
Tag 9: ---> Kalomo ---> Lusaka
(Village Rest Chalets & Campsite oder Eureka Camping Park)
Tag 10: Reservetag / Einkauf
(Village Rest Chalets & Campsite)
Tag 11: Fahrtag ---> Kasanka NP
(Ponton Camping)
Tag 12: Pirschfahrten
(Ponton Camping)
Tag 13: ---> Mutinondo Wilderness / Wanderung
(Mutinondo Wilderness Camping)
Tag 14: ---> Escarpment ---> Mfuwe
(the Wildlife Camp oder Croc Valley Camp)
Tag 15: Ausruhen / Pirschfahrt / Night Drive
(The Wildlife Camp)
Tag 16: Pirschfahrten
(The Wildlife Camp)
Tag 17: ---> Nsefu Sector ---> Luambe NP / Night Drive
(Luangwa Wilderness Lodge)
Tag 18: Reservetag (für bisher Unvorhergesehenes)
(???)
Tag 19: ---> Lundasi ---> Malawi ---> Viphya Forest Reserve
(Luwawa Forest Lodge)
Tag 20: ---> Mzuzu / Einkauf ---> Vwaza
(Kazuni Camp)
Tag 21: Game Walk ---> Nyika
(Chelinda Camp oder Chalet)
Tag 22: Wanderungen (Jalawa Rock + ev. Casaramba)
(Chelinda Camp)
Tag 23: ---> Mzuzu ---> Chinteche
(Camping Chinteche Inn oder Makuzi Lodge oder Nkwhazi Lodge)
Tag 24: Baden / Relaxen / Vogelpirsch
(Camping Chinteche Inn)
Tag 25: ---> Kasungu NP
(Lifupa Camp)
Tag 26: Bush Walk / Pirschfahrt
(Lifupa Camp)
Tag 27: ---> Lilongwe ---> Liwonde NP
(Mvuu Camp oder Nkalango Safari Camp)
Tag 28: Pirschfahrten / ev. Bootsfahrt
(Mvuu Camp)
Tag 29: ---> Cape Maclear
(Chembe Eagle's Nest)
Tag 30: Baden / Schnorcheln / Relaxen
(Chembe Eagle's Nest)
Tag 31: ---> Lilongwe ---> Sambia ---> Petauke
(Chimwemwe Lodge)
Tag 32: ---> Lusaka / Fahrzeugabgabe
(Pioneer Campsite)
Tag 33: Rückflug Lusaka-Jo'burg-Zürich
(Nachtflug)

Nun ist Eure Meinung zu obigem Programm gefragt, liebe Sambia- und Malawi-Experten:
a) Was ist unmöglich daran?
b) Welches Highlight fehlt?
c) Was kann verbessert werden?

Ich bin sehr gespannt auf Eure Rückmeldungen, auch wenn diese nur einzelne Tage, Orte oder Aktivitäten betreffen.

Girwal
Bin heute aus Zambia zurueck in NAM (welch ein Unterschied!):

Wie Kurt bereits frueher geschrieben hat, sind saemtliche Zeit- und Terminplanungen illusorisch, besonders wenn man Hauptrouten verlaesst.
Fahre die Routen ab, die Du schaffst, und das wars. Reservierungen sind nirgends erforderlich ausser zu Ostern oder Weihnachten.

Im nordwestlichen Kafue gibt es KEINE Camps mehr. Obwohl wir nach einem Unfall im Lufupa uebernachteten, KEIN Camping mehr.
Aufpassen vor rasenden Wildhuetern, die haben mir das Auto kaputtgefahren, keinen Namen bekanntgegeben und weg, mit und trotz uniformiertem Wildhueter.
Nicht auf der Bruecke ueber den Kafue anhalten. Kostet 275.000 Kwacha, und dazu gibt es keine Quittung, fuer diese muss man 70 km zurueckfahren.

Eureka Camping ist sehr OK. Chalets kosten 70 USD Doppel.

Wildlife Camp bestens. Essen im Restaurant sehr gut. Gutes Management.
Wir haben uns Chalets zu 80$ geleistet. Liegen etwas abseits und sehr ruhig.
Ausblick com Campingplatz auf Lagune klasse, Krokos liegen unten am Ufer, Hippos machen viel Laerm.

