North Luangwa NP. - "lohnt" sich ein Besuch

10 Antworten · 2'914 Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2011 von uwe1025
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Themenstarter136 Beiträge · seit 200613. Jan. 2011 · #1
Hallo,

ich bin gerade am Planen unserer Afrikareise im Juli / August 2011. Von Windhoek aus soll es über Maun / Nxai Pan, Nata, Hwange NP., Mana Pools in den South Luangwa NP. (dort waren wir in 2009 bereits..) gehen.

"Lohnt" es sich, den North Luangwa NP. auch zu besuchen - ich habe da unterschiedliche Informationen erhalten. Was meint ihr? Wer war dort in letzter Zeit?

Über ein paar Infos würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank

Uwe
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online! Uwe Hasubek Photography
1'450 Beiträge · seit 200614. Jan. 2011 · #2
Hallo,

wir waren im Oktober dort. Für uns persönlich hat es sich nicht gelohnt.
Wir haben im "its wild bushcamp" am Parkeingang übernachtet. Von dort aus durften wir nur mit Guide reinfahren. Wir entschlossen uns für den Nachmittags-Drive und fuhren um 16.00 h mit unserem Auto ab. Der Guide führte uns auf einen Track und schlief dann auf dem Rücksitz immer wieder ein. Als er dazwischen mal aufwachte, meinte er, wir sollten etwas schneller fahren, in ca. 10 km wäre eine Stelle, wo wir Leoparden sehen könnten. Nachdem wir 12 km gefahren waren, fragten wir, wie weit es denn noch sei und er meinte, noch 10 km. Erst da realisierten wir, dass er sich überhaupt nicht auskannte. Unterdessen war es schon 17.30 h und wir fuhren etwas schneller um zurükzukommen, was natürlich mit einem platten Reifen endete. Also um 18.00 h im allerletzten Tageslicht, noch Reifen gewechsel, wobei der Guide nicht half, und dann im dunkeln noch ca. 2 Stunden zurück!!

Die Entschuldigung des "Chefs" am nächsten morgen war, dass der Guide schon länger nicht mehr in diesem Teil des NP war!!

Daraufhin waren wir so sauer, dass wir am nächsten Tag wieder zurückgefahren sind.

Ach ja, Tiere haben wir kein einziges gesehen!!!

Was aber wirklich einen Besuch wert ist, ist der Campingplatz an der Luambe Wilderness Lodge, im Luambe NP. Hier sahen wir schon auf dem Weg zum CG viele Tiere und im Fluss am CG wimmelte es nur so von Hippos.

Viel Spass beim Planen
Beate
84 Beiträge · seit 200814. Jan. 2011 · #3
Hallo Uwe,

wir waren im September 2009 im North Luangwa und für uns hat es sich gelohnt.

Es gibt nicht die Menge von Tieren, wie zum Beispiel an der Chobe Riverfront. Wer das vergleicht, wird wohl eher enttäuscht sein.

Wir haben es besonders genossen, dass es ruhig war und wir auf den Campingsplätzen ziemlich oder ganz alleine waren, alles war sehr familiär.

Alleine waren wir auf dem It's Wild Bushcamp, sehr schön war auch das Camp im Luambe. Also schon die Anfahrt hat sich für uns gelohnt.

Auf jeden Fall würde ich im Park selbst übernachten. Wir waren im Buffalo Camp und da waren die Walks sehr schön. Es ist einfach eine andere Perspektive, zu Fuß unterwegs zu sein, die Schuhe auszuziehen und durch den Malweshi zu waten usw.
Bei der An- und Ausfahrt haben wir keine Tiere gesehen. Man darf im North Luangwa als Selbstfahrer nur durchfahren, aber keine Gamedrives unternehmen. Das ist aber auch nicht die Stärke des Parks.


Grüße Sybille
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Gast14. Jan. 2011 · #4
Hallo,

ich frage mich gerade, was die Frage bedeutet...

"Lohnt es sich" das und das zu machen... Wie sieht für Dich das "lohnen" aus...

Gruß
Themenstarter136 Beiträge · seit 200614. Jan. 2011 · #5
@ beate und Grindsby: Vielen Dank für eure Antworten 🙂

@ Sambezi: die Frage ist schon berechtigt, aber auch relativ leicht erklärt..... Bei einer 5 1/2 wöchigen Reise ist die Zeit immer beschränkt. Man muss also abwägen, ob man an der einen oder anderen Stelle lieber etwas länger bleibt, oder ob man sich einen weiteren NP. anschaut.

"Lohnen" würde sich der North Luangwa NP., wenn er landschaftlich sehr viel anders ist, als der South Luangwa NP. und wenn man eine gute Chance auf Tiersichtungen z.B. Katzen hat (ich weiß, dass das auch immer vom Glück abhängt ;-)).

In diesem Fall interessieren mich eure Einschätzungen.

