Vorsicht im Busch !

223 Antworten · 94,3k Aufrufe · gestartet 22. Mai 2011 von Alex0807
Bilder klein
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3'700 Beiträge · seit 200903. Juni 2011 · #81
Guten Morgen Alex,

herzlichen Dank für die Morgenpost! Deinen Frust und Deine Laune was Sossusvlei angeht kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch wir haben bedingt durch eine Autopanne einen ganzen Tag in Aus verloren und nur noch eine Nacht/Vormittag fürs Sossusvlei gehabt. Unser Gewitter hatten wir allerdings am Abend. Wahnsinnig tolle Bilder übrigens.

Vielen Dank und Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
Themenstarter351 Beiträge · seit 201004. Juni 2011 · #82
Hallo Marina,

ich hab seinerzeit Deinen Reisebericht verfolgt, Euch bedauert und meinem Mann gesagt : Stell Dir mal vor, sowas passiert 🙄 ! Das wär doch sch....😗

Und siehe da: Es ist dann auch uns so oder so ähnlich passiert....😁

Aber weißt Du, es ist dort so schön, egal bei welchem Wetter, dass wir gar nicht allzu großen Frust hatten. Wir haben dann das genossen, was wir geboten bekamen und das war auch gut.

Die nächste Reise nach Namibia muss nun halt doch nochmal das Sossusvlei beinhalten.

Schönes Wochenende und LG
Alex
4'528 Beiträge · seit 200704. Juni 2011 · #83
Hallo Alex,

ein echt toller,lustig und lebhaft beschriebener Bericht. Ich bin echt begeistert!

Wäre uns das gleiche in Klein Aus Vista mit THE ROCK passiert....... 🙄 dann würde meine
Frau jetzt vermutlich immer noch noch im Knast sitzen 😛

Ich finde das kleine Deck einfach unglaublich schön.

@ SASOWEWI - Du bist ja unromantisch 😉 😉 😉 Putzkammer, überbewertet... und dabei hatte ich immer so viel von Deinen Tips gehalten ! Und jetzt dieser Ausrutscher 😄

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
2'772 Beiträge · seit 200604. Juni 2011 · #84
Hallo Alex,

danke für Deine beeindruckenden Bilder und den toll geschriebenen Bericht. Auch wenn Ihr etwas enttäuscht von Sossusvlei ward, sieh es doch mal so: Tausende erleben das Sossusvlei trocken, das was Ihr erleben durftet sehen nicht so viele. Fazit: Ihr habt etwas Einzigartiges erleben dürfen. Bestimmt kommt Ihr noch mal wieder nach Namibia und dann könnt Ihr die Fotos machen, die Tausende vor Euch auch schon machen konnten.

Liebe Grüße
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
3'080 Beiträge · seit 200904. Juni 2011 · #85
@ Carsten:

ich wollte nur nett sein, dachte wenn mal jemand sagt das die Bude nicht so toll wäre ärgert sie sich nicht ganz so doll (natürlich ist das ein Highlight, aber man kann ja mal so tun als ob);)

Sasowewi
Themenstarter351 Beiträge · seit 201004. Juni 2011 · #86
@ Carsten
Ja, ich hätte denen in Klein Aus Vista auch am liebsten die Bude abgefackelt 😈 😗

@Pascalinah
Danke! Du hast Recht, zum Glück hat es wenigstens nachmittags nicht mehr geregnet.Wir haben das dann auch nachher mit Humor genommen, wie so oft auf dieser Reise

@Sosowewi

So So SO ?! Netter Versuch 😉

LG an alle
Alex
Themenstarter351 Beiträge · seit 201004. Juni 2011 · #87
FR.6.5.

Es ist 6.00 Uhr, bereits hell. Man sieht noch die Sterne funkeln, es ist absolut klarer Himmel (Gewitter reinigen die Luft). Danke 😠 ! Wie gemein! Hätte das nicht gestern sein können? Jammern hilft nichts. Wir sehen es mal von der positiven Seite: Wäre das Wetter gestern so gut gewesen wie heute, hätten wir niemals so lange ganz allein auf einer Düne sitzen können. Eine Freundin von mir sagt immer : Kein Schaden ohne Nutzen! Oft ist es tatsächlich so.

Wir packen unsere 753 Sachen und weiter geht´s! Erst zur Sossusvlei Lodge zum Frühstück. Dann ab auf die C 19 Richtung Swakopmund. Heute haben wir den km mäßig längsten Streckenabschnitt vor uns. Ursprünglich hatten wir einmal die Namib Desert Lodge. Doch die liegt circa 60km nördlich von Sesriem und wir wollten ja zum Sonnenaufgang in den Dünen sein. Also war uns das zu weit weg und wir hatten umgebucht. Dass es für uns an diesem Tag keinen Sonnenaufgang geben würde, konnten wir ja nicht ahnen.
Ausgerechnet heute fühlen wir uns nicht so gut. Ob es am verdorbenen Obst liegt 🤢 ? Ich will gar nicht mehr darüber nachdenken.

Unseren ersten Stopp machen wir in Solitaire.

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Es herrscht Großstadtatmosphäre 🙄 . So ungefähr 150 Leute sind da mindestens auf den Beinen.Diverse Busse in diversen Größen parken hier. Dabei ist es gerade erst kurz nach 9. Warum schlafen die nicht alle noch 🙂 . Wir tanken. Das Cafe hat noch zu und so gibt es für uns hier keinen Apfelkuchen. Im Laden schauen wir uns kurz um! Ich werd verrückt, es gibt 1Liter Colaflaschen aus Glas 🤩 . Wie früher bei uns! So eine muss ich meinem Sohn mitbringen. Ich sage ihm dann, die hätte uns ein Buschmann geschenkt, der sie unbedingt loswerden wollte (angelehnt an den Film : Die Götter müssen verrückt sein). Ich darf aber nicht , weil mein Mann meint, die wäre zu schwer, um sie mit heim zu nehmen 🤨 . Und ohne Inhalt? Nein auch zu schwer 😐 ! Och Mensch! Noch blase ich Trübsal, doch im nächsten Moment werd ich nochmal verrückt! Hinten im Souvenirabteil liegt das Fell einer Löwin mit präpariertem Kopf. Eine so in etwa 50 Jahre alte Frau kommt aus der Ecke und ruft quer durch den Laden zu ihrem Mann : „Hast du den Tiger da hinten gesehen?“ 🤩 Mein Geduldsfaden reißt just in diesem Moment! Am liebsten würde ich der Dame sofort Afrikaverbot erteilen, wenn sie noch nicht mal weiß, dass es Tiger hier nun wirklich nicht gibt 😣 ! 😄

