Zensur ist überall

15 Antworten · 4'877 Aufrufe · gestartet 08. Mai 2011 von Butterblume
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Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200908. Mai 2011 · #1
Vor 20. Jahren wurde in Windhoek die Pressefreiheit gefordert.

Anlässlich des 20.Jahrestag dieser Deklaration fand in München eine Diskussionsveranstaltung zwischen Pressevertretern zum Thema »Pressefreiheit in Afrika– 20 Jahre nach Windhoek« statt.

Hier gehts zum Artikel.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'223 Beiträge · seit 201008. Mai 2011 · #2
Ich finde es einfach wunderbar wie man mach dem Motto "haltet den Dieb" gerade in Deutschland große Diskussionen darüber führt, denn es gibt kaum ein Land, wo so viel Zensur stattfindet wie in Deutschland. Was nicht mainstreamkonform ist wird in den Boden getrampelt oder sofort in die rechtsradikale Ecke gestellt und mit Dreck beworfen.
Länder wie Namibia haben 100x mehr Presse- und Meinungsfreiheit.
Was die Leute gerade in Deutschland zum recht großen Teil als "ihre" Meinung ansehen ist ihnen systematisch über Jahre indoktriniert worden, ohne daß sie es bemerkt haben, noch daß sie nur noch willfährige Verfügungsobjekte der Steuernden geworden sind. Man möge nur das ideologische Sperrfeuer bei Fukushima anschauen, wo die menschliche Tragödie in Japan in den Hintergrund treten mußte und nur noch innenpolitisches Anti-AKW-Sperrfeuer die Menschen so dermaßen manipuliert hat, welches sogar den Ausschlag bei der Wahl in Baden-Württemberg ergab. Mal darüber nachgedacht?
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
235 Beiträge · seit 200908. Mai 2011 · #3
Hallo Swakop52,
man kann es nicht besser ausdrücken und wie Du so richtig sagst: die haben die Umerziehung in den letzten 40 Jahren noch nicht einmal gemerkt.
Gott sei Dank, dass wir da nicht leben müssen.

Gruss Hubert
Nkosi Sikelel iAfrika
1'309 Beiträge · seit 200908. Mai 2011 · #4
Hallo,

ich würde trotzdem einen großen Unterschied machen zwischen Ländern, in denen Zensur dadurch ausgeübt wird, dass Journalisten ermordet werden, Dichter wie vom Erdboden verschluckt sind, Einreiseverbot für ausländische Journalisten herrscht und die Zeitungen einen staatlich verordneten Einheitsbrei veröffentlichen, und den Ländern, wo die Pressefreiheit in Selbstzensur nicht mehr ausgeübt wird und anstelle von journalistischer Arbeit nur noch Pressemeldungen der Agenturen in mehr oder weniger veränderter Form wiedergegeben werden. genau dieser Punkt wird ja im Artikel auch an unserer Presse kritisiert.

Im ersten Fall ist die Ausübung der freien journalistischen Tätigkeit schlichtweg nicht möglich. Im zweiten Fall besteht weiterhin die Möglichkeit, sich zu informieren, sei es durch das Internet oder alternative Zeitschriften. Dass die Masse nicht immer alles mitmacht, zeigen die Proteste gegen Stuttgart 21. Ich glaube nicht, dass die pausenlose Berichterstattung über Fukushima oder Anti-AKW die Wahlen in BW beeinflusst hat, sondern die fehlende Glaubwürdigkeit, mit der die Politiker in Deutschland darauf reagiert haben. Man sollte auch nicht vergessen, dass schon vor den Ereignissen in Japan die Wahlprognosen in BW auf einen Wechsel deuteten. Vielleicht war Fukushima der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat?

