Preise in Kenia?

13 Antworten · 12,8k Aufrufe · gestartet 26. Feb. 2011 von h4nnes
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Themenstarter38 Beiträge · seit 200826. Feb. 2011 · #1
Hallo zusammen,

ich würde gerne wissen, wie denn Kenia preislich so ist. Ich habe bisher nur Südafrika Erfahrung ( war bisher in SA, Namibia und Botswana). was ich bisher so gelesen habe sind die Parks in Kenia wesentlich teurer und da ich Student bin, stellt sich diese Frage eben 😉
wie sind denn die Mieten für 4x4s mit Dachzelt so?

Habe jetzt auch schön öfters gelesen, dass selber fahren nicht zu empfehlen ist? Gibt es große Unterschiede zu Namibia und Botswana?

Vielen Dank im Voraus.

Gruß Hannes
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
287 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #2
Hallo Hannes,

ich war noch nie im südlichen Afrika, kann dir also keinen Vergleich nennen.

Selbst fahren ist auch in Kenya kein Problem, aber es ist schon ein sehr großer Unterschied zum südl. Afrika. 😄 Nun, dieser Vergleich sei mir erlaubt, nachdem ich letztens noch lange mit Marina telefoniert und die Unterschiede diskutiert habe.

Beschilderungen findest du in Kenya kaum, viele Straßen sind sehr schlecht. Für eine Strecke von A nach B solltest du mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 30km/h rechnen. Ankunftszeit am Ziel immer für spätestens 18.00 Uhr einplanen, besonders wenn du noch den Camppingplatz suchen musst und ein Zelt aufbauen musst. Um 18.45 beginnt es zu dämmern und um 19.00 Uhr ist es dunkel. Aber man kommt auf jeden Fall zurecht und ans Ziel, wenn man eine gute Straßenkarte hat und einen einigermaßen guten Orientierungssinn.

Ein Auto in Kenya kostet von... bis... Kommt drauf an, was es sein soll. Schau mal hier, da habe ich einige Autovermieter von 4x4 Fahrzeugen aufgelistet, die auch Camping-Ausstattung vermieten. Du müsstest aber mind. 23 Jahre sein. Rechne mal mind. 100-120€ pro Tag bei einem günstigen Vermieter.

Dann würde ich nicht empfehlen, ganz allein zu fahren. Man sollte schon besser zu zweit sein, um allen möglichen Gefahren widerstehen zu können (z.B.Polizeikontrollen - du hast immer einen Zeugen!, Überfälle- die haben wir noch nie erlebt, aber man liest ja doch ab und zu davon usw.)

Wir haben als Selbstfahrer übrigens noch nie eine schlechte Erfahrung in Kenya gemacht - bis auf letztes Jahr, als wir einen selbst verschuldeten Unfall mit Blechschaden hatten. Aber da waren wir schon sehr froh, zu zweit zu sein und zusätzlich einen Kenyaner und eine Freundin, die in Nairobi lebt, zur Seite zu haben.

Eintrittspreise in die Nationalparks sind für dich als Student einiges günstiger, wenn du deinen Studentenausweis vorlegst. In den Parks gelten z.T. unterschiedliche Fees.

Preise kannst du hier schauen:
KWS-Parks

Massai Mara bis 30.6.2011

Massai Mara ab 1.7.2011

Außerdem gibt es in Kenya auch einige einfache Low-Budget Unterkünfte zwischen 25-35 € pro Nacht.
Wenn du für dich klarer hast, ob Kenya überhaupt ein Reiseziel für dich ist, wenn du dann weißt, was du sehen willst, ob du selbst fahren willst usw. dann frag gerne noch mal konkret nach.

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
387 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #3
Hallo Hannes,
ich bereise Ostafrika seit vielen Jahren und fahre immer nur mit einem Fahrzeug. In Kenya kann man allein fahren. Die Kriminalität ist nicht annähernd so hoch wie in Südafrika. In den Parks ist man auch als Camper sicher. Möglichst Campsites in Grenznähe zu Tanzania (Masai Mara) meiden.
Die großen Asphaltstrassen sind in relativ gutem Zustand.
Die Parks sind stark frequentiert, bei einer Panne können die Fahrer der Safaribusse über Funk Hilfe herbeirufen.

Ich empfehle als Vermieter Sunworld Safaris in Nairobi. Man spricht deutsch.
http://www.sunworld-safari.com/
Büro in Wien.
Erstklassig gepflegte Fahrzeuge. Mein Tipp nicht magisch auf den Preis schauen. Qualität hat ihren Preis. Nichts ist ärgerlicher als mehrere Tage irgendwo mit einer Panne festsitzen. Die Fahrzeuge kenyanischer Autovermieter sind häufig in einem beklagenswerten Zustand. Nicht verkehrssicher. Der Billigste ist erfahrungsgemäß meist der Schlechteste.
Empfehlung möglichst ein Fahrzeug mit Fahrer mieten. Mögliche Unfälle, Pannen usw. gehen nicht mehr zu deinen Lasten.
Polizeikontrollen gibt es kaum/bis überhaupt nicht.

