SASASOWEWIThemenstarter3'080 Beiträge · seit 200911. März 2011 · #1Hallo an alle,
ich habe eine Frage zu Kreditkarten. Den Beitrag von Kori habe ich gelesen und bei mir geht es eigentlich um die Sicherheit der Karte.
Eine Lodge X aus Botswana bei der ich eine Unterkunft buchen möchte hat mir mitgeteilt das es entweder die Möglichkeit der Banküberweisung oder die Zahlung per Kreditkarte für die Übernachtung gibt, so weit so gut.
Ich möchte mit Kreditkarte zahlen.
Für die Abwicklung möchte die Lodge nun ein Bild der Kreditkarte haben, Vorder- und Rückseite. Da sträuben sich bei mir alle Nackenhaare. 🙄
Die Daten für die Zahlung per Fax oder per Mail weiterzugeben ist ja schon grenzwertig, es ist bei mir auch noch nie etwas passiert und ich nutze für diese Transaktionen eine Karte die ich sonst für nichts anderes nutze.
Meine Frage: Hat jemand Erfahrung damit oder es selbst schon gemacht Bilder seiner Kreditkarte zu versenden? Was würdet ihr tun?
Danke für eure Meinungen.
Sasowewi
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. März 2011 · #2Hallo Sasowewi,
das kann ich Dir mit einer pauschalen Antwort - die ich hier auch schon häufiger verdeutlicht habe - beantworten: Die Kreditkarte ist und bleibt die für den Kunden (also Dich) sicherste Zahlungsart. Du kannst alle falschen Abbuchungen zurück buchen lassen. Die Kosten trägt dann die KK-Gesellschaft! Gleichzeitig ist es aber auch die unsicherste Zahlungsart, da jeder der die Nummer, Verfallsdatum, Namen (und manchmal CVV) hat damit überall bezahlen kann!
ALSO: Es ist unerheblich ob Du Deine KK-Details nun nur als Nummer, als Scan oder sonst wie verschickst und in welcher Form (Mail, Fax, Telefon). Das ändert an der Sicherheit die Du hast gar nichts!
Aber es wird immer häufiger (speziell auch im Südl. Afrika), dass ein Scan der Karte gewünscht wird, da man so zumindest etwas sicherer weiß, dass Du zumindest im Besitz der Karte bist. Könnte ja auch sein, dass Du die Details von jemand anderen angibst, von dem Du aber die Karte nicht hast! Es geht hier also um die Sicherheit für - in diesem Fall - die Unterkunft!
Sonnige Grüße
Christian
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paulimann781 Beiträge · seit 200711. März 2011 · #3Hallo Stefan,
Harnas wollte das damals bei mir auch. Ich habe mich damals auch gefragt, was das soll, habe die Kopie dann aber per Fax (nicht per Mail!) übersandt, nachdem ich mir meine Karte nochmals genau angeguckt hatte, weil man solch einer Kopie doch sowieso nur das entnehmen kann, was auch so auch mitteilen müsste (bis auf das Foto, das man auf einer Kopie aber meistens eh nicht erkennt). Was soll man mit einer solchen Kopie schon anfangen, was man nicht auch mit den mitgeteilten Daten anfangen könnte?
Grüße aus Empelde,
Antje
PS: Harnas hat auch keinen Schindluder damit getrieben, war alles o.k.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200811. März 2011 · #4Hallo Stefan,
Mir ist das auch schon öfters passiert.
Man wollte einen Scan von beiden Seiten der Kreditkarte + vom Pass!
Habe ich auch so gemacht.....
Ich habe nie eine Ueberraschung erlebt!
Es grüsst
Annick
SASambeziGast11. März 2011 · #5Hallo,
wenn jemand betrügen will und die nötige Energie hat, wird er das so oder so schaffen.
Die Betrügereien werden eh mit Blankokarten unternommen, auf welche die persönlichen Daten per PC kopiert wurden.
Die brauchen keine Originalkarte - leider ist es so einfach....
