Entscheidungshilfe Namibia + KTP im Februar 2011

11 Antworten · 2'294 Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2011 von Tatü
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Themenstarter45 Beiträge · seit 200829. Jan. 2011 · #1
Liebes Forum,
auf der Suche nach einem kurzfristigen Urlaubsziel benötigen wir eine Entscheidungshilfe. Durch unseren ersten Namibia Urlaub animiert, wollen wir evtl. ab dem 7. Feb. 2011 (Ja! so kurzfristig) Richtung NAM. Grobe Tour mit 4x4 und Dachzelt soll; WDH-Mariental-KTP-Souss-Waterberg-WDH sein (20 Tage). Mal davon ausgehend, dass wir fast überall vor Ort noch etwas zum übernachten finden können, bleibt die Unbekannte KTP. Hierzu unsere Fragen:
a) kann man hier auch ggf. vor Ort Verlängerungen vereinbaren, wenn man bei Mata Mata mit 2 vorgebuchten Nächten aufschlägt ?
b) wie muß man sich die derzeitigen Temperaturen von 35°C+ "gefühlt" vorstellen ? Auszuhalten ?
c) verwöhnt durch unseren ersten Aufenthalt (Nacht-Temperaturen < 10°C) fragen wir uns, wie denn die Nächte um die 23°C im Zelt schlaftechnisch "auszuhalten" sind ?
Schon mal Danke für Euere "Anteilnahme" 🙂
13 Beiträge · seit 201030. Jan. 2011 · #2
Hallo Tatü,

zunächst einmal herzlich willkommen im Forum.

Wir sind etwa im gleichen Zeitraum im KTP (allerdings feste Unterkünfte.)

Grundsätzlich kannst Du auch vor Ort Verlängerungen buchen - Das Problem sind unter Umständen die Distanzen zwischen den Camps. Jedoch weiß man eigentlich, zumindest in den "großen Camps", was in den anderen Camps frei ist.

Temperaturen:
Zumindest ich (48 Jahre Lenze jung) vertrage trockene Hitze besser als feuchte. Man schwitzt bei dieser niedrigen Luftfeuchtigkeit kaum, kann aber die intensive Sonneneinstrahlung leicht unterschätzen. (Sonnenschutz!)
Viel trinken ist für das allgemeine Wohlbefinden sehr wichtig. (und das sagt einer, der hier zuhause zu wenig trinkt) Wie es so in der Nacht in einem Zelt ist, kann ich dir nicht wirklich sagen. Ich bin einer, der aber versucht jeglicher Klimaanlage aus dem Wege zu gehen (auch im Auto) und so ist aufgrund der deutlich geringeren Nachttemperatur gut auszuhalten. Zusammengefaßt ich liebe dieses Klima.

Viel Spaß beim Planen

Vielleicht sehen wir uns im KTP - sind ab 15.02 dort.

Rudi
Themenstarter45 Beiträge · seit 200830. Jan. 2011 · #3
Hallo hammerport,
vielen Dank für Deine Einschätzung.
Was ist denn wenn man bei Mata Mata einreist, und hat z.B. nur 2 Nächte - sagen wir mal Nossob o.Ä. - vorgebucht und entschließt sich - vorausgesetzt es ist noch etwas frei - ein paar weitere Nächte im Park zu bleiben. Wie und wo zahlt man dann die Parkgebühren ? Oder kommt beim Verlassen des Parks die große Überraschung - Strafgelder etc. ?
13 Beiträge · seit 201030. Jan. 2011 · #4
Nehmen wir Dein Beispiel Mata Mata.

Du gehst zur Campverwaltung und fragst nach, ob etwas frei ist, (wo auch immer im Park). Wenn ja, kannst Du gleich reservieren und mußt auch bezahlen. Soweit ich weiß, nehmen Sie im KTP zumindest im Norden kein Bargeld. Also Kreditkarte wäre schon wichtig. Genau so ist es mit den Parkgebühren (müssen im Vorraus bezahlt sein.) Ab 6 Tage in südafrikanischen Parks über die Wildcard nachdenken.