Escarpment-Fahrt sollte man mit 2 Fahrzeugen durchfuehren.

Strecke Petauke-Mfuwe unbedingt meiden. Zur Zeit grausam (6 Stunden). Alternative Chipata zwar auch sehr schlecht, aber besser zu fahren (haben beide gefahren).

Ausfluege vom Wildlife Camp in den South Luangwa Park. Am Mushroom Bend z.Zt. viele Loewen.

Tsetse-Fliegen:
Wildlife Camp Tsetsefliegen-frei.
Kafue-Nord zur Zeit sehr schlimm! Sind nur mit geschlossenen Fenstern und Klimaanlage gefahren. Je dichter das Gebuesch, umso mehr. Zeitweilig sassen Tauende am Auto.

Wichtige Tips zum Geld:
Mindestens 500 Dollar in 1$ Noten und kleineren Teilungen mitnehmen. Ueberall fehlt angeblich Wechselgeld womit man abgezockt wird.
Aufpassen beim Geldwechsel in Livingstone: Es sind gefaelschte 100$ Noten im Umlauf. Geldnoten niemals aus der Hand geben bevor man die Kwacha gezaehlt hat. Die geben zu wenig, und reichen dann gefaelschte Noten zurueck.
Geld aus ATM gibt es nur an Stanbic Filialen.

Sehr viele Tankstellen nehmen nur Kwacha und keine Dollar! Spritversorgung (Diesel) war problemlos). Kosten z.Zt. ca. 1,50 Euro/ l.

Mal ein paar Worte zum Einkauf:
Es gibt in Livingstone, Lusaka und Chipata bestens sortierte Spar, Pick n Pay, Shoprite und andere. Selbst die Minishops der Townships sind gut sortiert. Gutes Fleisch ist verfuegbar in den Einkaufszentren, nur die angebotene Boerewors ist Muell.
Man braucht keine halbe Tonne Vorraete ueber 1000de km herumzukarren.

Viel Spass!
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Themenstarter88 Beiträge · seit 200723. Juni 2011 · #28
Liebe Sambia- und Malaw-Experten

Eure Rückmeldungen sind unglaublich wertvoll!

@ Goldmole (Stefan):
Ach wie gut dies tut, gutes vom Südteil des Kafue NP zu hören!
Und wenn es im Südteil tatsächlich weniger Tsetse hat als im Nordteil, dann werden wir ganz sicher nicht böse.
Dein Tip zur Wilderness Campsite im Mutinondo (neu 2 Tage geplant)werden wir gerne umsetzen.

@ Tom:
Ich habe gerade bemerkt, dass du im August nach Sambia gehst. Dies trifft sich ideal, wenn du sofort danach rückmeldung machen kannst zu deinen Erfahrungen mit dem Busanga Camp und vor allem mit dem Tsetse-Schutz AVON.
Wo gibt es diesen zu kaufen?

@ Birgitt:
Soll ich zusätzlich noch einen "kleinen Abstecher" zu den Ngonje Falls und maziba Bay machen............und mein reich befrachtetes Programm (und damit auch die Überlade-Warnungen der Sambia-Experten) weiter strapazieren?
Ich halte es so: Etwas sehr Schönes muss ich ja auch noch für die nächste Sambia-Exkursion aufsparen.

Gruss von Girwal
Themenstarter88 Beiträge · seit 200723. Juni 2011 · #29
Hallo Swakop52 (Badboy)

Genau was du lieferst brauchen wir: aktuelle Info, Ratschläge, gute Tips
und dies alles von einem erfahrenen Afrika-Insider!

Betrüblich ist allerdings deine Hiobsbotschaft, dass es im nordwestlichen Kafue keine Camping-Möglichkeiten mehr gibt.
----> erste Zusatzfrage:
Wo hast denn du (ausser deiner Unfall-Übernachtung bei Lufupa) im Nordteil des Kafue übernachtet?
----> zweite Zusatzfrage:
Ist wildes Camping erlaubt? geduldet? ratsam? bussenträchtig?

Und dann die Tsetse-Plage im Nord-Kafue ("Zeitweilig sassen Tausende am Auto")
----> dritte Zusatzfrage:
Habt ihr dann im total geschlossenen Auto (aller Hitze zum Trotz) übernachtet oder wie habt ihr das Dachzelt von Tsetse-Fliegen frei halten können?

