Malaria in der Etosha aktuell

8 Antworten · 5'335 Aufrufe · gestartet 15. Feb. 2011 von Millionär
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201015. Feb. 2011 · #1
Grüezi,

kann mir bitte jemand eine Frage beantworten.
Ich werde die nächsten Tage in der Etosha sein,
und wollte wissen, ob aufgrund der aktuellen Wetter Situation eine Malaria Vorsorge notwendig ist.

Vielen Dank

Gruss M.
461 Beiträge · seit 200815. Feb. 2011 · #2
Hallo Millionär

Es gibt in diesem Forum diese und jene Meinung.
Offiziell ist Etosha ganzjährig Risikogebiet. So mein Hausarzt - der mir auch die entsprechenden Medikamente zur Prophlaxe verschrieben hat.

Gruss
Tom

PS: Ich halte mich da an die Profis d.h. Ärzte
33,1k Beiträge · seit 200615. Feb. 2011 · #3
Hallo Millionär,

ein Arzt oder Tropeninstitut ist da der richtige Ansprechpartner. Eine Idee bekommst Du auch hier: http://namibia-wiki.com/wiki/Kategorie:Gesundheit

Ich persönlich nehme in Namibia keine Prophylaxe (wie alle die hier leben), außer bei Aufenthalten zur Regenzeit im äußersten Ost-Caprivi.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter21 Beiträge · seit 201015. Feb. 2011 · #4
Vielen Dank, euch Beiden für die schnelle Antwort. Wenn ich hier in der Schweiz einen Arzt, so kurz vorher konsultiere,wird er mir sicherlich das volle Programm verschreiben.Und genau das wollte ich vermeiden.

Gruss M.
113 Beiträge · seit 201015. Feb. 2011 · #5
Hallo,

ich kann Dir zumindest beantworten, ob dort Mücken sind. Wir sind gerade aus der Etosha zurück.
Überall steht das Wasser. Kaum aus dem Zelt in der Dämmerung hörst Du einige um dich rumsurren.
Es ist nicht so, daß es Unmengen sind und sie in Schwärmen kommen. Aber einige hast Du vor allem in der Dämmerung zu erwarten.
Meine Frau und ich haben beide nicht an Autan gespart. Bei mir hat es geholfen und ich habe auf der ganzen Reise nur zwei-drei Stiche bekommen. Meine Frau hat so einige abbekommen.
Auch in das Zelt haben sie irgendwie reingefunden.
Wenn diese Mücken Malariaüberträger waren, dann könnten wir nun Pech haben. Allerdings haben wir uns persönlich für Prophylaxe entschieden.
Aufpassen nicht gestochen zu werden hat nicht sehr gut funktioniert.

Ein Tropenarzt wird Euch wohl am besten beraten können.


Frank
Reisebericht. Regenzeit in Namibia
Themenstarter21 Beiträge · seit 201015. Feb. 2011 · #6
Danke Frank,

dann weiss ich was zu machen ist. Die Verteilung von Mückestichen verteilt sich in unserem Fall so, dass meine Frau einen bekommt und ich dann zehn davon trage.

Gruss M.
1'223 Beiträge · seit 201015. Feb. 2011 · #7
Millionär schrieb:
Grüezi,

kann mir bitte jemand eine Frage beantworten.
Ich werde die nächsten Tage in der Etosha sein,
und wollte wissen, ob aufgrund der aktuellen Wetter Situation eine Malaria Vorsorge notwendig ist.

Vielen Dank

Gruss M.
Habe viele Jahre in Tsumeb gelebt und bin unzählige Male in der Regenzeit zu Fuß durch die Etoschapfanne, einschließlich Übernachtung mit und ohne Schlafsack, bin zerstochen worden, aber Malaria habe ich nie bekommen. Ohne Prophylaxe.

Gehe davon aus, es ist wie im Lotto: wenn Du die A-Karte gezogen hast, dann erwischt Dich die Malaria. Nicht jeder Anopheles-Moskito ist infiziert oder Malariaträger. Je mehr Menschen in der Umgebung leben, umso größer ist das Risiko. Weil die Moskitos eben das Blut Infizierter benötigen um Dich infizieren zu können.

Man muß mal davon ausgehen, daß die Einheimischen dem Risiko das ganze Jahr ausgesetzt sind; sie können nicht nonstop Prophylaxe = Antibiotika in sich hineinziehen. Früher haben die Gemeinden in Regentonnen und offenes Wasser immer ein paar Tropfen Petroleum geträufelt, so daß die Moskitos dort nicht brüten können. Leider ist seit der Unabhängigkeit der afrikanische Schlendrian eingezogen und nichts mehr passiert. Deshalb ist danach im Landesinneren für einige Jahre als Folge das Vorkommen von Malaria sprunghaft angestiegen.

Malaria kann einen überall erwischen; es ist eben wie im Lotto. Zu den wirklichen Risikoregionen gehören der Kunene und der Okavango.

Ob jemand sich das jedes Jahr antun will mit der Prophylaxe, bleibt ihm selbst überlassen. Europäische Ärzte gehören aber auch zu den Ratenden; wo sich malariaverseuchte Mücken befinden können auch sie nicht wissen. Da hilft die ganze blinde Arztgläubigkeit auch rein garnichts.

BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
2'048 Beiträge · seit 200715. Feb. 2011 · #8
Hallo Frank,
Autan kennen wir hier in Europa ja gut, aber in Afrika bevorzuge ich das, was auch den Einheimischen hilft: Peaceful Sleep. Gibt es für kleines Geld in jedem Supermarkt.

@ Millionär (was für ein Name?)
Wenn du nicht machen willst, was dir dein Arzt rät, dann lass es eben sein. Aber du kannst dich nicht auf den Rat der Fomis berufen. Das Malariarisiko steigt, je weiter du nach Norden kommst. Außer den Anopheles-Mücken braucht es zur Übertragung auch noch Malariakranke Menschen, an denen sich die Mücke zuerst infizieren muss. Und auch die nehmen nach Norden zu, viele leiden dort an chronischen Formen der Malaria. Wenn du Pech hast reicht ein Mückenstich, während tausend andere nichts machen. Daher hängt deine Entscheidung auch von deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Wenn du nichts einnimmst, ist es aber wichtig auch Wochen nach Rückkehr bei Fieber, Gliederschmerzen oder Müdigkeit an Malaria zu denken. Das macht in Europa kein Arzt und die Untersuchung darauf ist zwar einfach, aber viele Ärzte können es gar nicht, haben höchstens im Studium mal was davon gehört.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
2'610 Beiträge · seit 200715. Feb. 2011 · #9
Hi,

ich will hier weder für noch gegen eine Prophylaxe sprechen, möchte aber darauf hinweisen, dass es nicht heißt, dass man mit Prophylaxe keine Malaria bekommen kann. Es heisst also auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass einen die Mücken gar nicht erst stechen.

Der Verlauf einer evtl. Malaria ist mit Prophylaxe meist nicht so schlimm, kann aber auch dann unbehandelt zum Tode führen. Ein Arzt hat mir einmal gesagt: ohne Prophylaxe kann jeder Idiot eine Malaria erkennen, mit Prophylaxe ist es schon schwieriger.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)