Auf unserer Weiterreise erleben wir die Großstadtatmosphäre erneut. Komisch, wir sind doch vor den Bussen in Solitaire losgefahren? Oder gibt es noch mehr davon 🤨 . Drei Busse halten am Wendekreis des Steinbockes zum Fotostopp! Auf der Straße laufen hektisch ganz viele Menschen herum, die verzweifelt versuchen ein Foto unterm dem Schild „Tropic of Capricorn“ zu bekommen, wo sie allein zu sehen sind 😄 . Ich fürchte, viele werden hier keinen Erfolg haben. Wir fahren amüsiert weiter.

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Wir halten im Gaub Canyon unten am Wasser. Hier fließt sehr viel Wasser, alles ist ganz ganz grün. Auch wunderschön.

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Die 3 Busse wälzen sich in einer Karawane an uns vorbei. Unterwegs wird uns noch auffallen, dass die Busfahrer wie wahnsinnig durch die Gegend heizen 😮 ! Das Land rast an den Touris quasi im Zeitraffer vorbei. Wir sind wirklich nicht gekrochen, aber das eine oder andere Mal so von einem Bus überholt worden, dass wir nur darauf gewartet haben, dass der Fahrer den Bus umkippt.

An der District Grenze Windhoek/Swakop am Kuiseb Pass machen wir Pause und stoßen mit einem Windhoek Lager auf einen Bekannten von uns an, der heute 50 wird. Was geht es uns so gut! Wir sind so froh, dass wir nicht in Deutschland sind.

Und dann verstehe ich, warum die Springböcke Springböcke heißen. Sie springen! Und wie sie springen! Das sieht soooooooooo lustig aus. Es erinnert mich an das französische Stinktier aus den alten Bugs Bunny Filmchen. Das das ewig auf Brautschau ist und dauerverliebt, und immer so schusselig durch die Gegend hüpft. Doing Doing Doing 🤪 ! Nein wirklich, sie hüpfen ganz komisch, die Sprinböcke! So hoch und gleichzeitig so weit! Lustig! Dann sehen wir zum ersten Mal Warzenschweine. Meine Güte was haben die für Hauer!

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Wir fahren weiter über die D 1998 und die D 1995. Manche D-Straßen sind viel besser als die C-Straßen zu fahren. Von der C 28 biegen wir dann ab auf die 4x4 Piste Richtung Blutkuppe. Ich frage mich mehrfach (auch meinen Mann), ob das so eine gute Idee ist. Der Weg ist eng und teilweise sehr sandig. Wir schalten den 4x4 an. Dafür haben wir ihn ja. Und trotzdem fühle ich mich nicht gerade wohl in meiner Haut. Wir fahren mitten durch die Pampa. Machen wir zwar schon die ganze Zeit, doch ich habe das Gefühl, hier ist noch mehr Pampa. Irgendwann geht es so ein klitzekleines Stück bergab über Felsen, ziemlich eng, fast wie auf einer Treppe. Aber wirklich nur ein ganz klitzekleines Stück. Ich bekomme Schweißausbrüche, denke wir bleiben mit der Karre stecken 😐 . Dann sind wir beim Tinkas Camping. Man kann nicht erkennen, wann zum letzten Mal einer hier war. Und was man auch nicht erkennen kann ist, wo der Weg weiter geht. Es ist sehr schön hier, sehr idyllisch! Aber den Rest von meinem Urlaub möchte ich nicht hier verbringen 😉 .

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Ich überrede meinen Mann umzukehren. Man muss im Busch schließlich Vorsicht walten lassen.Wurde uns ja oft genug eingebläut 😄 ! Wir fahren die Treppe wieder hoch. Abrupt hält Reimund an. Auf dem Weg sitzt ein wunderschönes Chamäleon. Wir steigen aus und bewundern das Tier. Seine perfekte Tarnung hilft ihm nichts! Ja, wir sehen es trotzdem.Es will sich vom Acker machen, das ist aber für ein Chamäleon nicht so einfach. Es bewegt ein Bein, dann das nächste, aber es sieht aus wie ferngesteuert. Es könnte auch ein Roboter sein, so wie es sich bewegt. Ich finde, dass ist ein wahnsinnig tolles Tier.

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Und somit hat sich unser Ausflug auf der 4x4 Piste schon gelohnt. Es wird unser einziges Chamäleon sein, das wir auf dieser Reise sehen.

Wir fahren die C28 weiter. Richtung Swakopmund verändert sich die Landschaft immer mehr. Es gibt keine Berge mehr, kaum Pflanzen. Plötzlich sehen wir eine Welwitschia. Wir müssen natürlich anhalten und ein Foto machen. Auch für unsere Tochter, die Biologie studiert hat. Sie hat uns vorher schon ausführlich über diese Pflanze vorgeschwärmt.

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Richtung Swakopmund wird die Landschaft immer karger. Wir sehen riesige Flächen mit NICHTS!!!

