BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201003. Feb. 2011 · #22
Hallo,
und weiter geht's nach Botswana in den Chobe.
Tage 7,8 : Kasane / Chobe NP
Fahrt nach Kasane Die Fahrt geht heute über Katima-Mulilo nach Kasane.
In Katima-Mulilo setzt mich KC in einer Mall ab, wo ich in einer Bank Pulas tauschen möchte. Er fährt mit Petra solange tanken. Da Petra nur einen Tag in Botswana ist verzichtet sie auf einen Geldtausch.
Bisher hatte ich in Afrika (egal ob Nam oder RSA) immer mit Karte an Automaten mein Bargeld besorgt, nun tausch ich erstmals. Welch ein Erlebnis. 😎
Mann, und da jammert noch einer über unseren deutschen Amtsschimmel. Die Afrikaner verwalten sich doch auch zu Tode : Formular ausfüllen - Pass zeigen - Pass kopieren - Formular kopieren - im Nebenzimmer verschwinden - vom Nebenzimmer wieder zurückkommen – wieder was kopieren – wieder ins Nebenzimmer.... Ich weiß nicht mehr was die Dame hinter dem Schalter so alles trieb, nach gefühlten 2h hatte ich dann meine Pulas, uuffz! 🤨
Ich eile aus der Bank hinaus, in der Erwartung, dass KC schon ungeduldig auf mich wartet. Aber weit gefehlt. Tanken geht, zumindest heute, auch viel länger. Nach weiteren gefühlten 2h kommt er endlich.
Weiter geht’s Richtung Botswana.
Grenzübertritt : An der Grenze wieder die üblichen Aus- und Einreise-Formulare. Und !!!! gaaaanz wichtig an der Grenze zu Botswana, eine Veterinär Kontrollstelle. Nun ich hab darüber ja schon oft gelesen, nun darf ich es selbst erleben. Mit dem Auto durch ne Kuhle mit Desinfektionsmittel fahren, selber aussteigen und Schuhe in einer Art Pfütze ebenfalls desinfizieren. Soweit so gut, alles wie erwartet. 🙂
Doch nun hat die Lady an der Kontrollstelle nen besonderen Trick drauf. Sie fragt uns tatsächlich ob wir noch weitere Schuhe im Gepäck haben. 🤩 Darauf war ich nicht gefasst. Allerdings, an dem Tag hörte ich so schlecht. Ich hatte noch Sand vom Etosha in den Ohren, der mit dem vielen Wasser vom Caprivi zu einem richtigen Ohrstopfen aufquoll. 😗
Im Ernst: Ich stand ein paar Meter von der Lady entfernt, und tat so als hätte ich es nicht gehört. Ich ging strammen Schrittes zum Auto zurück, hab mich reingesetzt und hoffte, dass sie nicht nochmals nachhackt. Lügen wollte ich dann doch nicht, aber zum Schuhe auspacken hatte ich auch keine Lust. Petra hatte weniger Glück. Sie stand unmittelbar neben der Lady und beantwortete die Frage wahrheitsgemäß. Natürlich wurde sie aufgefordert auch diese Schuhe zu desinfizieren. KC und Petra packen nun, beide leicht fluchend, ihren Koffer aus. KC meinte dann, wir sollten beim nächsten mal einfach sagen wir hätten keine weiteren Schuhe. Nu-ja, wenn man als typischer Mitteleuropäer, mit tonnenschwerem Gepäck reist, und dann behauptet man hätte nur ein Paar Schuhe dabei – wer glaubt das !? 😕
Ich muss noch dazusagen, dass wir im Laufe der Reise noch weitere Kontrollstellen passieren mussten. Und wir wurden nie wieder nach unseren Schuhen im Gepäck gefragt. Ich weiß nicht ob das eine Besonderheit dieser Kontrollstelle ist, oder ne Laune der Beamtin. Allerdings möchte ich erleben, was sie tut wenn ne größere Reisegruppe im Bus kommt. Lässt sie dann wirklich so 20 Koffer auspacken? Die Meuterei möchte ich dann sehen. 😎
Nun geht’s Richtung Chobe/Kasane. Auf der Fahrt dorthin sehen wir schon etliche Elefanten, einige Paviane und Antilopen. Aber immer wieder Elefanten. Ich weiß nicht ob wir so seltsam ausschauten, aber einer von ihnen traute wohl seinen Augen nicht als er uns sah. Er rieb kräftig seine Augen.
In Kasane/Chobe: In Kasane checken wir in der Chobe Safari Lodge ein. Beim Check-in, sagt man uns, dass die für uns gebuchte Bootsfahrt in 10min losgeht und wir diese aber noch im Büro bestätigen müssten. 🤩 Ja-toll, wieder Hektik – aber Afrika und Hektik vertragen sich nicht. Hätten wir bei der Hinfahrt nur nicht so lange bei jeder Elefantensichtung getrödelt. Aber in unseren Reiseunterlagen stand eben nur, dass eine Bootsfahrt stattfindet, aber nicht die Zeit. Und KC als unser Guide hatte die Zeit wohl auch nicht besser im Auge. 🙁
Nun wir flugs zum Büro, und wieder Formulare und Pass. Wieso Pass, bei so was? Darf man sich hier ohne Pass wenigstens in der eigenen Nase popeln ? Das Ganze natürlich in afrikanischer Gelassenheit. Mann, in, inzwischen wahrscheinlich nur noch 8min, geht’s los. Wir müssen noch unser Gepäck im Zimmer abliefern! Nachdem der Papierkram erledigt ist, flitzen wir zurück zur Rezeption, Check-in noch beenden, ab zum Zimmer, Gepäck reingeschmissen, Kamera gepackt und ab Richtung Fluss.
Tja- und die ganze Hektik unnötig. Mit 10min. war gemeint, dass da mal so langsam die Boote anlegen und sozusagen das Boarding beginnt. Abfahrt ist dann erst 0,5h später. 🤪
Als wir an Bord gingen, haben wir wohl irgendwie die Angestellten ausgetrickst. Sie schienen nicht bemerkt zu haben, dass wir schon an Bord sind. Jedenfalls kam eine Angestellte rumgerannt und rief unsere Namen. Als wir uns meldeten war sie beruhigt und gab das „go“ zur Abfahrt. Hat mich gewundert, dass die wirklich kontrollieren ob jeder angemeldete Gast auch wirklich dabei ist und sich wohl Mühe machen ihn zu finden. Normalerweise ist man doch selbst schuld, wenn man nicht rechtzeitig da ist. Lob an die Lodge, guter Service. 🙂
Dann geht die Fahrt los. Zuerst sehen wir jede Menge Büffelherden. , Einer von ihnen scheint mit einem (Schlangenhals-)Vogel ein kleines Schwätzchen zu halten.