Beginnen würde ich nach der Ankunft in Nairobi mit dem Nairobi National Park. Zwei Tage dafür einplanen.

Wenn du etwas mehr zu den Parks, Reservaten etc. wissen möchtest:
http://www.privatsafaris.de/html/safaribeispiele.html
http://www.privatsafaris.de/html/camps_lodgen.html
http://www.privatsafaris.de/html/reiseberichte.html

Wenn Du Fragen hast melde dich.

Gruß
Sigi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
3'700 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #4
Hallo Hannes,

investiere die ca. 20 € in den neuesten Reise Know How Kenia. Der ist ca. 900 Seiten stark, hat viele Low-Budget-Tipps und Du gewinnst eine gute Übersicht über die Preise. Meines Erachtens einer der besten Reiseführer für Kenia. Plane auch gerade unsere Tour für 2012. Dieser RF hat mir unheimlich geholfen.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
287 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #5
Hallo zusammen,

Siggi:
Mein Tipp nicht magisch auf den Preis schauen. Qualität hat ihren Preis. Nichts ist ärgerlicher als mehrere Tage irgendwo mit einer Panne festsitzen. Die Fahrzeuge kenyanischer Autovermieter sind häufig in einem beklagenswerten Zustand. Nicht verkehrssicher. Der Billigste ist erfahrungsgemäß meist der Schlechteste.
da kann ich Siggi nur teilweise zustimmen. Richtig ist sicher, dass Qualität auch ihren Preis hat. Allerdings gibt es in Kenya auch wesentlich günstigere Autovermieter als Sunworld. Sunworld ist ohne Frage der führende Autovermieter in Kenya. Aber Roving Rovers und Erikson haben auch gute Fahrzeuge mit Dachzelt und auch Bodenzelte zum Ausleihen. Die Autos sind nicht ganz so auf Hochglanz poliert wie bei Sunworld, aber technisch in Ordnung. Und darauf kommt es doch letztlich an.

Es gibt auch sehr gute Campsites außerhalb der Parks, z.B. in der Massai Mara das Mara Aruba Camp oder das Riverside Camp, wo man für ca. 5€ statt 30 US$ (innerhalb des Reserves) campen kann.

Polizeikontrollen gibt es in Kenya schon zahlreich, aber kontrolliert werden hauptsächlich Matatus und LKW's. Immer mal wieder sehen wir aber auch Safarifahrzeuge am Straßenrand stehen, die ebenfalls kontrolliert werden. Auch wir wurden gelegentlich schon mal rangewunken, kurz kontrolliert, gefragt, warum wir keinen Fahrer haben, wo wir hinwollen, und ob alles in Ordnung sei. Also nichts schlimmes - aber es ist doch gut zu wissen.

Den Nairobi Nationalpark fand ich persönlich nicht so spannend. Daher würde mir ein Tag dort völlig ausreichen. Aber das ist ja Geschmacksache.

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
Themenstarter38 Beiträge · seit 200827. Feb. 2011 · #6
Hallo Birgitt, Sigi und Marina,

vielen Dank für eure Antworten.

Also an Auto hab ich jetzt an einen 4x4 mit zwei Dachzelten gedacht, falls es diese Kombination in Kenya überhaupt gibt? Im südlichen Afrika hatten wir immer einen Toyota Hilux mit 2 Dachzelten für 4 Personen.

In dieser Gruppengröße würden wir dann auch gerne in Kenya unsere Tour machen mit dem Start in Mombasa (würden evtl. dort hin einen günstigen Flug bekommen).

Gibt es denn keine Autovermietung mit Sitz in Mombasa?

Okay, das mit dem Studentenausweis ist ein gutes Argument 🙂

Wie sind denn ansonsten überhaupt die Monate August/September zum Campen? Es kann nachts ja schon kühler werden zu dieser Zeit oder?

Viele Grüße,
Hannes
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
287 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #7
Hallo Hannes,
Wie sind denn ansonsten überhaupt die Monate August/September zum Campen? Es kann nachts ja schon kühler werden zu dieser Zeit oder?
August/September sind ideale Monate für Kenya, besonders für die Massai Mara (Migration!). Es kann in höheren Lagen wie in der Mara durchaus etwas kühler werden, aber es ist niemals so kalt wie in Namibia zu der Zeit. Es reicht für die Abende am Lagerfeuer einen Pullover und eine Fleece-Jacke dabei zu haben.