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Wir sind seit fast 350 km unterwegs ohne ein Dorf oder auch nur eine Menschenseele zu sehen. Komisch! Bald werden wir wissen warum! Plötzlich steht mitten auf der Straße ein Schild : Durchfahrt verboten! Mein Mann fährt weiter. Ich sage ihm, dass da ein Schild stand. Er sagt Quatsch, das gilt für die andere Seite. Versteh ich zwar nicht, aber ich akzeptiere es. Und dann sehen wir Swakopmund! Und wir sehen Wasser, viel Wasser 🤩 ! Was wir nicht sehen ist eine Brücke. Wir stehen vorm Swakop . Der hat so viel Wasser, dass ein Durchkommen nicht möglich ist 🙄 . Auf der anderen Seite, weit weit weg, stehen auch Leute, die das Naturschauspiel bewundern wollen. Klasse.

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Wir müssen zurück nach Walvis Bay und dann an der Küste hoch. Es ist 16.00 Uhr. Na dann mal los.
Um 16.45 Uhr kommen wir nach 500 Tageskilometern im Orange house an. Für heute sind wir k.o! Wir bringen die Koffer ins Zimmer und fahren staubig zurück in die Stadt. Wir suchen das Brauhaus, sind aber heute irgendwie zu doof für alles und finden es nicht. Wir landen in der Kupferpfanne. Ein Lokal das gleichzeitig ein Museum ist. Leider darf man keine Fotos machen. Die Tische und Stühle sind alle verschieden , aber alle ist antik. Wunderschön gedeckt. Die Wände übersät mit Bildern. Gesammelt wird hier alles, was zu sammeln geht. Die Speisekarte allein ist so schön anzuschauen, dass man fast vergessen könnte, dass man Hunger hat. Aber das aller allerbeste ist : Es gibt JÄGERSCHNITZEL mit Pommes und Salat. Und es schmeckt toll. Meine Leibspeise, die ich immer und überall esse. Sollte irgendwann einmal ein worldwide Jägerschnitzeltester gesucht werden : Hier bin ich 🤪 !
Dem netten Mann, der auf unser Auto aufgepasst hat, geben wir ein paar Dollar. Als wir im Bett liegen , sind wir der Meinung, dass 500km an einem Tag in Namibia einfach viel zu viel sind. Und dann schlafen wir ganz schnell ein.

Auch heute haben wir den Kopf geschickt aus der Schlinge gezogen. Wir sind nicht zu bremsen. Unsere Odyssee geht weiter.
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2011
4'528 Beiträge · seit 200704. Juni 2011 · #88
@ Alex

Piet Swiegers von Klein Aus Vista ist eigentlich ein sehr netter. Bei unserem letzten Besuch konnten wir uns beim Abendessen länger mit ihm unterhalten. In erster Linie Allerdings deswegen, weil wir beim Ausflug zu den Wildpferden den ebenfalls sehr netten Marketing Manager von Namibia Tourism, Matthias Lemcke kennenlernen durften. Vom neuen Chalet stand da gerade die Bodenplatte.

@ SASOWEWI

Du bist ja Mal einer ! 🤪
Dachte schon, Du hättest ne komplette Geschmacksverirrung erlitten 😉 😉 😉
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3'080 Beiträge · seit 200904. Juni 2011 · #89
Jetzt seid ihr mir doch auf die Schliche gekommen 😊

Ich wollte nur nett sein....
Themenstarter351 Beiträge · seit 201005. Juni 2011 · #90
Moin,

@ casimodo
Wennn ich seinerzeit die Betsätigungmail von Piet dabei gehbat hätte, wäre ich ihnen so lange auf die Pelle gerückt, bis sie mir einen anderen Schlüsel ausgehändigt hätten 😈 . Die 3 einsamen Häuser waren zu dem Zeitpubkt ja noch frei.Aber wie gesagt, wir haben das verschmerzt. Ich fand es nur einfach nicht nett.

@ Sosowewi

Irgendwann kommt alles an den Tag 😛

LG
Themenstarter351 Beiträge · seit 201005. Juni 2011 · #91
SA.7.5.

Um 6.00 Uhr stehen wir auf und frühstücken.
Wir haben heute eine Seal und Dolphin Tour gebucht. Treffpunkt ist um 8.15 Uhr beim Tanker Jetty in Walvis Bay. Wir hatten die Tour von zu Hause aus vorgebucht. Zum Glück, am Vortag war das Wetter so schlecht, dass die Tour nicht stattfinden konnte. Wenn wir nicht vorgebucht hätten, hätten wir vielleicht heute Pech gehabt, weil zu viele Leute da waren. Das Wetter ist schlecht! Es nieselt, ist total neblig. Wir stören uns nicht daran, können es sowieso nicht ändern 😁 . Wir haben bei Levo Tours gebucht. Erst gibt es einen Kaffee und als alle da sind, geht es an Bord.
Wir haben ein kleines Boot, mit 2 Außenbordmotoren a 150 PS 🤩 ! Geil! Wie wir später noch merken werden.
Erst fliegt ein Pelikan direkt neben uns her.

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Dann landet ein Kormoran auf dem Arm des jungen Mannes, der unser Boot lenkt. Als nächstes besucht uns eine Pelzrobbe an Bord. Anfassen darf man sie nicht, sie mag
keine Menschen. Nur Fische! Man sieht es ihr an, dass sie uns nicht gerade toll findet, sie kuckt wirklich ganz grimmig 🙄 .

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Jedes Mal, wenn der Skipper einen Fisch ins Wasser wirft, gleitet die Robbe von Bord, holt ihn sich, ist aber im nächsten Augenblick wieder da. Besser gelaunt ist sie aber nicht, auch nicht nach 5 Fischen. Undankbares Geschöpf 😛 . Der Skipper wirft einen letzten Fisch ins Meer, die Robbe gleitet hinterher und der Skipper gibt Gas. Wir haben sie abgehängt. Kaum ist sie weg, kommt die nächste. Und die ist ganz lieb und voll süß. Man darf sie anfassen. Sie hat ganz dichtes Fell und fühlt sich wider Erwarten sehr warm an. Der Skipper streicht ihr Fell gegen die Wuchsrichtung und so stehen der Armen die Haare zu Berge.