Dann jede Menge Elefantenherden. , Elefanten, Elefanten, Elefanten, Elefanten..... , Elefanten vorne, Elefanten hinten, Elefanten rechts und links, Elefanten oben und unten. Ein Wahnsinn. , Während einer von ihnen unser Deo prüft fordert uns ein anderer zum Spielen auf . Gut zur Auflockerung gibt’s zwischendurch noch paar Krokos, Hippos und Vögel. , , , ,
Auf meinen Bildern sieht alles so schön idyllisch aus. Ich hätte mal ein Foto mit ner totalen zum Fluss machen sollen und all die Boote zeigen. Denn was mich bisschen erschreckte war die Anzahl der Touri-Boote auf dem Fluss. Es gab fast so viele Boote wie Elefanten und Büffel zusammen. Irgendwie auch ein Wahnsinn. 😮
Einzig ein Boot musste ich ablichten, weil deren Heck so tief im Wasser lag, dass ich mich wundere, dass die nicht abgesoffen sind.
Zum Sonnenuntergang sind wir wieder zurück an der Lodge.
Zur Chobe Safari Lodge : Sie ist keine wirkliche Lodge, so wie ich „Lodge“ definieren würde. Sie ist vielmehr ein großes Hotel. Aber sehr gut. Definitiv Top Level. Gute, saubere Zimmer. Gutes Essen. Guter Service. Man kümmert sich sogar (wie oben beschrieben), dass man keinen gebuchten Ausflug verpasst. Ich würde jederzeit wieder hingehen.
2ter Tag Chobe Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, heißt es Abschied nehmen von Petra. Sie hat ja nur den Caprivi-Teil gebucht. Sie wird zum Flughafen nach Livingston gebracht, von wo aus sie über Jo-burg nach Deutschland zurück fliegt.
Für mich geht es nun in die 2te Runde. Es warten als Highlight die Victoria Fälle und das Okavango Delta.
Laut Reisekatalog sollte ich noch ne 2te Nacht in der Chobe Lodge bleiben. Aber dies wurde kurzfristig geändert. Wir müssen umziehen in die Kubu Lodge.
Auf dem Weg dorthin, holen wir noch ein Ehepaar, Uwe und Silke, von einem anderen Hotel ab. Sie stoßen zu uns und wir werden zusammen den Vic-Falls und Botswana Teil machen. Sie hatten zuvor schon eine Flugsafari in Namibia gemacht. Von Windhok mit ner kleinen Cessna die Hauptsehenswürdigkeiten in Nam angeflogen.
Wir checken in der Kubu Lodge ein. Da wir so früh dran sind, sind unsere Zimmer noch nicht fertig. Wir werden gebeten noch in der Bar oder Terrasse Platz zu nehmen und was zu trinken. 🙂 Also tun wir das. Als die Bedienung kommt, bestellt sich Silke ein Wasser. Die Antwort der Bedienung : „Ohhhh, puhhhh, I am sooooory the bar is closed“ 🙁
Häää, kapier ich das jetzt ? Wir werden gebeten in der Bar Platz zu nehmen und was zu trinken, um uns dann zu sagen, dass wir nichts bekommen!?. 😵 Lehrstunde in afrikanischer Logik. Ich als spießiger Deutscher werde es wohl nie verstehen. Aufgrund unserer ratlosen Gesichter, teilt sie uns mit, dass eigentlich noch Frühstückszeit ist und wir einen Kaffe haben könnten. Nun gut, bestellen wir Kaffe.
Als wir gerade unseren Zucker und Milch in den Kaffee rühren, kommt eine andere Bedienung, - auf dem Tablett ein Wasser. Upps, es gibt doch was. 🙂 „I opened it“(gemeint war die Bar) „for you“ lässt sie uns wissen. Oh, gut ! Augenblicke später stehen dann neben den Kaffees, Wasser, Cola und Rock Shandy, das Lieblingsgetränk von KC. Dann dürfen wir unsere Zimmer beziehen. Wir relaxen, zur Mittagszeit nehmen wir einen kleinen Lunch ein bevor wir zum Nachmittags Game-Drive in den Chobe NP abgeholt werden.
Und wieder sehen wir Büffel und ..... .... ja Richtig. Elefanten, Elefanten, Elefanten, Elefanten...... Ok, auch hier will ich nicht übertreiben, zwischendurch gibt es auch wieder etwas Abwechslung.
[foto: 27279],, [foto: 27283],,,
Ein Elefant mit Stummelschwanz erregt dann unsere Aufmerksamkeit... ... der Arme hatte wohl mal ne Meinungsverschiedenheit mit Löwen oder Hyänen. Und wieder ... , , und Abwechslung... ,
Auch eine Löwendame possiert fotogen vor unserer Linse ,
Auch auf die Gefahr, dass ich mir hier im Forum einen schlechten Ruf erarbeite, wenn ich wieder über andere Reisende lästere, aber ich kann es mir nicht verkneifen. Während der Fahrt durch den Park kommen uns 2 Jeeps mit einer asiatischen Reisegruppe (wahrscheinlich aus dem Reich der Mitte) entgegen. Köstlich die schon fast uniformiert wirkende Aufmachung. Jeder von denen mit der gleichen Staubschutzmaske vor Mund und Nase und Schutzbrille versehen. Sie gleichen sich so fast wie ein Ei dem Anderen. Entweder sind sie so von ihrem Veranstalter ausgerüstet worden, oder sie haben sich alle im gleichen Baumarkt mit dem Zeug eingedeckt. Ich fand’s echt zum schießen. 😄 Aber leider habe ich nicht geschossen, ich habe es versäumt ein Foto davon zu schießen.
Zum Sonnenuntergang sind wir wieder in der Lodge.
