Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201013. Juni 2011 · #121
Sorry heute muss ich beim Berichten auschweifen!
DO.12.5.
Ohne Wecker geht heute gar nichts. Aber auf Elvis ist Verlass 🙂 . Viva Las Vegas schmettert er aus dem Handy. Wir haben sooo gut geschlafen. Heute früh geht es zu den Löwen, die hier auf der Farm ein zu Hause gefunden haben. Um 6.00 Uhr gibt es an der Lapa Kaffee und Kekse. Dort wartet Franko von AfriCat North Foundation auf uns. Und natürlich Reinhold, auch er wird uns begleiten. Wir düsen im Safarikarren los. Franko und Reinhold vorne, wir beiden ganz alleine hinter ihnen. Ein abenteuerlicher Tag liegt vor uns.
Zuerst halten wir an einer Schule, die auf dem Farmgelände errichtet wurde. Franko erklärt uns, dass die namibische Löwenpopulation die einzige in Afrika ist, die noch frei von FIV (Katzenaids) ist. Immer wieder türmen Löwen durch den defekten Etosha Zaun und reißen auf den angrenzenden Farmen Rinder. Der Zaun von Etosha ist alt, wird von Elefanten niedergerissen und Warzenschweine graben Löcher darunter. So gibt es immer wieder Schlupflöcher für die Löwen. Ein Rind hat einen Wert von ca. 1000 Euro. Wenn einem Farmer Rinder gerissen werden, und er sich nicht mehr zu helfen weiß, werden die Löwen geschossen. Die Regierung hilft den Farmern nicht! Die Löwen dürfen geschossen werden. Auch Fußfesseln sind erlaubt. Dort wirken circa 80kg Gewicht auf 1cm² Löwenfuß 😮 . Dann liegt der Löwe da und verendet elendig 😣 . Jedes Jahr werden so im Land ungefähr 50-60 Löwen geschossen. In Namibia leben noch circa 600-1000 Löwen. Die Erneuerung des Etosha Zaunes würde 250 Millionen Euro kosten. Franko von AfriCat versucht die Löwen zu schützen in dem er zu Farmern Kontakt aufnimmt, deren Rinder gerissen wurde. Er versetzt den Rinderkadaver mit Schlaftabletten (der Löwe kommt immer wieder zur Beute zurück). Wenn der Löwe benebelt ist, wird er richtig betäubt. Er bekommt ein Halsband zur Überwachung angelegt und wird ganz im Nordosten von Etosha wieder ausgesetzt. Der defekte Zaun wird an der Stelle repariert. Da die Regierung kein Geld hierfür bereitstellt, finanziert sich AfriCat selbst und aus Spenden. In der eigens errichteten Schule wird Kindern nahegebracht, wie wichtig der Erhalt des Löwen ist. Sie bauen mit den Kindern Krale auf Farmen, wo dann abends die Schafe oder Kühe hineingetrieben werden. Auf diese Weise schützen auch die Himba und Massai ihre Tiere. Nach diesen Informationen geht es auf zu den Löwen. Wir fahren ein Stück weiter, steigen aus und nähern uns dann ganz leise zu Fuß dem Löwengehege. Hier leben 3 Löwen und eine Löwin. Franko hat sie aufgezogen, als die Mütter erschossen wurden. Die Löwen leben auf einem Riesenterrain. Sie jagen selbst. Doch es wird auch zugefüttert. Heute haben die Löwen Esel(armer armer Esel 🙁 , heul!) zum Frühstück. Wir setzen uns direkt hinter einen Zaun. Als wir sitzen, wird eine Klappe aufgemacht, direkt vor unseren Köpfen + Oberkörpern. Jetzt trennt uns hier gefühlt gar nichts mehr von den Löwen 🤩 (außer einem Elektrozaun im Gehege 😗 ). Die Löwen sind teilweise nur 3 Meter von uns entfernt. Sie fressen und trinken. Laufen wahrlich majestätisch auf und ab. Wunderschöne Tiere. Der jüngste Löwe bekommt später einmal eine schwarze Mähne! Man sieht jetzt schon, dass er einmal der größte sein wird. Ich möchte unbedingt sehen, wie er sich entwickelt. In 3 Jahren bin ich wieder hier, spätestens. Wir schauen den Löwen eine halbe Stunde zu.
Danach gibt es Frühstück. Und was für eins. Selbstgebackene Brötchen 🤩 . Noch warm. Das beste Frühstück auf unsere Reise, nicht nur wegen der Brötchen. Überall unter den Bildern und der Deko an der Wand schauen halbe Echsen hervor 😁 . Man könnte meinen, auch sie gehören einfach zur Deko. Aber sie sind echt! Das ist voll lustig 🤪 .
Während wir so frühstücken, kommt Franko nochmal. Fragt, ob wir am Abend einen Game Drive machen wollen. Wir sagen ja, wenn wir mit nur 2 Leuten nicht zu wenig sind. Wir wollen schließlich keine Umstände machen 😊 . Franko erzählt, dass sie seit 4 Monaten 2 Nashörner auf der Farm haben. Die haben sie von der Regierung bekommen. Bis jetzt haben sie noch keine Touris zu den Rhinos mitgenommen. Er fragt uns, ob wir die ersten sein wollen! Was für eine Frage 😎 : YES!!YES!!YES!!. Klar kommen wir mit. Er sagt, er weiß nicht, ob es klappt. Sie würden die Nashörner suchen gehen. Würden sie sie finden, würden sie Reinhold, der mir uns den Game-Drive macht, anfunken. Dann könnten wir mit zum Rhino Tracking. Ob das gefährlich ist 🤨 ? Egal 😁 ! Wir haben schon so viel überlebt 😛 ! Dann schaffen wir das doch locker. Ich wünschte, es wäre schon Nachmittag, wir freuen uns total.
Um uns die Zeit zu vertreiben, wandern wir ein wenig durch die Gegend. Es gibt einen Rundwanderweg. Von einer kleinen Hütte aus können wir ein Wasserloch sehen. Aus dem Busch rennt plötzlich Familie Warzenschwein.