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Sie leistet uns eine Weile Gesellschaft. Doch irgendwann geht auch sie wieder von Bord. Unser Skipper gibt nun mal so richtig Gas und wir rasen über den Atlantik. Das Boot jagt über die Wellen, klasse😜 ! Langsamer nähern wir uns einer Flamingo-Kolonie. Jedes Mal wenn wir zu nah kommen, fliegen sie ein Stück weiter. Es sieht unbeschreiblich schön aus, wenn viele Flamingos gleichzeitig wegfliegen. Ein Farbenspiel in der Luft das seinesgleichen sucht.

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Wir fahren an einem Boot mit Austernfischern vorbei. Die Austernkörbe müssen einmal im Monat aus dem Meer geholt werden. Dann wird jede einzelne Auster in mühevoller Kleinarbeit von Algen gereinigt. Sie würden sonst nicht weiter wachsen. Durch den Benguela Strom reifen die Austern in Namibia in nur 4,5 Monaten. Sonst überall auf der Welt brauchen sie doppelt so lange.
Nun machen wir uns auf die Suche nach Delphinen. Es ist ganz schön schwierig, die zu finden. An einer Stelle kreisen jede Menge Boote. Auch große Katamarane. Die Delphine lieben es in den Bugwellen zu schwimmen. Die Luftblasen die dabei entstehen sind für sie wie eine Massage. Und so versuchen nun alle Boote die Delphine zu locken. Und dann sind sie da. Zuerst sieht man nur eine Rückenflosse auftauchen.

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Doch dann schwimmen vor mehreren Booten Delphine. Sie sind immer zu zweit. Da sie nur kurz auftauchen, ist es schwer ein Foto von ihnen zu machen.

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Ein Katamaran sticht aus der Menge heraus. Er ist rot, von Mola Mola Tours. Doch an Bord sind nicht die Leute, die auch auf den anderen Booten sind. An Bord dieses Bootes sind nur Schwarze 🤩 . Und da ist es wieder : Alex was wunderst Du Dich? Du bist doch in Afrika(YES!YES!YES!!!). Und ich freue mich total, dass ich hier bin. Ja! Und die Menschen auf diesem Schiff haben viel mehr Spaß, als die auf den anderen. Reimund meint, sie wären betrunken 😉 . Nein, so ein Quatsch! Es ist noch früher Vormittag 😄 (Kein Bier vor vier!). Sie freuen sich über jede Welle, die ihr Boot zum Schaukeln bringt. Manche hüpfen mit jedem Schaukler mit und johlen dabei. Sie lachen und rufen und haben offensichtlich riesengroße Freude. Solche ehrliche Ausgelassenheit sieht man bei uns Weißen doch eher selten. Und darum beneide ich die Menschen auf diesem Boot fast ein bisschen. Sie leben, ohne sich Sorgen zu machen, wie man zu leben hat. Sie leben einfach. Und ich freue mich mit ihnen. Unser Skipper gibt Vollgas, wir heizen durch den Atlantik und hinterlassen dem Mola Mola Boot noch einige Schaukler, an denen sich seine Insassen austoben können 🤪 .

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Später fahren wir an einer Robbenkolonie vorbei. Ein Schakal treibt sich in der Nähe der Robben herum. Wir fahren ganz nah an den Strand. Der Schakal bekommt Fische zugeworfen und frisst sie auch. Zum Glück, dann lässt er wenigstens die Robben in Frieden

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Wir laufen auf einer Sandbank auf. Hier gibt es nun Sparkling Wine, diverses Fingerfood und Austern. Auf die Austern verzichte ich gerne. Der Wine, Yes, das ist was für mich! Reimund probiert die Austern. Aber er findet sie nicht gut. Sie sind glibberig und salzig, das ist alles. Sagt er! Ich finde das eklig 🤢 und beschließe, das Küssen vorläufig verboten ist. Wir haben ein paar Spanier an Bord, die fahren voll auf die Austern ab. Bitte schön, jeder so wie er will. Als das Picknick beendet ist, heizen wir mit unseren 300 PS voll Karacho zurück in den Hafen von Walvis Bay. Hey, klasse!So ein Boot werden wir uns auch kaufen 🤩 !

Zurück in Swakopmund stellen wir fest, dass die Geschäfte unter Mittag alle geschlossen sind 😐 . Nach unserem Besuch in einem Cafe, klappern wir dann alle Geschäfte ab, die geöffnet haben. Wir finden ein paar Souvenirs für die Familie daheim. Allerdings nur ganz leichte Geschenke. Größe ist egal, das Gewicht ist entscheidend 😛 . Ich möchte ja schließlich auch noch was für mich kaufen. Eigentlich müsste es eine Ausnahmeregel für kaufwütige Touristinnen geben. Die könnte so aussehen, dass man heim zusätzlich nochmal 20 KG mehr mitnehmen darf. Das würde die Wirtschaft in Namibia ungemein ankurbeln. Da es nicht so ist, haben die lieben Daheimgebliebenen gelitten und werden nur mit einem Pupsgeschenk abgespeist 😛 .

Ich möchte für über mein Sofa zuhause ein Springbockfell kaufen. Ja, das sieht bestimmt klasse aus! Vor uns liegt eins ausgebreitet auf der Ladentheke. Es ist wirklich schön. Aber es ist tot 🤨 ! Ich stehe ungefähr 5 Minuten davor! Nein, das sind so schöne Tiere! Wenn ich das Fell mit heimnehme, sehe ich dann immer einen toten Springbock 😮 . Ich lasse das Fell wo es ist. Lieber habe ich daheim kein Fell über dem Sofa, mache die Augen zu und sehe dann einen lebenden springenden Springbock vor mir.

Zurück in der Pension skypen wir zum ersten Mal im Leben. Mit unseren Kids! Hey, das ist cool! Wir sehen sie! Mein armes Töchterchen sieht ganz verhungert aus 😮 . Was bin ich für eine Rabenmutter, haue mir hier in Afrika ein Jägerschnitzel nach dem anderen in den Bauch. Meine Kinder daheim hungern. Im Gegensatz zu unseren Kindern sehen unsere Hunde wohlgenährt aus 🤩 ! Irgendwann wird es unseren Kindern zu langweilig sich mit uns zu unterhalten 😗 , sie beenden die Verbindung. Das finde ich gut, sie vermissen uns nicht - wir können hier bleiben, am besten für immer.