Zur Kubu Lodge: Sie ist soweit gut. Ich würde sie schon zum oberen Drittel zählen. Gute Zimmer und gutes Essen. Auch das Personal war sehr professionell und hat uns prompt mit europäischer Schnelligkeit bedient. Die Anekdote mit der geschlossenen Bar war sicher eine Ausnahme und wahrscheinlich auf eine neue noch nicht ganz eingelernte Bedienung zurückzuführen. Die Chobe Lodge ist sicher eine Klasse besser einzustufen, wem diese aber zu groß ist und lieber was übersichtlicheres / familiäreres haben will ist in der Kubu gut aufgehoben.
So, und Morgen geht’s zu den Victoria Fällen nach Zimbabwe.
"Während der Fahrt durch den Park kommen uns 2 Jeeps mit einer asiatischen Reisegruppe (wahrscheinlich aus dem Reich der Mitte) entgegen. Köstlich die schon fast uniformiert wirkende Aufmachung. Jeder von denen mit der gleichen Staubschutzmaske vor Mund und Nase und Schutzbrille versehen. Sie gleichen sich so fast wie ein Ei dem Anderen. Entweder sind sie so von ihrem Veranstalter ausgerüstet worden, oder sie haben sich alle im gleichen Baumarkt mit dem Zeug eingedeckt. Ich fand’s echt zum schießen. Aber leider habe ich nicht geschossen, ich habe es versäumt ein Foto davon zu schießen."...
Genauso erstaunt waren wir damals, ich werde versuchen diesmal schneller zu sein und ein Bild zu schießen 😄 Schön Deinen Bericht und die wunderschöne Fotos.
Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
super Danke Dir, so haben wir es ja auch gesehen und leider nicht festgehalten.
Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
is ja ´n cooler Reisebericht! 🙂 Ich muß schon sagen individueller als mit einer 2-Mann-Reisegruppe geht es ja fast nicht. Hast ja viel erlebt. Das mit der Dame vom Veterenäramt haben wir so geregelt, indem sie einen Beutel Orangen beschlagnahmt hat und wir dann nicht mehr auf weitere Schuhe kontrolliert wurden. Wir waren damals 6 Reisende. Welche Reiseleiter war eigentlich Theo, ich denke der 2.? Ich bin auch schon wieder "heiß" auf Namibia. Ich denke im Herbst gehts wieder rüber. Ja der Reisebericht jedenfalls liest sich Super! 😁 Bis bald!
BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201004. Feb. 2011 · #27
Hallo Alle,
@Cecile & Knipser : Das heisst, dass das nicht eine Besonderheit dieser Reisegruppe war die mir begegnete, sondern, dass das schon zur Standartausrüstung jedes Asiaten gehöhrt ? Knipser : Bild gut getroffen. Nur hatten meine Asiaten eben noch eine Schutzbrille auf. 😄
@roni: Habe Dir eine PM geschickt. Ich wollte das mit den Namen der Guides hier nicht so direkt öffentlich machen. Aber Theo hatten wir im Etosha, er war ja ganz fähig. Nur der, den ich hier KC nenne war manchmal etwas unbeholfen, nicht nur an den Popa-Fällen.
....na denn weiss ich wenigstens, dass Theo der Bessere war. Kann ich nur bestätigen. Er ist einer der Besten, meiner Meinung nach. 🙂 Also wer bei Deinem Reisebericht nicht Lust auf mehr NA bekommt, ist selbst Schuld 😉 . LG Ronald
....die Transferzeit ist ausreichend. Haben wir ´n paar mal durch. Nicht trödeln, dann packt man es locker 🙂
BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201005. Feb. 2011 · #30
Hallo,
und weiter zu den Fällen.
Tage 9,10 : Victoria Falls
Der Reiseteil Victoria Falls wird von Wild Horizons durchgeführt. KC begleitet uns zwar, aber er kann sich nun etwas entspannen und sich selbst wie ein Touri fühlen, denn wir bekommen für die 2 Tage einen Guide von Wild Horizons. 🙂
Wir werden von einem Jeep von Wild Horizons zur Grenze Zimbabwe gebracht, unser Kleinbus bleibt bei der Kubu Lodge stehen. An der Grenze wie üblich die Aus- Einreiseformulare ausgefüllt. Erstaunt hatte mich die Frage in welcher Währung ich das Visum für Zimbabwe zahlen wolle. Ich dachte die nehmen nur US$. Ich entscheide mich dann für Rand, denn davon habe ich noch am meisten, und werde wohl nicht alles brauchen.
Nun gehen wir mit unserem Gepäck zu Fuß über die Grenze und steigen auf Zimbabwe Seite in einen anderen Jeep. Wenn man den ganzen Grenzübertritt auf einen einfachen Nenner bringt : Mit einem Auto zur Grenze - dann zu Fuß über die Grenze - und dann jenseits der Grenze in ein anderes Auto steigen. Das Ganze hat den Charakter eines Agentenaustausches zu Zeiten des Kalten Krieges. 😎
Auf der Fahrt zu Victoria Falls drückt uns unser Guide von Wild Horizons ein Prospekt in die Hand, wir sollen schon mal überlegen welche Aktivitäten wir so machen/buchen wollen. Nun auf der Liste steht : Hubi-Rundflug, Bungee Jumping, Wild Wasser Rafting, Kanu fahren, Lion Walk und Elefanten reiten.
Hmm, also Bungee Jumping streiche ich mal als erstes, zuviel Adrenalin, ähnliches gilt für Wild Wasser Rafting. Heli Flug würde mich schon reizen, aber für nur 15min etwas teuer und 15min sind echt kurz. Eine gemütliche Kanu Tour könnte mir gefallen, ebenfalls die Löwen und Elis. Über den Lion Walk hab ich schon im Forum gelesen. Aber 1 muss noch weg. Löwen oder Elis, Elis oder Löwen – ich kann mich nicht entscheiden. Uwe und Silke entscheiden sich für die Elis. Davon beeinflusst schließe ich mich an. Uwe und Silke lassen sich dann wohl auch etwas von mir beeinflussen und schließen sich der Kanu Tour an.
In Victoria Falls angekommen halten wir am Wild Horizons Büro und machen die Buchung fix. Hier werde ich dann meine US$ los. Danach ab zur A’Zambezi River Lodge und eingecheckt. Und ab geht’s zu den Fällen.
