Hallo Sapienz, ein Feedback sollst Du bekommen - ich weiß nur nicht, ob es Dir gefällt: Ihr habt doch nur 14 Tage - warum packt Ihr so viel in die Tour ?? - Morgens übernächtigt in Windhoek ankommen, Auto übernehmen und dann fast 500 km bis Wolwedans durchjagen - das ist für mich blanker Horror. Ihr kennt das Auto nicht, seid vermutlich Linksfahren nicht gewohnt und habt auch keine Paderfahrung. Warum tut Ihr Euch das an ?? - Gut, in Wolwedans könnt Ihr zur Ruhe kommen - aber das ist dann auch gleich wieder eine "Vollbremsung" aus Höchstgeschwindigkeit. Wenn man so wenig Zeit für Namibia hat wie Ihr, dann muss man seeehr sorgsam damit umgehen - und nicht jagen !! Wir Ihr es schaffen wollt, vom Desert Homestead rechtzeitig zum Startplatz für die Ballonfahrt zu kommen, weiß ich nicht; der Ballon startet noch VOR Sonnenaufgang, d.h. Ihr müsst die ca. 30 km(?) bis dorthin in der Dunkelheit fahren - also mindestens 1 Std, mit eventuellem Reifenwechsel ( im Dunklen !!) deutlich mehr. Dann der Abstecher nach Swakopmund - von Büllsport aus rund 300 km Sandpad. Ist bequem zu schaffen. Vielmehr als die Welwitschia bekommt Ihr aber sonst nicht mit, denn am nächsten Morgen gehts ja schon wieder rauf zum Mowani Camp. Davon habt Ihr auch nicht viel, weil am Tag darauf Palmwag Euer Ziel ist. Dort wenigstens kehrt ein bisschen Ruhe ein - wenn man die Aktivitäten wie Himba und Khowarib-Schlicht mal außer acht lässt. Dann gehts aber wieder richtig zur Sache: Palmwag - Okaukuejo. Ob Ihr Euch den Grootbergpass antun solltet, kann ich nicht zu beurteilen. Zumindest soll er es in sich haben. Also besser unten herum über Khorixas fahren. Von Etosha werdet Ihr an diesem Tag nichts mehr haben. Vielleicht doch noch abends am Wasserloch von Okaukuejo. Denn am nächsten Tag wollt Ihr ja gleich bis Namutoni ( 140 km) fahren. Viel Zeit für Wasserlöcher habt Ihr dann allerdings auch nicht. Dafür verschenkt Ihr dann aber einen Tag an den Waterberg. Irgendwie gleicht Ihr einem Menschen, der eine Flasche Eisbeeren-Auslese auf ex trinkt. Weißt Du, wir haben vor vielen Jahren auch mal einen 14-Tage-Tripp gemacht: 2 Tage Windhoek, 10 Tage Etosha, 2 Tage Windhoek - das wars. Vielleicht ist das das andere Extrem - aber so, wie Du die Tour geplant hast, werdet Ihr vermutlich erst anhand der Fotos sehen, dass Namibia eigentlich ein sehr schönes Land ist. Sorry. Ich wünsche Euch trotzdem 14 wunderschöne Tage - viele Grüße von der "Reiseschnecke" Joli
Hallo, Sapienz (schöner lateinischer Name, gefällt mir ...), Kurt hat recht: tolle Tour, aber etwas für drei bis vier Wochen. Hör auf Joli. Er hat noch mehr recht. Ihr müsstet unglaublich hetzen - und für die Schönheiten des Landes hättet Ihr keinen Blick. Ich habe in Afrika wenigstens eines gelernt: sich Zeit zu nehmen. Ich besitze dort einen LandRover, der etwa 60 km/h als Höchstgeschwindigkeit macht. Nach meiner ersten Fahrt wollte ich ihn entsetzt verkaufen. Hab ich nicht gemacht. Inzwischen genieße ich das langsame Gleiten, plane dementsprechend das Tagespensum - und bin glücklich dabei. Sei nicht so europäisch ... Viel Freude! Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
GEGeorg1'036 Beiträge · seit 200618. Juni 2006 · #3
Hallo Sapienz,
Eine wunderschöne Tour für mindestens 3 Wochen.