Heute finden wir das Brauhaus. Alle Tische sind reserviert. Keiner für uns. Ein 10 Personen Tisch ist noch knappe 2 Stunden zu haben. Nein Danke, den können sie behalten. Es gefällt uns hier auch überhaupt nicht. Wir finden das Brauhaus steril und ganz ungemütlich. Die Brauhäuser, die wir kennen, sehen anders aus. Wir gehen stattdessen in den Western Saloon. Viel gemütlicher. Ich esse ein super leckeres Jägerschnitzel mit Pommes und Salat. Wirklich empfehlenswert. Reimund isst Fisch. Auch super. Hey… und einen Jacky Cola genehmigen wir uns noch zum Nachtisch 😎 .
Um 20.05 liegen wir todmüde im Bett.

Die anfänglichen Zweifel sind lange verflogen! Auch in „Afrika“ stirbt man nicht so leicht. Überleben ist für uns zur Selbstverständlichkeit geworden!
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2011
Themenstarter351 Beiträge · seit 201006. Juni 2011 · #92
SO.8.5.

Um 5.30 Uhr sind wir wach. Nach dem Frühstück verlassen wir das Orange House. Tanken müssen wir noch, an den Geldautomat und schauen, ob eine Apotheke auf hat. Meine Medikamente sind leer, aber mein Schnupfen immer noch da 😣 . Im Notfall müssen wir uns mal einen netten Buschdoktor suchen.
Am Geldautomat möchte ich mich für die nächste Zeit mit Barem eindecken. An den 2 vorangegangenen Tagen war ich auch schon hier. Jedes Mal konnte ich dem Automat 4000 ND entlocken. Heute klappt das nicht. Der Herr der den Geldautomat beaufsichtigt, will mir helfen. Er fragt, welche Summe ich eingegeben habe. Ich schäme mich, es ihm zu sagen und tippe es ein. Er sagt, das geht nicht, zu viel 😊 . Es gehen nur 3000 ND. Warum das heute so ist, ist mir egal. Ich frage mich, wie lange der Mann für das Geld, das ich hier einfach so aus dem Automat hole, arbeiten muss. Mir tut das leid.

Die Apotheke hat erst ab 10.00 Uhr geöffnet 🤨 . So lange können wir nicht warten. Ich bin froh, dass wir Swakopmund verlassen können. Wir haben seit über 48 Stunden keine Sonne mehr gesehen. Es war nur diesig und feucht. Ich brauche Sonne!

Wir fahren die C34 an der Küste entlang. Unterwegs halten wir an einem Wrack an. Immer noch ist es neblig, hier passt das. Der Atlantik tobt und die Wellen brechen sich an dem Wrack. Wir gehen hinunter ans Wasser. Die Wellen durchspülen das Schiff. Ein bisschen unheimlich. Ich weiß nicht warum, ich denke an Antonio Bay- das Dörfchen aus dem Film „The Fog-Nebel der Grauens“. Sehr gruselig 😕 .

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Bald kommen wir nach Hentiesbaai. Ein schönes Städtchen. Das hatten wir nicht erwartet. Wir halten vor dem Sparmarkt. Die Apotheke hier hat auch leider zu 😠 . Reimund bleibt im Auto. Im Spar schnappe ich mir einen Sixpack Windhoek Lager, 2 Dosen Cola. Dann schaue ich eine Ewigkeit bei den Medikamenten. Ich finde Hustensaft, Halstabletten und Vitamin C. Okay! Das kaufen wir. Ich bin übrigens die einzige Weiße zwischen gut 40 Schwarzen und es stört mich überhaupt nicht. Das ungute Gefühl, dass wir am Reisebeginn hatten, ist völlig verschwunden. An der Kasse fällt mir auf, dass der Mann vor mir permanent auf die Kassiererin eingrummelt und ständig dabei zu mir schaut. Er kuckt mich ganz verkniffen an 🙄 . Ich frage mich, was ich verbrochen habe. Die Kassiererin sagt es mir dann : Sorry, we don´t sell beer on Sunday! Mist, hatte ich total vergessen 🤩 ! Aufgefallen! Ich entschuldige mich, der Sixpack wird zurück ins Regal gestellt und damit ist das Thema erledigt. Bier und Medikamente sind sowieso keine gute Kombination, rede ich mir selbst ein 😉

Wir biegen ab auf die D 1918 und nach guten 20 km kommt endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Herrlich. Wir wollen zur Spitzkoppe. Auf der D1925 wird unsere Fahrt von einem Tor unterbrochen. Aus einer zerfallenen Hütte ohne Dach ein paar Meter weiter eilt ein älterer Mann heraus und macht uns das Tor auf. Und nicht nur das, er will Mineralien verkaufen. Reimund steigt aus. Ich bleibe mal lieber im Auto. Da kommt aus der Hütte noch ein Mann heraus 🤩 . Okay, dann steige ich auch aus 😎 .2 gegen 2 😄 ! Wir schauen uns die Mineralien an. Als ich mit Reimund Deutsch rede, fängt der erste Mann an, ein gebrochenes Deutsch zu reden. Er sagt, wenn er mich reden hört, fallen ihm seine Deutschkenntnisse wieder ein. Und dann :AAAAAAhhhh! Plötzlich sehe ich lange Beine zwischen seinen Steinen auftauchen 😮 , es erinnert mich an den Film Tarantula, als die Riesenspinne über die Berge gekrochen kommt 🤪 . Panik überfällt mich, ist sie das jetzt meine gefürchtete Spinne? Der Mann lacht, schnappt sich das Vieh an einem Bein, schaut es sich an lacht wieder und wirft es mit elegantem Schwung weit hinter sich in die Pampa 🤩 . Die arme Sattelschrecke hat das eigentlich nicht verdient. Wir hatten jetzt einige Tage keine Schrecken mehr gesehen. Hier sind sie dann wieder. Ganz tief in mir weiß ich aber, dass meine Spinne schon auf mich wartet 😗. Ein paar Steine kaufen wir den Männern ab. Sie fragen, ob wir auch ein bisschen Brot für sie haben. Nein Brot nicht, aber Kekse. Wir geben ihnen Kekse und Wasser.