Gruss von Girwal
461 Beiträge · seit 200823. Juni 2011 · #30
Hallo Girwal

Tse Tse sind nach Erfahrungen anderer nur ein Problem, wenn man unterwegs ist. In den Camps soll es kein Problem sein. Für das Dachzelt werde ich einfach eine entsprechende Giftkeule einsetzen und dann die Fliegengitter benutzen.
AVON ist auf Hausberatung spezialisiert hat aber auch einen Webshop. Ich habe es über www.avon-beratung-terhorst.de bezogen und alles hat wunderbar geklappt.

Gruss
Tom
164 Beiträge · seit 200623. Juni 2011 · #31
Hi!

Auch wir hatten damals (Oktober/November) unzählige TseTse im Nordkafue. Sind nur mit geschlosssenem Fenster gefahren oder zerstochen worden. Ich war froh, als wir dort wegwaren.

Nachts stellt sich das Problem nicht, TseTse gehen wie alle Fliegen mit dem Sonnenuntergang schlafen.

Gruß
1'223 Beiträge · seit 201023. Juni 2011 · #32
girwal schrieb:Hallo Swakop52 (Badboy)

Genau was du lieferst brauchen wir: aktuelle Info, Ratschläge, gute Tips
und dies alles von einem erfahrenen Afrika-Insider!

Betrüblich ist allerdings deine Hiobsbotschaft, dass es im nordwestlichen Kafue keine Camping-Möglichkeiten mehr gibt.
----> erste Zusatzfrage:
Wo hast denn du (ausser deiner Unfall-Übernachtung bei Lufupa) im Nordteil des Kafue übernachtet?
----> zweite Zusatzfrage:
Ist wildes Camping erlaubt? geduldet? ratsam? bussenträchtig?

Und dann die Tsetse-Plage im Nord-Kafue ("Zeitweilig sassen Tausende am Auto")
----> dritte Zusatzfrage:
Habt ihr dann im total geschlossenen Auto (aller Hitze zum Trotz) übernachtet oder wie habt ihr das Dachzelt von Tsetse-Fliegen frei halten können?

Gruss von Girwal
Hallo Ginwal,
1. Im nordwestlichen Kafue gibt es mindetens 3-4 Camps. Gleich 5 km neben der Teerpad liegt das Muukuje (oder ähnlich) und ist m.E. sehr gut.
2. Testse-Fliegen sind kein Problem ab Dämmerung.
3. Wildes Camping im Park ist ein Vergehen und sehr teuer.
Paß bei Einfahrt genau auf, wie viele Nächte Du übernachten willst, sonst zocken sie Dich ab.
4. Die Busanga Plains waren ein Flop, kein Wild. Nur Tsetse.
5. Fahre nicht die Strecke vom Itezhi-Techi Damm nach Namwale. Die Fähre ist aufgrund Niedrigwasser verlegt, und ab Fähre nach Namwale ist der Damm völlig kaputt, alle Brücken Weg und sollte nur von Offroad-Profis befahren werden.

Und ein wichtiger Hinweis für diese Jahreszeit: Halb Zambia brennt, das Gras wird abgefackelt. Allein im nordwestlichen Kafue hatten wir 6 brennende Feuer bis an die Pad, für Benzinfahrzeuge nicht ganz ungefährlich. Der Qualm und blaue Dunst sind keine Freude!

Viel Spaß, und Grüße aus einem kalt-windigen sonnigen Swakopmund,
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2011
93 Beiträge · seit 201023. Juni 2011 · #33
Hallo Girwal

Wir waren letzten Oktober in Zambia unterwegs und wahrscheinlich nicht ganz unschuldig dass Tom zu den Busanga Plains fährt.

Die Tsetses sind nach Einbruch der Dunkelheit kein Problem mehr. Schlimm war es auf der Strecke vom Gate bis hoch zu den Busanga-Plains. Das sind etwa 150 km Fahrt durch den Busch und man braucht je nach Strassenverhältnissen mindestens 6 Stunden. Wir wussten echt nicht wo wir eine Lunch-Pause einlegen sollten wegen diesen Viechern. Sobald wir aber die Busanga Plains erreichten, war's gut. Da hat man nur entlang der Wald-/Buschgrenze wieder Tsetses getroffen.