Zuerst sagen wir dem wohl berühmtesten Afrikareisenden „Hallo“. Dr. Livingston:
Doch der ältere Herr wirkt ein wenig steif und wortkarg. Somit wenden wir uns den Fällen zu. , , , Wir gehen entlang der Fälle Richtung Osten (also Richtung Sambia). Je weiter wir kommen desto wasserärmer werden die Fälle. Man erklärt uns, dass die Fälle selbst etwas abschüssig seinen, so ist auf der einen Seite immer mehr Wasser als auf der Anderen. Mir wurde mal gesagt, dass man nicht gerade dann zu den Fällen sollte, wenn Hochwasser (also Regenzeit oder kurz danach) ist. Dann sei so viel Gischt da, dass man fast nichts sieht. Aber so kurz vor Ende der Trockenzeit, also bei wohl dem niedrigsten Pegel, sehen diese sonst so mächtigen Fälle schon etwas armselig aus. Etwas mehr Wasser hätte es schon sein können. , , Dann die bekannte Brücke . Unser lieber KC bittet mich ein Foto von ihm und den Fällen zu machen. Tu ich doch gerne. KC war wohl auch noch nie dort. Ich verspreche ihm die Fotos per e-mail zu schicken.
Dann verlassen wir die Fälle. Unser Guide zeigt uns noch das berühmte Victoria Falls Hotel. , ,
Dann werden wir nahe unseres Hotels direkt zu unserer Sundowner Bootsfahrt gebracht. Wieder sehen wir Elis und Hippos. , ,
Es gibt doch die Geschichte warum die Hippos das Maul so weit aufmachen.
Als Gott die Welt schuf, hatte er nicht geplant die Hippos ins Wasser zu lassen. Er befürchtete, dass diese mit ihrem großen Maul alle Fische fressen. Die Hippos bettelten aber darum ins Wasser zu dürfen und versprachen auch keine Fische zu fressen. Gott gab nach und ließ die Hippos ins Wasser. Und um Gott zu beweisen, dass sie sich an ihr Versprechen halten, machen Hippos das Maul so weit auf, damit Gott sehen kann, dass sie kein Fisch im Maul haben.
Bei dem folgenden Bild muss ich an diese Geschichte denken. Da das Hippo das offene Maul fast senkrecht in den Himmel streckt, könnte man meinen, dass er wirklich Gott sein leeres Maul zeigen will.
Zurück in unserer Lodge essen wir zu Abend. Endlich bekomme ich mal Gelegenheit Krokodil zu essen. Habe schon viel darüber gehört und gelesen. Von : Es schmeckt wie Radiergummi (war dann wohl ne schlechte Qualität). über: Es schmeckt wie ne Mischung aus Hühnchen und Fisch. zu.: Es schmeckt wir Hühnchen, Fisch und Wild (also ne Mischung von allem) - war alles dabei Nun, Hühnchen kann ich bestätigen, alles Andere nicht. Liegt vielleicht auch an der Machart. Es gab es wie ein typisches indisches Huhngericht mit Reis und Curry.
Zur A’Zambesi River Lodge: Man kann sie mit der Chobe Lodge vergleichen. Sie gleicht ihr sehr. Es ist wieder nicht eine Lodge, was ich unter Lodge verstehe, vielmehr ein großes Hotel. Wieder sehr gut. Wieder Top Level. Wie gesagt, der Chobe Lodge sehr ähnlich. Es kann durchaus auch passieren, dass man am Pool Besuch von Warzenschweinen oder Affen bekommt. [foto: 27345]
Am nächsten Morgen werden wir dann zu Kanu Tour abgeholt. Es wird wieder von Wild Horizons durchgeführt. Im Wagen sitzen schon ein Paar aus Norddeutschland und eine Alleinreisende Engländerin.
Zuerst fahren wir mit dem Auto ein ganzes Stück den Fluss hinauf. An der Stelle angekommen an der wir nun die Kanu Tour beginnen, bekommen wir zunächst Instruktionen. Ich bin noch nie Kanu gefahren, und bekam (leider) erst nach der Buchung bedenken, ob die Tour für Anfänger geeignet ist. Doch nun erklärt man uns, wie man ein Paddel hält und das Boot steuert. Also Einführung für Dummies, somit rechnen die mit Typen wie mir, gut. 🙂 Aber dann kommt’s dicke. Anweisung wie man sich verhält wenn ein Kroko oder Hippo neben einem auftaucht. Kroko , Hippo 🤩 Ja bin ich denn vom Affen gebissen, in Afrika meine erste Kanufahrt zu machen. Nun wird mir erst bewusst : Klar in Afrika, da gibt’s andere Tierchen im Fluss als Bachforellen. Und ich hab mein großes Messer im Hotel gelassen - keine Verteidigungsmöglichkeit. 😕 Kaum hatte ich das verdaut, kam der Nachschlag : Erklärung : Wie fährt man Stromschnellen hinunter Stromschnellen, 🤩 hey Jungs ich bin Anfänger. Auf meine Frage ob denn wirklich Stromschnellen kommen, meint der Guide: „Ja, 3 kleine“. Nun was mag der wohl unter „klein“ verstehen. 😐 Aber er beruhigt uns, der 2te Guide fährt mit dem Auto parallel zum Fluss. Und bevor die erste Stromschnelle kommt gehen wir nochmals kurz an Land. Wer es sich nicht zutraut kann dann mit dem 2ten Guide im Auto mitfahren. Ich bin beruhigt, dass es ein Plan „B“ gibt.
Nun geht’s los. Da die Engländerin und ich kein Partner haben werden wir in ein Boot gesetzt. Sie vorne, ich als Boss (Steuermann) hinten. Nach ner kurzen Eingewöhnung, in der das Kanu immer in die andere Richtung fährt als ich es will, bekomme ich es aber in Griff. 🙂
Ich entspanne mich und genieße die Tour. Nur wenn ich als Fotografieren will treibt das Boot ab oder dreht sich. Leider sieht sich die Engländerin nicht genötigt das Boot auf Kurs zu halten. Der Hintermann ist ja für’s Steuern zuständig. So versuche ich mit einer Hand die Kamera zu bedienen und mit der Anderen ein bisschen Kurs zu halten. Ich habe nur meine kleine 2t Knipse (nicht die Spiegelreflex) dabei, die ich in so einen wasserdichten Fotobeutel verpackte, die es für's Schnorcheln oder kleinere Tauchgänge gibt. ,
Als Höhepunkt sehen wir Elefanten am Ufer. Einer von ihnen überquert den Fluss, so dass man fast nur noch seinen Rüssel wie ein U-Boot Teleskop aus dem Wasser ragen sieht. Davon habe ich leider kein Foto und die anderen sind leider unscharf – der Beutel beschlug. ,
Dann nähern wir uns den ersten Stromschnellen. Mann, die Popa Fälle nennen sich Fälle obwohl sie Stromschnellen sind, und hier nennt sich Stromschnelle was die Victoria Fälle höchstpersönlich sind. 🤩 Ich komme erstaunlicherweise gut die Stromschnellen herunter, aber direkt dahinter kommen 2 Monsterwellen auf uns zu (zumindest erscheinen sie mir als Monsterwellen, von Land aus betrachtet sehen sie sicher harmlos aus). Die erste Welle nehme ich noch so einigermaßen im rechten Winkel. Die Welle dreht aber unser Boot so, dass die 2te Welle längsseits auf uns zu kommt. Ich sehe uns schon im Fluss liegen. Aber das Boot erweist sich als kentersicherer als ich glaubte, ein wenig das Gewicht verlagert, wir werden bisschen durchgeschaukelt aber dann ist es überstanden. Wir sind wieder in ruhigem Gewässer.