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Nicht viel später kommt das nächste Tor. Wieder sollen wir einkaufen. Kleine Kinder halten uns Traumfänger hin. Nein, schweren Herzens fahren wir weiter. Wir können nicht überall anhalten.

Die Spitzkoppe ist sehr schön. Glatte Felsen in einem satten Rotton. Hier könnte man den Rucksack packen und losziehen.

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Weiter Richtung Usakos gibt es am Straßenrand unheimlich viele Stände mit gebastelten Sachen. Überall winkt man uns, wir sollen anhalten. Wir sehen auch viele ganz einfache Unterkünfte aus verrostetem Wellblech gebaut. Esel gibt es hier wie Sand am Meer. In allen Größen und Farben.

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Generell ist uns in den vergangenen Tagen schon aufgefallen, dass viele Schwarze einem direkt anschauen, wenn man vorbeifährt. Hebt man die Hand zum Gruß, strahlen sie übers ganze Gesicht, freuen sich und winken zurück. Nur ganz ganz wenige grüßen nicht.

Richtung Ameib Ranch müssen wir zwei breite ziemlich nasse Flussbetten durchqueren. Vor dem einen steht bereits ein Auto. Wir schauen die Frau an, sie lässt die Scheibe herunter und sagt zu uns : Ich versuchs mal. Uns scheint, sie ist einheimisch. Sie fährt los und lenkt das Auto mit Schmackes durch den Fluss.

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Auf der anderen Seite steigt sie aus und gibt uns Zeichen, wir sollen folgen. Das tun wir.Mein Gott, schwimmt das Auto! Die Frau zeigt an, Reimund soll ein wenig mehr Gas geben. Das Auto schlittert durchs Wasser 🤩 , ich bin froh, als wir auch drüben sind.

Auf der Ameib Farm empfängt uns eine sehr nette alte Dame. Eine Frau zu der das Wort Dame noch passt. Sie erklärt mir, wie wir zu Phils cave und Bulls Party kommen. Wir reden noch einen Moment über das komische Wetter. Sie fragt, wo wir weiter hin wollen und erklärt uns, wo wir auf den Straßen vorsichtig sein müssen. Dann ziehen wir los. Phils cave heben wir uns fürs nächste Mal auf. Wir fahren zu Bulls Party. Dort schlagen wir uns ein paar Meter durch den dichten Busch. Dann kraxeln wir die Steine hinauf. Oben angekommen sind wir überwältigt von der Schönheit der Natur hier : Überall liegen riesige Felskugeln herum, umrahmt wird das Ganze von wunderbar zerklüfteten Berge. Zwischen den Steinen ist alles schön grün. Traumhaft. Es würde uns nicht wundern, wenn im nächsten Moment ein Dinosaurier auftauchen würde. Wir kommen uns vor wie in einer anderen Welt.

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Zurück auf der Farmausfahrt sehen wir zum zweiten Mal auf dieser Reise Giraffen. Noch zählen wir sie 😁 . Ein Stück weiter auf der D2306 steht ein Esel am Straßenrand. Ich denke, oh der hüpft aber lustig. Dann stelle ich mit Entsetzen fest, dass ihm die Vorderfüße gefesselt sind 😮 . Und so hüpft der Arme Stück für Stück mühsam über die Straße. Das tut mir in der Seele weh! Ich kann aber auch verstehen, wie wertvoll so ein Esel für manche Menschen ist, und dass sie es sich nicht leisten könne, dass er abhaut.

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Auf AiAiba angekommen, steige ich aus dem Auto aus und sehe etwas, wovon ich gar nicht wusste, dass es sowas gibt! Einen riesigen Tausendfüßer- gute 20 cm lang und mindestens so dick wie mein Daumen. Ein wahnsinniges Vieh! Ich habe so einen Spaß mit dem Wurm, dass ich die 2 Damen am Empfang mit dem Welcome Drink völlig vernachlässige. Der Tausendfüßer hinterlässt im Sand eine Spur, als wenn jemand ein Matchboxauto durch den Sand geschoben hätte 🤩 . Fantastisch 😄 !

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Die beiden Frauen am Empfang lachen über mich, weil ich das Tierchen so toll finde 😉. Aber was noch viel toller ist, ist unser Unterkunft hier. Wir glauben, wir sind im Paradies. Wahnsinnig nettes, gut gelauntes Personal. Tolle riesige Zimmer, von einer Sitzecke vor einem großen Fenster kann man den Sonnenuntergang beobachten, ebenso aus dem Bett. Wunderschöne Landschaft. Und Ruhe! Wir finden es jetzt schon schade, dass wir nur 2 Nächste bleiben. Es sind nicht viele Gäste da, außer uns nur noch 2 Männer und ein ca. 11 Sitzer Bus. Die werden wir aber nur zum Abendessen sehen. Wir sehen eine Felsagame, die sind momentan in der Brunft. So hat der Mann einen knallorangenen Kopf und Schwanz und einen lila Körper.
Zum Sonnenuntergang sitzen wir auf unsere Veranda, genießen die Ruhe und die wahnsinnig schöne Aussicht.

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Zum Abendessen gibt es eine Springbocksuppe, Oryxgeschnezeltes mit Nudeln und Gemüse, zum Nachtisch Vanilleeis mit Beerensoße. Das Essen ist ausgezeichnet, das Beste, was wir bis dato in Namibia serviert bekamen. Das Busreisegrüppchen hat einen Herrn dabei, der sich wahnsinnig gerne reden hört. Er leiert in einer dermaßen monotonen aber lauten Art seine Weltanschauungen hinunter, dass man nur schon vom ungewollten Zuhören aggressiv werden könnte 😈 😗 . Ich bin froh, dass wir nicht mit so einer anstrengenden Gruppe unterwegs sind. Wir vertagen die anstrengenden Gespräche auf nach dem Urlaub.