Wenn ihr mit 4 Leuten unterwegs seid, könnt ihr die Kosten für's Auto ja überschaubar halten. Selbst fahren und Campen in Kenya ist nicht so verbreitet, daher sind auch nicht sehr viele Anbieter darauf eingerichtet. In Kenya lässt man sich meistens fahren, aber es gibt auch einige gute Safarianbieter, die Campingtouren anbieten. Aber da fährt man dann halt nicht alleine.

Wenn der Flug nach Mombasa für euch wesentlich günstiger ausfällt als nach Nairobi, könntet ihr ja noch überlegen, von dort einen Inlandsflug nach Nairobi zu buchen (kostet hin und zurück etwa 140€)oder ihr fahrt mit dem Zug nach Nairobi und fliegt von dort nach eurer Safari wieder zurück nach Mombasa.

Autos mit 2 Dachzelten habe ich in Kenya noch nie gesehen. Was spricht denn gegen ein Bodenzelt?

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter38 Beiträge · seit 200827. Feb. 2011 · #8
Hallo Birgitt,

ja, dann müssten wir echt mal schauen, wie es denn am besten ist zwecks Autovermierung, oder ob es doch nicht gleich sinnvoller ist nach Nairobi zu fliegen...

Die Sache mit den Dachzelten empfand ich bisher immer als äußerst praktisch. Plane runter, Zelt aufklappen, fertig 🙂 Aber es spricht auch nichts gegen Bodenzelte, da gebe ich dir recht!

Viele Grüße,
Hannes
387 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #9
Jeder hat eben seine eignen Erfahrungen, Erkenntnisse und Ansichten.
Der beste Tipp ist „Reise Know How Kenia“
http://www.reise-know-how.de/kenia-p-3302.html
kostet 24,90 Euro. Das solltet ihr unbedingt investieren.

M.W. bietet Sunworld Fahrzeuge mit nur einem Zelt. Diese sind aber für drei Personen konzipiert. Einfach mal Kontakt aufnehmen. Vielleicht, wenn unbedingt erforderlich, lassen sich auch zwei Zelte montieren.
http://www.sunworld-safari.com/de/autovermietung/abenteuer-dachzelt-safaris.html

Der Nairobi Nationalpark ist ein Kleinod. Wenig Besucher. Nirgendwo kommt man so nah an Büffel und Giraffen heran wie im Nairobi. N.P.
Löwen können sogar auf Bäumen gesichtet werden.

Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 27. Feb. 2011
5'479 Beiträge · seit 200928. Feb. 2011 · #10
Sunworld hat auf seinen Fahrzeugen nur ein Dachzelt. Ich hätte nicht zu dritt darin schlafen wollen. Für zwei Personen aber sehr gut. Bei Bedarf gibt es aber ohne Zusatzkosten ein Bodenzelt dazu.

Die Qualität eines Vermieters zeigt sich vor allem beim Service, wenn doch mal etwas an dem Fahrzeug nicht in Ordnung ist. Gerade in dieser Beziehung kann ich Sunworld nur in den höchsten Tönen loben. Als wir liegengeblieben sind, organisierte Sunworld in kürzester Zeit Hilfe. Schäden durch die sehr schlechten Straßen wurden uns in keinster Weise angekreidet.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
325 Beiträge · seit 200628. Feb. 2011 · #11
Zum Auto ist alles gesagt, entscheide Dich für gut und extrem teuer oder für Risiko!
In der Mara wird der Studentenausweis nur von einer kenianischen Universität mit schriftlichem und vorher angemeldetem Forschungsauftrag akzepiert!!! 🙄

Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Themenstarter38 Beiträge · seit 200828. Feb. 2011 · #12
Danke erstmal für die vielen Antworten.
Ich werde die Tour jetzt genauers planen und dann gegebenenfalls weitere Fragen stellen 😉

Viele Grüße,
Hannes
287 Beiträge · seit 200928. Feb. 2011 · #13
stobi_de:
In der Mara wird der Studentenausweis nur von einer kenianischen Universität mit schriftlichem und vorher angemeldetem Forschungsauftrag akzepiert!!!
Das ist ja echt ne Gemeinheit, aber es scheint zu stimmen. Hier ein Auszug aus dem "Kleingedruckten": Student rates are only applicable for individuals aged up to 23 years old sponsored by a recognised learning institution with valid student's ID, and must be authorised at least two weeks in advance. Students on personally arranged holidays are not permitted concession rates.

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
287 Beiträge · seit 200905. März 2011 · #14
Hallo,

Frank hat leider recht. Studenten im Urlaub erhalten keinen ermäßigten Parkeintritt. Das gilt nicht nur für die Massai Mara, sondern auch für alle KWS-Parks.

Schöne Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/