Kurz darauf folgt eine Schar Perlhühner. Wir schauen ihnen eine ganze Weile aus unserem Versteck zu. Weiter auf dem Weg genießen wir die Aussicht und nehmen einige Pflanzen unter die Lupe. Plötzlich habe ich fürchterlichen Durst 😵 ! Sowas blödes, kein Wasser dabei. Die Sonne brennt uns auf den Schädel, die Hüte liegen im Auto 😣 . Toll! Wie kann man so blöd sein 😗 ? Wir eiern die 1,5 km zurück durch den Busch 😵 und schaffen es gerade noch so zum rettenden Wasserhahn. Nach diesem Stress müssen wir erst mal Siesta machen.
Später geht’s an den Pool. Dort treffen wir auf Janet. Sie gehört zum Personal und ist total lieb. Wir schauen uns Pflanzen und Insekten an! Schauen in unserem schlauen Buch, was das alles so ist, was wir uns anschauen. Janet will wissen, welche Pflanzen es in Deutschland gibt. Sie ist so ein nettes Mädel.
Die Zeit vergeht wie im Flug und schon gibt es Kaffee und sausauleckeres banana bread. Reinhold taucht auch wieder auf. Er holt uns ab zum Game Drive. Ob Franko ein Nashorn für uns gesichtet hat, wissen wir nicht. Also fahren wir so durch die Gegend. Reinhold fährt und wir 2 sitzen erhöht hinter ihm im Karren. Ganz allein.
Wir sehen zur Abwechslung mal Warzenschweine 🤩 . Und diese hysterischen Vögel, Perhühner, die vorm Auto herlaufen wie gestört 🙄 . Anstatt einfach wegzufliegen, laufen sie je näher das Auto kommt umso panischer durch die Gegend. Nur immer dann, wenn ich sie filmen will, dann schlagen sie sich in den Busch 😐 ! Wir fahren und fahren. Und plötzlich ein Funkspruch! Unser Nashorn ist aufgetaucht. Reinhold steigert unser gemächliches Game Drive Tempo ins schier Unermessliche 🤩 . Er holt alles raus, was aus der Karre rauszuholen ist. Und so holpern wir Kilometer um Kilometer im Affenzahn durch den Busch. Heia Safari 😛 ! Unsere rasante Fahrt wird von Franko gestoppt, der irgendwann am Wegrand steht. Wir steigen aus. Er erklärt uns, was wir zu tun haben. Das Nashorn, das wir verfolgen ist das weibliche. Und wie kann es anders sein? Es ist ebsch 😛! Ganz leise sein! Okay! Immer hinter Franko herlaufen, letzter ist Reinhold! Kein Problem! Nur fotografieren, wenn Franko es erlaubt! Auch gut! Wenn das Nashorn auf uns zu läuft, hinter einen Baum stellen 🙄! AHA! Und wenn kein Baum da ist 😗 ? Wenn wir eine Schlange oder einen Löwen sehen einfach stehen bleiben! Was, wie bitte! Ach, ein Scherz 😄 ! Ich schaue Franko an und lache. Nein, kein Scherz 🤨 ? AHA 🙄 ! Und los geht’s. Wir laufen durch den Busch. Durch dichtes hohes Gras. Wie soll ich denn hier aufpassen, dass ich nicht auf eine Schlange trete? Ich sehe ja nicht, wo ich hintrete. Bin froh, dass Reimund vor mir läuft 😛 ! Wir laufen und laufen und laufen. Plötzlich bleibt Franko stehen und pfeift. Das macht er noch paar Mal. Bis er Antwort bekommt. Sein Tracker ist noch im Busch, hat das Nashorn in seiner Abwesenheit weiter beobachtet. Wir müssen aber schnell die Richtung wechseln, da wir im Wind stehen. So kann das Nashorn uns wittern. Wir laufen ein Stück weiter und dort treffen wir den Tracker. Und da unter einem Baum fast gar nicht zu erkennen, sehe ich den Hintern vom Nashorn. Doch plötzlich gibt uns der Tracker Zeichen zum Rückzug 😮 . Irgendwie sind wir dem Rhino zu nah gekommen. Ich halte mich an den Tracker, der sieht aus, als wüsste er, was er tut. Vorsichtshalber peile ich schon mal den nächsten Baum an 😉 . Ein Stück weiter sehen wir das Nashorn wieder. Wenn ich nicht wüsste, dass es da ist, würde ich es gar nicht sehen. Es hat die gleiche Farbe wie die Rinde des Baumes unter dessen Astgabeln es steht. Es wackelt mit den Ohren. Wir gehen noch ein Stück weiter und plötzlich rast es circa 30 m vor uns vorbei 🤩 . Wahnsinn. Schnell ist es, und es ist eine gewaltige Masse, die da in Bewegung ist. Wir sind völlig fasziniert. Um die Schlangen habe ich mir schon lange keine Gedanken mehr gemacht, so aufregend ist dieses Nashorn. Leider ist es schon nicht mehr weit bis zum Sonnenuntergang. Franko fragt, ob es schlimm ist, dass wir kein Foto machen konnten. Nein, ist es nicht. Wir wissen, was wir gesehen haben. Wir laufen alle zurück durch den Busch zum Auto. Franko und den Tracker setzen wir bei ihrem Auto ab. Es wird schon dunkel, als wir uns auf den Weg zurück zur Lodge machen. Reinhold stört das nicht, seine Sonnenbrille ist ein „MUSS“ 😎 ! Wir scheinen auf eher weniger genutzten Wegen unterwegs zu sein. Wir düsen auf einen Abhang zu, Reinhold will bremsen, die Bremse greift aber wohl nicht so richtig;) . Zum Glück sehe ich nicht, dass er die Kupplung durchtritt. Ich habe blindes Vertrauen zu ihm, denke , er wird schon wissen, was er tut. Schon rasen wir den Weg hinunter, und werden schneller und schneller 🤩 . Unten sehen wir ein großes breites Loch im Weg, dort wo es dann wieder berghoch geht, auf uns zurasen 🙄 . Ach Du Schande! Wir halten alles fest, was festzuhalten geht. Und dann rasen wir in dieses Loch, befinden uns einen Moment im freien Fall und setzten dann sauber wieder auf 🤪 ! Das der Karren in diesem Loch nicht umkippt, grenzt an ein Wunder. Reinhold dreht sich um, die Sonnenbrille noch immer auf der Nase, strahlt uns an und fragt: Everything allright 😎 ? JA KLAR 😄 ! Alles bestens. Wir lachen uns kaputt! Was für ein Höllenritt! Aber Spaß hat´s gemacht 😛 .