Ich drehe gerade unser Boot in Fahrtrichtung, als ich unseren Guide was schreien höre. Ich glaubte er meint uns. Ja, ja ich komm ja schon. Doch dann merke ich er meint schon uns, aber anders als ich denke. Ich sehe Silke mit verdutztem Gesicht alleine im Boot sitzen. Ihr Uwe kommt auf der Rücken treibend den Fluss hinunter. Sah noch irgendwie cool aus, wie er so, von seiner Schwimmweste über Wasser gehalten, den Sonnenhut und Sonnenbrille noch an der richtigen Stelle sitzend, so den Fluss runter kam.
Aber unser Guide rief weiter, wir sollten Uwe helfen da wir am nächsten sind. Wir müssen ihn schnellstens wieder in ein Boot ziehen. Denn Ihr wisst ja – Hippos und Krokos im Fluss!! 🤩 Also paddele ich schnellstmöglich zu Uwe. Unser Guide kommt fast gleichzeitig an und kurz darauf auch Silke. Mit etwas Mühe schaffen wir es dann ihn wieder in sein Boot zu hieven. Zwischenzeitlich kam auch sein Paddel vorbei das wir aus dem Wasser fischten. Alles gutgegangen und weiter geht’s.
Die nächsten beiden Stromschnellen erwiesen sich dann als harmlos, und wir schafften es Alle heil durchzukommen. 🙂
Während der Tour hatte ich keine Krokodile gesehen. Einige Ohren, Augen und Nüstern -sprich Hippo Gruppen- sah man schon immer wieder mal aus dem Wasser ragen. Aber unser Guide führte uns immer geschickt in großem Abstand um sie herum.
Nach der 3ten Stromschnelle gehen wir an Land. Die Halbtagestour ist vorbei. Nur das Paar aus Norddeutschland hat eine Ganztagestour gebucht. Nach einem kurzem Lunch werden sie weiterpaddeln. Als Bezwinger des wilden Sambesi, mit viel neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, gehe ich nun einige Zentimeter größer und mit John Wayne Gang versehen zum Jeep. 😄 Wir werden vom 2ten Guide zurück zum Hotel gebracht.
Im Hotel raus aus den nassen Klamotten, noch bisschen am Pool relaxen, bis wir zum Elefantenreiten abgeholt werden.
Dort zunächst auch wieder Belehrung. Die sich eigentlich darauf beschränkt, dass man, egal was passiert, nie vom Elefanten runterspringen soll. Gut, werde ich nicht machen. 🙂
An der Stelle wo wir gleich die Elis besteigen werden, tollen noch paar Affen rum.
Dann kommen die Ellis. Sie stärken sich noch ein wenig. Dann machen wir und bekannt. Dann geht’s auch schon los. ,
Langsam und gemächlich schaukeln wir durch das Gelände. Mein Eli ist Emily und hat noch sein Kleines dabei. Ab und zu wedelt sie mit den Ohren. Das Ohr fühlt sich außen an wie es aussieht, etwas rau, die Innenseite dagegen wie glattes Leder.
Nach dem Ritt dürfen wir unseren Eli noch füttern. Ich lege also eine Handvoll Futter in Emilies offenes Maul. Fehler- man sollte es hinein werfen. Daher macht bei mir das Maul – klapp noch bevor ich meine Hand draußen hab. (ey, reimt sich sogar). 🙂 Zum Glück habe ich mich für’s Elefantenreiten entschieden. Wäre mir das beim Löwen Walk passiert, würde mir nun der Unterarm fehlen 😎 (aber wahrscheinlich gibt es da eh kein Füttern danach). Doch so bekomme ich nur Emilies feuchte Zunge zu spüren. Bei meinem zweiten Versuch stelle ich mich dann auch besser an. Danach wechselt eh die Pose, und statt das Futter direkt ins Maul zu werfen, muss ich es ihr in den Rüssel legen. Emilies Kleines steht auch da und reckt mir bettelnd sein Rüssel entgegen. Ich hab Erbamen und gebe auch ihm was. Uns wurde allerdings gesagt, dass wir uns von den Jungen fern halten sollten, weil die Mütter sonst ihr Beschützerinstinkt auspacken könnten und das uns nicht gut bekommt. Als der Guide sieht, dass ich auch das Junge füttere ist er fast dem Herzinfarkt nahe, doch er beruhigt sich schnell wieder, als er sieht, dass Emily ganz cool reagiert. So füttere ich abwechselnd Mutter und Kind. 🙂
Dann ziehen die Elefanten wieder ab. Der Ritt wurde von den Angestellten fotografiert und gefilmt. Während der Film bearbeitet wird, werden uns Getränke gereicht. Als dann der Film fertig ist, werden wir in einen Raum gebeten, wo uns der Film gezeigt wird. Natürlich kann man ihn kaufen, ebenso wie eine CD mit den Fotos. Außerdem gibt es Fußabdrücke der Elis zu kaufen. Man hat mit Farbe ihre Füße bestrichen und sie auf ein Papier treten lassen. Tja - mit was man alles Geld machen kann. 😐 Ich weiß nicht mehr warum ich so wenig Bares dabei hatte, wahrscheinlich hatte ich den Großteil im Hotel-Safe. Aber mein Geld reicht nicht mehr für den Film, so kaufe ich nur die Foto-CD. Allerdings darf ich nur bezahlen, die CD würde dann ins Hotel geliefert. Ich wende ein, dass wir am nächsten Tag schon früh abreisen. Kein Problem sagt man mir. Ich misstraue der Sache. Doch am nächsten Morgen ist die CD tatsächlich an der Rezeption. Allgemein muss ich sagen, dass alles von Wild Horizons sehr gut und professionell gemacht wurde. Gut ein bisschen Touri abzocke war’s schon, aber alles lief perfekt und zuverlässig wie am Schnürchen. 🙂
Die beiden Tage an den Vic.-Fällen gehen nun zu Ende. Die nächsten 1,5 Tage werden wir dann nur auf der Straße sein, auf dem Weg nach Maun.