Gruß
SASASOWEWIThemenstarter3'080 Beiträge · seit 200911. März 2011 · #6Das ging ja schnell wie immer
@Christian: Daran hatte ich nicht gedacht das man sich einfach absichern möchte das es auch wirklich meine Karte ist.
@Antje: Stimmt, ob ich nun alles abschreibe oder die sich ein Foto anschauen, alle Daten haben sie eh.
@Annick: Bei mir war es das erste Mal, ich habe sonst auch immer die Daten per Mail oder Fax rausgegeben, Ärger hatte ich bisher auch noch nicht. Ich frage mich halt was ist wenn wirklich mal was passiert und es dann vielleicht heisst: leichtfertiger Umgang mit sensiblen Daten.
Danke an alle, Frage damit in Rekordzeit beantwortet.
Sasowewi
namib-fan221 Beiträge · seit 200811. März 2011 · #7hallo,
ich finde diese Anfrage nach scan schon sehr seltsam. Seit zig Jahren benutze ich, vor allem auch geschäftlich, mehrere KK weltweit (in mehr als 90 Ländern). Aber bisher hat noch nie jemand nach einem scan der KK gefragt. Ich wäre da auch mehr als vorsichtig und schick die Vorder- und Rückseite auf keinen Fall mit einem Fax oder einem mail.
Wenn dann immer mit Zweitpost, also separate mails/Fax.
Viele Grüße
Georg
paulimann781 Beiträge · seit 200711. März 2011 · #8Per Mail würde ich solche Daten aber lieber nicht versenden (ist wie die Versendung einer Postkarte, man weiß nicht wer sonst noch alles mitliest). Lieber per Fax oder eben telefonisch.
ULUlli931 Beiträge · seit 200611. März 2011 · #9Aus meiner Sicht ist es keineswegs unerheblich, wie Kreditkartendaten weitergegeben werden. Für die Anbieter reicht es nämlich zur Sicherstellung ihrer Ansprüche (wie Vorauszahlungen oder Sicherheitsleistungen) aus, dass sie folgende Daten bekommen:
- die Kartennummer
- Den Namen des Karteninhabers, wie auf der Karte geprägt
- Ablaufdatum der Karte, wie auf der Karte geprägt
- Die Rechnungsanschrift des Karteninhabers
- Ausgabenummer oder Datum, ab dem die Karte gültig ist (sofern auf der Karte angegeben)
Bei der Weitergabe des Scans von Vorder- und Rückseite wird jedoch auch die Kreditkartenprüfnummer mit ausgehändigt. Das ist so ziemlich das dümmste was man tun. Denn dann hat der Empfänger alle Angaben die er braucht um online einkaufen zu gehen.
Übrigens widerspricht das Speichern der Prüfnummer (in jedweder Form) den Regularien der Kartenorganisationen.
Den Einwand, wonach jemand der betrügen will, das so oder so schafft, halte ich für ein 'Totschlagsargument'. Ich denke es macht Sinn, das Thema ein wenig differenzierter zu betrachten.
Gruß
Ulli
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. März 2011 · #10Hi Ulli,
Bei der Weitergabe des Scans von Vorder- und Rückseite wird jedoch auch die Kreditkartenprüfnummer mit ausgehändigt. Das ist so ziemlich das dümmste was man tun. Denn dann hat der Empfänger alle Angaben die er braucht um online einkaufen zu gehen.
in Namibia z.B. dürfen Kredikartenzahlungen nur noch mit der CVV (Kreditkartenprüfnummer ) abgewickelt werden. Du musst sie also in jedem Fall mitteilen. Im Gegensatz dazu kannst Du z.B. online in den meisten Fällen noch ohne CVV einkaufen.
Und wie gesagt... Du kannst unberechtigte Zahlungen immer zurück buchen! Wer Angst vor Betrugt hat, sollte meiner Meinung nach gar nicht mit der KK zahlen...
Sonnige Grüße
Christian
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VOVolker2'612 Beiträge · seit 200711. März 2011 · #11Hallo Christian,
woher stammt die Info, dass Kreditkartenzahlungen in Namibia nur noch mit der Prüfnummer (CVV) abgewickelt werden. Wer hat das so bestimmt?