Zurück am Lagerfeuer trinken wir ein Bier. Reinhold und Janet sitzen bei uns. Sie wollen wissen, wo wir herkommen. Als wir sagen aus der Nähe von Frankfurt, sagt Janet sie hätte in ihrem Zimmer ein Poster von der Skyline von Frankfurt hängen, with the very big river! Sie meint den Main. Wir erzählen, dass wir auf dem Land leben. Das Reimund jeden Tag zur Arbeit 60 km hin und 60 zurück fährt. Das wir zum nächsten Supermarkt 8km zu fahren haben. Sie sagt, das gehen sie zu Fuß. Dann erzählen die beiden, dass die Menschen bei ihnen darauf angewiesen sind, per Anhalter zu fahren. Die nächste Einkaufmöglichkeit ist oft ganz weit weg. Viel viel weiter als 8 km. Und jetzt verstehe ich, warum überall im Land, oft unter Straßenschildern und an Kreuzungen so viele Menschen stehen oder sitzen.Sie haben fast alle keine Autos. Sie suchen eine Mitfahrgelegenheit um zum Einkaufen oder vom Einkaufen heim zukommen. Sie haben keine andere Möglichkeit.
Zum Abendessen gibt es heute Selleriecremesuppe. Oryxcordonbleu, Reis, gemischtes Gemüse, Kartoffelquiche, grünen und Tomatensalat. Das Essen ist wirklich ausgezeichnet und nur für uns allein. Zum Nachtisch noch Orangenpudding mit Kuchen und Sahne. Ein Gedicht.
Später in unserem schönen urgemütlichen Buschchalet schreiben wir Tagebuch und lachen uns kaputt über den heutigen Tag. Der Höllenritt mit Reinhold war schon genial 🤪 😄 . Hinter uns liegt ein wirklich lustiger und spannender Tag.
Heute haben wir unser Leben riskiert. Der Einsatz hat sich gelohnt!
Hallo Alex, eigentlich wollte ich Deinen Bericht "Zitieren", und nur ja ja ja darunter schreiben.😃 🤩 Die kavita Lion Lodge, hast Du so gut beschrieben, dass ich jeder Buchstabe bestätigen möchte. Janet, Franko, die Löwen die Lodge selber ,das Lagerfeuer, das Essen...... ich bin mir auch sicher, das wir dort nochmals hin möchten. Wir waren dort 2010. Das war wirklich ein schönes Erlebnis. 🤩
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
estefe690 Beiträge · seit 200913. Juni 2011 · #123
Hallo Alex, das war ja spannend. Hatte richtig Herzklopfen beim Lesen. Danke für Deinen tollen Bericht. Gruß Edith
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201013. Juni 2011 · #124
Hallo Cecile,
ich glaube ich habe die Kavita Lion Lodge damals auf Empfehlung von Dir gebucht. Das hat sich gelohnt. Da ist es wirklich wahnsinnig schön. Danke für den Tipp 😘 !
Hallo Edith,
ja das war für uns ein ganz abenteuerlicher Tag und hat voll viel Spaß gemacht...😜
Lieb Grüße Alex
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201014. Juni 2011 · #125
FR.13.5
6.00 Uhr! Die Nacht ist für uns vorbei. Aber freiwillig. Vom Bett aus beobachten wir den Sonnenaufgang über dem Busch! Es ist eine Schande, dass wir dieses himmlische Fleckchen Erde schon wieder verlassen müssen. Als wir mit unseren 2x20kg plus Handgepäck zum Auto kommen, trauen wir unseren Augen nicht 🙄 . Unser schönes dreckiges Auto ist wieder weiß 😵 😵 ? Wir haben uns doch so eine Mühe gegeben, keine Pfütze auszulassen 😣 . Ein junger Mann steht da, Rodney heißt er, nur mit einem Eimer und Zeitungspapier bewaffnet. Oh Gott, der arme Kerl hat von Hand unser riesengroßes saudreckiges Auto geschrubbt 😊 . Wir dürfen gar nicht böse sein, weil unser Auto jetzt sauber ist. Schön artig bedanken wir uns, freuen uns ganz anständig über das saubere Auto 🙂 . Geben dem Mann eine Hand voll Dollar. Geben ihm noch ein paar Dollar mehr 🙂 . Ich gehe zur Lapa, will schon mal nen Kaffee trinken. Da kommt mein Mann und bittet mich mitzukommen. Rodney will ein Bild von sich und dem sauberen Auto 🤩 . Klar doch! Dann noch ein Bild von sich und dem sauberen Auto mit Reimund 🤩 . Machen wir! Dann noch ein Bild von sich und dem sauberen Auto mit Alex 🤩 . Auch gut! Wir werden ihm die Bilder schicken.
Es gibt ein genauso sensationelles Frühstück wie gestern. Mit den weltbesten warmen Brötchen. Dann müssen wir los. Aber ich komme wieder, will schließlich sehen, wie der schwarzmähnige Löwe aussieht, wenn er ausgewachsen ist. Um 8.50 Uhr verlassen wir die Kavita Lion Lodge. Wir fahren die C35 zurück Richtung Kamanjab. Plötzlich überquert eine riesige Giraffe die Straße und es folgt ihr ein Baby! Wie süß. Wir beobachten die beiden eine ganze Weile.