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Da wir uns ums Überleben keine Sorgen mehr machen müssen(abgesehen von ein paar klitzekleinen Ausnahmen), schlafen wir völlig entspannt und glücklich ein.
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2011
Themenstarter351 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #93
MO.9.5.

Wir wachen auf und beobachten vom Bett aus, wie es hell wird. Gemütlich gehen wir zum Frühstück! Einer der anderen Gäste nimmt seinen Kaffee am Pool. Wie er uns später sagen wird, konnte er den Herren mit der Leierstimme aus der Busgruppe, der uns gestern schon auffiel, heute Morgen nicht ertragen 😛 .
Diese Lodge ist echt ein Traum. Auf der Wiese vor unserem Tisch kommen 2 Warzenschweine mit 4 Schweinekindern. Sie grasen hier. Wir beobachten sie eine ganze Weile.

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Als Reimund den Fotoapparat auslöst, hauen sie ab. Sie sehen schlecht, aber hören dafür umso besser. Die Busgruppe ist abgereist und wir werden heute nur 4 Gäste sein. Eine der Bedienungen ist ein sehr hübsches Mädel. Sie spricht zwischendurch immer mal wieder Damara 🤩 . Klasse. Sie ist so fröhlich, das ist ansteckend. Die würde ich gerne mit heim nehmen. Als meine Schwägerin 🤪 (wie mein Bruder das findet, ist mir egal). Aber wir haben ja das Problem mit den 2x20 Kg 😠 . Wir werden sie lassen, wo sie ist. Wir würden sie ja quasi aus dem Paradies vertreiben. Das wäre gemein von uns.

Circa 3 km entfernt ist ein Living Museum der San. Dort fahren wir nun hin. Am Eingang steht ein ganz kleiner, ganz verhutzelter, ganz alter Mann. Aus dem Busch kommen zwei Frauen mit Babies. Wir können uns an Hand eines kleinen Kataloges aussuchen, was wir machen möchten. Wir entscheiden und für einen Bushwalk. Die drei San diskutieren eine Weile klickend und schnalzend herum 🤨 . Dann geht der Alte in eine Höhle und kommt mit Bogen und Köcher zurück. Er deutet uns an, ihm zu folgen.

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Und ab geht es mitten durch den Busch, er barfuß vor uns her. Über Stock und über Stein, bergauf und bergab. Zwischendurch bleibt er stehen und isst orange Perlen von einem Strauch. Ich probiere das auch. AHA 🙄 ! Schale mit Kernen in der Mitte 🤩 . Soso! Ihm scheint´s zu schmecken. Mir nicht 🤢 . Er hält ein Stück Holz hoch, zeigt auf einen Baum, dann haut er das Stück Holz auf seinen Köcher 🙄 . Was er uns sagen will 🤨 ? Keine Ahnung. Er zeigt auf ein Loch im Boden. Ich sage Falle. Und er sagt :JA, Falle! Gut, das haben wir verstanden. Er zeigt auf einen Fels, sagt etwas. Ich frage: Granit? Er strahlt und sagt: JA! Gut 🤩 ! Ich verstehe ihn jetzt 🤩 . Doch dann schaue ich weiter oben auf den Fels. Von wegen Granit, er meinte die Zeichnung 😗 😣 .

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Er sagt einfach zu allem JA, was wir sagen oder fragen 🙄 und freut sich dabei. Er heizt wie ein wilder durch den Busch vor uns her, wir können kaum mithalten, uns hängt die Zunge schon auf dem Boden. Wir denken gerade, das Tempo halten wir nie im Leben 1,5 Stunden aus, da hören wir Stimmen im Busch. Und dann wird uns alles klar 🙂 . Da stehen im Busch 2 Weiße mit 3 Buschleuten, die waren kurz vor uns zum Bushwalk gestartet. Der jüngste der San spricht Englisch. Der Alte wollte sie einholen und uns zu ihnen bringen.Guter Mann 😎 !
Der EnglischSAN erklärt uns nun, aus welcher Pflanze sie Babypuder machen, welche gegen Magenschmerzen hilft und womit sie sich waschen. Dann machen sie zu viert Feuer.

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Sie bauen noch eine Falle. Dann bekommen wir erklärt, wo und wie sie jagen. Danach verlassen wir die Gruppe wieder und gehen mit unserem alten Hutzelmann auf die Jagd.

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Natürlich tut er nur als ob er einen Kudu jagt 😎 . Zurück am Dorf, hätt ich ja gerne einmal geschaut, wie die San leben. Doch ich konnte mich nicht überwinden, dorthin zu gehen und zu sagen: Jetzt kocht, jetzt tanzt, jetzt singt, jetzt bastelt Schmuck. Nein, ich hätte das Gefühl ich ginge in einen Zoo, in dem man Menschen anschauen kann 😊 . Wir zahlen und geben dem Alten noch ein paar Dollar zusätzlich. Er klatscht in die Hände und freut sich.

Zurück an der Lodge stellt mein Mann fest, dass im Profil seiner Schuhe dicke Dornen stecken, die mit Wiederhaken versehen scheinen 🤩 . Die Buschmänner müssen eine mindestens 12cm dicke Hornhaut an den Füßen haben. Unglaublich, dass die so einfach barfuß durch den Busch marschieren!
Jetzt haben wir frei und gehen zum Pool. Zur Abwechslung holen wir uns mal einen Sonnenbrand. Wir brauchen ja keine Sonnenmilch, sind ja schon braun 😎. Dachten wir 😗 ! Die Ruhe hier ist trotzdem einfach fantastisch.

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Später gehen wir uns umziehen für den Felsmalerei- und Sundownerdrive. Es fährt uns die Verwalterin der AiAiba Lodge. Eine ausgesprochen liebe und freundliche Frau. Zuerst schauen wir uns diverse Felsmalereien an.

