Impfung

25 Antworten · 8'266 Aufrufe · gestartet 27. Jan. 2011 von SilviM
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Gast28. Jan. 2011 · #21
Hallo Paulimann,

hab gerade mal runter geschaut 🤩
und Du hast recht!!!!!

Gruß
499 Beiträge · seit 200628. Jan. 2011 · #22
Hallo Sambezi,

ich werde versuchen nicht ganz so weit auszuholen. Ich bin ja kein Genetiker.
Soweit ich weiss sind etwa 30% der Schwarzafrikaner an einer Sichelzellanämie erkrankt. Und die Häufigkeit nimmt mit Abstand vom Äquator ab. Da jeder Mensch Gene von Vater und Mutter bekommt, ist dieser "Datensatz" halbiert. Kinder, wo beide Eltern Sichelzellanämie haben, überleben nicht, da ihr Blut keinen Sauerstoff transportieren kann. Es handelt sich um "falsches" Hämoglobin. Ist nur eine "Hälfte" krank, also heterozygot, bleiben die meisten Menschen symptomfrei. Die krankheit heisst übrigens so, weil sich die roten Blutkörperchen bei Sauerstoffmangel sichelförmig verändern...
Malariaerreger (Plasmodien) sind auf die roten Blutkörperchen als Wirt angewiesen. In den geschädigten Sichelzellen können sie sich nicht vermehren und sterben ab. Man wird nicht krank, da die Erreger sich nicht massenhaft in die Blutbahn ergiessen können.
Normalerweise vermehren sie sich in den Erythrozyten bis diese platzen, dann kommt es zu einem "Überfluten" des Organismus und man bekommt Symptome (der Immunantwort).
Ich hoffe das war verstänlich.
gruss
Tobias
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
Gast28. Jan. 2011 · #23
Hallo Tobias,

alles wunderbar verstanden und wieder ein Stück informierter.

Danke Dir

Gruß
84 Beiträge · seit 200828. Jan. 2011 · #24
Hallo,

an Tobias danke für die Info.

Noch ein Punkt, warum ich nicht von der Bevölkerung auf mich schließen möchte:
In den Hochendemiegebieten besitzt die Bevölkerung eine erworbene Immunität. Diese haben wir nicht, daher ist das Erkrankungsrisiko auch höher. Kleinkinder in den Malariagebieten haben ebenfalls noch nicht die erworbene Immunität, daher ist die Rate an Todesfällen auch so hoch.

Habe einen interessanten Artikel gefunden unter
http://www.afg-heidelberg.de/fileadmin/FwbAnaesthesie/referate/Malaria.pdf

Gruß Sybille
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zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2011
33,1k Beiträge · seit 200628. Jan. 2011 · #25
Hi Grindsby,
In den Hochendemiegebieten besitzt die Bevölkerung eine erworbene Immunität. Diese haben wir nicht, daher ist das Erkrankungsrisiko auch höher.
Wenn es so wäre, warum ist dann in Hochendemiegebieten unter auch Erwachsenen Malaria die Todesursache Nr. 1?

Ich habe viele Freunde und Bekannte in Hochendemiegebieten im westlichen Afrika (Nigeria, Liberia, Sierra Leone, Ghan) und diese - und deren Ärzte - bestätigen, dass in solchen Gebieten die Leute vielmehr "chronisch" an Malaria erkrankt sind und deshalb auch immer wieder Malaria-Anfälle bekommen, diese jedoch, solange keine andere Krankheit zur gleichen Zeit das Immunsystem weiter schwächt, relativ gut verarbeiten können.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
705 Beiträge · seit 201029. Jan. 2011 · #26
Liebe Fomis,
ob, oder ob nicht muss natürlich jeder selbst Entscheiden.

Aber ich empfehle vorher einfach mal die Krankenkasse anrufen und Nachfragen.

Bei uns hat die Kasse (normale gesetzliche KK) alle Kosten (Impfungen und Malarone 600€ für 2 Personen) bis auf den Eigenanteil von 10% übernommen.

SG
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.