Weiter auf der C40 langweilen wir uns fürchterlich 😊 ! Teerstraße! Wie ungewohnt 🙄 . Gar nicht gut 🤨 ! Die nächste Gelegenheit nutzen wir und schlagen uns wieder in den Busch. Wir biegen ab auf die D 3248. Es gibt da oben entlang Etosha wohl jede Menge Farmtore, aber die nehmen wir gerne in Kauf, wenn wir nur nicht auf Teer fahren müssen. Zur Belohnung für die Farmtore, die ich anfangs alle gefühlten 3 Meter öffnen und schließen musste (manche Schließmechanismen sind echt abenteuerlich) machen wir einen letzten Frühschoppen mitten im Busch mit Aussteigen, bevor wir morgen nach Etosha fahren. Da darf man ja schließlich nicht aussteigen!
Irgendwann erreichen wir die Vreugde Guestfarm. Wir werden sehr sehr herzlich von Elsie und Danie Brand und deren Hunde begrüsst. Wir haben ein wirklich schönes Zimmer. Unter der Lapa trinken wir mit den Hausherren etwas und unterhalten uns mit ihnen eine Weile. Wirklich wahnsinnig nette Leute. Man fühlt sich sofort wohl. Den Nachmittag verbringen wir am Pool. Um 15.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen.
Danach starten wir mit Danie und seiner Schwiegertochter Rachel, sowie Bill und Lisa aus Texas zur Farmrundfahrt. Wir erzählen den beiden, dass wir schon in den USA waren, nur nicht in Texas. Sie wollen wissen wo. Wir berichten von unseren Motorradtouren, die wir da gemacht haben. Bill meint, es wäre total crazy, bei uns in Dschörmenie sei Helmpflicht. Bei Ihnen dürfte man ohne Helm fahren. Lisa sagt, wie bekloppt sie die Motorradfahrer ohne Helm findet. Wollen die alle sterben, fragt sie. Reimund versteht wohl nicht so richtig, was sie sagen 🤩 . Er freut sich total und sagt: Wir sind 5.500km ohne Helm gefahren. Ups 😊 ! Bill und Lisa gefriert das Lächeln im Gesicht, einen Moment herrscht Stille. Ich find´s lustig 😄 😎 . Später steigen noch 2 Kinder der Angestellten zu, die momentan Ferien haben. Die Farmrundfahrt ist sehr informativ, mal was anderes als ein Game Drive. Wir fahren an einen Stachelschweinbau. Dort finden wir unseren zweiten Stachel. Toll! Das Schwein zu den Stacheln haben wir noch nicht gesehen.
An einer Stelle auf dem Farmgelände liegen jede Menge kleine Steine herum, die da nicht hingehören. Bei den Steinen wurden Werkzeuge und Pfeilspitzen aus Stein gefunden. Familie Brand dachte immer, es würde sich hierbei um Hinterlassenschaften der San handeln. Ein Archäologe erklärte ihnen, dass es sich aber um Überbleibsel aus der Steinzeit handelt. Plötzlich schlägt Rachel panisch mit einer Hand aufs Führerhaus und ruft ihrem Schwiegervater zu, er solle sofort anhalten. Und dann sehe ich, was sie sieht 😮 😮 . Quer über dem Weg ein riesiges Spinnennetz. Und die dazugehörige Monsterspinne sitzt mittendrin.
Rachel sagt ihrem Schwiegervater, wenn er weiterfährt und die Spinne im Auto ist, springt sie raus! Ich hinterher 🤢 !Also gut! Einer der kleinen Jungs steigt aus dem Auto, nimmt einen Stock und entfernt das Netz. Dieses scheint sehr zäh und klebrig zu sein. Pfui! Ein Stück weiter sehen wir noch mehr solcher Netze zwischen den Bäumen.
Eine Spinne ist so wahnsinnig groß und dick! Mir läuft es eiskalt den Rücken herunter. Solche Mutanten existieren also tatsächlich 🙄 . Den Sundowner nehmen wir heute mitten im Busch samt Spinne in einer etwas sparsameren Ausführung als die zuvor.
Als wir zurück kommen, brennt bereits ein Lagerfeuer, an dem sich die Gäste vor dem Essen versammeln. Das Essen wird in Damara vorgestellt. So lange wie die Dame am Klicken und am Schnalzen ist, muss das Buffet 5 Kilometer lang sein 🤩 . Das Essen ist hervorragend. Kudufilet und Lammkeule, wirklich richtig gut. Wir sitzen mit Elsie und Danie am Tisch und es ist tatsächlich so, als würde man sich schon ewig kennen. Nach dem Essen gibt es noch eine Runde Lagerfeuer. Heute ist es schon 21.30 Uhr als wir ins Bett gehen. Jetzt ganz schnell schlafen, morgen ist Etosha angesagt.
Auch einen Freitag den 13ten haben wir in Afrika unbeschadet überstanden. Zum Glück weiß ich heute noch nicht, was ich morgen überleben muss!
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201015. Juni 2011 · #129
Hallo Fahamu,
ich geb mir Mühe schnell weiterzuschreiben. Blöd ist nur, beim Schreiben hat man das Gefühl, man erlebt den Urlaub nochmal. Also ist der Urlaub für mich bald zum zweiten Mal zu Ende....😮 😮 😮
@Carsten
Ganz am Rande hoffe ich, Du bist kein Eintracht Frankfurt 😗 😄
LG Alex
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201015. Juni 2011 · #130
SA.14.5.
Heute sind wir spät dran. 6.50 Uhr als wir aufwachen. Wir packen und gehen zum Frühstück. Um 8.30 Uhr verlassen wir Vreugde. Aber auch hier bin ich sicher, dass wir wiederkommen. Die Straße nach Okaukuejo ist geteert 😐 . Nein, das ist wirklich nichts! Leider haben wir keine Alternative 😣 . 20 Minuten später fahren wir durchs Anderson Gate in den Etosha Nationalpark.
Direkt hinter dem Gate ist das Ombika Wasserloch. Mein Mann meint, hier sehe es aus, als wenn Noah seine Arche ausgeladen hätte. Unendlich viele Tiere. Giraffen, Zebras, Gnus, Springböcke, Impalas….! Toll!
