Regen und seine Auswirkungen

12 Antworten · 3'893 Aufrufe · gestartet 07. Feb. 2011 von travelNAMIBIA
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630 Beiträge · seit 200807. Feb. 2011 · #2
Hallo Christian,

ziemlich beeindruckende Bilder, die da veröffentlicht wurden.

Auf einigen Bildern kann man auch den Unterbau der Straße sehen. Ich bin zwar kein Straßenbauingenieur, aber der Unterbau kommt mir ziemlich schwach vor.

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
1'223 Beiträge · seit 201007. Feb. 2011 · #3
Solche Schäden sind nicht so sehr ungewöhnlich. Passiert jedes Jahr irgendwo im Süden nach einem Wolkenbruch. Dieses mal natürlich recht umfangreich. Auch die Bahnschienen sind jedes Jahr unterspült. Niemand kann die Wassermassen, wenn sie denn mal kommen, berechnen. Solche Bilder wird es in Zukunft wohl öfter geben, und zwar dort, wo die scheiniehs Roadconstructors mit deren Sandunterbauten aktiv sind.

Trotz aller Schäden:
Der Geruch der Luft nach solchen Regen ist einfach nicht zu übertreffen!

Danke für den Hinweis!

BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2011
1'125 Beiträge · seit 200607. Feb. 2011 · #4
Also, wäre ich römischer Kaiser gewesen und hätten meine Straßenbauingenieure solche Straßen mit dieser Art von Unterbau abgeliefert - ich hätte sie in die Wüste oder ins Kolosseum geschickt ... Das konnten die alten Römer besser!
Aber im Ernst: auch Teile der Transkalahari sind nicht besser: eine Asphaltdecke auf den Sand, mehr nicht. Da sind Naturstraßen (Schotter, Sand) oft besser.
Hoffentlich ist alles repariert, bis ich komme. Ich habe im vorigen Jahr wirklich mit zerstörten Straßen zu kämpfen gehabt.
Römische Grüße!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
36 Beiträge · seit 201107. Feb. 2011 · #5
wird, so scheint´s, einst ein römischer kaiser gemacht haben.
die nachfahren sind nur etwas nachgedunkelt 🙂
5'538 Beiträge · seit 200807. Feb. 2011 · #6
Hallo Zusammen, hallo Christian,

erst mal ein Danke an Dich - durch Deine guten Infos bin ich hier in Deutschland immer gut informiert.

Ich fürchte aber, dass wir uns an solche Bilder gewöhnen müssen. Nicht nur unsere scheiniehs Loadconstluctols werden dafür verantwortlich sein, sondern auch bzw. in erster Linie die jetzt schon fast jährlichen Regenfluten, die meiner Meinung nach mit dem Klimawandel zusammenhängen.

Liebe Grüße

Gerd
4'140 Beiträge · seit 200907. Feb. 2011 · #7
Hallo zusammen,
vielleicht hilft den Namibia-Fahrern der Link in der heutigen AZ weiter:
http://www.az.com.na/umwelt/angola-warnt-vor-berflutung.121372.php

Das könnte für alle interessant sein, die demnächst in den Norden wollen oder etwas später nach Botswana.
Gruß:
Burschi

P.S. @Gerd: Hängt sicher mit dem Klimawandel zusammen. Eigentlich ganz einfach logisch. Ist die Atmosphäre wärmer, verdunstet mehr Wasser. Wenn mehr verdunstet, muss auch wieder mehr runter kommen. Ich weiß, sehr grob verallgemeinert, aber im Prinzip geht es so.
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2011
1'223 Beiträge · seit 201007. Feb. 2011 · #8
Wenn man sich mit dem Klima der Namib auseinandersetzt, warum sie seit Millionen von Jahren dort ist, und kein tropischer Regenwald, dann hat das alles nichts mit der Klimawandelpropaganda des Mainstreams zu tun, sondern mit Naturgesetzen und der Physik.

Es wäre zum einen bekannt wenn sich der kalte Benguelastrom vor der Westküste des südlichen Afrika erwärmt hätte, zweitens wenn er sich neue Wege gesucht hätte.