Ich wäre - wie Ulli es bereits geschrieben hat - vorsichtig, die Prüfnummer weiterzugeben. Bei der Kopie der Rückseite würde ich die Ziffern schwärzen.
Auch wenn ich Falschbuchungen zurückbuchen lassen kann, ist damit einiges an Aufwand verbunden, lieber im Vorfeld dafür sorgen, dass nicht unnötig viele Daten preisgegeben werden.
Viele Grüße,
Volker
namib-fan221 Beiträge · seit 200811. März 2011 · #12hallo Christian,
grundsätzlich ist es richtig, dass du zurückbuchen lassen kannst.
Das setzt aber voraus, dass alles so eindeutig und klar ist mit der
"unberechtigten Abbuchung" und dass der/die Betreffende (z.b. Firma) noch existiert. Ansonsten ist ganz einfach abgebucht, wenn die Daten vorlagen und sehr schnell kann es dann heissen "grob fahrlässig".
Und Angst vor Betrug muss nicht heissen, alle Türen gleich zu öffnen. Gerade mit Kreditkarten, ohne die so manches auch nicht geht, sollte entsprechend vorsichtig umgegangen werden.
Georg
LOlowflyer579 Beiträge · seit 201011. März 2011 · #13travelNAMIBIA schrieb:Hi Ulli,Und wie gesagt... Du kannst unberechtigte Zahlungen immer zurück buchen!
So ganz einfach und bedingslos geht das auch nicht. Die Kreditkartengesellschaften geben gegenüber dem Zahlungsempfänger eine weitgehende Zahlungsgarantie ab und haben überhaupt kein Interesse, regelmäßig Beträge aus eigener Tasche zu zahlen. Man muss bei Reklamationen in der Regel Nachweise erbringen, dass eine Transaktion unberechtigt war.
Siehe z.B. auch FAQ der Miles-and-More-Card:
Kann es passieren, dass meine Kreditkartenreklamation abgelehnt wird?
Ja, eine Kreditkartenreklamation kann abgelehnt werden. Dies ist dann der Fall, wenn ein Erstattungsanspruch nicht nachgewiesen werden kann, ..
https://www.miles-and-more-kreditkarte.com/service/haeufige-fragen/reklamation_von_kreditkartenumsaetzen/reklamation_ablehnung.html
Insgesamt stimme ich aber zu, dass das Zahlen mit Kreditkarte vergleichsweise sicher ist. Die Unsitte, dass bei jeder Kleinigkeit Ausweiskopien oder mindestens die Ausweisnummer gefordert werden, finde ich fast schlimmer. Bei einigen aktuell getätigten Buchungen in Namibia wurde auch die Ausweisnummer angefordert. Ich habe das nicht ausgefüllt und es gab keinen Stress deswegen (freilich nicht repräsentativ).
Sonnige Grüße
paulimann781 Beiträge · seit 200711. März 2011 · #14Ich bestelle relativ viel über das Internet.
In den letzten beiden Jahren habe ich persönlich festgestellt, dass die Frage nach der CVV (oft auch Prüfnummer genannt) bei Zahlung mit KK immer mehr zugenommen hat. Bestellungen mit KK ohne Übermittlung auch der CVV sind nach meiner Erfahrung fast nicht mehr möglich!
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200611. März 2011 · #15Der CVV wurde eigentlich eingeführt um Zahlungen per Internet sicherer zu machen. Jeder der solche Zahlungen abwickelt unterschreibt, dass der CVV nicht gespeichert wird, sondern nur für diesen einmaligen Zahlungsvorgang verwendet wird. Was zur Zeit immer häufiger passiert, ist dass die CVV trotzdem verlangt wird. Z.B. wird diese explizit auch von Verleihwagenfirmen im Vertrag nochmals notiert. Das wiederspricht schlicht und einfach den Regularien der Kreditkarten Organisationen.
Das Problem ist, dass es nichts hilft, wenn Du z.B. ein Auto mieten willst und diese dann vor Ort die Daten verlangen. Du hast dann meist weder Zeit noch Lust vom Vertrag zurückzutreten und einen anderen Wagen zu organisieren.