In Okaukuejo werden wir in der Rezeption sehr freundlich empfangen. Unser Zimmer ist noch nicht fertig, es ist 9.30 Uhr, zu früh! Doch dann tauscht die nette Angestellte unser gebuchtes Haus mit einem Haus, das in der Nacht vorher nicht belegt war. Also können wir doch ins Zimmer. Wir haben das WaterholeChalet Nr. 29. Ganz am Rand. Aus der Haustür können wir das Wasserloch sehen. Es ist nur ein paar Meter entfernt. Dort ist im Moment nur ein Springbock ganz allein. Wir haben ein superschönes Haus, sehr sauber und ordentlich. Es riecht auch total frisch hier.
Im Laden kaufen wir uns eine Map of Etosha, Windhoek Lager und Savannah light( das schmeckt uns besser wie Dry). Morgen ist nämlich Sonntag und es gibt keinen Alkohol zu kaufen. Gefahr erkannt-Gefahr gebannt 😎 . Auf dem Weg zum Sprokieswald sehen wir Herden von Springböcken und Zebras.
Haufenweise Gnus und einige Giraffen. Sekretäre marschieren dazwischen auf und ab. Die Zebras stehen überall auf den Straßen herum. Sind die schön!
Wir fahren weiter Richtung Ozonjuitji m´Bari. Plötzlich sichtet Reimund einen Elefant! Er steht circa 300 Meter von der Straße weg.
Er bewegt sich auf uns zu. Wir beobachten ihn eine Ewigkeit. Sonst ist niemand hier.
Irgendwann ist er nur noch 50 Meter vom Auto weg 🤩 . Wahnsinn ein Elefant und so nah. SOOOOOOOOO groß! Und wir ganz allein mit ihm. Toll! Wir schauen ihm noch ein wenig beim Mampfen zu.
Dann fahren wir weiter. Nach ein paar Kilometern ist die Straße für uns gesperrt. Wir müssen umkehren. Erst denken wir auf dem Rückweg, der Elefant ist weg. Doch da steht er wieder und zwar fast auf der Straße 🙄 !
Wir halten an. Circa 20 Meter vor uns überquert er die Straße 🤩 .
Wir sind total beeindruckt von diesem Tier und starren es an. Auf der anderen Seite bleibt er fast neben uns stehen und starrt zurück 🙄 . Auge in Auge mit einem Elefant. Wahnsinn 🤩 ! Was macht er denn nun 🤨 ?? Er schmeißt den Rüssel nach hinten über die Schulter, wedelt mit seinen 10 qm großen Ohren und springt vorne in die Höhe 😵 . Zwar schwerfällig, aber die Vorderfüße verlassen für einen kurzen Augenblick den Boden…...😮 AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH! Ein leichter Stich fährt mir ins Herz. Panik könnte man das nennen! Ich schreie nur noch: Fahr´,Fahr`,Fahr´! Reimund reagiert sofort und wir rasen mit Vollgeschwindigkeit davon. Wahnsinn! Aber das hat mal wieder Spaß gemacht 🤪 !
Nach diesem Schreck ist ein Toilettengang angesagt 😗 . Wir fahren zur Toilette. Reimund macht das Gatter auf. Drinnen gibt es 2 gemauerte Klohäuschen. Als wir die Tür an einem aufmachen, kommt uns eine große schwarze Wolke Schmeißfliegen entgegen 🤢 . Okay, ich nehme die Toilette hinter der Toilette, wie so viele andere vor mir. Dies wird das einzige Mal sein, dass wir einen solchen Toilettenparkplatz aufgesucht haben.
Weiter auf der Straße zurück nach Okaukuejo sind überall Zebras und Springböcke mit ganz vielen Babies. So süß! Dann sehen wir, wie 3 Schakale im Gras an etwas zerren. Um sie im Kreis herum sitzen 3 Ohrengeier und 10 Weißrückengeier. Daher also der Spruch: Die Geier warten schon 😉 . Die Schakale haben einen Springbock. Ein anderes Auto fährt näher heran und die Schakale hauen ab. Sofort stürzen sich die Geier wie Wahnsinnige auf das Aas. Doch 1 Schakal kommt zurück. Er vertreibt die Geier. Sie müssen weiter warten. Die Geier haben aber vor einem einzelnen Schakal anscheinend nicht lange Respekt. Sie kommen immer näher. So haut auch der letzte Schakal ab und überlässt der immensen Überzahl an Geiern seine Beute.
Kurz vor Okaukuejo sehen wir ungefähr 300m entfernt noch 2 Elefanten.
Zurück im Haus fällt mir auf, dass es gar nicht mehr so frisch riecht 🙄 . Es riecht, als wenn 25 Liter Insektenvernichter versprüht worden wären 🤢 . Sehr merkwürdig! Wir kochen uns einen Kaffee und gehen ans Wasserloch. Außer einem Gnu leistet uns niemand Gesellschaft 🙁 .