Also im Ernst, ich würde zuerst mal in Windhuk eine Nacht einlegen. Dann kann man noch Besorgungen machen und entspannt zur Namib fahren.
Das ist am schönsten über die Pad, ZB Gamsberg, Spreethoogte oder Reemshoogte. Landschaften wie im Bilderbuch. Zwar langsamer als Teerstrasse aber viel schöner.
In der Wüste habt ihr ja einiges vor. Es wird fantstisch sein in der Namib aber jetzt fängt ihr an zu hetzten.
Nehmt euch mehr Zeit, länger auch in Swakop mindestens 2 Nächte. Dann weiter Richtung Etosha eventuell vorbei an der Vingerklippe. Lasst das andere aus fürs nächste mal.
Mehr Zeit für Etosha solltet ihr auch nehmen. Ihr kommt abends in Okauquejo an und fährt am nächsten Tag nach Namutoni und dann auch nur eine Nacht......? Abends am Wasserloch sollte man geniessen können. Ich nehme immer mindestens 5 Tage Etosha, wenns nur nach mir gehen würde auch länger.
Zurück dann ohne Waterberg und besser eine Nacht Windhuk. So habt ihr auch Reserve für eventuelle unvorhergesehene Dinge. So wie es jetzt ist verpasst ihr Windhuk und Swakopmund 2 schöne Städtchen wo man verweilen kann.
Für die nächste Tour könnt ihr dann andere Teile machen. Die Übernächste kommt mit Sicherheit auch.
Viel Spass beim Planen oder Umplanen.
Grüsse Georg etwas langsam aber geniessend........
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200618. Juni 2006 · #4
Tourstress😕
muss mich halt nochmals melden - so wie ich das sehe sind die Unterkünfte schon gebucht, oder?
Deshalb wünsch ich euch eine tolle Tour!
Falls noch nicht alles verplant ist kann ich euch nur raten was die anderen User schon erwähnten, take it Easy - Namibia läuft euch die nächsten Jahre nicht davon.
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Ich finde die Tour völlig in Ordnung . Das ist genau das richtige Maß . Sicher hätte es ein Tag mehr Swakop sein können . Aber was nicht ist das ist nicht .
Ich habe auch schon mehrere Reisen durch das Land gemacht . 8000 km in drei Wochen waren normal . Es war jedes Mal ein herrliches Erlebniss.
den Ballonflug von Desert Homestead aus haben wir auch vor ca. 4 Wochen gemacht. Wir hatten im Vorfeld auch leichte Bedenken wegen der Anfahrt morgens im Dunkeln, aber es war echt nur halb so schlimm. Wenn ihr früh genug los fahrt und entsprechend langsam unterwegs seid, ist es echt zu machen. Wir haben vom Desert Homestead bis zur Sossusvlei Lodge (wo wir von Namib Sky Adventures abgeholt wurden) eine knappe dreiviertel Stunde gebraucht.
Ich würde an eurer Stelle allerdings mehr Zeit für Etosha einplanen, falls das jetzt noch möglich ist.
Ich würde an Eurer Stelle auf jeden Fall mindestens zwei Übernachtungen in Swakopmund einplanen. Ihr würdet es sonst sicherlich bereuen! Ich schlage vor, dass Ihr keine Unterkünfte vorbucht - ist meist sowieso nicht notwendig- und spontan vor Ort entscheidet. In Swakopmund hält es noch jeder ein paar Tage aus. Die meisten wollen gar nicht mehr gehen. WIr hatten drei Übernachtungen eingeplant und blieben noch eine weitere Nacht. Ich wäre sehr gern noch mehrere weitere Tage geblieben, aber das wäre nur zu Lasten der anderen interessanten Ziele gegangen.