Hallo Bernd, Danke für die "Warnung" 🤩 eine Kanufahrt , werden wir auch nicht machen 😄 Aber das mit den Elis war doch ein tolles Erlebnis 🙂 Du hast es zum Teil so toll beschrieben , das ich hier derweil lauthals gelacht habe 😄
Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200605. Feb. 2011 · #32
Danke Bernd, für den spritzig geschriebenen Bericht. Klasse! Es ist halt nicht so ganz einfach, allein auf Rundreise zu gehen... 😉
Champagner8'681 Beiträge · seit 201005. Feb. 2011 · #33
Mensch, Bernd, habe eben (warum auch immer) erst deinen Bericht entdeckt - und bin begeister!! Habe auch schon ein paar Lesungen durchgeführt, damit das andere Sofa auch was zu Lachen hat 😄 Und dann die wunderschönen (und süüüüßen) Tierfotos....wie soll ich die knapp 3 Monate Wartezeit noch rumbringen?
Grüße vom Fuße der Schwäbischen Alb runter an den Bodensee, wo ich schon sehr schöne Zeiten verbracht habe!
Maria 58186 Beiträge · seit 201005. Feb. 2011 · #34
Hallo Bernd, supertoller Bericht, habe mich köstlich amüsiert über die Bootsfahrt. Wir haben hier in Deutschland eine Kanufahrt gemacht und sind zweimal ins Wasser geplumst 😕 Werden uns deswegen, bei unserer Reise im Oktober nach Botswana, eine solche Kanufahrt besser verkneifen 😐 freue mich schon auf die Fortsetzung. Schöne Grüße Maria
BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201006. Feb. 2011 · #35
Hallo Alle,
vielen Dank für das feedback.
Etwas erschrocken bin ich jetzt schon, dass ich Euch so von der Kanutour abschreckte. Hoffentlich verklagt mich der Veranstalter nicht wegen Rufschädigung 😉 .
Ich wollte nun das Ganze bischen relativieren und entschärfen. Aber nachdem ich meinen Beitrag nochmals durchgelsen hatte, ....hmmm die Fakten stimmen schon, vielleicht habe ich es einfach zu blumig beschrieben, und die vielen "entsetztes Gesicht" Ikons ereuzeugen vielleicht zu viel Panik.
Nun im Ernst: In Gefahr habe ich mich nie gefühlt. Krokos habe ich gar nicht gesehen, und um die Hippos wurde immer einen großen Bogen gemacht. Und solange man ihr Revier achtet, tun die dann ja nichts (lagen nur faul im Wasser).
Das Kanu das wir hatten war ziemlich breit (sieht man auf den Bildern). Wenn ich die Kanus sehe, die hier in Deutschland so üblich sind, die sind schmaler und wackliger. Wie ich schrieb kam die eine Welle (ca. 1m hoch) seitlich auf unser Boot zu. Falscher kann man es ja nicht mehr machen, und das Boot kenterte nicht!! Ich denke man muss sich schon ziemlich ungeschickt anstellen um im Wasser zu landen. Falls es doch passiert, dann wahrscheinlich an den Stromschnellen, und da gibt es keine Hippos und Krokos, die bevorzugen auch ruhiges Gewässer.
Gut ein Restrisiko gibt's immer, bei allem was man tut da. Wie groß es jetzt wirklich war ist für mich schwer einzuschätzen.
Fazit: Auch wenn mir bei Begin der Tour bedenken kamen, ich möchte die Erfahrug jetzt auch nicht mehr missen.
Gruss Bernd
PS: Was mich auch erschreckte. Die vielen Rechtschreib/Tippfehler im Beitrag. Das kommt davon wenn Gehirn und Tippfinger nicht synchron laufen. Aber Ihr wisst ja, wir in Baden-Württemberg können alles ausser Hochdeutsch. 😉
BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201006. Feb. 2011 · #36
Hallo,
und nun geht's weiter.
Tage 11, 12 : Fahrt Vic Falls - Gweta – Maun
Wir werden wieder von Wild Horizons vom Hotel abgeholt und zur Grenze Zimbabwe/Botswana gebracht. Grenzübertritt wieder nach Agentenaustausch Art. An der Kubu Lodge übernimmt KC wieder die Führung. Mit unserem Kleinbus fahren wir über Nata nach Gweta. Eine Fahrt ohne Highlights, es ist eben nur Strecke machen um zu unserem eigentlichen Ziel Maun zu kommen.
In Gweta sollten wir eigentlich in der Planet Baobab Lodge sein, doch auch dies wurde geändert, - zur Gweta Lodge. Dort wird mit uns noch eine Sundowner Fahrt in den Busch gemacht. An einem Wasserloch bekommen wir einen großen Baobab zu sehen. Als Attraktion hat ein Elefant mit seinem Stoßzahn ein Loch hinein gebohrt.
, ,
Außerdem liegen ein paar Eli Knochen rum.
Wir nehmen ein paar Drinks zu uns. Und warten auf die Elis die ab und zu ans Wasserloch kommen würden. Nur, sie kommen nicht. Nun gut, Elis hatten wir jetzt von Etosha, über - und vor allem - im Chobe bis zu den Vic-Falls schon genug. Eigentlich hätten wir uns die Fahrt sparen können und die Drinks an der Bar zu uns nehmen können.