Wenn ich so auf die San Parks Seiten schau, werden auch die Camp Sites langsam knapp (Nossob) Nur in Mata Mata zu übernachten halt ich persönlich für zu wenig. Die Gegend nördlich von Nossob sollte man gesehen haben (um diese Jahreszeit angeblich sehr gutes Wildlife). Also überleg mal, vielleicht doch lieber gleich zu buchen.

Viel Spaß beim planen

Rudi
Themenstarter45 Beiträge · seit 200830. Jan. 2011 · #5
Ich denke wir werden auch im Voraus buchen, obwohl wir uns ungern der Freiheiten berauben 😉. Ferner glaube ich auch dass wir 6-7 Tage ins Auge fassen werden - Route legen wir dann nach Verfügbarkeit fest - der Norden wird auch Ziel sein. Je tiefer wir aber einsteigen und je mehr wir lesen ,desto mehr Fragen tun sich freilich auf. Ich versuche mal die letzten vor unserer Buchung zu formulieren:
a. Wild Card vor Ort kaufen - ist das ausreichend ?
b. Wie dick muß man sich vor dem Park mit Essen / Trinken eindecken
c. Tanken innerhalb von KTP wirklich so bedenklich wie teilweise berichtet ?
Vgl. vor 2 Jahren waren wir 6 Tage im Okavango unterwegs und hatten alles vorher besorgen müssen. Ich verstehe das so, dass man im Park sehr wohl das Wichtigste wir Brot, Butter, Gesöff bekommen kann - Richtig ?
335 Beiträge · seit 200630. Jan. 2011 · #6
Hallo Tatü,

der Freiheit berauben tun sich im KTP glaube ehr die Spätbucher.
Unseren ersten KTP- Trip haben wir mit einem kleinen im Nachhinein ehr unkompetenten deutschen Tourunternehmen gemacht. Der Chef, der zugleich Tourguide war meinte auch nicht rechtzeitig vorbuchen zu müssen. Letztendlich hatten wir keine Unterkunft mehr bekommen und sind nur für einen Tag in den Park gefahren. Da 2003 die Grenze zu Namibia noch nicht offen war ging das noch. Anschließend waren wir vom KTP allerdings alles andere als angetan. Es war eine totale Hetzerei und wir haben fast keine Tiere gesehen.

Erst dieses Forum hat uns eines besseren belehrt.

In den letzten Jahren waren wir nun schon öfters im südafrikanischen und botswanischen Teil sowie in der der Mabuasehube. (immer zwischen 10-15 Tagen)

Inzwischen machen wir unsere Touren alleine und in bestimmten Gebieten wird dann schon mal ein knappes Jahr im Voraus gebucht. So wie z.B. im KTP. Denn da hilft die ach so hoch gelobte Flexibilität recht wenig. Wenn ich dann die Route nach Verfügbarkeit festlegen muss kann es unter Umständen zu einer ganz schönen Hetzerei innerhalb des KTP kommen. Um die schönen Wilderness-Camps richtig zu genießen möchten wir dort dann schon etwas früher sein.

Hier nun zu deinen Fragen:

a.
ja kannst du vor Ort kaufen, obwohl wir in Mata Mata eingereist sind haben wir sie uns erst in Twee Rivieren ausstellen lassen. Denn dort konnten wir sie mit Kreditkarte bezahlen. (Stand März 2009, vielleicht ist es inzwischen auch anders) Musst dadurch aber keinen extra Eintritt zahlen.

b.
Wenn du auf eine gut sortierte Küche wert legst empfehle ich dir, das Wichtigste vorher zu kaufen. Besonders Obst und Gemüse gibt es so gut wie nie. Ansonsten musst du nicht verhungern und verdursten. Auch mit Konserven (Gemüse und Obst) und Getränken sind die drei „Supermärkte“ ganz gut bestückt. Auch in den Gefriertruhen kann man mitunter ganz gute Braai-Zutaten (Fleisch, Geflügel) finden. Brot gibt es mal, mal gibt es keines. Ist halt Glücksache. Für den Notfall haben wir immer Mehl dabei und backen selbst.