Wir hatten das Selfdrive Special über Mukambi gebucht und waren begeistert. Wir hatten das Glück sehr viel Wildlife zu sehen: Roan Antilopen, Gnus, Hippos, Pukus, Löwen und sogar Elefanten. Auch landschaftlich fanden wir die Plains ein echtes Highlight. Wahrscheinlich hängt das mit der Jahreszeit zusammen.

Ich versuch mal ein paar Busanga Impressionen reinzuhängen


Die 05 Escarpment Road sind wir auch gefahren. Zu unserer Jahreszeit waren die einzigen Herausforderungen der Mupamandzi River (der mit den Sandsäcken) und der Lubi-River. Letzterer führte zwar kein Wasser mehr, dafür galt es eine grosse Strecke durch Tiefsand zu fahren.

Mutinondo unbedingt 2 Nächte verbringen!

Liebe Grüsse
Jenny
Unsere Website http://www.amazingviews.ch
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2012
Themenstarter88 Beiträge · seit 200724. Juni 2011 · #34
Hallo amazingviews (Jenny)

Du hast deinen Forumsnamen absolut richtig gewählt: amazing views !
Deine Fotos sind - sagen wir es für einmal schweizerisch - "sauguet".
Und wenn du die tatsächlich in den Busanga Plains gemacht hast, dann lohnen sich nicht nur die beschwerlichen 150 km oder die unendlich vielen Tsetse, sondern auch die Ungewissheit, ob man ein mehr oder weniger bequemes Camp in der Region findet.
Und die letzte Beruhigung, welche du - oder auch ein anderer Fomi - mir liefern könnte wäre die Zusicherung, dass man auch als Selfdriver die Busanga Plains befahren darf.

Gruss von Girwal
97 Beiträge · seit 200825. Juni 2011 · #35
Hallo,
ich kann vielen Tips zustimmen und hier noch unsere Erfahrungen:

Escarpent und 05-Road: wir waren im November da und die Sandsäcke waren teilweise weggespühlt... Viel wasser und viel Adrenalin ...😃
Das Eskarpment runter keinesfalls nach Regen - dann hält nichts ....
weiteres s.u. bei SLNP

Malawi Liwonde NP: war herrlich!!! Wir haben aufs Pirsch-Fahren verzichtet und an 2 Tagen die Bootstouren gemacht mal früh, mal abends - einfach spitze ... Viele Elephanten, Hippos, Antilopen und Vögel am Wasser

Kasanka NP Samibia: die Flughunde im November sehr beeindruckend, haber außer denen gabs nichts zu sehen ....

Malawi-See: ich würde nicht 2 Nächte in Eagls Nest am Cape McClear bleiben wollen, war schön da aber viel besser fanden wir es hier: http://www.makuzibeachlodge.com/home.php
Absolut ruhig, superweißer Strand, super lecker Dinner,
wir sind spontan einfach 2 statt nur 1 Nacht geblieben
Ich habe jetzt eure Tour nicht mehr genau im KOpf - ob Ihr da überhaupt vorbeikommt ... Schaut einfach mal

North Kafue: Das Lufupa-Camp hat ab 6.11.2010 keine Camper mehr angenommen - nur noch exklusiv gebuchte Lodgegäste - wir konnten damals nicht mal ein Zimmer in der Lodge bekommen - obwohl eigenglich was frei war, aber die vorhandenen Gäste wollte wohl ungestört sein😠 ... Teilnahme an irgendwelchen Aktivitäten war auch ausgeschlossen - da wir bei Sonnenuntergang ankamen durften wir vor der Lodge ohne Strom "übernachten" - mussten aber früh wieder abfahren, Sind dann in die Mukambi-Lodge - hier stand uns Pool, Restaurant und Bar offen, der Campingplatz war liebevoll angelegt und teils mit Blick auf den Fluss und die Pirschfahrten waren auch ergiebig - sind dann hier auch 2 Nächte geblieben die wir nicht bereut haben.