Als die Sonne untergegangen ist, gehen wir zurück ins Haus. Zufällig schaue ich auf mein Bett und was sehe ich da 🙄 ? Durch die kunstvoll drapierte Bettdecke krabbelt eine Riesenspinne 😵 ! Das darf ja wohl nicht wahr sein. Ich befehle meinem Mann, diese Spinne sofort zu entfernen. Und was tut er? Er holt den Foto 🤩 ! Ich glaub ich spinne. In einer Seelenruhe will er das Ungetüm fotografieren. Ich bekomme Zustände. Ach 😠 ? Der Akku vom Foto ist leer 😠 ? Der Herr muss erst den Akku wechseln 😠 . Mein lieber Mann, wenn Du nicht sofort diese Spinne entsorgst, passiert hier was 😈 . Okay, er beugt sich seiner völlig hysterischen Frau 😣 und entfernt das Monster. Wie soll ich denn hier nur schlafen? Ich beschließe diese Bude zu verlassen, zum Essen zu fahren. Auf dem Weg zum Auto sehe ich eine riesige Tarantel auf dem Weg sitzen und schreie los 🤩 . Umsonst! Die Tarantel war ein Grasbüschel 😊 . Ach so.......hat im Dunkeln aber schwer nach Spinne ausgesehen 😊 . Im Restaurant gibt es Buffet. Das Fleisch wird nach Auswahl gegrillt. Mir gefällt das Fleisch nicht. Ich esse nur Beilagen. Ich würde das Essen mit einem eher schlechten Kantinenessen bei uns vergleichen. Man isst es, weil man Hunger hat. Man kann es essen! Mehr aber auch nicht. Der Koch ist wahnsinnig lustig 😁 . Seine Stimme hallt die ganze Zeit durchs Restaurant : Your Wellkamm, Inndschoi your dinner! So geht es pausenlos. Mein Mann schenkt mir in weiser Voraussicht immer wieder Rotwein nach 😎 . Er sagt permanent: Trink mal! Komisch 🤨 ! Als wir das Restaurant verlassen steht nur 2 Meter von den besetzten Tischen entfernt ein Schakal und bettelt! Wie süß! Zurück im Zimmer verliere ich fast den Verstand. Da sitzt 3,5 Meter über dem Bett eine fette Spinne an der Wand 😵 . Reimund hatte sie schon gesehen, bevor wir zum Essen gingen. Er dachte, wenn ich genug Rotwein getrunken habe, sehe ich sie nicht mehr 🙄 . So viel Rotwein kann ich gar nicht trinken 😊 . Nach 18 Tagen bin ich nun endlich in meinem Afrikaalptraum angekommen. Dankeschön. Ich nehme mir ein Bier aus dem Kühlschrank und gehe zum Wasserloch. Dort werde ich heute schlafen! Auf einer Bank, wie ein Penner!
Ganz langsam nähert sich ein riesiges Nashorn. Es steht am Rande des Wasserlochs und spiegelt sich im Wasser. Das sieht einfach nur fantastisch aus. Die Fotos leider nicht! Zurück im Zimmer ist sie immer noch da, wo sie war. Die ekelhafte Spinne 😵 . Gut! Dann weiß ich wenigstens, wo sie ist. Sie ist ganz flach. Es ist eine Mauerkrabbenspinne, sagt mein Buch. Toll! Wir verbarrikadieren uns unterm Moskitonetz. Keine 2 Minuten später schnarcht mein Mann in den hellsten Tönen 🤩 . Auch toll! Ich habe das Licht an, liege verkrampft auf meinem Kopfkissen, behalte meinen Feind im Auge. Na dann mal Gute Nacht.
Nun haben wir uns so vielen Gefahren gestellt, nur um am Ende doch noch zu scheitern?
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201015. Juni 2011 · #131
@Casimodo
Sorry Carsten habe ein Wort vergessen. Ich meinte, hoffentlich bist Du kein Fan der Eintracht Frankfurt, sonst gefällt Dir der Reisebericht bald bestimmt nicht mehr 🤩 😗 😄
LG Alex
Eintracht545 Beiträge · seit 200615. Juni 2011 · #132
Hallo Alex,
ich bin zwar nicht Carsten, aber ich lese deinen Reisebericht auch sehr gerne.
Ich hoffe, deine nächsten Teile werden für mich nicht zu hart!?
Einträchtliche Grüße
Sanne2'462 Beiträge · seit 200615. Juni 2011 · #133
Um Deine Spinnenerlebnisse beneide ich Dich wahrlich nicht 😊 Sooo hysterisch kannst Du aber nicht sein, wenn Du Deinen Mann nicht unter Androhung körperlicher Gewalt gezwungen hast, das Viech von der Wand zu holen. Ich habe da immer glänzende Ideen, wie mein liebster Gatte Stühle und Tische übereinander drappieren kann, um auf denen zu balancieren - sollte er so vermessen sein und verkünden: "die ist zu weit/ zu hoch/ unerreichbar!" 😉
Memo an mich selbst: dem lieben Gott danken, dass er mich weitestgehend mit Spinnen in Afrika verschont hat und meinem Mann danken, dass er akzeptiert, dass ich beim besten Willen nicht schlafen kann, während ich versuche, eine Spinne im Auge zu behalten 🙂
Dein Bericht ist so schön, Du beschreibst Eure Eindrücke so liebevoll, dass man Dich/ Euch richtig vor Augen hat und irgendwie immer glaubt, man sei es selbst. Ich bedaure auch, dass Euer Urlaub bzw. der Bericht irgendwann ein Ende haben muss.
PS: Ich habe schon schlechtere Gründe für eine zweite Reise nach Namibia gehört als die Suche nach "Holzsteinen" 😉
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
casimodo4'528 Beiträge · seit 200715. Juni 2011 · #134
Hi Alex,
ououououou..... da hast Du jetzt was angerichtet. Das hochpolitische Thema Fussball ! 🤩 🤩 🤩
Ich traue mich gar nicht da eine richtige ANtwort drauf zu geben 😵 😵 😵
Ich arbeite in Offenbach und freue mich, wenn ein hessischer Verein mal ein Spiel gewinnt. Und da das selten funktioniert, freue ich mich auf den nächsten Afrikaurlaub.
Übrigens funktioniert das mit den Spinnen ganz gut als Therapie. Nach den ersten drei Afrikareisen war ich mir sicher, daß Spinnen in Nam uns SA ausgerottet sind. Ich habe echt einen riesigen Schiss. In Mahangu hat meine Frau mich dann im Angesicht dreier Riesen-Flatties ( Tarantula war lächerlich klein gegen die 😉 ) dadurch gerettet, daß sie das Mosquitonetz am Einzelbett rundherum unter meine Matratze steckte. Wenn morgens eine am Netz gesessen hätte..... wäre ich Heute noch in der Schockstarre. Nach mehreren solcher Erlebnisse ist es mit der Angst tatsächlich besser geworden. Beim Gamedrive im offenen Landy fuhr unser Ranger dann rückwärts in ein Monsterspinnennetz und eine mordlüsterne weitere Tarantula waberte im Netz kurz vor meinem Kopf rum 🙄 🙄 🙄 Sie hat mich aber Gott sei Dank Leben lassen.