c.
bisher haben wir an allen Tankstellen im Park getankt und es ist noch nie was passiert. Hoffen natürlich, dass es auch in Zukunft so bleibt

Der Starter für unsere diesjährige 8-wöchige Namibia-Tour im April/Mai wird übrigens wieder der KTP sein.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

LG
Uschi



Unsere Spülmaschine, wenn wir in der Wildnis sind 🤩
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zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2011
Themenstarter45 Beiträge · seit 200830. Jan. 2011 · #7
Hallo Uschi,

Danke für Deine Tips.

So kurzfristig sind natürlich die besten Camps vergeben und wir hatten keine Lust uns zu sehr auf die noch freien Termine zu fixen. Also haben wir soeben folgende Anlaufstellen gebucht (nachdem wir 2 Tage in Ondekaremba und mit einem weiteren Zwischenstopp zum KTP fahren) :
12.02. Mata Mata
13.02. Nossob
14.-16.02. Gharagab
17.02. Nossob
18.02. Mata Mata
Kann man damit leben ? (Wollten auch keine "7 Stunden Touren dazwischen haben)
Danach wollen wir mit einem Zwischenstopp 3 Nächte zum Soussouvlie, oder kann man auch direkt durchrutschen ?
Den Abschluss bildet dann je nach Lust Waterberg oder Erongo.
335 Beiträge · seit 200631. Jan. 2011 · #8
Hallo Tatü,

Glückwunsch, da hast du doch noch eine optimale Runde für den KTP zusammen bekommen. Die einzelnen Tagesabschnitte sind gut zu fahren, so dass euch genügend Zeit für Tierbeobachtungen und Fotografieren bleibt.

3 Übernachtungen in Gharagab finde ich persönlich zu viel, aber du wirst dir da sicher was dabei gedacht haben. Schön und erholsam ist es dort allemal. Wegen der „Einbahnstrecke“ kann man dort nicht mal nur für ein Stück auf Gamedrive gehen. Da musst du dann halt die komplette Runde drehen. Aber ich denke das sich die Piste durch den Regen momentan sehr gut fahren lässt. Fahrtechnisch haben wir die Strecke schon total unterschiedlich erlebt. Sowohl bei der An- als auch bei der Abfahrt haben wir nicht sehr viele Tiere gesehen. Aber die wunderschöne Landschaft entschädigt voll dafür. Auch beim Camp-Wasserloch hielten sich die Tierbesuche in Grenzen. Das Highlight für uns im September war dort der Besuch einer Brauner Hyäne. Schade, dass es da schon ziemlich dunkel war.

Im Februar kann es dort ja aber auch ganz anders sein. Wir kennen Gharagab bisher nur vom April bzw. September und da jeweils auch nur für eine Nacht.

Von Mata Mata Richtung Sossusvlei würde ich auf alle Fälle eine Zwischenübernachtung einplanen. Denn bis dahin sind es immerhin um die 600 km. Außerdem bist du in der Regenzeit unterwegs und da musst du immer irgendwelche Eventualitäten einplanen. 😉

Gruß
Uschi
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Themenstarter45 Beiträge · seit 200801. Feb. 2011 · #9
Moin Uschi,

das mit der Einbahnstrecke war uns gar nicht so bewußt, werden wir aber mit leben können. Vor drei Jahren im Savuti gabs eigentlich auch immer nur Einbahnstrecken, fährt man dann halt irgendwie aneinander vorbei - oder geht das hier nicht ?
Wie auch immer - wir haben dort oben drei Tage gemacht, weil wir auch mal einen tag nur rumgammeln wollten - ich denke dafür gibts schlechtere Orte, oder ?
Nun mit Souss hast bestimmt recht - ich denke hier werden wir einfach mal sehnen wie weit wir kommen und dann unser Zelt aufschlagen.