Wenn jemand im Vorfeld aber einen Scan der Kreditkarte und des Passes fordert würde ich sofort vom Vertrag zurücktreten. Mit dieser Kombination kannst Du sehr viel übles anstellen. 😮
Herzliche Grüsse
Chrigu
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. März 2011 · #16Hi Chrigu,
Der CVV wurde eigentlich eingeführt um Zahlungen per Internet sicherer zu machen.
CVV hat im Grundgedanken erst einmal rein gar nichts mit Internetzahlungen zu tun (
siehe z.B.). Speziell für Internetzahlungen hat zum Beispiel MC den SecureCode eingeführt, ein Passwort was Du zusätzlich bei Internetzahlungen angeben musst!
Hi Volker,
woher stammt die Info, dass Kreditkartenzahlungen in Namibia nur noch mit der Prüfnummer (CVV) abgewickelt werden. Wer hat das so bestimmt?
Die Info habe ich so von der BoN bekommen (ich bin gerade online am suchen ob ich da was schriftliches zu finde); zur Sicherung gegen Kreditkartenbetrugs sind Händler angehalten immer die CVV zu übertragen. So machen es auch die meisten mit denen ich zu tun habe.
Durchaus einige Unterkünfte, Fahrzeugvermieter erbitten auch eine Kopie der Karte sowie des Passes. Dieses dient nur deren Sicherheit, damit Karte vorhanden ist und die Daten mit der tatsächlichen Person überein stimmen.
Sonnige Grüße
Christian
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ULUlli931 Beiträge · seit 200611. März 2011 · #17Hallo Christian,
du schreibst du hättest die Info von der BoN bekommen. Was aber hätte die denn damit zu tun? In Namibia gibt es keine Clearingstelle für Kreditkarten, für Afrika existieren zur Zeit nur 2 Clearingstellen, für den Norden ist das Ägypten und für den Süden ist das Südafrika. eine weitere ist in den Ruanda im Aufbau. Und nur diese Stellen definieren, gegebenenfalls länderspezifisch, das Procedere. Weder die Zentralbank noch eine andere lokale Bank in Namibia ist darin direkt involviert.
Gruß
Ulli
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. März 2011 · #18Hi Ulli,
Namibia gibt es keine Clearingstelle für Kreditkarten
Das stimmt so nicht, denn es läuft über NamClear (www.namclear.com.na), die namibische Clearingstelle. Die nutzt seitdem Namibia Anfang 2009 von SaSwitch auf NamSwitch umgestellt hat ein eigenes System und läuft alles erst einmal über das namibische System (deshalb gab es in der Übergangsphase ja auch zahlreiche Probleme mit KK aber auch Maestro/EC bei z.B. Abhebungen am ATM).
Sonnige Grüße
Christian
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Mortimer95 Beiträge · seit 201111. März 2011 · #19Hallo Fomis
Bei uns in der Schweiz brauche ich den CVC2 (CVV) Code um eine Buchung auf meinem Terminal zu machen ohne diesen kann ich keine Abbuchung einer Kreditkarte tätigen.
Was der Technische Stand betreffend Kreditkarten Verarbeitung in Nam ist kann ich nicht beurteilen. Es kann aber durchaus sein dass es einfach nötig ist um zu Buchen.
Herzliche Grüsse
Mortimer
tastenfred12 Beiträge · seit 201111. März 2011 · #20Leicht OT eine weitere Frage zur Nutzung einer KK bei der Buchung und Hinterlegung beim Autovermieter:
Das Gültigkeitsdatum meiner KK läuft 6 Wochen nach meiner Rückkehr ab. Für Zahlungen vor Ort daher sicher kein Problem - nachträgliche Belastungen (berechtigt oder nicht) könnten dann aber unter Umständen ins Leere gehen.
Kann meine Kreditkarte zum Beispiel bei der Hinterlegung beim Fahrzeugvermieter abgelehnt werden? Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht? 🤨
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf."