GUGuido.ThemenstarterGast30. März 2011 · #1Hallo,
wir fliegen in 2 Wochen nach Namibia und woll(t)en dort vor allem durch das Kaokoveld fahren: Von Palmwag über Amspoort nach Purros und von dort in den Rivieren von Hoarusib, Hoanib, Khumib und später durch die Khowarib-Schlucht. Mit immer größerem Schrecken sehe ich, dass die extreme Regenzeit nicht zu Ende geht, sondern immer mehr Regen in der Region fällt und viele Riviere heftig laufen: Hoarusib, Hoanib, Uniab, ... Auf der Desert-Lion-Website kann man täglich neue "Schreckensmeldungen" zum Regen lesen. Gestern: "It would appear that the brunt of the rains in the western part of the desert is still to come."
Wir überlegen nun, ob wir unsere Route umstellen und überhaupt nicht mehr in den Nordwesten fahren. Dazu haben wir aber noch 2 Fragen.
1. Angenommen die Regenfälle hören in Kürze auf. Wie lange dauert es etwa, bis die Riviere wieder ausreichend trocken sind, um da wieder entlang fahren zu können? Es geht mir weniger darum, mit Mühe und Not mal ein Rivier queren zu können, sondern wir wollten hauptsächlich in den Rivieren umher fahren. Mir ist klar, dass sich das nicht ganz genau beantworten lässt, aber vielleicht gibt es grobe Erfahrungswerte?
2. Plant sonst noch jemand, zwischen 15 und 20. April im Kaokoveld unterwegs zu sein?
Vielen Dank für jeden Hinweis.
Beste Grüße
Guido
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200830. März 2011 · #2Hallo Guido,
ich würde auf jeden Fall mit dem Umplanen beginnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich innerhalb dieser kurzen Zeit die Lage so entspannt, dass Ihr problemlos durch die Riviere fahren könnt. Das wird eine gewaltige Herausforderung, die ich derzeit nicht annehmen würde. Das gilt übrigens für sämtliche Off-Road-Strecken derzeit. Genau so wenig würde ich das weiter im Osten oder im Süden versuchen. Plane eine Strecke, wo die Pads einigermaßen vernünftig sind und wo Du allenfalls mal vor einem Rivier warten musst.
Liebe Grüße
Gerd
lutz48 Beiträge · seit 200630. März 2011 · #3Hallo Guido,
Dir geht es nicht allein so. Ich bin ab 23. in diesem Gebiet. Lese auch schon mit Sorge die täglichen Meldungen. Habe z.B. bei Facebook Bilder von Omarungu am Kunune gesehen, wo vieles überschwemmt ist. Ich will dann von Ruacana über Ondangwa Richtung Etoscha fahren. Weiß jemand ob die Teerstraße auch von dem Hochwasser betroffen sein kann?
Na, trotzdem viel Spaß.
Lutz
Namib Tom841 Beiträge · seit 200830. März 2011 · #4Hallo zusammen,
wie das Wetter oder die gesamte Situation in den kommenden Wochen aussehen wird weiss keiner. Die Vorrausagen sind so, daß es nach noch mehr Regen aussieht.
Im Norden wurde der Notstand ausgerufen
Notzustandund
NotstandGrüße aus dem sonnigen Swakopmund
Namib Tom
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GUGuido.ThemenstarterGast30. März 2011 · #5Hallo,
danke für die Antworten
Ich hatte natürlich auf Postings wie "In einer Woche ist alles gut" gehofft 🤩 Man will ja nicht wirklich bestätigt bekommen, dass man bei der Reiseplanung ins Klo gegriffen hat. 🙁
Da wir im zweiten Teil der Reise die Ostertage mitnehmen, haben wir da Unterkünfte schon fest gebucht und sind nun nur für 8 Tage flexibel. Da fällt es umso schwerer eine Route zu bauen, die für uns interessant ist und nicht im Zickzack durchs Land führt.
Falls noch jemand etwas Konkretes zum Zustand in der Khowarib-Schlucht und Ugab und Huab weiß, wäre ich sehr dankbar.
Verregnete Grüße
Guido
Burschi4'140 Beiträge · seit 200930. März 2011 · #6Hallo Lutz,
ich bin vor 2 Jahren beim großen Hochwasser die Hauptstraße von Ruacana nach Ondangwa gefahren und es gab keine Probleme. Natürlich kann ich dir nicht sagen, wie das heuer sein wird, wenn der Rekord von 2009 überboten wird!
🙁
Gruß:
Burschi
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GUGuido.ThemenstarterGast31. März 2011 · #7Hallo,
von Palmwag/Track&Trails gibt es zur aktuellen Situation noch das Statement: "All rivers are flowing, roads are flooded and projections are that the rain will continue. To travel this area, is definitely not recommended" 🙁
Sonnige Grüße
Guido
lutz48 Beiträge · seit 200631. März 2011 · #8Hallo,
danke für die Hinweise. Habe heute noch einen mächtig aufbauenden Artikel gefunden.
http://www.namibian.com.na/uploads/pics/rob_moffett.jpg 😕
na, der Link klappte nicht ganz
Hier ist der Text dazu
An abnormally high Kunene River downstream from the Ruacana Falls has flooded the Serra Cafema site.
Wilderness Kunene area manager Chris Bakkes is seen here standing watch for crocodiles with a gun in his hand while his co-workers recover their possessions from the flooded staff units. For now the camp is closed until April 15.Photo: Rob Moffett
GUGuido.ThemenstarterGast31. März 2011 · #9Hallo,
lutz schrieb:Wilderness Kunene area manager Chris Bakkes is seen here standing watch for crocodiles with a gun in his hand while his co-workers recover their possessions from the flooded staff units. For now the camp is closed until April 15.Photo: Rob Moffett
Der Chris Bakkes auf dem Foto ist übrigens ziemlich berühmt.
http://www.focus.de/panorama/welt/best-of-playboy/menschen-und-storys/tid-20515/best-of-playboy-der-letzte-ranger_aid_574444.htmlBeste Grüße
Guido
Cora1'335 Beiträge · seit 200631. März 2011 · #10Das einzige, was tröstet ist, dass Ihr nicht allein die Idee hattet zu diesem Zeitpunkt zu verreisen!
Wir sind auch im Boot 🙁
In zwei Wochen läuft noch viel Wasser den Rhein hinunter....
Warten wirs noch ab. Selbst in Deutschland kann man das Wetter nicht zuverlässig mehr als 3 Tage voraussagen. Also schauen wir mal.
Worauf wir uns einstellen sollten ist, dass die Riviere laufen und sicher daher einige Gebiete nicht zur Durchfahrt eignen!
Mannomann!!
GUGuido.ThemenstarterGast31. März 2011 · #11Hallo Cora,
wir haben noch weitere Infos eingeholt. Alle sagen das Gleiche. Da laufen so ziemlich alle Riviere. Und nicht wie in anderen Jahren mal 1-2 Tage, sondern über Wochen immer wieder. Alle sagen auch es fällt weiter Regen und ist weiterer Regen angesagt.
Ich habe kaum noch Hoffnung, dass da in 1-2 Wochen viel befahrbar ist. Letzten Endes vielleicht nur auf der C43 von Palmwag nach Sesfontein fahren zu können, wäre nicht sehr spannend. Wann genau wolltet Ihr denn da unterwegs sein?
Wir ziehen mittlerweile Umbuchen ernsthaft in Erwägung, auch wenn es zusätzliches Geld kostet. Ich habe mich auf das Kaokoveld gefreut. Jetzt für mehre tausend Euro eine hastig zusammengeklöppelte Ersatzroute zu fahren, finde ich zunehmend weniger verlockend. Wir fragen gerade die Umbuchungsmöglichkeiten bei den einzelnen Anbietern ab und werden dann spätestens am Montag entscheiden.
Beste Grüße
Guido