Maria 58186 Beiträge · seit 201015. Juni 2011 · #135
Hallo Alex, erst mal großes Kompliment für Deinen supertollen Reisebericht. Bin immer gespannt auf eine neuen Bericht. Deine Spinnengeschichte kommt mir so bekannt vor. Auch ich musste einmal auf der Farm Eileen eine Nacht mit einer Spinne über meinem Bett verbringen, ohne Moskitonetz 😠 😠 Auch mein Gatte brummte neben mir friedlich. Aber die größte Spinne die mir begegnet ist ( auch wieder über meinem Bett ) war in Südafrika. Habe sie aus gebührendem Abstand geknipst und dann die Besitzerin gebeten sie doch bitte zu entfernen 😕 Werde mich wohl niemals mit ihnen anfreunden können. Liebe Grüße Maria
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201016. Juni 2011 · #136
Guten Morgen 🙂
erst mal vielen Dank an alle fürs lesen...
@ Eintracht Ich hoffe, Du kannst es verkraften 😉 😛
@Sanne Zu dem Zeitpunkt, als wir ins Bett wollten, hatte ich bereits keine Kraft mehr meinem Mann zu erklären, dass die Spinne weg muss... 😉 . Ich drohe in solchen Situationen immer mit Scheidung.....noch wirkt`s 😄. Fragt sich nur wie lange noch, bis er sagt : Ja gut, dann machen wir das 😛
@Casimodo Schön, dass es auch Männer gibt, die so eine ekelhafte Abscheu vor Spinnen haben...wenn ich in dem Auto gesessen hätte und die Spinne vor Augen gehabt hätte 😵 , wäre Psychatrie angesagt gewesen!!!! Wer weiß, ob ich jemals wieder rausgekommen wäre 🤩 Wir wohnen in einem kleinen Dorf am Rande des Taunus...
@Maria AAAAAAh, Deine Spinne ist ja viel schlimmer als meine Spinne. Ich finde die echt gruselig.... Aber ich muss zugeben, dass ich mir das mit den Spinnen eigentlich viel schlimmer vorgestellt hatte....man sieht zum Glück nicht so viele. Und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...😜
ich liebe Deinen Bericht! Er bereitet mir immer wieder schöne Zeiten und ich freue mich immer mehr auf unsere erste Reise nach NAM! Worum ich Dich und all die anderen Reisenden aus diesem Frühjahr jedoch wirklich beneide ist, dass Ihr das Land so blühend und mit soooo viel Wasser erlebt habt! Aber vielleicht ist davon im September ja noch etwas da ?!
Bitte schnell weiter schreiben und ganz schnell wieder ins südliche Afrika reisen und einen Bericht schreiben - ich lese ihn gaaaanz bestimmmt !!!
DANKE !!!!!!!
Liebe Grüße aus dem Schwabenland, Antje im Namibiafieber 😉
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201017. Juni 2011 · #138
Hi Antje,
ich hätte auch nix dagegen gehabt, dass Land erst mal in seinem normalen Zustand zu sehen. Ich liebe nämlich die Wüste. Aber man kann das ja nachholen .😁 . Du hast es gut, Du darfst bald weg. Freu Dich, das wird ein tolles Erlebnis.
LG und viel Spaß beim Weiterlesen Alex
Alex0807Themenstarter351 Beiträge · seit 201017. Juni 2011 · #139
So.15.5.
Gegen 5 schrecke ich zum 745ten Mal in dieser Nacht hoch. Geschlafen habe ich so gut wie gar nicht. Reimund bestand um Mitternacht darauf, dass ich nun endlich mal das Licht ausmache 😠 . Kein Verständnis hat dieser Mann für seine völlig verängstigte Frau. Ich habe Kopfweh, weil ich total verkrampft im Bett gelegen habe. Die Spinne ist weg. Wohin weiß ich nicht 🤨 ! Na super 😐 ! Mit unserem Kaffee gehen wir ans Wasserloch. Es sind leider nur 3 Schakale da, aber die Ruhe ist himmlisch. Beim Frühstück stehen wir ziemlich ratlos vor dem Buffet 🙄 . Nichts ist mehr da, es herrscht völlige Leere, noch nicht mal Kaffee ist zu finden. Wir überbrücken diese Phase mit dem letzten Muffin, der noch da ist. Kurze Zeit später ist alles wieder aufgefüllt. Danach fahren wir im Etosha ein paar Wasserlöcher Richtung Halali ab. So große Herden wie gestern sehen wir heute nicht. Aber immer wieder kleinere Gruppen an Springböcken, Oryxen, Impalas, Giraffen, Strauße, Zebras, Gnus und Kudus und Steinböckchen. Ein Schakal würde gerne einen Springbock frühstücken. Der Springbock weigert sich aber, sich verspeisen zu lassen 🤪 und so zieht der Schakal von dannen.
An einem Wasserloch beobachten wir 3 Marabus….komische Vögel 😛 !
Wir sehen 7 Kududamen und einen Kudumann. Warum sind es immer die Männer, die einen Harem haben 😠 ? Die Impalas sind in der Brunft. Die Herren hüpfen wie Hasen durch den Busch!Sie sehen von hinten zumindest so aus. Sie haben am Hintern so einen puscheligen hochgerichteten weißen Puschel 😊 ! Sieht lustig aus.