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2 Kudus kreuzen unseren Weg. Große tolle Tiere. Ansonsten ist nicht viel Wild zu sehen. Es ist einfach zu dicht bewachsen und zu grün. Vor 14 Tagen waren noch Elefanten bis ganz nah an der Lodge. Giraffen und Leoparden gibt es auch. Wir sehen sie nicht.
Zum Abschluss fahren wir einen abenteuerlich steilen Weg auf einen Berg hinauf 🤩 . Hier wird mir doch wieder etwas bang. Unglaublich steil und eng und hoch und uneben. Ich frage mich, ob unsere Fahrerin weiß, was sie tut 🙄 . Natürlich weiß sie es. Oben angekommen werden wir mit einem 360° Rundumblick belohnt. Atemberaubend.

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Hier bleiben wir, bis die Sonne untergeht. Die Aussicht ist grandios, ich weiß nicht, wie weit man kucken kann. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals in meinem sooo weit kucken konnte. Ganz weit, ganz ganz weit weg, erkennen die Männer mit den Ferngläsern Giraffen. Ich kann sie nicht orten. Na und! Die Aussicht hier ist einfach so schön, dass gar nichts meine Laune trüben kann. Die Sonne versinkt hinter dem Brandberg. Hier ist der Platz, die Unterkunft, die mir bis jetzt am allerallerbesten gefällt.

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Als es dunkel ist wendet die Verwalterin den Wagen auf der engen Bergkuppe. Sie fährt rückwärts, ich bin nicht die einzige, die immer wieder Stopp 😮 ! Stopp! Genug 😮 ! ruft. Aber ich bin die einzige Frau im Wagen 😎 , außer der Fahrerin. Das zeigt: Auch Männer haben ihre schwachen Momente 😛 ! Wir holpern den steilen Weg ganz langsam herunter. Fahren im Dunkeln Richtung Lodge. Die Felsen hinter der Lodge sind so angestrahlt, dass man die Anlage aus der Entfernung für ein Schloss halten könnte.

Das Abendessen ist der Knüller! Es gibt Carpaccio vom Impala, dann Oryxfiletsteak 🤩 mit Pommes und Gemüse. Vanilleeis mit Schokosoße. Das Oryxfilet ist der Hammer. Selten habe ich sowas gutes gegessen. Essen kann ich es aber nur halb, mir tut der arme schöne Oryx so leid. Mein Mann freut sich, er hat jetzt noch mehr von dem genialen Steak. Heute Abend möchte ich ungern zu Bett gehen. Am liebsten möchte ich hier nie mehr weg, so wohl fühle ich mich.

Und hier bin ich mir nun zum ersten Mal ganz ganz sicher! Trotz aller Gefahren, denen man sich in Afrika stellen muss: Ich komme ganz sicher wieder!
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2011
9 Beiträge · seit 201107. Juni 2011 · #94
Hallo Alex,

ich oute mich jetzt auch mal als begeisterter Leser Deiner Erfahrungen. Ganz toller Bericht, sehr witzig, sehr informativ, sensationelle Bilder.

Das alles trotz Schnupfen 😎 !

Ich freue mich jeden Tag mehr auf die im Herbst anstehende Namibia-Tour - vor allem, weils da unten so viele Esel gibt! Esel finde ich klasse 😄 !!!

Schöne Grüße
Alex
Themenstarter351 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #95
Hi auch Alex,

ja dann freu! Ich liebe Esel auch! Und Eselbilder hab ich fast genauso viele wie Giraffen 😄 . Es gibt wirklich so viele Esel , ich weiß gar nicht, ob die alle jemandem gehörn. Außer der Arme mit den gefesselten Füßen natürlich. Uns wurde erzählt, wenn ich Esel lieben würde, dürfte ich nicht in den Caprivi, weil da vielen Eseln die Füße so gefesselt würde 😮 . Andere Länder ander Sitten. Aber außer dem einen waren alle Esel ,die wir gesehen haben fröhlich und frei.

LG und ganz viel Spaß in Namibia
Alex
265 Beiträge · seit 200607. Juni 2011 · #96
Hallo Alex

wo gibts denn Infos zu dem Living Museum der San? Wäre auch sehr daran interessiert, finde das im Internet aber immer nur in der Nähe von Grashoek im Norden und nicht bei Omaruru.

lg Silke
Viele Gruesse aus Rhein-Main Silke
2'048 Beiträge · seit 200707. Juni 2011 · #97
Hallo Silke,
schau mal hier.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Themenstarter351 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #98
catweazlecat schrieb:Hallo Alex

wo gibts denn Infos zu dem Living Museum der San? Wäre auch sehr daran interessiert, finde das im Internet aber immer nur in der Nähe von Grashoek im Norden und nicht bei Omaruru.

lg Silke
Hi Silke,

ich hatte das auch zufällig hier im Forum gelesen.Das Living museum liegt an der D2315 Richtung AiAiba Lodge. Es ist auch beschildert. Wir sind da auf eigene Faust hin. Es muss direkt nebenan auch ein Camping Platz sein. Anmelden muss man sich auch nicht.
Hat man uns zumindest auf AiAiba so gesagt. Wir sind einfach aufs Gerdewohl hin.

LG
Alex
298 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #99
Hallo Alex,
vielen Dank für den tollen Bericht und die vielen wunderschönen Bilder! 🤩
Zu dem Living Museum an der 2315 kannst du auch was bei uns lesen "Afrika, ein Traum wird wahr!"
Seite 5 ..
Freue mich auf weitere Abenteuer....
LG Kiwi
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
Themenstarter351 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #100
Hi Kiwi,

dann hatte ich das sogar vielleicht bei Dir gelesen 😁 .
Habe vor meinem Urlaub alle Reiseberichte gelsen, und mir so jede Menge von Informationen gesammelt. Und alle wirklich brauchbar. Das ist das Tolle.

GLG
Alex