Ansonsten bin ich auch eher ein Vielfahrer, der in kurzer Zeit viel erleben will. Aber aus dem Flieger ermüdet auszusteigen und 500km zu fahren, würde ich allein aus SIcherheitsgründen nicht gern machen. Wenn Ihr schon losfahren wollt, dann würde ich eine kürzere Strecke empfehlen. Vielleicht überdenkt Ihr die Reihenfolge der Ziele nocheinmal.
was HiLuchs und joli schon sagten: am schlimmsten (und leichtsinnigsten) auf eurer Tour finde ich auch den ersten Tag. Habe den Fehler, gleich loszufahren, auch mal gemacht - nie mehr wieder! Dachte auch, nach der Übernahme des Leihwagens könnten wir um 9 Uhr "auf pad" sein und mal so locker die rund 500 km bis Keetmanshoop abspulen.
Hatte aber erstens nicht bedacht, dass man im Flugzeug meist kaum Schlaf bekommt und entsprechend ermüdet in Windhoek ankommt und zweitens mit dem Leihwagen oft nicht gleich alles auf Anhieb klappt. Konkret: Zweites Ersatzrad nicht vorhanden, Batterie schaffte es nur mit Mühen, den Motor in Gang zu setzen (und damit sollte es gleich in die Kalahari gehen). Also zweites Ersatzrad in der Zentrale in Windhoek City holen. Die Batterie ließ sich nur im südlichen Industriegebiet austauschen, da das Fahrzeug vom Vermieter "zugemietet" war. Also ohne Ortskenntnis den eigentlichen Vermieter im Süden aufgesucht und die Batterie tauschen lassen.
Aus dem geplanten Start um 9 Uhr war es inzwischen 13 Uhr geworden. Wir haben den Sonnenuntergang am Köcherbaumwald trotzdem noch geschafft, aber meine Frau sagte später, sie hätte in der folgenden Nacht Angst gehabt, ich bekäme einen Herzinfarkt, so unruhig sei ich die ganze Nacht gewesen. Das war mir eine Lehre!
Also, bitte nochmal nachdenken, wenn´s irgendwie geht. Auch bei der Kritik bzgl. der übrigen Reisetage schließe ich mich den meisten meiner "Vorredner" an. Jens ist da wohl eine echte Ausnahme.
Ich denke es kommt auf einen selber darauf an, ob und wie gut man im Flugzeug schlafen kann. Bin dienstlich oft mit dem Flieger unterwegs und kann dabei gut entspannen und schlafen. So schlafe ich in der Regel 2/3 des Fluges von München nach Johannesburg. Probleme habe ich eher keine mich auf Linksverkehr einzustellen - eher wieder wenn ich nach hause komme. Der Zeitfaktor ist aber ein wesentlicher Bestandteil euerer Planung. Windhoek Airport ist zwar nich JNB Airport aber heuer sind wir eine Stunde in Warteposition gestanden ehe wir aussteigen konnten. Mit der Fahrzeugübernahme ging zwar alles recht flott aber dennoch dauert es seine Zeit. Wir sind dann noch bis Garborone gefarhen (400km Teerstraße) kamen dort aber im Dunkeln an. Sich in der fremden Stadt im Dunkeln zurechtfinden gestaltete sich etwas abenteuerlich.
Da ich die Strecke in Namibia nicht kenne kann ich dir nur soviel dazu raten. Wenn es wirklich 500 km Pad sein sollten - vergiß es! Fahre soviel wie möglich und wenn es nicht mehr geht einfach anhalten. Wir haben auch immer so ein Gerüst erstellt wie ihr aber dennoch bleiben wir flexibel. Wenn etwas nicht so klappt - einfach weglassen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Joerg3'175 Beiträge · seit 200619. Juni 2006 · #10
Hallo Sapienz! Das wird eine sehr schoene Tour. Ich haette allerdings auch eine Nacht mehr in Swakopmund eingeplant, dann koennetet Ihr auch die Robbentour in Walvisbay mit Levotours nachen. Abendessen wuerde ich im Western Saloon, da hat es die Weltbesten Seezungen. Guten Appetit Gruesse aus Arusha Joerg
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
duwisib466 Beiträge · seit 200619. Juni 2006 · #11
Hallo Sapienz,
zuerst: das Residenzschloß in Dresden auf Deiner Fotoseite ist der Zwinger; das Schloß steht ca. hundert Meter entfernt.😗 Sind sehr gute Bilder!