SLNP: Wir kennen das Crocs-Camp - schön am Fluss nahe dem NP-Eingang - das Essen war hier eher spartanisch und ist nicht unbedingt zu empfehlen, die Lage und das Camp an sich schon wenn es nicht zu voll ist, im November waren wir die einzigen Gäste. Außerdem waren wir im Flat dogs Camp - im November durften wir direkt am Fluss zwischen den Lodge-Safari-Zelten stehen - war tolle Sicht und das Essen dtl. besser. Allerdings sind Camper hier nur ab Oktober erwünscht, so stand es jedenfalls am Schild ...
Im Gespräch mit dem Manager war allerdings interessant, dass wenn man im Flat dogs gebucht hat und die Escarpment - 05- Sandroad runter kommt und Probleme hat man sich im Flat dogs per Satelitenphone melden soll, er hat wohl schon einige Autos aus der Region "geborgen". Ich würde auf jedenfall bei Problemen auf dieser STrecke eine Lodge anrufen als mich an die NP-Ranger zu wenden, da diese weder TEchnik vor Ort noch ERfahrung haben. Die Ranger am Nordeingang hatten keine Ahnung oder wollten keine Ahnung haben wie hoch der Mupamazi-River steht und wie die Strecke ist. Am Einngang in Mfuwe waren die Ranger sehr erstaunt wo wir denn herkämen, man würde seit 2 Wochen keinen mehr nach Norden transit fahren lassen und das hätte man auch an die Kollegen im Norden durchgegeben wegen der schlechten Pistenverhältnisse 😉 . Unser Problem war damals einerseits der Mupamazi-River - und übrigends da gibts Crocs... und dann als wir dachten hurra wir haben alle Flüssse durchquert waren die letzten 15 km vor Mfuwe eine einzige Schlammschlacht im Black cotton-soil .... Das war bald noch anstrengender als die Adrenanlin-Fahrt durch den Fluss.

Ich wünsche weiter Spass beim Planen 😎
Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
Themenstarter88 Beiträge · seit 200725. Juni 2011 · #36
Hallo Martina (Streifenkarl)

In der Tat: du verlängerst mir den Spass beim Planen. Hab vielen Dank dafür.

Und je mehr Kommentare ich erhalte, desto noch mehr freue ich mich auf noch mehr Eindrücke.
Aber bei einem Punkt - der Escarpment und der 05 - werde ich hin und her gerissen. Wenn ich alle sieben dazu eingegangenen Kommentare gewichte, steht es zwischen den Empfehlern und den Warnern 2:2 (bei 3 neutralen Kommentaren).
Tja, was soll ich da tun?
Ich höre auch noch auf die allgemeinen Kommentare, die da sagen "schaue vor Ort und entscheide dann". Wahrscheinlich ist es dann meine Tagesform oder die Tagesform des Mupamazi (oder gar die Tagesform meiner Frau???) welche dann entscheiden wird.
Aber eines habt ihr alle mit euren Kommentaren bereits entschieden: dass ich an den verbleibenden 94 Tage bis zum Escarpment tagtäglich selbst die Frage stelle "go or no-go".
Und noch etwas werde ich vorher auch noch mindestens 94 Mal tun: im Namibia-Forum nach weiteren Meinungen suchen.

Gruss von Girwal
97 Beiträge · seit 200826. Juni 2011 · #37
Hallo Girwal,
die Strategie kenne ich gut 😄 , wir haben´s auch so gemacht - lesen, fragen, zweifeln, dann vor Ort keiner weiß nichts genaues, dann fährst du ins Gelände, Check-point in irgeneinem Village: "keine Ahnung wie der Fluss ist", Escarpement runter - hoffentlich müssen wir hier nicht wieder hoch - dann NP-Eingang - "Keine Ahnung wie der Fluss ist", dann stehst du vor dem Mupamazi - hmmmm - Ok wir wagen es, 1/3 super - wir merken die Strömung schon extrem, dann plötzlich gehts plup und du hast das gefühl du fällst in ein Loch und dann sitzt die Karre mitten im Fluss drin toll (auf 3 m keine Spur mehr von Sandsäcken ) - vor zurück, vor zurück und nach endlosen gefühlten Mintuen macht es plup und irgendwie gehts doch vorwärts weiter und dann noch den Hang hoch HURRAAAAA! - Die Tagesform von Frauen sollte man nicht außer acht lassen. Ich bin viel gewöhnt, wir sind seit 15 Jahren nur Offroad unterwegs auch die gesamten Nordafrikanischen Wüsten durchquert, aber Wasser ist für mich was unberechenbares.....
Ich hab nur die ganze Zeit gedacht, wir bring ich blos dem Typ von der Autovermietung am Sat-Phone bei wo wir gerade sein Fahrzeug versenkt haben 😈 .....
Und dann fährst du endlose Kilometer und denkst hoffentlich wars dass und ich muss nie wieder durch den Fluss zurück 😐 ....