Da es nicht ganz so viel Wild zu sehen gibt, spielt mein Mann Zielschießen mit den Pfützen 🤩 . Auch so kann man sich die Zeit vertreiben. Unser armes Auto ist wieder total verschlammt, aber dieses Mal mit weißem Schlamm. Das fällt es aber leider nicht so auf. Aber das Kennzeichen ist nicht mehr zu erkennen 😎 . Das kann ja nicht schaden 😗 ! Ein Stück weiter in Richtung Namutoni finden wir kurz vorm Wasserloch Batia ein Auto, das im Schlamm stecken geblieben ist 🤩 . Die jungen Leute, die uns aus dem Auto zuwinken, waren mit uns zusammen auf der Delphin und Robbentour in Swakopmund. So trifft man sich in Namibia also wieder! In Schlammpfützen 😎 ! Wir steigen aus und schauen, ob wir ihnen irgendwie helfen können. Leider befindet sich in unserem Auto kein Abschleppseil 😐 ! Ein Witz 😠 ! Aber nicht zu ändern. Handyempfang gibt es auch keinen. Wir versprechen den beiden, Hilfe zu holen und fahren zurück an die Hauptstraße. Dort warten wir 15 Minuten, aber kein Auto kommt! Okay, dann fahren wir halt in Richtung Namutoni. Nach circa 10 km kommt uns ein schwerausgerüstetes Auto mit irischem Kennzeichen entgegen. Das halten wir an, selbstverständlich sind die Insassen zur Mission "Rettung aus der Schlammpfütze" sofort bereit. Die beiden Festgefahrenen sind froh, als Hilfe naht. Robert, so heißt der hilfsbereite Ire, hat an seinem Auto eine Seilwinde. Seine Frau geht in den Schlamm, ihr Schuh bleibt stecken 🙄 , den muss sie wieder freischaufeln. Der Schlamm ist total sumpfig und das Auto steckt richtig tief fest. Die Seilwinde schafft es aber, dass Auto herauszuziehen. Die beiden Iren sind seit 8 Monaten unterwegs 🤩 . Sie sind von Irland über die Ostküste Afrikas hinuntergekommen, fahren jetzt noch nach Botswana und beenden ihre Tour in einem Monat in Kapstadt. Das finde ich so toll 😎 ! Würde ich auch sofort machen!
Wir schlagen den schnellstens Weg nach Okaukuejo ein, es ist bereits 14.00 Uhr und wir haben noch ein paar Kilometer vor uns. Am Etosha Overlook endet die Pad im Wasser. Die Etosha Pfanne ist ein Meer.
Man sieht in der Ferne Tausende von Flamingos im Wasser stehen. Schön!
Kuhantilopen sehen wir auf dem Weg zurück. Aber Reimund hält nicht an, er sucht den Kick 🤪 ! Er will Elefanten! Den Gefallen bekommt er heute nicht mehr getan 😉 . Zurück am Okaukuejo Wasserloch sitzen wir mit einem Kaffee im Sonnenuntergang. Außer einem Springbock und einem Schakal in der Ferne ist nichts zu sehen. Wir sitzen hier, trinken unser Bier, freuen uns 😛 und stoßen darauf an, dass die Eintracht Frankfurt aus der 1. Fußballbundesliga abgestiegen ist 😗 . Das Leben kann so schön sein. Wir lauschen den Vögeln und den Grillen. Das Wasserloch ist voller Wasserschildkröten, die ihre Runden drehen. Dann ist die Sonne verschwunden. Beim Essen fühle ich mich heute völlig überfordert. Ich weiß gar nicht, was ich essen soll. Es gibt Muscheln, Tintenfischringe und Krebsfleisch 🤨 . Möchte ich nicht. Das Grillfleisch sieht auch verdächtig aus 🤨 . Folienkartoffeln und einen undefinierbaren Auflauf. Okay, dann esse ich Salat und ein Butterbrötchen. Doch was ist denn das für ein Salat, der da zwischen den anderen Salaten rumsteht 🤨 ? Komisch, schwarz und mit Zitronen garniert. Sowas hab ich ja noch nie gesehen. Ich schaue mal genauer hin…täusche ich mich, oder hat der Salat ganz ganz viele Beine 🙄 ? Nein, ich täusche mich nicht! Hier steht doch tatsächlich leckerer Raupensalat 🤩 ! Hey, das ist ja ein Ding 🤩 ! Sorry, aber ich glaub ich kotze 🤢 ! Mein Mann meint, er möchte gerne mal probieren. Ich verspreche ihm in aller Öffentlichkeit lautstark die Scheidung, wenn er das tut😈 ! Da mein Mann mich natürlich gerne behalten will 😛 ,isst er keine Raupen. Das mit dem Salat essen hat sich für mich dann auch erledigt. Der Salat der sich bereits auf meinem Teller befindet wird nicht gegessen. Mir ist gehörig der Appetit vergangen 🤢 . Ich esse mein Butterbrötchen und trinke 2 Bier! Auch satt 😎 ! Ein Eis hole ich mir noch zum Nachtisch. Am Buffet sind außer mir noch etliche Leute irritiert. Ich kann es nicht lassen, mich mehrmals laut darüber auszulassen, dass das tatsächlich Raupen am Buffet sind 😈 . Als wir das Lokal verlassen schaue ich nochmal in diese ominöse Schüssel 🤢 . Wirklich leerer ist sie nicht geworden.
Heute Abend kommen zum Wasserloch 15 Zebras. Ganz vorsichtig sichern sie das Gelände ab und nähern sich im Schneckentempo. Sie trinken nicht alle gleichzeitig. 4 stehen vorne und trinken, andere stehen mit dem Hintern gegen die Trinkenden und halten ihnen so den Rücken frei. Faszinierend! Wir sitzen ganz am Rande der Mauer. Uns nähert sich ebenso vorsichtig eine Frau. Sie geht noch ein Stück weiter. Plötzlich gibt sie komische Geräusche von sich 😮 . Erst denken wir, ihr ist es schlecht 🤨 . Raupen verträgt halt nicht jeder! Oder hat sie etwa zu viel getrunken? Doch was ist das 🤨 ? Sich übergeben und gleichzeitig fotografieren geht doch gar nicht 🤩 ! Was macht die da 🙄 ? AHA! Die hat ihr Gebläse eingeschaltet! Raupen sind für uns Europäer wohl schwer verdaulich! Zuviel Eiweiß! Mein Gott 😊 , manche Menschen haben wohl gar kein Schamgefühl!!??!!
2 Nashörner streifen durch den Busch. Sie wollen zum Wasserloch. Bis sie endlich am Wasser sind, vergeht fast eine ganze Stunde. Sie trinken und baden. Es ist sooooo schön, das zu beobachten. Und heute gelingt auch das Foto!
Als wir ins Zimmer kommen, sitzt oben unter der Decke an der Wand wie gehabt meine Freundin! Die Mauerkrabbenspinne! Die kann mich heute mal! Ich bin müde! Gute Nacht!