Zur Gweta Lodge: Die Lodge ist sehr einfach, fast schon primitiv. In den Zimmern stehen 2 Betten, 1 kleiner wackliger Tisch, der von einem Tischventilator voll in Anspruch genommen wird. Die Moskitonetze sind zu klein für die Betten, sie können die Betten gar nicht voll umschließen. Ich schlafe ohne. Die Sanitäranlagen sind im Freien, hinter dem Lodge-Häuschen. Nun, das hatte ich in der Taleni Lodge voriges Jahr auch schon. Find ich an sich OK, (Andere stören sich daran). Nur in Taleni waren sie wenigstes überdacht. Hier fehlt jeglicher Schutz von oben. Da frag ich mich schon ob es besonders witzig ist, wenn man mit runtergelassener Hose auf der Porzellanschüssel sitzt, während Petrus evtl. auf die Idee kommt ne dunkle Wolke darüber zu schieben und die Schleusen zu öffnen. 😉 Eine Situation in der auch ich ausnahmsweise einen rosafarbenen Regenschirm benutzen würde 😄 (vielleicht würde die Lady aus dem Etosha mir ihren leihen). 😉 Das Essen ist allerdings sehr gut und mit viel Liebe zubereitet. Das Personal auch freundlich. Alles ins allem würde ich die Lodge trotzdem ehr zum unteren Drittel zählen. Für denjenigen der nur auf der Durchreise ist, so wie wir es waren, und ne einfache günstige Lodge sucht ist es OK. Aber große Ansprüche darf man nicht haben. Alles hat ehr Camping Charakter.
Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Maun. Es wäre wieder ne langweilige Fahrt geworden, wenn nicht irgendwann am Himmel etliche schwarze Punkte zu sehen gewesen wären. Als wir näher kommen, wird unsere Vermutung bestätigt – Geier. Direkt neben der Strasse liegt ein totes Zebra. Etliche Geier machen sich schon daran zu schaffen. Weitere kommen ständig im Landeanflug an. , , ,
Es ist ein Schauspiel diese Vögel landen zu sehen. Das Sprichwort „Jemand stürzt sich wie die Geier auf etwas“ entbehrt meiner Meinung nach jeder Grundlage. Ich hätte erwartet, dass sie sich von allen Seiten kommend auf das Aas stürzen. Aber weit gefehlt. Das Ganze erinnert ehr an einen Airport, wo die großen Flugzeuge, vom Tower geleitet, eines nach dem anderen der Reihe nach landen. So kommen auch die Geier alle aus der selben Richtung, wie in einem Landekorridor aufgereiht einer hinter dem anderen angeflogen. , , , , , , ,
Auch jeder einzelne Geier erinnert an ne große Boing. Bei der Landung wird dann der Flügel noch nach untengeklappt, wie die Landeklappen eines Flugzeuges, die Beine werden nach vorn unten gestreckt, so wie das Fahrwerk eines Flugzeuges ausfährt. Das zu beobachten ist wirklich so, als würde man am Airport die landenden Flugzeuge sehen. ,
Dann geht es weiter nach Maun. In Maun sind wir in der Maun Lodge. In den ursprünglichen Unterlagen war die Mankwe Bush Lodge angegeben. Diese Lodge wäre direkt am Moremi Park gewesen. Nun sind wir mitten in der nicht gerade attraktiven Stadt Maun. 🙁
Wir sind schon um die Mittagszeit da, und wissen nun nicht so recht was wir tun sollten. Immerhin kümmert sich KC mit anrufen im Büro des Veranstalters um irgendwelche Aktivitäten die man machen könnte. Wir entscheiden uns dann für einen Rundflug über das Delta. Ich glaube das war das Beste was man hatte tun können, wenn man schon in Maun festsitzt.
KC fährt uns zu dem Internationalen Airport Maun. Wir buchen den Flug der aber erst ein paar Stunden später stattfinden soll. Somit hängen wir wieder rum. Wir gehen in ein Restaurant / Bar gegenüber des Airports.
Es ist ne Flieger Kneipe. Überall hängen Flugzeugmodelle, (gemalte-)Bilder und Fotos mit Motiven rund um Flugzeuge und das Fliegen. Irgendwie nach meinem Geschmack, ich find’s cool. Man kann sich richtig vorstellen wie sich die Piloten nach einem Arbeitstag hier treffen und sich ihr Fliegerlatein erzählen. Wir essen etwas, trinken noch einen und noch einen... – die Zeit kriecht. Ich schlendere mal durch die wenigen Geschäfte in der Umgebung, während KC, Silke und Uwe in der Kneipe bleiben. Ich kaufe ein paar Postkarten, als ich nach Briefmarken frage verweist man mich an die Post im Flughafen. Nun gut, ich gehe dort hin. Aber eine der beiden Ladies dort zählt gerade das Geld. Kasse geschlossen, keine Marken, ich soll in 5min. wieder kommen. Nach deutschen 5min stehe ich wieder da, gemeint waren wohl afrikanische 5min. Immernoch wird Geld gezählt. Ich soll nach 10min. wieder kommen. Nach 10min. komme ich wieder, und sehe schon von weitem ....Ihr könnt es Euch denken, ich frage erst gar nicht. Ich gehe wieder zurück zur Kneipe. Nochmals nen Drink. Dann ist es bald soweit. Wir zahlen, schlendern alle zusammen durch die Läden. Ich setze mich kurz ab und versuche es nochmals bei der Post. Glück gehabt, ich bekomme meine Briefmarken.
Dann treffen wir unseren Piloten, ab durch die Sicherheitskontrolle, übers Flugfeld zu unserer Cessna. Take off. [foto: 27434], [foto: 27435]
Richtung Delta.... [foto: 27436], [foto: 27437], [foto: 27438]
...wir sehen von oben ne Menge Tiere. Vor allem Büffel und Elefanten. Aber auch Zebras und Hippos.... [foto: 27439], [foto: 27440], [foto: 27441], [foto: 27442], [foto: 27443], [foto: 27444], [foto: 27446]
.... einen Buschbrand. [foto: 27445]
Dann ist die Stunde auch schon rum, und wir wieder am Boden. [foto: 27447]
Der Flug war ein Erlebnis und hat den Tag gerettet. Trotzdem ärgerlich, dass wir so weit weg vom Moremi sind. Morgen zum Game-Drive werden wir schon um 5:15 abgeholt.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200906. Feb. 2011 · #37
Hallo Bernd,
vielen Dank für den witzigen und amüsanten Reisebericht. Habe mich an manchen Stellen verbogen vor Lachen! 😄 😛 😄
Hast du inzwischen Hummeldumm gelesen? Dann weißt du was ich meine. Für die Verfilmung von Hummeldumm reloaded suchen wir noch einen Drehbuchautor... Diesen Part könntest du problemlos ausfüllen!