LG
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
3'491 Beiträge · seit 200608. Mai 2011 · #5
Hallo Swakop52,
sorry, aber ich halte Dein Statemant für hemmungslos an der Wirklichkeit vorbeigehend. Ich behaupte ja nun auch nicht, dass es in Deutschland völlige Pressefreiheit gäbe ( wäre das denn überhaupt erstrebenswert ??), aber so, wie Du es darstellst, ist es nun ganz sicher auch nicht.
Gruß Joli
235 Beiträge · seit 200908. Mai 2011 · #6
Hi Joli,
dass ist es ja grade, was ihr in Deutschland nicht sehen könnt. Irgendwann werdet Ihr über Euere Gesetze und Vorschriften stolpern.
Gruss Hubert
Nkosi Sikelel iAfrika
728 Beiträge · seit 200608. Mai 2011 · #7
Damit müssen wir leben, dass Hubert und Bad Boy es besser wissen und zwar grundsätzlich 😗
Wenn man das weiß, kann man ihre wertvollen Beiträge angemessen wertschätzen.😂
Gruß
Reinhard (einer der "willfährigen Verfügungsobjekte der Steuernden"):P
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zuletzt bearbeitet 08. Mai 2011
1'223 Beiträge · seit 201008. Mai 2011 · #8
Hallo Nenette, Du hast völlig Recht, es gibt da die noch viel schlimmere Stufe, wo Journalisten physisch attackiert und teilweise ermordet werden. Für die sollte auf solchen Konferenzen eingetreten werden, aber ohne den Blick auf eigene Mißstände zu verlieren. Und da denke man mal an das Beispiel Eva Hermann, die fertiggemacht und in den Boden getrampelt und als Braune diffamiert wurde, nur weil sie konservative Werte vertrat die nicht dem Mainstream der Staatsmedien entsprachen...
Aber das sollten wir hier im Forum nicht weiterführen. Ich jedenfalls beende das Thema hiermit.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2011
118 Beiträge · seit 200709. Mai 2011 · #9
Hallo Swakop52 und jeweller,

danke für die aufbauenden Statements am Montagmorgen. Bezeichnend, dass ihr nicht in Deutschland lebt. Ich würde sofort, diesen gleichgeschalteten Sauhaufen verlassen wollen und die durcherzogene Generation 30+, rollt nun an.
Schöne Grüße

Keimeos
5'479 Beiträge · seit 200909. Mai 2011 · #10
Ganz Deutschland lebt in Ahnungslosigkeit und nur unsere beiden Südwester-Helden trotzen dem Mainstream und haben den vollen Durchblick. Bei Euch beiden frage ich mich immer, ob ich lachen oder weinen soll.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
359 Beiträge · seit 201009. Mai 2011 · #11
also ich weiß nicht so ganz, aber die Tage wo wir hier Zeitung haben finde ich es immer wieder erstaunlich, das sowohl der Alt- als auch Neupräsident doch nie so richtig den Spiegel vorgehalten bekommen (müssen ja richtig richtig gute Arbeit leisten). Vielleicht kauf ich eben an den falschen Tagen die falschen Zeitungen.

Abgesehen davon gab es als praktisches Beispiel hier oben vor kurzem ein Aufbegehren gegenüber den Arbeitsbedingungen auf einer Biofuel-Farm. Konsequenz: alle wurden entlassen. Und in der Zeitung hab ich nichts davon gelesen.