Drittens haben die Regenwolken in Namibia zu 99% ihren Ursprung über dem Indischen Ozean und sie kommen über das nördliche Südafrika und Botswana. Daß die kommen, hat etwas mit Winden zu tun und nicht mit den Global-Warming Horrorgeschichten eines Herrn Latif und seinen Spinnern im Schlepptau.

Ja, es hat die vergangenen Jahre günstige Winde für NAM gegeben, und dafür sollte man dem lieben Gott danken. Denn wer Namibzustände in Gegenden wie Rehoboth, Karibib/ Usakos bis nach Otjiwarongo hinauf u.s.w., oder Hungersnot im Ovamboland, erlebt hat, der weiß den Unterschied der vergangenen fetten Jahre ganz gewiß zu schätzen, auch wenn sich dieses ganz plötzlich wieder ändern kann und wird.

Auch das Global warmed up Mitteleuropa hatte plötzlich wieder ganz "normale" Winterbedingungen.

BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2011
1'483 Beiträge · seit 200907. Feb. 2011 · #9
Hallo zusammen,
Für die gefallenen Niederschläge müssen wir die Klimakatastrophe nicht bemühen. Der Raum Nigeria ist aufgrund seiner Aridität von „Natur aus“ gekennzeichnet durch eine sehr hohe Niederschlagsvariabilität. Das heißt, dass die Abweichungen vom langjährigen Mittel hoch sind und zwar nach unten und nach oben. Bei einer angenommenen Variabilität von 30% ( meine vorsichtige Schätzung) bedeutet das, dass in einem Jahr nur 70%, im nächsten aber 130% Niederschlag fallen kann. Aber Achtung: Auch das ist ein Durchschnittswert! Da auch die Variabilität der Einzelereignisse hoch ist, kommen und kamen extreme Niederschlagssituationen immer wieder vor.

Was mich wundert ist, dass die Routenführung der Pads auf bekannte Abflussrinnen oftmals keine Rücksicht zu nehmen scheint. Als extrem empfunden haben wir z.B. Die Anlage der Sossusvlei Lodge, durch die mitten hindurch eine solche Rinne verläuft. Wir haben uns sagen lassen, dass das schon dazu geführt hat, dass die Häuser auch innen kräftig gewässert wurden. Wer dort war, wird sich erinnern, dass in der Rinne ein schiefliegender Baum „steht“. Bis zu dem betreffenden Hochwasser stand er noch aufrecht.

Grüße von Reinhard
1'483 Beiträge · seit 200907. Feb. 2011 · #10
Danke BadBoy,
wir haben wohl zur selben Sekunde gepostet.

Reinhard
1'223 Beiträge · seit 201007. Feb. 2011 · #11
Reinhard,

Du hast Recht mit der Routenführung. Das ist eine bekannte Tatsache so lange ich zurückdenken kann.

Mal lapidar gesagt:
Wer nur Wüste kennt, weiß mit der Flut nicht umzugehen und vermag sie auch nicht zu berechnen. Das war ein gravierendes Problem, als die Teerpad von Usakos durch die Namib nach Swakopmund gebaut wurde. Da ist in den letzten 30 Jahren eine Menge korrigiert worden; den meisten ist es nur nicht mehr bewußt! Man stelle sich vor, daß Regen die Teerpad und Eisenbahnlinie bei Arandis wegspült! Ist geschehen!

BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2011
235 Beiträge · seit 200907. Feb. 2011 · #12
Hallo Rodrigo,
Ich würde den Mund nicht zu weit aufmachen,von wegen Strassenbau in SA-NAM. Schaut Euch Euere Strassen, von Eueren Strassenbau- Künstlern mal nach dem Winter an.
Gruss Hubert
Nkosi Sikelel iAfreika
45 Beiträge · seit 200807. Feb. 2011 · #13
Moinsen

da brauchen wir doch nicht warten. Die A7 musste ja schon gesperrt werden, bevor der Winter richtig da war 🙁
Zum Glueck muss ich z.Zt. nicht in diese Gegenden 🙂

ha´det godt
Hardy
For once you have tasted flight you will walk the earth with your eyes turned skywards, for there you have been and there you will long to return. Leonardo da Vinci