Ach, wie sieht es eigentlich mit Geld im KTP aus ? NAM$ mitbringen oder kann man irgendwie an Rand kommen ? Gibts evtl. sogar einen ATM im Park ?

Wünsche einen entspannten Tag

Mcha + Tanja
3'080 Beiträge · seit 200901. Feb. 2011 · #10
Hallo Tatü,

ich bin gerade aus dem KTP zurück und möchte zumindest meine Erfahrungen mal kundtun:

a) man kann nach Verfügbarkeit verlängern und umbuchen (frag mal Annick, die hat das schonmal gemacht und kann mehr dazu sagen)

b) wir hatten Temperaturen bis 40 Grad, es war aber gut auszuhalten. Zum einen ist es trockene Wärme und wir hatten das Glück das eigentlich jeden Tag ein wenig Wind da war, selbst nachts. Wir sind schonmal im Dezember am Fish River gewesen und das war deutlich unangenehmer als jetzt im KTP.

c) wir haben bedingt durch den Wind jede Nacht sehr gut geschlafen (Trax Camper, kein Bodenzelt). In einer Nacht brauchten wir sogar mal eine Decke weil es sich nach einem Gewitter ziemlich abgekühlt hatte.

d) der Einkauf sollte in jedem Fall vor der Einreise in den Park gemacht werden. Wir haben 10 Liter Wasser (Kostenpunkt 30 Rand in Kapstadt) an einen gestrandeten Landyfahrer verschenkt und haben für 8 Liter dann in Nossob 178 Rand gezahlt. Also mitbrngen was geht, wir haben z.B. in Nossob auch das einzige Brot gekauft, geh mal nicht davon aus das immer alles verfügbar ist.

e) der o.g. Landyfahrer hatte Probleme mit seinem Auto nachdem er in Nossob getankt hatte. Uns hat man auch nicht die Menge Sprit verkauft die wir eigentlich haben wollten. Der Sprit aus Nossob wurde vom Tankwart als "nicht gut" bezeichnet, es empfiehlt sich notfalls Kanister zum Nachtanken und verdünnen mit dabei zu haben.

In Gharagab sind drei Tage meiner Meinung nach zuviel. Die Fahrmöglichkeiten sind eingeschränkt, allerdings sind in der Nacht vor unserer Ankunft zwei Löwen direkt im Camp gewesen, wir haben leider nur die Spuren verfolgen können.

Wenn du noch detaillierte Infos haben möchtest kannst du in meinem Reisebericht nachlesen (Sasowewi in Big Cat Country)

Sasowewi
Themenstarter45 Beiträge · seit 200801. Feb. 2011 · #11
Hallo Sasowewi,

wir haben Eueren Bericht schon verfolgt und er ist abgesehen von Euerem Erlebten sehr schön geschrieben und kurzweilig zu lesen - kompliment dem Schreiber.

Meinste denn es macht Sinn bei SanParks noch umzubuchen, d.h. Gharagab 1 tag zu verkürzen und dafür Nossob 1 Tag zu verlängern ? Geht das ohne Aufpreis überhaupt noch so kurzerhand ?
3'080 Beiträge · seit 200901. Feb. 2011 · #12
Hallo Tatü,

wenn sich das machen lässt würde ich das tun, Gharagab ist mit zwei Übernachtungen ausreichend, du hast nur zwei Wasserlöcher die du erreichen kannst, das direkt am Camp und eins in ca. 4 km Entfernung.

Ich selbst hab noch nicht umgebucht aber ich denke das sollte funktionieren, einfach mal eine Mail schicken oder die Frage im Forum von SANPARKS auf www.sanparks.org stellen, es gibt ein Unterforum für die ariden Parks, da hab ich auch etliche Infos gefunden. Stell die Frage da und es findet sich bestimmt eine Antwort.

Sasowewi