Vielleicht liegt das alles weniger an Pressefreiheit und Zensur, aber komisch is es doch schon, oder es ist vielleicht doch interessanter ob irgendein Auto in irgendeinem Fluß in O..... wieder versunken ist oder Big Brother Africa startet?
Gruß aus Katima
Kowo
41 Beiträge · seit 201009. Mai 2011 · #12
naja swakop 52 hat ja garnicht so unrecht. der nach 45 eingesetzten amerikanisierung und deren sitten im jornalismus - nur schlechtes neues ist gutes neues - gibt es schon eine indirekte zensur in den deutschen medien. wer nicht links und grün ist hat verloren. aber die presse liefert ja nur was die masse lesen will. würde man den schwachsinn nicht konsumieren könnten die ihre läden schließen.
nenette im ersten absatz geschriebenes ist vollkommen richtig. deinem zweiten absatz kann ich nicht folgen. gerade das beispiel s21 zeigt die steuerung der massen. s21 wurde in den 80er jahren des vergangenen jahrhunderts begonnen zu plannen. 1994 wurden die entwürfe in allen zeitungen von bw sowie den bürgern vorgestellt. um 2000 herum war der ganze stuttgarter bahnhof mit plakaten für dieses projekt zugepflastert. kann auch etwas früher gewesen sein, weiß ich nicht mehr so genau. wenn dann zum beginn der arbeiten anfang februar 2010 die grünen massen eine demo nach der anderen veranstalten. mhhh, was soll man davon im in- und ausland halten. deutsche spontanität? und das soll nicht gesteuert sein.
"I never knew of a morning in Africa when I woke that I was not happy" Ernesto Hemingway
5'479 Beiträge · seit 200909. Mai 2011 · #13
Gerade die Springer-Presse in Deutschland ist für ihre links-ökologische Propaganda berüchtigt.😖
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359 Beiträge · seit 201009. Mai 2011 · #14
kahele schrieb:naja swakop 52 hat ja garnicht so unrecht. der nach 45 eingesetzten amerikanisierung und deren sitten im jornalismus - nur schlechtes neues ist gutes neues - gibt es schon eine indirekte zensur in den deutschen medien. wer nicht links und grün ist hat verloren. aber die presse liefert ja nur was die masse lesen will. würde man den schwachsinn nicht konsumieren könnten die ihre läden schließen.
nenette im ersten absatz geschriebenes ist vollkommen richtig. deinem zweiten absatz kann ich nicht folgen. gerade das beispiel s21 zeigt die steuerung der massen. s21 wurde in den 80er jahren des vergangenen jahrhunderts begonnen zu plannen. 1994 wurden die entwürfe in allen zeitungen von bw sowie den bürgern vorgestellt. um 2000 herum war der ganze stuttgarter bahnhof mit plakaten für dieses projekt zugepflastert. kann auch etwas früher gewesen sein, weiß ich nicht mehr so genau. wenn dann zum beginn der arbeiten anfang februar 2010 die grünen massen eine demo nach der anderen veranstalten. mhhh, was soll man davon im in- und ausland halten. deutsche spontanität? und das soll nicht gesteuert sein.
Und was hat das mit Zensur zu tun (Thema dieses Threads)?

Man kann doch Deutschland nicht mit Namibia vergleichen.

Das Problem liegt nach meiner persönlichen Meinung in einer für uns oft schwer nachvollziehbaren und noch immer vorhandenen „Kopfeinzieh“ Mentalität. Was fehlt ist eine kritische „Zivilgesellschaft“ in allen Bevölkerungsschichten bei allen Volksgruppen. Wenn man sein halbes Leben unter der Apartheid verbracht hat ist dies nicht von heute auf morgen abzuschaffen (das war und ist in Deutschland nach 1945 und 1989 nicht anders). Auf beiden Seiten.
Man hat nicht gelernt frei zu denken und sieht vielerorts auch gar nicht die Notwendigkeit. Auf den Dörfern haben die Chiefs eine Allmachtstellung. Diese geniesst auch der Präsident der nicht so einfach öffentlich kritisiert wird. Er würde auch immer wiedergewählt werden solange es einigermaßen läuft. Denn Autoritäten werden in einer Beziehungsorientierten Gesellschaft nicht so einfach abgestraft. Und über Vor- und Nachteile von beziehungsorientierten gegenüber ergebnisorientierten Gesellschaften gibt es genug Abhandlungen. Und dann kann die Presse noch so frei sein, sie muss es auch ausleben (wenn man denn das westeuropäische Modell nach Namibia bringen wollte).
Gruß Kowo
41 Beiträge · seit 201009. Mai 2011 · #15
vieles, man sollte nur vom ersten bis zum letzten beitrag etwas lesen. vielleicht versteht man dann was der andere sagen will. kowo, du hast natürlich recht eine zensur der medien oder der politik kann man ohne kritische zivilgesellschaft nicht auflösen, man muß aber hinterfragen ob die jeweilige masse dies überhaupt will. zweitens, ob man unsere europäische einstellung zur presse und meinungsfreiheit in die welt übertragen soll oder übertragen kann, hoffe ich persönlich nicht.
"I never knew of a morning in Africa when I woke that I was not happy" Ernesto Hemingway
359 Beiträge · seit 201009. Mai 2011 · #16
man muß aber hinterfragen ob die jeweilige masse dies überhaupt will.
Na, ich hoffe doch denn das letzte mal gings ganz schön braun und übel aus. Ansonsten scheinen wir ja einigermaßen gleiche Vorstellungen zu haben (auch wenn ich vielleicht zu viel überflogen habe).

Gruß Kowo