Ich denke November war die blödeste Zeit und wir wussten entweder haben wir Glück oder nicht, allerdings wenn du nicht gerade jemand triffst der durchgefahren ist wird dir niemand einen Rat geben, alle halten sich da raus.

Wenn ich Fotos von anderen Sehe zu anderen Jahreszeiten, dann scheint der Fluss klar zu sein und man sieht sogar die Sandsäcke liegen, bei uns wars eine braune trübe Brühe und durchlaufen nein danke - wir haben die Region gut erkundet und oberhalb lag wirklich ein Croc am Rand - also da läufst du nicht einfach durch .... 🤪

Fahr hin, schaus dir an und entscheide dann. Gut wärs wenn 2 Autos zusammen unterwegs sind und keinesfalls ohne Sat-Phone - ist meien Empfehlung.
Wir denken gern an die Tour zurück und lachen heute darüber aber an dem Tag war keinem von uns zum Lachen zumute und ich bin seit dem noch mehr "Wasserrespektgeschädigt" als je zuvor ....

Meines Erachtens werden die Sandpassagen - egal wo - immer als zu viel gefährlich beschrieben. DA hatten wir noch nie Probleme, Luft runter (und das ggf. ordentlich) und dann geht das - Sand ist berechenbar - ob im Khaudom, in trockenen Flüssen oder in Nordafrika ...

Ich weiß das hilft Dir jetzt garnicht, weil du willst die Strecke fahren - so wie wir auch es unbedingt wollten - und deshalb musst du auch deine eigene Erfahrung machen .... 😄 Und wahrscheinlich fähst du locker durch ... Ich wünsche es Dir weil schön war die Strecke schon ...

Also dann ...
Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu
1'920 Beiträge · seit 200826. Juni 2011 · #38
Streifenkarl schrieb:Hallo,
ich kann vielen Tips zustimmen und hier noch unsere Erfahrungen:

Escarpent und 05-Road: wir waren im November da und die Sandsäcke waren teilweise weggespühlt... Viel wasser und viel Adrenalin ...😃
Das Eskarpment runter keinesfalls nach Regen - dann hält nichts ....
weiteres s.u. bei SLNP


Ich wünsche weiter Spass beim Planen 😎
Martina
Hallo

gibt es dazu auch Bilder ????

LG Bloke
Themenstarter88 Beiträge · seit 200726. Juni 2011 · #39
Hallo Streifenkarl (Martina)

Deine langjährige und grossräumige und vielschichtige Afrikaerfahrung bewirkt tiefen Respekt und dein Nachlegen mit detaillierter Information ist einfach grossartig.
Und wenn ich über Chrigu noch erfahren habe, dass du (bisher leider erfolglos) noch Fotos nachschieben wolltest, dann darf ich jetzt einmal selbst einen Ratschlag erteilen: versuche es doch mit den Fotos noch einmal!
Denn nicht nur ich, sondern auch andere Fomis würden sich sehr darüber freuen.

...und wenn es an gewissen Orten in Sambia (Escarpment, Liuwa Plains, etc.) gemäss Einschätzung von euch oder von anderen Fomis sinnvoll wäre, nur mit zwei oder mehr Fahrzeugen aufzukreuzen, dann liesse sich auch die Idee einer Forums-Expedition in Sambia diskutieren. (Nimmt mich Wunder ob Chrigu oder ein Sambia-Kenner auf diesen Gedanken aufspringt).

Gruss von Girwal
97 Beiträge · seit 200826. Juni 2011 · #40
Hallo,
also noch ein Versuch, falls es nicht Klappt im Hauptmenu Bilder im Ordner "südliches Afrika" ist das Bild vom Mupamazi-River ...
Ich versuchs jetzt mit dem Einfügen mit der Nummer ....😳



Grüße von Martina
http://www.ticker.7910.org/deu