LG Uwe
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online! Uwe Hasubek Photography
84 Beiträge · seit 200814. Jan. 2011 · #6
Hallo Uwe,

im South Luangwa habt Ihr aber gute Chancen, Leoparden zu sehen.
Da würde ich jedem einen Night-Drive empfehlen, zur Abendzeit kann man ja selbst nicht mehr im Park fahren.
Wir hatten beim Nightdrive vom Wildlife Camp ein imposantes Erlebnis: Wir konnten beobachten, wie sich eine Gruppe Hyänen über den Riss eines Leoparden hermachten. Die Leopardin lag unweit davon im Baum, wechselte später auf einen anderen Baum, direkt über uns. Dann kam noch ein Leoparden Männchen dazu, der das Weibchen im Bauzm verjagte, eine Weile im Baum blieb und dann in aller Ruhe die Umgebung erkundete.
Der Guide hatte die Leoparden gefunden, indem er den Warnrufen der Paviane folgte.
Er meinte, die Chance beim Nightdrive Leoparden zu sichten, läge bei 80%.

Bei den Walking Safaris ist man nicht so auf den engen Kontakt zu Katzen aus. Wir haben im North Luangwa bei einem Walk Löwen gesehen, haben verständlicherweise aber mehr Abstand gehalten als mit dem Fahrzeug - auch wenn sie wohl ziemlich satt waren, weil sie zwei Zebras gerissen hatten.

Am Tag unserer Ankunft im Buffalo Camp wurden auf dem Walk Wildhunde gesehen - leider hatten wir nicht das Glück, sie auch zu sehen.

Gruß Sybille
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109 Beiträge · seit 201114. Jan. 2011 · #7
Hallo!

Wir waren letztes Jahr auch im it's wild bushcamp direkt an der Einfahrt zum North Luangwa.
Laut Info des Personals ist es mitlerweilen erlaubt tagsüber auch selber durch den Park zu fahren. Soweit ich weiß war früher nur die Transitstecke für Selbstfahrer freigegeben. Es war zwar nicht sehr einfach die Info zu bekommen aber irgendwann hats geklappt.
Das Camp selber ist schön am Fluß gelegen.
Tagsüber kamen Antilopen vorbei. Nachts hatten wir Schlangenbesuch und auch Schleichkatzen ließen sich beobachten.
Was zu erwähnen wäre ist die doch recht große Zezepopulation im Park.

Grüße
Marina
109 Beiträge · seit 201114. Jan. 2011 · #8
Ach was mir noch einfällt.
Besonders gut hat uns der Nsefu Sektor gefallen. Da hats nur so gewimmelt von Tieren und wir waren fast alleine dort.
Kann aber gut sein, dass man da zur richtigen Zeit sein muss.
Gast14. Jan. 2011 · #9
Hallo,

jetzt hast Du "lohnen" näher beschrieben - aber hast ja schon tips bekommen. Ich für meinen Teil würde Deine bereits ins Visier genommenen NP etwas ausdehnen ohne in den Nordteil zu fahren.


Für mich ist die Tsetse Problematik immer ein Grund, S und N Luangwa zu umgehen. Die können schon ganz schön lästig werden....

Gruß
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2011
931 Beiträge · seit 200614. Jan. 2011 · #10
Meiner Meinung nach lohnt sich der NLNP auf jeden Fall - wenn man sich darauf einlässt. Der Park ist von Anfang nicht für den Individualverkehr konzipiert worden (auch wenn das Befahren mit dem eigenen Auto inzwischen erlaubt ist). Stattdessen hat man dort auf ganz wenige und kleine Camps gesetzt, von denen aus Walking Safaris unternommen werden. Game Drives im eigentlichen Sinne finden dort in der Regel nicht statt, sondern man ist zu Fuß unterwegs. Ausnahmen sind reine Transferfahrten, um z. B. eine Gruppe nach einer längeren Wanderung wieder ins Camp zurück zu holen, oder hin und wieder ein Night Drive.

Die Camps liegen überwiegend am Mwaleshi, eines (das Delia Camp) auch am Luangwa. Und an den Flüssen spielt sich auch das Tierleben ab.

Grundsätzlich kann man im Park bis auf Geparden alles sehen. Aber nicht so konzentriert am Wasserloch, das gibt es nämlich nicht, wie einige das vielleicht aus anderen National Parks gewöhnt sind.

Der eigentliche Reiz besteht also aus meiner Sicht darin, mal für ein paar Tage das Auto stehen zu lassen und sich anders der Natur zu nähern. Ich finde das unvergleichlich. Zumal die Ranger und Guides, die für die Camps im Park arbeiten, durchaus kompetent sind und ihr Handwerk verstehen.

Wer allerdings nur für einen Tag oder gar ein paar Stunden dort rein fährt kann sich das Geld meines Erachtens sparen. Das gilt auch wenn man die Qualität eines 'Safaritages' nach der Anzahl der Digitalphotos und dem abendlichen Dinner beurteilt. Das ist nicht abwertend gemeint, nur das gibt es nebenan im South Luangwa billiger...

Gruß

Ulli

PS: weil hier auch die Tsetse Problematik angesprochen wurde. Die gibt es tatsächlich in etlichen Bereichen, aber eben nicht im Bereich der genannten Camps im Nationalpark. Dort muss man sich deswegen keine Sorgen machen.
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zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2011
Themenstarter136 Beiträge · seit 200615. Jan. 2011 · #11
Vielen Dank an alle für euren ausführlichen Infos. Wir werden dann vermutlich vor Ort entscheiden, was unser Zeitbudget hergibt.

LG Uwe
"Colors of Africa" - die ersten Fotos unserer Afrikareise 2011 sind online! Uwe Hasubek Photography