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
BerniOxThemenstarter109 Beiträge · seit 201007. Feb. 2011 · #38
Hallo,
so nun geht's weiter. Die Reise nähert sich dem letzten Highlight.
Und,- nein, Hummeldumm hab ich immer noch nicht gelesen. Muss ich wohl noch tun.
Tag 13, 14 , 15 Moremi Game-Drive – Rückfahrt nach Windhuk Am Morgen werden wir schon um 5:15 abgeholt.
Mit einem alten, zum Safari-Fahrzeug, umgebauten LKW treten wir unseren Game-Drive an. Anfahrzeit zum Park beträgt nahezu 2h.
Der Game-Drive ist insgesamt gesehen ehr enttäuschend. Aber- , vor allem weil wir im Etosha so viel Glück mit Tiersichtungen hatten, -bin ich wahrscheinlich inzwischen nur schon verwöhnt.
Wir sehen zunächst die üblichen Verdächtigen .... , , , ,
.... dann sehen wir wie unter einem Baum Dreck hoch - spritzt....
.... ein Honigdachs. Zunächst zeigt er uns seine Schnauze. Auf dem Bild unten schwer zu erkennen – es ist der dunkle Fleck.
Dann macht er sich davon ,
Zu Mittag wird dann groß aufgetischt.
Am Nachmittag sehen wir dann noch etliche Zebras.... , ,
...Griaffen... ,
... Störche (Nimmersatt und Sattelstorch) ,
... einen Adler(?), bin mir nicht sicher ob das ein Steppenadler ist (vielleicht kann mir ein freundlicher Fomi nochmals auf die Sprünge helfen?)
Ich hoffe immer noch auf einen Leoparden, den ich bisher nie (auf allen 3 Afrika Reisen nicht) zu Gesicht bekam – ich meine natürlich in freier Wildbahn, Hammerstein etc. zählt nicht. Der fehlt mir noch zu den “Big 5“. Wir sind schon auf dem Weg zum Ausgang, höre ich unseren Fahrer sagen – „Ein Leopard unter dem Baum“. Wow, endlich, wenn nicht im Moremi, wo sonst. Als wir näher kommen sehe ich die gefleckte Raubkatze, doch die Enttäuschung ist zunächst groß, es ist die andere Spezies von gefleckten Katzen...
, ,
... nun, gut. Man muss nehmen was kommt. Ein Gepard ist ja auch was schönes.
Als wir schon aus dem Park draußen sind, Kamera schon wieder weggepackt, geistig alles abgeschlossen, kommt noch was.
An einem kleinen Tümpel sind Elefanten. Daneben unter einem Baum Löwen. Als wir näher kommen, verlassen die Elis, unter Protest den Tümpel. ,
Die Löwen schauen uns an, als wollten sie uns gleich anspringen.
Nun, das war’s dann aber endgültig. Der letzte Park, - der letzte Game-Drive, - die letzte Möglichkeit einen Leoparden (nicht) zu sehen - der letzte Höhepunkt dieser Reise. 🙁
Wir haben schon um 15:00 den Park verlassen. Wir haben ja noch ne lange Rückfahrt. Wenn ich denke, dass wir als im Etosha erst um 16:00 zu unserem Nachmittags Game-Drive aufbrachen, schon ärgerlich nicht in der Mankwe Bush Lodge nahe des Parkes gewesen zu sein. 😠
Morgen werden wir dann Richtung Windhuk fahren, wo wir übermorgen ankommen werden.
Doch nun geht’s erst mal zurück zu unserem Hotel/Lodge.
Zur Maun Lodge : Es ist wieder ein Hotel obwohl Lodge genannt. Gut. Gute saubere Zimmer, gutes Essen. Wenn man schon in Maun strandet, dann ist die Maun Lodge sicher ne gute Wahl.
Am nächsten Morgen geht es dann Richtung Grenze Botswana / Namibia. Wieder nur fahren, ohne Höhepunkt.
Wir haben noch eine Übernachtung in „Kalahari Bush Breaks“.
Zur Kalahari Bush Breaks: Schöne Lodge. Afrikanisch eingerichtet. Sauber, gut, gutes Essen, nettes Personal. Als wir da waren wurden keine Aktivitäten angeboten. So relaxen wir nur wieder. An dem Wasserloch nahe der Lodge schauen mal ein paar Springböcke vorbei, und ein Hase kommt vorbeigehoppelt. Sonst ist nicht viel los.
Am nächsten Morgen geht’s dann zur letzten Etappe nach Windhuk. KC liefert mich wieder in dem Safari Hotel ab. Ich verabschiede mich von Silke und Uwe.
KC frage ich noch, wann ich am nächsten Tag für den Transfer zum Flughafen abgeholt werde. Natürlich weiß er es nicht. Aber, er müsse eh noch ins Büro des Veranstalters und beim Rückweg würde er wieder am Hotel vorbeikommen. Dann würde er kurz halten und an der Rezeption eine Nachricht hinterlassen, und auch seine e-mail Adresse, denn ich solle doch unbedingt das Foto von ihm an den Vic-Fällen schicken. Nun normalerweise hätte ich auf die Versprechung nicht viel gegeben, aber da er schon ziemlich scharf war auf das Foto, hatte ich Hoffnung, dass er es tut.
So, im nächsten und letzten Teil erfahrt Ihr dann was ich noch so am letzten verbleibenden Tag trieb und ob KC sein Versprechen hielt.
DUDummiYummi273 Beiträge · seit 200907. Feb. 2011 · #39
Man hat mit Farbe ihre Füße bestrichen und sie auf ein Papier treten lassen. Tja - mit was man alles Geld machen kann
Das Geld aus dem Verkaufserlös der Fussabdrücke geht an die Anti Poaching Einheit im Hwange Park. Und die hat das Geld ja sicher dringend nötig.
Wild Horizonts ist wohl die am wenigsten Touri-abzockende Firma Afrikas.
Gruß
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste.
Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200908. Feb. 2011 · #40
Man sieht aber auch immer die falschen Katzen. Für mich wäre der Gepard das größere Highlight, denn Geparden habe ich in freier Wildbahn bislang seltener gesehen als Leoparden.
Bei meiner letzten Namibia/Botswana-Reise: Leoparde 3, Geparden 0.