Zur Route: Ich möchte mich den Vorrednern anschließen, die Dir Hetzerei unterstellen. Ich möchte das auch zu Bedenken geben und Dir empfehlen, irgndetwas aus dem Programm zu nehmen und dafür einen Tag länger Swakopmund und einen mehr im Etosha zu verweilen, oder Etosha weglassen, wenn die Tiere nicht interessant sind für Dich, und eben am Waterberg länger verweilen. Tsumeb wird Dich überraschen und Du möchtest eigentlich nicht gleich weiter donnern...
Ich wollt´ nicht so ins Detail gehen, aber überdenke das nochmal. In Afrika ist es wichtig zu entschleunigen - sich und den Alltag.
hallo sapienz, deine route ist sehr zügig geplant, aber frage hast du in der palmwag lodge schon gebucht? ich wollte auch in die palmwag, war aber nichts mehr frei. solltest du sicherheitshalber noch abklären, sonst stehst du plötzlich mit abgesägten hosen da. gruss hippo
SAsapienz6 Beiträge · seit 200621. Juni 2006 · #13
hallo alle,
wow. da bin ich mal ein paar tage nicht hier und da quillt der thread vor tollen anregungen und tipps über -> danke hierfür an euch!
generell gebe ich euch recht das die route recht herausfordernd ist. wir haben da auch wirklich lange überlegt und diskutiert. ernsthaft: ihr hättet mal den ersten entwurf sehen sollen, der war noch heftiger.;)
ein paar anmerkungen: die letzten jahre haben wir bei unseren touren sehr gute erfahrungen mit einer langen ersten fahrt gemacht und schrecken auch nicht vor langen zwischenetappen zurück. wir sind wohl ausgeruhte langstreckenflieger!;) die tour zum abflugpunkt von namib sky kann auch via abholung organisiert werden (entscheiden wir kurzfristig). die palmwag lodge ist bereits gebucht. wir haben hier upgraden müssen, da die einfachen zelte leider schon ausgebucht waren. zu meinem sonstigen berufsalltag ist diese reise übrigens allemal eine entschleunigung!;) wenn ich sehe was wir alles nicht in die route einbauen konnten, bin ich mir sicher das wir nochmals nach namibia kommen werden.
Armin2'346 Beiträge · seit 200622. Juni 2006 · #14
...na, denn.
Gruß Armin
squirrer82 Beiträge · seit 200622. Juni 2006 · #15
Hallo sapienz, Eure Reise wird sicher toll! Daß es straff geplant ist, weißt Du ja selber, aber laß Dich nicht verrückt machen! Es ist völlig in Ordnung, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, auch wenn man dabei vielleicht nicht ganz so viele Mußestunden hat ("Hetzerei"). Und wenn Ihr die Strecke am ersten Tag nicht schafft, dann kommt Ihr halt einen Tag später in Wolwedans an. Ihr seht in Eurem Urlaub einige der schönsten Plätze Namibias, und das wird Euch für die längeren Fahrzeiten entschädigen. Leute wie wir, die das Land schon vielfach besucht haben, können sich den Luxus des langsamen Reisens leisten. Viele von uns sind zudem Camper, und da ist Ankunft nicht gleich Feierabend. Allerdings sind große Entfernungen nicht zu überschätzen, gerade wenn es sich um Schotterpisten handelt. In Swakopmund würde ich persönlich keine zweite Nacht einplanen. Dort werdet Ihr im Falle von weiteren Besuchen ohnehin fast jedes Mal zwischendrin landen, und so spektakulär finde ich's dann doch nicht. Habt einen schönen Urlaub! Gruß, squirrer